GG-Angespielt: Rocketbirds - Hardboiled Chicken

PS3
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29. Oktober 2011 - 18:57
In Rocketbirds - Hardboiled Chicken, von Ratloop Asia entwickelt und via Playstation Network erhältlich, kämpft ihr euch sowohl zu Fuß als auch in den Lüften mit Jetpack als Kampfhähnchen Hardboiled Chicken durch Horden von tyrannischen Pinguinen, hört dabei sehr gut zum Setting passende, rockige Hintergrundmusik, löst hin und wieder ein Rätsel und lacht euch über den unverkennbar durch Arnold Schwarzeneggers englischen Akzent inspirierten Oberbösewicht scheckig. Das sollte eigentlich schon als Kaufanreiz für das PSN-Spiel genügen... aber ein bißchen mehr wollen wir schon noch erzählen.

Rocketbirds - Hardboiled Chicken ist eine um mehrere Level und einen separaten Koop-Modus erweiterte PS3-Umsetzung des schon seit einiger Zeit erhältlichen kostenpflichtigen Flash-Spiels Rocketbirds: Revolution, das bereits Finalist auf dem Independent Games Festival war und sich über Auszeichnungen wie "Excellence in Audio" and "Excellence in Visual Art" freuen durfte. Beides zurecht, wie wir finden, denn grafisch und akustisch ist das Spiel (auch auf PS3) tatsächlich fantastisch umgesetzt. In den oft sehr komischen Zwischensequenzen, aber auch im Spiel selbst, werdet ihr von sehr passender Musik der Band New Word Revolution begleitet. Und die (eigentlich simple) 2D-Grafik zaubert äußerst schöne und abwechslungsreiche Umgebungen sowie Animationen auf euren Bildschirm. Ratloop Asia ist mit Rocketbirds eines der am besten präsentierten Downloadspiele auf dem Markt gelungen.


Jetpacktion: In speziell für die PS3-Version programmierten Levels jagt ihr mit Jetpack durch die Lüfte.

Das Gameplay selbst kann leider nicht ganz mit den Tugenden der Präsentation mithalten, aber wir waren dennoch durchgehend motiviert, die 15 Level der Kampagne zu spielen. Meist müsst ihr euch in den Umgebungen des Spiels vor allem gegen feindliches Federvieh verteidigen, wobei übrigens erstaunlich viel Erpelblut fließt. Im Spielverlauf sammelt ihr verschiedene Waffen ein (allesamt Shooter-Standard), die ihr regelmäßig an Munitionskisten mit neuer Munition auffüllen müsst. Ausweichen ist dabei sehr selten die Devise, das Motto eures Kampfhähnchens lautet eher: "Angriff ist die beste Verteidigung!" Solltet ihr dabei sterben ist das, außer beim finalen Bosskampf, nicht sonderlich schlimm, da das Spiel sehr faire Checkpoints setzt. Wie gesagt: Vom finalen Bosskampf mal abgesehen. Der läuft in mehreren Phasen ab, ist deutlich herausfordernder als ein Großteil der sonstigen Kämpfe im Spiel und hat leider die Eigenart, dass ihr, wenn ihr sterben solltet, immer wieder ganz von vorn beginnen müsst. Ärgerlich.

Abwechslung wird dadurch ins Spiel gebracht, dass ihr hin und wieder (man fühlt sich an Spiele der "alten Schule" erinnert) Keycards einsammeln müsst, um verschlossene Türen zu öffnen. Und ja: Es wäre kein Videospiel, wenn es nicht auch mindestens ein Kistenverschiebe-Rätsel geben würde. Außerdem erhaltet ihr nach dem ersten Drittel des Spiels Zugriff auf die so genannten Gehirnkäfer. Die schmeißt ihr dann, Granaten nicht unähnlich, auf nichtsahnende Feinde und erlangt somit Kontrolle über sie. Auch mit diesem Mechanismus müsst ihr einige (recht gelungene) Rätsel lösen. Makaber: Wenn ihr euch wieder in eurem eigenen Körper fortbewegen wollt, sorgt ihr per Tastendruck dafür, dass sich der eben noch unter eurer Kontrolle befindliche Feind seine Waffe an die eigene Schläfe hält... und drückt dann ab.

Auch die Jetpack-Sequenzen sind als Abwechslung gern gesehen, laufen aber immer nach dem selben Muster ab. Zunächst müsst ihr euch mehreren Feinden erwehren, kapert dann den vom absolutistischen Pinguin-Regime gesteuerten Zeppelin, aktiviert einen Selbstzerstörungsmechanismus und müsst daraufhin unter Zeitdruck aus der tickenden Zeitbombe entkommen, bevor ihr selbst mit draufgeht.


Die blaue Keycard rechts benötigt ihr, um eine Tür zu öffnen. Vielleicht hilft ja Gedankenkontrolle?

Zum Singleplayermodus, der euch etwa vier bis fünf Stunden unterhalten dürfte, gesellt sich noch ein Koop-Modus, in dem ihr euch mit einem Sittich-Kampfkommando auf die Suche nach einer entführten Generalstochter machen müsst. Dabei bewegt ihr euch durch die leicht modifizierten Level der normalen Kampagne, kommt aber an einigen Stellen nur durch Zusammenspiel weiter. Für weitere zwei Stunden Spielspaß ist der Koop-Modus gut, aber der "Star" des Spiels ist und bleibt die Singleplayer-Kampagne. Falls ihr nebst den in den nächsten Wochen erscheinenden Blockbustern Lust auf einen Underdog habt, möchten wir euch den Kauf von Rocketbirds - Hardboiled Chicken empfehlen. Für 9,99 € erhaltet ihr einen Videospiel gewordenen B-Movie, der sich absolut nicht ernst nimmt, super präsentiert wird, eine nette Hommage an das Actionkino der 80er ist und, was am wichtigsten ist, eine Menge Spaß macht.

Johannes 22 AAA-Gamer - P - 35577 - 29. Oktober 2011 - 19:19 #

Also das Spiel sieht besser aus, als sich der Name anhört :)

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 94196 - 29. Oktober 2011 - 19:51 #

Ja, sieht wirklich sehr gut aus...

Kommentarshadowwarrior 08 Versteher - 152 - 29. Oktober 2011 - 21:00 #

Ich finds langweilig.

Ferengi_Quark 12 Trollwächter - 889 - 27. Dezember 2015 - 9:00 #

Jump’n’Run-Spiele mit ein bisschen Schießen und Rätseln gibt es ja viele. Die Story ist sicher nicht inovativ, aber nett erzählt und mit dem Soundtrack ein echter Gewinn. Mit 15 Level schon fast etwas zu kurz, aber die Abwechslung gibt gegen Ende auch etwas nach.

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