Marktforschung: Steigende DLC-Nutzung bei HD-Konsolen

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19. Oktober 2011 - 23:32 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert

Kostenpflichtige Download-Erweiterungen stellen innerhalb der Spieler-Community ein recht umstrittenes Thema dar und sorgen immer wieder aufs Neue für interessante Diskussionen – ebenso, wie es hin und wieder bei Studien und (Markt-)Forschungsergebnissen der Fall ist, die unser Hobby betreffen.

Wie bereits in den vergangenen Jahren, veröffentlichte das amerikanische Marktforschungsunternehmen Electronic Entertainment Design and Research (EEDAR) auch in diesen Tagen einen aktuellen Bericht rund um das Thema der Download-Inhalte, zu dem etwa 3.500 Personen aus den USA und Kanada befragt wurden. Als eine der Kernaussagen wird im Report aufgeführt, dass innerhalb der letzten zwölf Monate 51% der Besitzer von HD-Konsolen DLCs erworben haben, denen 40% im Jahr 2010 sowie 34% im Jahr 2009 gegenüberstehen.

Das Unternehmen schätzt zudem anhand dieser Zahlen, dass in Nord-Amerika durch Download-Erweiterungen über 875 Millionen US-Dollar Umsatz generiert werden und die Marke von einer Milliarde US-Dollar im kommenden Jahr überschritten wird. Als Hauptgründe für den Zuwachs im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren nennt EEDAR ein angemessenes Timing bei den Veröffentlichungen, verstärktes Marketing sowie schnellere Internetverbindungen.

Auch Motive, weshalb Spieler sich nicht für den Kauf von DLCs entschieden haben (49%), werden aufgeführt. Durchaus interessant ist dabei, dass der Großteil dieser User (47%) angab, aus datenschutzrechtlichen Bedenken nicht bereit gewesen zu sein, Download-Erweiterungen zu erwerben. In der Folge bezeichnet EEDAR die Online-Sicherheit als derzeit wichtiges Thema, da in der Vergangenheit auch entsprechende Meldungen für Diskussionsstoff und Verunsicherung sorgten. Stellvertretend seien die jüngsten schwerwiegenden Probleme beim PlayStation Netzwerk genannt, die jedoch laut Studie keine Auswirkungen auf das Käuferverhalten genommen haben.

Hinzu kommen weitere Gründe (siehe auch Bild über der News), wie zum Beispiel, dass kein Rückgaberecht besteht (38%), die DLCs zu teuer sind (32%), genug kostenfreie Inhalte existieren (24%), zum Spiel keine Demo herausgegeben wurde (24%) oder auch, dass der DLC nicht genug Gameplay bietet (18%). Als letzten Anlass in Bezug auf den Nicht-Kauf wird im EEDAR-Bericht mit 11% eine zu geringe DLC-Qualität aufgeführt.

Würde man jene 49 Prozent der User, die keinen Download-Inhalt gekauft haben, in aktive DLC-Käufer umwandeln, schätzt das Marktforschungsunternehmen für Nord-Amerika mit zusätzlich etwa 600 Millionen US-Dollar Umsatz pro Jahr. Einen sechsseitigen, zusammenfassenden PDF-Report findet ihr über diesen Link.

Vaedian (unregistriert) 20. Oktober 2011 - 0:41 #

"No Return Policy" ist ja lustig. Aber ein 14-Tage Rückgaberecht für 30min DLC's wäre der Hit! Dann würd ich auch alle kaufen ... und ne Stunde später zurückgeben!

Talaron 16 Übertalent - P - 4016 - 20. Oktober 2011 - 13:04 #

Das ändert aber nichts daran, dass man bei DLCs oft die Katze im Sack kaufen muss, was angesichts der erheblichen Differenzen zwischen der Qualität des Hauptspiels und der Zusatzinhalte oft ins Auge gehen kann.

Leider testen auch nur wenige Magazine regelmäßig DLCs, und dann meist auch nur für AAA-Titel. Entsprechend muss man sich oft auf Forenmeinungen und das eigene Bauchgefühl verlassen. Hier bestünde sowohl auf Magazin-, als auch auf Publisherseite Nachholpotential, bei letzteren z. B. durch kurze Demos zu den DLCs (15 Minuten anspielen o.ä.).

Vaedian (unregistriert) 20. Oktober 2011 - 16:09 #

Du Kommunist! 50% des DLC's als Demo!

Vielleicht kommen ja die Rips stattdessen wieder in Mode. Gratis-DLC ohne Musik, High-Res Texturen und Sprachausgabe. Das Music, Speech & Texture-Pack gibt's dann kostenpflichtig dazu! Natürlich jedes davon einzeln. Manche Spieler spielen schließlich lieber ohne Musik oder haben einen schwachen Rechner!

Anonymous (unregistriert) 20. Oktober 2011 - 20:09 #

Jeder Erweiterungs-DLC, der weniger Umfang als ein Retailaddon hat, kann man als Coregamer und Nicht-Fanatiker getrost weglassen. Das trifft also nur auf GTA4 zu. Preis-Leistung stehen ansonsten in keinem Verhältnis. Über Ausrüstungen, Pferdedecken, Multiplayermaps, Fahrzeuge oder Trikots müssen wir gar nicht reden. Addins zerstören regelmäßig das Balancing, Standalone-Addons sind mit ihren 1-2 Stunden so kurz, dass kaum Wiedererkennungswert aufkommt. Für solche Hungerhappen lohnt sich kaum, die Konsole hochzufahren. Es lohnt sich immer nur, wenn alle DLCs komplett vorliegen und dann sind die Einzelpreise zu teuer. Ergo: Game of the Year Edition.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 20. Oktober 2011 - 7:56 #

"Durchaus interessant ist dabei, dass der Großteil dieser User (47%) angab, aus datenschutzrechtlichen Bedenken nicht bereit gewesen zu sein, Download-Erweiterungen zu erwerben."

Kann ich nachvollziehen. Die paar Euro wären nicht unbedingt das Problem. Aber dafür dem Unternehmen meine KK-Informationen und persönliche Daten anverterauen? Bestimmt nicht.

Sind die Spieler drüben einfach nur weiter als wir, was das Thema Datenschutz betrifft, oder würden die Zahlen bei uns ähnlich ausfallen?

Loki 11 Forenversteher - 597 - 20. Oktober 2011 - 8:00 #

Amis voran, dann Europa und 10-20 Jahre später ziehen die Russen mit(wenn man sich mal TV und Stil anschaut, scheinen sie grad Ende der 90er angekommen zu sein^^(ich mags))...is bei Trends und Entwicklungen doch schon länger so...naja, die Russen sind da schon noch ne extra Wurst...

Henke 15 Kenner - 3636 - 20. Oktober 2011 - 13:26 #

Koffeinpumpe schrieb :"Sind die Spieler drüben einfach nur weiter als wir, was das Thema Datenschutz betrifft, oder würden die Zahlen bei uns ähnlich ausfallen?"

Ich denke, die Amerikaner haben sich mehr oder weniger damit abgefunden, in Freiheits- und Persönlichkeitsrechten (vor allem unter der Regierung Bush) eingeschränkt worden zu sein; für die ist es wahrscheinlich herzerfrischend, für einen DLC nur(!) den Namen und die Kreditkartennummer anzugeben... :-D

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 20. Oktober 2011 - 13:40 #

Umgekehrt meinte ich das! ;)
Ich finde die knapp 50% sehr hoch! Eher hätte ich erwartet, dass DLCs hauptsächlich wegen des Preis/Leistungsverhältnisses gemieden werden. Aber wegen Datenschutz?!

Ich dachte, Menschen, die wissen wie wichtig ihre Daten sind, wären nur noch eine kleine Minderheit. Ich hege Hoffnung… ;)

zuendy 14 Komm-Experte - 1865 - 20. Oktober 2011 - 9:13 #

würde es gar keiner kaufen, würde es überhaupt keine nervigen DLCs geben und man könnte wieder zum alten Begriff zurückkehren.

Anonymous (unregistriert) 20. Oktober 2011 - 14:56 #

Und was sagt mir das als BWLer?
Wenn ich es irgendwie schaffe durch Nebelkerzen die Datenschützer zu betäuben, dann kann ich in Zukunft komplett auf physische Medien verzichten.

volcatius (unregistriert) 20. Oktober 2011 - 15:30 #

Würde mich mal interessieren, wie viele der 47% einen Facebook-Account haben.

Deathproof 14 Komm-Experte - 1985 - 20. Oktober 2011 - 19:48 #

Ist ja wirklich schlimm mit angaben der eigenen Daten mit MS points oder PSN cards, ging doch um HD Konsolen?
Ich hätte eher gewettet das die Amis selbst die Klofrau mit KK bezahlen.
Mit PS+ bekomme ich auch viele Inhalte, auch zum Testen.

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