HW-News KW9: Weltraumfahrstuhl, Intel Ivy Bridge verspätet
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29621 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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27. Februar 2012 - 20:21 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Wer sich in den 1970er, 1980er Jahren mit Science-Fiction-Romanen beschäftigt hat, dürfte bei zahlreichen aktuellen Produkten der Hardwareindustrie ein gewisses Wiedererkennen spüren. Internet überall, Tablets, extrem flache Notebooks mit Highend-Rechenleistung, Elektroautos, Weltraumfahrstühle und Hundehalsbänder mit GPS-Navigation auf der einen Seite. Auf der anderen aber auch Internetüberwachung, Urheberrechtsprobleme, Kriege um Ressourcen. Bis zum Jahr 2050 wollen japanische Unternehmer nun tatsächlich einen Fahrstuhl in den Weltraum fertigstellen, mit dem sich Personen und Arbeitsmaterial auf leichtem Wege in den Weltraum befördern lässt. Die Zeitplanung klingt zwar gewagt, das Projekt an sich allerdings klingt spannend. Neben Altmeister Arthur C. Clarke behandelte auch Frank Schätzing das Thema in seinem Roman "Limit".

Zurück auf Mutter Erde: In einer Woche beginnt die Computermesse CeBIT in Hannover. GamersGlobal wird vor Ort sein und über interessante Neuerungen auf dem Computermarkt berichten. Einige Firmenvertreter dürfen sich zudem unseren Fragen stellen – mit Intel beispielsweise werden wir über die Zukunft der Notebooks, Ivy Bridge und vieles mehr plaudern. Gibt es Fragen, die nicht ungestellt bleiben dürfen? Themen, über die wir auf jeden Fall berichten sollen? Nutzt den Kommentarbereich für eigene Anregungen!


Kohlenstoffnanoröhrchen sind stabiler als Stahl, wiegen kaum etwas und ermöglichen erst Erfindungen wie das Orbitalseil.

Fahrstuhl in den Weltraum geplant


Wir schreiben das Jahr 1979: Der Science-Fiction-Autor Arthur C. Clarke (2001: Odyssee im Weltraum) veröffentlicht den Roman The Fountains of Paradise (dt.: Fahrstuhl zu den Sternen), in dem es um den Bau eines Fahrstuhls zu einer 36.000 Kilometer entfernten Station in der Erdumlaufbahn geht. Eine spannende Science-Fiction-Geschichte, aber eben auch nur dieses: Science Fiction.

Zurück zur Gegenwart, 2012: Ein japanisches Bauunternehmen plant öffentlich den Bau eines Fahrstuhls zu einer Station in einer geostationären Umlaufbahn in 36.000 Kilometern Höhe. Die Höhe wird sich die Station mit Wetter-, Navigations- und Telekommunikationssatelliten teilen. Zum Einsatz soll hierbei ein sogenanntes Orbitalseil, gebaut mit Hilfe der Nanotechnik, kommen.

Bis zum Jahr 2050 will das japanische Bauunternehmen Obayashi Corporation das Projekt fertiggestellt haben, bislang sind die Pläne des Unternehmens aber noch Zukunftsmusik. Es gibt bislang weder einen Geldgeber noch einen Standort für den Weltraumlift. Das hindert das Unternehmen aber nicht daran, schon jetzt recht konkrete Pläne zu schmieden. So soll die Kabine des Fahrstuhls Platz für 30 Personen bieten und sich mit etwa 200 Kilometer pro Stunde bewegen. Das klingt zwar schnell, bedeutet angesichts der nicht unerheblichen Distanz zur Station aber dennoch eine Fahrtzeit von mehr als einer Woche. Versorgungsleitungen würden aber immerhin die Sauerstoffzufuhr gewährleisten. Anstelle von Personen kann der Aufzug selbstverständlich auch Material befördern – einmal aufgebaut würde ein Weltraumlift deutlich effizienter arbeiten als die aktuell üblichen Raketenstarts. 

Technisch möglich wird der Weltraumfahrstuhl durch Kohlenstoffnanoröhrchen. Diese sind stabiler als Stahl, gleichzeitig aber auch deutlich leichter. Ein Baustoff, der zu Zeiten von "Fahrstuhl zu den Sternen" zwar noch nicht erfunden war, dessen Eigenschaften Clarke aber in gewisser Weise vorgeahnt hat. Das Tragseil des Aufzugs (Orbitalsein genannt) reicht aber noch deutlich weiter als die 36.000 Kilometer zur Station. Erst in mehr als 90.000 Kilometern Entfernung endet das Kohlenstoffnanoröhrchen-Seil an einem Gegengewicht. Das entspricht einem Viertel der Entfernung zum Mond. Die Energie, die zum Betrieb des Orbitallifts nötig ist, soll die Weltraumstation selbst liefern; Solarkollektoren sorgen für den nötigen Strom, Versorgungskabel schicken die Energie auf Wunsch auch zur Erde hinab. An Bord der Weltraumstation sind für die japanischen Visionäre sowohl wissenschaftliche als auch touristische Quartiere vorstellbar.


Beinahe hätte AMD nicht ATI sondern Nvidia übernommen. 

AMD wollte Nvidia anstelle von ATI übernehmen

Wer sich erst seit kurzem mit dem PC und der dazugehörigen Hardware beschäftigt, kennt ATI nur noch aus Erzählungen. Wer sich etwas länger mit der technischen Entwicklung befasst, kennt ATI eventuell noch als Hersteller langsamer Supermarktgrafikkarten. Mit der Entwicklung der Radeon-Grafikserie trat das Unternehmen aber aus dem Schatten und entwickelte sich spätestens mit der fast schon legendären Radeon 9800 Pro zu einem der wichtigsten Hersteller von Grafikchips. Im Jahr 2006 dann die überraschende Meldung: AMD übernimmt ATI komplett für 5,4 Milliarden US-Dollar.

AMD verfolgte bereits zu diesem Zeitpunkt die später als "Fusion" bekannt gewordene Strategie der universellen Prozessoren mit integrierter Grafikeinheit. So war das Unternehmen auf der Suche nach einem GPU-Spezialisten, um sich selbst gegenüber Intel besser aufstellen zu können. Intels integrierte Grafiklösungen waren zwar alles andere als beeindruckend, wiesen aber einen extrem hohen Marktanteil auf. Zudem wollte AMD sich auch Wissen im Bereich der Chipsatzentwicklung hinzukaufen, um nicht mehr von Herstellern wie SiS oder VIA abhängig zu sein – die hauseigenen Chipsätze erreichten nur einen eher geringen Marktanteil und verfügten über keine integrierte Grafikeinheit, wie sie für Bürorechner immer wichtiger wurde.

Laut einem Bericht des Forbes-Magazins wandte sich AMDs damaliger Chef Hector Ruiz zuerst an Nvidia, um über eine Übernahme zu verhandeln. Die Verhandlungen scheiterten ehemaligen Mitarbeitern des Unternehmens zufolge. Allerdings nicht aus finanziellen Gründen, sondern weil Nvidias Chef Jen-Hsun Huang darauf bestand, der Chief Executive Officer (CEO) des gemeinsamen Unternehmens zu werden. 

Jen-Hsun Huang blieb CEO bei Nvidia und bekleidet diesen Posten noch immer. Zudem erwies sich Nvidias Geschäftsstrategie in den vergangenen Jahren als sehr erfolgreich: aktuell liegt der Marktwert von AMD bei eher bescheidenen 5,2 Milliarden US-Dollar, während Nvidia mittlerweile 9,7 Milliarden US-Dollar wert ist.


Ultrabooks dürften stark von Ivy Bridge profitieren, allerdings verspätet sich Intels neuer Prozessor etwas.


Intels Ivy Bridge verspätet sich

Auch wenn Intels aktuelle Prozessorgeneration namens Sandy Bridge über hohe Leistungsreserven bei geringem Energiebedarf verfügt, warten doch zahlreiche Anwender auf die überarbeiteten Prozessoren mit dem Codenamen Ivy Bridge. Die dritte Generation der Core-i-Prozessoren wird nicht mehr in 32 Nanometern Strukturbreite gefertigt werden, sondern in schmalen 22 Nanometern. Zudem verbaut Intel eine stark überarbeitete GPU mit vollem Support für DX11 und im Vergleich zum Vorgängermodell gesteigerter Leistung – selbst einige aktuelle Spiele sollen in mittleren Details flüssig spielbar sein. Neben der verbesserten Rechen- und Grafikleistung soll Ivy Bridge nicht zuletzt mit einer stark gesenkten Energieaufnahme punkten. Selbst die Topmodelle gibt Intel mit einer TDP von nur 77 Watt an. Zum Vergleich: Ein aktueller Sandy-Bridge-Prozessor wie der Core i5 2500K wird mit 95 Watt angegeben, AMDs langsamere Bulldozer-Prozessoren wie der FX-8150 genehmigen sich bis zu 125 Watt. 

Besonders sehnsüchtig erwartet daher die Notebookindustrie die kommenden Intel-CPUs. Vor allem die neuen Ultrabooks sollen durch Ivy Bridge einen großen Sprung nach vorne machen: mehr Grafikleistung, mehr Rechenleistung, weniger Energiebedarf aber ein gleichbleibender Preis sprechen für sich. 

Der von vielen Seiten für April erwartete Erscheinungstermin von Ivy Bridge ist laut Intel aber aufgrund von Problemen in der Fertigung der 22-nm-CPUs nicht haltbar. Ivy Bridge wird sich voraussichtlich auf den Juni dieses Jahres verschieben. Bereits vor einiger Zeit gab es Gerüchte, dass Intel vorerst nur einige Quadcore-Modelle im April veröffentlicht und die im Notebooksegment sehr begehrten Dualcores aufgrund von Fertigungsengpässen erst später auf den Markt bringt. Das 22-nm-Verfahren scheint aber wohl noch etwas schwerer zu beherrschen zu sein, als Intel es erwartet hätte.

Trotz der Verspätungen wird Intel es sich nicht nehmen lassen, auf der vom 6. bis 10. März in Hannover stattfindenden CeBIT zahlreiche Ultrabooks mit Ivy Bridge zu präsentieren. GamersGlobal ist selbstverständlich vor Ort und wird dort mit Frank Kuypers und Thomas Kaminski von Intel über aktuelle und zukünftige Produkte und Entwicklungen sprechen.
bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 27. Februar 2012 - 20:49 #

Ist der CNT-Hype immer noch nicht vorbei? Meines Wissens nach hats noch niemand geschafft, ein CNT in makroskopischer Länge herzustellen. Ob daran je ein Aufzug entlang fährt?

Cohen 16 Übertalent - 4469 - 27. Februar 2012 - 21:04 #

Uff, mehr sind Nvidia und AMD nicht wert? Dann bleibt nur zu hoffen, dass Apple mit seinen 100 Mrd. Dollar Barvermögen nicht mal auf Einkaufstour geht und sich beide einverleibt, um die "Post-PC-Ära" zu erzwingen. ;)

Anonymous (unregistriert) 27. Februar 2012 - 21:04 #

Was zum Geier hat das mit dem Weltraumfahrstuhl auf einer Videospieleseite zu suchen??

Als Einleitungssatz ja in Ordnung, aber dem ganzen dann noch einmal einen ganzen Absatz spendieren?? Dennis Ziesecke, wie wäre es bei der nächsten News mal mit einem Absatz über das Aussterben der Dinosaurier oder über die interessanten Bauwerke in Rom? Passt sicher gut in deinen Artikel.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29621 - 27. Februar 2012 - 21:21 #

Hey, ich hätte es auch weglassen können, dann wäre die News nur kürzer und etwas weniger unterhaltsam geworden. So gibts ein abschweifendes Thema umsonst obendrauf - wenns nur 10% der Leser dieser Rubrik gefällt, passt es doch schon. Gegenargumente?

spinatkuchen 14 Komm-Experte - P - 2096 - 27. Februar 2012 - 21:25 #

Mir hats gefallen, trotz der Tatsache, dass es (abgesehen von Bordelektronik) eher weniger mit Computern zu tun hat. Außerdem sind Kohlenstoff-Nanoröhrchen ja wohl unbestreitbar Hardware :P

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6794 - 27. Februar 2012 - 21:44 #

Es wird doch garantiert ein Spiel von Astragon dazu geben, nennen wir es mal "Weltraumaufzug Simulator" (Arbeitstitel), wo man einen Weltraumfahrstuhl in Echtzeit zur Station und wieder herunterfahren kann und dabei Menschen oder Güter transportiert.

Gisli 14 Komm-Experte - 2082 - 28. Februar 2012 - 4:03 #

Vorher musst du den aber erst noch in Echtzeit mit den entsprechenden Maschinen und Werkzeugen bauen.

COFzDeep 19 Megatalent - P - 15181 - 27. Februar 2012 - 21:30 #

Also ich fand es extrem interessant und möchte Dennis ausdrücklich für diesen Abstaz loben! Wenn es dir nicht passt - keiner hindert dich daran, den Absatz einfach zu überscrollen. Oder dich anzumelden und selber "richtige" Hardwarenews zu schreiben, frei von irgendwelchen unnützen Meldungen aus nicht-PC-Bereichen... ;)

justFaked 16 Übertalent - 4303 - 27. Februar 2012 - 21:32 #

... immer dieses "mitmach-Argument" ;)

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6619 - 1. März 2012 - 12:12 #

und es stimmt immer wieder ;)

Das mit dem Weltraumaufzug ist allerdings schon ein sehr alter Hund, das habe ich vor Jahren mal irgendwo anders gelesen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29621 - 1. März 2012 - 12:33 #

Klar, ich hab da schon als Kind in einem Roman von Clarke drüber gelesen. Nur hat jetzt gerade halt ein Unternehmen ernsthaftes Interesse bekundet, so ein Ding bis 2050 zu bauen..

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6619 - 7. März 2012 - 8:30 #

Ich kenne den Roman nicht, ich meine aber vor Jahren genau eine solche Meldung gelesen zu haben, war glaube ich in den VDI-Nachrichten (Verein Deutscher Ingenieure).

Laut Wikipedia "Weltraumfahrstuhl":

"Ein Unternehmen namens LiftPort Group hat es sich zum Ziel gesetzt, einen solchen Weltraumlift zu bauen. Das selbstgesteckte Ziel der Fertigstellung wurde im Oktober 2006 vom 12. April 2018 auf den 27. Oktober 2031 korrigiert.[3]"

Daher: Ein alter Hut, das einzige was sich geändert hat (und selbst dass ist jetzt schon wieder 6 Jahre her) ist das vorraussichtliche Enddatum.

Bernhard Sommer 13 Koop-Gamer - 1750 - 28. Februar 2012 - 1:01 #

Bei Alpha Centauri könnte man den als Technologie erforschen, mir reicht das völlig als Grund.

DRM-Fan (unregistriert) 28. Februar 2012 - 10:41 #

Ich finde das unser Dennis dieses Thema aufgegriffen hat zeugt von Mut, Verantwortungsbewusstsein, Pflichtgefühl und innovatives Gedankengut. Er steht hier stellvertretend für den modernen Journalismus, der nicht einfach bei der Weiterbildung aufhört sondern auch die Pflicht aufgreift den Leser zu unterhalten. Das Ganze auch interessant zu gestalten mit spaßigen Untermalungen, vertikalen Sichtweisen und/oder Exkurse in andere Themengebiete.

Ich finde gut, dass er hier dein Kommentar nicht einfach so hin nimmt, nein im Gegenteil, er steht auf - zeigt mit den Finger auf dich und fragt dich in heroischer Pose ob daran etwas falsch wäre?

Ich sage ganz klar nein! Bitte mehr davon!

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29621 - 28. Februar 2012 - 10:45 #

Metaebene, das nennt sich Metaebene. Und nun suche ich diese in deinem Text ;) .

Sorji62 (unregistriert) 28. Februar 2012 - 12:59 #

Antwort: Bei Bedarf kannst du deinen Horizont erweitern, dank der Möglichkeiten des Internets als aktives Informationsmedium bist du dazu aber nicht gezwungen. Sanftes drehen am Mausrädchen hilft dabei, unerwünschten Informationen zu entgehen. ;-)

Ich finde das Thema sehr interessant. So ein Orbitallift wäre auch mal ein Szenario für einen schönen SciFi-Shooter. Inklusive verschiedener Gravitationsniveaus, Ausseneinsätze in schwindelerregender Perspektive usw. Natürlich mit wundervollem Sonnenaufgang beim finalen Bosskampf. Hm, es wird langsam Frühling =)

justFaked 16 Übertalent - 4303 - 27. Februar 2012 - 21:29 #

Mal ´ne Frage an die vielen Leute die mehr Ahnung von Hardware haben als ich:
Diese Grafikeinheit der Sandy- (und zukünftig auch Ivy-) Bridge-Prozessoren, entfaltet die auch einen Nutzen wenn man eine Grafikkarte eingebaut hat, oder wird die nur benutzt damit z.b. Laptops auf eine Grafikkarte verzichten können oder um die Leistung von OnBoard-Grafik zu steigern?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29621 - 27. Februar 2012 - 21:49 #

Die Leistung einer zusätzlichen Grafikkarte lässt sich damit nicht steigern. Wäre auch eher zweckfrei, AMD ist ja mit einem vergleichbaren Konzept schon mehrfach gescheitert - und Intel ist *noch* schlechter im Treiber-Programmieren ;) . Die iGPU von Intel ist nett, wenn Video umgerechnet werden müssen (dafür hat sie extrem schnelle Hardwareeinheiten, die selbst CUDA mit einer flotten Grafikkarte blass aussehen lassen) oder wenn Strom gespart werden soll. Im Notebook übernimmt daher die iGPU bei Desktop- und Officeanwendungen und die dedizierte GPU bei Spielen - passt. Oder eben, wie bei Ultrabooks bislang, die iGPU übernimmt die komplette Grafikausgabe und der Hersteller muss keine dedizierte GPU mehr verbauen - und spart somit Platz (immerhin muss eine Grafiklösung auch gekühlt werden) und Geld und Strom.

Punisher 19 Megatalent - P - 14733 - 27. Februar 2012 - 21:52 #

Ist soweit ich weiss "nur" eine alternative zu einem getrennten OnBoard-Chip, GPU halt direkt in der CPU mit "verbastelt". Dürfte also ausgeschaltet sein, wenn du eine zusätzliche GraK einbaust und entsprechend keinen Effekt mehr haben.

Hardware-Guru Dennis darf mich da aber gern korrigieren... ist eine Erklärung rein auf meiner Logik und meinem Verständnis der Dinge basierend. ;-)

Edit: Hat er schon - ich habs verstanden! *stolz*

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29621 - 27. Februar 2012 - 21:54 #

Im Desktop ist es übrigens wie beim Notebook - nur bislang ohne die praktische Stromspartechnik (beispielsweise Optimus bei Nvidia). Warum eigentlich? Wenn ich Intel danach frage, werden sie auf Nvidia verweisen - und die wieder auf Intel, wetten?

Punisher 19 Megatalent - P - 14733 - 27. Februar 2012 - 23:38 #

Wer will beim Desktop schon Strom sparen? Dachte, die Dinger sollen rocken, leuten, blinken, klingen wie ein Föhn und wenigstens so viel Abwärme produzieren... ;-)

Spass beiseite - da ich am PC kaum spiele und wenn dann Adventures finde ich persönlich inzwischen Desktops sowieso arg uninteressant...

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29621 - 27. Februar 2012 - 23:41 #

Geht mir ähnlich - dumm nur wenn man ab und zu doch mal Mutanten töten will und die Notebook-GPU zwar schnell genug aber nicht kompatibel genug für das Spiel ist. :(

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6619 - 1. März 2012 - 12:17 #

Ja, Desktops sind wirklich nur noch für richtige Hardcoregamer oder Arbeitsplatzrechner (CAD, Modelling, Hardwareentwurf) interessant. Und das ist wirklich eine überschaubare Minderheit. Die meisten Anwender sind mit einfachen Laptops und vielleicht noch einem Tablet zum bequemen Surfen / Casual spielen voll bedient. Und im Ausland spielen viele Gamer sowieso viel mehr auf Konsolen als am PC, selbst Shooter!

Ich fürchte in Zukunft werden die kompletten Power-Desktop PC's ne ganze Ecke teurer werden...

guapo 18 Doppel-Voter - 10102 - 27. Februar 2012 - 22:10 #

Hi Dennis, netter Exkurs in die Raumfahrttechnik. Aber Vorsicht mit dem Begriff Science Fiction. Die Grundlagen wurden um 1900 herum von Ziolkovsky und anderen beschrieben - ist also Science, auch wenn es noch nicht realisiert worden ist. Die US Amerikaner haben auch irgendwo mal ein Projekt gehabt in den letzten 10 Jahren.

Worth2die4 13 Koop-Gamer - 1436 - 27. Februar 2012 - 22:29 #

Klar ist das mit dem Fahrstuhl interessant, hat hier aber eigentlich wirklich nichts zu suchen...

Anonymous (unregistriert) 27. Februar 2012 - 23:21 #

Mal The Moment of Silence gespielt?

de.wikipedia.org/wiki/The_Moment_of_Silence#Bedeutung

Worth2die4 13 Koop-Gamer - 1436 - 28. Februar 2012 - 0:27 #

Nur weil in irgendeinem Spiel so eine Technologie angesprochen wird, erschließt sich mir nicht ganz, was das nun mit der Hardwarerubrik einer Gamingseite zu tun haben soll...

Auf einer allgemeinen Newssite von mir aus. Aber dafür surfe ich nicht auf Gamersglobal.

Und das "man kann doch auch einfach drüberscrollen wenn mans nicht lesen will" ist ja mal eine eher schlechte Rechtfertigung.

Bitte nicht falsch verstehen - nett wenn jemand in seiner Freizeit solche Artikel schreibt und hier reinstellt. Aber dann bitte auch Themabezogen.

Larnak 21 Motivator - P - 25870 - 28. Februar 2012 - 1:17 #

GG zeichnet sich grundsätzlich dadurch aus, dass man sich nicht stoisch am Videospielen entlanghangelt. Vergleiche beispielsweise den User-Artikel über Hörspiele, das Brettspiel-Special, diverse Netzpolitik-News sowie Kino-News oder eben ... ieh, HARDWARE-News. Wer will schon Hardware auf einer Gaming-Seite *schüttel*

Du siehst, die Grenze zwischen "themenbezogen" und "themenfremd" ist sehr subjektiv. Was du für ein Problem mit drüberwegscrollen hast, ist mir auch nicht ganz klar. Wenn mich ein Abschnitt in News nicht interessiert, mache ich das grundsätzlich so. Schien mir bisher eigentlich eine gute Idee zu sein ;)

Camembert (unregistriert) 27. Februar 2012 - 23:29 #

bei ~55,6 meter/sek. eine woche lang im fahrstuhl unterwegs!? die schnellsten derzeitigen fahrstühle sind mit ~10-15 m/sek unterwegs. mag sein, daß es mit zunehmender entfernung von der erde & mit der zeit angenehmer wird... *g*

Gisli 14 Komm-Experte - 2082 - 28. Februar 2012 - 4:00 #

Und das mit 29 anderen im Aufzug. Viel Spaß. ;)

Cohen 16 Übertalent - 4469 - 28. Februar 2012 - 11:33 #

Problematisch sind doch nur die Beschleunigungs- und Abbremsphasen. Ein Weltraumaufzug muss ja nicht stärker beschleunigen als ein normaler, die Maximalgeschwindigkeit muss ja nicht innerhalb der ersten 100 m erreicht werden.

mihawk 18 Doppel-Voter - P - 12998 - 28. Februar 2012 - 8:06 #

Extra-Kudos für den Weltraumaufzug-Absatz :)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29621 - 28. Februar 2012 - 8:20 #

Was für ein Aufriss wegen einem Absatz in der News. Das nächste mal kommt sowas wieder ans Ende, da liest eh kein Anonymer mehr mit ;) .

Mag sich jetzt noch jemand zu Intel äußern oder ist das Thema egal? Wenn ja - warum sollte ich noch über Intel, AMD, ATI und Nvidia schreiben, wenn sich eh alle nur an Fahrstühlen aufhalten?

DRM-Fan (unregistriert) 28. Februar 2012 - 10:25 #

Wie jetzt: Intel baut ein Weltraumfahrstuhl?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29621 - 28. Februar 2012 - 10:32 #

Ich kann sie ja mal fragen. Und selbst wenn nicht - die Prozessoren in Station und Lift kommen später bestimmt von Intel. Relevanz hergestellt, Themawechsel.

DRM-Fan (unregistriert) 28. Februar 2012 - 10:47 #

Das Problem an den News ist das du die Themen die hier bereit gestellt wurden halt schon von anderen Seiten durchgekaut wurden. Da hat man sich ja auch schon unterhalten - und solang hier kein Reizthema entsteht wie Nvidia vs ATI, oder Apple vs Rest oder M$ vs Linux, wirst du hier halt maximal n paar Meinungen hören :)

GGf. erklärst du in deinen News z.B. in Zukunft einfach immer irgendeinen aktuellen Begriff oder Thematik zusätzlich um ein höheres Interesse zu erzielen.

guapo 18 Doppel-Voter - 10102 - 28. Februar 2012 - 11:24 #

Was unternimmt Intel fuer die Desktop-Sparte? Im Notebook-Bereich liesst man von Innovationen. Die Evolution der NB-Graphik ist sicher ein netter Trend. Verzehnfachung der Leistung hoert sich gut an, ist aber immer noch meilenweit entfernt von Desktop-GPU (Midrange) - ein echter Blocker. Ihr koennte ja mal aktuelle Karten (NB-Desktop) vergleichen. So schoen das NB sonst auch ist, es ist keine Alternative zum Spiele-PC. Es fehlt auch die Modularitaet: Nehmen wir die beruehmten 18 Monate fuer GK/CPU. NB haben laengere Einsatzfristen. Das wollen die Analysten nicht kapieren.

[bzgl. Weltraum waere ein neuer Artikel spannend - der letzte war vermutich von Heise in den 90-ern. Schon damals war der Tenor, dass massiv-geshrinkten CPUs keine Zukunuft im All haben.]

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29621 - 28. Februar 2012 - 13:25 #

Im Desktop werden Spieler sowieso auf dedizierte Grafikkarten setzen, das dürfte Intel durchaus bewusst sein. Die Leistung der aktuellen Modelle reicht für Office, den immer beliebter werdenden Videoschnitt (dank Hardware-Umwandlung) und Casual-Gamer. Damit dürften 95% der Desktop-Besitzer abgedeckt sein ;) .

Notebooks holen aber stark auf, auch weil beim PC-Gaming die Entwicklung stagniert. Das Problem ist heute weniger die fehlende Leistung sondern eher die schlecht unterstützten Treiber. Was bringt es mir, dass mein Notebook Spiele wie Rage zwar flüssig wiedergeben könnte, wenn das Spiel gar nicht erst startet?

Anonymous (unregistriert) 29. Februar 2012 - 11:23 #

Du könntest fragen wann Intel anfangen wird uns nen Rootzugriff vorzuenthalten.

Anonymous (unregistriert) 29. Februar 2012 - 15:06 #

Rootzugriff für was?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29621 - 29. Februar 2012 - 21:49 #

Was willst du denn rooten?

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4340 - 28. Februar 2012 - 11:15 #

Wie ich schon an anderen Stellen erwähnt habe, ich mag den unterhaltsamen Schreibstil von Dennis. Da können mir so viele Anonyme rumnörgeln, wie sie mögen. Ich bin froh, dass ich eine News lesen kann, die nicht nur trocken und punktuell formuliert ist. Das ist wie im echten Leben, so eine kleine Überraschung lässt einen schmunzeln, weckt Emotionen und bringt Menschen näher. Wenn dann trotz allem die gesuchten Informationen übermittelt werden, kehrt man gerne zu diesem besonderen Ort der Dienstleistung zurück.

Ukewa 15 Kenner - 3689 - 28. Februar 2012 - 14:01 #

Das mit dem Fahrstuhl halte ich für unmöglich. Die spinnen doch!
Aber falls doch: Wäre doch irgendwie blöd, wenn man seine Freundin besuchen will, man steigt in den (falschen) Fahrstuhl, und statt vor der Wohnungstür steht man -1 Woche später- vor einer Dekoschleuse :-)

Cohen 16 Übertalent - 4469 - 28. Februar 2012 - 15:52 #

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass der Betrieb dieses Fahrstuhl nicht ganz billig und daher die Benutzung auch nicht kostenlos sein wird.

Spätestens am Kassenhäuschen sollte dir das mit dem falschen Fahrstuhl also auffallen. Es sei denn natürlich, der Betrieb wird werbefinanziert (aus dem Fahrstuhl gibt es ja unterwegs kein Entkommen vor der einwöchigen Werbeberieselung) ;)

guapo 18 Doppel-Voter - 10102 - 28. Februar 2012 - 15:58 #

Laut NASA-Studien soll der Betrieb guenstiger sein als Shuttle.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29621 - 28. Februar 2012 - 16:55 #

Dass der Betrieb, selbst wenn die Kosten für den Aufbau herausgeholt werden müssen, günstiger ist als ein Shuttle dürfte niemanden verwundern. Was so eine Feststoffrakete an Material kostet ist abartig.

Ukewa 15 Kenner - 3689 - 29. Februar 2012 - 13:35 #

Was ein Seil aus Nanoröhrchen mit 90.000 km kostet, will ich aber auch nicht wissen..

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29621 - 29. Februar 2012 - 13:46 #

Das sind aber einmalige Kosten. Raketen verglühen auch zu großen Teilen in der Atmosphäre und brauchen dazu auch noch große Mengen an Treibstoff. Die Energie, die der Aufzug benötigt, soll hingegen komplett über die Solarzellen der Station aufgebracht werden.

Ist doch das gleiche wie mit dem Hausbau - klar kann ich immer zur Miete wohnen und da monatlich meine 500 Euro (Familie, Stadt) an Miete zahlen. Wenn ich das aber 15 bis 20 Jahre mache, hätte ich mir von dem Geld auch ein eigenes Haus kaufen können.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6619 - 1. März 2012 - 12:19 #

Viel Spaß dabei das Teil gegen Terroristen abzusichern. So ein langes Nanoseil bietet viel Angriffslänge (von Fläche kann man hier wohl nicht reden).

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29621 - 1. März 2012 - 12:32 #

.. ist aber auch deutlich schwerer zu treffen als beispielsweise ein Hochhaus in New York ;) .

Azzi (unregistriert) 28. Februar 2012 - 15:54 #

Ich bin kein Techniker oder Ingenieur oder so, aber wie soll so ein Fahrstuhl gehen, die Erde dreht sich doch und wie will man da sone Art Turm aufstellen können, oder stell ich mir das grade ganz falsch vor? Wie will man das verankern?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29621 - 28. Februar 2012 - 15:59 #

Du, so eine Station in geostationärer Umlaufbahn dreht sich einfach mit ;) . Zudem ist in 90.000 Kilometern ein Gegengewicht zur Stabilisierung geplant. Ob das jetzt technisch machbar ist - keine Ahnung, hab noch nie Kohlenstoffnanoröhrchen gefertigt. Aber der theoretische Aspekt klingt schlüssig.

guapo 18 Doppel-Voter - 10102 - 28. Februar 2012 - 16:01 #

Fuer die geneigten Leser:
http://www.drg-gss.org/typo3/html/index.php?id=51

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29621 - 28. Februar 2012 - 16:53 #

Ich setze das mal in die Quellen, dann kann es jeder nachlesen auch ohne der Diskussion zu folgen.

Sorji62 (unregistriert) 28. Februar 2012 - 19:14 #

Es geht. Man muss nur ein paar grundlegende Dinge beachten (Masse-Trägheit, Balance) und das richtige Material haben. Und verrückt genug es zu versuchen (Yeah!).

Die Erde z.B. bewegt sich mit etwa 100.000 km/h um die Sonne, davon merkst du ja auch nichts, da du dich in der selben Geschwindigkeit mitbewegst. Ähnlich dürfte sich das mit der Erdrotation und einem Turm/ Fahrstuhl verhalten.

So in etwa, oder liege ich komplett falsch? =)

Anonymous (unregistriert) 28. Februar 2012 - 19:21 #

Ich finde die neuen Intel-Prozzis klasse! Brauchen wenig Strom, sind schnell, geil. Das mit AMD und Nvidia ist lustig.

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