HW-News KW3: Razer Gaming-Tablet, Die CES-Trends
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29785 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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16. Januar 2012 - 19:00 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
In Las Vegas endete gerade die Consumer Electronics Show 2012 – die weltgrößte Messe für Unterhaltungselektronik. Die CES entspricht in etwa einer interessanten Mischung aus CeBIT und IFA, allerdings mit mehr Prototypen und spannenden Trends als bei den etwas in die Jahre gekommenen deutschen Kontrahenten. Auf der CES wurden nicht nur der C64 (vor exakt 30 Jahren), das NES (1985) und die DVD (1996) der Öffentlichkeit präsentiert sondern auch Tetris (1988) und die XBox (2001). 

Die neuen Trends

In diesem Jahr gab es gleich mehrere Trends zu vermelden. So bezeichnen sich Notebooks immer öfter als "Ultrabooks" im Sinne Intels – die Maßgaben dafür sind maximal 21 mm Höhe, fünf bis acht Stunden Akku-Laufzeit und eine Intel-CPU. Auch bei den Bildschirmen tut sich etwas, die ersten Hersteller präsentierten ihre kommenden 4K-Displays mit Auflösungen von bis zu 4096 x 2160 Bildpunkten. WLAN soll in Zukunft mit mehr als einem Gigabit pro Sekunde (brutto) funken, Tablets noch schneller und hochauflösender werden. 


Ultra-Hochauflösende 4K-Displays könnten in Zukunft auch PC-Monitore veredeln

Intel sorgte zudem für ein paar herzhafte Lacher als sich bei der "Live-Präsentation" der Ivy-Bridge Grafikeinheit HD4000 ein VLC-Bedienfenster (VLC ist ein kostenloser, mächtiger Videoplayer) auf die Leinwand schummelte. Immerhin konnte der Prozessorhersteller am Folgetag einigen Pressevertretern einen eigenen Blick auf die Leistungsfähigkeit der DX11-iGPU ermöglichen. Fazit: Ivy Bridge könnte sogar ohne dedizierte Grafikkarte für gelegentliche Spiele (ohne Anspruch auf maximale Details) reichen. Einen Hersteller scheint die Ivy-Bridge-GPU derart überzeugt zu haben, dass er sogar ein recht innovatives Spielgerät auf Basis der Intel-Hardware entwickelt - Razer präsentierte auf der CES das "Project Fiona", mehr dazu später im Text.


Firmware-Update gegen Bluescreen-Bug bei Crucials SSD M4 veröffentlicht

Crucial: Update gegen M4-Bug veröffentlicht


Wie wir bereits in der vergangenen Woche berichteten, plagt Crucials beliebte SSD-Serie "M4" ein recht hartnäckiger Firmwarebug, der nach einiger Zeit für Bootprobleme und Bluescreens sorgt. Dabei gibt die Firmware nach exakt 5184 Stunden Nutzung eine falsche Antwort auf den SMART-Zähler, so dass die SSD einen Windows-Bluescreen auslöst. Von Datenverlusten sind die SSD-Besitzer dabei zwar nicht betroffen und das Laufwerk funktioniert nach einem Neustart auch wieder problemlos – bis dann nach exakt einer Stunde der nächste Bluescreen den PC zu einem Neustart zwingt. Das Update auf die Firmware 0309 behebt dieses Problem. Crucial betont, dass für die Daten auf dem Laufwerk keine Gefahr besteht, ein Firmware-Update wird allerdings aus naheliegenden Gründe dennoch dringend empfohlen. Der Link zu den Firmware-Dateien findet sich bei den Quellenangaben am Ende dieser News.


Noch im Januar 2012 soll AMDs Radeon HD 7950 erscheinen.

AMD: 28nm-GPUs auf dem Vormarsch

Nachdem bereits vor einigen Wochen einige ältere Notebook-GPUs von AMD werbewirksam mit neuen Namen versehen wurden und so den falschen Anschein erwecken, AMD würde bereits HD7000-Grafiklösungen für Notebooks anbieten, sollen demnächst auch echte 28nm-GPUs für den mobilen Markt erscheinen. Dabei wird es sich um die mobilen Radeons aus den Serien HD 7700, HD 7800 und HD 7900 handeln. Alle kleineren GPUs bleiben weiterhin nur umbenannte HD-6000-Modelle. 

AMD plant die Einführung der Grafiklösungen für April bis Mai diesen Jahres, ungefähr zeitgleich mit Intels neuer Prozessorserie Ivy Bridge. Laut AMD sollen die Chips bereits fertig sein und in Produktion gehen können. Man warte nur noch auf die OEM-Hersteller, die ihrerseits aber auf Ivy Bridge warten dürften. Intels Sandy-Bridge-Nachfolger soll vor allem im Notebookbereich mit niedriger Energieaufnahme und gesteigerter Leistung punkten können, so dass nur wenige Hersteller jetzt noch Sandy-Bridge-Notebooks neu entwickeln dürften.

Auch für die zweite Desktop-HD7000 gibt es gute Nachrichten. Die HD 7950 soll bereits am 31. Januar präsentiert und verkauft werden. Ihre insgesamt 1792 Shadereinheiten dürften trotz bislang unbekanntem Takt für etwa 10 Prozent weniger Leistung als bei der voraussichtlich etwa 100 Euro teureren HD 7970 sorgen. Das Speicherinterface mit seinen 384 Bit Bandbreite, die 3 Gigabyte GDDR5-RAM und sogar die Platine der Karte sollen identisch mit der HD 7970 bleiben. Zum Produktstart dürften zahlreiche Hersteller Modelle mit eigenen Kühlsystemen anbieten - die Lüfterlautstärke der HD 7970 im Referenzdesign ist neben dem hohen Preis von mehr als 500 Euro aktuell der größte Kritikpunkt an der neuen AMD-Spitzenklasse.



Gaming-Tablet mit Intel-Prozessor und neuartigem Bedienkonzept: Razer Project Fiona

Razer: Gaming-Tablet mit innovativer Bedienung und Intel-CPU

Während Medion sich auch nach der Übernahme durch Lenovo weiterhin auf Standard-Hardware konzentriert, versucht Razer sich einen Namen in der PC-Gaming-Szene zu machen. Bekannt geworden ist Razer durch seine Eingabegeräte, zahlreiche Gamer vertrauen auf Razer-Mäuse, -Tastaturen und -Headsets. Der große Glaubenskrieg zwischen Logitech- und Razer-Fans sollte hier allerdings außen vor bleiben: Razer strebt nämlich in ganz andere Märkte. Erst seit kurzem verkauft der US-amerikanische Hersteller mit dem Razer Blade (vorerst nur in den USA) ein Gaming-Notebook mit interessantem Bedienkonzept per Touchscreen. Anschließend war der Entwicklungsabteilung bei Razer allerdings kein Urlaub vergönnt, dort wird schon seit einiger Zeit fieberhaft am "Project Fiona" gewerkelt.

Project Fiona entsprang offenbar dem Gedankengang, dass sich Tablet-PCs zwar sehr gut verkaufen und auch für zahlreiche Anwendungen eignen, Spiele sich damit aber nur bedingt spielen lassen. Dabei wäre ein Tablet theoretisch eine sehr praktische Spielekonsole für das Wohnzimmer, wenn nur das Softwareangebot und die Steuerung stimmen würden. Bei beiden Punkten möchte Razer nun ansetzen: bei Project Fiona handelt es sich um ein Windows-Tablet mit Ivy-Bridge-CPU, großem Display und zwei Griffen mit zahlreichen Steuerungsmöglichkeiten. Angesichts des vergleichsweise hohen Gewichtes, verursacht unter anderem durch die aufwändigere Lüftung der leistungsfähigen Intel Core-i7-CPU, sind die beiden seitlich als Griffe angebrachten Steuerknüppel vielleicht auch gar keine so schlechte Idee. Auf jedem der beiden Griffe befinden sich zudem je ein analoger Stick sowie zahlreiche Knöpfe. Spiele sollen sich so bequem steuern lassen - und dank Intel-Hardware funktionieren auch die gewohnten Spiele und nicht nur halbgare Apps. Da Razer keine Angaben zu einer dedizierten Grafiklösung macht, dürfte Project Fiona auf die iGPU der verbauten CPU setzen. Intels Ivy Bridge bietet aber immerhin DX11-Grafik und Mittelklasse-Performance, so dass bei einer Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten zahlreiche Spiele halbwegs flüssig laufen dürften.

Das 10,1 Zoll große Display ist zudem mit Touchfähigkeiten ausgestattet und bietet einen Bewegungssensor. Die Controller verfügen über Force-Feedback-Funktionen. Da für die Fiona-Steuerung entsprechend angepasste Spiele erscheinen müssen, wirbt Razer mit dem auf der CES ausgestellten Prototypen um die Gunst der Spieleentwickler - ohne ausreichende Software-Basis dürfte sich das bis zu 1000 US-Dollar teure Gaming-Tablet nur schwer verkaufen lassen. Für den Verkaufsstart peilt Razer grob das vierte Quartal 2012 an.

Video:

Deathproof 14 Komm-Experte - 1985 - 16. Januar 2012 - 19:27 #

Die 4K Displays sind 80zoller und damit ein bischen groß immoment als Computer Display.
Das wäre sonst wie beim Tennis bei 50cm abstand.
Der LG auf den Bild war aber glaube ich ein OLED TV mit FullHD und nicht 4K.
Interesant fand ich auch den 50GB SSD cache von Crucial der PCs beschleunigen soll.
http://www.golem.de/1201/89037.html

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29785 - 16. Januar 2012 - 19:43 #

Das ist ein 55"-OLED mit 4K.. Und zu den PC-Monitoren: Nur weil es Fernseher mit FullHD und 55 Zoll Diagonale gibt, wirst du doch sicher auch nicht die Existenz von 22-Zoll-PC-Monitoren mit FullHD leugnen oder? Wenn die Technik in Massenfertigung eingesetzt wird, werden auch PC-Monitore mit höheren Auflösungen preiswerter werden können. Mehr als FullHD hat sich im PC-Bereich unter anderem deshalb noch nicht durchgesetzt, weil die Hersteller für eine preiswertere Fertigung TV-Technik nutzen.

Die SSD-Cache-Dinger haben wir in den HW-News schon öfter behandelt, in diesem Jahr wird jeder namhafte Hersteller eigene Cache-Lösungen präsentieren wage ich zu prophezeihen.

Deathproof 14 Komm-Experte - 1985 - 16. Januar 2012 - 20:30 #

Die Artikel die ich gelesen hab sprechen nur von FullHD bei dem OLED von LG. Quelle:
http://www.heise.de/ct/meldung/OLEDs-endlich-in-ganz-gross-1406962.html
Durch die größe von OLED Bildpunkten wird es sicher auch bald 22" Monitore mit 4K auflösung geben aber noch nicht jetzt.
OLED hat leider noch Schwachen die beseitigt werden müssen(blaue Bildpunkte nur ein paar Monate volle Helligkeit).

Das mit dem SSD-Cache fand ich nur Interessant weil ich es mir auch in der version für die PS4 gewünscht hab.
Dafür hab ich dann ziemlich negative reaktionen bekommen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29785 - 17. Januar 2012 - 10:33 #

Mit dem Display hattest du recht, hab das Bild ausgetauscht.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4428 - 16. Januar 2012 - 20:54 #

Was Razer da bastelt ist schon interessant. Aber das Razer Blade finde ich noch interessanter als das Pad. Mit dem kleinen Touchscreen unten rechts bietet es ähnliche Features wie die WiiU mit ihrem 2. Monitor.

Ich hoffe, Razer schafft es auch, diese Technik zu etablieren.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29785 - 16. Januar 2012 - 20:57 #

Über das Blade habe ich dann bei der Konkurrenz berichtet ;) --> http://www.gamestar.de/hardware/news/pc_notebook/2563368/razers_spielenotebook_blade_verzoegert_sich.html

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4428 - 16. Januar 2012 - 21:26 #

Das ist mir schon aufgefallen, dass Du manchmal Dutzende News dort täglich erstellst. Ich lese das ja manchmal abends mit der Android-App auf meinem Smartphone. Und ich muss sagen, im Vergleich zu anderen News-Schreibern dort, sind Deine Artikel nicht nur gut recherchiert, sondern haben immer auch eine gute Einleitung, ein angenehmes Statement und sind dadurch sogar fast schon unterhaltsam und nicht nur informativ.

So, genug geschleimt.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29785 - 17. Januar 2012 - 10:33 #

Mach ruhig weiter ;) .

yeahralfi 14 Komm-Experte - P - 2025 - 17. Januar 2012 - 12:28 #

Sind diese Griffe am Razr Blade eigentlich abnehmbar? Wenn nicht, dann ist das Dingens ja wohl hässlich wie die Nacht. Da bleibe ich dann doch lieber bei den marktüblichen Handheld-Konsolen von Nintendo und Sony.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4428 - 17. Januar 2012 - 14:08 #

Die Griffe sind fest verbaut. Und mit einem Handheld von Nintendo würde ich es nicht gerade vergleichen, denn solche haben meine Kinder. Das Razer hat mehr Leistung, den größeren und schärferen Bildschirm und alle PC-Spiele. Es ist sicher kein Kinderkram, schon wegen dem hohen Preis nicht.

Ukewa 15 Kenner - 3689 - 17. Januar 2012 - 15:31 #

"Dabei gibt die Firmware nach exakt 5184 Stunden Nutzung eine falsche Antwort auf den SMART-Zähler.. "
Wenn man also SMART im Bios deaktiviert, ist das Problem vom Tisch?

gnal 12 Trollwächter - 1080 - 17. Januar 2012 - 16:37 #

Die Idee gefällt mir, mit den Marktchancen sieht es aber bei 1000$ eher düster aussehen. Immerhin ist sowas ja eher eine Spielerei/Gadget, dafür wird nur ungern tief in die Tasche gegriffen. Wie wär's mit einem AMD-Llano-basierten Tablet mit obigem Bedienkonzept, 64GB SSD, WLAN und einem gutem IPS-LED-Panel, das sich zum Gamen genausogut eignet wie zum Video und Foto schauen? Spiele werden via Online-Dienste a la Steam und Gog getankt, dazu noch ein SD-Kartenslot. So eine Utopie wäre mir schon 500€ wert...

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