USK: Statistik für 2011 veröffentlicht // Aussagen zu evtl. Trends

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11. Februar 2012 - 0:40

Von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) – in Deutschland verantwortlich für die Altersfreigabe und die entsprechende Kennzeichnung von Computer- und Videospielen – wurde kürzlich die Statistik für das Jahr 2011 sowie Aussagen zu sich daraus ergebenden, möglichen Trends veröffentlicht.

Demnach wurden innerhalb des vergangenen Jahres etwa 2.700 Prüfungen durch die USK durchgeführt, was einen Wert bedeutet, der fünf Prozent niedriger ist als im Jahr 2010. Nach Angaben der Prüfer weist diese sinkende Zahl darauf hin, dass die Entwicklerstudios ihre Titel immer intensiver auf eine kommende Konsolengeneration auszurichten beginnen (zu der nach wie vor immer neue Spekulationen auftauchen). Zwar sei der derzeitige Hardwarezyklus der bislang am längsten andauernde, fallende Veröffentlichungszahlen seien jedoch bei jedem Übergang zu einer neuen Generation zu erkennen.

Parallel dazu machen Mobil-, Browser und Social-Games sowie der Online-Bereich auf den Konsolen einen weiter wachsenden Anteil aus, auf den auch die USK reagieren musste. So sind zwar die Prüfungen für Spiele, die im Einzelhandel erhältlich waren, im Jahr 2011 zurückgegangen, in Bezug auf den Online-Jugendschutz wurden die Tätigkeiten dagegen (weiter) ausgebaut.

Der dritte Trend beschäftigt sich mit den einzelnen USK-Kategorien, durch die zum Beispiel deutlich wird, dass sich der Anteil der Casual-Spiele – die nach Angabe der Prüfer in den letzten Jahren sehr stark vertreten waren – wieder auf ein normales Maß zubewegt. Für das Jahr 2011 bedeutet das einen Wert von 39,1 Prozent für diesen Bereich, in dem der Jugendschutz so gut wie keine Rolle spielt.

Die Werte der restlichen Altersrubriken sind dagegen zum Großteil gestiegen, was auch eine Folge des statistischen Effekt ist. Nach Angaben der USK sinken zudem seit mehreren Jahren jene Prüfungen, die keine Kennzeichnung erhalten. Allerdings ist dieser Wert generell konstant niedrig, was in Zahlen nur 0,5 Prozent aller Verfahren in 2011 bedeutet.

Aus den USK-Daten haben wir für euch eine Tabelle erstellt, anhand derer ihr die Jahre 2010 und 2011 miteinander vergleichen könnt.

Kategorie 2010 2011
Freigegeben ohne Altersbeschränkungen 46,5% 39,1%
Freigegeben ab 6 Jahren 14,3% 17,3%
Freigegeben ab 12 Jahren 21% 22,4%
Freigegeben ab 16 Jahren 11,1% 14,5%
Keine Jugendfreigabe 6,3% 6,2%
Keine Kennzeichnung 0,8% 0,6%

Die abschließende Tabelle stellt die Verteilung der Genres für das vergangene Jahr dar:

Genre Wert für 2011
Arcade 20,9%
Denkspiel 11,3%
Trailer 8,4%
Action-Adventure 6,0%
Coverdisk 5,9%
Sportspiel 5,4%
Shooter 5,3%
Spielesammlung 5,1%
Rollenspiel 5,0%
Simulation 4,1%
Jump-and-Run 4,0%
Addon 3,6%
Strategie 3,2%
Klassisches Adventure 2,6%
Gesellschaftsspiel 2,3%
Genremix 2,2%
Lifestyle 2,1%
Management 1,3%
Kinder/Kreativ 1,1%
Bonusmaterial 0,2%
insaneRyu 13 Koop-Gamer - P - 1402 - 10. Februar 2012 - 20:46 #

Ich sehs schon kommen, die Tatsache dass weniger Spiele ohne Altersbeschränkung freigegeben wurden und mehr mit ab 16 werden die Platitüdenschwinger wieder eifrig zitieren. Die Tatsache, dass ab 18 und keine Kennzeichnung gesunken sind wird geflissentlich ignoriert.

Cohen 16 Übertalent - 4470 - 11. Februar 2012 - 10:24 #

Den Anteil von 39% ohne Altersbeschränkung halte ich immer noch viel zu hoch. Diese Kennzeichnung sollte wirklich nur für Spiele erteilt werden, die Kinder auch ohne Lesekenntnisse spielen können.

Selbst wenn die Spiele völlig gewaltfrei sind... wenn die Vorschulkinder mit Texttafeln ohne Sprachausgabe bombardiert werden, wäre eine "ab 6 Jahre"-Kennzeichnung angebracht.

Sather (unregistriert) 11. Februar 2012 - 10:42 #

So ein Unsinn, ich war meinen Kameraden in der Schule damals weit voraus was Englisch betrifft.
Da ich früher viele englisch Sprachige Shareware gezockt hatte.

Cohen 16 Übertalent - 4470 - 11. Februar 2012 - 10:55 #

Bestreite ich nicht. Da damals etliche C64-Spiele nicht lokalisiert waren, musste ich mich auch oft auf englisch "durchwurschteln".

Aber ich beziehe mich hier auf drei- bis fünfjährige Kinder, die ständig die Erwachsenen fragen müssen, was bei Bibi Blocksberg & Co. gerade auf dem DS-Bildschirm steht, weil ihnen das Spiel den Text nicht zusätzlich vorliest.

Wenn man "ohne Altersbeschränkung" als seltenes Prädikat für besonders einstiegsfreundliche und lehrreiche Kinderspiele vergeben würde, gäbe es zumindest eine Chance, dass die Hersteller sich in Zeug legen, um diese Auszeichnung zu erreichen.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6810 - 11. Februar 2012 - 12:14 #

Soweit ich das verstanden habe, geht es bei der USK nur um die AltersFREIGABE und nicht um die Eignung.
Eine komplexe Wirtschaftssimulation in Textform, ohne Grafiken, beschert kleinen Kindern keine Alpträume wie Dead Space. Ob die das Spiel verstehen und es denen Spaß macht ist eine andere Sache.

Keksus 21 Motivator - 25101 - 11. Februar 2012 - 12:24 #

Also ich kenne manchen Erwachsenen, dem eine komplexe Wirtschaftssimulation in Textform ohne Grafiken Albträume bescheren würde. :D

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 35543 - 11. Februar 2012 - 18:24 #

Richtig, es geht nicht drum, ob die Kinder das Spiel begreifen können, nur darum, dass es keine gefährdenden Inhalte hat. Der hohe Teil an Spielen ohn e EInschränkung kommt eben durch die vielen Casual-Titel und Puzzle-Spielchen, die für wenig Geld im Regal stehen.

Nokrahs 16 Übertalent - 5744 - 11. Februar 2012 - 12:46 #

Würde jedes Jahr die gleiche Anzahl an Titeln mit exakt den gleichen Altersfreigaben erscheinen, dann wäre diese Statistik sogar einen Blick wert.

Hinzu kommen noch Spielemarken und Hype.

Hey, aber Statistiken sind doch immer etwas schönes.

Poledra 18 Doppel-Voter - 12230 - 11. Februar 2012 - 22:03 #

interessant wären auch die Zahlen der Genreaufteilung in 2010

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