App der Woche: Reckless Racing 2
Teil der Exklusiv-Serie App der Woche

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Bernd Wener 13733 EXP - 19 Megatalent,R10,S10,C10,A10
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8. Februar 2012 - 13:00
Schon der Vorgänger war ein sehr spaßiges Rennspiel, krankte aber noch etwas an relativ geringem Umfang (zum User-Artikel). Letztes Jahr erschien dann zunächst das leidlich unterhaltsame Spin-Off Reckless Getaway, bevor jetzt ein offizieller Nachfolger veröffentlicht wurde. Reckless Racing 2 wirft die ulkige Banjo-Musik über Bord, wirkt insgesamt deutlich erwachsener und punktet mit längeren Strecken, umfangreichem Karriere-Modus samt Tuning-Optionen und einer nochmals aufgebohrten Grafik-Engine.
 
Die Karriere umfasst 12 Cups mit jeweils zwischen drei und sechs Veranstaltungen. Daneben gibt es einen Arcade-Modus mit 40 zusätzlichen Herausforderungen, die obligatorischen Einzelrennen und den bereits aus dem Vorgänger bekannten Mehrspieler-Modus. Letzterer bietet leider nach wie vor nur automatisches Matchmaking und keine privaten Spiele. Außerdem hatten wir im Testzeitraum mit störenden Verzögerungen zu kämpfen. Neben klassischen Rennen gibt es die Modi "Elimination" (pro Runde fliegt der Letztplatzierte raus) und "Heiße Runde" (die schnellste Rundenzeit zählt). Die Strecken sind innerhalb größerer Gebiete immer wieder unterschiedlich abgesteckt. Je weiter ihr in der Karriere vorankommt, desto anspruchsvoller wird auch der Streckenverlauf. Während ihr anfangs noch recht behäbig über die Pisten tuckert, wird das Spiel gegen Ende richtig flott. Die Fahrphysik bewegt sich irgendwo zwischen den beiden Einstellungen des Vorgängers. Die Boliden fühlen sich angenehm schwer an, wenn ihr um die Kurven driftet und ihr bemerkt einen deutlichen Unterschied im Grip zwischen Asphalt und Offroad.
 
Unterschiedliche Straßenbeläge wirken sich merklich aus. Im kleinen Bild seht ihr die hilfreiche Idealline.
 
Insgesamt 18 (fiktive) Boliden stehen zum Kauf, die ihr in den Kategorien Motor, Handling und Reifen aufrüsten könnt. Eine bessere Federung, stärkere Bremsen oder Rennreifen? Alles kein Problem, solange ihr das nötige Kleingeld bereits durch Preisgelder verdient habt. Ungeduldige Naturen dürfen per In-App-Kauf ihr virtuelles Konto aufstocken, das bleibt aber spielmechanisch absolut optional. Auch ein rudimentäres Optiktuning (Basis- und Zweitlackfarbe, sowie eine neue Fenster-Kolorierung) ist vorhanden. Beim Aufrüsten solltet ihr den Leistungsindex eures Wagens im Auge behalten, denn für jeden Cup gibt es einen fest vorgeschriebenen Bereich, den euer Gefährt vorweisen muss, um teilnahmeberechtigt zu sein. Ebenfalls "tunen" könnt ihr die Steuerung. Egal ob per Neigesteuerung, virtuellen Buttons (mit oder ohne automatischem Gaspedal) oder per virtuellem Lenkrad (in zwei verschiedenen Ausführungen): Jeder dürfte hier eine für sich geeignete Option finden.
 
Optisch ist Reckless Racing 2 ein Leckerbissen. Hübsche Wasser-Shader, dichte Staubwolken, wenn ihr Offroad unterwegs seid, und qualmende Reifen samt deutlich sichtbaren Abriebspuren auf Asphalt. Lediglich ein Schadensmodell fehlt noch für des Grafikfetischisten vollkommener Glückseeligkeit. Neben einer festen Kamera dürft ihr wahlweise auf eine Verfolgerperspektive schalten. Zudem gibt es zuschaltbare Orientierungshilfen, wie Ideallinie oder Mini-Map. Der Schwierigkeitsgrad ist auf einer Skala von 100 Prozent justierbar. Dadurch ändert sich hauptsächlich die Geschwindigkeit der gegnerischen Fahrzeuge. Merkliche Fahrfehler unterlaufen den Widersachern dagegen nicht. Auf Wunsch aktiviert ihr den vollautomatischen "dynamischen Schwierigkeitsgrad". Das Spiel ermittelt dann anhand eurer fahrerischen Fähigkeiten die Stärke der Gegner. Das hat in unserem Test erstaunlich gut funktioniert und sorgte für eine angenehme Herausforderung.
 
Fazit und Fakten
 
Reckless Racing 2 ist unserer Meinung nach das derzeit beste Top-Down-Rennspiel im App Store. Gelungene Fahrphysik, schicke Grafik (insbesondere auf der aktuellsten Gerätegeneration) und der sehr ordentliche Umfang summieren sich auf zu jeder Menge Fahrspaß. Wer dem Genre auch nur ansatzweise zugetan ist, darf bedenkenlos zugreifen. Die App läuft ab einem iPhone 3GS/iPad 1/iPod Touch der dritten Generation mit mindestens iOS 4.0, wartet aber auf iPhone 4S/iPad 2 mit aufgehübschten Shadern und Effekten auf.
  • Preis am 8.2.2012: 3,99 Euro (Universal)
  • Hoher Umfang, hübsche Optik
  • Angenehme Lernkurve, hoher Fahrspaß
  • Achievements über Game Center
  • 111 Megabyte, iOS 4.0 oder höher

Video:

Desotho 16 Übertalent - P - 4330 - 8. Februar 2012 - 13:13 #

Den Wreckless Modus von Reckless Getaway fand ich persönlich weitaus geiler als Reckless Racing - aber jedem seine Meinung ;)

Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 13:28 #

geht mir auch so, u nicht zu sagen es macht spaß im gegensatz zum reckless racing

McGressive 19 Megatalent - 14000 - 8. Februar 2012 - 14:40 #

Das Gameplay/Fahrphysik des Erstlings ist mMn das beste, welches ich in einem Racer im App-Store finden konnte. Daher freue ich mich auf Teil 2.

Christoph Vent Redakteur - P - 139538 - 8. Februar 2012 - 15:07 #

Du wirst es nicht bereuen. Teil 2 ist sogar die 3,99€ Wert, habe es auch direkt zu Release gekauft.
Leider war der Netzcode im Multiplayer an den ersten Tagen eher nicht zu gebrauchen, es laggte doch ziemlich.

Viktor Berger 07 Dual-Talent - 101 - 9. Februar 2012 - 11:21 #

beste

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