Linktipps zum Wochenende (KW 6)

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10. Februar 2012 - 14:32 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert

Selbst in Norddeutschland liegen 5 Zentimeter Schnee, ihr traut euch ohne Exo-Suit nicht mehr nach draußen, aber zum Glück führt noch eine Internetleitung in eure Wohnung und spuckt hustend Bits und Bytes aus? Dann haben wir einen Vorschlag: Bloß nicht den Unbillen des sibirischen Winters trotzen, sondern warm und behaglich unsren Link-Tipps folgen – die euch zu ausgewählten Artikeln (auf Deutsch oder Englisch) führen.  Diesmal geht es einerseits um eine Sicherheitslücke bei Apple, aufgrund derer die App-Entwickler an die Adressbücher ihrer Kunden gelangen können, und andererseits um eine Falschmeldung, laut derer Anonymous angeblich geheime Dokumente über die Kundus-Affäre erbeutet hätte. Außerdem beschreibt Sascha Lobo die zunehmende Virtualisierung des täglichen Lebens. Wir wünschen euch ein schönes Wochenende und viel Spaß beim Lesen!

"Stealing your adress book"
dcurt.is am 8. Februar, Dustin Curtis, Englisch

Gerade erst wurde der App-Entwickler Path abgestraft, weil er anhand einer mehr oder minder gravierenden Sicherheitslücke im iOS sämtliche Addressdatenbücher seiner Kunden gespeichert hat. Dustin Curtis hat auf die Schnelle bei 15 Studios nachgefragt, von denen 13 bestätigt haben, dass das Datensammeln dort in ähnlicher Weise gang und gäbe ist. So bestehen dort teils Datenbanken mit mehreren Millionen Einträgen, manche enthalten sogar die Handynummern von Bill Gates oder Mark Zuckerberg. "Any app is an investment, and, like any investment, there are three outcomes -- success, failure, and mediocrity. The only one that matters on a market like the App Store is success, so fledgling app developers do everything they can to increase their chances."

"Die kommende Virtualisierung"
Spiegel Online am 8. Februar, Sascha Lobo

"Im Streamgetöse des technologischen Alltags wird eine wichtige Frage selten gestellt, weil sie längst zu einer Karikatur ihrer selbst geworden ist: Wo soll das alles nur enden?" Spiegel Online-Kolumnist Sascha Lobo stellt sich in der aktuellen Ausgabe der "Mensch-Maschine" die Frage, wohin uns der technische Fortschritt noch führen soll. So gehe der Trend nun in Richtung Vernetzung und Virtualisierung des Alltags, was Lobo anhand mehrerer Beispiele erläutert. So stellt er beispielsweise eingangs die Frage: "Wenn Facebook meine Daten löscht, wie viele Freunde habe ich dann noch?"

"Anonymous veröffentlicht alte Dokumente des Bundestags"
golem.de am 8. Februar, Nico Ernst

Wie Anonymous einmal keine neuen Informationen erlangt hat: Aufgrund zweier Pastebin-Einträge und eines Tweets der Webguerilla Anonymous berichteten am Dienstag etliche Medien, Anonymous hätte Server des Bundestags gehackt und wäre so an teils geheime Dokumente über die Kunduz-Affäre gelangt. Doch das stimmt nicht. Denn wie die Kollegen von golem.de recherchiert haben, stammen die hochgeladenen PDF-Files aus dem öffentlich zugänglichen Abschlussbericht des damals eingesetzten Untersuchungsausschusses.

"Daddeln zum Wohl der Schule"
derwesten.de am 9. Februar, Tim Walther

Am Burggymnasium in Essen haben mehrere Schüler untereinander die Initiative ergriffen und gemeinsam für ihre Schule ein eSport-Team gegründet, welches schließlich noch von einem Lehrer betreut wird. In der Quasi-Fussballsimulation Haxball sowie in den Disziplinen Trackmania und Leage of Legends konnten die sieben Schüler sowohl die Gruppenphase als auch die Endrunde meistern und sind nun noch einen Sieg vom Einzug ins Finale entfernt. Auch der betreuende Sozialkundelehrer Binoy Sinha steht der Thematik Computerspiele nun offener gegenüber: "'Vorher habe ich natürlich geschaut, was das für Spiele sind', sagt er. Kritikpunkte, die gegen die Teilnahme sprachen, hat er nicht gefunden. Computerspiele gehörten einfach zur Lebenswelt seiner Schüler. 'Ich sehe das auch als Beitrag zur Medienerziehung', sagt Sinha. Das Verteufeln von Computerspielen finde er nicht gut."

"Copyright-Debatte Die Feinde der "Contentmafia" sind Heuchler"

Spiegel Online am 10. Februar, Konrad Lischka

Seit der Abschaltung von Megaupload und dem Aufkommen drastischer Gesetzentwürfe wie Sopa oder Acta wird vor allem im Internet vermehrt über die Möglichkeit der Abschaffung des bestehenden Urheberrechts diskutiert. Spiegel-Redakteur Konrad Lischka entgegnet etwaigen Kritikern, dass das Recht an geistigem Eigentum vor allem Musikern oder Künstlern im Allgemeinen hilft, sich über Wasser zu halten und meint zudem: "Das ist insofern befremdlich, als die Kritiker niemals die kapitalistische Marktwirtschaft an sich in Frage stellen. Wenn man aber eine kapitalistische Marktwirtschaft für Kultur anzweifelt, kann man nicht gleichzeitig befürworten, dass neue Verwerter wie Apple, Google und Facebook Öffentlichkeit im Netz privatwirtschaftlich strukturieren. Wer die Markwirtschaft akzeptiert, aber Urhebern das Recht aufs Wirtschaften abspricht, ist ein Heuchler." Herzlichen Dank an unseren User Maximilian John für den Hinweis auf diesen Artikel!

Wenn ihr selbst interessante Links zum Thema Videospiele entdeckt, freut sich der Autor über eine PN oder einen entsprechenden Kommentar. Er wird sie lesen und bei Gefallen bei den nächsten Linktipps verwenden.

Balberoy 11 Forenversteher - 764 - 10. Februar 2012 - 18:30 #

Ich habe jetzt nur mal kurz hier drübergelesen und muss mit den Artikel über das Copyright mal zu Gemüte führen.

Aber der Absatz hier und anscheinend der Artikel, geht nicht darauf
ein, dass gerade kleine Künstler kaum von "GEMA" Abgaben profitieren
und meistens "nur" die großen Labels dran verdienen.

Ich denke auch, dass geistiges Eigentum schützenswert ist,
aber nicht mit SOPA, PIPA und ACTA. Und die GEMA ist mit ihren
Methoden eh an der Grenze zur Illegalität. Meinerserachtenz sogar klar
darüber.

Und dass das Markenrecht, sowie Geschmacksmuster und Patente angeht
ist da auch einiges im Argen.

Die Gesetze schützen nur die Leute mit Geld und Einfluss, die die
wirklich etwas schaffen sind immer der "garschten". Von daher kann er
mich gerne als Heuchler bezeichnen.

Aber solange die Gesetze so kaputt sind, kann ich keinem vorwerfen
der sich da bedient.

Besonders wenn wir uns mal die GEMA anschaun, wie das funktioniert,
wenn man als Künstler da nicht ist. Oder wenn man GEMA freie Musik
spielt.

Man muss dann der GEMA beweisen, dass man nur Musik ohne GEMA
Regelung spielt. Ansonsten muss man auch zahlen. Dass ist sowas von
illegal der ganze krams uns bricht zig Gesetze.
Da hat sich mal wieder ne Lobby toll durchgesetzt und das schon vor
Jahrzehnten!

Sher Community-Event-Team - 3635 - 10. Februar 2012 - 21:32 #

Juhu wieder bissl Lesestoff fürs WE :)

Poledra 18 Doppel-Voter - 12230 - 11. Februar 2012 - 20:56 #

Daddeln zum Wohle der Schule, dieses Beispiel sollte Schule machen :)

Rhyney_nicht_Zuhause (unregistriert) 13. Februar 2012 - 15:48 #

Zum Copyright:

Ich finde das Urheberrecht sollte dahingehend überarbeitet werden, dass Lizenzen nur dann gültig sind, wenn sie auch genutzt werden. D.h. wenn ein Digitales Medium auch nur zeitweise oder regional begrenzt nicht kommerziell verfügbar ist, ist das doch kein Grund dem Volk das entsprechende Kulturgut vorzuenthalten. Natürlich, sobald eine kommerzielle Verfügbarkeit gegeben ist, ist der Besitzer der Kopie zum Kauf oder einer Löschung verpflichtet. Nach 10 Jahren ohne Reaktivierung durch rechtliche Inanspruchnehmer (Erben, Mitwirker, Teilhaber, ...) sollte eine Lizenz endgültig frei sein (z.B. Abandonware).

Der Hintergedanke ist folgender:
Digitale Medien sind keine Waren, es sind Informationen die aus Investition von Zeit und Geld entstanden sind. Lizenzen sind dazu da, diese Investitionen wirtschaftlich berechenbar zu machen. Man zahlt also eigentlich nicht für den Inhalt einer Lizenz, sondern die Arbeitsstunden die dahinter stehen.
Theoretisch könnte ein Lizenzinhaber mit einer fertig entwickelten Lizenz unendlich viel Geld verdienen ohne einen weiteren Cent zu investieren.
Doch auch ein Lizenzinhaber sollte für seine Rechte im Gegenzug Verantwortung übernehmen. Das heißt, er müsste investieren, um die Lizenz verfügbar und funktionsfähig bzw. auf dem aktuellsten Stand zu halten. Somit wären Lizenzen und die damit verbundenen Digitalen Medien keine Waren, sondern ein Service. Bietet der Lizenzinhaber diesen Service nicht, sollte ihm nicht das Recht zustehen, für seine Lizenz Geld zu verlangen.

Nichtkommerzielle Weiterverarbeitung von Lizenzen sollte ebenfalls gesetzlich geregelt sein. Wenn Teile einer Lizenz für ein nichtkommerzielles Projekt verwendet werden, diese Teile aber aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gerissen werden und das Original einen inhaltlichen Mehrwert besitzt, dann kann es doch nicht falsch sein. Es ist sogar für den Lizenzinhaber kostenlose Werbung und die kreativen Möglichkeiten fördern Nachwuchstalente für die Branche.

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