Arcade-Check: Joe Danger Special Edition
Teil der Exklusiv-Serie Arcade-Check

360
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22. Dezember 2011 - 13:00 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Spieleentwickler haben in der Pre-3D-Ära Rennspiele technisch bedingt meistens in einer rudimentären 3D-Sicht oder in der Draufsicht dargestellt. Um das Gefühl vom Motocross zu simulieren, ging Nintendo 1984 mit Excitebike einen ganz eigenen Weg. Anstatt den Fokus auf das Lenken eures Motorrads zu legen, habt ihr das Geschehen von der Seite gesehen. Durch die geschickte Kombination aus Dosieren von Geschwindigkeit und dem Regulieren der Neigung eures Vehikels gewinnt ihr an Tempo, indem ihr die Rampen auf dem Kurs im richtigen Winkel trefft. Obwohl die technischen Begrenzungen heute nicht mehr existieren, haben sich die Entwickler von Hello Games scheinbar gedacht, dass das Prinzip auch heute noch spaßig sein kann. Mit einer Reihe von neuen Features bastelten sie um die Grundidee von Big Ns Klassiker das knuffige Joe Danger. Schon letztes Jahr im Playstation Network veröffentlicht, erscheint der Titel nun auch endlich als Joe Danger Special Edition auf Xbox Live Arcade.

Racer mit Jump-and-run-Anleihen

Ihr düst als alternder Stuntman Joe Danger mit eurem Motocross-Bike möglichst schnell von links nach rechts Richtung Ziel. Essenziell für Bestzeiten ist das regelmäßige Benutzen eures Turbos. Dieser funktioniert leider nur, wenn eure Turboleiste komplett gefüllt ist. Nur durch waghalsige Manöver wie "Wheelies", "Flips" oder "Supermans" lässt sie sich befüllen. Zudem wird der Punktemultiplikator in ungeahnte Höhen getrieben, wenn ihr diese Aktionen wild miteinander verbindet und so Super-Combos generiert. Um spätere Levels freizuschalten, müsst ihr in Super Mario Galaxy-Manier, eine bestimmte Anzahl von Sternen sammeln. Dazu gilt es zum Beispiel, verschiedene Aufgaben zu erfüllen oder die D-A-N-G-E-R-Buchstaben, Sterne und Münzen einzusammeln. Besonders schwierig sind die neuen Pro-Medaillen zu erreichen. Hierzu müsst ihr sämtliche Aufgaben eines Kurses in einem einzigen Anlauf bewältigen.

Die Kurse bestehen meist aus mehreren Fahrspuren, die ihr teils unfreiwillig über Loopings wechselt oder ganz bewusst über Weichen auswählen könnt. In Rennen mit Gegnern könnt ihr euch so auf die Fahrbahn eurer Kontrahenten begeben und sie mit einem gezielten Faustschlag von ihrem Motorrad befördern. Besonders im Splitscreen-Modus gegen einen menschlichen Spieler könnt ihr damit für Stimmung sorgen. Obwohl ihr maximal zu zweit spielen könnt, sorgen die nervenaufreibenden Duelle für jede Menge Spaß. Leider haben die Entwickler auch bei der Xbox-360-Version auf einen Online-Modus verzichtet. Zwar könnt ihr euch wie üblich mit Freunden über die Ranglisten messen, dennoch haben Hello Games mit der Entscheidung eine Menge Potenzial verschenkt. Ob online oder offline schreit der Titel förmlich nach direkten Rennen mit Freunden.


Rennen mit vier Teilnehmern dürft ihr leider nur gegen CPU-Gegner bestreiten – Schade!

Großes Paket plus großem Zusatz

Ihr werdet euch sicherlich fragen, was an der Xbox-360-Version so "speziell" ist. Hello Games haben seit der PSN-Veröffentlichung tatsächlich nicht auf der faulen Haut gelegen. Mit der Laborsektion bekommt ihr zum ohnehin schon umfangreichen Original ein ordentliches Paket komplett neuer Levels hinzu. Außerdem könnt ihr einige neue Charaktere freischalten. Ein nochmaliger Kauf lohnt sich trotz der vielen neuen Kurse unserer Meinung nach aber nicht. Wenn euch die vorgegebenen Kurse noch nicht reichen sollten, könnt ihr euch in dem gut zugänglichen Streckeneditor austoben. Eure Basteleien könnt ihr dann auf XBLA hochladen, um sie anderen Spielern zur Verfügung zu stellen.

Technisch und grafisch gibt es keine gravierenden Veränderungen. Die knuffige Optik ist immer noch quietschbunt und die witzigen Animationen regen zum Schmunzeln an. Der Splitscreen-Modus läuft auf der Xbox 360 ein klein wenig flüssiger. Die Musik dudelt zwar etwas uninspiriert vor sich hin, der Nerv-Faktor hält sich aber trotzdem in Grenzen.

Fazit: Sehr gut, trotz fehlendem Online-Modus

Joe Danger Special Edition ist ein spaßiger Fun-Racer mit ordentlichem Umfang für 1200 Microsoft-Punkte. Um im Karriere-Modus sämtliche Levels und Extras freizuschalten, werdet ihr eine ganze Weile zu knabbern haben. Trotz der oberflächlichen Ähnlichkeit mit Trials HD fällt das Fehlen eines Online-Mehrspieler-Modus bei Joe Danger deutlich mehr ins Gewicht, da nicht nur die Jagd nach Bestzeiten motiviert, sondern auch der Kampf Mann gegen Mann. Dennoch ist der deutlich actionreichere Titel eine klare Empfehlung.
  • Preis am 22.12.2011: 1200 Microsoft-Punkte (entspricht circa 15 Euro)
  • 1 - 2 Spieler lokal
  • 2,5D-Plattform-Racer
  • Für Anfänger und fortgeschrittene Spieler geeignet
  • Gelungener Solo-Spaß, verschenktes Mehrspieler-Potenzial

Video:

McGressive 19 Megatalent - 13811 - 22. Dezember 2011 - 14:20 #

Joe Danger war mein erstes und bis heute eines meiner liebsten Spiele aus dem PSN!
Die SE wird sicher nicht schlechter sein ;P daher klare Empfehlung auch von mir!

TASMANE79 14 Komm-Experte - 1843 - 22. Dezember 2011 - 14:47 #

So gut oder besser las TrialsHD, kann ich mir nicht vorstellen. Sieht etwas verspielt aus im Vergleich.

Sciron 19 Megatalent - P - 16339 - 22. Dezember 2011 - 17:06 #

Es hat schon einen etwas anderen Ansatz als Trials HD. Bei Joe Danger hat man viele verschiedene Missionsziele innerhalb einer Stecke. Ist ein bisschen vergleichbar mit den frühen Tony Hawk's-Spielen. Man muss also z.B. Buchstaben einsammeln, HiScores erzielen, den Level in einer Combo schaffen, Zielzonen per Sprung treffen etc.

Bei Trials HD geht es letztlich "nur" darum, die Strecke möglichst schnell und fehlerfrei abzuschließen, um die entsprechenden Medallien freizuschalten.

Ich konnte mich für beides ziemlich begeistern. Auch wenn mich Trials HD letztlich doch etwas mehr gepackt hat, da mir seine simple aber herausfordernde Mechanik etwas mehr zusagt.

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