HW-News KW43: Asus Transformer Prime, Ivy Bridge
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29505 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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24. Oktober 2011 - 13:01 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Was sind schon 50 Watt... Glühlampen älterer Bauart verbraten 60 Watt, Halogenstrahler im Wohnzimmer kommen auf eben diese 50 Watt. Zehn Festplatten benötigen auch ungefähr 50 Watt. Notebookprozessoren sind da schon genügsamer - komplett ausgestattete Office-Notebooks benötigen inklusive Display nicht mehr als 50 Watt, gleiches gilt für LED-Beleuchtete Flachbildschirme mit 23 Zoll. Gerade im Mobilbereich sparen die Hersteller aufgrund kleiner Akkus jedes Watt ein. Für AMD besteht in diesem Markt wohl nur wenig Aussicht auf Erfolg - Achtkernprozessoren mit der neu vorgestellten Bulldozer-Architektur schlucken gerne einmal mehr als 125 Watt. Bei höherer Leistung benötigt Intels Core i7-2600 nur maximal 95 Watt - wenn gleichzeitig auch die integrierte GPU genutzt wird. Mit Ivy Bridge will Intel noch mehr Energie sparen - nur 77 Watt sollen die Topmodelle benötigen, erneut inklusive der integrierten Grafikeinheit:  Und da sind sie wieder, unsere 50 Watt. 

Stromspar-Kompromisse bei Tablets und Smartphones

In ganz anderen Dimensionen denken da die Hersteller ultramobiler Prozessoren für Smartphones und Tablets. Kleinere Akkus und kaum Lüftungsmöglichkeiten zwingen hier zu Kompromissen. Nvidias Tegra 3 soll nur etwa 2,5 Watt unter Last benötigen, bei geringer Auslastung sinkt die Energieaufnahme in den Milliwattbereich. Und dabei integriert Nvidia neben insgesamt fünf Rechenkernen auch noch eine Grafikeinheit, Schnittstellen und einen Speichercontroller auf dem SoC (System on a Chip). Desktop-PCs werden indes kaum noch verkauft, die Rechenleistung eines Mobilchips reicht vielen Käufern offenbar aus - 125 Watt zu 2,5 Watt, solch ein Unterschied macht sich auch auf der Stromrechnung bemerkbar. Wie viel Platz bleibt auf diesem Markt noch für einen Hersteller wie AMD? Auf der einen Seite steht Intel mit schnellen und energiesparenden Desktop- und Notebookprozessoren, auf der anderen Seite greift ARM mit energieeffizienten Chips an. Sogar Windows geht den Schritt in Richtung ARM, die Rechenleistung eines Cortex-A15-Mehrkernsystems oder eines Tegra 3 reicht problemlos für alltägliche Aufgaben. Gezockt wird mangels PC-Spielenachschub schon seit geraumer Zeit primär auf der Konsole. Und selbst hier greift ARM an, zumindest bei den mobilen Konsolen. Diskutiert in den Kommentaren: Wie sieht die CPU-Zukunft aus, braucht ihr im Alltag die Rechenleistung eines Core i7 oder reicht ein Tegra?


Intel plant für 2012 einen ganzen Stapel neuer Ivy-Bridge-CPUs.

Ivy Bridge spart Strom


Wie aus jüngst aufgetauchten Intel-Dokumenten hervorgeht, scheint der CPU-Hersteller großen Erfolg beim Senken des Energiebedarfs der kommenden Ivy-Bridge-Prozessoren zu haben. Als Nachfolger der aktuell sehr beliebten (und im Vergleich zu AMDs Konkurrenzprodukten ebenfalls sehr stromsparenden) Sandy-Bridge-CPUs wird Ivy Bridge mit nur 22 Nanometern schmalen Strukturen gefertigt. Diese Schrumpfkur alleine sorgt im Normalfall für eine deutlich geringere Energieaufnahme, Intel hat aber noch einen weiteren Trumpf im Ärmel: 3D-Transistoren. Diese neuartigen Transistoren benötigen ebenfalls deutlich weniger Energie und verhindern die gefürchteten Leckströme - diese haben bereits dem Netburst-Design des Pentium 4 das Genick gebrochen.

Schlucken AMDs neue Bulldozer unter Last auch gerne einmal mehr als die 125 Watt die AMD als TDP angibt, liegen Intels Core-i-2x00 "Sandys" oft sogar unter dem angegebenen Wert. Die TDP ist als Maßgabe nicht uninteressant, da sie Herstellern von Komplettsystemen und Lüftern zeigt, wie hoch die zu erwartende Abwärme der CPU ausfällt. Dieser Wert gilt aber auch als Richtlinie für den Energiebedarf eines Prozessors. Intels Sandy Bridge wird in verschiedenen Versionen mit unterschiedlichen TDPs angeboten - die Topmodelle sind mit 95 Watt angegeben, die Mittelklasse genehmigt sich 65 Watt und Energiesparversionen sogar nur 35 Watt. Dabei sollte allerdings bedacht werden, dass Intel bei jedem dieser Prozessoren auch eine integrierte Grafikeinheit mit verbaut. Das TDP-Maximum erreichen die Prozessoren daher auch nur, wenn die GPU ebenfalls genutzt wird - bei Gamer-Computern dürfte das doch eher selten der Fall sein.

Ivy Bridge soll diese an sich schon sehr guten Werte noch einmal deutlich schlagen. Selbst die Topmodelle mit vier Rechenkernen, Hyperthreading, Turbofunktion und DX11-Grafikeinheit werden mit einer TDP von nur 77 Watt angegeben. Quadcores mit etwas langsamerer Grafikeinheit werden von Intel mit 65 Watt angegeben, Energiesparmodelle mit vier Kernen sollen sogar nur 45 Watt benötigen - inklusive Hyperthreading. Wem zwei Rechenkerne ausreichen, der bekommt entsprechende Modelle inklusive Turbofunktion schon mit 35 Watt Energiebedarf. Wie bereits erwähnt: Dabei ist die Grafikeinheit immer mit eingerechnet, wird diese nicht genutzt, sinkt der Energiebedarf um 10 bis 15 Watt.

AMD hat mit Bulldozer keine wirkliche Konkurrenz zu Ivy Bridge in der Hinterhand. Selbst die angekündigten "Upgrades" sollen nur etwa 10 bis 15 Prozent weniger Energie (bei gleichzeitig um bis zu 15 Prozent gesteigerter Leistung) aufnehmen. Konkurrenzfähig wäre AMD mit diesen kleinen Schritten erst in einigen Jahren - und das auch nur, wenn Intel nach Ivy Bridge keine weiter optimierten Prozessoren vorstellen würde. Seine 125 Watt TDP reizt ein FX-8150 auch ohne integrierte GPU vollkommen aus - werden Takt und Versorgungsspannung zwecks Performanceoptimierung angehoben, können auch schnell einmal 200 Watt daraus werden. Im Vergleich zu den 77 Watt eines zudem wahrscheinlich deutlich schnelleren Ivy-Bridge-Prozessors wirkt AMDs Chipdesign antiquiert. Bereits im Frühjahr 2012 will Intel Ivy Bridge auf den Markt bringen. Zu diesem Zeitpunkt plant AMD erste Trinity-CPUs einzuführen: Zwei Piledriver-Module mit integrierter HD7000-GPU. Diese "beinahe" vier Rechenkerne sollen im Gegensatz zu Bulldozer bereits optimiert worden sein, was wohl in einer etwas geringeren Energieaufnahme resultieren dürfte. Trinitys GPU wird Intels Konkurrenz-Grafikeinheit zwar sicherlich die Schau stehlen, ohne entsprechende GPGPU-Anwendungen dürfte AMD damit aber nur wenige Anwender beeindrucken können.


Luxuriöses Gamerboard für zwei Sandy Bridge EP


Luxus-Board EVGA Classified SR-3 für Sockel LGA2011

Hohe Erbschaft, erfolgreiche Waffengeschäfte, Lottogewinn, höhere Gewinne durch Aktienspekulationen? Und dann muss das Geld schnell vor der nächsten Steuerinspektion investiert werden? Für solche Probleme wird sicherlich jeder Verständnis haben, allen voran der Multi-Trilliadär und Chefredakteur von GamersGlobal. Doch mangels Hardwarefetisch investierte Herr Langer lieber in ein Bürohochhaus, chinesische Partnerunternehmen und Kaffeeplantagen anstelle in Männerprodukte wie das EVGA Classified SR-3. 

Per Twitter-Foto spoilerte EVGA diese recht umfangreich ausgestattete Platine für Intels kommende Sandy-Bridge-Serverprozessoren. Gleich zwei Sandy-Bridge-EP finden auf dem Board Platz. Der ersten CPU stehen dabei acht RAM-Steckplätze (zwei mal Quadchannel), der zweiten immer noch vier Steckplätze zu Verfügung. Gleich sieben PCIe16x-Steckplätze warten auf entsprechend potente Erweiterungskarten. SLI und CrossfireX werden natürlich unterstützt, vier der PCIe16-Steckplätze lassen sich gleichzeitig mit vollen 16 Bahnen ansprechen. Sollen alle sieben Steckplätze genutzt werden, verfügt der erste Port über volle 16 Bahnen, die restlichen werden mit je 8 Lanes angesprochen.

Um diese Menge an PCIe-Lanes überhaupt zur Verfügung stellen zu können, verbaut EVGA wie schon beim Vorgängermodell, dem Classified SR-2, Nvidias NF200-Chip. Zusätzlich verfügt das Board natürlich über gängige Standards wie USB3.0, SATA 6GB/sek. und integriertes Bluetooth. Für Übertakter und Bastler befinden sich auf der Platine Hardwaretaster für Power on/off, Reset und CMOS-Reset. Auch eine Diagnose-Anzeige für Fehlercodes fehlt nicht. Ein Preis steht für das Board zwar noch nicht fest - allerdings dürfte sich das SR3 auf ähnlich hohem Niveau wie der Vorgänger einfinden. Bescheidene 599 US-Dollar waren für das SR2 bei Produktstart fällig - ein neues Gehäuse für den eher ungewöhnlichen Mainboardstandard "HPTX" dürfte anschließend ebenfalls fällig sein.

Da sich die "Desktop-Server-CPUs" aus der Sandy-Bridge-E-Baureihe nicht für den Dual-Sockel-Betrieb eignen, setzt das SR3 zwingend die Server-Variante Sandy-Bridge-EP voraus. Bis zu acht (echte) Rechenkerne inklusive Hyperthreading pro Sockel verkraftet das SR3 also - eine entsprechend großzügig dimensioniertes Netzteil muss also ebenfalls vorhanden sein. Bei Preisen von mehr als 1000 US-Dollar pro CPU sollte aber wohl auch die hohe Stromrechnung kein Problem sein.


Tablet und Netbook in einem: Asus EEE Pad Transformer Prime mit Nvidia Tegra 3

Asus EEE Pad Transformer Prime - Quad-Tastatur-Tablet

Eine zumindest in der Theorie sehr sinnvolle Verschmelzung von Tablet und Netbook verkauft Asus aktuell unter dem Namen Asus EEE Pad Transformer. Dabei handelt es sich um ein Dualcore-Tablet mit 10 Zoll Displaygröße und Android 3, das sich in Verbindung mit einem zusätzlich verkauften Keyboarddock in ein Android-Netbook verwandeln kann. Das Tablet wird auf das Keyboard gesteckt und arretiert - die Tastatur bietet anschließend nicht nur zusätzliche Steckplätze (Cardreader, USB) sondern auch ein Touchpad und einen eigenen Akku zum Nachladen des Tablets. 

In der Realität hat sich das Transformer zwar als durchaus hochwertiges und leistungsstarkes Tablet erwiesen, das Keyboard-Dock jedoch stört aufgrund der extrem schwergängigen Tasten und dem sinnfreien Touchpad. Als Netbook eignen sich Android-Geräte mangels passender Software nicht wirklich, die optionale Maussteuerung stört im Alltag mehr als dass sie hilft.

An diesen Punkten wird Asus auch mit dem zweiten Transformer-Tablet wenig ändern können, auch wenn auf eine hochwertigere Tastatur gehofft werden kann. An den inneren Werten des Tablets selbst arbeitet Asus offenbar mit mehr Elan. Das Prime soll einen Tegra 3 Prozessor nutzen und lehnt sich optisch stark an die jüngst vorgestellten Zenbooks von Asus an. Gebürstetes Aluminium für die Gehäuserückseite macht zumindest auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Der zweite Blick offenbart, dass Asus trotz deutlich schnellerer Hardware einige Millimeter Gehäusedicke einsparen konnte - statt fast 13 Millimetern misst das Prime nur noch 8,3 Millimeter. Besonderes Highlight ist aber der Prozessor: Tegra 3 ist mit vier Rechenkernen bei bis zu 1,5 Gigahertz Taktfrequenz ausgestattet. Ein fünfter Kern, energiesparend gefertigt und nur 500 MHz schnell, übernimmt die Arbeit wenn nur wenig Last anliegt. Bei ruhendem Desktop, der Wiedergabe von niedrig auflösenden Filmen oder beim Verfassen von Texten reicht die Leistung des sogenannten "Companion Core" und die vier schnellen Kerne können sich komplett schlafen legen. So soll Tegra 3 trotz deutlich gesteigerter Leistung nicht mehr Energie benötigen als der Vorgängerchip Tegra 2. In vielen Fällen dürfte Kal-El, so der Codename von Tegra 3, sogar weniger Energie benötigen als sein Vorgänger. Laut Asus soll das Transformer Prime bis zu 14 Stunden ohne Steckdose auskommen. Das Prime soll das erste Tegra-3-Tablet werden, Asus will das Gerät schon im November vorstellen. Dabei hat es das asiatische Unternehmen so eilig, dass die ersten Chargen noch mit Android 3 ausgeliefert werden. Erst spätere Modelle bekommen dann serienmäßig Android 4 "Ice Cream Sandwich". Ein Update auf die neuere Android-Version soll aber möglich sein. Android 4 soll erst gegen Ende Dezember auf den Markt kommen, für Asus offenbar zu spät.

Video:

andreas1806 16 Übertalent - 4645 - 24. Oktober 2011 - 13:39 #

Dankeschön für diese News (immer wieder gern gelesen!)
So bleibt man hier auch gleichtzeitig im PC-Hardware-Bereich informiert.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 24. Oktober 2011 - 13:58 #

Auch wenn ich normalerweise ja lieber AMD bevorzugen würde - derzeit sind die Verhältnisse derart klar, dass da eigentlich nur noch eine Wahl übrig bleibt... leider.

headlaker 16 Übertalent - 4834 - 24. Oktober 2011 - 14:03 #

Da hast du recht.

Auch wenn ich selber schon seit mindestens 4 Jahren Intel-Prozessoren benutze, würe ich mich darüber freuen, wenn AMD ein wenig am Ball bleiben würde.

Mit dem Bulldozer ist das wohl zur Zeit nicht möglich.

Hoffentlich nutzt Intel dieses Monopol nicht aus.
Man zahlt zwar schon immer ein wenig mehr für Hardware aus dem Hause Intel, jedoch hat mich der Mehrbetrag bisher nicht gestört.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20742 - 24. Oktober 2011 - 18:42 #

Naja, ich glaubs net. Die ersten Athlons waren besser als Intel mit dem P3, Thunderbirds und XP haben die P4 ausgestochen und Athlon64 waren besser als die Pentium D. Aber an die 386/486 sowie die Pentium 1+2 Reihe kam AMD net rau. Und seit der Dual Core da ist läuft AMD immer den Vorsprung von Intel hinterher. Und die Zukunft sieht auch net grad doll für AMD aus. Die Sandy Bride 6 Kerner haben bis zu 30 % mehr Leistung als die aktuelle i5/i7 Reihe weit vor den alten X9XX Serie und Preislich auch weit drunter. Ivy Bridge soll auch im 4 Kerner nochmals an die 30-40% mehr bringen als die Sandy Bridge. Dazu noch das man die derzeiten Boards der i5/i7 Generation nutzen kann. Und dazu hier noch die Aussage das AMD mehrere Jahre braucht um den derzeitigen Rückstand zu verringern...Intel wird sich auf dem Vorsprung auch net ausruhen und die Intel Grafikeinheit soll auch richtig gepusht werden (Gerüchte zufolge wäre das in etwa ne 520 - 540 Geforce) was ein richtiger Schlag wäre. Und Preislich ist Intel um einiges humaner geworden als vor 10 Jahren. Im Gegenteil sogar. Ich denk wenn Intel net grade AMD ein Partnergeschäft anbietet, wird AMD einfach in Zukunft nicht mehr in Gamer PC zu finden sein, sondern sich mit den Serverbereich zufrieden geben müssen. Und da muss man sagen ist sogar der Bulldozer richtig gut bzw. sogar in seinem Element. So fair sollte man doch sein ;)

DerDani 15 Kenner - P - 3681 - 24. Oktober 2011 - 14:10 #

Ja, selbst beim "Kernsegment" der günstigen Prozessoren hat AMD einfach nicht mehr viel zu bieten... Vor ein paar Monaten hies es noch bei den Einsteiger-Rechner, dass man zum Phenom greifen kann.

Das neue Transformer finde ich immernoch interessant - mir gefällt das Konzept schon beim ersten Transformer... Auch ist es immernoch eins der besten Tablets (zumindest, wenn man i-Verweigerer ist). Aber gut, dass ich warten kann (benötige es immernoch nicht).
Das mit den Updates ist bei Asus (bisher) wohl kein Problem - bei jeder neuen Android-Version kam es beim Transformer immer (mit) am schnellsten an...

headlaker 16 Übertalent - 4834 - 24. Oktober 2011 - 14:17 #

Ich bin mal gespannt, was bei AMD die Zukunft so zeigt, aber ich zweifel ein wenig daran, dass sie den Anschluss wieder finden werden.

Hm mit Tablets kann ich auch noch nichts anfangen.
Wenn ich daheim im Internet bin, dann sitze ich eh immer im Büro am PC und wenn ich unterwergs im Internet bin, dann reicht mir mein Samsung Galaxy S2 vollkommen aus.

Aber vielleicht ändert sich das Ganze, wenn ich irgendwann mal den vielen schönen PC-Spielen den Rücken zuwende und den PC nur noch zum Surfen oder Videos schauen verwende.
Da reicht dann auch n günstiger Office-PC und da würde dann noch Geld für ein Tablet übrig bleiben, mit dem ich dann gemütlich auf der Couch surfe.
Aber bis es so weit ist, vergehen bestimmt noch ein paar Jahre und bis dahin tut sich in der Entwicklung bestimmt noch einiges... und bei den Preisen evtl auch.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 24. Oktober 2011 - 14:31 #

Das Konzept des Transformer ist toll. Die bescheidene Tastatur macht es aber leider zunichte. Länger als drei, vier Minuten tippt damit niemand freiwillig.

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 24. Oktober 2011 - 14:20 #

"Wie sieht die CPU-Zukunft aus, braucht ihr im Alltag die Rechenleistung eines Core i7 oder reicht ein Tegra?"

Meiner Meinung nach gibt es tatsächlich viele Dinge für die Mobile Chips mittlerweile reichen, Videos in 1080p gucken geht mittlerweile auch auf sparsamen CPUs, selbst Spiele, die einstigen Hardwarefresser brauchen eigentlich nur noch eine gute GPU, die CPU langweilt sich zumeist. Aber einige Bereiche bleiben natürlich bei denen sich eine gute CPU lohnt, wer gerne mal mit Fraps Videos aufnimmt, oder Videos aus der Kamera umwandelt, der freut sich wenn sowas in FullHD dann nicht 3 Stunden oder länger dauert.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 24. Oktober 2011 - 14:30 #

Wobei für die Videoumwandlung im Sandy Bridge sogar eine eigene Einheit verbaut ist - die machts dann so schnell wie GPU-beschleunigte Videoencoder, also deutlich flotter als jeder Prozessorkern es aktuell könnte. Selbst dafür reicht also schon ein i3..

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 24. Oktober 2011 - 14:29 #

"Diskutiert in den Kommentaren: Wie sieht die CPU-Zukunft aus, braucht ihr im Alltag die Rechenleistung eines Core i7 oder reicht ein Tegra?"

Im Privatbereich würde ich ebenfalls sagen, daß der Desktopmarkt für Hochleistungs-CPUs schrumpft.
Allgemein werden sie ihre Daseinsberechtigung aber so schnell keinesfalls verlieren. Man denke an Leute, die mit dem PC arbeiten müssen, die Software benutzen, welche sehr leistungshungrig ist (Programmierer, 3D-Modellierer, Rendern, Grafikbearbeitung, Komprimierung von Filmen, Verschlüsseln/Entschlüsseln großer Datenmengen..etc).

Für Spieler hingegen ist fast nur die GPU wichtig, die meisten halbwegs modernen CPUs schaffen jedes Spiel problemlos.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 24. Oktober 2011 - 15:24 #

Das sehe ich genauso. Während meine Frau keinen PC mehr nutzt, sondern nur noch mit unserem Pad surft, shoppt, Rezepte sucht oder spielt und auch meine Tochter ihre Videos oder Kindersendungen auf dem Pad schaut, benötige ich für meinen Job (3d-Modellierung, Rendern und diverse Game-Engines) einen leistungsstarken PC.

Es kann also wirklich passieren, dass der PC mehr und mehr zu einem Arbeitsesel wird und durch den kleiner werdenden Massenmarkt sogar teurer wird.

Worum es mir als Gamer aber am Ende leid tut: Gute 3d-Shooter, die für Action, Maus und Tastatur designt werden, gehören dann leider der Vergangenheit an. Große Strategiespiele wie Starcraft 2, Anno 2070 usw. leider auch. Damit würden meine Lieblings-Genres sterben. Aber dann kann ich ja zu meinem Lieblingshobby, das ich als Kind damals hatte, zurückkehren: dem Lesen.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 24. Oktober 2011 - 17:17 #

"Es kann also wirklich passieren, dass der PC mehr und mehr zu einem Arbeitsesel wird"

Dann wird er wieder zu dem, wofür er ursprünglich gedacht und gemacht war. Mit der Zeit hat sich der Spiele-PC mehr spezialisiert und daraus ist die Konsole entstanden. Der PC und die Grafikkarten haben die Technologie sehr schnell sehr weit nach vorne gebracht. Jetzt stagniert es etwas, aber wer weiß schon, was die Zukunft bringt. Ich bin jedenfalls gespannt..

Edit:
Ach und wegen deiner Befürchtungen: Die teile ich nicht mit dir, denn ich bin im Indie-Markt eingetaucht und die bringen mir genau das Spielgefühl wieder hoch, wie ich es vor 20 Jahren hatte. Da kommen spannende Dinge, die Qualität steigt stetig und z.T. ersetzen sie jetzt schon (für mich) die großen Publisher-Titel komplett..

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 24. Oktober 2011 - 17:37 #

Ja, ich stimme da absolut mit Dir überein, deswegen bezog ich mich nur auf Shooter und große RTS-Games. Ich bin auch der Meinung, dass die Indies bereits jetzt locker die großen Publisher aus meiner Sicht ersetzen. So erlebt man wieder Abwechslung und nicht ständig die gleichen Aufgüsse der immer gleichen Marken.

Aus dieser Sicht ist es sogar von Vorteil, wenn sich die großen Publisher so schnell als möglich vom PC zurück ziehen, das schafft Raum für kleine und mittlere Entwickler. Und wenn wir Glück haben, gehen auch die meisten Hacker und Cheater dann mit den großen Publishern auf die dedizierten Systeme.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 24. Oktober 2011 - 17:44 #

"Aus dieser Sicht ist es sogar von Vorteil, wenn sich die großen Publisher so schnell als möglich vom PC zurück ziehen, das schafft Raum für kleine und mittlere Entwickler. "

Exakt! Fast schon unheimlich, wie Du meine tiefsten Gedanken wörtlich aufschreibst..

(Allein der heutige Indie-Markt (auf dem PC - aber auch auf mobilen Geräten/Konsolen) hat mich wieder so geil aufs Programmieren gemacht, daß ich schon begonnen habe, mich in XNA einzuarbeiten und C# zu lernen :-) )

Z 12 Trollwächter - 1009 - 24. Oktober 2011 - 15:18 #

Super Beitrag (wie fast immer)! Die Rubrik wertet GG mal wirklich auf.

"Diskutiert in den Kommentaren: Wie sieht die CPU-Zukunft aus, braucht ihr im Alltag die Rechenleistung eines Core i7 oder reicht ein Tegra?"

Als Programmierer bin ich schon froh über einen Core i7 und das wird sich in Zukunft kaum ändern. Aber wenn die Entwicklung so sinnvoll daher kommt wie die aktuelle Intel-Generation, dann freut das einen natürlich zusätzlich - jedes gesparte Watt ist ökologisch und ökonomisch wertvoll. Was soll man sonst zu einer CPU sagen, die nicht nur schneller ist sondern auch weniger Energie verbraucht als der Vorgänger? AMD hat die Entwicklung irgendwie verpennt...

spinatkuchen 14 Komm-Experte - P - 2096 - 24. Oktober 2011 - 18:23 #

Ja, absolut. (Mehr als) 125 Watt für eine CPU sind dann doch zu viel.

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 24. Oktober 2011 - 18:31 #

"Wie sieht die CPU-Zukunft aus, braucht ihr im Alltag die Rechenleistung eines Core i7 oder reicht ein Tegra?"
Meine intensive Auslagerung von Aufgaben auf das iPad zeigt, dass ich jetzt nicht unbedingt einen i7 benötige. Trotzdem gibt es ja noch Strategiespiele, die den Prozessor beanspruchen, aber vermutlich nicht so sehr wie andere Anwendungsbereiche.

Trotzdem beunruhigen mich AMDs Probleme... Es gibt ja doch irgendwann den Bedarf (auch wenn der später kommen mag), den eigenen Desktop-PC aufzurüsten. Wenn Intel nicht eine kundenfreundlichere Preisgestaltung vornimmt, dann wäre das echt bedauerlich. Ist schon schade, dass sie im Bereich der Komplettangebote nahezu unangefochten den Markt dominieren (wahrscheinlich auch über günstige Preise), der direkte Endkunde aber ordentlich für Mainboard und CPU zahlen soll...

troglodyt 12 Trollwächter - 900 - 24. Oktober 2011 - 21:06 #

Ich hab ja in Sachen CPU-Zukunft die Theorie, dass der PC als monolithische Rechenzentrale ziemlich ausgedient hat. Und da wird sich auch Intel noch ganz schön umsehen. Vieleicht istes AMD garnicht so doof einerseits mit diesen APUs sich auf den Mobilmarkt und andererseits auf den Servermarkt zu konzentrieren. Der klassische PC wird dazwischen irgendwie zerieben. Ansosten wird es, denk für AMD sehr wichtig sein, was für Prozessoren in die Next-Gen Konsolen kommen. Wer auch immer dafür produzieren wird, hat schon mal einen sicheren Fuß auf dem Boden.

P.S. Übrigens verbringe ich als Webentwickler meine Zeit haupsächlich damit Sites für Ferseher zu optimieren. Die Zeiten ändern sich...

Rondrer (unregistriert) 24. Oktober 2011 - 21:16 #

Also was Konsolen angehen, liegt mein Tipp bei IBM, wie ja auch schon bei allen Current-Gen Konsolen...

troglodyt 12 Trollwächter - 900 - 24. Oktober 2011 - 21:24 #

Die Grafik der 360 ist ja von ATI/AMD. Den Auftrag zu verlieren wär schon ein echter Schlag ins Kontor.

valorum 11 Forenversteher - 565 - 25. Oktober 2011 - 1:56 #

Da bin ich mir nicht so sicher, der Abgesang auf den PC wird doch schon seit Jahren praktiziert. Ein PC ist doch zumindest weniger "monolithisch" als beispielsweise eine Spielkonsole oder ein Mobiltelefon mit angebissenem Apfel. Die Einsatzmöglichkeiten für einen PC sind doch in der Tat vielseitiger als die für die genannten Gerätetypen. Ob sich das in Zukunft ändert, muss sich erst noch zeigen.

Die Vermutung, dass AMD tatsächlich nicht mehr in besonderem Maße auf den sog. Desktop-PC setzt, habe ich auch bereits unter dem Bulldozer-Special geäußert. Es ist wohl im Moment mehr Geld abseits davon zu machen, zumindest für AMD. Man muss dabei auch sehen, dass der Hardwarealterungsprozess bei PCs in letzter Zeit wohl deutlich langsamer vorangeschritten ist als dies einmal der Fall war (zumindest für den Heimanwender) und als es momentan im Tablet- und Smartphone-Segment der Fall ist. Daher ist das Wachstum in diesen Märkten dann natürlich auch bedeutend größer.

Sobald eine gewisse Sättigung auftritt, ist es vorbei mit dem Wachstum und die Gewinne auf den entsprechenden Märkten gehen zurück. Wenn es irgendwann so weit ist, glaube ich jedenfalls, wird ein Desktop-PC nach wie vor ebenso weit verbreitet sein wie heute.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4301 - 25. Oktober 2011 - 10:20 #

Eine Sache spricht jedenfalls für den universellen PC: In der Evolution gab es viele Spezialisten, die meistens ausgestorben sind. Die Universallebenskünstler mit der größten Anpassungsfähigkeit haben immer überlebt. Wieviele Generationen von Konsolen sind schon gestorben mitsamt ihrer Software und leben im Zoo der Emulationen oder in Museen einiger Sammler weiter, während ich uralte Spiele auf dem PC immer noch spielen und sogar über GOG.com beziehen kann.

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 25. Oktober 2011 - 16:37 #

Richtig.
Die x86-Struktur gibt es seit 1978! Diese grundlegende Struktur ist heute selbst beim Intel-Core-I7 noch aktuell, wenn man das so sagen darf - natürlich enorm erweitert (man spricht von der neunten Generation der x86-Archtektur beim i7).
Trotzdem laufen heute die alten Spiele auch nur in Emulatoren (DOS-Box z.B.) oder in angepasster und neu Compilierter Form, weil die Umgebung oder das Framework völlig anders aufgebaut ist.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 25. Oktober 2011 - 16:55 #

Und sogar das A20-Gate haben die aktuellen CPUs noch alle. Dabei benötigt man dieses nur um nativ 8088-Code ausführen zu können - nichts, was heute noch jemand vorhaben könnte. Bei der ersten XBox sorgte das berüchtige A20-Gate sogar für Sicherheitslücken.. Irgendwie klammert die Computerwelt sehr an Relikten der Vergangenheit.

Wobei, auch die ARM-Architektur ist uralt. Erinnert sich noch jemand an den damaligen Wunder-Computer, den Acorn Archimedes? Hat mit BASIC und nur 8 MHz mehr Leistung gebracht als Assembler-Programmierte 486er. Zarch von David Braben sah gigantisch aus darauf. Und was steckte drin? Ein ARM2..

Ukewa 15 Kenner - P - 3689 - 25. Oktober 2011 - 17:12 #

Sind nicht auch einige Bauteile auf den heute modernsten Mainboards noch exakt die selben wie vor 10-20 Jahren? Spontan fällt mir da der Timer-Chip ein, der dürfte uralt sein.

Interessant, das mit dem Acorn. Habe ich vorher noch nichts von gewusst..

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 25. Oktober 2011 - 17:54 #

Ich spiele in ARM-News immer wieder gerne auf den Archimedes an ;) . War damals so der Traum-Rechner und RISC war die gottgegebene Prozessorarchitektur. Hat sich ja sogar bewahrheitet ;) .. Aber was aus ARM einmal werden würde hätte damals niemand geahnt. Und dass da Dinge wie Tegra 3 draus entstehen, mit fünf Rechenkernen und bis zu 1,5 GHz bei weniger als 3 Watt Verbrauch - ich hätte damals wohl nur mit dem Kopf geschüttelt, ist ja selbst aus heutiger Sicht kaum zu verstehen :D .

Jadiger 16 Übertalent - 4892 - 26. Oktober 2011 - 14:12 #

Viele denken das der PC vieleleich bald ersetz wird durch Iphones und Ipads und co. Aber mal im ernst sowas ist schön wenn man draussen ist und was im Internet ansehen will. Aber wer würde den mit seinem Ipad mal Mp3 umwandeln oder wirklich darauf ernsthaft Spielen. Ich hab selbst ein Iphone aber zum Spielen sind die dinger echt nur gut wenn die Steuerung angepast ist Sprich man keinen Pad emuliert hat.
Und die Zukunft ddes PCs denke ich geht klar in eine Richtung die denke ich eher den Konsolen das wasser abgraben könnte. Jede CPU hat in zwischen eine GPU zwar sind die dinger noch nicht sonderlich schnell aber das ist ja erst die erste Generation und dafür sind die schon beachtlich. Denke das Ziel ist ganz einfach PCs werden viel billig das teuerst sind ja meist GPUs und in ein paar Jahren sind die internen Gpus so schnell wie jetzt sagen wir mal eine GTX460. Dann hätte jeder der sich einen PC kauft egal wo einen voll tauglichen Spielerechner. Zumindest könnte jder Spiele wie ein WoW oder heutig Ps3 Titel jder Spielen ohne sich eine teuer Gpu kaufen zu müssen. Damit würde man den Markt um ein vielfaches vergrössern.

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