SC Global Conflict: Gold: Erweiterung und Demo veröffentlicht

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23. Dezember 2011 - 22:43 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert

Battlefront hat jüngst für Strategic Command - WW2 Global Conflict (GG-Test: 7,5) die Erweiterung Gold veröffentlicht. Für reichlich happig anmutende 19 Euro bietet sie im Prinzip die Übernahme gelungener Features aus Strategic Command The Great War (GG-Test: 6.5) in den Vorgänger sowie diverse Detailverbesserungen und einige neue Kampagnen. Dennoch könnte sich die Anschaffung für Kenner der Serie lohnen: Bereits ein oder zwei neu gespielte Partien sind nach jeglichen "Euro pro Stunde"-Rechnungen wohl genug, um den Upgrade-Kaufpreis zu rechtfertigen.

Die wichtigsten Änderungen im Vergleich zum normalen SC Global Conflict:

  • Eine bis zu fünfmal schnellere Künstliche Intelligenz
  • Alle Hauptnationen erhalten das Nationale-Moral-Feature. Hohe Einheits- oder Geländeverluste verringern die nationale Moral, große Erfolge können sie erhöhen. Spätestens wenn die nationale Moral erschöpft ist und auf null Prozent fällt, wird sich die betroffene Nation ergeben und aus dem Krieg ausscheiden.
  • Neue Truppenkategorien Garnisonstruppen und Eisenbahngeschütze.
  • Bis zu acht Hauptnationen (Major Powers)
  • Rückzug von Einheiten ist mögliches Kampfergebnis
  • Artillerie-Einheiten können ungenutzte Aktionsrunden aufsparen, um dadurch den eigenen Munitionsvorrat zu erhöhen. Aufgesparte Munition kann dann später innerhalb eines einzigen Folgezuges abgefeuert werden (Trommelfeuer)
  • Drei Zoom-Stufen der Landkarte
  • Ein neues Interface, das alle relevanten Funktionsknöpfe in einer einzigen Befehlsleiste vereint.
  • Einheiten können via Tastaturkombination (Umschalt-Taste gedrückt halten) einfach miteinander die Stellungen tauschen.
  • Die Bewegungsreichweite eigener Einheiten wird durch Feld-Umfärben auch unterhalb eigener Einheiten angezeigt.
  • Fallschirmjäger können von Jagdflugzeugen eskortiert beziehungsweise abgefangen werden.
  • U-Boote, die nach einer eigenen Bewegung angreifen, verlieren dadurch 50% an Effektivität.
  • U-Boote auf Schleichfahrt haben eine 50%-Chance, unter feindlichen Zerstörern hindurch ihre geplante Bewegung fortzusetzen (bislang gab es für das U-Boot hier kein Entkommen, die Bewegung endete vor dem Zerstörer).
  • Landeinheiten (außer Hauptquartiere) haben die Möglichkeit, Gewaltmärsche durchzuführen. Der Effekt ist eine verdoppelte Reichweite, aber auch eine verminderte Moral und Effektivität (Readiness).
  • Neutrale Schiffe blockieren nicht länger die Bewegung von kriegsführenden Schiffen.
  • Partisanen können sich nur noch in ihren eigenen Heimatländer bewegen.
  • Strategische Bomber, Stukas, Jagdflugzeuge und Flugzeugträger können reine Aufklärungsflüge durchführen, um so durch den Kriegsnebel versteckte Einheiten und Zeile aufzuspüren.
  • In der Technologie-Forschung wird das alte, reine Zufallssystem durch eine progressive Berechnung ergänzt, die einen Forschungserfolg innerhalb einer gewissen Zeit garantiert. Jede geforschte Spielrunde lang wird dabei ein bestimmter Prozentwert (zum Beispiel 7,5 Prozent) zum aktuellen Forschungsfortschritt hinzu addiert. Mit dem Erreichen der 100 Prozent steht die neue Technologie dem Spieler zur Verfügung. Ab einem Forschungsfortschritt von 40 Prozent greift parallel auch wieder die alte Forschungs-Logik ein, sodass die Chance auf einen vorzeitigen Forschungsdurchbruch besteht.
  • Alle etwaig vorhandenen Ausweich- beziehungsweise Alternativ-Hauptstädte einer Nation können auf der Karte eingeblendet werden.
  • Besonders wichtige Punkte, Positionen oder Plätze, deren Einnahme beziehungsweise Verlust die nationale Moral stark beeinflussen, können auf der Karte angezeigt werden.
  • Hauptquartiere können mit Flak und Motorisation aufgerüstet werden.
  • Die Anti-Tank-Technologie (Pak, Panzerfaust etc.) ist nunmehr Teil der Infanteriewaffen-Technologie. Durch den so freigewordenen Technologie-Slot können Armeen und Korps jetzt mit Flugabwehrwaffen (Flak) ausgerüstet werden. Gleiches gilt dazu auch für Panzer und Flottenverbände (außer Flugzeugträger).
  • Es ist im Editor nun möglich, das Datum vorzugeben, ab dem bestimmte Einheiten erstmalig verfügbar sein sollen. Dadurch wäre es beispielsweise möglich, V2-Raketen erst ab 1944 verfügbar zu machen.

Neben den genannten Erweiterungen an der Spielmechanik erhält der Käufer aber auch einige frische Was-wäre-wenn-Kampagnen:

  • 1940 - Die faschistische Allianz (1940 Fascist Alliance): Nachdem das Deutsche Reich die Invasion Englands gestartet hat, tritt Francos Spanien den Achsenmächten bei und nimmt Gibraltar ein. Doch dann tritt der Winter ein und der deutsche Vormarsch gerät in England aufgrund von Nachschubproblem ins Stocken...
  • 1943 - Die letzte Demokratie (1943 The Last Democracy): Nach japanischen Siegen über die USA bei den Solomon- und Midway-Inseln, einer erfolgreichen deutschen Invasion Englands und einem deutschen Siegfrieden über die UdSSR, muss Stalin alle europäischen Regionen an das Deutsche Reich abtreten. Während das Deutsche Reich nun anhand des Z-Plans den Ausbau der eigenen Flotte forciert, rüstet Stalins Russland im Geheimen wieder auf. Die USA, die den Russen dafür heimlich die notwendigen Waffen liefert, muss sich entscheiden, ob sie zuerst Europa befreien, den Pazifik zurückgewinnen oder gar beide Aufgaben auf einmal bewältigen will.
  • 1939 - Allianz des Bösen (1939 Alliance Of Evil): Hitler und Stalin einigen sich nicht nur über die Teilung Polens, sondern teilen in einem geheimen Zusatzprotokoll auch noch den Rest der Welt untereinander auf. Verbündet gegen die freien Völker der Welt greift das Deutsche Reich nach Westeuropa, Afrika und dem Nahen Osten, während die UdSSR Asien für den Kommunismus erobern will.
  • 1948 - Der Dritte Weltkrieg (1948 World At War): Nachdem die Achsenmächte vollständig besiegt wurden, schlittern die USA, deren westlichen Alliierte und Chiang Kai-sheks Kuomintang auf der einen Seite gegen Stalins UdSSR und Maos chinesischer Kommunisten auf der anderen Seite vom Kalten Krieg direkt in den Dritten Weltkrieg.
  • 1939 - Rohe Gewalt (1939 Brute Force): Eine alternative Landkarte, die nur die wichtigsten Kampfzonen des Zweiten Weltkrieges berücksichtigt. Der Kartenmaßstab beträgt dabei in Europa 100 km pro Feld und im Pazifik 200 km pro Feld. Die Kampagne bietet neben Marines, Atombomben, Kamikaze-Bombern und Panzergrenadieren auch eine modifizierte KI, die eine große Vielzahl von gescripteten Strategien gegen menschliche Spieler einsetzen kann, sich aber nicht an historischen Begebenheiten orientiert.

Besitzer des Hauptprogramms können die Gold-Erweiterung für 25 Dollar (etwa 19 Euro) auf der Homepage von Battlefront erwerben, für Neueinsteiger wird an gleicher Stelle ein Paket aus Hauptprogramm (Version 1.07) und Gold-Erweiterung für 45 Dollar (circa 35 Euro) angeboten.

volcatius (unregistriert) 23. Dezember 2011 - 23:56 #

Klingt nach sinnvollen Verbesserungen, Global Conflict ist immer noch besser als das doch recht enttäuschende SC 1914-1918.

Claus 30 Pro-Gamer - - 128916 - 26. Dezember 2011 - 0:21 #

Die Verbesserungen sind in der Tat sehr schön und sinnvoll.
Was an SC 1914-1918 fandest du denn besonders enttäuschend?

Mir persönlich gefallen beide Programme, insbesondere aber SC 1914-1918 (was natürlich auch damit zu tun hat, dass ich bei beiden Spielen als Beta-Tester mit dabei sein durfte).

An 1914-1918 gefällt mir vor allem, dass ich mich hier sehr in die damalige Zeit hineinversetzt fühle, sicherlich nicht zuletzt Dank der Vielzahl an Bildern und Entscheidungs-Fragen.
Ich habe diverse Brettspiele zum ersten Weltkrieg gespielt (all-time favourite: das mini-monster game -1200 Spielsteine- von Ted Raicer namens "The Great War in Europe"), und SC 14-18 ist das erste Computerspiel zum Thema, dass mich nicht mehr wünschen lässt, stattdessen doch lieber wieder für eine Woche Realzeit Spieldauer Urlaub genommen zu haben, um das Mini-Monster Brettspiel durchzuexerzieren. Anstandshalber sei aber erwähnt, dass ich in der Regel nur gegen menschliche Spieler spiele, da hier noch eine Klasse mehr an Spielspass zu bekommen ist, als wenn man gegen die künstliche Intelligenz antritt.

An Global Conflict liebe ich natürlich die Weltkarte (auch wenn sie nach meinen Geschmack gerne 25% größer und um die eigene Achse scroll-fähig hätte werden dürfen). Seitdem ich Global Conquest gespielt habe, werde ich mich freiwillig nie wieder mit einer Kampagne auseinandersetzen, in der es nur um den europäischen oder asiatischen Teil des zweiten Weltkrieges geht.

Die Neuerungen aus '14-18 nun auch in Global Conflict zu haben ist sehr, sehr schön. In der Gold-Erweiterung haben mich vor allem die alternativen Kampagnen gefesselt, da hier neue Ansätze und Möglichkeiten heraus erwachsen, die den erfahrenen Spiel doch noch das ein oder andere Mal überraschen können.

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