Bioware: Studiobesuch für krebskranke Kinder

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20. Dezember 2011 - 11:12 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert
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Auch wenn man über die jüngste Geschäftsstrategie Biowares geteilter Meinung sein kann, zumindest über mangelnde Betreuung konnten sich ihre Fans bislang nicht beschweren. Eine ganz besondere Form der Unterstützung durften jetzt einige krebskranke Kinder dank einer Kooperation des in Edmonton ansässigen Unternehmens mit der Hilfsorganisation Kids With Cancer (Kinder mit Krebs) erfahren.

Im Zuge einer Wohltätigkeitsauktion boten die Kanadier einen Besuch ihres Entwicklungsstudios an. Eine kleine Gruppe von Kindern aus den Programmen von Kids With Cancer sollte dadurch Einblick in alle Abteilungen erhalten, die zur Entwicklung eines hochwertigen Computerspiels beitragen. Tatsächlich fand sich ein wohltätiger Spender, der insgesamt 15.500 kanadische Dollar für diese Aktion bot, die vollständig an Kids With Cancer gingen.

Bei diesem Besuch dürften wohl so einige Kindheitsträume in Erfüllung gegangen sein, denn neben der Rundtour war natürlich eine kleine Schnupperrunde zum kommenden MMO Star Wars - The Old Republic mit inbegriffen. Im Anschluss daran wartete jedoch noch etwas ganz Besonderes auf die kleinen Teilnehmer: Jedes Kind durfte sich einen Charakter aus der Spielreihe Dragon Age auswählen und anhand eines kleinen Dialogskripts wurde jede dieser Spielfiguren von den Kindern höchstpersönlich vertont. Das Ganze wurde schließlich zu einem kleinen Machinima-Filmchen verarbeitet und jedem Teilnehmer auf DVD als Erinnerung an den Besuch mit nach Hause gegeben.

Solche Dinge sind natürlich viel zu schade, um sie in irgendwelchen Geheimarchiven versauern zu lassen. Kurz vor Weihnachten hat sich Bioware daher nun entschlossen, dieses kleine Filmchen nun auch der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Das knapp einminütige Video trägt den Titel "Just Cheese?", und der Name ist hier volles Programm. Wer Lust hat, findet das lustige kleine Machwerk direkt im Anschluss.

Video:

Elysion 14 Komm-Experte - 1907 - 20. Dezember 2011 - 11:22 #

Haha, süße Aktion von Bioware und das Filmchen ist auch cool ;)

Wohlwollen 14 Komm-Experte - 2092 - 20. Dezember 2011 - 12:27 #

Nett... :)

Derumiel 13 Koop-Gamer - 1395 - 20. Dezember 2011 - 12:52 #

Definitiv schöne Aktion. :)

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 20. Dezember 2011 - 13:51 #

Moment - an wen gingen die 15500 Dollars? An Kids with Cancer? Und was hatte jetzt Bioware damit zu tun?

DerDani 15 Kenner - P - 3681 - 20. Dezember 2011 - 14:31 #

Das fragte ich mich auch - ich schätze mal, es geht vor allem um Reisekosten. Kann mir nicht vorstellen, dass Bioware sich das bezahlen lies...

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 20. Dezember 2011 - 21:15 #

BioWare hat kein Geld erhalten, das ging alles an Kids With Cancer. Die Zusammenarbeit erfolgte mit der Ortsgruppe Edmonton von Kids With Cancer, da dürften sich die Reisekosten ebenfalls in Grenzen halten.

Das ist eines dieser Wohltätigkeitskonstrukte, das auf den ersten Blick vielleicht ein wenig verwirrend aussieht. Kids With Cancer könnte natürlich an die reichen Spender rantreten und sagen "Gebt uns Schecks". Manche mögen das aber nicht und daher kam man auf die Idee sowas irgendwie netter zu verpacken. Das Ergebnis sind solche Charityauktionen. Üblicherweise stellt dort ein Spender dann einen Preis zur Verfügungen und ein anderer Spender kann diesen dann ersteigern. Sowas machen die ganzen Rotarys, Lions Clubs und Round Tables auf der ganzen Welt jedes Jahr. Normalerweise funktioniert das Spielchen natürlich mit irgendwelchen Gegenständen a la Flohmarkt, Schrottwichteln oder manchmal auch was Wertvollerem. Jemand ersteigert die Dinge für einen unter normalen Umständen übertriebenen Preis und das Geld geht an die Organisation. In diesem Fall hat Bioware wohl aber eben einen Besuch ihres Studios für bedürftige Kinder angeboten und die Frage auf der Auktion war dann eben, was den Bietern diese Aktion wert wäre. Das auf den ersten Blick für uns konditionierte Kapitalisten Verwirrende ist, dass der Bieter keinen "Gewinn" gemacht hat, aber das war in dem Fall auch nicht der Sinn dahinter.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 21. Dezember 2011 - 10:05 #

"Wer bietet am Meisten, diesen Kindern den kostenlosen Besuch bei Bioware zu ermöglichen"

Ok, jetzt hab ichs verstanden. Aber reiche Leute sind schon merkwürdig :)

mihawk 18 Doppel-Voter - P - 12982 - 20. Dezember 2011 - 14:02 #

Sehr schöne Aktion ! Ein wunderbares Weihnachtsgeschenk für die Kinder.

pel.Z 16 Übertalent - 4852 - 20. Dezember 2011 - 14:08 #

Hm... ich wäre auch gern ein krebskrankes Kind!

Spartan117 13 Koop-Gamer - 1298 - 21. Dezember 2011 - 0:04 #

sowas soll man sich nicht wünschen :)

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 20. Dezember 2011 - 14:47 #

Soziales Engagement ist immer löblich.

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 20. Dezember 2011 - 14:53 #

"Solche Dinge sind natürlich viel zu schade, um..."

...sie im Stillen zu tun und nicht PR-mäßig auszubeuten.

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7072 - 20. Dezember 2011 - 14:57 #

Eben dieses ... die größten Wohltäter sind die Unbekannten. Deswegen kriegen die mein Lob für ihr Handeln und Bioware lediglich für die "Idee".

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 20. Dezember 2011 - 15:36 #

Ja, aber guck Dir doch mal an, wie die News jetzt verbreitet wird. Mit Überschriften à la "Bioware hat Herz für kranke Kinder" - genau so bleibt das hängen. Kommt natürlich völlig zufällig 4 Tage vor Weihnachten, sowas... Das Video gibt's auf dem offiziellen Bioware-Channel.

Angesichts des offensichtliche Werbewertes ist es eigentlich eine Schweinerei, wenn Bioware dafür von unbekannten Geldgebern tatsächlich auch noch kassiert hat, anstatt sowas selbst zu machen (was sich wahrscheinlich auch noch als Werbekosten absetzen ließe) - und dann am besten, ohne sich selbst damit zu rühmen. Das Ganze hat m.E. mehr als einen Hauch von Zynismus (der leider einmal mehr sehr nach dem Mutterkonzern klingt.).

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 20. Dezember 2011 - 18:51 #

Unter den scheinheiligen Gutmenschen rangieren meiner Meinung nach noch die selbsternannten Moralapostel.

Den Kindern, die in den Genuss dieses Studiobesuchs kamen, ist vermutlich schei**egal wie empörend mancher das findet, dass ein großes Unternehmen etwas Wohltätiges getan hat. Viel wichtiger dürfte für sie gewesen sein, dass sie einen geilen Tag hatten und etwas erleben durfte, was nicht jeder im Supermarkt um die Ecke kaufen kann. Sie durften in ein normalerweise abgesperrtes Unternehmen, das Produkte herstellt, die sie wahrscheinlich toll finden, und sie wurden nicht mit der Standardwerksführung abgespeist, sondern da haben sich Menschen mit ihnen beschäftigt, ihre Fragen beantwortet, nette Anekdoten erzählt und ihnen etwas ganz persönliches mit auf den Weg gegeben. Schöne Erinnerungen, etwas, was man seinen Freunden erzählen und zeigen kann. Und wahrscheinlich wäre es für sie noch geiler, wenn alle Moralapostel, statt über den pöhsen Kommerz zu schimpfen, einfach mal einen Comment unter das Video schreiben würden "Hey Kids, das habt ihr toll gemacht". Denn wenn man Krebs hat, dann dürften einem manche Dinge, die uns Gesunden ach so wichtig erscheinen, vollkommen nebensächlich sein.

Aber am besten schweigt man sowas natürlich zu Tode. Kann ja jeder so ein individuelles Machinima machen, soll sich Bioware gefälligst nicht so in den Vordergrund drängeln. Am besten schweigen wir überhaupt generell jederzeit darüber, dass es Hilfsbedürftige gibt, damit nur ja niemand in die Gefahr gerät, daraus einen persönlichen Vorteil zu ziehen. Was dem Frank Zander auch einfällt, seine Obdachlosen-Weihnachtsfeier durch alle Boulevard- und Nachrichtensendung zu präsentieren. Der will doch nur sein nächstes Album promoten.

Und bevor hier jemand mit der Geldkeule kommt, der soll bitte die News und die Quellen richtig lesen. BioWare hat sich gar nichts dafür bezahlen lassen. Wer was anderes behauptet und seine Kommerzkritik damit begründet, beweist nur, dass er von Wohltätigkeitsaktionen und wie die organisiert sind keine Ahnung hat.

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 20. Dezember 2011 - 22:06 #

"wie empörend mancher das findet, dass ein großes Unternehmen etwas Wohltätiges getan hat"

Du hast überhaupt nicht verstanden, was ich meinte. Die Kinder werden hier letztlich zu Werbezwecken eingesetzt. Wenn das nicht der Fall wäre, hätte Bioware sowas im Stillen getan. Stattdessen setzen sie ganz zufällig 4 Tage vor Weihnachten eine herzerwärmende Meldung in die Welt, bei der sie ganz zufällig voll sympathisch rüberkommen. Ganz zufällig genau die Art Meldung, die Bioware nach Sachen wie Forenban nach Kritik an EA = Spiel weg usw. gut gebrauchen kann.

Natürlich ist das den Kindern egal, weil sie gar nicht wissen (konnten), dass sie benutzt werden (würden). Aber das ist ja kein Grund, als Außenstehender drüber hinwegzusehen.

Der "Aufwand" für Bioware ist ein Witz gegen die Werbewirkung.

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 20. Dezember 2011 - 23:25 #

Ich habe dich in dem Punkt sehr wohl verstanden, aber ich teile deine Paranoia nicht und wollte dir genau das zu verstehen geben. Als Selbstbeweihräucherung hätte ich empfunden, wenn BioWare einfach einen Scheck überreicht und sich dafür auf die Schulter geklopft hätten. Zu sowas hätte ich dann bestimmt auch keine News geschrieben. Aber in dieser Aktion steckt Arbeit und Engagement von Seiten Biowares drin. Ich empfinde es als herzensgute Aktion und es ist durchaus im Interesse der Kinder, dass sowas nicht totgeschwiegen wird. Wenn das dem öffentlichen Bild des Unternehmens zusätzlich Pluspunkte verschafft, dann ist das vollkommen legitim. Letztendlich tut jeder Mensch sowieso vor allem deswegen gutes, weil es ihn besser dastehen lässt. Entweder vor sich selbst, vor der Gesellschaft oder vor Gott (bzw. seiner jeweiligen moralischen Instanz). Was der wirkliche Sinn hinter dieser Aktion sein soll, ist von dir vollkommen ins Blaue geraten. Auch wenn man es nicht glauben mag, manchmal enstehen solche Initativen von Firmen nämlich auch, weil in einer Führungsetage jemand persönlich von genau so einem Fall betroffen wurde und gerne die natürlich wesentlich größeren Kapazitäten und das Renomee seines Arbeitgebers einbringen möchte. Es gibt keinerlei fundierte Grundlage, dass es BioWares Firmenpolitik vorsieht, nur einem guten Image hinterherzulaufen. Bis das Gegenteil bewiesen ist gilt auch für Unternehmen der Grundsatz in dubeo pro reo

Ein derartiges Engagement allerdings sofort und ohne jegliche Informationsgrundlage von vornherein als verlogene Marketingaktion abzutun, offenbart eine mindestens genauso zynische Weltsicht, wie du sie dem Unternehmen vorwirfst. Da steht der Feind auch schon von vorneherein feststeht, es braucht nur noch das entsprechende Stichwort zu fallen und die Kanonenklappen gehen hoch.

Aber vielleicht regt das ein wenig zum nachdenken an: Wenn es mir (rein fiktiv) als Bioware wirklich um den maximalen Effekt ginge, dann würde ich nicht nur das Video veröffentlichen. Dann hätte ich nämlich mein Engagement und die Auktion weit im Voraus angekündigt. Nach der Auktion hätte ich dann eine Pressemitteilung mit dem Ergebnis veröffentlicht. Dann hätte ich die Presse direkt zur Besichtigung eingeladen, die komplette Armada der Firmenchefs aufgefahren, die dann mit lachenen Kindern ablichten lassen (lachende Kinder auf Fotos sind immer gut!) und nach der Aktion nochmal eine Pressemitteilung samt eigener Bilder an die nicht-erschienene Presse weitergeleitet. Und dann hätte ich das Video auch nicht einfach unspektakulär auf einem neu eingerichteten YouTube-Channel rausgehauen, sondern ich hätte es schon auf einem meiner Hauptchannels getan uns mindestens mit Ankündigung einer Veröffentlichung, besser noch mit einem Countdown inszeniert. Genauso wie es bereits jetzt schon bei jedem Nachrichtenfitzel zu Dragon Age und Mass Effect gemacht wird. Die PR-Abteilung hat da bereits höchstprofessionelle Erfahrung, die kann das jederzeit stemmen.

Ja, so sieht spektakuläres Marketing aus. Videos nahezu wortlos und ohne großes Tamtam zu veröffentlichen ist Marketing für Loser. Aber Loser verkaufen keine Millionenseller.

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 21. Dezember 2011 - 0:04 #

Wenn ich sowas lese, wundere ich mich immer weniger, dass gewisse Kreise heutzutage machen können, was sie wollen. Vorausgesetzt, sie machen es ein klein wenig schlauer und weniger naiv, als CEOs lachende Kinder auf den Schoß zu setzen. Und dazu gehört nicht so wirklich viel...

Sogar der Channel war also dafür neu eingerichtet - und das wertest Du auch noch als pro Bioware... Du hast mit Marketing definitiv noch nie zu tun gehabt, glaubst wahrscheinlich, was in Spiegel oder BILD steht (nämlich auch PR), und kannst Dir den Zynismus in gewissen Kreisen nicht ansatzweise vorstellen. Ist aber ok für die, denn solche Leute leben genau davon, so weit jenseits der moralischen Grenzen zu agieren, dass es sich die meisten überhaupt nicht vorstellen können. Das schützt prima.

Reicht jetzt aber auch dazu, ich werde Deine Meinung garantiert nicht ändern können. Das könntest Du nur selbst, indem Du Dich mal jenseits des Meinungs-Mainstreams umsiehst.

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 21. Dezember 2011 - 18:33 #

Wenn dir argumentativ was besseres einfällt, als inhaltslose Allgemeinplätze über den Weltzynismus, lasse ich mich gerne überzeugen. Wenn deine einzige Antwort auf Einzelfallbetrachtungen aber aus Systemkritik und Diskreditierungsversuchen gegenüber Andersdenkenden besteht, dann werden wir in der Tat keine Freunde.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33857 - 20. Dezember 2011 - 16:52 #

BioWare hat kein Geld dafür bekommen! Sie haben den Studiobesuch für eine großzügige Spende an die Wohltätigkeitsorganisation angeboten. Steht doch alles in den Quellen.

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