Ubisoft: "Kunden kaufen neue Marken eher per Download"

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4. Dezember 2011 - 21:47 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Das Teaserbild stammt aus dem kommenden Download-Titel I Am Alive.

Seit vielen Jahren verkaufen sich vor allem Fortsetzungen gut, also werden noch mehr Fortsetzungen gemacht – und Gottseidank ab und zu auch eine neue Marke, die Erfolg hat und dann prompt ihrerseits Fortsetzungen bekommt. Nun versucht Thomas Paincon, Digital Publishing Manager bei Ubisoft, diesem altbekannten Prinzip noch etwas Neues abzugewinnen. In einem Interview mit MCV UK sagte er:

Im Retail-Bereich ist es sehr riskant, ein neues Spiel zu veröffentlichen, wenn du nicht mindestens einen Metascore von 90 und Millionen Fans hast.
Für Ubisoft sei deshalb der digitale Vertrieb via Downloadplattformen wie Xbox Live Arcade, PlayStation Network oder Steam eine ideale Möglichkeit, neue Marken einzuführen.Paincon nimmt als Beispiel den Download-Titel From Dust, der im vergangenen Sommer erschienen ist:
Wir haben eine halbe Million davon über Xbox Live Arcade und PlayStation Network verkauft. Warum? Wegen den niedrigeren Preisen, aber auch, weil die Menschen über digitale Plattformen eher bereit sind, eine neue Marke auszuprobieren.
Ubisoft hat derzeit knapp zehn Download-Titel in Arbeit, wie etwa Shoot Many Robots oder I Am Alive. Die meisten dieser Spiele sollen im nächsten Jahr, wahrscheinlich im Laufe des Sommers, erscheinen. Laut Paincon ist es wichtig, die Titel vor dem großen Sturm der AAA-Erscheinungen zu veröffentlichen:
Es ist strategisch klüger die Download-Spiele in der ersten Jahreshälfte oder um den September herum zu veröffentlichen, bevor die Blockbuster erscheinen. Es ist schwieriger um das Geld des Spielers zu kämpfen, wenn viele AAA-Titel erscheinen.

Schlichte Schlussfolgerungen, denen man kaum widersprechen kann.

Elton1977 19 Megatalent - P - 15363 - 4. Dezember 2011 - 22:02 #

Naja, niedrigere Preise beim Download-Vertireb?
Ich würde eher sagen nein, wenn man mal Aktionen wie die Steam-Deals aussen vor lässt.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 4. Dezember 2011 - 22:07 #

Es kommen doch andauernd Titel für kleines Geld auf den Markt. Limbo, Bastion, Payday, Dungeon Defenders und und und...

Tr1nity 28 Endgamer - P - 100932 - 4. Dezember 2011 - 22:46 #

Naja, die würden auch als Retail mit niedrigeren Preisen auf den Markt kommen. Meist liegt's einfach daran, daß gerade die Indie-Spiele keinen Publisher mit Eiern in der Hose finden (uh, das ist zu rikant, das kauft ja keiner), der das auch als Retail vertreibt :). Hinzu kommt, daß der dann wiederum die meiste Kohle einsackt und der kleine Entwickler noch weniger Geld sieht. Da ist Download only für den Entwickler rentabler/wirtschaftlicher.

Horschtele 16 Übertalent - P - 5471 - 5. Dezember 2011 - 22:41 #

Gemeint ist insgeheim nicht der niedrigere Preis für den Käufer, sondern für den Publischer, der keine DVDs pressen lassen und keine Lieferkosten tragen muss.

Novachen 19 Megatalent - 13050 - 4. Dezember 2011 - 22:06 #

Wenn die Preise niedrig sind, dann kaufen es die Leute auch als Disk-Version. Kann mir nicht vorstellen, dass der Metascore da irgendeinen Einfluss darauf hat ob die Leute es als Disk in Ihre Konsole/PC legen oder sich einfach downloaden.

Da wird es wieder nur zur eigenen Sicht herumgedreht, man kennt es ja nicht anders.

Allgemein kann man sagen, gute Spiele setzen sich durch, egal als was sie erscheinen.

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 5. Dezember 2011 - 8:34 #

Genau - es liegt einfach am Preis. Für 15€ würd ich mir auch eher ein Spiel auf nem Datenträger holen, als für 50€.

TheBlobAlive 15 Kenner - P - 3653 - 4. Dezember 2011 - 22:33 #

Ich muss zugeben, dass mir die Art des Kaufes fast egal ist, kommt dann eher auf die Aufmachung und das Genre an. RPG`s brauch ich irgendwie immer in der Retailversion, auch wenn das keine Logik ist.
Wobei ich schon froh bin durch Steam als Bsp. viel Platz zu sparen.

DerDani 16 Übertalent - P - 4034 - 4. Dezember 2011 - 22:45 #

So ganz unrecht hat er mit dem "From Dust" Beispiel bestimmt nicht - zum Vollpreis wär's der Ladenhüter. Und für 10€ Retail ist es auch riskant.
Also Xbox Arcade/PS Store wurde es aber auch prominent plaziert (da kommen ja nicht so viele "Vollpreisspiele" - also 10-15€). Und mal Spielideen ausprobieren geht eher bei so ner Preisregion. Bei 50€ wollen die Leute halt eher vorher wissen, woran sie sind.

Sniizy 14 Komm-Experte - 2647 - 4. Dezember 2011 - 23:13 #

Warum wäre es auch als 10€-Retail riskant?

Larnak 21 Motivator - P - 26015 - 4. Dezember 2011 - 23:34 #

Es ist eben so, dass bei einem 10€-Spiel der Anteil der Kosten, der auf DVD-Produktion, Verpackung, Vertrieb usw. entfällt, deutlich höher ist, als bei einem 50€-Spiel. Entsprechend niedriger ist der Anteil, der für Publisher und Entwickler übrig bleibt.

Wenn dann noch das Risiko besteht, dass das Spiel vielleicht auch einfach nicht gekauft wird, passt riskant schon wieder ganz gut. Wenn die Download-Version floppt, hat man die Entwicklungskosten in den Sand gesetzt. Wenn das Retail-Spiel floppt, hat man die Entwicklungskosten in den Sand gesetzt und Tausende von Spielen herumliegen, die produziert sowie verschickt werden mussten und die keiner haben will.

Sniizy 14 Komm-Experte - 2647 - 4. Dezember 2011 - 23:56 #

Vielen Dank, jetzt ist es mir klar ;-)

Kanonengießer 14 Komm-Experte - 2468 - 4. Dezember 2011 - 23:31 #

ääähhmmm.....NEIN! :D Das ist doch alles nur PR um völlige digitale Distribution durchzuboxen. Schlimm genug das es so viele Kunden bei Steam gibt die Downloadversionen zum gleichen Preis, wie die Retailfassung kaufen und damit diesen Weg noch weiter ebnen....

q 17 Shapeshifter - 6711 - 5. Dezember 2011 - 0:11 #

Wo soll da das Problem sein? Ich leg bei Spielen keinen Wert auf eine Verpackung und habe nur noch Spiele über Steam. Spiele kauf ich trotzdem günstig und die Entwickler haben mehr davon, als wenn sie es Retail verkaufen würden. Wozu sollte ich Media Markt und co. das Geld in den Rachen schmeissen?

Sephix 13 Koop-Gamer - 1452 - 5. Dezember 2011 - 6:03 #

Du bist aber längst nicht der einzige Zocker auf der Welt und andere wollen eben etwas Physisches bei ihren Spielen. Und genau die sehen darin ein Problem, wenn immer mehr auf digital-only gesetzt wird.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 5. Dezember 2011 - 17:51 #

Trotzdem kaufe ich mir Spiele zu einem Preis, der es mir wert ist. Ich geh doch nicht in den Laden und berechne mir den Preis der Verpackung samt Lagerhaltungskosten oder sowas. Ich bezahle das, was mir passend erscheint. Wie sich das zusammensetzt, ist doch vollkommen egal.

Nintendospiele waren früher wegen den Modulen auch wegen der Herstellung ziemlich teuer. Aber da sag ich mir doch nicht: Och Mensch, ja... 140 Mark... da stecken ja die Modulkosten mit drin und bla. Das ist schon ok. Wenn mir das zuviel ist, ist mir das zuviel.

justFaked 16 Übertalent - 4395 - 5. Dezember 2011 - 1:28 #

Wieso ist es schlimm, dass Steam viele Kunden hat und was ist falsch daran für einen Download das gleiche, wie für eine Disc zu zahlen? Mir ist das bisschen Pappe (oder heute eigentlich nur billig-Plastik und ein liebloses schwarz-weiß Begleitheft ("bessere Epilepsiewarnung")total latte.

Sniizy 14 Komm-Experte - 2647 - 5. Dezember 2011 - 1:35 #

Weil für Downloads viele Kosten wegfallen, die bei einer Retail-Variante anfallen, wie etwa Vertrieb, Produktion der Discs, Produktion von Booklets, Produktion der Hülle. Sicher, das werden nun nicht die Hammerkosten sein, aber es sind Kosten, die wegfallen und bei denen man eigentlich davon ausgehen könnte, dass der Wegfall dieser Kosten an den Kunden weitergegeben werden könnte.

Und vor allem: Weil man bei Downloads nur Lizenzen, Rechte kauft, eine langjährige Nutzung nicht garantiert ist.

justFaked 16 Übertalent - 4395 - 5. Dezember 2011 - 2:08 #

Für den Kunden ist es ja egal ob er 40€ da zahlt oder 40€ hier...
Man darf aber nicht vergessen, dass die Läden darunter zu leiden hätten, wenn der Download (wesentlich) günstiger wäre. Nicht viele würden noch ihr Neuspiel für 49-69€ im Laden kaufen, wenn es den Download für den gleichen Preis abzüglich (beispielsweise) 15-20%.
Im Prinzip ist das ja nichts anderes als Preisdumping. Die Preise auf Downloadplattformen legt ja in aller Regel der Publisher fest und nicht die Betreiber der Downloadplattform. Und der Publisher will es sich wahrscheinlich nicht bei einer bisher nicht unerheblichen Abnehmergruppe (MediaMarkt, Saturn, GameStop, und allen anderen "Läden") verscherzen.
Welche Ladengruppe würde denn bitte große Spielemengen von einem Publisher abnehmen, wenn diese genau weiß, dass es das gleiche Spiel am Erscheinungstag zum Direktdownload für Betrag X günstiger gibt.

Den Kritikpunkt, dass die langjährige Nutzung nicht garantiert ist verstehe ich natürlich, aber mal ehrlich: Wenn ein neues OS auf dem Markt erscheint (etwa Win8 nächstes Jahr) ist auch nicht garantiert, dass ich dann noch immer Silent Hunter 3, Morrowind oder andere Perlen spielen kann (Disc hin oder her). Seit ich Win7 nutze klappen auch nicht mehr alle Spiele auf meiner Kiste.

Zumindest in den nächsten Jahren ist es wahrscheinlicher, dass ein neues OS ein altes Spiel nicht mehr voll unterstützt, als das etwa Steam pleite geht und die Server abschalten muss o.ä.

Aber generell soll es ja jeder so machen, wie er/sie es am liebsten mag.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 5. Dezember 2011 - 2:31 #

Zu Windows 8 zwingt dich aber keiner, und ein XP als 2. OS ist auch nicht verboten.

Sniizy 14 Komm-Experte - 2647 - 5. Dezember 2011 - 2:39 #

Mir ging es bei der langjährigen Nutzung auch eher um den Vergleich mit den Konsolen-Retailfassungen. Ein Super Mario kann ich auf der Wii, sofern diese funktioniert (und auf der WiiU ist sie ja auch abspielbar) noch viele Jahre nutzen. Downloads hingegen können irgendwann verschwinden und dann bringen einem die Rechte an der Software nix mehr.

Das heißt nicht, dass ich nie herunterlade. Aber meine Obergrenze liegt bei 20 €. Alles darüber wäre mir noch zuviel des Guten für einen reinen Download. Heißt: Wenn ich jetzt Spiel XY haben will und es dieses bei z. B. Steam für 38 € gibt und im Laden für 45 €, würde ich mit hoher Sicherheit im Laden kaufen. Noch. Vielleicht ändert sich da meine Sichtweise, aber im Moment bin ich da noch vorsichtig.

Was ich aber unterstütze, weil ich es doch gut finde: Downloadplattformen als Startschuss einer neuen IP, die es eines Tages zum Retail-Titel schafft. Spontanste Beispiel wäre die Bit.Trip-Reihe, die jetzt nochmal als Discversion für Wii sowie als Retailversion für den 3DS erscheinen soll.

Oder auch ein "Lost Winds" auf WiiWare. Hat sich über 2 Teile dort richtig gut verkauft und für einen evtl. Nachfolger denken die Entwickler über eine Retail-Variante nach.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9263 - 4. Dezember 2011 - 23:42 #

Ist natürlich schlecht wenn man bei Milliarden umsätzen auch nur 1 euro zu wenig verdient ;>

Maryn 13 Koop-Gamer - 1358 - 4. Dezember 2011 - 23:49 #

Hmmmm......Nein!
Leider gehöre ich zu den altmodischen Zockern. Digitale Plattformen? *würg*.
Aber Ubidoof gibt ja mittlerweile offen zu, nur auf das Geld des Kunden aus zu sein. Alles andere scheint egal zu sein.
Da kann ich nur sagen, behaltet euren halbgaren Mist!

Minka der große Hund (unregistriert) 5. Dezember 2011 - 0:59 #

Ui, die Ubisoft will Geld verdienen und ihren Gewinnen maximieren und noch dazu auch noch Fehlinvestitionen verhindern.

DRAMA !!! OH NEIN !!

Ich frag mich echt in welcher Welt die meisten hier leben :D Wenn das da echt eure größte Sorge ist, will ich da auch wohnen.

Anonymous (unregistriert) 5. Dezember 2011 - 2:29 #

Du verteidigst doch jetzt allen Ernstes Ubisoft? Die Firma mit ihrem AlwaysOn-Geraffel und dem dämlichen Launcher?

Sorry, aber ich will in Ruhe spielen, und nicht von DRM-Schwachsinn genervt werden. Da gebe ich einen Dreck auf deren Gewinn.

RomWein 14 Komm-Experte - 2198 - 5. Dezember 2011 - 4:24 #

Geht mir ähnlich. Ich habe mir bisher eigentlich noch nie irgendwas über irgendeinen Download-Store gekauft. Wenn ich Geld für ein Spiel ausgebe, dann will ich das Spiel auch in den Händen halte und ins Regal stellen können. Dazu kommt noch, dass man z.B. über UK schnell günstig an neuere Titel rankommen kann, die online sicher nicht so schnell im Preis fallen würden, wenn überhaupt.

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 5. Dezember 2011 - 8:37 #

Die würden auch Hundefutter oder Gesichtswurst verkaufen, wenn sie damit mehr Kohle machen würden als mit Spielen.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 5. Dezember 2011 - 2:41 #

Stimmt definitiv. Ich habe mir schon oft für günstiges Geld ein völlig neues Spiel gekauft, während ich im Retail-Bereich quasi nur auf bekannte Marken setze.
Würde z.B. ein Limbo 2 nun nur als Retail rauskommen würde ich es mir kaufen.

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 5. Dezember 2011 - 8:40 #

Ich habe mir Limbo und Trials auf XBL gekauft, jetzt gibt es beide als Retail deutlich günstiger - da beiß ich mir in den Arsch... ;)

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