Arcade-Check: Fusion - Genesis
Teil der Exklusiv-Serie Arcade-Check

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17. November 2011 - 12:01 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Das sich das Dual-Stick-Shooter-Genre weiterentwickelt, haben wir schon im Arcade-Check von Renegade Ops feststellen können. Fusion - Genesis aber als Dual-Stick-Shooter zu bezeichnen, wäre eine maßlose Untertreibung und würde dem Titel absolut nicht gerecht werden. Das von ehemaligen Rare-Mitarbeitern gegründete Indie-Label Starfire Studios nutzt das Genre als Basis für eine komplexe Weltraum-Oper mit einer ordentlichen Portion Elite. Schon seit Jahren hoffen Fans auf eine adäquate Fortsetzung von David Brabens und Ian Bells Klassiker aus dem Jahre 1984. Zwar kommt der aktuelle Arcade-Titel in einer völlig anderen Form daher, dennoch verströmt er den Geist des Kult-Spiels aus jeder Pore.

Aller Anfang ist schwer

Während des Tutorials wird euer etwas ruppiger Mentor durch einen plötzlichen Angriff getötet. Da ihr in diesem Moment für einen Testauftrag mit einem Raumschiff außerhalb der Basis wart, könnt ihr der Attacke mit einem sogenannten Sentient-Prototypen entkommen. Da dieser aber das eigentliche Ziel des Angriffs war, geratet ihr nun ins Visier der Schurken. Euer Lehrer hat sehr vorausschauend gehandelt, denn von ihm bekommt ihr noch eine Videobotschaft mit seinen letzten Anweisungen. So befiehlt er euch zur Alpha-Station zu reisen, um einen gewissen Judah zu treffen. Da dieser große Stücke auf euren verschiedenen Lehrmeister gehalten hat, hilft er euch bei den ersten Schritten im Universum von Fusion - Genesis. Später bekommt ihr von ihm Aufträge und er fungiert als Kontaktperson, wenn ihr bei einer anderen Fraktion anheuern wollt.

Saulus oder Paulus?

Habt ihr erst einmal die Grundlagen verinnerlicht, könnt ihr euch entscheiden, welcher der fünf Fraktionen ihr euch anschließen wollt. Wenn ihr euch für eine Karriere als Händler entscheidet, solltet ihr euch beim Handelskonsortium vorstellen. Die Prätoriats-Flotte hingegen bietet Arbeitsplätze für aufrichtige Spielernaturen, die für Recht und Ordnung im Weltraum sorgen wollen. Das ständig expandierende Dominion oder deren Erzfeinde vom Revenant-Orden benötigen ebenfalls frische Soldaten, die für ihre Sache kämpfen. Zu guter Letzt könnt ihr windige Aufträge für das zwielichtige Sunshadow Syndikat erledigen. Die sechste große Partei des Fusion-Universums stellt keine neuen Leute ein. Bei der dunklen Legion handelt es sich um eine mysteriöse Spezies, die über eine seltsame Fernreisetechnik verfügt und aus unbekannten Gründen hinter eurem Sentient her ist. Insgesamt gibt es sechs individuelle Hauptgeschichten zu erleben und unzählige kleinere Nebenaufträge zu erledigen, beispielsweise Bergungsmissionen, Kartografieaufträge oder Sabotageaktionen, um nur einige wenige zu nennen. Abseits der Missionen könnt ihr mit erbeuteten oder gekauften Waren handeln oder Asteroiden nach wertvollen Erzen durchforsten, um ein paar Creds – die Währung im Spiel – nebenher zu verdienen.

Wenn ihr von der dunklen Legion so umzingelt seid, stehen eure Überlebenschancen denkbar schlecht.

Je nachdem welcher Fraktion ihr angehört, gibt es verschiedene Raumstationen als Ausgangsbasis. Hier habt ihr die Möglichkeit eure gesammelten Mineralien oder Waren zu verkaufen. Eure hart erarbeiteten Creds könnt ihr in Verbesserungen, wie stärkere Waffen, investieren oder gleich ein neues Raumschiff erwerben. Jede Fraktion hat spezielle Schiffsklassen mit ganz eigenen Vorzügen und Fertigkeiten, wie beispielsweise eine Tarnvorrichtung, verbesserte Schilde oder eine Teleportfunktion. Laut Hersteller gibt es über 100 Schiffe mit tausenden Verbesserungsmöglichkeiten. Auch die nützlichen Sentient-Roboter lassen sich, genau wie die Schiffe, ganz nach eurem Bedarf aufrüsten. Auf den Stationen trefft ihr zudem immer Personen, die euch die unterschiedlichsten Aufträge zur Auswahl anbieten – es gibt immer was zu tun! Leider könnt ihr immer nur eine Mission annehmen. Dafür erspart euch das Spiel zumeist den Rückweg zum Auftraggeber.

Entdecke die Möglichkeiten doch selbst!

Sowohl grafisch als auch soundtechnisch gibt es eigentlich nichts zu meckern. Bis auf kleine Framerate-Einbrüche ab und an wirkt die Optik sehr poliert. Detailverliebte Raumstationen, wabernde Nebel oder wunderschöne Eiswelten vermitteln ein abwechslungsreiches Universum. Begleitet wird das Ganze von einem tollen Soundtrack, der einer Space-Oper würdig ist. Die Steuerung geht sehr präzise von der Hand, wobei der Controller auch nicht unnötig kompliziert belegt wurde. Viele Aktionen lassen sich kontextabhängig mit dem A-Knopf ausführen und die Knöpfe B, X und Y lassen sich frei belegen. Eurem Sentient könnt ihr Befehle mit dem Steuerkreuz erteilen. Viele Funktionen des Spiels müsst ihr aber erst selbst entdecken. Das Tutorial und die für Arcade-Spiele übliche Hilfe-Funktion klären längst nicht alle Fragen. Spielelemente werden teilweise angerissen, aber die vollständige Funktion erschließt sich oft erst während des Spielens. Wer sich richtig auf das Spiel einlassen will, ist laut Entwickler circa 40 Stunden beschäftigt. Ob die Einarbeitungszeit hier einberechnet wurde?

Wenn euch der Story-Modus allein noch nicht reicht, könnt ihr zu viert Koop-Geschwader bilden und die Aufgaben gemeinsam lösen. Im Invasion-Modus verteidigen vier Spieler eine Raumstationen gegen die Angriffe der dunklen Legion in Tower-Defense-Manier. Im Kriegsgebiet-Modus bekämpfen sich Anhänger des Dominions und des Revenant-Ordens mit bis zu acht Spielern. Cooles Gimmick: Für Telefone mit Windows Phone 7 ist bereits das Strategiespiel Fusion - Sentient für 2,99 Euro erschienen. Wenn ihr die beiden Fusion-Titel miteinander verbindet, könnt ihr eure Roboter unterwegs verbessern und diese anschließend auf der Xbox 360 nutzen.

Fazit: Faszinierender Genre-Mix

Fusion - Genesis ist nicht die übliche leicht zugängliche Arcade-Kost. Die Kombination aus den relativ komplexen Möglichkeiten und der unzureichenden Anleitung verlangt etwas Geduld und ermuntert zum Ausprobieren. Wenn ihr diese kleine Hürde aber genommen habt, kommt das Spiel richtig in Fahrt. Wer der Kombination aus Weltraumaction, Handeln, Erforschen und dem Basteln an Raumschiffen etwas abgewinnen kann, sollte sich den Titel unbedingt anschauen. Spieleveteranen, die mit Elite groß geworden sind, und mit der ungewöhnlichen 2D-Form kein Problem haben, dürfen sich das behagliche Nostalgiegefühl auf keinen Fall entgehen lassen. Für 800 Microsoft-Punkte ist der Spielumfang von Fusion - Genesis ohnehin gewaltig. Selten bekommt ihr soviel Spiel für rund 10 Euro.
  • Preis am 17.11.2011: 800 Microsoft-Punkte (entspricht circa 10 Euro)
  • 1 - 4 Spieler kooperativ, bis zu 8 Spieler gegeneinander
  • 2D-Dual-Stick-Weltraumsimulation-Action-Mix
  • Für erfahrene Spieler empfohlen
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Video:

Sciron 19 Megatalent - P - 16109 - 17. November 2011 - 12:38 #

Bin vorgestern zufällig auf'm Xbox-Marktplatz drüber gestolpert und fand schon die ersten Screenshots sehr interessant. Die Demo hat mich erst mal etwas verwirrt zurück gelassen und spielte sich auch relativ zäh. Der Einstieg ins Spiel erfordert also schon etwas Durchhaltevermögen. Komplett angefixt hat es mich bisher noch nicht, aber da dieser Genre-Mix eigentlich genau meinem Beuteschema entspricht, werd ich es mir beizeiten sicherlich noch mal genauer anschauen.

Alleine der große Umfang ist für so einen Aracde-Titel natürlich schon lobenswert. Mir stellt sich halt nur noch die Frage, ob es auch hinten raus noch motivierend bleibt oder sich die Aufgaben dann doch nur ständig wiederholen.

Wolfen 14 Komm-Experte - P - 2145 - 17. November 2011 - 13:15 #

Weiß man, ob das Spiel auch SplitScreen Coop unterstützt oder ob hier nur Online Coop gemeint ist?

FLOGGER 17 Shapeshifter - 8926 - 17. November 2011 - 13:47 #

Splitscreen ist nicht möglich. Nur online.

Wolfen 14 Komm-Experte - P - 2145 - 17. November 2011 - 17:48 #

Hm schade, aber danke für die Antwort.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 329361 - 18. November 2011 - 0:14 #

Das könnte was für mich sein :-) Aber wann die Zeit dafür finden?!

FLOGGER 17 Shapeshifter - 8926 - 18. November 2011 - 10:21 #

Ja, dass kenn ich! So viel zu tun und so viel gute Spiele...

OtaQ 16 Übertalent - 4359 - 18. November 2011 - 15:36 #

Bei der aktuellen Spielflut... absolut unmöglich.

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Mitarbeit
Action
Arcade
ab 12 freigegeben
12
Starfire Studios
Microsoft Studios
09.11.2011
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7.5
360