THQ: Keine Kinderspiele mehr // Anonymer Brandbrief [Update]

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26. Januar 2012 - 11:54 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert

Update:

Wohl im Zuge der Neuausrichtung wurden mittlerweile erste Kündigungen ausgesprochen. Das bestätigte der Publisher auf Nachfrage des Spielemagazins Game Informer. Wieviele Mitarbeiter genau entlassen wurden, dazu wollte das Unternehmen noch keine Angaben machen. Ein Firmensprecher betonte lediglich, dass die fünf internen Studios THQ San Diego, Relic, Volition, Vigil und THQ Montreal davon nicht betroffen seien. Laut Meldung der Newsseite Joystiq sollen die Entlassungen vor allem den administrativen und den Publishing-Bereich betreffen.

Ursprüngliche Meldung:

Der amerikanische Publisher THQ gab via Pressemitteling eine Veränderung seiner Geschäftsstrategie bekannt. Damit reagiert das börsennotierte Unternehmen auf den zunehmenden Vertrauensverlust seiner Anleger. Der stetige Kursverfall der THQ-Aktie hatte sich seit Dezember nochmals rasant fortgesetzt, mittlerweile dümpelt sie bei einem Wert unter einem Dollar pro Aktie. Zuletzt musste der Konzern sogar Gerüchte dementieren, wonach angeblich das gesamte Lineup für 2014 gecancelt worden wäre und das Unternehmen zum Verkauf stünde (wir berichteten). Wohl deshalb kündigte die Geschäftsführung jetzt an, sich aus dem Bereich für Kinderspiele zurückzuziehen und sich stattdessen auf hochwertige Marken und digitale Inhalte konzentrieren zu wollen.

Fallen gelassen werden damit Marken wie SpongeBob Schwammkopf oder das Dreamworks-Portfolio, mit Titeln wie zuletzt Der Gestiefelte Kater. Betroffen ist weiterhin der Konzernbereich THQ Play, der bereits nach dem Misserfolg des Wii-Zeichenbretts uDraw im Dezember Mitarbeiter entlassen musste. In Zukunft will sich der Konzern verstärkt auf seine Kernmarken Saints Row, UFC Undisputed, Darksiders, Company of Heroes, Insane, Warhammer 40.000 und das noch in Entwicklung befindliche Projekt des Assassin's-Creed-Schöpfers Patrice Desilet konzentrieren. Daneben werde man weiterhin erfolgversprechende Titel anderer Entwickler veröffentlichen, was beispielsweise das von Obsidian Entertainment entwickelte Rollenspiel South Park - The Game mit einbeziehen dürfte. Auf diese Weise versucht der Publisher nun die Trendwende einzuleiten. Besonders Saints Row - The Third gibt demnach Anlass zur Hoffnung. Der Titel wurde mittlerweile 3,8 Millionen Mal verkauft und auch mit dem Umsatz der diversen Downloadinhalte sei man sehr zufrieden. Webush-Analyst Michael Pachter bezeichnet die Neufokussierung als konsequent und richtig. Der Markt der Kinderspiele habe sich seiner Ansicht nach zunehmend auf mobile Geräte und die sozialen Netzwerke verlagert.

Derweil weitet sich die Causa THQ zu einer kleinen medialen Schlammschlacht aus. Grund dafür ist ein derzeit im Netz kursierender, anonymer Brief an den Vorstand. Die Verfasser bezeichnen sich als "Derzeitige und ehemalige Angestellte, Shareholder und die Öffentlichkeit" und rechnen in ihrer Botschaft vor allem mit den Konzernvorständen um CEO Brian Farrell ab. Sie werfen ihnen Missmanagement und allgemeine Planlosigkeit vor. Durch unüberlegte Firmenaufkäufe und den Erwerb wertloser Kinderlizenzen habe das Führungsteam in den letzten Jahren sinnlos Geld verbrannt. Es gäbe demnach nichts, was ihre hohen siebenstelligen Managergehälter rechtfertige. Sie ermahnten die Konzernführung, sowohl ihr bisheriges Tun als auch die derzeitige Geschäftsstrategie dringend zu überdenken .

Elysion 14 Komm-Experte - 1957 - 26. Januar 2012 - 10:41 #

"was ihre hohen siebenstelligen Managergehälter rechtfertige"
Natürlich! Diese armen Menschen tragen eine solche Last! Und wenn sie den Erwartungen nicht gerecht werden, müssen sie sich mit mikrigen Abfindungen "abfinden".

mihawk 19 Megatalent - P - 13320 - 26. Januar 2012 - 10:53 #

Siebenstellige Managergehälter ???? Und die fragen sich, warum die Firma den Bach runter geht ...

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 7630 - 26. Januar 2012 - 11:43 #

Naja, damit ich mir so einen Scheiß geben würde müsste man mir auch siebenstellige Summen zahlen ;)

Anonymous (unregistriert) 26. Januar 2012 - 12:23 #

Klar, denn für die Spielqualität (gut oder schlecht) ist immer der CEO oder das Top-Management verantwortlich. Siehe EA oder andere. Da kommt ja keiner auf die Idee, dass die Programmierer, die Produzenten, Autoren usw. anzuschreien. Wie beim Fußball: Wenn die Mannschaft verliert, muss der Trainer gehen.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 26. Januar 2012 - 12:31 #

Hmm also in der Spielebranche wird doch eher das Studio geschlossen, und selten der CEO rausgeworfen :D Und ein Trainer ist ja kein CEO, auch Fussballmanschaften haben nen "CEO"

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 26. Januar 2012 - 12:49 #

Wenn all die Studios geschlossen werden, die der CEO dazukauft, stellt man sich aber die Frage, wo der CEO sein BWL-Studium absolviert hat.

Atlas (unregistriert) 27. Januar 2012 - 9:01 #

Hach, ist es nicht wunderbar, wie leicht man sich alles machen kann, wenn man einfach nur mit der Klischee Keule draufhaut?!

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 27. Januar 2012 - 10:50 #

Clichée wäre es, wenn es unbegründet wäre. Der Aktienkurs liegt allerdings nachweislich unter 1 $, obwohl er 2008 über 30 $ lag. Andere Spielefirmen hatten auch Einbußen, haben sich aber wieder gerappelt. Wikipedia dokumentiert auch sehr gut, wieviele Studios eingekauft und nach kurzer Zeit wieder abgestoßen wurden (5 Stück jeweils unter 3 Jahren). Es ist irgendwie schwer vorstellbar, dass die alle nach der Übernahme plötzlich fett und faul geworden wären. Wenn doch, dann wirft das auch kein gutes Licht auf das Projektmanagement und das Controlling. Eins trifft garantiert zu, nämlich dass die Geschäftsführung keine gute Strategie bislang gefunden hat, um den Wertverlust zu stoppen.

JohnnyJustice 13 Koop-Gamer - 1343 - 26. Januar 2012 - 11:43 #

Ohne jetzt die Summe für angemessen zu halten, ein siebenstelliges Jahresgehalt ist nicht sonderlich ungewöhnlich in solchen Positionen.

Balberoy 11 Forenversteher - 764 - 26. Januar 2012 - 11:45 #

Die meinen monatlich.

10.0000€ aufwärts!

Balberoy 11 Forenversteher - 764 - 26. Januar 2012 - 11:44 #

Naja, im Bundestag bekommen die Leute auch soviel.
Die gehälter in diesen Etagen sind einfach in allen großen Firmen zu hoch, egal wo. Das ist aber ein allgemeines Problem.

Das läuft doch meistens nach Schema "F" ab.

1.
Kleine Firma wird ruch Erfolge groß,
dabei hat die Firma gut gearbeitet und an seine Kunden, sowie Mitarbeiter gedacht.

2.
Es werden Aktien ausgegeben.

3.
Neue vom Vorstand bestellte Manager müssen Kurzfristig Erfolge haben, denken kurzfristig stopfen sich die Taschen voll.

4.
Firma geht fast Konkurs und findet mit viel Geld die Versager Manager ab. Dabei hat der Vorstand mit dem eigenen Tun und der Bestellung der Manager selber Schuld.

5.
Die Arbeitsbedingungen werden für die Arbeitnehmer immer schlechter, die Kunden sind unzufrieden und eine Entlassungswelle rollt durchs Unternehmen.

Grundlegend kann man sagen, dass in der Spielebranche viele Leute arbeiten, besonders in den oberen Etagen, die selber noch nie gespielt haben oder kaum etwas von den Kunden und der Materie verstehen.
So ist es natürlich leicht Fehler zu begehen...

bolle 17 Shapeshifter - 7614 - 26. Januar 2012 - 12:15 #

Die im Bundestag bekommen Millionen? Woher hast du denn diese vollkommen falsche Information?

http://www.bundestag.de/blickpunkt/bilderInhalte/0703/grafiken/ST_Abgeordnete_Online_Update-17_1200.jpg

oder

http://www.bundestag.de/service/faq/abgeordnete.html#frage6

KritikloserAlleskonsument 13 Koop-Gamer - 1579 - 26. Januar 2012 - 12:16 #

Die Entlohungen unserer Politiker sind schon so knapp bemessen, dass man von "Diäten", also Verzichtsphasen sprechen muss. Gut dass sich nach der Legislaturperiode oft noch ein besserbezahltes Pöstchen in irgendeinem Aufsichtsrat finden lässt.

bolle 17 Shapeshifter - 7614 - 26. Januar 2012 - 12:19 #

Naja 7500 im Monat ist schon nicht so schlecht. Und in nen Aufsichtsrat schafft man es als ehemaliger Parlamentsabgeordneter eben, weil diese Stelle zeigt, dass man es in der Welt ganz schön weit nach oben geschafft hat.

Anonymous (unregistriert) 26. Januar 2012 - 15:03 #

Was heißt das "nach der Legislaturperiode"? Die meisten haben bereits mehrere Aufsichtsratsposten *während* der Legislaturperiode.

Begründung: Man dürfe ja seine Kontakte zur Wirtschaft nicht verlieren.

Spätestens jetzt sollte klarwerden, dass wir von Rechtsanwälten und Aufsichtsratsvorsitzenden regiert werden. Von "Volksvertretern" kann da nur sprechen, wer selbst zur Arbeitgeberseite gehört.

Balberoy 11 Forenversteher - 764 - 26. Januar 2012 - 12:21 #

Also wenn Minister im Ruhestand dank mehrerer Posten, während der Dienstzeit, dann mehr als 10.000€ im Monat bekommen kannst du dir ausrechnen wieviel der vorher hatte.

Und 7 stellig sind halt hab ich eben leider falsch gelesen, bzw. zwei Nullen verschluckt. Bin von 5 stellig ausgegangen, das war mein Fehler.

10.000, 7 stellig sind dann doch etwas mehr, tut mir leid.

Pomme (unregistriert) 26. Januar 2012 - 12:15 #

Nur eine Anmerkung: Ein siebenstelliges Gehalt entspricht mindestens einer Million.

So viel bekommt ein Abgeordneter im Bundestag nicht. Der kommt mit seinen Diäten auf etwa 90.000 Euro im Jahr, um seine Kosten für die Arbeit als Abgeordneter zu finanzieren, bekommt er fast 50.000 Euro zusätzlich. Die Regieurngsmitglieder bekommen mehr, die Bundeskanzlerin ist noch ein knappes Stück von 200.000 Euro im Jahr entfernt.

Nicht wenig Geld, aber weit vom Einkommen eines Spitzenmanagers entfernt.

Balberoy 11 Forenversteher - 764 - 26. Januar 2012 - 12:24 #

Naja rechne teilweise den Personenschutz dazu oder die komplette Sicherheitenbereitstellung nach der Amtszeit.

Da kann man sich seinen Erstwohnsitz für 1 Millionen mit Sicherheitsanlagen vollpfinanzierne lassen und danach seine Zweitwohnung auch noch. Und nein das ist kein WITZ, das ist passiert.

Zudem hat man nach einer Amtszeit Anrecht auf Rente, wenn man den richtigen Posten hatte. Wer kann schon sagen, dass er nach 4 Jahren ausgesorgt hat?

Anonymous (unregistriert) 26. Januar 2012 - 14:05 #

Hast du auch Quellen für soetwas? Nicht, dass ich dir nicht glaube, aber das würde es weit weniger populistisch erscheinen lassen.

Anonymous (unregistriert) 26. Januar 2012 - 15:51 #

pension und rente sind doch etwas anders steuerrechtlich aber grundsätzlich haben die nach 4 jahren mehr als jeder ehrliche arbeiter .

KritikloserAlleskonsument 13 Koop-Gamer - 1579 - 26. Januar 2012 - 12:00 #

Ein 7stelliges Gehalt ist doch nicht zuviel, wenn es dadurch gelingt, die besten von den besten als Manager zu erhalten. Denn wenn der gewählte Manager nur 2% bis 3% mehr an Unternehmenserfolg erwirtschaftet, als der nächstbeste, dann hat sich das Gehalt schnell bezahlt gemacht. Außerdem ist es ein Ansporn für die sonstigen wohlfrisierten Aufstreber im Betrieb, die in Erwartung des tollen Lohns alles geben bis zum Burn-Out, um auch mal in die Managerposition zu kommen. An dieser Stelle noch einen Gruß an alle HartzIVer!

JohnnyJustice 13 Koop-Gamer - 1343 - 26. Januar 2012 - 12:06 #

Die Diskrepanz ist eben einfach zu krass, Selbstverständlich soll der Vorstand mehr verdienen als ich. Aber das 10fache wäre immer noch genug Unterschied um einerseits auf mich herabzuschauen und andererseits Ansporn für mich dahin zu kommen, aber das 100fache ist schlichtweg absurd. Das Geld wird ja auch nicht ausgegeben, sprich dem Markt vorenthalten, das ist nicht gut für eine Volkswirtschaft.

KritikloserAlleskonsument 13 Koop-Gamer - 1579 - 26. Januar 2012 - 12:13 #

Die Unternehmen zahlen die Millionen ja nicht freiwillig, um den Managern was Gutes zu tun. Das ist ein ganz normaler Marktpreis für Elitekräfte. Denn wenn der Super-Manager zu einem anderen Unternehmen geht, das mehr zahlt, dann bedeutet das für THQ in dem Moment 3% weniger Gewinn wie möglich bzw. (Opportunitäts-)Kosten von mehreren Millionen EUR. Und würdest du auf mehrere Millionen verzichten, nur weil du einen Teil davon als Manager-Gehalt aufwenden müsstest. Nein!

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3322 - 26. Januar 2012 - 12:42 #

Hehe, nett versteckt, dein Sarkasmus.
Die besten der besten… wieso muss ich da gerade an Men in Black denken? *g*

Aber so wird klar, warum sogenannte AAA-Entwicklungen so viel kosten: Marketing und Management. ;)

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 26. Januar 2012 - 12:10 #

Ich finde, der Terminus "siebenstelliges Gehalt" sagt nicht allzu viel aus. Er umfasst immerhin die Menge der Zahlen zwischen 1.000.000 und 9.999.999. Eine ganze Menge Spielraum. :7

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 26. Januar 2012 - 13:26 #

Wie fasst man in wenigen Worten die Spanne von 1,1 über 1,2 bis 1,3 Millionen zusammen? Wer's genau wissen will, hat ja die Quellenangabe.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 26. Januar 2012 - 12:16 #

Bin kein Experte in dem Bereich, also nicht Virtuell steinigen, wenn ich hier unfug rede :D

Aber wieso werden so Manager nicht über die eigenen Aktien bezahlt, statt so hohe Gehälter? Sprich, wenn sie es schaffen die Firma/Aktien gut dastehen zu lassen ( was ja ihre Aufgabe im Unternehmen sein sollte ) verdienen sie auch mehr ?

KritikloserAlleskonsument 13 Koop-Gamer - 1579 - 26. Januar 2012 - 12:18 #

Aktienanteile sind oft auch eine Entlohnungskomponente, aus genau den Gründen, die du nennst.

Balberoy 11 Forenversteher - 764 - 26. Januar 2012 - 12:47 #

Heutzutage wird meistens 2 Formen der Bezahlung vermischt angewendet.

Einmal ein festest Gehalt, welches immer bezogen wird.
Zweitens eine extra Vergütung bei Erreichen von bestimmten Zielen.

Und dann gibt es natürlich noch die Möglichkeit, dass Aktien ausgegeben werden, die nicht verkauft werden dürfen oder erst, wenn man schon mehrere Jahre nicht mehr im Unternehmen tätig ist.

Nur hat niemals einer diese Manager wirklich Verantwortung für das was passiert, da sie als "Angestellte" gelten.

Manager werden eingekauft, fürstlich entlohnt und tragen kaum Risiko, da sie selbst bei Versagen horrende Abfindungen bekommen.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 21051 - 26. Januar 2012 - 12:44 #

Ich verstehe gar nicht, warum hier wieder so eine unsinnige Managergehaltsdiskussion aufgekommen ist. Mich würde der berufliche Hintergrund der Kritiker mal interessieren.

Es geht um einen Publisher, der seine Kinderspiele aus dem Portfolio genommen hat. Da mich diese Spiele nicht interessieren, finde ich den Schritt gut. Ich hatte ihn auf Grund der Überschrift etwas extremer interpretiert, dass sie mehr auf Gewalt setzen wollen.

KritikloserAlleskonsument 13 Koop-Gamer - 1579 - 26. Januar 2012 - 12:48 #

Bin zwar kein Kritiker, sondern ein Kritikloser, aber ich bin HartzIV-Empfänger.

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3776 - 26. Januar 2012 - 14:26 #

"was ihre hohen siebenstelligen Managergehälter rechtfertige."
Das ist so leider falsch. Wenn der CEO als Bestverdienenster 1,3 Mio. $ erhält, sind das eben keine hohen, sondern niedrige siebenstellige Gehälter. Grammatikalisch korrekt, aber immer noch leicht missverständlich wäre es von "hohen, siebenstelligen Managergehälter" zu sprechen.
Nebenbei erwähnt, sind 1,3 Mio. $ für den CEO einer US-amerikanischen AG eher niedrig angesiedelt, was auf einen relativ großen Anteil erfolgsabhängiger Vergütung hinweist.

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 26. Januar 2012 - 23:47 #

Letzteres war gemeint, mit Komma. Hab es korrigiert, danke für den Hinweis.

Dass es hohe Gehälter sind, die nicht durch entsprechende Leistung gerechtfertigt sind, ist die Meinung der Briefeschreiber, die ich in dem Fall wiedergebe.

volcatius (unregistriert) 26. Januar 2012 - 15:17 #

Bitte ein Company of Heroes 2, mit anständiger Singlepplayer-Kampagne und ordentlichem MP, aber keinem Online/Browser-Müll.

Novachen 19 Megatalent - 13086 - 26. Januar 2012 - 16:06 #

THQ will keine Kinderspiele mehr machen. Also gibt es doch kein Homefront 2, denn das war vom Schwierigkeitsgrad eindeutig ein Kinderspiel.

Ganon 23 Langzeituser - P - 38343 - 26. Januar 2012 - 18:02 #

Wundert mich, dass gerade die Kinderlizenzen so verlustreich sein sollen. Ich hätte gedacht, sowas wäre eine besonders sichere Einnahmequelle, weil es sich einfach durch die bekannte Marke verkauft. Kinder greifen da doch eher mal unreflektiert zu (bzw. nötigen ihre Eltern dazu). :D

McFareless 16 Übertalent - 5567 - 26. Januar 2012 - 19:45 #

Hmm... das letzte Mal, dass mich ein THQ Spiel angesprochen hat war.... lange Zeit vor dem Logowechsel ;)

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9292 - 26. Januar 2012 - 21:13 #

Tja Feierabend ;)

NoMad 09 Triple-Talent - 323 - 27. Januar 2012 - 0:02 #

hat THQ eigentlich noch die rechte an Homeworld ?

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21271 - 27. Januar 2012 - 1:56 #

Jo die haben se 2007 von Sierra rausgekauft. Seitdem ist ja immer wieder das Gerücht im Umlauf das bald ein Homeworld 3 kommt ;) Warten wirs mal ab.

Theryn (unregistriert) 27. Januar 2012 - 10:23 #

Hallo zusammen!

Bei solchen Meldungen hoffe ich immer, dass die Spielergemeinde endlich mal vom Bild der sympathischen Garagenfirma wegkommt, in der Spiele von Spielern für Spieler entwickelt werden und die einfach alle so nett sind, dass man den Unternehmen alles durchgehen lassen und immer schön weiter unterstützen muss.

Da geht es ganz knallhart um Kohle. Und die verdiente Kohle fließt nicht in die Kanäle, die die bestmöglichen Produkte, also Spiele, hergeben. Die Produkte müssen nur Mindeststandards erfüllen, der gegeben sein muss, um das durch Manager definierte Ziel zu erreichen. Die Branche, in der sie sich bewegen, ist im Zweifel scheiß egal. Sie drücken ihr ja ihre Spielregeln auf und nicht umgekehrt.

Das einzige, was Kunden tun können, ist Marktmacht zu demonstrieren, aber das wird nicht passieren. Naja, mal sehen, wohin sich das noch entwickelt. Ich plädiere nur dafür darauf zu achten, sich nicht allzu leichtfertig zum Konsumvieh heranzüchten zu lassen.

Auf bald!

Theryn

ThomasThePommes 13 Koop-Gamer - 1350 - 27. Januar 2012 - 14:08 #

Ich hätte auch gedacht, dass gerade die Kinderspiele sehr sehr großes Gewinnpotenzial haben.

Kinder informieren sich in der Regel nicht in der Fachpresse über Spiele sondern bei Freunden oder durch reine Werbung. In der Regel setzen sich auch die Eltern nur wenig mit den Spielen auseinander und selbst wenn, dann kommt es da weniger auf Quallität an sondern mehr darauf, dass das Spiel nicht zu schwer ist und für das jeweilige Alter geeignet. Davon abgesehen werden Spiele für Kinder in der "Fachpresse" sowieso nur selten "objektiv" bewertet. Meist wird da nach allgemeinen Standards bewertet und nicht aus Sicht eines Kindes oder aus pädagogischer Sicht.

Meiner Erfahrung nach finden zB. Kinder einfache Versoftungen zu Filmen wesentlich besser als ein Super Mario Galaxie oder ein Zelda. Auch einfache Titel mit Bewegungssteuerung wie WiiSports gehen immer. Meine kleine Schwester hat von diesen Sportspielen und Minispielsammlungen bestimmt 4-5 Stück rum liegen. Auch Spiele mit Pferden scheinen bei Mädchen noch immer hoch im Kurs zu stehen auch wenn die Quallität bei den Titeln jedes Mal aufs neue unterirdisch ist. Außerdem reicht den Kindern ein Pferdespiel genauso wenig wie uns ein Shooter reicht. Da müssen immer neue her auch wenn es im Grunde keine Inovation gibt (hey, irgendwie auch wie bei Shootern).

Ich nehme auch mal an, dass sich ein Pferdespiel oder ein Spiel zu einem Film wesentlich schneller und einfacher basteln lässt als ein AAA Titel. Außerdem greifen Kinder seltener zu Raubkopien und machen keinen Aufstand wenn das Spiel verbugt ist. Für Kinder braucht man auch keinen Umfangreichen Onlinemodus zu erstellen, Kundenbindung ist hier Nebensache.

Könnte mir nur vorstellen, dass sich die Lizensen nicht lohnen. Aber da könnte man ja eigene Marken entwerfen...

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 27. Januar 2012 - 14:18 #

Kann auch nur vermuten, dass die Lizenzzahlung die Marge drücken und mit billigeren Produktionen, die nicht erst noch kostenpflichtige Zertifzierungen von Konsolenherstellern durchlaufen müssen, mehr Geld zu verdienen ist.

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