Ranga Yogeshwar über "Killerspiele"

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7. Februar 2012 - 23:55 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert

Foto: AxelHH (CC BY 3.0)

Der beim WDR angestellte Physiker und Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar war kürzlich Interviewgast in der 86. Ausgabe des Internetmagazins Fernsehkritik-TV. Unter anderem geht er auf eine Zuschauerfrage bezüglich Voreingenommenheit gegenüber Videospielen ein.

So sieht Ranga Yogeshwar World of Warcraft unter anderem als Sucht erregendes "Killerspiel“, welches wie er sagt Jugendlichen die "Illusion einer absurden Welt“ vermittelt, in der es nur um Dinge wie "Ballern“ und "Andere abzustechen" geht. Als der Moderator Holger Kreymeier erwähnt, dass er das Spiel kennt und nachhakt, ob die Ansicht nicht ein bisschen platt ist, widerspricht Ranga Yogeshwar anfangs, relativiert dann jedoch seine Aussage dahingehend, dass doch nicht nur "geballert" wird und es in anderen Spielen noch wesentlich schlimmer zugeht.

Ferner sieht er eine Gefahr in der Spielevermarktung. Er kritisiert, dass die Kosten von World of Warcraft gezielt "Taschengeldkompatibel“ sind und aufwändige Militärspiele günstig vertrieben werden, um "junge Menschen für das Militär zu begeistern" und für bestimmte Feindbilder zu sensibilisieren.

Bereits in seinem Buch "Ach so!" gibt es ein Kapitel mit der Überschrift "Warum sind Computerspiele so gefährlich anziehend?", in dem Yogeshwar einerseits über die gewagte Selbstdarstellung und das abstrakte Freundesammeln von Jugendlichen in sozialen Netzwerken berichtet, andererseits geht es in einem Abschnitt auch um die Suchtgefahr bei World of Warcraft; dort heißt es:

Junge Menschen sind ein besonders attraktives Klientel, und schon längst haben pfiffige Spielbetreiber ihre junge Kundschaft eingeschworen: Das Online-Spiel World of Warcraft bescherte in den vergangenen Jahren dem US-Unternehmen Blizzard einen Rekordumsatz von mehr als einer Milliarde US-Dollar. World of Warcraft nutzt ein wirkungsvolles Bindungsmodell: Für etwa zehn Euro pro Monat, ein zu bewältigendes Taschengeld, können die Spieler in ein virtuelles Reich eintreten. [...] Dieses Spiel, so [eine] Studie, sei bekannt für seine Zeitintensität. Monatlich anfallende Gebühren, die leichte Verfügbarkeit, Verpflichtungen innerhalb der Gilde sowie das Fortlaufen des Spielgeschehens bei Abwesenheit des Spielers erzeugen eine starke Spielbindung, weshalb diesem Spiel oftmals ein Suchtpotenzial zugesprochen wird.

Schließlich berichtete Yogeshwar im besagten Kapitel noch über Einzelfälle, wobei etwa ein Belgier ins Koma gefallen ist, nachdem er ununterbrochen WoW gespielt hatte. Die eingangs bereits erwähnte Sendung ist voraussichtlich am Mittwochabend unter dem Link in den Quellen frei verfügbar.

ganga Community-Moderator - P - 15586 - 7. Februar 2012 - 19:50 #

Eins vorweg: Ich finde Herrn Yogeshwar eigentlich äußerst sympathisch.
Dem kursiven Zitat kann ich zustimmen. Die anderen Aussagen muten aber etwas seltsam an, WoW als "Killerspiel" und der Zusammenhang mit "ballern" ist mir auch nicht klar. Bin mal gespannt auf die Folge.

Johannes 22 AAA-Gamer - P - 32535 - 7. Februar 2012 - 19:52 #

/sign

Anonymous (unregistriert) 7. Februar 2012 - 20:18 #

Ja, ich bin auch überrascht. Kenne den Yogeshwar bisher eigentlich eher als einen recht vernünftigen Menschen mit aufgeklärteren Ansichten. Bin daher etwas erstaunt das er sich nun hier diesbezüglich als Ignorant outet.

MicBass 19 Megatalent - 14265 - 7. Februar 2012 - 20:25 #

Das kann ich genau so unterschreiben.

Michl Popichl 24 Trolljäger - 50611 - 8. Februar 2012 - 14:25 #

vielleicht war er besoffen ???

uLu_MuLu 14 Komm-Experte - 1902 - 8. Februar 2012 - 22:03 #

Ich vermute, dass er in seinen anderen Formaten alle Texte und Aussagen vorgeschrieben bekommt. Hier hat er sich für ein spontanes Interview zur Verfügung gestellt, dessen Fragen ihm nicht im Vorhinein bekannt gegeben wurden... ;-)

Trey 12 Trollwächter - 961 - 7. Februar 2012 - 22:00 #

Geht mir auch so. Als ich hier draufgeklickt habe, war ich eigentlich froh, jetzt eine weitere vernünftige Ansicht eines in den Medien vertretenen Menschen zu bekommen. Aber nach wenigen Sätzen rutschte mir die Kinnlade runter.

Hinkelbob 13 Koop-Gamer - 1233 - 7. Februar 2012 - 23:18 #

Hm, da bin ich aber überrascht. Ich finde den Herrn Yogeshwar durchaus sympathisch, besonders wenn er Quizes leitet/erklärt und auch in Quarks & Co macht er einen guten Eindruck. Wie viele andere hier auch schreiben, finde ich diese, was in diesem Fall WoW betrifft (Ballerspiel), falschen Aussagen überraschend.

ninuchna 10 Kommunikator - 449 - 8. Februar 2012 - 0:50 #

Sympathisch mag er sein, aber ich teile die Ansicht von euch Überraschten nicht - habe "Ach So!" mal gekauft, gelesen und gestaunt, wie oft die Antwort recht wenig mit der Frage zu tun hat. Ähnlich scheint es mir hier: Herr Yogeshwar scheint den Punkt ein bisschen verfehlt zu haben :)

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 8. Februar 2012 - 1:04 #

Letztens lief eine sehr ausführliche Sendung über Regenrative Energie. Wie gesagt, sehr ausführlich, aber auch in einem Stil gemacht, dass es die Einblendung "Dauerwerbesendung" hätte tragen können.

xPhil (unregistriert) 9. Februar 2012 - 20:09 #

Die Sendung habe ich auch gesehen. Ich denke ich kann nachvollziehen was du meinst, habe das aber nicht so empfunden wie du.

Die Aussagen bzgl WoW sind zT leider ziemlich plump. Sowas bringt die nötige Diskussion für den Umgang Computerspielen nicht weiter.

Elton1977 19 Megatalent - P - 14646 - 8. Februar 2012 - 7:05 #

ebenfalls /sign

roshi 13 Koop-Gamer - 1610 - 8. Februar 2012 - 8:13 #

geht mir ähnlich, finde ihn auch recht sympatisch. Hätte auch eigentlich ne andere Meinung erwartet. Naja aber ich kenne so einige die eigentlich voll in Ordnung sind aber dem Thema recht sonderbar gegenüber stehen.

Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 9:13 #

ich finde ihn unsympathisch. dss wow eine sucht auslöst ist allerdings richtig und gehört gesetzlich bekämpft. die folgekosten für die gesellschaft durch verdummung und erwerbsnfähigkeit der wow spieler ist der blizzard bande in rechnung zu stellen.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 8. Februar 2012 - 15:50 #

"dss wow eine sucht auslöst ist allerdings richtig"
Das ist mit Sicherheit nicht richtig ;)

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 9. Februar 2012 - 14:31 #

Ich würde das "mit Sicherheit" da raus nehmen. Ich bin ja sehr dafür, dass man irrationale Äußerungen von Medienleuten zum Thema Spiele aufs Korn nimmt; ich werde deshalb aber sicherlich nicht gleich ins andere Extrem verfallen.
Klar können wir uns darauf einigen, dass WoW nicht automatisch und 100%ig suchterzeugend ist, was wohl das ist, worauf Du in deiner Antwort Wert gelegt hast. Doch das Sucht*potential* ist bei WoW schon sehr groß, insbesondere durch die langsam aber stetig zunehmende Zeiterfordernis im Spielverlauf bis dahin, dass man für 'nen Raid die Beerdigung der Oma sausen lässt. :P

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 9. Februar 2012 - 15:30 #

Nein, das "mit Sicherheit" ist da schon richtig. Die Aussage von dem Anon impliziert, dass WoW-Spielen grundsätzlich zur Sucht führt. Und das ist, wie gesagt, mit Sicherheit nicht richtig.

Vom Potential haben wir nicht gesprochen, das ist unbestreitbar vorhanden.

Starslammer 15 Kenner - P - 2745 - 8. Februar 2012 - 12:12 #

Seitdem er den Computerclub damals aus dem Öffentlich-Rechtlichen verbannt hat, ist mir der man gar nicht mehr so sympathisch. Das mit WoW als Killerspiel scheint mir nicht so gut recherchiert gewesen zu sein von einem Wissenschaftsjournalisten!

vicbrother (unregistriert) 11. Februar 2012 - 14:48 #

Herr Yogeshwar hat schon recht: In WoW, vielen anderen MMOPRGs, RPGs, Arcades, den Shootern ja sowieso, geht es um das Töten von "Kreaturen" als Ziel oder als Zwischenergebnis. Ich muss dabei z.B. an DA:O denken, wo in meiner Statistik mehr als 2.300 getötete "Feinde" genannt wurden...

Spiele wie die "Incredible Machine", Adventures oder Sportspiele machen m.W. einfach keine 10% des Spielemarktes aus - und wenn 90% das Töten als Spielelement benutzen, dann ist das schon mehr als bedenklich.

Fuutze 11 Forenversteher - 820 - 12. Februar 2012 - 2:37 #

Wenn man es genau nimmt, haben wahrscheinlich wirklich 90% alles Vidoespiele direkt oder indirekt mit Gewalt oder "Töten" zu tun. Nachweislich hat z.B. Nintendo, der bekannte Hersteller aller "Kinderkonsolen" einen großen Anteil daran. Denn eins der ersten "Mainstream-Killerspiele" war Super Mario Bros: Ein Klempner der mit seinem Bruder in ein fremdes Reich einfällt und während einer Prinzessinnenrettungsaktion ein Blutbad unter den Bewohnern anrichtet von denen die Meisten nur passiven Widerstand leisten (Bowser und die Hammerbrüder sind aussen vor). Oder die Zelda Reihe, klar die Prinzessin wurde entführt und die Einwohner von Hyrule werden unterdrückt, aber kann man das nicht durch Gespräche lösen ansatt diverse Goblins oder Bossgegner zu killen???

Spiele wie the Incredible Machine kann man z.B. auch mit Angry Birds vergleichen. Was macht man da? Wütende Vögel taktisch richtig einsetzen um eine Massenvernichtung an Gegnern und gegnerischen Bauwerkern hervorzurufen. Beschwert sich irgendjemand darüber? Nein, warum auch - ist ein Spiel.

Und genau das sollten sich unsere Medien mal vor Augen halten.

Apokalypse 17 Shapeshifter - 6613 - 7. Februar 2012 - 19:55 #

Habe die Fernsehkritik-Folge gerade angesehen. Eigentlich ein angesehener und aus meiner Sicht intelligener Mensch. Jedem das seine und jedem seine Meinung.

LarsLars (unregistriert) 8. Februar 2012 - 9:32 #

Was haben falsche Aussagen mit Meinung zu tun?
Na gut, davon können die Dark Souls Fanboys nen Lied singen, aber trotzdem.

Dark Souls ist Gott 13 Koop-Gamer - 1224 - 8. Februar 2012 - 10:25 #

Trallalalala :-)

Makariel 19 Megatalent - P - 13448 - 9. Februar 2012 - 18:07 #

Isch sing ein Lied für disch heut Nacht... *träller*

Ich kapier ohnehin nicht, warum man im Internet eine nachweislich falsche Aussage schlichtweg "is meine Meinung und wenn's dir nicht passt ist das dein Problem" verteidigen kann. Wenn ich behaupte das die Sonne sich um die Erde dreht ist das falsch, egal wie sehr ich auf Meinungsfreiheit pochen würd :-P

Reverend 12 Trollwächter - 1049 - 7. Februar 2012 - 19:56 #

Ich sehe ihn eigentlich auch gern in Quarks und Co.
Doch scheinbar ist selbst jemand wie er vor Halbwissen und oder Schubladendenken nicht gefeit.

JC_Denton 13 Koop-Gamer - 1751 - 7. Februar 2012 - 20:01 #

Hoffentlich recherchiert er bei anderen Themen besser.

@Reverend: Wissenschaftsjournalisten leben doch davon, dass sie ihr schnell angelesenes Halbwissen möglichst selbstsicher und unterhaltsam unter die Menschheit bringen. Für seine Fernsehauftritte hat der bestimmt eine Redaktion, die ihm den Text weitgehend ausarbeitet. Für seine Bücher muss er aber selber ran.

Jakuza 11 Forenversteher - 563 - 7. Februar 2012 - 20:05 #

Ich find Ranga Yogeshwar eigentlich auch sehr sympathisch (einer der letzten guten im TV Geschäft meiner Meinung nach!).

Ich denke er ist einfach wie viele die Videospielen kritisch gegenüber stehen zu wenig informiert. Im TV wurde ja WoW auch mal als blutrünstige Militärsimulation angeprangert usw. Und das man gerade manchen Erwachsenenspielen kritisch gegenüber stehen kann, kann ich gut verstehen. Aber ich finde jeder Erwachsene hat das Recht darauf diese Spiele zu spielen wenn er es möchte. Deshalb sollte Jugenschutz auch nie das Vergnügen für Erwachsene einschränken. Das Problem sind doch nicht die Spiele sondern der Umgang mit den USK 18 Plaketen. Man muss halt dafür sorgen das sich Kinder sowas nicht kaufen können. Man muss Eltern aufklären. Man muss sich in der Schule damit auseinander setzten genauso wie andere Sachen die erst ab 18 sind. Auf meiner alten Schule hatten wir Themen über Drogen und Süchte warum nicht auch Mediensucht und auch das Thema Mediengewalt. Man kann das Problem nicht einfach unter den Teppich kehren man muss es auch angehen. Aber dafür muss erst mal eine ehrlich gemeinte Diskussion geführt werden ohne irgendwelche Vorurteile.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 7. Februar 2012 - 20:20 #

Oh je... eigentlich bin ich ein großer Fan dieses Mannes, Niveau auf dieser Stufe findet man im TV ja sonst nur noch selten. Solch platte Aussagen wollen irgendwie gar nicht so recht zu seinem sonstigen Auftreten passen. Hoffentlich ist das nur ein Ausrutscher...

Anonymous (unregistriert) 7. Februar 2012 - 20:29 #

Es wird wie bei vielen "Kritikern" sein.
Vor allem gegenüber dem, was man selbst nicht kennt, lassen sich sehr leicht falsche Vorurteile aufbauen. Davon sind auch keine Hochschulgebildeten sicher. Im Grunde ist es bei einigen soger noch schlimmer. Grob die Hälfte des Bundestages hat Jura studiert ;).

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 7. Februar 2012 - 20:59 #

Das unterscheidet ihn ja von vielen anderen: Er macht sich normalerweise ein eigenes Bild.

Der Vergleich mit Politikern hinkt ein wenig, die machen oft Stimmung wider besseren Wissens, um z.B. ein paar Wählerstimmen zu kassieren. Was die von sich geben, entspricht selten der eigenen Meinung/Überzeugung.

VikingBK1981 18 Doppel-Voter - P - 12863 - 7. Februar 2012 - 20:21 #

Mich stören solche Aussagen immer weniger. Ich weiß auch nicht.

Lars 17 Shapeshifter - P - 6050 - 8. Februar 2012 - 11:20 #

Es gibt halt einfach zu viele davon - wie soll man sich da noch über alle aufregen...

Tim 11 Forenversteher - 573 - 7. Februar 2012 - 20:31 #

Seht es doch mal so:

Vielleicht hat Herr Yogeshwar auch einfach nur gegen WoW pauschalisieren wollen um die Eltern der Kinder wachzurütteln, die dabei zusehen wie ihre Kinder in eine Suchtspirale reingerissen werden ohne zu kapieren was da vor sich geht.

Aus dem Kontext könnte ich das so akzeptieren ;)

Arno Nühm 15 Kenner - P - 2753 - 8. Februar 2012 - 6:18 #

So habe ich Herrn Yogeshwars Aussage im Interview auch interpretiert.
Man muss genau zuhören, was er sagt :-)
Und dann stellt man fest, dass er sich recht schnell relativiert und in Sachen WoW mehr auf die sozialen Gefahren hinsichtlich Suchtgefährdung durch sozialen Druck in der Gilde, die persistente Online-Welt und dergleichen hinweist.
Auch wenn viele gleich mit dem Yogeshwar-Bash loslegen werden, finde ich jemanden, der seine eigene Meinung nachvollziehbar begründen kann, viel sympathischer als dahergelaufene Politiker, die ihre Meinung je nach politischer Großwetterlage laufend ändern.

Von daher, lasst dem Mann doch seine Meinung, sie muss ja nicht zu 100% eurer eigenen entsprechen *g*

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4298 - 8. Februar 2012 - 9:00 #

Das sehe ich genauso. Seine Argumente mögen teilweise flach dargestellt sein, aber sie sind nicht total absurd. Dass WoW ein Suchtproblem hat, wissen wir doch alle und dass nicht nur der Belgier, sondern auch einige Chinesen wegen Dauerzockens gestorben sind, ist auch keine Lüge. Es sind Ausnahmen, aber deswegen sind sie nicht gleich falsch und können der Warnung vor exzessivem Zocken dienen.

Anonymous (unregistriert) 9. Februar 2012 - 0:11 #

Ich fasse also mal zusammen: der Mann hat keine Ahnung wovon er redet, verbreitet Dinge, die man bestenfalls als Halbwahrheiten bezeichnen kann und betreibt mit diesen "Argumenten" Hetze, in diesem Fall eben gegen WoW. Aber weil da vielleicht irgendwo ein Körnchen Wahrheit drinsteckt, ist ja alles wieder gut?

Na nach der Argumentation müsstest du aber auch jeder DRM-Gängelung durch die Publisher folgen, denn selbst wenn Raubkopierer nur in Ausnahmen für erhebliche Umsatzeinbußen verantwortlich sind, ist das Argument ja trotzdem nicht gänzlich falsch.

steever 16 Übertalent - P - 4925 - 7. Februar 2012 - 20:42 #

1 Mann, 1 Meinung.
Ist doch ok. :) Hier haben sicher auch viele (alle?) die einen oder anderen "Voruteile" zu bestimmten Themen, die sie nicht wirklich gut kennen... ähm... puh... z.B. eventuell vielleicht unter Umständen gegenüber "Black Metal"-Hörer, Lehrer, Politiker, Autotuner, Musikindustriebosse oder wat weiß ich. Man schnappt hier und da was auf, zum Teil vorgefertigte Phrasen, konstruiert sich auf Basis dieser Fragmente sein Bild... et voilà: Man hat ne Meinung zu einem Thema und jederzeit 5€ für das Phrasenschwein parat. ;)

JC_Denton 13 Koop-Gamer - 1751 - 7. Februar 2012 - 22:14 #

Jedem seien seine gängigen Vorurteile gegönnt. Wenn man allerdings ein Buch zu Fragen des alltäglichen Lebens mit großer Auflage schreibt, dann sollte man sich schon genau überlegen, was man zu Papier bringt.

Ich glaub dass hier viele den intelligenten, aufgeschlossenen und über alles informierten Charakter, den er im Fernsehen darstellt, ganz selbstverständlich für seinen eigenen Charakter halten. Das kann, muss aber nicht so sein.

Anonymous (unregistriert) 7. Februar 2012 - 22:49 #

Selbstverständlich hat jeder Vorurteile. Jedoch hat aus meiner Sicht gerade eine Person der Öffenlichkeit darauf zu achten, was sie so den lieben langen Tag von sich gibt, insbesondere dann, wenn sie ein solches Image wie Herr Yogeshwar hat. Man sieht ja selbst hier in den Kommentaren, dass viele ihn für einen "vernünftigen Menschen mit aufgeklärteren Ansichten" halten. Dementsprechend werden viele Menschen auch dazu neigen, seine Ansichten leichtfertig als geprüfte Fakten anzunehmen. Das macht seine Vorurteile ungleich gefährlicher.

Drapondur 25 Platin-Gamer - - 55828 - 7. Februar 2012 - 20:59 #

Mir fällt da nur ein bestimmtes Zitat von Herrn Nuhr zu ein.

Fuutze 11 Forenversteher - 820 - 7. Februar 2012 - 22:19 #

Trifft oft zu, wird selten beherzigt. Zum Glück bezahle(n) ich/wir ja Gebühren damit Deutschland von den ÖR verdummt werden kann.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 7. Februar 2012 - 22:32 #

Bei den Privaten wird man weniger verdummt?

Fuutze 11 Forenversteher - 820 - 7. Februar 2012 - 22:57 #

Die muss ich nicht bezahlen.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 7. Februar 2012 - 23:07 #

Wie blauaeugig ist das denn? Die Werbeetats werden auf die Produkte aufgeschlagen

Phin Fischer 16 Übertalent - 4076 - 8. Februar 2012 - 7:43 #

Und wenns einem zu blöd wird, kann man einfach aufhören zu gucken, wodurch sie einen Zuschauer/potentiellen Kunden weniger haben. Die Reichweite der Werbung sinkt und die Werbeinnahmen werden geringer.
Bei den ÖR bringt dir das absolut gar nix. Die Gebühren darfst du trotzdem zahlen.

Zumal es mittlerweile ohnehin so ist, dass Werbung nicht willkürlich geschalten wird, sondern je nachdem welche Zielgruppe gerade vorm Fernseher sitzt. Wenn ich mir nur Abends irgendwelche US Serien betrachte fließen die dortigen Werbeinnahmen ganz sicher nicht Großteils ins Nachmittagsprogramm, sondern werden genutzt um weitere Austrahlungsrechte für US Serien zu kaufen.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 8. Februar 2012 - 8:09 #

Glaubst Du wirklich der (Werbe-)aufschlag auf ein Produkt wird zurueckgenommen, wenn Du den Werbespot abschaltest?

Phin Fischer 16 Übertalent - 4076 - 8. Februar 2012 - 9:09 #

Wer redet denn davon, dass ich die Werbung wegschalte?
Ich schalte das Programm gar nicht erst ein.

Phil87 (unregistriert) 8. Februar 2012 - 9:04 #

hast du eine Box bei dir daheim, die das aufzeichnet, was du schaust?
wenn nicht, ist es den Sendern egal, was du guckst, denn du gehörst dann nicht zu den 4800

Phin Fischer 16 Übertalent - 4076 - 8. Februar 2012 - 9:22 #

Nein, eben nicht ;) Die Werbung ist weitesgehend auf Zielgruppen personalisiert. Tamponwerbung während eines Fußballspiels wird aus gutem Grund nicht ausgestrahlt. Viele Werbeunternehmen mieten heutzutage Sendezeiten. Wenn also RTL 500.000 Euro mit der Ausstrahlung der Addidas-Werbung während eines Boxkampfes verdient, dann gehen diese 500.000 Euro zu einem großen Teil in den Pott für Sportfernsehen. Und dient dementsprechend nicht zur Finanzierung für Mitten im Leben.

Sollten bestimmte Sendungen so schlechte Einschaltquoten besitzen, dass die dazwischengeschalteten Werbeblöcke die Kosten nichtmehr einspielen, dann werden sie gestrichen.

Gorny1 16 Übertalent - 4719 - 8. Februar 2012 - 10:01 #

Hast du dafür Quellen oder Beweise? Oder reimst du dir das einfach nur zusammen? Würde mich echt mal interessieren ob das wirklich so(logisch) läuft oder ob der Sender einfach aus einer zentralen Kasse alle Formate prozentual nach möglichen Einnahmen ankauft/weiter fördert.

Phin Fischer 16 Übertalent - 4076 - 8. Februar 2012 - 10:50 #

Klar. Das steht in jedem Standardwerk über die Medienwirtschaft drin. Alternativ kannst du dich auch mithilfe von Google über Produktionsstudios, TV Wertschöpfungskette, Geschäftsmodell Privatfernsehen informieren.

Viele stellen sich nämlich tatsächlich vor, dass Privatsender große Gebilde sind, die alles in Eigenregie und unter einem Dach produzieren. Dass die großen Sender weniger Produzenten sondern vielmehr Auftraggeber sind, die Produktionsstudios engagieren und bezahlen, damit diese die Inhalte liefern, wissen nur wenige. Demenstprechend steht beispielsweise auch nicht jedem Dienstleister die Einnahmen von Raab TV / Brainpool zur Verfügung.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 8. Februar 2012 - 12:31 #

Raab ist ein Superbeispiel fuer alternative Einnahmequellen wie product placement und sponsoring. Nicht umsonst wird haeufig "Dauerwerbesendung" eingeblendet.

Worth2die4 13 Koop-Gamer - 1434 - 8. Februar 2012 - 21:31 #

also so naiv kann man doch garnicht sein !

selbstverständlich werden Werbeblöcke nach Zielgruppen geschalten !

Phin Fischer 16 Übertalent - 4076 - 9. Februar 2012 - 7:27 #

Ähm, danach hat er gar nicht gefragt.

LarsLars (unregistriert) 8. Februar 2012 - 9:35 #

Du meinst die Markenprodukte, die du immer kaufen musst, damit du dir cool vorkommst?
Es gibt Leute, die das nicht tun, kleiner Tipp.
Also laber nicht immer so ein Schwachsinn von wegen "uaaah, die privaten sind eigentlich gar nicht kostenlos.. und facebook sowieso nicht und wääääh. anonymous an die macht, usa pöse"

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4298 - 8. Februar 2012 - 10:43 #

Die Begriffe "labern" und "Schwachsinn" drängen diesen Kommentar gleich in eine unseriöse Ecke.

DeepThought42 (unregistriert) 8. Februar 2012 - 11:35 #

Danke, anschaulicher kann man die Verdummung durch die Medien garnicht darstellen.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 8. Februar 2012 - 12:35 #

Ein Branchenmanager hat das so zusammengefasst: [Privatfernsehen] produziert so unglaublich viel Muell [...] von sozialen Randgruppen fuer soziale Randgruppen produziert.

(Was nicht heissen soll, dass OR nicht ueberwiegend auch Muell zeigt)

Der Manager arbeitete sowohl fuer Pro7 als auch fuer Endemol :-)

Fuutze 11 Forenversteher - 820 - 8. Februar 2012 - 20:44 #

Diese Sender finanzieren sich nun mal durch Werbung und Merchandise. Wenn ich mich über die Werbe-Etats aufregen würde dürfte ich auch keine Zeitungen oder private Radiosender konsumieren. Oder würde einen Adblocker zuschalten.

Allerdings haushalten die Privaten mit den Werbeeinnahmen (so wie GamersGlobal) und können das Geld nicht aus dem Fenster schmeissen. Die ÖR können das, da man gesetzlich verpflichtet ist knapp 200€ dafür im Jahr abzudrücken. Sollen die das doch zum PayTV machen und jeder der es gucken will kann das tun. Oder die schalten die ganzen Regionalstudios ab und haben nur noch die ARD. Ich behaupte mal das jede größere Stadt sowieso über einen privaten Regionalsender verfügt. Wäre das nicht so ein aufgeblähter Apperat und könnten die sich mit mit Werbung selbst finanzieren wäre doch alles in Butter. Aber nein, man muss ja Sendungen wie Wetten Dass produzieren und den Moderatoren das Geld in den Arsch blasen. Das macht der Raab besser (nicht mehr so witzig wie damals auf Viva, aber der macht halt richtige Shows).

Mal davon abgesehen das die Privaten keine Drückerkolonnen losschicken um Kunden zu "gewinnen". Sollte einer davon mal bei mir klingeln empfange ich ihn als geübter Killerspielspieler mit meiner Kettensäge oder springe ihm Mario-like auf den Kopf.

Btw. meine Augen sind Graublau.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 9. Februar 2012 - 8:43 #

zum letzten Absatz: q.e.d.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 7. Februar 2012 - 22:44 #

... als würde eine andere Form von Finanzierung Journalismus gleicher Qualität liefern können. Einfach mal auslandsjournal statt frontal21 schauen...

Anonymous (unregistriert) 7. Februar 2012 - 23:26 #

Im TV gebe ich dir recht (wobei die Qualtiät auch bei Sendungen wie auslandsjournal spürbar nachlässt). Andere Medien schaffen das aber komischerweise sehr wohl ohne auf vom Staat legitimierte Geldeintreiber angewiesen zu sein.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 8. Februar 2012 - 7:27 #

Im Radio gilt doch Ähnliches. Kann irgendein privater Sender dem Deutschlandfunk das Wasser reichen? Und im Netz ist tagesschau auch eins der besseren Angebote.

Anonymous (unregistriert) 9. Februar 2012 - 0:02 #

Deutschlandfunk sieht nicht gerade viel von den Gebühren (es gehen nur etwas mehr als 5 Prozent an Deutschlandradio iirc). Der Löwenanteil geht eben an die "Großen".

tagesschau mag auch vielleicht kein schlechtes Portal sein, objektiv und/oder unabhängig sind die aber genau so wenig wie die "privaten"; besser sind sie auch nicht. Ich wage mal zu behaupten, dass wenn ich zwei bis drei andere Quellen nutze (beispielhafte Zusammenstellung: FAZ als renommierte deutsche Zeitung, The Economist für die internationale Perspektive, junge Welt als Gegenpol zur westlich/kapitalistisch geprägten Presse; diese sind sogar allesamt gratis, wenn ich mich auf das Onlineangebot beschränke) bin ich definitiv besser aufgestellt und sollte mich berechtigterweise fragen, wofür ich nun nochmal diesem antiquierten Gebührenmodell Folge leisten soll.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 9. Februar 2012 - 9:21 #

Klar bekommt Dradio nicht viel. Wichtig ist aber, dass es nur über Gebühren existieren kann. Mit Werbung wäre es wohl kaum profitabel zu bekommen. Und so was vergessen die Hetzer (siehe oben), die immer nur "Zwangsgebühren!" schreien und zu geizig sind, eine Säule der demokratischen Öffentlichkeit mitzufinanzieren. Mir gefällt das auch nicht, wenn mit dem Geld das Musikantenstadl finanziert wird oder irgendwelche Fußballrechte gekauft werden. Darüber kann man sicherlich reden - aber doch bitte ohne das System infrage zu stellen.

Was die Zeitungsportale angeht, ist dir hoffentlich klar, dass diese abhängig davon sind, dass es Leute gibt, die die Zeitungen kaufen! faz.de ist doch nur eine Zweitverwertung, ich kann mir nicht vorstellen, dass es alleine überlebensfähig wäre. Unterschiedliche Quellen sind immer gut (auch wenn ich bezweifle, dass die inzwischen junge Welt weit über Propaganda hinausgeht) und darin sollten die öffentlichen Stellen eine Stimme bilden. Diese ist doch letztlich unverzichtbar, weil es nur da die Möglichkeit für den demokratischen Souverän gibt, die Objektivität zu kontrollieren. Wenn faz.de sich entscheiden sollte, dass Assad ein prima Kerl ist, dann haben wir keine Möglichkeiten außer Leserbriefen. Wenn tagesschau.de das macht, gibt es Kontrollräte, die mit Vertretern der Zivilgesellschaft und der Parteien besetzt sind.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 9. Februar 2012 - 15:33 #

Schön geschrieben. Zustimmung.

Anonymous (unregistriert) 9. Februar 2012 - 20:09 #

"Klar bekommt Dradio nicht viel. Wichtig ist aber, dass es nur über Gebühren existieren kann. Mit Werbung wäre es wohl kaum profitabel zu bekommen."

Das kann man aber eben auch als mangelndes Interesse interpretieren, was in einem demokratischen Staat ein Grund mehr wäre, die Förderung hierfür einzustellen.

"Mir gefällt das auch nicht, wenn mit dem Geld das Musikantenstadl finanziert wird oder irgendwelche Fußballrechte gekauft werden. Darüber kann man sicherlich reden - aber doch bitte ohne das System infrage zu stellen."

Und machst du was dagegen? Oder zahlst du brav weiter, obwohl es dir eigentlich gar nicht passt, was mit dem Geld gemacht wird? Denn ganz offensichtlich sind wir uns doch einig, dass ein Großteil der Gebühren zur Finanzierung eines Unterhaltungsprogramms verwendet wird, was bei Einführung der Gebühren ganz sicher nicht der Sinn selbiger war.

"Wenn faz.de sich entscheiden sollte, dass Assad ein prima Kerl ist, dann haben wir keine Möglichkeiten außer Leserbriefen. Wenn tagesschau.de das macht, gibt es Kontrollräte, die mit Vertretern der Zivilgesellschaft und der Parteien besetzt sind."

Für dich mag das super klingen, mir erscheint es eher so, als wolltest du mir grad staatliche Zensur als "killer feature" verkaufen.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Februar 2012 - 9:44 #

Ein demokratischer Staat braucht aber eine kritische Öffentlichkeit. Und es gibt guter Gründe dafür, diese nicht dem Markt auszuliefern. Mir scheint, als hättest du das Prinzip des ÖR nicht ganz verstanden. Er soll gerade nicht vom Markt abhängig sein. Abgesehen davon kannst du dich nicht auf der einen Seite über das populäre Unterhaltungsprogramm beschweren und andererseits dich darüber aufregen, dass der ÖR sich beispielsweise mit den Nachrichtenredaktionen der ARD wohl das größte Korrespondentennetz in Deutschland hat. Anders als über Gebühren ist letzteres nicht zu haben.

Ja, mir passt nicht alles, was mit den Gebühren angestellt wird. Aber dass wir alle Gebühren zahlen müssen, ist richtig. Das ist der entscheidene Unterschied. Was dagegen machen angeht, könnte ich mich in meiner politischen Aktivität sicherlich dieses Problems annehmen - es gibt nur für mich wichtigeres (Europa, Kommunalpolitik und soziale Probleme), da sind falsch investierte Rundfunkgebühren für mich ein eher geringes Problem. Wenn man was dagegen machen will, kümmert man sich um Medienpolitik, arbeitet man sich ein und versucht, in einer Partei oder einer Organisation der Zivilgesellschaft Mehrheiten für die eigene Position zu finden. Mühsam und aufwendig, aber politisch. Einfach keine Gebühren mehr zahlen, ist nicht politisch, sondern ein strafbares Vergehen.

Was das letzte Beispiel angeht, solltest du zwischen Zensur (ein Staat kontrolliert Medien in ihrer Berichterstattung auf seinem Gebiet) und einer Blattlinie (ein Medium richtet seine Berichterstattung an einer Position aus). Letzteres ist auch in einer Demokratie normal. Die Blattlinie geht auf den Eigentümer zurück, was bei einem öffentlichen Medium nun mal der demokratische Souverän ist. Im Konfliktfall ist mir dessen Kontrolle lieber als die durch Springer, faz-Eigentümer, etc., weil sie einem Mindestmaß an Transparenz gehorcht.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5165 - 8. Februar 2012 - 6:00 #

Das kommt übrigens von Alfred Tetzlaff.

MicBass 19 Megatalent - 14265 - 8. Februar 2012 - 10:48 #

Noch älter: Wittgenstein ;-)

"Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen."

Rebbot 10 Kommunikator - 522 - 7. Februar 2012 - 21:08 #

Mir ist er nicht sympathisch. IMHO neigt er zur Selbstdarstellung. Wissenschaftliche Sachverhalte werden bei ihm zum Teil dermaßen simplifiziert, dass sie falsch werden. Ist mir sehr unangenehm bei der Fukushima-Berichterstattung aufgefallen. Dass dann wieder alle Videospiele über einen Kamm ("ballern") geschert werden, überrascht nicht. WoW stehe ich allerdings auch kritisch gegenüber, das oben genannte Buchzitat trifft es durchaus.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 7. Februar 2012 - 22:31 #

Der er inzwischen in jeder Sendung auftaucht, wo das Wort Technik auftaucht, kann er auch nicht mehr recherchieren :)

Viel zu inflationaer

Anonymous (unregistriert) 7. Februar 2012 - 23:22 #

"WoW stehe ich allerdings auch kritisch gegenüber, das oben genannte Buchzitat trifft es durchaus."

Was genau trifft es da denn genau? Dass man Leute durch Gebühren bindet? Das hat Diablo 2, der ungekrönte König des Itemwahnsinns, seinerzeit auch ohne Gebühren geschafft. Dass die Gebühren bewusst niedrig gewählt wurden, um auch Schüler anzusprechen? Wie soll man sie denn sonst wählen? Gar keine Gebühren nehmen wäre sicherlich ein feiner Zug, wirkt dem Suchtpotential aber offensichtlich nicht entgegen. Höhrere Gebühren? Dann steigen ganz sicher auch Arbeitnehmer auf die Barrikaden. Abgesehen davon ist das doch alles nichts neues. Früher haben die Kids ihre Kohle in der Arcadehalle verbrannt (was auch sehr zeitintensiv ist/war, wollte man oben in den Highscorelisten stehen), heute eben für WoW.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen. Ich will das Problem nicht gänzlich wegreden. Ein Suchpotential kann in derartigen Spielen durchaus existieren. Man sollte aber auch die Kirche im Dorf lassen, solange nicht ausreichend Studien zu dem Thema vorliegen. Nicht jeder, der (zu) viel spielt oder (zu) viel Geld in ein Spiel investiert, ist auch süchtig. Nichtmal ein Abfall der schulischen Leistungen ist genug, um eine Sucht zu diagnostizieren.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 8. Februar 2012 - 4:55 #

Zustimmung. Das, was dort steht, lässt sich so auf fast jede andere "Tätigkeit" übertragen, an der jemand sehr viel Spaß hat. Sind Fußballvereine jetzt böse, weil sie relativ wenig kosten, feste Trainingstermine haben, die Anwesenheit der Spieler fordern oder ohne den Spieler weiter existieren und ihn so zum Dabeibleiben motivieren?
Das ist ja tatsächlich nicht falsch, was dort steht. Aber es sind keine (oder nur zum kleinen Teil) Argumente dafür, dass WoW "böse" ist. Genau das möchte der Absatz aber suggerieren.

Das interessante dabei ist, dass die Mechaniken, die WoW *tatsächlich* in (womöglich für Jugendliche ungünstiger) Weise von Fußball unterscheiden und die tatsächlich ganz explizit die längerfristige Bindung der Spieler zum Ziel haben, in solchen Abhandlungen meist gar nicht angesprochen werden.

Da frage ich mich dann wirklich, was ich davon halten soll. Wenn schon Kritik, dann doch bitte wenigstens auch auf berechtigte Weise. Es ist ja nicht so, dass es an WoW in der Hinsicht nichts zu kritisieren gäbe. Aber das Vorschieben falscher Argumente lenkt am Ende doch nur von den tatsächlichen ab. Ob das im Sinne des Autors ist?

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23272 - 7. Februar 2012 - 22:57 #

Er ist nicht das erste Mal negativ aufgefallen. Folgendes stand 2010 in der Süddeutschen Zeitung:
.
"Für den Kommerz müssen Kinder und Jugendliche eine No-Go-Zone sein", fordert der Moderator und nennt als ein problematisches Beispiel das Onlinespiel World Of Warcraft, das nicht wenige junge Spieler stunden- oder auch tagelang beschäftigt. "Man kann zehn Prozent der Nutzer als pathologische Fälle bezeichnen. Die leben schon virtuell. Wir brauchen eine Debatte, ob man World Of Warcraft nicht verbieten sollte.""
.
http://www.sueddeutsche.de/medien/moderator-ranga-yogeshwar-mediale-kirmesbuden-1.991534

Gorny1 16 Übertalent - 4719 - 8. Februar 2012 - 10:07 #

Ich kann in diesem Artikel keine verwerflichen oder negativ auffallende Behauptungen von ihm finden. Die zitierten Stücke über WoW sind doch vollkommen in Ordnung.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23272 - 8. Februar 2012 - 11:40 #

Die Nutzer von WoW als pathologische Fälle zu bezeichnen und ein Verbot in den Raum zu stellen, ist schon ziemlich harter Tobak.
Das ist ein "USK 12" Spiel und keine Metzelorgie die Nicht-Spieler irritieren könnte.

Gorny1 16 Übertalent - 4719 - 8. Februar 2012 - 12:18 #

pathologisch bedeutet nur, dass deren Verhalten vom normalen verhalten in krankhafter Weise abweicht. Dies ist auch mMn bei 10% der WoW-Spieler der Fall. Denn wer wegen einem MMO nicht mehr das Haus verlässt, alle seine normalen sozialen Kontakte abbricht/ignoriert oder ähnliches Verhalten zeigt ist mMn krankhaft am Spielen. Von den extrem-Beispielen am ganz zu schweigen. Und in manchen Ländern ist das Spiel ja sogar reglementiert auf max 10h am Tag, oder so. Eine Debatte zu fordern heißt ja nicht ein Verbot zu fordern, sondern nur, dass man mal darüber reden sollte in der Öffentlichkeit. Dabei würden natürlich auch solche Fehlinformationen wie "WoW ist ein Killerspiel" vlt. mal endlich verschwinden, aber wenn niemand das Thema angeht passier nix in keine Richtung.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 8. Februar 2012 - 15:54 #

"Denn wer wegen einem MMO nicht mehr das Haus verlässt, alle seine normalen sozialen Kontakte abbricht/ignoriert oder ähnliches Verhalten zeigt ist mMn krankhaft am Spielen."
Darüber muss man wohl nicht diskutieren. Die 10% sind der Knackpunkt.

Ahja (unregistriert) 9. Februar 2012 - 9:07 #

Wie passt der Kommentar mit dem weiter oben zusammen? Da behauptest du ja das Gegenteil.

Larnak:
"dss wow eine sucht auslöst ist allerdings richtig"
Das ist mit Sicherheit nicht richtig ;)

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 9. Februar 2012 - 15:35 #

Das passt sogar sehr gut zusammen. Das Zitat, was ich oben zitiere, impliziert, wie auch schon oben geschrieben, einen direkten unmittelbaren Zusammenhang zwischen "WoW spielen" und "Sucht". Dort steht "WoW spielen führt zur Sucht". Das ist aber völlig falsch. Richtig wäre: WoW spielen kann zur Sucht führen.

Was übrigens für eine große Vielzahl anderer Beschäftigungen und Tätigkeiten ebenso gilt, was man dabei nicht vergessen sollte, da ansonsten die Betrachtungen zu einseitig werden.

Aber schön, dass hier jemand so aufmerksam mitliest :)

Z 12 Trollwächter - 1009 - 8. Februar 2012 - 16:58 #

Das Problem der fehlenden sozialen Akzeptanz hat der WoW-Spieler nur, weil seinem Verhalten der Stempel "Leistung" verwehrt bleibt. Drück dem gleichen jungen Menschen eine Geige in die Hand und das identische Verhaltensmuster wird mit Anerkennung und Bewunderung belohnt.

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 8. Februar 2012 - 17:25 #

Stimmt.

Makariel 19 Megatalent - P - 13448 - 9. Februar 2012 - 18:09 #

Alles verbieten ist vollkommen in Ordnung?

DeepThought42 (unregistriert) 8. Februar 2012 - 11:40 #

Was ist daran jetzt negativ?

Novachen 18 Doppel-Voter - 12752 - 7. Februar 2012 - 23:13 #

Kenne den gar nicht.

Und wenn jemand sagt bei World of WarCraft sei Abballern und Abstechen überhaupt möglich, dann kann ich diese Person nicht ernst nehmen. Würde diese Person über Gears of War reden, dann würde ich hinhören, aber so? Da fällt mir nur eins ein: Wer ist dieser Typ überhaupt?

q 17 Shapeshifter - 6711 - 8. Februar 2012 - 0:01 #

Ein Mensch mit einer sehr beachtlichen Biographie. Sollte man eigentlich kennen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ranga_Yogeshwar

Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 2:01 #

Wenn man keinen Fernseher hat, muss man ihn nicht kennen, sonst kommt man als jemand der nicht ausschließlich Privatfernsehen sieht, nicht an ihm vorbei. Er ist ja fast schon omnipräsent, auch wenn ich es schade finde, dass Quarks&Co nur im Dritten läuft.

Henke 15 Kenner - 3636 - 8. Februar 2012 - 17:55 #

Schade, von solch einem hellen Kopf häte ich dann doch etwas mehr Sachverständnis erwartet... vor allem bei der Vita...

Makariel 19 Megatalent - P - 13448 - 9. Februar 2012 - 18:12 #

Nie gehört von ihm. Ich schau auch nie fern.

Metalstryke 11 Forenversteher - P - 717 - 8. Februar 2012 - 0:14 #

"So sieht Ranga Yogeshwar World of Warcraft unter anderem als Sucht erregendes "Killerspiel“, welches wie er sagt Jugendlichen die "Illusion einer absurden Welt“ vermittelt, in der es nur um Dinge wie "Ballern“ und "Andere abzustechen" "

Einfach nur WTF! WoW ist ein unglaubliches Killerspiel >.> vor allem weil ja auch SOOOO viel geballert wird *hust*

Andere abstechen stimmt ja in sofern, aber warum zur Hölle traut man niemandem zu zu unterscheiden was Phantasie/Fantasy ist und das es mit zum Spiel gehört. Mir kann keiner erzählen das aufgrund von MMORPGs wie WoW Leute dazu verleitet wurden andere abzustechen nur weil das im Spiel ja auch so gemacht wird.

"Ferner sieht er eine Gefahr in der Spielevermarktung . Er kritisiert, dass die Kosten von World of Warcraft gezielt "Taschengeldkompatibel“ sind und aufwändige Militärspiele günstig vertrieben werden, um "junge Menschen für das Militär zu begeistern" und für bestimmte Feindbilder zu sensibilisieren."

Das mim Taschengeldkompatibel kann ich ja noch verstehen aber wo zur Hölle werden Militärspiele aka Ego-Shooter günstig vertrieben? Oo

Vor allem so "Blockbuster" wie CoD oder BF kosten je nachdem für welche Konsole oder PC irgendwas zwischen 40-70€

Außerdem wird man hier von der Filmindustrie noch viel günstiger beliefert. Es gibt etliche Kriegs/Actionfilme wo es um nichts anderes geht wodurch sicher der ein oder andere "für bestimmte Feindbilder sensibilisiert wird" aber das kümmert ja keinen Schwein.

Für Militär begeistern und Feindbilder sensibilisieren, könnte wiederum irgendwo noch hinkommen, obwohl ich auch hier sagen würde jeder der ein einigermaßen gefestigtes Umfeld sowie selbst über genug Verstand und Vernunft besitzt denkt nicht ma im entferntesten an so einen Mist.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 8. Februar 2012 - 0:15 #

Ist bei WOW-Spielern ein Altersdurchschnitt bekannt?

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 8. Februar 2012 - 4:58 #

Nicht, dass ich wüsste. Blizzard führt darüber sicher Statistiken, mir wäre aber nicht bekannt, dass man jemals etwas derartiges veröffentlicht hätte.

Mr.T (unregistriert) 8. Februar 2012 - 0:19 #

Naja da hat er natürlich daneben gelangt aber für einen Mann Ü50 ist es mMn schon beachtlich, sich überhaupt freiwillig mit der Materie zu beschäftigen.
Und das bspw. WoW (ich habs selbst 150 Tage meines Lebens gespielt ^^) negative Auswirkungen auf einige Menschen hat, kann nicht bestritten werden.
Das einzige, über das ich mich überhaupt aufregen KÖNNTE, ist die Meldung an sich, bzw deren Überschrift die offensichtlich nur dazu dient um Klicks zu generieren..Bildzeitung lässt grüßen.

Bradbury 10 Kommunikator - 509 - 8. Februar 2012 - 0:43 #

Hallo Mr.T. Was wäre denn eine angemessene Überschrift?

Mr.T (unregistriert) 8. Februar 2012 - 2:26 #

@Bradbury :
"Ranga Yogeshwar über Computerspiele."
Denn genau diese Überschrift gibt den Inhalt der News bzw. des eigentlichen Gesprächs wieder ohne die Leser zu einer Vorverurteilung zu drängen.
Wenn ich hier Posts lese nach dem Motto : "Bisher kannte ich Herrn Yogeshwar noch garnicht aber wenn er das gesagt hat, hab ich schonmal ein schlechtes Bild von ihm" dann ist das wirklich traurig weil dieser Mann Respekt und Aufmerksamkeit verdient!
( An dieser Stelle muss ich auch einen der Buhmänner der Gamingszene, nämlich Christian Pfeiffer in Schutz nehmen, der als Kriminologe ausgezeichnete Arbeit leistet...zugegeben aus seinen Äußerungen über Computerspiele lässt sich nicht auf seine hohe (oder auf irgendeine^^) Kompetenz schließen, dennoch ein guter Mann der Respekt für seine Arbeit und keine Beleidigungen minderjähriger Rotzlöffel verdient hat. )

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 8. Februar 2012 - 5:00 #

Aber die Überschrift hier auf GG ändert doch nichts an dem, was der Herr nun mal gesagt hat. Und da kann man es wirklich keinem Spieler verübeln, wenn er den Herrn nun nicht mehr besonders gut leiden kann.

blobblond 19 Megatalent - 17759 - 8. Februar 2012 - 10:46 #

Der abschnitt mit den Buch hat aber in der news nix zu suchen.
Dieser Abschnitt im Buch entspricht numal der Wahrheit.

Dieser Abschitt
"Schließlich berichtete Yogeshwar im besagten Kapitel noch über Einzelfälle, wobei etwa ein Belgier ins Koma gefallen ist, nachdem er ununterbrochen WoW gespielt hatte."
Enspricht auch der Wahrheit,in bezug mit Onlinespielen gib es schon mehr als genug todesfälle
http://www.joystiq.com/2005/11/04/wow-online-funeral-commemorates-death-of-young-gamer/
http://www.gamezone.de/news_detail.asp?nid=34575&sys=&rand=1008110941
http://www.tweakpc.de/news/8728/tod-durch-world-of-warcraft/

ganga Community-Moderator - P - 15586 - 8. Februar 2012 - 0:55 #

Was wäre dir denn lieber? "Ranga Yogeshwar äußert sich über die Videospielbranche und Spieletitel, die er selbst als "Killerspiele" bezeichnet" ?

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73394 - 8. Februar 2012 - 1:03 #

Geht nicht, Headline zu lang ;).

Bradbury 10 Kommunikator - 509 - 8. Februar 2012 - 1:12 #

Da Herr Yogeshwar in der Sendung eben explizit zu dem Begriff "Killerspiele" befragt wird, fand ich die Überschrift eigentlich nur zweckgemäß. Da dies in der News jedoch nicht direkt erwähnt wird, kann ich Mr. Ts Einwand auch gut verstehen.

Ano (unregistriert) 8. Februar 2012 - 9:38 #

ja, auf einige. nichtmal 0,1% der kunden.
man sollte sich vielleicht eher mit tatsächlichen drogen wie alkohol oder rauchen beschäftigen, als videospiele. oder mit autos - gibt tausendmal mehr tödliche unfälle als "geschädigte" kinder durch wow.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7747 - 8. Februar 2012 - 0:25 #

Sehr schwache Aussagen von ihm und damit sinkt er in meinem bisher recht hohen Ansehen auch eindeutig. Als Wissenschaftler sollte er wissen, dass man keine Aussagen über Dinge machen sollte, mit denen man sich nicht beschäftigt hat und von denen man keine Ahnung hat. Schon gar nicht, sie als Fakten hinstellen. Offensichtlich hat er in seinem Leben noch nie WoW gesehen. Damit vergeht auch direkt jede Lust sich mit seinen weiteren Aussagen oder dem Kapitel in seinem Buch zu beschäftigen. Um sich über etwas austauschen zu können, müssten beide Seiten erstmal zumindest ein Grundverständnis von dem haben, worüber sie reden.

Btw. ich mag WoW nicht und habe daher keinen persönlichen Grund das Spiel in Schutz zu nehmen, es dient hier nur als Beispiel dafür, dass er Unsinn von sich gibt.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32649 - 8. Februar 2012 - 0:41 #

Für jemanden, der selbst kein Videospieler ist, kann WoW durchaus als "Baller-" und "Killerspiel" rüberkommen. So ballert doch ein Jäger mit dem Bogen oder der Flinte -- oder der Magier mit Feuerbällen -- auf Monster und Humanoide. Und selbst im MMO-"Fachjargon" ist von "Kills" die Rede. So stellt sich eben seine Meinung dar. Und etwas hat er im Interview auch noch angesprochen: Es fehlen derzeit noch Langzeitstudien über den psychologischen Einfluss von Spielen wie WoW auf Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Ich nehme ihm diese Aussagen daher nicht übel, es ist eben seine Meinung, so wie es sich für ihn als Nicht-Spieler darstellt. Der Rest des Interviews ist dafür übrigens sehr gut und wirkt gewohnt fundiert.

KingPott 17 Shapeshifter - 7272 - 8. Februar 2012 - 1:11 #

Ich weiß nicht was ihr alles habt. ja die einzelnen begriffe die er verwendet sind schlecht. aber ansich kann man diesesn absatz auch so abstrahieren.
------
"So sieht Ranga Yogeshwar World of Warcraft unter anderem als Sucht erregendes Spiel indem Gewalt ausgeübt wird, welches wie er sagt Jugendlichen die "Illusion einer absurden Welt“ vermittelt, in der es nur um Dinge wie gewalt ausüben und noch mehr Gewalt ausüben geht. Als der Moderator Holger Kreymeier erwähnt, dass er das Spiel kennt und nachhakt, ob die Ansicht nicht ein bisschen platt ist, widerspricht Ranga Yogeshwar anfangs, relativiert dann jedoch seine Aussage dahingehend, dass doch nicht nur Gewalt ausgeübt wird und es in anderen Spielen noch wesentlich schlimmer zugeht."

ganga Community-Moderator - P - 15586 - 8. Februar 2012 - 1:17 #

Du und ich können das vllt so abstrahieren. Der unwissende Bürger denkt sich aber jedoch eher "Wenn sogar der Ranga sagt, dass das alles Killerspiele sind und die süchtig machen, dann muss man die verbieten!"

KingPott 17 Shapeshifter - 7272 - 8. Februar 2012 - 15:45 #

der unwissende Bürger scheint dann aber auch hier zu sein. Denn immerhin scheinen hier auch einige nicht die Worte in Relation zu einer (anderen) Meinung zu stellen.
Ich glaube kaum, dass das auspacken vom Hexenfeuer und den Mistgabeln irgendeinen Sinn machen. Man muesste nur mal darauf aus sein, den unwissenden Bürgern beizubringen wie man Information über Bildungsgrenzen hinweg tragen kann.

TParis 12 Trollwächter - 878 - 8. Februar 2012 - 1:33 #

Ich hätte nicht gedacht, dass die Folge bereits solche Wellen schlägt, bevor sie überhaupt frei verfügbar ist.

Hier übirgens die Diskussion zu dem Interview mit Yogeshwar im Fernsehkritik-TV-Forum: http://forum.fernsehkritik.tv/viewtopic.php?f=8&t=10416

Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 2:11 #

Es ist nicht mehr zu fassen, was das geistige Erbe der 68er, Gutmenschentum und Political Correctness aus diesem Land gemacht haben. Einen Haufen, der überwiegend aus blind-blöden Mitläufern, Duckmäusern und linken Vollidioten besteht. So wie Herr Yogeswahr denken die meisten Menschen in seinem Alter, weil sie einfach nur blind was nachplappern und schön im Strom schwimmen.

"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."

Immanuel Kant, leider sind Menschen wie Kant in Deutschland außer Mode gekommen.

Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 3:57 #

Wieso sind es dann fast ausschließlich rechte Blätter wie BILD und Unionspolitiker, die gegen Spiele hetzen? Nene, da hast du echt was falsch verstanden. Es ist doch diese Ecke die sich darauf versteift hat.
Lies mal Nachrichten über die vielen Schlechtmenschen, die sich in der Politik zu Spielen äußern. :P

Rabenschnabel 12 Trollwächter - 934 - 8. Februar 2012 - 2:46 #

Mit Menschen die den Kampfbegriff "Killerspiel" benutzen kann man eh keine sachliche Diskussion führen. Die haben sich ihre Meinung schon lange gebildet.

Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 3:58 #

Absolut, da ist der Zug meist längst abgefahren.

Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 3:13 #

Ach der Ranga steht nicht auf WoW?

Dabei dachte ich seit Montag, als er mal wieder bei der tollen Sendung Hart aber Fair zu sehen war, er mag Steampunkwelten. Kritisierte er in der Sendung doch allen Ernstes Konzerne wie Apple dafür, dass ihre Produkte zu einteilig zum eigenen Reparieren seien. Er will übrigens nicht nur Killerspiele wie WoW verbieten, sondern auch Computer mit integriertem Display. *nicknick*

Er hat dann noch etwas von Ressourcen und CO2 erzählt, womit er wohl bald beim pösenpösen Treibhauseffekt gelandet wäre. Ich habe dann aus dem Fenster gesehen und bin schlafen gegangen. Nackt. Mit voll aufgedrehter Heizung.

Herzallerliebst auch die erfrischende Uneitelkeit dieses dauergrinsenden Herrn, der in der besagten Sendung am Montag noch komplett schwarzes, glänzendes Haar hatte und dabei auf den Moderator mit der Bemerkung deutete: "So sieht Alter aus!" (vgl. euer Foto oben)

Ja da fühlt sich die GEZ-Gebühr doch schon garnicht mehr so zwanghaft an, wenn ich mir vom Ranga die Welt erklären lassen kann.

Freeks 16 Übertalent - 5530 - 8. Februar 2012 - 10:23 #

Freeks promoted this comment

Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 3:18 #

jaja der gute ranga yogeshwar.
ihm ist es zu verdanken das damals die hobbythek mit jean pütz und der wdr computerclub mit wolfgang back und wolfgang rudolph abgesetzt wurde....

canuck97 11 Forenversteher - 669 - 8. Februar 2012 - 7:37 #

Echt? Kannst du das mal etwas konkretisieren?

wolverine 16 Übertalent - P - 4219 - 8. Februar 2012 - 7:59 #

Ich schätze, er bezieht sich dabei auf den folgenden Abschnitt im Wikipedia Artikel über Ranga Yogeshwar: "Mit ihm als Moderator vollzog der WDR in den 1990er Jahren einen Wechsel vom umwelt- und gesellschaftskritischen Journalismus, wie ihn unter anderem Jean Pütz seit den 1970er Jahren vertrat, hin zur wissenschaftlichen Unterhaltung."

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ranga_Yogeshwar)

KritikloserAlleskonsument 13 Koop-Gamer - 1446 - 8. Februar 2012 - 11:09 #

Im Forum des wiedererstarkten Computer Club 2 mit W. Back und W Rudolph ist darüber einiges zu lesen, sowie auf dem Blog von W. Back. Seit dieser Entscheidung ist Rangar bei mir auch unten durch. Wissensendungen mit nennenswerten Tiefgang, wie es der CC war, gibt es nicht mehr im dt. Fernsehen. www.cczwei-forum.de www.cczwei.de

Ach ja, noch was: Ebüb und Zickezacke Zickezacke, heu heu heu!

blobblond 19 Megatalent - 17759 - 8. Februar 2012 - 11:19 #

Wolfgang Rudolphs widersprich dem aber
"Liebe Computerclub Zuschauerinnen, lieber Computerclub Zuschauer! (2003-05-31)
Hier mal einige Worte zu Ranga Yogeshwar. Ich hatte niemals den Eindruck, daß er das Ende des Computerclubs betrieben oder gefördert hätte. Vielmehr konnte ich empfinden, daß Ranga Yogeshwar einen Computerclub, wenn auch in einer veränderten Form, sehr gern gesehen hätte. Alle Beschimpfungen gegen Ranga Yogeshwar halte ich für falsch und bitte auch weiterhin davon abzusehen."
http://de.wikipedia.org/wiki/WDR_Computerclub
http://www.wolfgangrudolph.de/archiv.html

Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 14:32 #

man sollte schon den kompletten text abbilden nicht nur nen teil
"Eine Chance für eine Fortsetzung der Sendung WDR-Computerclub oder einer vergleichbaren Nachfolgesendung sah er nicht.“" fehlt oben noch

yogeshwar war damals verantwortlicher redakteur und ihm passten die "alten" sendungen nicht mehr ins konzept.

schon lustig diese entwicklung: es gibt immer mehr computer nutzer aber keine computer sendung mehr , kein neues, kein computerclub, nix.

KritikloserAlleskonsument 13 Koop-Gamer - 1446 - 8. Februar 2012 - 19:46 #

So ist das, wenn man sich vor jeglicher Gefahr eines rechtliche Zugriffs wegen übler Nachrede und Co. schützen will. WB spricht ja auch vom "Busenfreund" RJ.

Lars 17 Shapeshifter - P - 6050 - 8. Februar 2012 - 9:51 #

Jean Pütz ist ja auch ein riesiger Verlust...

Und was Herr Yogeshwar mit dem Computerclub-Aus zu tun haben soll, würde ich auch gerne mal wissen!

knallfix 14 Komm-Experte - 1835 - 8. Februar 2012 - 6:29 #

Nun, sollten seine Quarks mal schimmelig werden, kannn er sich beim ZDF als Frontal21 Moderator bewerden.

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 8. Februar 2012 - 7:12 #

Uff, dem hätte ich deutlich mehr zugetraut. Schade...
Leider werden ihm viele Menschen Glauben schenken und seine Theorien ohne Nachzudenken für unumstößlich wahr halten. Das ist leider pseudowissenschaftlich und reine Meinungsmache lieber Ranga...
Erzähl uns lieber was über Tiere in der Tundra oder rote Blutkörperchen.

Kristantras 08 Versteher - 177 - 8. Februar 2012 - 7:13 #

Interessant, wäre es Herr Pfeifer aus Niedersachsen oder ein beliebiger Politiker gewesen, der diese Aussage getätigt hat würden hier alle im Dreieck springen. Gerne vermittelt doch Herr Yogeshwar doch den Eindruck des weltoffenen, aufgeklärten wissenschaftlichen Gutmenschens.
Aber nunja, über Rockmusik, Horrorfilme, Rollenspiele usw. kursierten ja bei Menschen, die keine Ahnung haben und/oder Angst vor Unbekanntem haben die gleichen Vorurteile. Soll er Sie halt auch haben, die Welt wird es verkraften.

Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 7:49 #

Er ist ein Moderator und kein Lexikon. Sein Wissen stammt ja auch nur aus Material das er für seine Sendungen vorbereitet und nicht aus seiner Großhirnrinde. Wenn er ein Thema halt nicht vorbereitet und gut recherchiert, was er wohl normalerweise ganz gut macht, aber sicherlich nicht über die ebene der Populärwissenschaft hinaus, dann stochert er da genau so im dunkeln wie die meisten politiker, journalisten und anderes gesocks das sich an die allgemeine Meinungsmache hält.

Fernsekritik.tv ist aber sicherlich eines der besten Formate die es gibt und es lohnt sich auf jeden fall reinzuschauen - im zweifel warten bis es auch kostenfrei ist. Ich gucks mir regelmäßig an.

Volkskommentator (unregistriert) 8. Februar 2012 - 8:12 #

Keke, wie man sich so fühlt wenn man als naiver/leichtgläubiger Mensch geoutet wird?

yeahralfi 14 Komm-Experte - P - 1939 - 8. Februar 2012 - 9:07 #

Also ehrlich, ich kann die Aufregung hier echt nicht nachvollziehen, Lasst ihn doch seinen Unsinn verzapfen. Who cares? Games sind in der Gesellschaft eh immer mehr im Vormarsch und akzeptiert. Die Bedenkenträger sterben mit der Zeit aus. Also was soll´s?

Ich finde, wir Gamer neigen immer etwas zu einer empfindlichen Überreaktion was unser Hobby angeht. Jedem seine Meinung- auch wenn die nicht gerade fundiert ist...

finality 08 Versteher - 150 - 8. Februar 2012 - 10:31 #

+1

Man soll Trolle ja nicht füttern...

Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 9:26 #

Rangar Y. gibt in Interview über Computerspiele und in China ist eine Reiswurst geplatzt.

meph86 (unregistriert) 8. Februar 2012 - 9:39 #

Wiedereinmal fällt mir hier die Gamersglobal Community positiv auf.
Ich hatte in den Kommentaren abfällige Kommentare (Fallbeispiel Frontal 21) erwartet, stattdessen wird hier erwachsen über die Aussagen diskutiert.

Steven C. 12 Trollwächter - 1032 - 8. Februar 2012 - 9:44 #

Ich finde hier werden 2 Dinge zusammengeworfen - ein anscheinend nicht gut vorbereitetes Interview in einer TV Sendung und ein bereits veröffentlichtes Buch.

Zur TV Sendung kann ich noch nichts sagen, die Folge wird erst im Laufe des Tages freigegeben.

Was das Zitat aus dem Buch an geht hat er Recht, ich finde im Zitat keine Stelle welche nicht korrekt belegt werden kann.

xunes (unregistriert) 8. Februar 2012 - 10:27 #

Das zeigt wieder einmal wie schlecht Journalisten in vielen Fällen recherchieren, gerade wenn es um Spiele geht. Es kann doch nicht so schwer sein sich mal einen Nachmittag Zeit zu nehmen und sich ein Spiel etwas genauer anzuschauen, ehe man sich als Experte aufspielt. Das Schlimme daran ist ja, dass die Qualität der journalistischen Arbeit bestimmt nicht nur im Bezug auf Spiele so niedrig ist, in anderen (und oft wohl sehr viel wichtigeren) Bereichen fällt es uns halt einfach nicht auf.

Zumindest muss man aber sagen, dass der Mann trotz einigen Entgleisungen ("Killerspiel") schon ein paar wichtige Punkte anspricht, sei es etwa die "gewagte Selbstdarstellung und das abstrakte Freundesammeln von Jugendlichen in sozialen Netzwerken", sowie die Suchtgefahr besonders von Online-Spielen. Das sind Probleme die sich nicht einfach wegdiskutieren lassen, aber die nicht nur Spiele sondern das ganze Internet betreffen.

blobblond 19 Megatalent - 17759 - 8. Februar 2012 - 10:37 #

"in dem Yogeshwar einerseits über die gewagte Selbstdarstellung und das abstrakte Freundesammeln von Jugendlichen in sozialen Netzwerken berichtet, andererseits geht es in einem Abschnitt auch um die Suchtgefahr bei World of Warcraft; dort heißt es:"

Frage an den Autor dieser News:Schon mal in WoW geraidet bzw. mal angespielt?

Das Zitat im Buch
"Verpflichtungen innerhalb der Gilde" gib es in WoW bei Raidgilden,materialien für Tränke,Flask,Bufffood farmen ,heute natürlich leicher als noch zu Classic zeiten

"sei bekannt für seine Zeitintensität"
stimmt auch wieder,sei es Daily Quest oder Ruffarmen,um bei burning crusade dem zugang zu den heroic dungeons zu erhalten muss man eine gewisse rufstufe haben

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 8. Februar 2012 - 16:00 #

Frage an den Autor dieses Kommentars:
"Frage an den Autor dieser News:Schon mal in WoW geraidet bzw. mal angespielt?"
Worauf willst du hinaus? :D

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4298 - 8. Februar 2012 - 10:49 #

Mal ganz objektiv betrachtet: Was ist der Inhalt der Quests in WoW? Wie hoch ist der Anteil des Craftens gegenüber dem "Killen" diverser Gegner? Für einen Außenstehenden, der mal einem WoW-Spieler über die Schulter schaut, geht es doch ausschließlich ums Töten.

Er hat es doch im Grunde ganz korrekt beschrieben, eben nur nicht mit den verharmlosenden Begriffen, die wir so gerne dafür nutzen (Raiden, Questen usw.).

Ich finde es in Ordnung, solche Meinungen zu akzeptieren. Sie drücken eine andere Seite der Demokratie aus und noch nicht mal das andere extremere Ende.

Lars 17 Shapeshifter - P - 6050 - 8. Februar 2012 - 11:29 #

Prinzipiell bin ich da ganz nah bei Dir, aber dennoch muss er sich ein wenig Kritik gefallen lassen. Gerade wenn man nicht in einem Thema drin ist, sollte man vor solchen Aussagen recherchieren.

Er muss sich als Person, die so in der Öffentlichkeit präsent ist, darüber im Klaren sein. Wenn mein Onkel mir das so erzählen würde könnte ich ihm erklären, dass man das etwas differenzierter beurteilen muss. So wir er es aber ausdrückt (Die negative Wahl der Begriffe ("Killerspiel", "ballern" usw.)), wird es von der breiten Masse eben falsch aufgenommen und vor allem unter "Das ist so!" abgeheftet - hat ja schließlich der Herr Yogeshwar gesagt.

Grundsätzlich ist seine Kritik aber natürlich nicht unberechtigt. Ich denke auch, das einige vollkommen in eine virtuelle Welt abdriften. Aber da muss doch dann die Frage sein, ob die Leute bei einem Verbot solcher Spiele nicht völlig in Facebook und Farmville versinken würden...

DomKing 18 Doppel-Voter - 9242 - 8. Februar 2012 - 12:30 #

Ich würde eher sagen, es geht um Jagen und Sammeln.
Unter Killerspiele versteht eigentlich auch die Öffentlichkeit nunmal Ego-Shooter. Und das rumballern trifft so gesehen auch nur auf wenige Klassen in WoW zu.
Natürlich dreht sich der Großteil ums Töten von Gegnern. Aber mal ganz ehrlich: Das ist bei den meisten Spielen so und auch ein Reiz der Spiele. Weil man dort nunmal virtuell Sachen machen kann, die man im realen Leben nicht machen kann. Damit die Menschenrechte trotzdem beachtet werden, gibt es die USK.

Und Yogeshwar hat eben auch keine neutralen Begriffe benutzt. Seine Wortwahl ging scheinbar in die andere Richtung.

PS: Hab heute Nacht auf n-tv Ausschnittsweise eine Reportage über Amokläufe gesehen. Und wie da wieder auf Videospiele rumgehackt wurde, war lächerlich (Treffsicherheit verbessern). Man sollte bei dem Thema nunmal aufpassen, was man sagt, da man durch leichtsinnige und meistens dann falschen Aussagen, eine große Gruppe von Menschen diskreditieren kann. Selbst Christian Pfeiffer hat das gecheckt und tätigt nicht mehr so polemische Aussagen wie früher.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4298 - 8. Februar 2012 - 13:25 #

Wegen der Amokläufe hat R. Yogeshwar ja auch etwas bei Fernsehkritik.tv gesagt. Es gibt da wohl den Werther-Effekt, nämlich, wenn viele Medien über Selbstmord berichten, dann steigt die Selbstmordrate, weil potentielle Selbstmörder dadurch erst animiert werden. Ähnliches gilt für Amokläufe. Ein verantwortungsbewusster Journalist sollte deswegen so ein Thema nicht ausschlachten.

Das fand ich sehr interessant, spannender als das Gejammer um WoW, welches mich persönlich eh nicht interessiert.

Woldeus 14 Komm-Experte - P - 1865 - 8. Februar 2012 - 13:31 #

hast recht, nur dass der ton die musik macht. hätte er sich neutraler ausgedrückt, käme seine aussage nicht so polemisch und "schlimm" rüber.

was mich aber stört, dass er bei holger eine solche aussage tätigt, obwohl er, laut dem buchzitat, sich doch mit dem thema mehr befasste.

wir spieler fühlen uns teilweise zurecht immer angegriffen, vergessen aber, dass "außenstehende" keine großen unterschiede zwischen shooter und mmo oder andere genres machen. selbst wenn sie die spiele selbst spielen, ist es für sie meist nur ein anderes setting. spielmechanik ist dann nicht interessant, spielen meist nur, um mal zu gucken, was in einem spiel so gemacht wird.
wir sehen z.b. in mmos nur die die zahl, die wir noch brauchen, um die quest abzuschließen oder um eine stufe aufzusteigen.
nichtspieler sehen das endlose töten am fließband von lebewesen. ob mit waffe ode zauber, mit blut oder nicht - oberflächlich, und eben auch objektiv gesehen, wird in den (meisten) spielen nun mal getötet.

trotzdem finde ich nachwievor die ganze debatte nicht wirklich sinnvoll. die gamer weerden durch die massenverblödung aka massenmedien in eine ecke gedrängt, und daraus entsteht eine subjektivität, die leider nicht vorteilhaft ist und der anderen seite neue angriffsfläche bietet.
die nennung von extrembeispielen ist sowieso keine elegante diskussionsform und als grundlage nicht zu gebrauchen. (seit wann wird in einer demokratie auf minderheiten geschaut?...)

ändern wird sich trotz neuen gesetzen nicht viel. dafür ist die spieleindustrie mittlerweile zu groß - und hat durch ihr kapital die beste "diskussionsgrundlage"......

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 8. Februar 2012 - 16:06 #

Die Begriffe, die wir benutzen, sind nicht verharmlosend, sondern beschreiben die Dinge so, wie die Spieler sie sehen.

Als Euphemismus würden sie nach gängigen Thesen schon deshalb nicht funktionieren, da nach ihnen Euphemismen über kurz oder lang ohnehin die gleiche Bedeutung annehmen wie die eigentlich zu umschreibenden Wörter. Wäre also "Questen" ein Euphemismus für "Töten", wären wir mittlerweile wohl längst an dem Punkt angekommen, an dem "Questen" die gleiche (negative) Bedeutung wie "Töten" erhalten hätte.

Für Spieler hat das Töten in diesem Fall schlicht keine besondere Bedeutung, so wie es eben auch im CS-Turnier usw. ist.

Zu Ranga: Er hat korrekt beschrieben, allerdings dabei vergessen, die Verhältnismäßigkeit zu anderen Freizeitbeschäftigungen herzustellen. Darüber hinaus hat er es versäumt, die tatsächlich problematischen Punkte anzusprechen.

entrepreneur (unregistriert) 8. Februar 2012 - 17:52 #

Welches sind denn die problematischen Punkte?
- das Spieler mit Belohnungen überschüttet werden?
- das Belohnungen pro Tag kein Cap haben?
- das nach x Stunden pro Tag kein "die Welt ist für heute sicher, euere Helden müssen sich ausruhen" kommt?
- das Außenstehende den Spielaktionen keinen Wert beimessen?
- das eine magische Axt für einen Spieler enorme Zeitersparnis und mehr Spielspaß bedeudet, für Ranger Yogeshwar aber wertlos ist?
- das Ranger Yogeshwars Volksmusik Mp3 für ihn Hörgenuß bedeudet, für einen Spieler aber wertlos ist?
- das rosane oder blaue Zaubersprüche Gewalt trivialisieren?
- das Plattenrüstung und Streithammer Hemmschwellen senken?
- das repetitive virtuelle Kämpfe ohne Konsequenezn echte Hemmschwellen senken?
- das immer wiederkehrende oder auferstehende Gegner die Konsequenzen echter Gewalt verharmlosen?
- das Überwinden virtueller Gegner in einer Fantasiewelt mit echter Gewalt gleichgesetzt wird?
- das virtuelle Herausforderungen Ranger Yogeshwar fürchten laesst, seine Kinder könnten verrohen?
- das virtuelle Gewalt nichtmal minimal an tatsächliche Gewalt im "Wirklichen LebenTM", in Wirtschaft, Schule, Arbeitsleben herranreicht?
- das virtuelle Gewalt nichtmal minimal die Grausamkeiten wiederspiegelt, die echter Krieg unweigerlich vorraussetzt?
- das virtuelle Gewalt mit Dehumanisierung von Gegnern im echten Krieg nichts gemein hat?
- das virtuelle Gewalt kein Brechen der Psyche der Spieler vorraussetzt, wie es der Krieg anscheinend unweigerlich tut?
- das Ranger Yogeshwars Überprotektionismus Kinder zu unmündigen Erwachsenen heranwachsen lassen würde?
- das Überprotektionismus Kindern ein falsches und gefährliches Bild der Realität vermitteln würde?
oder etwas anderes?

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4298 - 8. Februar 2012 - 19:14 #

Alle Achtung und Hut ab vor der Menge an Thesen, die teilweise sehr interessant sind. Man merkt, dass Du Dir mehr Gedanken machst als ein Großteil der Leute, die sich scheinbar nur verletzt fühlen, weil jemand kritisch über ihr Hobby gesprochen hat. Und man merkt, dass Du in den Thesen beide Seiten der Medaille beleuchten willst. So etwas nenne ich einen offenen Verstand.

MicBass 19 Megatalent - 14265 - 8. Februar 2012 - 20:35 #

+1
Sehr schöner Beitrag der zum Nachdenken anregt. Chapeau!

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 8. Februar 2012 - 20:50 #

Wie schon gesagt die Art, wie Online-Rollenspiele ihre Spieler über lange Zeit zu binden und zu beschäftigen suchen, also prinzipiell deine ersten beiden Punkte. Der Rest, abgesehen vom Schluss, scheint mir nicht wirklich auf Probleme hinzudeuten :)

entrepreneur (unregistriert) 9. Februar 2012 - 19:46 #

ist Langzeitbeschäftigung ein Hauptproblem?
- Langzeitbeschäftigung über Jahre oder über tägliche Zeitspannen?
- über Jahre nicht, Fußballbeschäftigung über Jahre kein Problem.
- über regelmässig investierte Zeitspannen:
- zuviel Fußball pro Tag ist anstrengend und zeigt schnell phys. Grenzen u. Beschwerden, IG aber nicht
- deshalb phys. Komponente mit dem Spiel verküpfen? (siehe wired.com/dangerroom/2012/01/army-virtual-reality/)
- RPGs sind schon stärker auf den Casualmarkt ausgerichtet:
- Anerkennung und Erfolge sind verglichen mit früher leichter zu haben
- es muss weniger Zeit investiert werden
- den Problemfällen nützt das aber noch nichts?

wieso wird trotzdem noch "zu viel" investiert?
- sind die Belohnungen verglichen mit denen IRL zu stark, zu groß, zu episch?
- Items sind leichter zu bekommen, büßen deshalb an Prestige ein
- Verlagerung des Prestiges von besonderen Items auf besondere zeitnahe Erfolge (Instanzen schaffen solange sie noch "schwer" sind)?
- deshalb Zwang nichts verpassen zu dürfen?
- Treten Probleme eher bei erfolgsorienten Gruppen mit Leistungszwang auf, oder bei just-4-fun casual Gruppen?
- Geschürt durch "Pflichten", pro Woche eine bestimmte Zahl an Aufgaben erledigen zu "müssen" um nicht zurück zu fallen?
- in Kombination mit der Möglichkeit, Caps durch weitere Charaktere oder Gold stärker unterlaufen zu können?
- weil es kein offensichtliches "genug" gibt, open end von RPGs?

ist Bindung ein Hauptproblem?
- ist es schlecht wenn Spieler sich IG "zu wohl, zu geschätzt" fühlen, zufriedener als IRL?
- ist es schlecht weil sie zuviel Spaß haben?
- ist zuviel Wert in Spielen schlecht, bei Volksmusik oder jeder anderen Sache aber nicht?
- doch nur auf Kosten der Bindung an andere Sachen, sprich Vernachlässigung wichtiger Dinge
- Ist die Zerstörung der Wertschätzung (max Wertschätzung = "Liebe") die Lösung?
- ist das Problem nicht das die Problempersonen den Wert anderer Dinge zuwenig schätzen?
- Wäre die Lösung dann nicht, den Problempersonen einen Grund zu geben, den wichtigeren Dingen mehr Wert beizumessen?
- Wären Verwandte, Freunde und die Gesellschaft dafür Verantwortlich, zu einer stärkeren Teilnahme o. Wertschätzung zu motivieren?
- Problem mit Perspektivlosigkeit, Arbeitslosigkeit, Chancenlosigkeit, Korruption des Systems, das bestimmten Gruppe ganz abstempelt werden?
- werden richtige Anstrengung IRL mit zu wenig reellem Wert belohnt?
- werden richtige Anstrengungen IRL mit zu wenig emot. Wert belohnt?
- werden richtige Anstrengungen IRL mit zu wenig ideellem Wert belohnt?
- spielt der sinkende Lebenstandard (Armut, Inflation, teurere Preise, nicht mitwachsende Gehälter, Schuldenkrise, Eurokrise, Zwangssparmaßnahmen, steigendes Rentenalter, schwächerer Altersschutz, weniger Aussichten, Chancenungleichheit aber mehr Profite für korrupte Personen --> weniger Solidarität, mehr Konkurrenz um weniger Belohnung) überhaupt eine Rolle (Realitätsflucht)?
- ist die Teilnahme am allg. Kulturgut mittlerweile zu "teuer"? (Größere Arm- Reichschere, Konzentration des Reichtums auf sehr kleine Gruppen, größere Einschränkung des Zugriffs der öffentl. Kulturgüter, Musik, Filme, inklu. Kriminalisierung von Urheberrechtsbrüchen, Ausdehnung von Copyrightschutz auf knapp 100 Jahre)?
- spielt das Verfügbare Einkommen o. verfügbare Mittel zur Teilnahme am allg. Kulturgut eine Rolle? Ranger Yogeshwar sagt es selbst, so ein Abo ist erschwinglich. Ist das beim Rest unserer derzeitigen Kultur nicht mehr so?

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 10. Februar 2012 - 2:26 #

Was genau möchtest du mit den ganzen Stichpunkten sagen?

entrepreneur (unregistriert) 10. Februar 2012 - 3:53 #

ich versuche die problematischen Punkte von denen du sprachst einzugrenzen o. bisschen zu thematisieren. Da du auf Anhieb nicht konkret definieren wolltest, aber beim ersten Mal spontan zwei Punkte gewählt hast, hab ichs nochmal mit derselben Methode versucht.

SocialHazard 14 Komm-Experte - 2258 - 8. Februar 2012 - 11:15 #

Ich dachte ja eigentlich, dass der Mann etwas seriöser mit dem Thema umgehen. So täuscht man sich. Erinnert mich an das "böse Killerspiel" Final Fantasy 7 der Bildzeitung...

Xariarch 13 Koop-Gamer - 1696 - 8. Februar 2012 - 11:57 #

Warum wird es eigentlich immer als "Meinung" hingestellt.

Der Mann ist Akademiker, sprich er sollte wissen wie man wissenschaftlich Arbeitet.
Doch was macht er? Er kommt mit Falschaussagen die fernab jeglicher Wissenschaftlicher Studie sind. Das geht so einfach nicht. Punkt aus.

Er sollte bei Physik bleiben und sich nicht ungeschickt zu dingen äußern von denen er leider keine Ahnung hat.

TParis 12 Trollwächter - 878 - 8. Februar 2012 - 12:02 #

Dann erläutere die Falschaussagen doch bitte etwas genauer.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 8. Februar 2012 - 12:23 #

Es geht weniger um die Inhalte, als um Art der Kommunikation.
Natürlich dreht sich in WoW primär alles um das Abschlachten von digitalen Kreaturen und Mitspielern. Aber ein (Un)Wort wie „Killerspiel“ erwarte ich trotzdem nicht von einem Mann seines Formats.

TParis 12 Trollwächter - 878 - 8. Februar 2012 - 15:04 #

1. Dich habe ich gar nicht gefragt, nichts für ungut.
2. Mir geht es eben um die Inhalte. Seine Aussagen direkt als falsch zu deklarieren. Viele scheinen, was Kritik an Spielen angeht, in Automatismen zu verfallen wie es Leute mit dem "Killerspiel"-Begriff pflegen.

Makariel 19 Megatalent - P - 13448 - 9. Februar 2012 - 18:15 #

@1: das ist eine öffentlich zugängliche Website, wenn dir nicht passt das jemand auf eines deiner Postings antwortet dann schreib nur private Nachrichten :-P

Klausmensch 14 Komm-Experte - 2201 - 8. Februar 2012 - 12:11 #

Ich mochte ihn eigentlich sehr gerne. Eine der wenigen Leute, für die es sich überhaupt gelohnt hätte, den Fernseher anzuschalten (wenn ich denn einen hätte ;)) Und jetzt kommt das, für mich, absolute No-Go ausgerechnet von ihm.

Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 12:13 #

Mit derselben Logik müssten die Märchen der Gebrüder Grimm auch verboten werden. Soviel zerstückeln, zerhacken und Menschen auffressen gibt es keinem MMO der Welt. Und das auch noch direkt in der bildlichen Phantasie der Kinderköpfe.

Denn süchtig können die Bücher der Gebrüder Grimm auch machen: Man will unbedingt weiterlesen, also kauft man ständig neue Bücher, alle im Taschengeld-Preisniveau und perfide auf das junge Publikum zugeschnitten.

Sein Buchzitat zeigt durchaus, dass er sich selbst intensiv mit der Sache beschäfigt hat. Das, was Herr Yogeshwar von sich gibt, ist also durchaus reflektiert und stellt ihn damit in die Ecke der Pädagogen-Hardliner. Da sieht man im Geiste seine eigenen Kinder mit anthroposophischem Holzspielzeug aufwachsen...

PCEumel 13 Koop-Gamer - 1436 - 8. Februar 2012 - 12:21 #

Grimms Märchen bekommen Kinder doch heute nur noch per Disney-Film gereicht. ^^

Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 12:26 #

Ja stimmt, kenne ich sogar aus dem Bekanntenkreis:

Sind kleine Kinder bei Familienfesten dabei, werden sie nach dem Essen mit einer Disney-DVD vor der Glotze "geparkt", damit die Erwachsenen sich in Ruhe unterhalten können ;-)

Klausmensch 14 Komm-Experte - 2201 - 8. Februar 2012 - 13:10 #

Nunja, es gäbe durchaus schlimmere Unterhaltung für die Kinder...

DELK 16 Übertalent - 5488 - 12. Februar 2012 - 20:00 #

Och, Der Glöckner von Notre Dame ist jetzt nicht unbedingt leichter Stoff ;)

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4298 - 8. Februar 2012 - 13:28 #

Also in meinem Bekanntenkreis werden die Kleinen abgeladen, die Erwachsenen suchen sich eine andere Bleibe und die Kinder werden von vorne bis hinten mit Spielen, Gewinnen und Speisen versorgt. Die Flimmerkiste bleibt dabei aus.

Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 12:25 #

Merkel hat auch Physik studiert. Physiker sind offensichtlich für andere Wissenschaften ungeeignet.

Farang 14 Komm-Experte - 2356 - 8. Februar 2012 - 12:49 #

sorry aber der typ erzählt so viel schrott ..ist er nicht auch der jenige der immer so felsenfest an der erdwärmung festhält ? ob er auch mal draußen ging die letzten tage..

PCEumel 13 Koop-Gamer - 1436 - 8. Februar 2012 - 12:54 #

Autsch.

Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 13:00 #

ererwärmung passierte vor dem menschen und passiert auch nach dem menschen. das nennt man sonnenwinde. die apokalyptiker glauben aber ans co2 teufelchen.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58787 - 8. Februar 2012 - 13:09 #

Oh Mann, das ist mal wieder einer dieser Kommentare, bei denen ich nur den Kopf gegen die Wand schlagen kann. Eine kurze Kältephase ist doch kein Zeichen, dass es keinen Klimawandel gibt. Was hast du bitte für Vorstellungen?

Farang 14 Komm-Experte - 2356 - 8. Februar 2012 - 16:33 #

ah so ist das ...lol

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58787 - 8. Februar 2012 - 18:03 #

Okay, mit deinen Argumenten hast du mich völlig überzeugt. Dagegen komme ich einfach nicht an.

:rolleyes:

Farang 14 Komm-Experte - 2356 - 8. Februar 2012 - 20:03 #

entschuldige aber wenn ich schon eine kurze kältephase lese..da blieb mir nichts anderes als meine antwort übrig...
ich weiß ja nicht wie es dir so geht...aber da wo ich her komme frieren wir uns gerade so ziemlich den arsch ab und zwar so heftig wie selten zuvor......
wahscheinlich ist auch das der grund warum die medien von morgens bis abends kein droh szenario mehr aufbauen von wegen klimawandel...in der momentanen lage läßt sich die übertreibung wohl nicht aufrecht halten.

übrigens war dir auch hoffentlich klar das es in den 70er und 80er studien gab wo es keine erderwärmung sondern es eher kälter werden sollte ..genau das was wir momentan erleben...

nicht zu vergessen gibt es auch meteorlogen die genau das gegenteilige behaupten und entwarunung geben...

was man auch nicht vergessen sollte ist climate gate ..wo daten offensichtlich gefälscht waren...

ihr könnt ja von mir aus glauben was ihr wollt ...aber ich halte nichts von der angeblichen erderwärmung und den doomsday der daraus gemacht wird.

und unser rangar will einfach nur wieder in die öffentlichkeit anscheinend ist dem langweilig und die klimahsysterie funktioniert ja nicht mehr so gut wie früher...

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 8. Februar 2012 - 21:10 #

Und dass du dir gerade den Arsch abfrierst (Heizung kaputt?) ist jetzt in welcher Hinsicht ein Indiz, Hinweis oder auch Beweis dafür, dass es den Klima*WANDEL* (man bemerke den Unterschied zu -erwärmung) nicht gibt? Wo steht geschrieben, dass eine *WELTWEIT* ansteigende *DURCHSCHNITTS*temperatur nicht bedeuten darf, dass es an bestimmten Gebieten auch kälter werden *KANN*? Und seit wann ist überhaupt ein Ausreißer nach oben oder unten in einem so komplexen Wirk-System wie dem Erdklima ein Hinweis auf irgendetwas?
Dir ist wohl noch nicht aufgefallen, dass drastische Schwankungen immer wieder vorkommen können? Die Schneekatastrophe von 78 hat ja schließlich auch keine Eiszeit ausgelöst.
Ach, übrigens: Dass es bis Mitte Januar kaum mal ansatzweise kalt war, ist dir natürlich auch nicht aufgefallen.
Die Kälte, die es hier momentan gibt, ist ein lokales Wetter-Phänomen, das überhaupt keine Aussage über das Weltklima, ja nicht einmal über das Klima bei uns treffen kann.
Und wie "kurz" ein einzelner Winter, ja gar ein paar Wochen eines einzigen Winters in Bezug auf Klimaentwicklung sind, könntest du dir auch mal durch den Kopf gehen lassen, bevor du dich über entsprechende Aussagen lustig machst.

Gefälschte Daten kann man in dem Zusammenhang tatsächlich vergessen, sie waren ja schließlich gefälscht. Da das nicht auf alle Daten zutrifft, müssen wir uns glücklicherweise trotzdem nicht auf unseren Glauben verlassen – zumal die Auswirkungen, wie unten angedeutet, tatsächlich schon ohne komplizierte Messgeräte sichtbar sind. Und zwar Auswirkungen, die nicht nur ein paar Wochen oder Tage anhalten, sondern seit Jahren und Jahrzehnten sichtbar sind (Sieht den letzten Abschnitt als Antwort auf deinen Beitrag unten).

floppi 22 AAA-Gamer - - 32649 - 9. Februar 2012 - 4:40 #

Hm, da wo ich herkomme habe ich in diesem Winter 11/12 zum ersten Mal seit 34 Jahren noch keine einzige Flocke Schnee gesehen. ;)

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 9. Februar 2012 - 8:19 #

Was Besseres als die „Klimalüge“ kann es für unsere bequemen Konsumschafe doch gar nicht geben. Endlich kein schlechtes Gewissen mehr, wenn sie mit dem Auto zum Kiosk fahren, um ihre BILD zu kaufen. :D

vicbrother (unregistriert) 11. Februar 2012 - 15:21 #

Tja, über den Klimawandel können nur diejenigen jammern die zu nah am Wasser gebaut haben ;)

Fakt ist:
Klima ist ein sehr dynamischer Prozess und die Temperatur geht rauf und runter. Vor einigen tausend Jahren war Europa noch subtropisch!

Also keine Panik, einige Wissenschaftler sagen auch, dass wir derzeit in einer Kälteperiode der Erdgeschichte leben - demnach gehen wir jetzt endlich wieder auf Normaltemperatur!

ganga Community-Moderator - P - 15586 - 8. Februar 2012 - 13:52 #

Achso, wenn die Temperaturen im Winter noch unter die 0°C Grenze fallen, kann es keine Erderwärmung geben? Danke für die Aufklärung.

Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 13:56 #

das ist richtig. allerdings bedienen sich die klimawandel propheten der regionalen schönwetterphasen als beweis für den klimawandel. kehrt man den spieß um, wird gejault. immer wieder köstlich zu beobachten.

ganga Community-Moderator - P - 15586 - 8. Februar 2012 - 14:02 #

Ehrlich gesagt noch nie einen ernstzunehmenden Wissenschaftler gesehen, der bei Temperaturen jenseits der 30°C gesagt hat: "Seht her, der Klimawandel ist da!". Sowas kenne ich eher von der Titelseite der BILD, oder hast du dich vllt darauf bezogen?

noch ein Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 15:15 #

In Deutschland gehören klirrend kalte Winter der Vergangenheit an: “Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben”, sagt der Wissenschaftler Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie. (SPIEGEL ONLINE, 1.4. 2000)

Farang 14 Komm-Experte - 2356 - 8. Februar 2012 - 19:56 #

wie sehr sie der vergangenheit angehören merken wir ja ..ich zieh mir jetzt nen bademantel an und geh runde spazieren ^^

Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 14:38 #

Die Klimalüge bekommt man einfach nicht aus den Köpfen, immerhin gibt es in den USA Politiker die den Mut haben Wissenschaftler zu zitieren, die die angebliche menschengemachte Klimaerwärmung wiederlegen. In Deutschland würde man sofort von den Medien mundtot gemacht werden und wäre weg vom Fenster.
Das Ziel der Propaganda ist es Strom und Öl teurer zu machen, damit die Profite der Energiekonzerne noch mehr steigen. Keine Branche hat so viele Lobbyisten wie die Energiebranche.

Farang 14 Komm-Experte - 2356 - 8. Februar 2012 - 16:36 #

...die leute gehen raus frieren sich den arsch wie schon lange nicht mehr ab und erzählen gleichzeitig einen von der erderwärmung die der mensch verursacht ...das man sich da nicht am kopp packt...

aber die beste argumentation von den klimaapokalyptikern finde ich immer noch " bei uns bemerkt man noch nichts davon , das findet momentan alles nur woanders statt"
da grins ich mir immer einen ...
aber egal hauptsache rangar klärt uns alle auf :D

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 8. Februar 2012 - 16:39 #

Ich möchte mich gern dem Autsch von PCEumel und dem Kommentar von John of Gaunt weiter oben anschließen und dich darum bitten, auf den Beitrag von John of Gaunt einzugehen.
Du hast nicht so wirklich viel Ahnung von Klima und so Zeugs, oder? ;D

Fahr doch mal auf gewisse Pazifikinseln und guck dir an, was da los ist, oder schau dir mal diverse Gletscher der Welt im Verlauf der letzten Hundert Jahre an, vielleicht wachst du dann auf.

Farang 14 Komm-Experte - 2356 - 8. Februar 2012 - 20:05 #

stimmt überall sind die auswirkungen spürbar nur in deutschland nicht da hat die erderwärmung ein wenig verpennt...

ganga Community-Moderator - P - 15586 - 8. Februar 2012 - 20:10 #

Ich kann mich Larnak da nur anschließen. Aber hey, 2 Wochen kaltes Wetter in Europa bedeuten natürlich, dass es keinen Klimawandel geben kann.

Farang 14 Komm-Experte - 2356 - 8. Februar 2012 - 22:27 #

da ich nicht immer hind und her antworten will mache ich es jetzt hier unter deinem comment.

ich und andere streiten ja gar nicht ab das es einen klimawandel gibt , den gab schon immer und wird es immer geben.
nur die sache wird meiner meinung nach ziemlich aufgebauscht.
es gibt auch genug meteorlogen und wissenschaftler die sagen "hey alles halb so wild " aber die kommen doch mal gar nicht zu wort , anstattdessen gibt man den apokalyptikern die plattform .

genauso wenig wird eine cia studie aus den 70er oder 80er erwähnt die genau das gegenteilige behauptet nämlich das es in zukunft nicht wärmer sondern kälter wird.

für mich ist das thema der erderwärmung ein aufgebauschtes thema. ich bin und bleibe dabei skeptisch und höre mir lieber auch die seite der wissenschaftler an ,die genau gegenteiliger meinung als von den rangas und anderen "mainstream" wissenschaftler sind.

ganga Community-Moderator - P - 15586 - 9. Februar 2012 - 0:04 #

Das klingt dann jetzt auch schon ganz anders als dein erster Kommentar :)

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 9. Februar 2012 - 15:44 #

Definitiv. Man kann das ja relativieren und einschätzen wie man möchte, die genauen Ausmaße kann ohnehin noch niemand abschätzen. Bei dem Einsatz, der im Spiel ist, kann meiner Meinung nach eine gewisse Vorsicht aber nicht schaden. Wir spielen immerhin momentan nach dem Motto "alles oder nichts" ;)
Oder wie ein Bekannter (vom Fach) kürzlich treffend bemerkte: "Es ist ja nicht so, dass wir unseren Feinden weit voraus wären. Evolutionär gesehen sind wir bestenfalls Minuten, eher Sekunden vor dem Feind."
Wobei der Feind hierbei das sich unberechenbar verändernde Klima ist.
Wir haben keine Ahnung, was dadurch alles verändert wird geschweige denn, wie wir darauf reagieren sollen. Und auch unser Tempo, uns an die Umwelt anzupassen, ist begrenzt, selbst wenn wir damit deutlich schneller sind als die restlichen Tiere und Pflanzen.
Wenn man dann noch bedenkt, dass wir sehr wahrscheinlich hier verantwortlich für diese Veränderungen sind, kann das durchaus ein valides Argument dafür sein, gewisse Dinge tretmühlenartig in den Medien zu behandeln.

Es stimmt aber natürlich auch, das hin und wieder überdramatisiert wird. Trotzdem: Das Argument "bei mir ist es gerade Arschkalt, das mit der Erwärmung ist doch lachhaft!" wirkt sehr unglaubwürdig.

Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 13:36 #

Arbeiten beim Fernsehen eigentlich nur Dummköpfe?
Wenn World of Warcraft schon ein Killerspiel für ihn ist, wie würde er dann Spiele wie Call of Duty bezeichnen? Alles was Spaß macht, kann süchtig machen. Auch das Surfen im Internet, Arbeiten oder Sex. Trotzdem will niemand diese drei Sachen verbieten. ;-)

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 8. Februar 2012 - 14:41 #

Extrem unsympathisch war mir der Typ schon immer. Insofern wundert's mich nicht, dass er wie viele andere "Experten" nun auch loslabert, ohne die Spiele zu kennen bzw. alles durcheinanderbringt. WoW als Killerspiel, das ist ja schon ein BILD-Klassiker.

Extrem peinlich ist natürlich auch das Zitat aus seinem Buch: "Junge Menschen sind ein besonders attraktives Klientel" - Wer so heftige Fehler sogar in einem Buch (!!) macht und offensichtlich auch noch bei einem Verlag veröffentlicht, der keine Lektoren beschäftigt, der muss sich den Vorwurf einer gewissen Trashigkeit gefallen lassen.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 8. Februar 2012 - 14:48 #

Naja Nobody is perfect. Ranga macht an sich schon nen guten Job. Jeder kann ja mal falsch liegen ^^

patchnotes 13 Koop-Gamer - 1740 - 8. Februar 2012 - 15:20 #

Wenn das Fernsehen bzw. Fernsehleute über die ach so bösen Computerspiele herziehen, habe ich eigentlich immer den Verdacht, dass es sich dabei um puren Neid handelt. Die jüngere Generation verbringt mehr und mehr Zeit mit Spielen verbringt und sieht nicht mehr ausschließlich den ausgestrahlten Müll? Frevel!

NickL 13 Koop-Gamer - 1579 - 8. Februar 2012 - 15:21 #

Ich glaube wenn er erfährt das es noch Free2Play Online-RPGs gibt dann bricht für ihn einen Welt zusammen...

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 86491 - 8. Februar 2012 - 16:17 #

Tja, jez is er mir prompt unsympathisch geworden...

Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 17:03 #

Sind wir doch mal ehrlich so wie sich WoW entwickelthat , was das kämpfen angeht ... ist es wirklich ein egoshooter^^

entrepreneur (unregistriert) 8. Februar 2012 - 17:56 #

wie das? kannst du das erklären? bin mir nicht sicher wie sich das entwickelt hat oder wie es heute ist...

Anonymous (unregistriert) 8. Februar 2012 - 19:34 #

Es ist schnelle und Action lastiger. Du besiegst Mobs sehr schnell auch mit nicht optimalen gear (ich rede hier bei zb von level 1-85 , hc raids sind was anderes). Das Tempo ist einfach sehr schnell und bei manchen klassen(Caster zb) mutet es an als ob man im Ego Shooter XYZ die ganze zeit die Schießen Tastehämmert. Kommt dann noch gutes gear dazu liegen die Mobs in 2 bis 3 schuß. Un PVP ist eh so eine sache das sind ja schon die ganzen Cs Kiddy drinne unterwegs ^^

Ahja (unregistriert) 9. Februar 2012 - 9:22 #

Aehm...Nein. Es sind beides Action-Spiele, richtig. Aber sie unterscheiden sich darin, wie du die Mobs umhaust. In einem Shooter kannst du frei zielen (Konsolen mal ausgenommen ;P), und der Schaden wird je nach Trefferzone ausgewertet. Bei WoW klickst du dein Ziel an oder haust auf die TAB-Taste und hast dein Ziel 100% im Focus. Auch wird der Effekt/Angriff auf das komplette Ziel gerechnet.

Bunkerkuh (unregistriert) 8. Februar 2012 - 18:26 #

Vielleicht sollte Herr Yogeshwar einfach mal bei seinem Fachgebiet bleiben und nicht über Dinge reden, von denen er selbst gar keine Ahnung hat. Wenn man WoW als Ballerspiel bezeichnet, zeugt das nicht gerade von guter Recherche. Ich zweifle auch stark daran, dass er sich selbst WoW oder ein "Ballerspiel" mal angesehen, geschweige denn selbst gespielt hat.

Es zeigt sich nur, dass seine Generation ein großes offensichtliches Problem damit hat, das Medium PC- und Videospiele zu begreifen. Er geht völlig falsch an die Sache heran.

Wenn Militär-Shooter die Jugend geil auf die Armee machen soll, was ist dann mit einem TV-Krimi? Werden die Zuschauer hier angeregt, zu hoffen, dass sich in ihrem persönlichen Umfeld ein Mord ereignet, den sie dann untersuchen können?

Die "Verteufelung" des Mediums selbst ist aus jeder Zeile Zitat herauszulesen.

Was das Suchtpotenzial von MMOs betrifft, so lässt sich aus meiner Sicht erstmal nur sagen, dass man viel Zeit in einem Spiel verbringen kann, wenn man will. Man kann aber auch den ganzen Tag ein Buch lesen, ohne Pause zu machen. Das Extreme ist wie so oft ein Problem, aber das ist auch alles. Und daran ist nicht ein MMO wie WoW Schuld, sondern der User.

In einem freien Rechtsstaat muss dafür Raum sein. Herr Y. kann mit seiner Steinzeit-Meinung gern für sich bleiben.

MasterShake 11 Forenversteher - 712 - 8. Februar 2012 - 18:39 #

Dies ist kein Generationenproblem. Diese mit Vorurteilen behaftete Ansicht findet sich leider auch in jüngeren Altersschichten und wird in näherer Zukunft nicht aussterben.

Anonymous (unregistriert) 9. Februar 2012 - 4:10 #

Absolut. Sehr wichtige Erkenntnis. Das sollte sich jeder mal bewusst machen.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9877 - 8. Februar 2012 - 18:49 #

leute in der öffentlichkeit neigen nun mal dazu auch über themen zu reden, die sie nie aus erster hand wirklich erfahren bzw sich damit beschäftigt haben.

yogeshwar ist dafür eigentlich ein exzellentes beispiel, denn er hat in seiner sendung quarks&co ja jahrelang nichts anderes gemacht.

Goldfinger72 15 Kenner - 3093 - 8. Februar 2012 - 21:10 #

Schade, dass von so einem vermeintlich intelligenten Menschen und Wissenschaftsjournalisten ein solcher Schwachsinn kommt. Gerade da sollte man eine vernünftige und objektive Recherche annehmen.

Aber da sieht man mal wieder, wie schnell beim Menschen das Großhirn ausfällt.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 8. Februar 2012 - 21:33 #

vermeintlich ist der Journalist. Inzwischen Moderator und "Experte"

Worth2die4 13 Koop-Gamer - 1434 - 8. Februar 2012 - 21:56 #

Vollkommen egal was da zum Thema Spiele gesagt wurde,

schaut euch das komplette Interview an. Dann erkennt man auch, dass er durchaus ein sehr intelligenter Mann ist. Und er macht das mittlerweile schon seit Jahrzehnten.

Zudem hat er nicht gänzlich unrecht was seine Kommentare zu den Spielen angeht. Auch wenn das Wort "Ballern" in Verbindung mit WOW etwas deplaziert ist.

Darum geht es überhauptnicht.

D.N. (unregistriert) 8. Februar 2012 - 22:31 #

Schade, dass sich hier kaum jemand das Interview, welches sehr gut ist, angesehen hat. Es wird wieder genau das gemacht, was man dem Fernsehen vorwirft, Aussagen einseitig betrachtet. Ja Herr Yogeshwar hat zu einer Frage zum Thema Killerspiel WoW genannt, ja er hat auch in diesem Zusammenhang das Wort "Ballern" in den Mund genommen. Dieses hatte meines Erachtens aber nichts mit WoW zu tun, sondern mit dem Thema Killerspiele. Zu WoW führt er an, dass dieses ein Zeitfresser ist, Spieler zu pathologischen Spielern erzieht. WoW sei ein Spiel ohne Ende, konzipiert mit monatlichen Gebühren um möglichst viel Geld zu verdienen. Hierzu wird auch eine Studie der Universität Koblenz/Landau angeführt (10% der WoW Spieler = pathologische Spieler). Die Punkte kann man also durchaus nachvollziehen (muss sie aber nicht teilen!). Nun denke ich, dass Ranga Yogeshwar, WoW genau aus diesen Gründen zu den Killerspielen zählt. Man kann ihm hier natürlich völlig zurecht vorwerfen, ein hirnloses Wort dumm nachzusprechen, auch der kurze Gebrauch vom Wort "Geballer" und "Abstechen" ist natürlich Quatsch und dumm. Im Eigentlichen Sinn geht es ihm hier, und das macht er auch sofort deutlich um den Suchtwert dieses Spiels. Hierzu grenzt er es im Weitern auch noch einmal von Militärshootern ab. Zitat " Es gibt Spiele von bis, also Spiele bei denen es ums echtes Schießen geht" Anm. hier denke ich meint er Egoshooter, in den Medien als Killerspiele verschrien, "[...] und dann gibt es Spiele wie World of Warcraft wo natürlich nicht nur geballert wird aber wo sozusagen eine Entkopplung zwischen Wirklichkeit und einer Scheinwelt stattfindet, die aber in der Intensität enorm ist" Hieran sieht man deutlich worauf es ihm eig. Ankommt, nämlich nicht zu sagen, das WoW ein Militärshooter ist, sondern auf seine Art süchtig macht, von der Realität wegführt. Vorwerfen kann man ihm hier natürlich, dass er WoW eine gewisse Brutalität unterstellt, aber dies als die eigentliche Aussage zu brandmarken ist falsch. Hiermit tut man genau das, was man den Medien vorwirft einen Teilaspekt aus dem Zusammenhang nehmen (Bsp. In einem Spiel gibt es eine Schusswaffe = Killerspiel), und diesen dann Repräsentativ für das Ganze zu betrachten. Die eig. Aussage ob WoW nun ein süchtig machendes Spiel ist, wäre die viel interessantere Diskussionsgrundlage gewesen. Das wurde hier leider verpasst. Stattdessen hält man sich hier nur ein Wortfetzen fest ohne den gesamten Zusammenhang zu betrachten. Zu erwähnen wäre noch, dass ich selber lange Zeit WoW gespielt habe und es immer noch für ein großartiges Spiel halte. Auch bin ich kein besonders großer Ranga Yogeshwar Fan. So bin ich der Meinung, dass er in manchen Sendungen zum Thema Klima, oder „Epidemien“ Panikmache betrieben hat. Ich bin aber auch der Meinung, dass man sich bevor man sich über etwas künstlich aufregt, besser informieren sollte um sich ein eigenes Bild machen und nicht nur dumm nachzuschwätzen.

Worth2die4 13 Koop-Gamer - 1434 - 8. Februar 2012 - 22:37 #

Exakt diesen Eindruck hatte ich auch.

Das Artikel hier auf der Website impliziert eine wesentlich unfundiertere Haltung von Herrn Yogeshwar, als diese beim Interview rauskommt.

Zudem hat er eigentlich mit allen Punkten in gewisser Weise Recht - auch wenn das wieder einige nicht gerne hören wollen.

Cubi 17 Shapeshifter - 6113 - 8. Februar 2012 - 23:58 #

Ich hab das echt gute Interview jetzt gesehen und für mich bleibt er sympathisch. Mein Gott, er benennt WoW als "Killerspiel", seine weiteren Ausführungen betreffen jedoch mehr den Suchtcharakter als das Amoklauf-Potential. In vielen Dingen hat der Mann auch einfach Recht, auch wenn es die WoW-Spieler natürlich ungern hören.
Leider jammern hier sicher Einige, die das Interview gar nicht gesehen haben und sich ihre eigene Meinung gebildet haben. Dann vielleicht noch noch über voreingenommene Medien zu schimpfen, ist, tut mir Leid, heuchlerisch.

interceptor 12 Trollwächter - 1015 - 9. Februar 2012 - 0:25 #

Mich stört in Zusammenhang mit WoW der Begriff "rumballern" mehr als der Begriff "Killerspiel". Denn "ballern" konnte ich zwar mit meinem Zwergenjäger und seiner Flinte, trotzdem trifft der Begriff wohl auf die meisten Charaktere im Spiel nicht zu. Und "Killerspiel" ist einfach ein zu ungenauer Begriff und je nachdem wie man ihn auslegt, passt er eben auch auf WoW. Es gibt sicher viele Menschen auf der Welt, die mehr virtuelle Geschöpfe in WoW in die ewigen virtuellen Jagdgründe geschickt haben, als in anderen Spielen und der Kampf ist nunmal das für Außenstehende auffälligste Merkmal des Spiels.
Nur weil wir "ballern" und "Killerspiel" sofort mit besonders gewaltverherrlichenden Ego-Shootern in Verbindung bringen, darf man nicht ausblenden, dass eben doch die meisten der klassischen Strategie-, Rollen- und Actionspiele auf dem Prinzip "töte deine Gegner" aufbauen.

Diese Begriffe scheinen zwar schon recht deplatziert, komplett falsch sind sie aber nicht.
Eine verstörende oder schädliche Wirkung auf Spieler ist da aber eine ganz andere Frage.

EDIT: Habe tatsächlich das Video nicht gesehen und jetzt in Kommentaren gelesen, dass die Aussagen im Zusammenhang anders wirken. Finde es aber trotzdem wichtig, dass man als Spieler auch dazu steht, dass einem das "Töten" in Spielen Spaß macht (egal in welcher Ausprägung) und sich auch Gedanken darüber macht, wieso das so ist.

blobblond 19 Megatalent - 17759 - 9. Februar 2012 - 8:01 #

Da hier das wort "recherchiert" öfters in den Kommentaren auftaucht.

Diesw News ist sehr schlecht recherchiert und erinnert teilweise an die Pro7 Sendung Galileo.
Naja hauptsache schnelle und billiger Klicks generieren.
Zu mehr taug die news nicht.

Lächerlich ist nur, wie hier auf diesem Detail herum gehackt wird.
Er sieht WoW nicht als Killerspiel (löst Amokläufe aus),sondern eher als Spiel mit Suchtgefahr.

Suchtmechanismen sind in Spielen wie WoW verhanden.

"entrepreneur (unregistriert) 8. Februar 2012 - 17:52 #

Welches sind denn die problematischen Punkte?
- das Spieler mit Belohnungen überschüttet werden?
- das Belohnungen pro Tag kein Cap haben?
"

Wie werden den Spieler mit Belohnungen den überschüttet?
Das Zufallsprinzip bei WoW fördert es gerade ,das ich mehrfach ein Mob,Boss legen muss und an das "Traumitem" zu kommen

Also wenn es kein Cap gib,warum gib es pro Woche eine grenze von ehrenpunkte bzw. tapferkeitspunkte?
Es gibt auch ein rufcap ,durch dailys zum beispiel

"- das Ranger Yogeshwars Volksmusik Mp3 für ihn Hörgenuß bedeudet, für einen Spieler aber wertlos ist?"

Du kennst Yogeshwar persönlich oder was soll dieser persönliche angriff?

Larnak 21 Motivator - P - 25577 - 9. Februar 2012 - 15:53 #

Das Zufallsprinzip ist in WoW nur noch in deutlich geringerem Maß vorhanden als noch vor einiger Zeit. Ich bin sogar geneigt, von "kaum" zu sprechen.
Wahrscheinlich auch deshalb, weil Blizzard erkannt hat, dass das Vermeiden von Frustmomenten ("OMG WTF!!! SCHON WIEDER NICHT!!!! OLOLO!!") dem Firmen-Ziel durchaus zuträglich ist. Das Überschütten ist durchaus das richtige Wort, wenn nicht fast noch etwas zu harmlos ausgedrückt.
Es gibt Caps, aber eben nur bei einigen wenigen Punkten. Und dort auch nicht aus Freundlichkeit oder als Suchtprävention, sondern zur längerfristigen Bindung. Damit trotzdem genug zu tun bleibt, gibt es andere, nicht "gecappte" Dinge, die erledigt werden können.

Die Argumente, warum die News so unglaublich schlecht ist, bist du übrigens weitgehend schuldig geblieben ...

PS: Wenn du auf bestimmte Kommentare antworten möchtest, bitte direkt den "Antworten"-Knopf unter dem Kommentar benutzen

entrepreneur (unregistriert) 9. Februar 2012 - 17:57 #

Wieso bringst du deinen Kommentar nicht da wo wir ihn im Zusammenhang diskutieren können?

"Wie werden den Spieler mit Belohnungen den überschüttet?"
- mit "gut gemacht" Dauerbombardierung.
- wenn du den Müll rausbringst gibt es kein Level Up mit Lightshow, keine Goldbelohnung, keine Auszeichnungen oder Marken mit denen du dich und deine Ausrüstung verbessern kannst.
- jede Aktion im Spiel wird belohnt, egal wie nichtig die ist.
- sogar wenn du die hinterste Pampa durchwanderst erscheint ein glitzenders "Erfolgreich die Pampa erkundet" Schild in der Luft.
- Dazu gibt es zusätzlich 10 Erfolgspunkte um solche nebensächlichen Aktionen zu belohnen. Je mehr Punkte, je größer der ePeen? Fördert die Bestätigung im Vergleich mit anderen.
- Belohnung ist nicht auf dein Traumitem beschränkt. Wenn du einen Mob besiegst gibt es eine Belohnung inklusive Lotto-Zufallsergebnis mit garantiertem Gewinn. Ergo Doppelbelohnung.
- Der Gewinn ist immer etwas Wert und lässt sich immer zu Gold machen. IRL kannst du versuchen deine stinkenden grauen Socken zu verkaufen, gelingen wird dir das nicht immer, ergo keine Belohnung IRL, IG Belohnung.
- NPCs und Mitspieler geben dir positives (oft übermenschlichenmögliches) Feedback. Was du tust ist nützlich, wertvoll und wird geschätzt. IRL ist diese soziale Belohnung selten.
- Soziale Belohung ist wahrscheinlich die bedeutendste.
- Je mehr Zeit du investierst, je höher kann diese Wertschätzung sein.
- Bis zur nächsten Itemabwertung. Auch dann bietet mehr investierte Zeit vorher noch einen Vorsprung und zusätzliche soziale Bestätigung. Mit dir läuft es ja "Rund".

"Also wenn es kein Cap gib,warum gib es pro Woche eine grenze von ehrenpunkte bzw. tapferkeitspunkte?"
- Ich sprach von einem Cap das erfolgreich die Probleme regelt. Führen Ehrenpunktecaps, Rufcaps oder Wochenpunktecaps derzeit echt dazu das sich alle Spieler nach ihren Leistungen zufrieden zurücklehnen und keinen weiteren Anreiz für mehr Zeitinvestition sehen?

"Du kennst Yogeshwar persönlich oder was soll dieser persönliche angriff?"
- Suchst du zwanghaft was zum stänkern?
- Angriff wärs nur wenn Volksmusik was negatives wäre. Das du das so empfindest zeigt mir das du nicht verstanden hast oder verstehen willst worauf ich hinaus wollte.
- Ranger Yogeshwar wird wohl einen Musikgeschmack haben. Wenn er einen hat sollte dir der Vergleich dazu dienen, über den Wert den verschiede Leute verschiedenen Dingen (nicht) bemeissen nachzudenken.

Nebenbei, so die feine Art ist es ja nicht meine Diskussionsbeiträgen mit ner schlecht recherchierten Gallileo Sendung auf Pro7 einzuleiten, mit dem Wort "lächerlich" in Verbindung zu setzen oder persönliche Angriffe zu unterstellen.

Anonymous (unregistriert) 10. Februar 2012 - 12:56 #

So unschön seine Aussagen auch sind, so wärmt es mir doch das Herz, wenn Journalisten, wie schon Politiker und viele andere vor ihnen, ihr Nichtwissen so offen zu schau Stellen und sich selbst sogar noch widersprechen (siehe Auffassung von Wissenschaftsjournalismus). Als nächster Schritt muss dies nur noch der breiten Öffentlichkeit klar gemacht werden und schon geht es mit der Glaubwürdigkeit dieser Leute in den Keller. Hat jemand Ideen?

PS:
Also die Selbstverständlichkeit wie WoW mittlerweile als “Killerspiel” bezeichnet wird finde ich schon bemerkenswert. Die Spieler tun mir dafür schon fast leid^^.

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