Prototype 2: Besuch in Vancouver

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Heinrich Lenhardt 9092 EXP - Freier Redakteur,R8,S3,A1
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13. Dezember 2011 - 0:48 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert
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„Knusper, Knusper, Knäuschen, Finger weg vom Häuschen“: Während unseres vorweihnachtlichen Studiobesuchs bei Radical Entertainment in Vancouver kamen wir gerade rechtzeitig, um die Mitarbeiter-Beiträge für den Lebkuchenhaus-Bastelwettbewerb zu bewundern. Die Jury guckte schon besorgt, ob verfressene Medienvertreter den Kleinkunstwerken an die Bausubstanz gehen würden. Doch wir hatten vor allem Appetit auf Prototype 2, der rundum verbesserten und verschönerten Version der Zerstörungsorgie von 2009.


Wir übersehen großzügig die Knabberwerbung für ein Konkurrenzmagazin (im weitesten Sinne).

Prototype 2: Radical zeigt seine neue Zerstörungsorgie

„Die ultimative Power-Fantasie“ lautet die treffende Vier-Wörter-Zusammenfassung der Prototype-Philosophie von Design Director Matt Armstrong. Abgedrehte Superkräfte wie Klauen oder Tentakel kontrollieren, an Gebäuden entlang rennen und durch die Luft gleiten, die Gestalt vorher konsumierter Opfer annehmen und damit Verfolger austricksen, Militär sowie Mutanten bekämpfen – und vor allem totale Zerstörung in einem Großstadtszenario anrichten. Der Nachfolger verwendet erneut New York als Schauplatz, heimgesucht von einem Virus, der auf die Kappe von Biowaffen-Experimenten geht. In Prototype 2 ist die Stadt in drei Bezirke unterteilt, die unterschiedlich stark zerstört und von Mutanten befallen sind (grün, gelb, rot).

„Prototype für die Massen“ ist einer der Guter-Vorsatz-Slogans während Armstrongs Präsentation, denn „das erste Spiel war zu schwer“. Damit meint er nicht nur das Kampfsystem; wichtige Manöver mussten in einem Sondermenü erworben werden und wurden dann nicht anschaulich genug erklärt. Auch die Story soll klarer sein, die mit James Heller einen neuen Helden hat. Der will den Tod von Frau und Kind rächen, wird dabei selber infiziert und mit Superkräften ausgestattet.

Viele Kampfmanöver scheinen in Teil 2 wiederverwendet zu werden, aber Radical hat sich vorgenommen, die zahlreichen Fähigkeiten und Angriffsarten besser im Kontext von Missionen zu erklären. Sinnvoll, denn schon beim Vorgänger waren die Controller-Knöpfe bis zum Anschlag belegt und die Steuerungskomplexität wirkte ansatzweise beängstigend. Zu den neuen Kniffen gehört ein „organischer Sonar“, der die Richtung zeigt, in der sich ein bestimmtes Missionsziel in der Stadt aufhält. Das Absolvieren von Nebenmissionen in der offenen Spielwelt soll Mutationen freischalten, mit denen man seinen Charakter weiter verbessern kann.


Ach was! So eine Aussicht gibt's auch in München! Bei Föhn. Mit dem Fernglas. Vom Fernsehturm.

Grafikengine ausgetauscht

Der Vorgänger sah selbst nach 2009er Maßstäben eher mittelmäßig aus, Radical hat deshalb die Grafikengine komplett ausgetauscht. Die Spielwelt soll nicht nur detaillierter aussehen und mit mehr Spezialeffekten garniert sein, sondern auch glaubhafter simuliert werden. Matt Armstrong nennt als Beispiel die Passanten und deren Verhalten: „Die Zivilisten hatten im ersten Spiel nur drei Zustände: vorbeigehen, panisch schreien – oder in kleine Stücke zerhackt werden“. In Prototype 2 wird das Verhalten der Nichtspielercharaktere vielfältiger und dynamischer sein, glaubt man dem Designer. Eben eine „lebendige, atmende Spielwelt und nicht nur eine Kulisse – auch wenn das jetzt nach einem Klischee klingt“, grinst Armstrong.

Wie sich der Spielbeginn anfühlt, wie die Charakter-Upgrades funktionieren und was ein voll aufgerüsteter Heller in der roten Zone so alles anrichten vermag, konnten wir beim Studiobesuch selber ausprobieren. Über unsere Anspielerlebnisse dürfen wir aber erst berichten, wenn Activision irgendwann Anfang 2012 das entsprechende Berichterstattungsembargo aufhebt. Hoffen wir derweil, dass Prototype 2 ähnlich knackig und lecker wirkt wie das Lebkuchen-Siegerhaus.


McGressive 19 Megatalent - 13786 - 13. Dezember 2011 - 1:32 #

Prototype...Prototype...?
War das nicht sowas wie inFamous in schlecht ;>

Ein Teil 2 könnte durchaus interessant für mich sein, da man davon ausgehen kann, dass die gröbsten Schnitzer aus dem Erstling behoben sein werden. Das Konzept taugt mir nämlich durchaus.

Anonymous (unregistriert) 13. Dezember 2011 - 9:53 #

Prototype war eindeutig cooler. Infamous war Marvel-Superheld, auch auf böse, wo Prototype RICHTIG böse war. Freu mich auf mehr von Heinrich zum Spiel.

avalonash 12 Trollwächter - 1147 - 13. Dezember 2011 - 1:53 #

Der erste Teil war für mich das Action-Überraschungshighlight 2009. Ich hatte mit der Steuerung keinerlei Probleme und einen Riesenspass als Alex Mercer durch die Straßen von Manhatten zu pflügen oder lieber noch über die Dächer zu segeln.
Schön, dass sie auch weiter an der KI feilen wollen, obwohl die schon im Erstling ganz gut gearbeitet hat. Ich habe mir gerne mal zwischen den Missionen den Spass gemacht, die Gestalt eines Soldaten anzunehmen und dann mit einem Squad durch die Straßen zu laufen. Die Wegfindung um dutzende frisch zerschrottete Autos herum war bemerkenswert gut und die haben sich bei anrückenden Infizierten-Horden auch sehr ordentlich gegenseitig Deckung gegeben. Wenn dann nahe einem Hive auch noch Hunter, Helis und Panzer mit ins Spiel kamen, war das echt Klasse die Szene auch mal aus der einfachen Soldatensicht zu verfolgen

Ich hoffe nur die Story wird nicht zu sehr versimpelt. Ich fand das große Netz der Intrigen richtig cool gemacht. Fand ich sehr motivierend alle zusammen zu sammeln. Das ganze Szenario war sehr schön düster und erwachsen gehalten, hatte etwas von einer guten Graphic Novel.

Das jetzt nochmal in weiter ausgereift und hübsch und ich bin total happy.

Minka der große Hund (unregistriert) 13. Dezember 2011 - 6:50 #

Teil 1 war echt klasse. Tolles Spiel gewesen.

Hier wirds vermutlich wie bei Mass Effect sein. Teil 1 hatte Anfangs sehr viele Hater die dann bei Teil 2 zu Fanbois wurden.

SirSyco 09 Triple-Talent - 248 - 13. Dezember 2011 - 7:44 #

super! auf das game freu ich mich.
macht auch heute noch super-fun nach nem stressigen arbeitstag zombi-menschen-monster-geschnetzeltes zu fabrizieren. :D

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33797 - 13. Dezember 2011 - 10:23 #

"Der will den Tod von Frau und Kind retten"
Hä? ;-)

Prototype war komplex, aber nicht unbedingt zu schwer. Es gab allerdings so viele Fähigkeiten, dass ich lange nicht alle ausprobiert habe. Aber das ist ja ok, so kann sich jeder auf seine Lieblingsfähigkeiten spezialisieren. Ich hoffe, Teil 2 wird nicht zu seh verwässert, um dem Massenmarkt zu gefallen.

Nokrahs 16 Übertalent - 5685 - 14. Dezember 2011 - 7:27 #

Prototype war überhaupt nicht schwer. Im Gegenteil: Die Kombo Steuerung war sehr gut gemacht und ging flüssig von der Hand. Hab auf PC mit Gamepad gespielt.

Das Super(Anti) Helden Feeling kam sehr gut rüber und die Filmschnipsel immer wieder hatten für gute Atmosphäre gesorgt.

Freue mich schon seit der Ankündigung auf Teil 2 und die Jagd nach Alex Mercer.

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