GG-Angespielt: Ridge Racer Unbounded

PC 360 PS3
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Benjamin Braun 349086 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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10. Dezember 2011 - 18:44 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
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Bei der Masse an Spielen, die Electronic Arts unter dem Namen Need for Speed in den vergangenen 17 Jahren vertrieben hat, vergisst man gerne, dass es noch mindestens eine andere erfolgreiche Rennspiel-Serie gibt, die eine noch längere Geschichte aufweist. Bereits seit 18 Jahren hält sich die Ridge Racer-Reihe von Namco Bandai wacker im Marktsegment der Arcade-Racer. Sie debütierte im Jahr 1993 auf den Arcade-Automaten der Spielesalons.

Seither gab es immer wieder Ableger für fast alle Plattformen, das letzte Ridge Racer für eine stationäre Konsole erschien 2007 für die PS3. Mit Ridge Racer Unbounded erscheint Anfang März 2012 der nächste große Teil für PC, Xbox 360 und Playstation 3. Wir haben vor kurzem vor Ort beim Publisher die Gelegenheit genutzt, das Spiel ausführlich anzutesten.

Burnout schickt Grüße

Schon im Vorfeld hatte Namco Bandai angekündigt, Ridge Racer Unbounded werde deutlich wilder und "gefährlicher" als die bisherigen Teile. Und tatsächlich: Ähnlich wie in EAs Burnout-Serie dürft und sollt ihr eure Gegner aus der Spur karambolieren. Damit die Rammattacke euren Opponenten auch wirklich von der Piste räumt, müsst ihr euren Turbo einsetzten, den ihr wie gewohnt mit Drifts, Sprüngen und anderen Stunts aufladet. Wenn ihr mit der Umgebung oder einem anderen Piloten kollidiert, seht ihr eine oft spektakuläre Zeitlupensequenz. Mithillfe des Tubos könnt ihr auch an verschiedenen Stellen der Strecke durch Werbeschilder preschen und eine dahinter liegende Treppe als Sprungschanze missbrauchen – oder einfach durch eine Baustelle rasen, um die Strecke leicht abzukürzen.

Aber nicht nur solche Objekte sind zerstörbar. Auf den Kursen brettert ihr ständig durch irgendetwas durch, etwa durch die sorgfältig aufgestellten Tische und Stühle eines Cafés. Oder schiebt parkende Autos zur Seite. Oder lasst die Stützpfeiler einer Autobahnabfahrt leiden. Das alles verlangsamt euch nicht sonderlich stark, genauso wie leichte Berührungen mit der Bande. Falls ihr frontal gegen eine Wand knallt oder in den Gegenverkehr reinfahrt, könnt ihr euren Boliden auch komplett zerstören, dann ist das Rennen in den meisten der sechs Spielmodi aber noch nicht vorbei: Wenige Sekunden später startet ihr an ungefähr derselben Stelle neu. Na klar, mit Realismus hat das nichts  zu tun, aber etwas anderes hätte in Ridge Racer auch nichts zu suchen.

Über Sieg und Niederlage entscheiden im Domination-Modus vor allem eure Driftkünste. In Ridge Racer Unbounded leitet ihr sie nicht einfach ein, indem ihr das Steuer eures Boliden herumreißt. Stattdessen müsst ihr den Drift per Knopfdruck erzwingen. Wie üblich stellen sich die Kurven unterschiedlich schwer dar. Die meisten davon messen wenigstens 90 Grad, viele davon bieten aber so viel Platz am Rand, dass ihr ohne Bremsen durchkommt. Es gibt aber auch ein paar Nadelöhre, die ihr nicht ganz so locker durchfahrt, wie ihr das vielleicht aus den Vorgängern kennt. Am Charakter des Arcade-Racers ändert das natürlich nichts: Auch in Unbounded steht der schnelle, von treibender Musik und bulligen Soundeffekten unterlegte Fahrspaß im Vordergrund.


Unbounded ist besonders mit Blick auf die Crashes deutlich spektakulärer inszeniert als frühere Teile. Auf allen Strecken gibt zudem diverse zerstörbare Objekte, die ihr mit euren Boliden plattwalzt.

Rennen, Driften und Zerstören

Neben dem Standardmodus Domination versucht ihr euch in Drift-Rennen oder auch in spektakulären Zerstörungsfahrten mit einem Truck. In beiden Spielmodi sind die Aktionsboni nicht nur wichtig, um eure Fahrzeuge in der Garage zu verbessern, sondern auch, um die Rennen überhaupt erfolgreich zu absolvieren. In den Drift-Events müsst ihr zwingend das Heck ausbrechen lassen, um zu siegen. Hier geht es nämlich nicht so sehr um Punkte für lange Drifts, sondern um Zeitboni. Die sind bei besonders langen Drifts natürlich höher, ihr braucht sie aber in jedem Fall, um die Ziellinie zu erreichen.

Bei den Zerstörungsfahrten im Renntruck schaltet ihr ebenfalls Zeitboni frei, aber eben durch das Eindosen anderer Verkehrsteilnehmer und besonders Polizeiwagen. Im Survival-Modus müsst ihr hingegen besonders sauber fahren. Hier werdet ihr bei einem dicken Crash nicht zurückgesetzt, sondern verliert automatisch das Rennen. Aber auch sonst haben die Rennen noch mehr Challenge-Charakter als in einigen der frühen Serienteile. So bessert ihr eurer Budget besonders dann auf, wenn ihr bei den Zerstörungsrennen eine Anzahl von Polizeiwagen zerstört. Und wenn euch das noch nicht genug Challenge ist, steht euch ein umfangreicher Challenge-Modus zur Verfügung.

Das Angebot an Fahrzeugen und Strecken kann ja bekanntlich nie zu groß sein. Aber warum mehr Strecken bauen, wenn man dem Spieler auch einfach einen Editor mitliefern kann, in dem er komfortabel eigene bastelt? Für unseren ersten eigenen Kurs standen uns lediglich ein paar "Blöcke" mit Geraden, Kurven und so weiter zur Verfügung, die wir beliebig zu neuen Strecken zusammensetzen konnten. Im finalen Spiel soll es aber auch eine Advanced-Variante des Editors geben. Darin gibt es nicht nur mehr Blöcke, sondern auch viele Objekte zum freien Einbau in die Landschaft. Warum nicht ein großes Tyrannosaurus-Modell hinpflanzen, das wir dann während des Rennens einfach mit unserem Wagen plattmachen? Wenn es schon zerstörbare Objekte gibt, die das Spielerlebnis aufwerten sollen, dann am besten gleich mit Stil!


Eure Position oder Punktestand wird während der Rennen in großen Lettern am Streckenrand angezeigt.

Ausblick: Schneller, brachialer Arcade-Racer

Trotz aller Neuerungen in Richtung Burnout: Ridge Racer Unbounded spielt so motivierend-arcadig wie die Vorgänger. Die übersteigerten Drifts durch halsbrecherisch enge Kurven sind weiterhin der zentrale Faktor im Spiel, nicht das Ausschalten von Gegnern per Rammattacke. Im Mehrspieler-Modus, den wir ebenfalls anspielen konnte, sieht das etwas anders aus. Von unseren Eindrücken daraus dürfen wir euch aber noch nichts verraten.

Fans der Ridge-Racer-Serie werden unserem Eindruck nach mit Unbounded voll auf ihre Kosten kommen. Und das Spiel gewinnt durch die spektakläre Inszenierung mehr, als dass es dadurch verlieren könnte. Bereits Anfang März wissen wir, ob sich die kleine Neuausrichtung gelohnt hat oder nicht. Dann nämlich soll das Spiel von Flatout-Entwickler Bugbear im Handel stehen. Wir sind guter Dinge...

Video:

pel.Z 16 Übertalent - 4852 - 10. Dezember 2011 - 19:13 #

Riiiiiiiiiiiiiidge Racer, Ridge, Ridge, Rigde, Ridge, Riiiiiidge Raaaacer...

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Dezember 2011 - 19:26 #

/niemand klatscht

Sciron 19 Megatalent - P - 17575 - 10. Dezember 2011 - 19:30 #

Mit dem originalen Ridge Racer hat das nur noch relativ wenig zu tun. Ist mir aber eigentlich ganz recht. Die wilde Crasherei im Burnout-Stil finde ich eh besser, als diese unrealistischen Endlos-Drifts. Bugbear haben ja schon mit Flatout gezeigt, dass sie's richtig drauf haben. Vielleicht kann dieses Spiel ja am Arcade-Racer-Thron von "Burnout 3: Takedown" rütteln.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Dezember 2011 - 19:41 #

Mir würde ein Takedown Port für den PC schon reichen :<

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11816 - 12. Dezember 2011 - 11:08 #

die unrealistischen endlos-drifts waren doch gerade das schöne an der serie. und nach dem artikel zu urteilen, wirds die auch wieder im neuen teil geben.

Novachen 19 Megatalent - 13107 - 10. Dezember 2011 - 20:36 #

Wie bitte? Ein Ridge Racer für PC?

Habe ich da irgendwie was verpasst oder ist da bei Capcom irgendwas falsch gelaufen? Nach 20 Jahren gibt es Ridge Racer erstmals auf PC, ich glaub es ja nicht. Demnächst wahrscheinlich noch das nächste Gran Turismo oder was? :-P

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Dezember 2011 - 20:44 #

Namco ;>

Novachen 19 Megatalent - 13107 - 10. Dezember 2011 - 20:54 #

Natürlich, sorry *g*

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11816 - 12. Dezember 2011 - 11:07 #

auch capcom bringt ja jetzt immer mehr, eigentlich bisher konsolensexklusive, titel aufn pc heraus.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7391 - 10. Dezember 2011 - 20:50 #

Sieht zu sehr nach NFS aus, was habe ich die Lap-Time Rekordjagd mit Freunden geliebt, aber so wie das sich anhört, nein danke.

RuudschMaHinda 11 Forenversteher - 817 - 11. Dezember 2011 - 0:17 #

*freu*

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