Kingdoms of Amalur: Entwickler rechtfertigt Online-Pass

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30. Januar 2012 - 12:58 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert
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Vor kurzem berichteten wir darüber, dass Erstkäufer des von vielen Spielern mit Spannung erwarteten Kingdoms of Amalur - Reckoning einen Online-Pass erhalten, durch dessen Eingabe der Zugriff auf Zusatzinhalte gewährt wird. Dabei geht es um sieben weitere Quests der im Englischen als House of Valor bezeichneten Fraktion. Benutzer, die das in unserem Angetestet-Artikel mit „Sehr gut“ bewertete Einzelspieler-Rollenspiel gebraucht erwerben, können diese Missionen somit nicht spielen beziehungsweise müssen den entsprechenden Code separat kaufen.

Im offiziellen Forum des Spiels äußerte sich vor wenigen Tagen der Mitbegründer des beteiligten Entwicklers 38 Studios, Curt Schilling, in einem inzwischen 125 Seiten umfassen Thread mit derzeit über 1200 Postings ausführlich zum Thema des Online-Passes und den Inhalten, die dieser mit sich bringt. So macht Schilling auch durch die ausgiebige Verwendung von Großbuchstaben (auf die wir in den Zitaten verzichten) deutlich, dass der Day-One-DLC „hundertprozentig gratis für jeden ist, der das Spiel kauft“. Wer den Titel dagegen gebraucht erwirbt, muss für diesen Download-Inhalt zahlen.

Nach Aussage des Studio-Chefs möchte man Erstkäufer dafür belohnen, dass diese das Unternehmen unterstützen. Würde jeder Spieler mit einem Kauf warten, würde sich das auch auf den Entwickler auswirken:

Die Absicht dahinter ist klar, richtig? Um frühzeitige Anwender zu fördern und – viel wichtiger für mich – Fans und Spieler zu belohnen, die mit ihrer Zeit und ihrem Geld das Unternehmen unterstützen. Jede einzelne Person auf dem Planeten könnte warten und [das Spiel] nicht kaufen – irgendwann würde Reckoning auf dem Grabbeltisch zu finden sein und ihr könntet es preisgünstiger erwerben. 38 Studios würde dann wahrscheinlich verschwinden.

Schilling weist zudem daraufhin, dass man Spiele entwickeln möchte, deren Erwerb ihr nicht abwarten könnt, und dass man euch darüber hinaus nicht das Geld aus der Tasche ziehen möchte:

So funktioniert das Geschäft. Wir müssen Profit erwirtschaften, um das zu erreichen, was wir erreichen wollen. Der einzige Weg, mit dem wir das tun, ist Spiele zu entwickeln, bei denen ihr es kaum erwarten könnt, sie zu kaufen. Wenn wir so handeln und ihr ebenso vorgeht, wollen wir euch mit einigen coolen kostenfreien Inhalten als Dankeschön belohnen. [...] Wir oder Electronic Arts versuchen nicht, mehr von eurem Geld zu bekommen. Auf diese Weise möchten wir diejenigen belohnen, die uns unterstützen.

Abschließend stellt Schilling der Community die Frage, ob es tatsächich verkehrt ist, wenn Unternehmen versuchen, mit gebrauchten Spielen Umsatz zu erzielen:

Die Daten hinsichtlich des Gebrauchtmarktes stellen sich nicht so dar, wie es viele geglaubt haben. Aber Unternehmen versuchen nach wie vor herauszufinden, Geld mit Spielen einzunehmen, die sie entwickelt haben und die gekauft wurden. Ist das falsch?
bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 30. Januar 2012 - 13:00 #

Finde ich in Ordnung. Solange die Haupthandlung nicht gekuerzt ist, bleibt es doch ein vergleichbares Spielerlebnis, oder? 7 Quests hin oder her, die man vielleicht aus Zeitgruenden eh nicht gemacht haette.

Balberoy 11 Forenversteher - 764 - 30. Januar 2012 - 13:11 #

Ich kann seine Argumente nachvollziehen.
Nur wollen die Entwickler oder Publisher ja nichtmal an
gebrauchten Spielen mitverdienen.

Steam bietet keine Möglichkeit ein durchgespieltes Spiel
weiterzuverkaufen und dadrauf eine Art Gebühr für Steam
und den Publisher und/oder Entwickler zu erheben.

Dies wäre sehr einfach umzusetzen aber anscheinend ist dies
von irgendeiner Fraktion nicht erwünscht.

An dieser Stelle sei das Beispiel des Gebrauchtautomarktes
wieder einmal erwähnt. Da kommt auch keiner auf die Idee diesen
zu verbieten.
Nein da verdienen die Autohäuser die Neuwagen verkaufen mit indem
sie auch gebrauchte Autos verkaufen.

----

Und nun zur Demo selber.
Diese ist relaitv verbugged, was man aber anscheinend nicht
dem Entwickler ankreiden kann, da die Demo extern erstellt wurde.

Allerdings sind grundlegende Sachen in der Demo sehr störend.

Angefangen bei der Kamera, die mir persönlich sehr auf den Geist geht.
Bis auf das Inventar, welches vllt besser als das ist von Skyrim,
aber nur besser zu sein, als der Schlechteste ist immer noch mies.

Obwohl mit goßem Enthusiasmus gestartet riss die Demo mich nicht mit
und hat Aufgrund des doch merklichen Konsolenports (auch wenn
dieses Wort sehr abgenutzt ist trifft es zu) nicht begeistert.

Die Welt wirkte zwar belebt und schön, aber auch für einen selber
leer, da man ja (welch ein Wunder) Amnesie hat. Glückwunsch zum
0815 Anfang... Sowas nennt man dann abturnend.

Wenn man ein Spiel erschaffen will, was den Vollpreis verdient, sollte
man auch so ein Produkt anbieten. Spiele die merklich für die Konsole
programmiert wurden, sollten dann zumindest besser konvertiert werden.

Als krasses Gegenbeispiel merke ich hier mal Darksiders an. Dieses
Spiel wurde klasse konvertiert und ich habe nur bei den Schießeinlagen
auf dem Pferd Probleme gehabt.

Anonymous (unregistriert) 31. Januar 2012 - 11:56 #

Reckoning mit Skyrim zu vergleichen, stieß mir schon im Preview negativ auf, nachdem ich die Demo getestet hatte.

Die ersten zehn Spielsekunden zeigen sofort: Das ist ein mittelmäßig umgesetzter Konsolenport (z.B. Kameraposition, Kamerasteuerung) eines Spiels, das wesentlich mehr Parallelen mit Darksiders (spielmechanisch) und WOW (grafisch) besitzt.

Die Kampfsteuerung ist komplett auf Gamepad ausgelegt, und die Tastatursteuerung kann dementsprechend nicht mithalten.

Nicht falsch verstehen: Reckoning ist für einen Konsolentitel ein durchaus gelungenes Spiel, aber ein waschechter PC-Rollenspielfan runzelt dann schon die Stirn, wenn im selben Atemzug Skyrim genannt wird.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 30. Januar 2012 - 13:32 #

"Nach Aussage des Studio-Chefs möchte man Erstkäufer dafür belohnen.."
Klingt erstmal gut. Man könnte es aber auch genau andersrum sehen: Man möchte Gebrauchtkäufer "abstrafen".
Wenn es ein DLC wäre, der nach dem Erscheinen des Spiels gemacht wird, dann könnte ich das eher nachvollziehen. So aber gehört der Inhalt m.E. zur Vanilla.
Unterstellen möchte ich das jetzt zwar nicht, aber solche Dinge gibt es noch nicht lange, erst seit der Gebrauchtmarkt erklärter Feind der Publisher ist..

buddler 13 Koop-Gamer - 1485 - 30. Januar 2012 - 14:17 #

Andere Sichtweise: man möchte Kunden die einen bezahlen belohnen. Der Gebrauchtkäufer zahlt zwar für das Spiel, aber nichts davon an den Entwickler.

Dennoch hat sowas immer einen ganz faden Beigeschmack, denn wenn ich nach Jahren eine Konsole wieder entstaube gibt es die ganzen Server meist nicht mehr und ich kann die eigentlich erworbenen Inhalte, so sie nicht mehr (Platzmangel) auf der Festplatte verweilen, nicht mehr nutzen.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 30. Januar 2012 - 14:39 #

Deine Sichtweise ist ja einfach die vom Publisher. Die andere Sicht wollte ich ja aufzeigen, menno! ;-)
Was ich sagen will: Es ist KEINE Belohnung für die Frühkäufer, sondern eine Bestrafung für die Gebrauchtkäufer. Und somit evtl auch an Leuten, die einfach nicht genug Geld haben.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 30. Januar 2012 - 15:38 #

Ein Bestrafung wäre es, wenn man das Spiel für Gebrauchtkäufer schlechter machen würde, schwerer, unspielbar oder mit einem anderen Ende, das weniger befriedigend ist.

Aber ein zusätzliches DLC sehe ich nicht als Strafe. Und dass ein DLC später kommen soll, um als DLC definiert zu werden, macht schon deswegen nicht so viel Sinn, weil man dann schwerlich Erstkäufer direkt beim Kauf damit locken und belohnen kann.

Es geht ja auch nicht nur um Erstkäufer, Belohnungen und den Gebrauchtmarkt. Es geht sicher auch darum, das Kaufen an sich als lohnenswert hinzustellen. Es soll sich für den Käufer ein befriedigendes Gefühl einstellen, wenn er diese Handlungsalternative mit Ausleihe, Warez oder Gebrauchthandel vergleicht.

Insofern verstehe ich gut, was die Industrie da macht. Dass es einigen notorischen Gebrauchtkäufern nicht gefällt, ist zwar verständlich, aber oft auch eine Übertreibung, da sie ja in diesen wenigen Fällen, nach wie vor gebraucht kaufen können. Eigentlich sollten sie froh über solche Publisher sein, denn das könnte auch komplett durch Kontenbindung verhindert werden.

Wenn der Gebrauchtkäufer aber immer noch das Spiel plus kostenfreiem Erstkäuferbonus haben will, bleibt ihm noch immer eine Option: Warten, bis das Spiel regulär durch den Budgetpreis auf das Niveau kommt, das er mit Gebrauchttiteln gewohnt ist. Das passiert zumindest auf dem PC häufig schon sehr schnell.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 30. Januar 2012 - 15:48 #

Bestrafen ist vielleicht ein zu harter Begriff und gehört in Anführungszeichen.
Das Problem was ich damit habe, habe ich weiter unten beschrieben..

volcatius (unregistriert) 30. Januar 2012 - 13:35 #

Ist doch super. Früher bekam man nur 100% vom Spiel.
Jetzt bekommt man als Käufer dank Preorder-Boni und Onlinepässen mindestens 120%.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 30. Januar 2012 - 13:39 #

:-)
Genau das, was ich meinte...(eins weiter oben)

Ramireza (unregistriert) 30. Januar 2012 - 14:03 #

LOL

TASMANE79 14 Komm-Experte - 1841 - 30. Januar 2012 - 14:23 #

Stimmt, als Erstkäufer profitier ich einfach mal. Kann doch nix falsch daran sein! Als Esrtkäufer bezahle ich auch den vollen Preis!
Wer gebraucht kauft, oder das Game am Krabbeltisch für nen läpischen 10er ergatter, darf sich nacher nicht beschweren, dass Boni fehlen, oder extra zu berappen sind. Also mir gefällt dieser Vertrieb. Ich hab gerne was extra und bin da mal ganz egoistisch! Schlussendlich zahl ich dafür; Und: Diese Fuzis, die immer alles gratis und illegal haben wollen, sollen sich doch mal zum Endboss scherren. ;

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 30. Januar 2012 - 14:37 #

Du bekommst als Erstkäufer das ganz normale Spiel. Nix extra!

TASMANE79 14 Komm-Experte - 1841 - 30. Januar 2012 - 14:46 #

Ich dachte, ich bekomme 7 Zusatzquests!?

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73398 - 30. Januar 2012 - 14:52 #

Nein, die sind schon drin in den 100% oder halt im normalen Spiel. Die Gebrauchtkäufer müssen für diese in Form des Online-Passes zahlen.

volcatius (unregistriert) 30. Januar 2012 - 14:56 #

Not sure if trolling or just...

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 30. Januar 2012 - 15:11 #

@ Tasmane
Was wir hier sagen wollen: Es wird dir als Extra angedreht, gehört aber eigentlich zum normalen Spiel. Daß man angeblich ein Extra bekommt, ist bloß die Rechtfertigung vom Hersteller, für das, was er eben tut..

TASMANE79 14 Komm-Experte - 1841 - 30. Januar 2012 - 15:27 #

Aha, in Ordnung. Naja, da fehlen mir jetzt die Worte oder besser, ich kann es momentan icht beurteilen ob das Gut ist oder Nicht! Ich meine, für mich als Erstkäufer ändert das ja nix, oder ?

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 30. Januar 2012 - 15:49 #

Nein, es ändert sich nichts für dich :-)

DELK 16 Übertalent - 5488 - 31. Januar 2012 - 4:30 #

Ich wage mal ganz frech zu behaupten, dass die Leute, die sich das Spiel runterladen, auf jeden Fall vollständig haben werden, und mit ein wenig Pech des Publishers auch schon vor den Releasekäufern ;)

Anonymous (unregistriert) 30. Januar 2012 - 14:25 #

naja ich seh das eher so das man früher immer 100% vom spiel bekommen hat und jetzt für 100% erst preorderbonus, dlc und onlinepass nutzen muss. oft werden mittlerweile entscheidende elemente für ein spiel ausgelagert. ist wohl ansichtssache ob man es als abzocke oder feature sieht.
mich erinnert das aber schwer an diese messerverkäufer aus dauerwerbesendungen, wo man ein supertolles messer um einen angeblich eh schon imens niedrigen preis bekommt, dafür dann aber noch 18 andere messer "gratis" dazu.

buddler 13 Koop-Gamer - 1485 - 30. Januar 2012 - 14:40 #

Und Porto und Versand für läppische 30 EUR. :)

TASMANE79 14 Komm-Experte - 1841 - 30. Januar 2012 - 14:47 #

Bei welchen Game, bekomme ich als Extra das volle Game? Also bis jetzt hatte ich immer die Vollversion, und als Pre- oder Erstkauf ZUSÄTZLICHE Inhalte.

roshi 13 Koop-Gamer - 1610 - 30. Januar 2012 - 14:59 #

Kaufverhalten ändert sich, darauf reagieren die Publisher. Das ist ganz normal. Ich finde es Vollkommen gerechtfertigt. Das ganze ist im Endeffekt nichts anderes als ein erweiterer Produktcode. Es war vielleicht ungeschickt ihn Onlinepass zu nennen.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73398 - 30. Januar 2012 - 15:10 #

"Kaufverhalten ändert sich, darauf reagieren die Publisher."

Ist es in solchen Fällen - besonders mit so Preorder-Quatsch mit Inhalt A, B oder C bei Händler X, Y oder Z - als Käufer nicht eher so, daß die Publisher ihre Produktanpreisung ändern und die Kunden darauf reagieren "müssen", a la friß oder stirb? Zumindest empfinde ich das so.

Inno 12 Trollwächter - 1167 - 30. Januar 2012 - 15:52 #

Und was macht der Großteil der Kunden? Sie fressen. = Das Kaufverhalten hat sich geändert;) Jetzt springen halt andere Publisher mit auf den Zug auf.

roshi 13 Koop-Gamer - 1610 - 30. Januar 2012 - 23:44 #

was hat der Preorder Quatsch von dem du da redest mit dem Onlinepass zu tun? Ich kann den Zusammenhang nicht erkennen. Dem Publisher kanns im Endeffekt egal sein ob der Endkunde sein Spiel bei Amazon Gamestop oder Mediamarkt kauft, hier hat er seinen Anteil schon bekommen. Nicht egal kann es ihm aber sein wenn der Endverbraucher das Game gebraucht kauft, somit entgeht ihm nämlich dass, was er eigentlich bekommen sollte.

maximiZe 12 Trollwächter - 1142 - 31. Januar 2012 - 11:37 #

Und erst die armen DVD- und BD-Publisher...

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73398 - 31. Januar 2012 - 15:10 #

Es sollte ein weiteres Beispiel des Kaufverhaltens sein von "friß oder stirb", da der Kunde entsprechend reagieren muß, wo er kauft, weil er ja keine anderen Möglichkeiten mehr hat. Abgesehen davon, daß man so nie ein vervollständigtes Spiel bekommt, es sei denn, es gibt irgendwann einmal eine GotY mit allen Inhalten. Das weiß man aber nie. Sicherlich ist das dem Publisher egal, dem Kunden aber nicht, ihm bleibt schlichtweg nichts anderes übrig.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 30. Januar 2012 - 15:42 #

Abzocke wäre es, wenn man in betrügerischer Weise an das Geld anderer gelangen will. Da hier aber genug Informationen vorliegen, das Produkt, dessen Bedingungen, dessen Preis und dessen Inhalt durch Berichte, Ankündigungen, Webseiten und Konferenzen bekannt gegeben werden, sind wir meilenweit von Abzocke entfernt.

Sollte ein Spiel in der Tat zu kurz sein, weil man die Hälfte als DLCs rausgeschnitten hätte, dann liegt es am Käufer, das Spiel zu ignorieren. In diesem Fall bezweifele ich das aber stark.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 30. Januar 2012 - 15:15 #

Vermutlich läuft das so: Ein Spiel ist inhaltlich fertiggestellt, jetzt beginnt die Bugsuche, kleinere Kanten werden abgerundet etc. Und ein kleines Team wird beauftragt, Quests -oder was auch immer- zu suchen, die man den Kunden als Extrainhalt beschreiben kann. Diese werden dann wieder aus dem Spiel entfernt und als DLC angeboten. Fertig ist der Erstkäuferfreundliche Publisher.
(Dies sind Mutmaßungen, keine Ahnung, obs wirklich so läuft!)

Anonymous (unregistriert) 30. Januar 2012 - 15:20 #

nicht nur deine mutmaßung!
anderer faktor werden sicher auch deadlines des publishers sein, bis zu denen man einfach liefern muss. so wird dann eben einiges noch nachgereicht. früher kam sowas in nem patch und heute wird die kuh halt gemolken wos nur geht.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 30. Januar 2012 - 15:25 #

Ja, trotdem will ich es nicht unterstellen. Kann ja auch anders gewesen sein - ein kleines Team wurde damit beauftragt, extra noch eine Zusatzbelohnung zu basteln für die Käufer. Für wahrscheinlicher halte ich es aber nicht..

maximiZe 12 Trollwächter - 1142 - 30. Januar 2012 - 15:26 #

Klar läuft das so oder ähnlich, da muss man gar nicht groß mutmaßen. Bei diversen Konsolen-"DLCs" kauft der geneigte Kunde nur einen wenige hundert KB großen Schlüssel, der die bereits auf der Disc enthaltenen Inhalte freischaltet.
Bei Marvel vs. Capcom gab es sogar zwei wenige Wochen nach Release erschienene DLC-Charaktere, deren komplette Move- und Framedaten bereits vor (!) Release im offiziellen Guide nachzulesen waren.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 30. Januar 2012 - 15:45 #

Nein, wenn man aus einem Spiel einen bestimmten Teil als DLC verstecken oder herausnehmen will, muss man das schon vorher sehr genau planen und programmieren, sonst würde die übrigbleibende Spielwelt nicht mehr funktionieren. Zumindest bei RPG-Spielen ist alles sehr verzahnt und kann nicht mal schnell beim Bugtesting zusammen gestutzt werden.

Die DLCs werden also schon lange im Voraus geplant und vorbereitet.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 30. Januar 2012 - 15:53 #

Das kommt drauf an. Wenn die Engine entsprechend offen programmiert ist, ist es kein Problem, ein paar nicht-Story-relevante Quests einfach rauszunehmen. Anpassungsarbeiten werden sicher nötig sein, aber in Grenzen gehalten.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 30. Januar 2012 - 16:07 #

Das hat mit der Engine wenig zu tun. Die Engine (Maschine) ist das Grundgerüst, welches Routinen für Grafik, Sound, Kollisionserkennung, Physik oder fertige Shader liefert. Auf diesem (offenen) Gerüst wird dann Spiellogik programmiert, Quests, Inventar, Wegfindung oder ein Kampfsystem. Da kann man dann nicht mal schnell einen Teil der Welt mit den darin enthaltenen Aufträgen "rausschneiden". Das ginge nur, wenn diese auf extra Maps unabhängig von den anderen Aufträgen designt wurden. Und das setzt voraus, dass von Anfang an geplant wurde, diese DLCs zu produzieren.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 30. Januar 2012 - 16:16 #

Mit Engine meinte ich das von dir beschriebene :-) Mir ist klar, was die Engine eigentlich ist.
Ich will dir widersprechen: Nimm z.B. Fallout oder Skyrim/Oblivion, DragonAge etc. Da kann jeder mit dem Toolset neue Abenteuer in die Spielwelt einbauen und weitergeben. Man kann sie einfach installieren und deinstallieren. Das meinte ich mit "offen".

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 30. Januar 2012 - 16:27 #

Das geht nur dann "einfach", wenn sie nicht mit den anderen verzahnt sind. Und solche "Insellösungen" muss man vorher planen oder später hinzufügen, kann sie aber nicht aus einem verzahnten Spiel "herausschneiden".

Das ist es ja worum es mir geht. DLCs schneidet man nicht mal schnell aus einem Spiel raus, aber man kann sie mit Sicherheit leichter hinzufügen oder speziell entwerfen, wenn das so geplant ist.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 31. Januar 2012 - 13:50 #

Wir wissen ja nicht, welche Inhalte i.d.F. als DLC angeboten werden. Das Thema hängt damit natürlich vom Einzelfall ab. Aber sicherlich hast Du damit Recht, daß sowas heute allgemein von Anfang an mit eingeplant wird.
Habe es oben wohl zu überspitzt ausgedrückt. Daß erst am Ende jemand beauftragt wird, schnell was zu finden was man rausschneiden kann, ist vermutlich wirklich Quatsch.. Ich ziehe mein Statement -in gewissem Rahmen- also hiermit zurück :-)

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23319 - 30. Januar 2012 - 15:23 #

Das Spiel wird doch sowieso in ein paar Monaten für 20 Euro verramscht, da kann man problemlos über solche Ärgernisse hinwegsehen.
Äußerst clever, dass bei einer NoName Marke einzuführen, da vergrault man auch noch die letzten potentiellen Vollpreiskäufer, die nicht die paar Monate bis zur Preissenkung abwarten wollen.
Besser wäre es nur für die limitierte Erstauflage ein spezielles Cover zu wählen und Extras wie eine Soundtrack-CD und Making-Of DVD kostenlos beizulegen. Kostet nicht viel und die Erstkäufer wären tatsächlich im Vorteil, der Online-Pass funktioniert ja auch noch wenn ich das Spiel im Dezember im Handel kaufe.

TASMANE79 14 Komm-Experte - 1841 - 30. Januar 2012 - 15:29 #

Also das ist mal eine Ansage, da stimme ich zu!

Balberoy 11 Forenversteher - 764 - 30. Januar 2012 - 15:34 #

Nur wer kauft das Game im Retailhandel?

Solange ich das im Retail nur über Origin anbekomme und nur über Steam
Originfrei bleibe, dann werde ich mir das Game sicher NIE im Retail
kaufen!

Von daher gibt es für mich das Game nicht im Retail, sondern nur als
Steam Runterladtitel.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73398 - 30. Januar 2012 - 15:40 #

Du kannst auch das Spiel im Dezember über Steam neu kaufen oder in einem Jahr vielleicht als 10 Euro-Schnäppchen. Ist also nicht zwingend allein auf Retail ausgelegt. Soundtrack und Making Of dazu als Download, gibt's ja stellenweise schon als sogenannte Deluxe Edition.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 30. Januar 2012 - 15:56 #

"Besser wäre es nur für die limitierte Erstauflage ein spezielles Cover zu wählen und Extras wie eine Soundtrack-CD und Making-Of DVD kostenlos beizulegen."
-
Genau der Meinung bin ich auch.Beispiel: Habe Deponia gekauft und als Frühkäufer den Soundtrack auf CD dazubekommen und ein schönes Poster. Zusätzlich zur Tatsache, daß das Spiel -obwohl nagelneu und Höchstbewertet- n ur 28€ kostet und keinen Kopierschutz hat. Ich liebe Daedalic.

Goldfinger72 15 Kenner - 3093 - 30. Januar 2012 - 20:15 #

Also mich vergrault da nichts. Ich freue mich weiterhin auf das Spiel, behalte meine Vorbestellung und werde auch sonst nicht panisch im Kreis rennen.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20302 - 30. Januar 2012 - 15:42 #

So wollen die Publisher ihre Scheibe vom Gebrauchtmarkt abschneiden. Das wurde bei Rage und Dragon Age: Origins schon so praktiziert. Ich finde das legitim, wenn ohne diese Inhalte dennoch der Eindruck eines vollständigen Spieles entsteht.

Ramireza (unregistriert) 30. Januar 2012 - 22:40 #

Es ist legitim, fraglos. Aber du weißt schon wo das hinführt, oder? Ist dir noch nicht aufgefallen das viele "moderne" RPG´s nur noch eine Regelspielzeit von rund 20 - 30 Stunden haben und das die die danach erscheinenden DLC´s auch nochmal rund 10 - 20 Stunden bringen? Glaubst du wirklich das diese DLC´s erst DANACH entwickelt werden? Ich gebe dir Brief und Siegel darauf, das das fertige Teile aus dem Spiel sind die rausgeschnitten werden, nur um sie später zu verkaufen. Oder glaubst du das Synchhronsprecher extra für ein 2 Stunden DLC angeheuert werden? Wohl kaum...

Was ist wenn in 5 Jahren ein RPG nur noch 15 Stunden Spielzeit bietet (könnte man auch als vollständiges Spiel betrachten) und die Rest häpchenweise nachgeschoben wird? Immer schön für 10€ das Stück. Auch das wäre Legitim, oder?

Und evtl. in 7 Jahren nur noch 8 Stunden? Scheiss auf ne lange Haupthandlung, wir wollen doch Aktion... oder? Nebenquest? Unsinn, halten doch nur auf... Da kann man besser später noch zusammenhanglose Spielfetzen nachkaufen und zocken, ist eh besser, da muss man sicht nicht soviel merken. Ist im übrigen auch absolut ligitim...

Anonymous (unregistriert) 30. Januar 2012 - 15:47 #

ui hurra hurra electronic arts will wieder 60% verkaufen ! also ernsthaft ... diese früher heute vergleiche zu gunstem der publisher sind doch total dämlich also ich war auf das spiel aber dann bekam ich einen pfeil ... ehm ich meinte dann sah ich das die hetze von EA ausgeht

Ramireza (unregistriert) 30. Januar 2012 - 22:29 #

HÄ?

Ramireza (unregistriert) 30. Januar 2012 - 22:28 #

"Schön" zu sehen wie sich viele an den Status gewöhnen das fertige Teile aus dem Spiel herausgenommen werden. Leute, "Erstbesteller" bekommen nichts geschenkt. Es geht EINZIG alleine darum, das EA NICHT will das Ihre Spiele gebraucht verkauft werden. Letztlich ist es nun mal fakt, das man das Spiel nicht komplett verkaufen kann. Es wird ergo niemand belohnt (also die Erstkäufer) sondern nur bestraft (nämlich der Erstkäufer und der Gebrauchtkäufer) da man das Spiel nicht komplett für nen zwanni verkaufen/kaufen kann. Das hat nichts mit "Hetze" gegen EA zu tun, nein, was die machen ist nachvollziehbar, die sind ein kapitalistisches Unternehmen das Geld verdienen möchte, und zwar soviel wie möglich.

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