GamePro US wird eingestellt, Belegschaft entlassen

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Jonas Schramm 11329 EXP - Redakteur,R9,S9,C9,A9
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1. Dezember 2011 - 15:04 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert

Wie IndustryGamers.com mitgeteilt hat, wird das US-amerikanische Magazin GamePro sowohl als Print- als auch als Online-Medium eingestellt. Demnach markiert die November-Ausgabe des zuletzt auf vierteljährliche Erscheinungsweise umgestellten Magazins den Endpunkt seiner Geschichte. Einer Geschichte, die im Mai 1989 begann -- damals erschien die allererste Ausgabe. Erst im Juli 2011 hatte GamePro Media, eine Tochter von IDG, das Printmagazin von einem monatlichen auf ein Quartals-Format umgestellt – was noch wenige Jahre zuvor für eines der "auflagenstärksten Teen-Magazine der USA" (damalige Eigenwerbung) völlig undenkbar gewesen wäre. Dieser Schritt hat letztendlich aber auch nicht mehr viel bewirkt, wie ein IDG-Mitarbeiter mitteilte, fehlte es einfach an den nötigen Werbeeinnahmen.

Julian Rignall, Vice President of Content bei GamePro Media, teilte kurz darauf (gestern abend deutscher Zeit) über Twitter mit, dass die gesamte Belegschaft des Magazins entlassen werde. Das Online-Angebot wird in einer Untersektion der PCWorld.com und dem dortigen Redakteurs-Team fortgesetzt. Mike Kisseberth, dem Chef der IDG Consumer and Small Business Media Group zufolge, wird sich GamePro Media in den USA nun mehr auf kundenspezifische Wünsche konzentrieren. Des Weiteren sagte er:

Die Redakteure in den USA haben hart gearbeitet um eine leidenschaftliche und loyale Fanbasis der GamePro zu gewinnen und ich bin dankbar für ihren Einsatz und die harte Arbeit über die Jahre hinweg. GamePro, wie alle anderen Unternehmen auch muss mit dem Wandel der Industrie und der ökonomischen Realität gehen. Marci Yamaguchi Hughes (Präsidentin von GamePro) und ihr Team hatten sehr viel Erfahrung im Bereich der Videospiele und jetzt werden sie diese Erfahrungen für andere Marken nutzen können.

Das Ende von GamePro US muss nicht zwangsläufig Auswirkungen auf die deutsche GamePro von IDG haben: Sie war erstens eine Eigenentwicklung von IDG Deutschland und hatte mit dem US-Original bis auf den Namen nichts zu tun, zweitens geht es Spiele-Printmagazinen in Deutschland generell noch relativ gut im Vergleich zum amerikanischen Markt.

volcatius (unregistriert) 1. Dezember 2011 - 15:15 #

Die deutsche GamePro hat inzwischen nur noch eine Auflage von unter 30.000 Exemplaren, ich kann mir gut vorstellen, dass da in Kürze auch der Stecker gezogen wird.

OtaQ 16 Übertalent - 4368 - 1. Dezember 2011 - 17:47 #

Die Frage ist vielmehr wann die endlich auf die Idee kommen GameStar und GamePro zusammenzulegen.

opastock 13 Koop-Gamer - 1279 - 1. Dezember 2011 - 18:45 #

Das tun sie ja schon, wenn man sich diverse Testvideos ansieht.

Limper 16 Übertalent - P - 5448 - 1. Dezember 2011 - 18:50 #

Ich muss sagen ich war schon erschrocken als ich zuletzt eine Gamestar kaufte und festellen musste, dass gefühlte 80% des Inhalts von freien Mitarbeitern war und wieviel größer die Werbefläche geworden ist (nun auch auf Inhaltsseiten...) War die erste seit langer Zeit und wirds auch bleiben.

OtaQ 16 Übertalent - 4368 - 1. Dezember 2011 - 19:15 #

Muss Dir 100% zustimmen!

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 1. Dezember 2011 - 21:16 #

Ich glaube, hier tummeln sich zu 90% enttäuschte Gamestar-Leser. ;)

Denn leider ist die GS-Website samt Inhalt einfach deutlich schlechter als GG und damit keine Alternative zum Heft. Ständig wird das Heft verschlimmbessert, wobei jedes Mal weitere Leser abspringen, aber an der Website wird nichts gemacht (oder habe ich was verpasst, war auch länger nicht mehr dort).

Horschtele 16 Übertalent - P - 5482 - 1. Dezember 2011 - 23:03 #

Ja ich zähle mich auch zur ehemalige GS-Leserschaft. Bin auf GG aufmerksam geworden durch einen Link in einem Wikipedia-Artikel über Jörg Langer. Nach ihm hatte ich mal geschaut, weil ich GS lange Jahre abonniert hatte und die Zeit mit ihm als Chefredakteur als qualitativen Höhepunkt sehe.
Nach und nach sind leider die meisten Redakteure mit interessantem Schreibstil gegangen, deshalb liest sich heute jeder Test gleich langweilig (wenige Ausnahmen bestätigen die Regel), geschrieben nach einer festen Formel, bei der ich schon den übernächsten Satz aufsagen kann, bevor ich ihn lese.
Zum Schlechteren verändert sich alle Jahre wieder(große Ankündigung als Relaunch) das Layout und das Papier, aber das sind kleinere Übel, die man akzeptiert und im Stillen hinnehmen kann.
Was GS hingegen schon immer gut hinbekommen hat, das waren Videos zu Tests (zuletzt allerdings auch stark nach Schema F) und satirische Serien, in denen viele gute wie schlechte Spiele auf die Schippe genommen wurden; zählen für mich zu den Highlights im Bereich Spielejournalismus.
Auch die Website hat mir lange als zusätzliche Informationsquelle gute Dienste geleistet, wenngleich sie auch der Grund ist, dass ich GS nicht mehr abonniere; sämtliche wichtigen Inhalte des Hefts sind schon im Vorraus online zu finden, was das Heft selbst uninteressant macht, wenn man schon die meisten Tests und Previews und Videos im Web gelesen hat.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 2. Dezember 2011 - 0:54 #

Und der Kevin Stich ist von Gamersglobal zur Gamestar gewandert. Hin und her...

Peterchens Mondfahrt 12 Trollwächter - 927 - 2. Dezember 2011 - 12:31 #

Nein, ist er echt?

q 17 Shapeshifter - 6711 - 2. Dezember 2011 - 13:29 #

Jup, hat zuletzt unter anderem das Testvideo zum Arcania Addon gemacht ;>

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29926 - 2. Dezember 2011 - 12:40 #

Wer frei ist hat leicht wandern ;) .

hgfd (unregistriert) 2. Dezember 2011 - 16:33 #

Die sind doch schon zusammengelegt. Die GamePro Seite ist nun genauso wie die Gamestar Seite. Sogar News die für beide relevant sind werden dann auf GS und GP veröffentlicht mitsamt den gleichen Kommentaren von Konsolen und Pc Spielern. Desweiteren sind auf dem YT Channel von GS auch haufenweise GP Videos und man kann erkennen das die Redaktionen alle im selben Büro sitzen. Und nicht zu vergessen sind teilweise Tests zu Multiplattformspielen bei GS einfach von GP übernommen.

Jonas -ZG- 18 Doppel-Voter - P - 11374 - 1. Dezember 2011 - 15:30 #

Mag sein das die Printausgabe in absehbarer Zeit eingestellt wird, aber mittlerweile verlagert sich das sowieso alles ins Web.

Das es den Print nicht gut geht ist ja sowieso nichts neues, die Mischung machts, oder so wie GG

Passatuner 14 Komm-Experte - P - 2301 - 1. Dezember 2011 - 15:41 #

Mir tut es um jedes Printmagazin leid. Ich habe immer gerne Papier in der Hand, aber in der Tat fehlt beim Printmedium jegliche sofortige Interaktivität und - viel gewichtiger - sie kann immer nur auf dem Stand des Redaktionsschlusses sein. Wer einen Test lesen will, der hat ihn dann schon zwei Wocher (oder länger gar) schon im Netz.

Schade, aber wohl nicht aufzuhalten.. :(

Anonymous (unregistriert) 1. Dezember 2011 - 16:15 #

Aus dem Grund sind der Newsteil und der Previewteil in den Magazinen auch meistens komplett egal.
Und was ist in den Magazinen heute wohl am dicksten...

Tr1nity 28 Endgamer - 101274 - 1. Dezember 2011 - 16:18 #

Die Seiten der Werbeanzeigen? ;)

Vidar 18 Doppel-Voter - 12934 - 1. Dezember 2011 - 16:36 #

Oh ja hab mir letztens bei einem Bekannten die Computer Bild angesehen, da muss man wirklich die Artikel zwischen der ganzen Werbung suchen...

. 21 Motivator - 27828 - 1. Dezember 2011 - 16:07 #

Ich lese sehr gerne noch Print, aber auch auf dem iPad. Habe neben dem GG-Abo noch 2 Printabos, jedoch nicht (mehr) die deutsche Gamepro (hier liegt mir 1 DVD zuviel bei).

furzklemmer 15 Kenner - 3225 - 1. Dezember 2011 - 21:23 #

"Ich lese sehr gerne noch Print, aber auch auf dem iPad." Ein großartiger Satz! Szenenapplaus!

. 21 Motivator - 27828 - 1. Dezember 2011 - 21:33 #

Hehe, jetzt wo du es sagst. :-) Aber mit etwas nachdenken, sollte man merken, was ich sagen wollte.

Gecko 13 Koop-Gamer - 1518 - 1. Dezember 2011 - 16:19 #

Schade, leider lässt sich die Entwicklung aber nicht wirklich aufhalten.

Ohne gutes Online Angebot geht es ja generell nicht mehr - die deutsche Gamepro hatte ja jetzt einen gelungenen Relaunch der Website, so kann Sie vielleicht noch bestehen bleiben.
Als Ergänzung zum Magazin ist das ja auch immer sinnvoll.

Auf der anderen Seite wäre Print alleine auch einfach in der heutigen Zeit nicht mehr aktuell genug.
Da waren das früher schon noch ganz andere Zeiten, wo die Magazine die Konkurrenz noch gar nicht hatten.

Trimity (unregistriert) 1. Dezember 2011 - 16:36 #

Machen bestimmt n Magazin im iStore auf.

Claython 16 Übertalent - P - 4698 - 1. Dezember 2011 - 16:39 #

Soll das wirklich so stehen "....PCWorld.com und dem dortigen Radakteurs-Team fortgesetzt....." oder meinst du nicht Redakteursteam bzw. Redaktionsteam?

Na ja die GamePro war jetzt noch nie wirklich so meine Zeitung, da stimmte das Preis-/Leistungsverhältniss einfach nicht. Deren Onlineseite war hingegen doch recht interessant, schon allein wegen der "Serie" Akibatteru?.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 1. Dezember 2011 - 18:24 #

US GamePro, nicht die deutsche...

Nekekami212 13 Koop-Gamer - 1518 - 1. Dezember 2011 - 17:24 #

Damals habe ich auch noch jeden Monat brav meine Zeitschrift gekauft. Angefangen mit der PC Games und dann (der Theme Park Vollversion sei Dank) jahrelang Gamestar. Aber was könnte mich heute noch reizen? Gute Artikel finde ich im Internet gratis. Vollversionen sind überflüssig seit man durch die diversen Sales von Steam und Co., sowie durch die günstigen Indie-Bundles, mit Spielen geradezu überschwemmt wird. Testvideos... die haben mich noch eine ganze Weile bei der Zeitschrift gehalten. Aber bei YouTube gibt es haufenweise Videos die, in meinen Augen, viele Tests in den Schatten stellen ('WTF Is...'), wenn man einen Eindruck von einem Spiel bekommen möchte. Ok... gewaltiger Pluspunkt des Magazins: man kann es gemütlich auf der Toilette lesen! Aber dafür habe ich auch Lustige Taschenbücher ;-)

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9295 - 1. Dezember 2011 - 22:22 #

Jo auf der Toilette ist eine Gamestar nicht verkehrt.

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8355 - 1. Dezember 2011 - 17:27 #

Ich les die Gametar immernoch gerne aber eigentlich könnte ich auch alles Online machen. Schade drum aber in US gibt es ja genug Zeitschriften.

Elton1977 19 Megatalent - P - 15559 - 1. Dezember 2011 - 18:19 #

Mir gefällt die Entwicklung der IDG-Printmagazine gar nicht mehr.
Seit zwei oder drei Jahren geht es Schritt für Schritt kontinuierlich mit dem Niveau und Umfang bergab. Kritik wird in den dortigen Foren gar nicht mehr beachtet oder Ernst genommen. Aus diesem Grunde hatte ich auch mein GameStar-Abo zur Mitte des Jahres gekündigt.
Das ist eine sehr traurige Entwicklung, denke das vor allem Jörg Langer garantiert mit einer Träne im Knopfloch diesen Verfall von GamersGlobal-Seite aus betrachtet.

schlunzi 09 Triple-Talent - 324 - 1. Dezember 2011 - 18:31 #

Mich persönlich verwundert es nicht. Früher habe ich mir auch oft Magazine gekauft. Aber das ist schon Jahre her. Falls ich mir heutzutage noch ein Magazin kaufe, dann aufgrund einer tollen Vollversion, die in meiner Sammlung fehlt ^^ Es geht auh nichts über die ständige Aktualität von Onlinemagazinen bzw. Newsseiten ;) Es ist natürlich schade um die Printmagazine, aber nachvollziehbar.

CrazyChemist 14 Komm-Experte - P - 2079 - 1. Dezember 2011 - 19:11 #

Das Problem ist doch einfach, dass gute Redakteure bei Print auch bezahlt werden wollen und aufgrund der stark gefallenen Einnahmen an den Ausgaben gespart werden muss. Demzufolge gibt es kaum noch gute oder motivierte Schreiberlinge für die Magazine. Praktikanten sind halt billiger :(
Wenn ich überlege, dass ich Schnelle, Schneider, Lenhardt und Langer ewige Jahre gelesen habe und deren Weggang zur Gamestar der Grund für mich war, das PCPlayer-Abo zu kündigen und bei der GameStar anzuheuern. Ich glaube auch, dass es kaum noch Redakteure mit individuellem Schreibstil gibt. Einen Artikel von Jörg Langer, Mick Schnelle oder Heinrich Lenhardt kann man schon am Schreibstil erkennen - aber ob nun Daniel Matschijewski (sorry, falls falsch) oder Michael Graf einen Artikel geschrieben hat, erschließt sich mir tatsächlich nur, wenn ich den Namen beim Artikel lese.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 1. Dezember 2011 - 19:33 #

Das stimmt alles, aber auf die US Gamepro treffen aus meiner Sicht die meisten dieser Punkte nicht zu. Die hatten gute Redakteure (Justin Haywald, Kat Bailay, Ray Barnholt etc.). Das Wirre ist auch, dass die Website in der letzten Woche den höchsten Traffic der Geschichte hatte und trotzdem mit geschlossen wird...

CrazyChemist 14 Komm-Experte - P - 2079 - 1. Dezember 2011 - 19:42 #

Die habe ich nie gelesen, auch wenn ich ja hier im Land der Burger wohne. Ich habe halt zu wenig Zeit für meine Konsole :-D

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 1. Dezember 2011 - 21:19 #

Oh, den Matschijewski habe ich schon am Stil erkennen können. Aber leider nicht als positiv... ;)

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9295 - 1. Dezember 2011 - 22:24 #

Die sind im großen und ganzen schon recht gut. Die Tage noch nen Artikel über Stronghold gelesen. So wie der geschrieben ist bekommt man das selber nicht hin.

Wohlwollen (unregistriert) 1. Dezember 2011 - 19:13 #

Die Dicke der Spielemagazine hat deutlich nachgelassen. GameStar hatte vor 10 Jahren noch spürbar mehr Seiten, es gab mehr Raum für Tests und weniger Reviews, die Artikel waren zumindest gefühlt länger. Vor allem der Tipps & Tricks-Teil war früher stark vorhanden (heute gar nicht mehr).

Wie bereits erwähnt informieren sich heute viele über Spiele über Webseiten der Magazine - und das dazu noch gratis. Der Test selbst wird kaum mehr gelesen, viele lesen bloß die Wertungsbox. Die kann ich natürlich im Netz nachschlagen, da brauche ich kein Magazin. Die Magazine haben das Problem, dass heute eine Flut von Spielen erscheint und diese meist innerhalb kurzer Zeit nach Release gekauft werden - nach zwei Monaten interessiert ein Spiel nur noch wenige.

Habe seit ein paar Monaten ein GameStar-Abo, aber bin am überlegen, ob ich das abbestelle. Die Videos sind auf der Webseite verfügbar, für die Vollversionen fehlt mir die Zeit. Ich lese lieber am Papier als am Bildschirm, aber da ist die einfache Heftversion (ohne DVDs) günstiger als ein Abo.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9295 - 1. Dezember 2011 - 22:25 #

Sie machen zu viel für Iphone und Hardware meines erachtens.
Mono Spiele + paar News wären mir lieber.

Cubi 17 Shapeshifter - 6113 - 1. Dezember 2011 - 21:48 #

Echt schade immer mehr Printmagazine sterben zu sehen :(
Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, da hat man noch die aktuelle VideoGames oder PowerPlay aufm Bett verschlungen, nur um sich die Entscheidung über einen Kauf des aktuellen (S)Nes-Titels leichter oder auch schwerer zu machen. Jeder Screenshot wurde akribisch mit der Lupe auseinandergenommen um noch noch das letzt Fetzchen Info raus zu bekommen. *theatralischerNostalgiesäufzer* :)
Ach, aber was rede ich groß rum - es ist nun mal der Lauf der Zeit das sich alles ins Netz verlagert. Schade um die Mitarbeiter der amerikanischen GamePro, aber lange wird sich die etablierte Gamestar bei uns auch nicht mehr halten, schade.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9295 - 1. Dezember 2011 - 22:26 #

Stell dir vor was passiert wäre wenn der Lehnhardt den Langer damals nach Hause geschickt hätte. Dann hätten wir heute kein GG ^^

Anonymous (unregistriert) 1. Dezember 2011 - 21:54 #

Der Grundrhythmus des Leben orientiert sich primär am
Tages-, Wochen- und Monatsablauf.

Es ist eine Schnapsidee, Magazine in anderen Rhythmen auf
den Markt zu werfen.

Hagen Gehritz Redaktions-Praktikant - P - 10593 - 1. Dezember 2011 - 22:36 #

Diesen Niedergang der Print-Spielemagazine finde ich auch sehr schade. Erinner mich noch an schöne Zeiten als ich mehrere Nachmittage brauchte um mich durch alle Nischen der PC Action zu lesen.

Der Umfang, sowie das Charisma der Beiträge und der Redaktion machten mich dann lange Zeit zum Abonennten.
Speziell da merkte ich selbst wie nach und nach viele Bestandteile wie z.B. Comics oder exklusive Video-Serien nach und nach verschwanden. Dann wurden "zu alte" aber immens beliebte (!) Redakteure entlassen, ein Relaunch mit Neudesign und neuen Konzepten gewagt ohne wirklich lange daran festzuhalten. Die Beiträge wurden immer unmarkanter, da die Redaktionen der verschiedenen Publikationen des Verlags zusammengelegt worden zu sein scheinen und Artikel marginal angepasst überall verwendet werden (und man plötzlich lauter "Gastschreiber" vorfindet) Die Web-Präsenz wurde dagegen zu einer exzellenten Community ausgebaut, allerdings wurde auch da das entsprechende Team immer mehr reduziert bis die Seite so gesichtslos wie zuvor war und schlielich wieder ein downgrade stattfand.

Das Fazit was ich daraus ziehe ist, dass ein entsprechendes Magazin nicht mehr der durch seinen eigentlichen Inhalt punkten kann (da Internet immer aktueller und vielseitiger), sondern u.a. durch Redakteure die die Fans an sich binden und entsprechende exklusive Konzepte. Zu beobachten ist aber eine gegenteilige Entwicklung.

Das das richtige lesernahe Auftreten wirkt zeigt sich bei mir an einer Sache: die entsprechenden Redakteure damals haben einen so bleibenden Eindruck hinterlassen, dass ich nach deren Weggang sehen wollte wo sie neu unterkommen. Durch einen bin ich dann hier bei GG gelandet und auch die Projekte der anderen beiden verfolge ich mit regem Interesse =)

Cubi 17 Shapeshifter - 6113 - 1. Dezember 2011 - 23:05 #

Stimmt, ist bei mir ist das mit dem Eindruck ähnlich: Da mir klar ist, dass Spieletest am Ende immer subjektiv behaftet sind muss ich wissen wie der Schreiber denkt. Immerhin ist das Hobby ja auch nicht kostenlos. Wenn ich bei mehreren Artikel von einem Redakteur merke, dass er meine(n) Meinung/Geschmack teilt dann glaube ich ihm auch irgendwann fast automatisch wenn er/sie schreibt Spiel XYZ ist murks weil das und das nicht passt. Langer und Lenhardt sind für mich so zwei herausragende Kandidaten. (Anmerkung: Kontodaten habt ihr zwei ja bekommen :D)
Aus Zeiten der PowerPlay und dann später auch Jörg mit der PC Player hab ich deren Urteilen immer vertraut und wurde eigentlich nie enttäuscht. Die Multimedia-Leserbriefe (falls die noch jemand kennt) machte die Namen unter den Artikeln dann endgültig menschlich und symphatisch. So bin ich zwangsläufig auch irgendwann hier gelandet und bin damit natürlich auch ein großer Fan v. "Stunde der Kritiker" und "Spieleveteranen".
Und jetzt Schluß mit der ganzen Lobhudelei , sonst bilden die sich womöglich noch was drauf ein ;-)

DarthTK 13 Koop-Gamer - P - 1704 - 1. Dezember 2011 - 22:45 #

Ich kauf mir eigentlich im Monat immer nur noch eine Printausgabe eines der beiden Magazine PC Games und Gamestar. Es liegt aber eher daran, dass ich auch immer noch gern mal in was "handfestem" lese. Die meisten Infos bekommt man ja im Internet, mittlerweile sogar gut konzentriert auf wenigen Seiten wie hier oder 4players

Horselover Fat 09 Triple-Talent - 315 - 1. Dezember 2011 - 22:53 #

Verlagerung ins Netz ist ja nur ein Symptom. Es geht eigentlich darum, dass wir keine Antwort auf die Frage haben, wie Content in Zeiten des Internets bezahlt werden soll. Sei es Kunst oder Journalismus. Oder schreibt GG schon schwarze Zahlen?

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 70332 - 1. Dezember 2011 - 23:11 #

Tiefschwarz, mit Neigung zum Überfluss!

Mal im Ernst! Das ist der Lauf der Dinge! Ein Printspielemagazin gehört zur Nostalgie! So wie Oldtimer oder Röhrenfernseher oder so, man nutzt diese Sachen nur noch aus Liebe oder weil man nichts Anderes hat aber nicht weil sie praktisch oder modern sind! Dafür ist die Spiele/Multimediabranche viel zu schnelllebig um aktuell zu sein und die Nutzer sind viel zu ungeduldig um auf ein altes Magazin zu warten in dem Inhalte stehen, die sie schon längst kennen!

DELK 16 Übertalent - 5488 - 2. Dezember 2011 - 0:53 #

Also ich finde es immer noch um einiges praktischer, die Gamestar aufs Klo mitzunehmen, als meinen Computer ;)

McGressive 19 Megatalent - 14000 - 2. Dezember 2011 - 1:01 #

Sehe ich eigentlich auch so, aber mein iPod touch löst die ollen Zeitschriften langsam, aber stetig ab... ;)

Horselover Fat 09 Triple-Talent - 315 - 2. Dezember 2011 - 9:32 #

Ich habe nicht das Gegenteil behauptet. Natürlich gibt es einen Lauf der Dinge. Aber umso mehr braucht es Lösungen, diesen Lauf in den Griff zu bekommen.

Old Lion 26 Spiele-Kenner - 70332 - 2. Dezember 2011 - 14:10 #

Gibt es doch! Websites, Apps, RSS Feed, Twitter, Blogs, Facebook usw. Musst dich nur entscheiden!

Horselover Fat 09 Triple-Talent - 315 - 3. Dezember 2011 - 19:34 #

Ich hoffe, wir reden nicht aneinander vorbei. Meine Frage war, wie man journalistischen oder künstlerischen Content zur Verfügung stellt, ohne leer auszugehen, wo doch jeder alles kopieren kann. Geht das mit einem Blog, RSS Feeds oder bei Facebook?

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9295 - 2. Dezember 2011 - 18:29 #

Es wird beides weiterhin geben. Und sollte es mal keine Zeitschriften mehr geben, dann gründe ich nen Verlag und verdien mir ne goldene Nase ^^ Denn die Nachfrage ist immer da.

McGressive 19 Megatalent - 14000 - 2. Dezember 2011 - 0:06 #

Schade drum! Habe die US-GamePro über ein Jahr lang (allerdings auch schon 10 Jahre her) sehr gerne gelesen.
R.I.P.

Anonymous (unregistriert) 2. Dezember 2011 - 0:37 #

Vision ala Steve Jobs mit Apple
Ich sehe Jörg L. und Mike S. die zurück zur Gamestar gehen und...

CrazyChemist 14 Komm-Experte - P - 2079 - 2. Dezember 2011 - 0:45 #

Ich halte es da mit Helmut Schmidt!

Green Yoshi 21 Motivator - 25390 - 2. Dezember 2011 - 0:46 #

Fand die US-Seite nie besonders prickelnd, das Heft hab ich nie gelesen.
Meine Trauer hält sich in Grenzen.

SirDalamar 14 Komm-Experte - 2035 - 2. Dezember 2011 - 11:00 #

Ebenfalls. Nur tut es mir für die Mitarbeiter leid. Aber das Geschäft ist nun einmal hart umkämpft... wie so ziemlich alles :(

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9295 - 2. Dezember 2011 - 18:32 #

Wieso ist doch eher ein Grund zu feiern. Seit 1989, das sind 22 Jahre. Da muss man doch glücklich sein das sie 22 Jahre lang veröffentlichen konnten. Die Mitarbeiter gehen eh sofort zu ner anderen Zeitschrift oder Onlinemagazin. Die kennen sich doch da alle untereinander, sind ja Kollegen.

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