Ghost Recon - Future Soldier: Doch keine PC-Version geplant

PC 360 PS3
Bild von sw4pf1le
sw4pf1le 10771 EXP - 18 Doppel-Voter,R9,S3,A10
Alter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertIdol der Massen: Hat mindestens 10.000 Kudos bekommenSilber-Archivar: Hat Stufe 10 der Archivar-Klasse erreichtVielspieler: Hat 250 Spiele in seine Sammlung eingetragenBronze-Archivar: Hat Stufe 5 der Archivar-Klasse erreichtLoyalist: Ist seit mindestens einem Jahr bei GG.de dabeiBronze-Reporter: Hat Stufe 6 der Reporter-Klasse erreichtScreenshot-Geselle: Hat 500 Screenshots hochgeladenDatenbank-Geselle: Hat 100 Steckbriefe angelegtDiskutierer: Hat 1000 EXP durch Comments erhaltenRedigier-Veteran: Verdiente 1000 EXP durch Edits fremder News/ArtikelStar: Hat 1000 Kudos für eigene News/Artikel erhalten

26. November 2011 - 0:04 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Ghost Recon Future Soldier ab 9,87 € bei Amazon.de kaufen.

Schon im Juni hieß es bereits, Ghost Recon - Future Soldier erscheine entgegen der ursprünglichen Ankündigung nicht für PC. Diese Aussage währte nicht lange, dann kam auch schon wieder das Dementi von Ubisoft (wir berichteten). Nun jedoch hat sich der französische Publisher endgültig festgelegt. In einem Interview des britischen Magazins PC Gamer mit Ubisoft-Produzent Sébastien Arnoult stellte dieser klar, dass Future Soldier nur noch für Konsolen erscheinen soll. PC-Spieler sollen sich stattdessen an den Free2Play-Ableger Ghost Recon Online halten. Seine Begründung:

Auf dem PC passen wir unser Geschäftsmodell an die Nachfrage an. [...] Als wir Ghost Recon Online starteten dachten wir an Ghost Recon - Future Soldier; eine klassische Portierung ohne irgendwelche tiefergehenden Anpassungen, weil wir genau wissen, dass 95% unserer Kunden [auf dem PC] das Spiel raubkopieren werden. Darum haben wir uns gesagt, okay, wir müssen unsere Herangehensweise ändern.

Laut der deutschen Seite Golem.de, die diesen Bericht ebenfalls aufgegriffen hat, gehört dazu wohl auch die Einsicht, dass der rigide Onlinezwang der letzten Jahre keine zufriedenstellende Lösung darstelle. In der Tat sorgte der Kopierschutz für zahlreiche Kontroversen und wurde in einigen Fällen wieder aufgehoben, zuletzt bei From Dust (wir berichteten). Jüngste Spiele wie Assassin's Creed - Revelations und Anno 2070 verzichteten daher auch von vorne herein auf dieses Schutzsystem. Der Redakteur bei Golem geht bei seinen Spekulation sogar soweit, dass er Ubsiofts zukünftiges Engagement auf dem PC-Markt generell in Frage stellt. Dabei stützt er sich auch auf die Aussage des Ubisoft-Entwicklers Stanislas Mettra (I Am Alive), der PC-Entwicklungen als unrentabel bezeichnet hatte.

Generell ist bei Ubisoft in der Tat eine Verzögerungstaktik festzustellen, was die Veröffentlichung von PC-Versionen angeht. So erschienen beispielsweise alle Titel der Assassin's-Creed-Reihe erst mehrere Wochen bis Monate nach den Konsolenveröffentlichungen. Eine ähnliche Vorgehensweise praktiziert allerdings auch Take 2 bei Titeln wie GTA 4 und L.A. Noire und deutet in vielen Fällen wohl eher auf begrenzte Entwicklerkapazitäten hin. Und obwohl so bei vielen Publishern eine deutliche Bevorzugung der Konsolen festzustellen ist, gibt es bislang noch keine ausdrückliche Totalabsage eines führenden Unternehmens an die PC-Plattform.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 26. November 2011 - 0:13 #

Lackaffen.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12807 - 26. November 2011 - 0:22 #

Das ist mal wieder viel zu sehr in Schwarz-Weiß gedacht. Das Ubisoft mal darüber nachdenkt, dass viele Leute vielleicht eben WEGEN dem Kopierschutz überhaupt zu illegalen Versionen gegriffen haben kommt man wohl nicht. Vor Monaten hat Ubisoft den Always-On sogar mit den Worten verteidigt, dass er keinerlei Umsatzeinbußen verursacht hat. Jetzt sollen urplötzlich 95% der Kunden weg sein. Das ist doch alles widersprüchlich und paradox. Ich bleibe dabei, Ubisoft hat eigentlich gar keine Ahnung wie Ihre Kundschaft tickt. Marktanalyse 6- würde ich mal behaupten. Wenn das Geld nicht stimmt sind wie immer die Raubkopierer schuld... und die Gebrauchtkäufer, die Konkurrenz, die Indie-Entwickler und als letztes war es die Großmutter, aber selbst? Nein als Publisher macht man nur richtige und perfekte Entscheidungen. *roll*

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73795 - 26. November 2011 - 0:19 #

Die Kunden raubkopieren also, aha. Ich dachte immer Kunden sind diejenigen, die brav ein Spiel kaufen und eben NICHT raubkopieren. Mit solchen Aussagen macht sich Ubisoft gewiß nicht beliebter, zumindest nicht bei mir.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20827 - 26. November 2011 - 7:52 #

Aha. Dann bin ich ein komischer Kunde mit über 1500 originalspielen (Heft Vollversionen nicht! mitgerechnet). Aber das ist genau die Aussage die ich vor 2 Monaten hier gepostet habe: Man setzt auf PC bald nur noch auf die F2P Sparte. Raubkopien ade, da eh Free. Und Kunden denen das Produkt gefällt, kaufen auch was dazu.

Spiele in letzter Zeit eben auch viele F2P Spiele wie World of Tanks, Siedler Online und Black Prophecy. Auch weil so Panzerspiele oder Weltraum Action einfach nichtmehr anders auf dem Markt kommen.

Aber die Aussage das 95% der PC Spieler kopieren ist schon ne Hausnummer. Da macht man sich net Freunde mit so einer Aussage.

Wetten die wird in paar Tagen zurückgenommen und anders formuliert?

Punisher 19 Megatalent - P - 14240 - 26. November 2011 - 16:05 #

Ja, 95% der Spieler kopieren ist in der Tat mutig... auf 1 verkaufte Originallizenz kommen 19 illegale Kopien klingt allerdings auch nicht besser. ;-)

Ich persönlich denke ja, dass die zeitliche Verzögerung zwischen Konsolen- und PC-Spielen einzig und allein dazu dient, Multiplattformspielern nicht gleich ab Start die Möglichkeit zu geben, sich statt dem Original eine dezentrale Sicherheitskopie zuzulegen. Nebenbei braucht man auch nicht so viele Ressourcen, um alles zeitgleich zu entwickeln - Also ein DoubleWin für den Hersteller.

Limper 16 Übertalent - P - 5151 - 26. November 2011 - 0:28 #

Ist doch dreist wie sie ihr anhaltend schlechtes Verhalten dem PC Kunden gegenüber vergessen und wieder alles auf Schwarzkopierer schieben. Ich werde kein Spiel von denen kaufen das always-on "Schutz" verwendet (Tut leid Siedler 7)...

Besen 10 Kommunikator - 503 - 26. November 2011 - 0:40 #

Es wird sich doch ständing über die bösen Konsolenports beschwert.
Jetzt mach Ubisoft mal sepparate Spiele für pc und konsole und dann ists auch nicht recht.

volcatius (unregistriert) 26. November 2011 - 1:03 #

Verstehe ich alles nicht so ganz.
Mit dem Ubi-Launcher hat man nach eigenen Aussagen doch einen äußerst wirksamen Kopierschutz entwickelt und eingesetzt? Eigentlich dürfte es gar keine Piraterie mehr geben?
95% der Leute kopieren angeblich, ein Titel ohne Kopierschutz wie Witcher 2 hätte sich statt 1+ Million Mal dann eigentlich 20 Millionen Mal verkaufen müssen?
Anno 2070 erfordert eine Onlineaktivierung, eine Accountbindung und die Installation des Ubilaunchers, hat einen beschnittenen Offlinemodus und darüber hinaus den TAGES-Kopierschutz, das versteht man jetzt also schon unter zufriedenstellender Lösung?

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 89796 - 26. November 2011 - 2:14 #

Totalabsage? O Gott! Beschwört nicht das Ende der Welt, Aargh! ;)

DerMitDemBlunt 14 Komm-Experte - 2483 - 26. November 2011 - 5:31 #

Ubilauncher könnten die sowieso behalten ;)

und nein Ubisoft es raubkopieren sich nicht 95% eure Spiele sondern viele kaufen sie sich wegen eben dieses Launchers nicht mehr ...

Gibt genug Spiele die sich super auf PC verkaufen man sehe sich nur SC2 oder Witcher2 an

Miesmuschel (unregistriert) 26. November 2011 - 6:00 #

Wischer 2 mit wieviel? 80.000 Einheiten DRM-frei auf GOG.com? Wow, Systemseller!

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20827 - 26. November 2011 - 7:47 #

1,5 Millionen mittlerweile. Aber hey...

Woldeus 14 Komm-Experte - P - 1873 - 26. November 2011 - 6:16 #

95% der kunden kopieren es nicht schwarz, sie boykottieren den ubi-launcher und gewisse drm mechanismen (ja ubisoft, auch ich darf in einer unreflektierten traumwelt leben;) )

Vaedian (unregistriert) 26. November 2011 - 10:49 #

Ubisoft wieder. Der Axel-Springer-Verlag der Spielebranche.

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8314 - 26. November 2011 - 11:35 #

Schade aber das Spiel überzeugt mich eh nicht.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 34513 - 26. November 2011 - 14:30 #

Hm, und in der PC Games, die heute im VBriefkasten war, ist eine Riesen-Titelstory zum neuen Rainbow Six. Das wird im Gegensatz zu Ghost Recon nicht raubkopiert, oder was?

Sollen doch einfach alle Publisher Steam benutzen, ist ein guter Kopierschutz. Da wartet man einfach, bis die Spiele in irgendeinem Sale für 5 € auftauchen. Gibt immer noch mehr Einnahmen als Raubkopien oder Ubilauncher-Boykott. ;-)

McNapp64 17 Shapeshifter - P - 6402 - 26. November 2011 - 21:19 #

Warum glauben denn eigentlich soviele diese dumme "Raubkopierer" Ausrede? Darum geht es Ubisoft doch garnicht. Auf der XBOX wird auch munter raubkopiert.
Augen auf! Worum geht es denn wirklich? Der Gebrauchtmarkt, Leute, der Gebrauchtmarkt...
Warum mögen Publisher wohl Steam? Weil es ein guter Kopierschutz ist? Die Spiele sind doch auch gecrackt...Aber kann man sie weiterverkaufen?

Deathproof 14 Komm-Experte - 1985 - 26. November 2011 - 21:37 #

Es haben aber auch viele 2 XBoxen, eine gebannte und eine zum Online zocken.

McNapp64 17 Shapeshifter - P - 6402 - 26. November 2011 - 21:51 #

Und wofür wurde wohl der Online Pass eingeführt? Wegen der Raubkopierer? Oder wegen... Ja genau!

Anonymous (unregistriert) 26. November 2011 - 21:50 #

sagt wer?

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73795 - 26. November 2011 - 21:58 #

Dann müßten sie aber die Konsolenvarianten streichen, denn die lassen sich noch eher weiterverkaufen, als eine PC-Version, bei der das heutzutage z.B. wegen Accountbindung eigentlich gar nicht mehr möglich ist.

Natürlich ist die Ausrede per se lahm und der Raubkopiergrund zieht bei mir auch nicht. Die wollen den Leuten das F2P-Dingens andrehen, weil sie im Endeffekt damit mehr Kohle machen und die Kunden damit länger "halten".

McNapp64 17 Shapeshifter - P - 6402 - 26. November 2011 - 22:03 #

Beim PC ist es technisch möglich.Verkaufen tun sie es uns als Maßnahme gegen Raubkopierer um nicht sagen zu müssen, sie wollen uns den Weiterverkauf verbieten. Hier wäre der Aufschrei ungleich größer. Der Konsolenmarkt ist größer und kann nicht einfach links liegen gelassen werden. Allerdings müssen sie sich hier noch das Mittel überlegen. Online Pass ist der erste Schritt...

volcatius (unregistriert) 27. November 2011 - 14:03 #

Für die Hersteller ist es vorteilhafter, auf die geschlossenen Systeme wie PSN und XBoxLive zu setzen. Beim PC wird man sich der Kontrolle eines einzelnen Publishers oder Herstellers immer entziehen können.
Deshalb ist es in deren Interesse, die Spieler zunächst in eben jene geschlossenen Systeme zu treiben. Danach wird dann genau die gleiche Entwicklung wie auf dem PC stattfinden - wie Accountbindung, um den Wiederverkauf zu verhindern. Mit dem nichtwiederverkaufbaren DLC (also DRM) wird das schon länger praktiziert, der Onlinepass ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.
Auf PSN oder XBoxLive, dem einzigen Anbieter für die jeweilige Konsole, wird die Preispolitik, die regionale Gängelung, die Vorgaben beim Gamertag, die Analyse des Nutzerverhaltens oder die Kontrolle bis zur Aussperrung vom Onlinespielen sehr viel einfacher sein.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 34513 - 29. November 2011 - 17:46 #

Du widersprichst dir selbst. Gebrauchtspeile sind ein Konsolenproblem, denn wie du schon sagst ist wegen Accountbindung der Weiterverkauf vieler PC-Spiele gar nicht möglich (also der Verkauf schon, aber... ;-) ). Wenn es also um den Gebrauchtmarkt ginge, würden sie nicht die PC-Version streichen, oder?

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 26. November 2011 - 23:07 #

Zuerst Always-On Kopierschutz, der wird geknackt, Ubisoft vermeldet trotzdem einen Erfolg. Als Konsequenz wird der Kopierschutz entschärft. Dann kommt mit Anno 2070 ein PC-Only Spiel auf den Markt und jetzt vermeldet Ubisoft: Portierungen auf den PC lohnen sich nicht. Die wissen was sie wollen, da wird nicht dumm rumgeeiert!

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 28. November 2011 - 9:47 #

Einige Ubisoft-Mitarbeiter, die nicht im obersten Management sitzen, sagen das...

Decorus 16 Übertalent - 4246 - 28. November 2011 - 13:04 #

Die werden die Entscheidungen die sie kommentieren aber nicht ohne besagtes Management durchgeführt haben.

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 28. November 2011 - 15:16 #

Streng genommen hat Arnoult nur gesagt, dass man auf dem PC das Angebot an die Nachfrage anpassen muss. Der einzige, der sich kritisch zum PC geäußert hat, war Mettra. Und der hat in einer nachträglichen Email gleich wieder einen Rückzieher gemacht und das als seine Privatmeinung bezeichnet. Ist in der News nicht anders beschrieben und lässt sich alles in den Quellenlinks nachlesen.

DELK 16 Übertalent - 5488 - 27. November 2011 - 16:50 #

Zuerst jahrelang die PC-Kunden verarschen, und sich dann wundern, dass niemand ihre Spiele kauft? Das war ja mal überhaupt nicht vorhersehbar. Siedler wäre ja eigentlich ein Pflichtkauf gewesen, Assassins Creed 2 auch. Aber mit Ubilauncher kommen mir die Spiele halt nicht ins Haus, schade drum.

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)
Mitarbeit