Arcade-Check: Daytona USA
Teil der Exklusiv-Serie Arcade-Check

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3. November 2011 - 12:00 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
1994 haben Heimzocker noch neidisch auf die technisch weit überlegenen Automaten in den Spielhallen geschielt. Von Force-Feedback Lenkrad, 60 Bildern pro Sekunde und 40 Gegnern auf dem Rennkurs, konnte man damals auf dem heimischen Bildschirm nur träumen. Alt-Zockern geht deshalb vermutlich das Herz auf, wenn ihnen der Gesang "Daytonaaa.... let's go away!" nun aus dem eigenen Surround System entgegen schallt. Endlich hat sich Sega erbarmt, dem Ruf der Fan-Foren zu folgen und einen ihrer Racing-Klassiker zu veröffentlichen. Zwar haben die meisten eher auf die moderneren Model-3-Umsetzungen von Daytona USA 2: Battle on the Edge, der Power Edition oder Scud Race gehofft.

Die Veröffentlichung von Daytona USA, das noch auf Model-2-Hardware lief, ist aber ein erster Schritt in die richtige Richtung. Das Sega die Lizenz nur für einen einzelnen Download-Titel erneuert, wagen wir zu bezweifeln. Zumindest wirft es die Frage auf, ob weitere Daytona-Titel neu aufgelegt werden oder sich gar ein dritter Teil in Entwicklung befindet. Doch wie schlägt sich der aktuelle Xbox-Live-Arcade-Titel, ohne ihn durch die rosarote Fan-Brille zu betrachten?

Alter Käse oder gut gereifter Gouda?

Technisch gesehen hat sich nicht allzu viel verändert. Immerhin wurde aber der Original-Spielautomat als Basis für die HD-Umsetzung benutzt. Das Spiel läuft genau wie früher in butterweichen 60 Bildern pro Sekunde und vermittelt immer noch ein tolles Geschwindigkeitsgefühl – es gibt durchaus, deutlich schlechter gealterte 3D-Grafik. Zudem fällt sehr positiv auf, dass sich die Entwickler von Sega die Mühe gemacht haben, dem Titel einen nativen 16:9-Modus zu verpassen. Dreamcast-Ports der jüngeren Vergangenheit wurden leider nicht so liebevoll behandelt und in ein enges 4:3-Korsett gequetscht. Die Armut an Polygonen und die rudimentären Spiegelungen auf der Heckscheibe sorgen beim modernen Zocker allerdings nur für ein mitleidiges Lächeln. Dem Retrofan hingegen reicht der Hornet-Schriftzug auf dem Fahrzeug und dieser ehemalige "State of the Art"-Effekt, um in wohlige Verzückung zu geraten.


Blue, blue skies... blue, blue skies I see! In Segas Spielhallentiteln ist meist sonniges Gute-Laune-Wetter.

Die Joypad-Steuerung ist leider viel zu sensibel geraten. Um euer Stockcar sicher um die Strecken zu lenken, müsst ihr den Stick millimetergenau bewegen. Mit etwas Übung gelingt das zwar, aber die Steuerung eines Arcade-Racers stellen wir uns doch etwas zugänglicher vor. Echte Arcade-Fans fragen sich natürlich: "Daytona mit Joypad? Wer braucht das?" Seine wahre Stärke zeigt der Titel tatsächlich erst beim Spielen mit einem Lenkrad, mit der Force-Feedback-Einstellung auf der stärksten Stufe. Damit habt ihr alles im ruppigen Griff und dann kommt auch wirklich echtes Spiehallenfeeling auf.

Leicht aufgebohrter Umfang

Neben dem normalen Arcade-Modus müsst ihr im Challenge-Modus verschiedene Aufgaben erfüllen. Ähnlich der Fahrschule in Gran Turismo sollt ihr zum Beispiel eine bestimmte Kurve mit einer vorgegebenen Mindestgeschwindigkeit durchfahren oder gewagte Driftübungen bewältigen. Hierbei lernt ihr die Tücken der einzelnen Streckenabschnitte sehr gut kennen. Im sinnfreien Karaoke-Modus könnt ihr während der Fahrt die trashigen Lieder mitträllern. Wenn ihr die eingeblendeten Texte noch nicht so gut beherrscht, habt ihr die Möglichkeit einen Autopiloten steuern zu lassen. Im Survivor-Modus gilt es vor Ablauf der Zeit, eine möglichst weite Strecke zurückzulegen. Durch Überholmanöver und Passieren von Checkpoints gewinnt ihr Bonuszeit hinzu. Im Modus Time Trial könnt ihr wie üblich allein auf der Strecke eure Rundenzeiten verbessern. Beide Modi motivieren mit Online-Ranglisten. Im Multiplayer-Modus könnt ihr euch online mit bis zu sieben Gleichgesinnten messen. Einen Splitscreen für lokale Duelle gibt es leider nicht.

Fazit: Reifere Gentlemen starten die Motoren

Mit drei Strecken und den mehr oder weniger aufgesetzten Extra-Modi ist der Titel zwar nicht besonders umfangreich, für verhältnismäßig günstige 800 Microsoft-Punkte ist dies aber zu verschmerzen. Mit Daytona USA bekommen Fans der Serie endlich eine adäquate Umsetzung des Spielhallen-Originals. Andere Spieler wird die veraltete Technik wahrscheinlich eher abschrecken. Wer sich aber etwas für Videospielgeschichte interessiert, sollte sich zumindest die Demo dieses echten Klassikers anschauen. Zuletzt bleibt noch der etwas fahle Beigeschmack, dass uns Sega seine richtig heißen Eisen eventuell erst einmal vorenthält. Im europäischen Playstation Network erscheint Daytona für 7,99 Euro Ende November. Im amerikanischen PSN-Store ist es jetzt schon zu haben.
  • Preis am 3.11.2011: 800 Microsoft-Punkte (entspricht circa 10 Euro)
  • 1 Spieler lokal, bis zu 8 Spielern online
  • Kultiger Racing-Klassiker
  • Für Einsteiger und erfahrene Spieler geeignet
  • Kommt erst mit Lenkrad so richtig in Fahrt

Video:

Denis Brown 16 Übertalent - 4925 - 3. November 2011 - 12:16 #

Auch wenn ich den Soundtrack abgrundtief hasse - da drehen sich mir die Fußnägel hoch - Das Spiel ist geil. Ich empfinde die Joypad-Steuerung jetzt nicht als übermäßig empfindlich, das war bei der Dreamcast-Version VIEL schlimmer. Konnte sogar mit dem Pad ein paar recht gute Runden einlegen. Allerdings funzt es mit meinem Lenkrad deutlich besser...

Abgefahren: Es gibt einen Karaoke-Modus, damit man die Stumpfsinn-Songs mitgrölen kann ... sogar mit eingeblendetem Text... aaargh.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4295 - 3. November 2011 - 12:21 #

Was singen die eigentlich? Klingt nicht nach Daytona, eher nach Day-Dung-AAAhhh. Länger als 20 Sekunden kann man das wirklich nicht hören.

Denis Brown 16 Übertalent - 4925 - 3. November 2011 - 12:40 #

Der Text ist super-hohl.

Text Song 1)
Rolling Staaaaart /
Aaaaaaaahhhhhh (...)/

Text Song 2)
(Scat-Intro)
Daytona, let's go away
Daytonaaaaaaaaa /
A-way-yeah-e, way-e/
Daytona
(Scat-Solo)

Text Song 3)
I wanna fly sky high/
let's go together /
hey -ooh/
flying high - feeling good/
Blue blue skies/
Blue blue skies I see/

ABer was soll ich viel sagen, dieses Video sagt alles:
http://www.youtube.com/watch?v=yhE64WT0Zks

ThePilgrim 12 Trollwächter - P - 1107 - 3. November 2011 - 17:35 #

Hey. Danke fuer den Link. Kannte ich noch ned..*Abonniert* !:D

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2117 - 3. November 2011 - 17:56 #

Danke für den Tipp. Der Sprecher des Videos gefällt mir sau gut! Muss nochmer Videos schauen :)

EDIT: Ohh, das bist ja du!

TheEdge 14 Komm-Experte - 2378 - 3. November 2011 - 12:30 #

Haha, das Karaoke Feauture macht das Spiel für mich erst wirklich interessant. Super lustig :)

Anonymous (unregistriert) 3. November 2011 - 12:16 #

"Im Playstation Network ist Daytona für 7,99 Euro zu haben."

Bist du sicher? Bisher konnte ich Daytona nur im amerikanischen PS-Store finden...

FLOGGER 17 Shapeshifter - 8926 - 3. November 2011 - 18:55 #

Danke für den Hinweis. Habs korrigiert.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 3. November 2011 - 12:49 #

Leider habe ich einmal den Fehler gemacht, mir die "Bewegung" des Himmels in dem Spiel anzusehen, die ist ganz furchtbar unrealistisch. Und leider sehe ich jetzt, wenn ich das Spiel sehe, nur noch den Himmel und kann mich nicht auf das Rennen konzentrieren ;-) .

McGressive 19 Megatalent - 13786 - 3. November 2011 - 14:02 #

In manchen Hamburger Kinos laden die Automaten immer noch gerne auf 'ne Runde ein :)

Anonymous (unregistriert) 4. November 2011 - 22:07 #

Warum haben sie nicht die DCreamcast version genommen ?

Denis Brown 16 Übertalent - 4925 - 5. November 2011 - 16:21 #

Weil die Dreamcast Version nicht nur hässlich ist (ich sag nur gefakte Reflektionen), sondern sich auch von allen Fassungen am schlechtesten steuern lässt. Auf der Dreamcast war die Steuerung tatsächlich überempfindlich. Das einzige was an der DC Version schön gewesen wäre, ist die erhöhte ANzahl an Strecken.

Allerdings ist der Original-Automat sowieso kultiger.

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