Arcade-Check: Puddle

360 PS3
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FLOGGER 8926 EXP - 17 Shapeshifter,R9,S3,A8,J10
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2. Februar 2012 - 20:10 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Was kommt heraus wenn man Ideen von Mercury Meltdown, Trials HD, Super Meat Boy und das Lemmings-Prinzip miteinander verquickt? Eine mögliche Antwort lautet Puddle! Mit einer innovativen Mischung aus Geschicklichkeit und Physik präsentiert sich das Gesamtpaket trotz gewisser Anleihen angenehm frisch. Mit minimaler Steuerung gilt es, Flüssigkeiten durch abwechslungsreiche Kurse zu dirigieren.

Alles schön beisammen halten

Die einzige Möglichkeit für euch, das Spielgeschehen zu beeinflussen, besteht darin, den Spielbildschirm um circa 30 Grad nach rechts oder links zu kippen. Um einen Level zu bestehen, müsst ihr so möglichst viel einer Flüssigkeit bis zum Ausgang, äh, Abfluss transportieren. Dabei ist stets zu beachten, dass sich der "Haupttropfen" nicht zu stark zerteilt. Kleine Tröpfchen außerhalb eures Sichtfeldes entziehen sich meist eurer Kontrolle und gehen so schnell verschütt. Vor schwierigen Stellen solltet ihr die Tropfen erst einmal sammeln. Ein Zylinder oben links im Bildschirm zeigt euch die Mindestmenge an, die es zu retten gilt. Ein Teil wird rot angezeigt, wenn ein abgespaltener Tropfen Gefahr läuft verloren zu gehen. Ausschließlich mit den analogen Schultertasten balanciert ihr die jeweilige Flüssigkeit punktgenau durch die Parcours.

Erstaunlicherweise spielt sich Puddle deutlich abwechslungsreicher, als es anfangs den Anschein erweckt. Durch die unterschiedlichen Flüssigkeiten und den grundverschiedenen Themen der Levels werdet ihr ständig mit neuen Herausforderungen und Gefahren konfrontiert. Quasi als Bonuslevel steuert ihr ab und zu nicht den Tropfen direkt, sondern befördert das feuchte Gut zum Beispiel in einem Becherglas oder einer Schneekugel. Wenn ihr letzterer nicht durch geschicktes Austarieren den Schwung aus der Fahrt nehmt, bekommt sie ganz schnell kleine Risse, und das kostbare Nass plätschert fröhlich aus den Löchern. Genau wie die verschiedenen Flüssigkeiten sorgen diese besonderen Levels für Auflockerung, da jedes seine eigene Dynamik besitzt.


Was für eine Flüssigkeit der zähe Rattenschleim sein soll konnten die Entwickler nicht vermitteln.

Mal zäh, mal flüchtig, mal instabil...

Beim H₂O des ersten Szenarios habt ihr meist nur die Verdunstung zu befürchten. Die Säure hingegen greift im folgenden organischen Abschnitt schon mal die Umgebung an, wohingegen Pflanzen sprießen, wenn Dünger eure zu dirigierende Flüssigkeit ist. Benzin sollte naturgemäß von Feuer ferngehalten werden. Nitroglyzerin fängt bei kleinsten Erschütterungen an zu funkeln, ein deutliches Anzeichen dafür, dass es kurz vor dem Explodieren steht. Bei solch einer instabilen Flüssigkeit wird Puddle zu einem regelrechtem Eierlauf. Ab und zu ertappt ihr euch dabei, dass ihr vor der zu erwartenden Explosion ängstlich die Augen zukneift, weil ihr befürchtet, den Bogen etwas überspannt zu haben – ihr befindet euch ständig in der Zwickmühle zwischen "Obacht wahren!" und "Rekorde brechen wollen". Neben den schon genannten gibt es noch diverse weitere Flüssigkeiten zu entdecken, die alle ihren eigenen Spielreiz besitzen. Die Physik der Flüssigkeiten und der Umgebung ist grandios umgesetzt worden. Dadurch spielt sich der Titel in Kombination mit der präzisen Steuerung sehr natürlich und jederzeit nachvollziehbar.

Etwas an den PSN-Titel Flower erinnernd, werden zwischen den Szenarien subtile Filmchen präsentiert, die die "Handlung" in kurzen Momentaufnahmen fortführen. Grafisch sind die Szenarien toll in Szene gesetzt. Ob Labor, Röntgenaufnahme des menschlichen Körpers oder technische Zeichnung eines Raketenforschers: die Hintergründe sind sehr detailverliebt gestaltet und wirken zudem sehr durchdacht. Unterstrichen wird das Ganze von einem genialen Soundtrack. Ob monotone Minimal-Tracks, meditative Klangteppiche oder düstere Trip-Hop-Beats, alles wirkt immer zur jeweiligen Spielsituation passend und Atmosphärisch perfekt aufeinander abgestimmt – ein Ohrenschmaus!

Fazit: Minimal genial!

Konami präsentiert mit Puddle ein geniales Tüftelspiel, das eine Portion physikalisches Gespür, Timing und Fingerspitzengefühl von euch abverlangt. Wenn ihr euch davon angesprochen fühlt, bekommt ihr für 800 Microsoft-Punkte eine frische und stets motivierende Spielerfahrung. Wenn ihr euch mit dem reinen Durchspielen nicht zufrieden gebt, solltet ihr für das Sammeln der Aurum-Plaketten auch noch eine gehörige Portion Geduld mitbringen. Die Demo sollten sich Arcade-Freunde auf jeden Fall einmal anschauen. Im Playstation Network ist der Titel für 9,99 Euro zu haben.
  • Preis am 2.2.2012: 800 Microsoft-Punkte (entspricht zirka 10 Euro)
  • 1 Spieler
  • Physik-Geschicklichkeit-Tüftler
  • Für Einsteiger und Profis geeignet
  • Frisches Spielprinzip

Video:

DJHolzbank 09 Triple-Talent - 339 - 2. Februar 2012 - 17:16 #

Wenn das Spiel laut Kasten oben rechts auch für PS3 erhätlich sein soll, warum wird dann in der Zusammenfassung am Ende des Tests nicht auch der Preis für die PS3-Version genannt?

FLOGGER 17 Shapeshifter - 8926 - 2. Februar 2012 - 19:37 #

Vielen Dank für den freundlichen Hinweis!

Anonymous (unregistriert) 2. Februar 2012 - 17:17 #

Hmm, da hat Konami wohl mal ganz derbe bei dem Wiiware Spiel "Hydroventure" abgegkupfert...

-Stephan- 12 Trollwächter - 1111 - 4. Februar 2012 - 22:31 #

Danke für den Testbericht! Hätte das Spiel glatt übersehen, aber so werde ich mir zumindest mal die Demo anschauen :)

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Mitarbeit
Puzzle/Logik
3
Neko Entertainment
25.01.2012
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