Arcade-Check: Warp
Teil der Exklusiv-Serie Arcade-Check

PC 360 PS3
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FLOGGER 8926 EXP - 17 Shapeshifter,R9,S3,A8,J10
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23. Februar 2012 - 12:00 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert
Auch dieses Jahr präsentiert Microsoft vier besondere Titel im Rahmen des House-Party-Events, das vom 15. Februar bis zum 3. März stattfindet – wir berichteten. Eingeleitet wurde das ganze von Electronic Arts mit Warp, dem neuesten Spiel des Indie-Entwicklers Trapdoor. Als kleiner Außerirdischer versucht ihr, einer Untersee-Forschungsstation zu entkommen. Zutaten von Metal Gear Solid, kombiniert mit extraterrestrischen Fähigkeiten des Protagonisten ergeben ein zugängliches Spiel, das euch schnell in seinen Bann zieht.

Mittendrin von Anfang an

Tatsächlich ist Warp einer dieser Titel, in den ihr schon voll eingetaucht seid, während ihr noch versucht herauszufinden, um was für ein Spiel es sich eigentlich handelt. Wie der Name schon sagt liegt das Hauptaugenmerk des Spiels auf der Fähigkeit eures knuffigen Aliens, sich zu "Warpen" beziehungsweise zu Teleportieren. Natürlich fragt ihr euch jetzt, warum sich der kleine Exot nicht einfach aus der Basis beamt? Erstens beraubt ihn der Kontakt mit Wasser temporär seiner Fähigkeiten und zweitens ist seine Warp-Begabung auf einen Meter Reichweite begrenzt. Das sorgt natürlich für Probleme, da viele Wände der Forschungseinrichtung dicker oder Abgründe weiter auseinander sind. In der Rolle des Außerirdischen habt ihr aber deutlich größere Hindernisse zu bewältigen.

Zum Glück könnt ihr euch in verschiedene Objekte oder menschliche Gegner "Hineinwarpen". Zum Beispiel bieten die verschiedensten Arten von Fässern ganz banal die Möglichkeit, sich darin zu verstecken oder sie als Transportmittel zu nutzen. Andere bieten euch Strahlenschutz oder dienen als Explosivfalle für die Gegner. Durch schnelles Drehen des linken Sticks könnt ihr das Objekt, in dem ihr euch befindet, zum Kollabieren bringen und somit zerstören. Richtig eklig wird es aber erst, wenn ihr das mit einem Menschen macht – mit einem gewaltigen "Splatt" bleiben von dem Opfer nur noch einzelne Körperteile und eine rote Sauerrei auf der Einrichtung zurück! Hört sich zwar fies an und sieht auch fies aus, aber aus der Perspektive eines Versuchskaninchens heiligt der Zweck die Mittel.

Die panischen Reaktionen der Wissenschaftler bieten immer wieder Anlass zum Schmunzeln.

Neue Kräfte, neue Möglichkeiten

Später bekommt ihr noch zwei grundlegende Kräfte hinzu. Mit "Echo" könnt ihr ein Phantom von euch in einem Radius von fünf Metern losschicken, um Gegner abzulenken. Kombiniert mit "Swap" könnt ihr eure Position mit der eines Objektes tauschen. Mit der Zeit werden auch die Fähigkeiten der Gegner immer fieser und die automatischen Verteidigungsanlagen immer ausgefeilter. Dadurch bietet Warp jede Menge Abwechslung für Tüfteleien, ohne dabei mit all zu schweren Kopfnüssen zu überfordern. Zwar sind die Aufgaben teils recht knifflig, dennoch kommt ihr meist recht schnell voran. Die Trapdoor-Mannen haben dabei eine gute Balance geschaffen. Besonders schwierig fallen dafür die virtuellen Missionen aus, bei denen eifrige Punktesammler motiviert werden, Goldmedaillen zu sammeln und sich mit Freunden zu messen. Hier, wo es auf Tempo ankommt, fällt unangenehm auf, dass die ansonsten gute Steuerung manchmal etwas hakelig sein kann.

Nicht nur die Schleicheinlagen und die virtuellen Missionen, sondern auch der slapstick-artige Humor erinnern stark an Metal Gear Solid. Die panischen Reaktionen der Wissenschaftler und die entschlossenen Sicherheitssoldaten laden zum Experimentieren ein. In einer Filmsequenz kommt ihr in einen Laborbereich, in dem sich die Versuchsexemplare der Wissenschaftler in speziellen Kammern befinden. Nachdem sie ihre Untersuchung abgeschlossen haben, entsorgen sie ihre Probanden auf "saubere" Art mit verschiedenen tödlichen Vorrichtungen. Die Reaktionen der Wissenschaftler sind köstlich, wenn ihr den Spieß umdreht und sie merken, dass sie sich durch "swap-warp" selbst in einer Kammer befinden – "Don't look into my pants!"

Fazit: Sehr spaßig trotz fehlender Lokalisierung

Schade, dass ein großer Publisher wie EA nicht für eine ordentliche Lokalisierung sorgt. Normalerweise ist es auf Xbox Live Arcade üblich, dass zumindest die Texte übersetzt sind. Unverständlich, dass bei einer Promo-Aktion wie der House Party nicht auf eine vernünftige Übersetzung geachtet wird. Wobei im Fall von Warp tatsächlich überhaupt nichts übersetzt wurde. Obwohl sich das Spiel ohne große Englischkenntnisse gut bewältigen lässt, ist dies dennoch ein kleines Ärgernis. Mit Warp ist ein ansonsten durchwegs guter Auftakt der House Party gelungen, der auf drei weitere interessante Titel hoffen lässt. Für 800 Microsoft-Punkte ist der Preis im Vergleich zu ähnlichen Titeln zudem verhältnismäßig niedrig.
  • Preis am 23.2.2012: 800 Microsoft-Punkte (entspricht zirka 10 Euro)
  • 1 Spieler
  • Schleich-Action
  • Für Einsteiger und fortgeschrittene Spieler geeignet
  • Witzige Hommage an Metal Gear

Video:

Christoph Vent Redakteur - P - 123674 - 23. Februar 2012 - 12:19 #

Die Demo hat mir wirklich gut gefallen, die Vollversion scheint seine 800MSP Wert zu sein. An der Steuerung nervte mich, dass das Zerstören von Objekten auf dem linken Stick liegt. Mit dem rechten Daumen wäre das auf Dauer angenehmer.
Kannst du vielleicht was zum Umfang sagen?
Mit folgendem Satz triffst du es übrigens sehr genau: "Tatsächlich ist Warp einer dieser Titel, in dem ihr schon voll eingetaucht seid, während ihr noch versucht herauszufinden, um was für ein Spiel es sich eigentlich handelt."

FLOGGER 17 Shapeshifter - 8926 - 23. Februar 2012 - 13:04 #

Hab es nicht komplett durchgespielt, aber ich tippe auf 6 - 10 Stunden. Je nachdem ob du alle Extras finden willst oder nur durch rennst.

Bernd Wener 19 Megatalent - 13635 - 23. Februar 2012 - 13:01 #

Ich war auch nach ca. 5-6 Stunden beim Endgegner (an dem ich noch hänge...) Habe mich aber weder auf die Suche nach allen Collectibles begeben, noch großartig Zeit in die Challenge-Levels investiert.

Herr Oelgemöller 09 Triple-Talent - 257 - 23. Februar 2012 - 23:11 #

Habe es gerade durchgespielt, dabei gleich im ersten Durchlauf alle Collectibles gesammelt und jede entdeckte Challenge zumindest einmal beendet. Dafür habe ich genau 5:50:06 Stunden gebraucht. Um alle Achievements zu bekommen, musst man das Spiel wenigstens noch einmal durchspielen, was allerdings dann in gut einer Stunde zu schaffen ist. Außerdem kann man sich an den Challenges noch ordentlich zu schaffen machen.

Zum Spiel selbst: Ich finds im Prinzip super und die 800 MSP ist es auf jeden Fall wert. Was mich gerade ein bisschen frustriert hat, ist der Endgegner. Die eigentlich gute Steuerung wird durch die Location des Kampfes ziemlich unpräzise und das ganze damit unfair schwer. Ich bin mir auch nicht so recht sicher, warum ich nun doch noch gewonnen hab. Das trübt ein bisschen den großen Spaß vorher, aber sonst wirklich toll!

PS: Nachdem ich jetzt den "In a rush"-Durchgang noch gemacht habe, finde ich den Endgegner nicht mehr ganz so schlimm.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33731 - 23. Februar 2012 - 13:11 #

Sieht gut aus. Und PC-Version ist sogar auch vorhanden. Braucht die Origin? Ist ja immerhin von EA...

Kith (unregistriert) 23. Februar 2012 - 15:08 #

Die erscheint erst im März.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33731 - 23. Februar 2012 - 23:47 #

Gut, ich kann warten. ;-)

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