HW-News KW42: Neue Nvidia 3D-Brillen, steigende Preise bei Intel
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29505 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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17. Oktober 2011 - 21:23 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
CPU-Neuvorstellungen eines großen Herstellers bedeuten normalerweise sinkende Preise. Zum Teil traf diese Einschätzung auch auf den Release von AMDs Bulldozer-CPUs zu: Zumindest die glücklosen FX-Prozessoren fallen seit der Vorstellung in der vergangenen Woche recht stetig im Preis. Nicht so Intels den Markt weiterhin dominierende Core-i-CPUs, hier sind die Preise in den letzten Wochen teils drastisch gestiegen. Schlechte Zeiten für Aufrüsten - AMD uneffizient und eher enttäuschend, Intel schnell und teuer. Vielleicht tröstet man sich dann zu Weihnachten einfach mit 3D-Hardware - passend dazu hat Nvidia jüngst eine überarbeitete 3D-Brille mitsamt erhellender Monitortechnik vorgestellt. Stilecht auf einem Flugzeugträger und ihm Rahmen einer LAN-Party.

Preisanstieg bei Intel, Preissenkung bei AMD


Vor wenigen Tagen erschien AMDs Bulldozer und selbst AMD-Fans sind sich noch nicht so ganz einig, was sie von dieser CPU-Architektur halten sollen. Viele Kerne, zumindest auf dem Papier, mäßig Leistung – entsprechend durchwachsen fiel auch unser Urteil nach der Produktvorstellung aus. Mittlerweile fallen beim Bulldozer zwar die Preise, angesichts der hohen Leistungsaufnahme bei gleichzeitig nur geringer Leistungssteigerung gegenüber den Vorgängermodellen war eine Preiskorrektur wohl aber auch zu erwarten. Ganz anders jedoch sieht es bei Intel aus, die Preise für Core i5 sowie Core i7 steigen seit einiger Zeit auf Rekordmarken. 

So wurde der Intel Core i5-2500K (boxed) noch im Juli diesen Jahres für 169 Euro angeboten, inzwischen steht der Preis bei 181 Euro. Anfang November fiel der Preis sogar auf 158 Euro, wer zu diesem Zeitpunkt noch den Release von Bulldozer abwarten wollte hat Pech gehabt. Ähnlich sieht es bei Intels Core i7-2600K aus: Noch Anfang September lag der Preis bei 237 Euro, kurz vor dem Release von Bulldozer dann stieg der Preis auf bis zu 263,90 Euro an. Offenbar wittern die Händler ein gutes Geschäft mit aufrüstwilligen PC-Nutzern, denen die Performance von Bulldozer nicht ausreicht.

Den neuen Bulldozer-Quadcore FX-4100 hingegen gibt es mittlerweile für 95 Euro zu kaufen, in ersten Listungen lag die CPU noch bei 114 Euro. Zum aktuellen Preis konkurriert der FX-4100 schon mit diversen Phenom-II-Quadcores und dürfte für den einen oder anderen Nutzer mit AM3+-kompatibler Hardware durchaus die sinnvollere Upgradelösung sein. Auch der Sechkerner FX-6100 fiel recht stark im Preis -- von ursprünglich veranlagten 160 Euro auf inzwischen nur noch 138 Euro. Angesichts der teils deutlich höheren Performance des "echten" Sechskernprozessors Phenom II X6 aber wohl für viele Nutzer immer noch ein zu hoher Preis. Bei Bulldozer teilen sich je zwei CPU-Kerne einige Funktionseinheiten, so dass die Leistung etwas unter der des Phenom II X6 liegt. An diesen kommt erst das Spitzenmodell FX-8150 heran - dessen Preis jedoch fiel seit Release so gut wie gar nicht. 


Größerer Sichtwinkel, mehr Helligkeit und endlich 27"-Monitore mit 120 Hertz - Nvidia 3D Vision 2


3D-Evolution: Nvidia präsentiert 3D Vision 2

Viele Spieler nutzen noch keine 3D-Hardware am PC. Und wenn sie 3D nutzen, dann zumeist Nvidias 3D-Vision. Im Gegensatz zu AMDs HD3D-Lösung bietet Nvidia ein Gesamtpaket aus 3D-Brille, Infrarotemitter, Softwareunterstützung direkt per Grafiktreiber und zertifizierter Monitor-Hardware an. So ist es dank der guten Unterstützung durch den Geforce-Grafiktreiber recht problemlos möglich, viele aktuelle und auch ältere Spiele mit teils sehr beeindruckenden stereoskopischen Effekten zu starten. AMD zwingt seine Kundschaft hingegen zum Kauf einer Drittherstellersoftware wie TriDef, die dann auch noch umständlich konfiguriert werden muss. Doch sehr groß ist die Akzeptanz von 3D am PC insgesamt sowieso noch nicht, weshalb Nvidia pünktlich zum Weihnachtsgeschäft ein Nachfolgemodell zu 3D Vision auf den Markt bringt.

Stilecht im Rahmen der Geforce-LAN, einer Netzwerkparty auf dem ausgemusterten Flugzeugträger USS Hornet, präsentierte Nvidia nun 3D Vision 2. Auffälligste Änderung: Die Gläser der Shutterbrille sind deutlich größer ausgefallen. So schaut der Anwender nicht mehr so oft über den Brillenrand und die stereoskopische Immersion verstärkt sich. Weiterhin wurde die Brille etwas in der Form angepasst, so dass die Bügel auch beim gleichzeitigen Tragen eines Headsets nicht mehr so stark drücken wie bei der aktuellen Version. Woran Nvidia nichts ändern konnte: Noch immer sieht man beim Tragen von 3D-Brille und Headset  wie ein absolut bescheuerter Computernerd aus. Schade. Wann gibt's endlich den coolen Deus-Ex-Sonnenbrillenlook oder vergleichbar Vorzeigbares?

Die wohl größte Verbesserung von 3D Vision 2 betrifft indes nicht die 3D-Brille selbst sondern die zeitgleich von Asus und Acer vorgestellten Monitore. Endlich bieten die Hersteller nun auch 27-Zoll-Monitore mit 120-hz-Technologie an (ein größerer Bildschirm sorgt für einen deutlich besseren 3D-Effekt, bislang waren fast ausschließlich Modelle mit 23 Zoll verfügbar). Und diese Bildschirme unterstützen eine Funktion namens 3D Lightboost. Dabei wird die Schaltzeit der Bildschirme so beschleunigt, dass die Verschlusszeiten der Shutterbrille optimiert werden können. Die Brille kann so länger durchscheinend geschaltet sein, die Lichtausbeute verbessert sich. Erfreulich: 3D Lightboost funktioniert nicht nur in Verbindung mit den neuen Shutterbrillen sondern auch mit den alten Modellen. Ebenso lassen sich 3D-Vision-2-Brillen an älteren 120-hz-Bildschirmen einsetzen. Die US-Preise für das 3D-Vision-2-Set, bestehend aus 3D-Brille und Infrarotemitter, liegen bei 149 US-Dollar, für die reine Brille ohne Emitter verlangt Nvidia 99 US-Dollar. Die Europreise dürften sich von den Dollarpreisen nicht oder nur sehr geringfügig unterscheiden.


Mittels Powerline lassen sich auch schlecht erreichbare Räume mit Internet versorgen.

Powerlineadapter mit 500 MBit/sek. und 3x Gigabit-LAN

Wenn eine Hausvernetzung per LAN-Kabel nicht möglich ist und WLAN keine brauchbaren Datenraten erbringt, bietet sich unter Umständen Powerline als bequeme Alternative an. Dabei wird das bestehende Stromnetz zur Übertragung von Netzwerkdaten genutzt. Powerlineadapter werden nur in jeweils eine Steckdose gesteckt und übertragen fortan ohne weitere Konfiguration zwischen diesen Dosen Daten. Seit kurzem liegt die maximale Bruttogeschwindigkeit für diese Stromvernetzung bei 500 Megabit pro Sekunde - Netto wird zwar nur ein deutlich geringerer Wert erreicht, bis zu 200 Megabit in der Sekunde sind aber dennoch realistisch. devolo trägt diesem Umstand Rechnung und bestückt die eigenen Powerlineadapter namens dLAN 500 AVtriple+ und dLAN 500 AVplus mit Gigabit-Netzwerkports. Das neu vorgestellte Modell dLAN 500 AVtriple+ bietet sogar gleich drei Gigabit-Ports. So lässt sich ein Adapter mit dem DSL-Router verbinden während der zweite Adapter in einem anderen Raum oder Stockwerk ohne zusätzlichen Switch gleich drei Geräte gleichzeitig ins Netzwerk bringt. Dem Adapter ist es dabei auch egal, ob es sich um eine Spielekonsole, einen Mediaplayer oder einen PC handelt. 

Praktisch ist die durchgeleitete Steckdose bei den Adaptern - Powerline sollte nach Möglichkeit immer alleine an einer Dose betrieben werden, Steckdosenleisten verringern die Geschwindigkeit teils drastisch. So lässt sich der Adapter direkt in der Wandsteckdose betreiben so dass eine Steckdosenleiste die Geschwindigkeit nicht negativ beeinflussen kann. Zum Energiebedarf im Betrieb macht devolo zwar keine Angaben, die Leistungsaufnahme soll aber dynamisch nach Last geregelt werden. Im Standby benötigen die Adapter zudem nur maximal 0,5 Watt. Auf Knopfdruck am Adapter lässt sich zudem eine 128-Bit-AES-Verschlüsselung hinzuschalten.

Ein einzelner dLAN 500 AVtriple+ wird aktuell zu Preisen ab 88 Euro verkauft, das Modell mit nur einem Netzwerkport namen dLAN 500 AVplus kostet etwa 71 Euro. Beide Adapter im Starter-Set werden ab 151 Euro angeboten.


Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 86537 - 17. Oktober 2011 - 21:35 #

Na so ein Glück. Hab den Q9550 Quadcore von Intel und sehe eh kein Grund zum Wechsel. Graka hab ich mir gegönnt (GTX570), auf 3D warte ich bis es ohne Brille funzt. Weihnachten kann kommen....Games Games Games ;)

spinatkuchen 14 Komm-Experte - P - 2096 - 17. Oktober 2011 - 21:35 #

Dann muss ich mich aber beeilen mit dem neuen PC :/

troglodyt 12 Trollwächter - 900 - 17. Oktober 2011 - 22:02 #

"Ähnlich sieht es bei Intels Core i6-2600K aus: ..." damit ist wohl der i7 gemeint.

Puh...da hab ich wohl meine erste Intel-CPU seit 10 jahren genau zum richtigen Zeitpunkt gekauft.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 17. Oktober 2011 - 22:05 #

Danke für den Hinweis.

headlaker 16 Übertalent - 4834 - 17. Oktober 2011 - 22:44 #

Jap, dass hab ich mir auch gedacht, als ich die News gelesen hatte.

MaverickM 17 Shapeshifter - 7453 - 17. Oktober 2011 - 22:37 #

Tja, wer hat nun Recht, lieber Dod!? :D

justFaked 16 Übertalent - 4266 - 17. Oktober 2011 - 22:41 #

Schade, dass es technisch nicht möglich ist 3D mit 60Hz hinzubekommen...
dafür würde ich Nvidia ´nen Haufen Geld bezahlen.

MaverickM 17 Shapeshifter - 7453 - 17. Oktober 2011 - 22:48 #

Wieso es läuft ja mit 60Hz. Pro Auge. ;)

Ansonsten brauchst Du halt VR Brillen. 3D mit Anaglyph bleibt immer noch, sieht aber meist Scheisse aus. (Was IMHO 3D generell tut...)

Casa 12 Trollwächter - P - 1037 - 17. Oktober 2011 - 23:12 #

Die Powerline Adapter sind wirklich gut, kann ich jedem nur wärmstens empfehlen, hab zwar "nur" die 200 MBit Version. Aber nach jahrelangen Ärgernissen mit WLAN im Altbau war das ein Traum, voller Speed und es ist egal, was alles zwischen Router und Rechner liegt.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 17. Oktober 2011 - 23:27 #

Bei uns sind die Nachbarn (Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung) per Powerline mit unserem Netz verbunden. Trotz Stromzähler als Trennpunkt kommen noch ein paar Megabit pro Sekunde aus der Leitung. Durchaus beeindruckend finde ich.

Rondrer (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 7:56 #

Ich benutz es auch und bin ziemlich zufrieden. Man darf sich nur nicht von den angegebenen Datenraten täuschen lassen ;) Mein 85Mbit Adapter schafft es gerade so mit Mühe die 16Mbit vom DSL-Anschluss. (Und das schreiben die auch irgendwo ganz klein auf die Packung, was man im optimalfall für ne reale Datenrate erwarten kann). Find ich schon fast ein bisschen dreist, aber naja. Mir ist auch klar, dass LAN und WLAN auch nie die Netto übertragunsraten erreichen, aber da sind die Verluste prozentual doch ein ganzes Stück geringer.
Aber ich will garnicht so viel meckern die alternativen WLAN und Kabelverlegen schlägt es in meinem Fall um Längen ;)

Drifter 16 Übertalent - P - 5260 - 18. Oktober 2011 - 6:47 #

Bin gerade umgezogen. Während meine Powerline-Adapter in der alten Wohnung hervorragend liefen, ist das Sytem in der neuen Wohnung für die Tonne. Habe jetzt mehrere Positionen für die Adapter (3 Stück - Büro, Router, Wohnzimmer) durchprobiert. Gerade ins Wohnzimmer bekomme ich kaum eine stabile Verbindung - Streaming ist nicht.

Kann jedem der Interesse an dem System hat nur zum Ausprobieren raten. Das elektrische System des Einsatzortes spielt eine nicht zu vernachlässigende Rolle.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 18. Oktober 2011 - 7:49 #

Das habe ich auch festgestellt. Mit dem Powerline-Adapter hatte ich sogar eine schlechtere Verbindung als per Wlan.

Rondrer (unregistriert) 18. Oktober 2011 - 7:59 #

Wichtig bei Powerline ist, dass alle Steckdosen, die verbunden werden sollen, an einer Phase hängen. Ist dies nicht der Fall, kann man sich nen Phasenkoppler einbauen lassen.

Zusätzlich hab ich gelesen, dass es in Altbauten mit sehr alter Strominstallation zu Problemen kommen kann. Da hat man dann wohl Pech :(

DerDani 15 Kenner - P - 3681 - 18. Oktober 2011 - 8:03 #

Anfang November fiel der Preis? Vielleicht wird das ja gewesen worden sein ;). Oder Blick in die Zukunft?

Gut, dass ich meinen Intel schon 4 Monate hab - Preis ist echt nach oben gegangen ^^

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