HW-News Special: AMD Bulldozer erhältlich // Mäßige Leistung
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29502 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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12. Oktober 2011 - 12:39 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Nach vielen Verzögerungen hat AMD ihre CPU-Architektur mit dem kraftvoll klingenden Namen "Bulldozer" gestartet: Erste Modelle mit bis zu acht Prozessorkernen und sehr hohen Taktraten sind im Handel erhältlich. Erste Tests der neuen Prozessoren wirken jedoch ernüchternd.

Um es noch halbwegs positiv auszudrücken, erfüllt AMD alle Erwartungen an eine Prozessorarchitektur namens "Bulldozer". Bulldozer sind groß, schwerfällig, nicht unbedingt sparsam im Verbrauch und eher für harte Arbeit als für den schnellen Spaß konzipiert. Doch widmen wir uns zuerst dem Innenleben, die neuen CPUs nutzen immerhin eine komplett neuartige Systemarchitektur und unterscheiden sich in sehr vielen Punkten stark von den Phenom-Modellen und Intels Core-Prozessoren.


Bulldozer ist AMDs erste komplett neue CPU-Architektur seit 2003.

Vier, sechs und acht Rechenkerne zum Start

Vier Modelle sind zum Start der neuen Serie verfügbar. Der AMD FX-4100 nutzt zwei Prozessormodule mit insgesamt vier Rechenkernen und einem Grundtakt von 3,6 GHz. Per Turbo sind bis zu 3,8 GHz möglich. Erste Händler listen den Prozessor zu Preisen ab 114 Euro. Der FX-6100 nutzt drei Prozessormodule, also sechs Rechenkerne und taktet mit 3,3 GHz (Turbo: 3,9 GHz). Preislich liegt die CPU aktuell bei etwa 160 Euro. Mit dem FX-8120 bietet AMD ein Achtkernmodell (vier Prozessormodule) mit einem Takt von 3,1 GHz (Turbo: 4 GHz) zu einem Preis von 190 Euro an, das Topmodell FX-8150 nutzt ebenfalls vier Module mit acht Kernen, taktet aber mit 3,6 GHz (Turbo: 4,2 GHz). Der Preis liegt bei 229 Euro.

Spezifikationen und Preise
Prozessor Kerne/Module Taktfrequenz Turbo L2-Cache TDP Preis
AMD FX-8150 8 / 4 3,6 GHz 4,2 GHz 8 MB 125 W 229 €
AMD FX-8120 8 / 4  3,1 GHz 4,0 GHz 8 MB 125 W 190 €
AMD FX-6100 6 / 3 3,3 GHz 3,9 GHz 6 MB 95 W 160 €
AMD FX-4100 4 / 2 3,6 GHz 3,8 GHz 4 MB 95 W 114 €

Module statt Kerne

AMD vermarktet die Bulldozer-Topmodelle FX-8150 und FX-8120 als Achtkernprozessoren. Und tatsächlich: Die CPUs können acht Threads gleichzeitig abarbeiten. Allerdings sind keine acht vollwertigen Rechenkerne vorhanden, sondern vier sogenannte Prozessormodule. Jedes Modul entspricht einem um einige Funktionseinheiten beraubten Doppelkernprozessor. So ist AMD in der Lage, die Architektur mit zusätzlichen oder weggelassenen Modulen auf den jeweiligen Anwendungsbereich zu skalieren. Ein FX-4100 nutzt beispielsweise nur zwei Module, also vier Pseudo-Kerne.

Die Modulbauweise sollte laut AMD für eine geringere Größe des Prozessors und damit eine hohe Wirtschaftlichkeit sorgen. Doch etwas muss in der Entwicklung schief gegangen sein -- die jetzt vorgestellten FX-8150 sind mit 315 mm² gut 50% größer als Intels Sandy Bridge mit vier Rechenkernen und integrierter Grafikeinheit. Satte 2 Milliarden Transistoren bringt AMD im 32nm-Fertigungsverfahren auf diesem Platz unter -- ebenfalls Rekord, Intel nutzt maximal 995 Millionen Schaltungen, selbst der AMD Phenom II X6 kommt "nur" auf 904 Millionen Transistoren. Ein großes DIE hat aber Nachteile: Der Fertigungspreis steigt mit jedem mm², sodass die CPUs keine Schnäppchenpreise erreichen können.


Zwei Rechenkerne teilen sich in einem Bulldozer-Modul einige Funktionseinheiten. 

Die Modulbauweise soll mit nur 12% mehr Platzbedarf im Vergleich zu einem fiktiven Singlecore-Modul beinahe die Leistung von zwei vollwertigen Rechenkernen erbringen. Allerdings teilen sich die Kerne in einem Bulldozer-Modul die Integer-Funktionen, je nach Anwendung kann ein solches Modul also auch einmal deutlich weniger Leistung bringen.

Einen Strich durch die Rechnung macht AMD allerdings vor allem die Lastverteilung von Windows 7. Der sogenannte Scheduler des Betriebssystems verteilt die Rechenaufgaben auf die einzelnen Prozessorkerne. Bei Windows 7 springt die Lastverteilung fröhlich zwischen den Kernen hin und her während es für Bulldozer ideal wäre, wenn einzelne Module besonders gut ausgelastet werden würden. Durch die schnell wechselnde Kern-Zuteilung kann AMDs neuer Prozessor allerdings seine Turbofunktionen nie voll ausnutzen, da diese einige unausgelastete Kerne vorsieht. Das Problem besteht bereits mit dem Phenom II X6 und soll erst durch den optimierten Scheduler von Windows 8 behoben werden.

Neben den Pseudo-Achtkern-CPUs FX-81x0 gibt es auch Modelle mit zwei oder drei Modulen.  

Moderne Instruktionen und Turbo

Natürlich unterstützt AMD mit dem Bulldozer alle wichtigen Instruktionen, um entsprechend angepasste Software beschleunigen zu können. SSE 3, SSE 4.1, SSE 4.2 sowie AES, AVX, FMA4 und XOP sollen Multimedia- und Verschlüsselungsalgorithmen zu neuer Leistungsfähigkeit verhelfen. FMA4 und XOP sind dabei AMD-Exklusive Funktionen und werden bei Desktopanwendungen eher selten zum Einsatz kommen. Anders dürfte es in Zukunft mit AVX aussehen, diese Instruktionen beherrschen auch aktuelle Intel-CPUs, einige angepasste Anwendungen existieren bereits und ein enormer Leistungsgewinn ist bei diesen Anwendungen ebenfalls spürbar. Spiele jedoch greifen auf diese Funktionen noch nicht zurück.

Wie bereits erwähnt, nutzt auch die Bulldozer-Architektur eine Turbofunktion, um dynamisch die Taktraten anzupassen. Bis zu 1000 MHz zusätzlich kitzelt AMD so aus den Prozessoren heraus, immer versucht, die mit der TDP festgelegte maximale thermische Belastung auszureizen.


Der schwarze Sockel AM3+ weist auf Bulldozer-Kompatibiliät hin, einige ältere Boards funktionieren auch.

Für den Einsatz der neuen Prozessoren werden nicht zwingend neue Mainboards benötigt. Auch ältere Platinen mit dem Sockel AM3 sollen nach einem BIOS-Update mit Bulldozer umgehen können. Allerdings fällt die Leistung etwas geringer aus und auch auf einige Energiesparfunktionen wird man verzichten müssen. AMD propagiert daher die neuen Chipsätze der 900er-Reihe und den Sockel AM3+ für die FX-Prozessoren. Große Änderungen bringt der neue Chipsatz allerdings nicht mit sich. Allerdings ist mit den neuen Boards auch wieder Nvidias SLI für Platinen mit mehreren PCIe16x-Steckplätzen freigeschaltet, bei älteren AMD-Boards war nur Crossfire für zwei AMD-Grafikkarten möglich.

Enttäuschende Leistung, hoher Stromverbrauch

Doch kommen wir zurück zur Einleitung: Trotz aller sinnvollen Neuerungen und dem mutigen Neuanfang bei der CPU-Architektur wirkt Bulldozer noch unfertig. Seine Leistung ist enttäuschend. So schlägt das Topmodell FX-8150 Intels Core i5-2500K nur in sehr wenigen Disziplinen (Komprimierung per WinRAR beispielsweise liegt AMD offenbar), kostet aber 50 Euro mehr als der Intel-Kontrahent. Betrachtet man die Leistung pro Megahertz, fällt der FX-8150 sogar hinter die Vorgängergeneration Phenom II zurück. Ein Phenom II X6 kostet zudem nur etwas mehr als die Hälfte eines FX-8150, leistet aber beinahe genauso viel wie die neue CPU -- und verbraucht dabei unter Last sogar noch weniger Energie.

In Zeiten energiesparender Komplettrechner ist der Energiebedarf von AMDs neuer Architektur nicht mehr vertretbar -- im Test von Computerbase.de kam das komplette Testsystem mit einem Intel Core i7-2600K unter CPU-Last auf 168 Watt, der FX-8150 benötigte 228 Watt. Im Idle-Betrieb schaut es zwar etwas besser aus -- AMD benötigt mit 85 Watt zu 80 Watt nur 5 Watt mehr als Intel --, dennoch bekleckert sich AMD auch hier nicht mit Ruhm. Zudem darf bei den Verbrauchswerten die deutlich höhere Leistung des Intel-Kontrahenten nicht außer Acht gelassen werden. Es scheint also einen berechtigen Grund zu geben, dass AMD einige FX-CPUs serienmäßig mit einer Boxed-Wasserkühlung ausliefern will.

Wir raten auf jeden Fall zum Abwarten: Bereits im kommenden Jahr soll mit "Piledriver" ein optimierter Nachfolger erscheinen, wobei AMD für diesen auch nur etwa 10 Prozent mehr Leistung als bei Bulldozer prophezeit. Allerdings soll der Energieverbrauch um bis zu 15 Prozent sinken. Die Leistungssprünge, die AMD beim Umstieg vom glücklosen Phenom I zum Phenom II machen konnte, werden aber wohl von der Bulldozer-Familie nicht erreicht werden können.


Bis 2014 soll Bulldozer stetig verbessert werden. Bereits 2012 steht mit "Piledriver" das erste Update an.

Unsere Prognose

Groß, nicht allzu schnell und dabei schlecht im Verbrauch -- Bulldozer macht seinen wenig schmeichelhaften Namen (auf den die Marketingabteilung von AMD mal so richtig stolz sein kann...) alle zweifelhafte Ehre. Eine Empfehlung für Computerspieler stellt diese CPU aktuell nicht dar, im Gegenteil. Mit den Vorgängermodellen steht genug Rechenleistung zu einem niedrigen Preis zur Verfügung. Wer mehr Rechenleistung benötigt, greift besser zu einem Intel-Prozessor wie dem Core i5-2500K oder dem 2600K. Mit einer AMD-FX-Plattform lässt sich nicht einmal Geld bei der Anschaffung sparen, ein im Vergleich zu AMDs Neuzugängen sogar schnellerer Core i5-2500K kostet gute 50 Euro weniger als das Spitzenmodell mit Bulldozer-Architektur. Ob BIOS-Optimierungen und ein verbesserter Scheduler von Windows 8 Bulldozer retten können, wird sich erst zeigen müssen. Unser Urteil für das Jahr 2011: Finger weg.


Limper 16 Übertalent - P - 5144 - 12. Oktober 2011 - 13:02 #

Schade, dass die nicht so schlechte Multithreadedleistung praktisch kaum ausgenutzt werden kann (Ausnahme siehe BFBC2 Bench von PCGH). Hoffentlich wird Piledriver besser, sonst seh ich schwarz für Intel CPU Preise -_-

Maddino 16 Übertalent - P - 4986 - 12. Oktober 2011 - 13:00 #

Ja sollte AMD irgendwann mal keine CPUs mehr anbieten, wäre das auch für überzeugte Intel-Käufer sehr unangenehm, weil die Preise dann mit Sicherheit nur noch eine Richtung kennen werden.

pel.Z 16 Übertalent - 4852 - 12. Oktober 2011 - 13:04 #

Schöne News, schlechte CPU... :-)

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 12. Oktober 2011 - 13:04 #

Schade, das klingt wirklich nicht gut... Gerade der hohe Stromverbrauch ist alles andere als zeitgemäß.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 12. Oktober 2011 - 13:16 #

Also wohl oder übel ein Umzug für mich zu Intel. Danke, Dennis!

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29502 - 12. Oktober 2011 - 13:22 #

Ich werde das Ding trotzdem selbst testen - und auch schauen wie sich der Scheduler von Windows 8 auf die Leistung auswirkt.

Wunderheiler 19 Megatalent - 18960 - 12. Oktober 2011 - 13:28 #

Könnte man das mit der erhältlichen Win8 Version nicht schon oder ist der Scheduler da noch nicht angepasst?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29502 - 12. Oktober 2011 - 13:44 #

Kann man. Die Redaktionen hatten aber wohl nur knapp drei Tage Zeit für die kompletten Tests und mir wollte AMD erst gar kein Testmuster zukommen lassen ;) .

Wunderheiler 19 Megatalent - 18960 - 12. Oktober 2011 - 13:49 #

Ok, dann hab ich das nur leicht missverstanden...
Ich freu mich auf deinen Bericht und bin mal gespannt was mit Win8 noch so machbar ist (nicht nur im Bezug auf Bulldozer oder aufs OS allgemein, auch im Bezug auf die Verschmelzung bzw. Einbindung von Xbox und WP7, aber ich schweife ab).

P.S.: Shame on you, AMD ;)

Wunderheiler 19 Megatalent - 18960 - 12. Oktober 2011 - 13:29 #

Toller Artikel, hoffe das AMD aus ihrem aktuellen Loch möglichst schnell wieder raus kommen...

valorum 11 Forenversteher - 565 - 12. Oktober 2011 - 13:53 #

Die Ergebnisse bedeuten, dass sich für die Empfehlungen an die Zielgruppe von GG (also Gamer) nix ändert. Wie der Artikel schon hat anklingen lassen, ist hier entweder ein Phenom 2 X4 ab dem 955 von AMD oder eine Sandy Bridge CPU von Intel zu empfehlen. Je nachdem wie hoch das Budget oder die nötige Leistung ist.
Ich hab mir vor 2 Jahren einen damals auch nicht mehr taufrischen 955er von AMD geholt, der is noch so gut im Rennen, dass eine Aufrüstung für mich als Gamer nicht nötig ist.

Die Frage ist auch, ob AMD die Zielgruppe Heimanwender überhaupt noch bedienen möchte. So viel ist da nicht zu holen. Bei professionellen Anwendern ist AMD mit Bulldozer für rechenintensive Anwendungen mit hoher Parallelisierung und mit Llano für den häufig strapazierten "einfachen Büro-PC" und Mittelklasse-Notebooks nicht schlecht aufgestellt.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29502 - 12. Oktober 2011 - 14:00 #

Ich glaube eher, dass AMD ein klassisches Henne-Ei-Problem hat. Bulldozer/Piledriver wird sich als Trinity mit integrierter GPU extrem wohlfühlen. Die kritischen Elemente der Architektur könnten durch die GPGPU-Berechnungen einer integrierten GPU kompensiert werden und schon würde das Konzept aufgehen. Dumm nur: Dafür braucht es komplett neue Software die die Funktionen auch ausnutzt. Und tolle Funktionen ohne die dazu passende Software anbieten bringt halt leider wenig. Sieht man ja auch an AMDs eigenen Instructionsets im Bulldozer - klingt toll, wird aber nicht genutzt.

Aber ansonsten: Ja, an den Empfehlungen ändert sich nichts. Phenom II reicht für 99% der Gamer sicherlich aus, wer mehr Leistung will oder braucht wird mit Intels Sandy Bridge extrem glücklich. Sandy ist auch nett wenn der Energieverbrauch der CPU niedrig liegen soll - die angegebene TDP wird dort nur sehr selten erreicht, selbst ein i7-2600K kommt selten über 60 Watt. Zum Vergleich: In meinem Notebook werkelt ein kleiner mobiler Core i5, auf dem Desktop gibts das Ding als i3 mit höheren Takt. Selbst mein 2,3 GHz Mobilprozessor (maximal 35 Watt Energiebedarf) schlägt den X3-720BE mit 2,8 GHz(95 Watt..) im Desktop mehr als locker. AMD hängt trotz Bulldozer locker zwei Jahre hinter Intel zurück. Was sehr bedauerlich ist, da sich dieser Fakt wohl eher negativ auf die Preispolitik von Intel auswirken dürfte.

valorum 11 Forenversteher - 565 - 12. Oktober 2011 - 14:35 #

Das mit dem Henne-Ei-Problem habe ich jetzt schon mehrmals gelesen und das mag tatsächlich zutreffen. Man muss allerdings bedenken, dass AMD bekannt war, dass die derzeitig am Markt verfügbare Software alles andere als auf Bulldozer optimiert ist. Bei professionellen Anwendungen ist die Weiterentwicklung bei der Software auch wahrscheinlich schneller als beispielsweise bei Spielen. Wenn man sieht, wie viele Spiele noch mit DirectX 9 Engine rauskommen und dass DX 10 Zeit seines kurzen Lebens kaum genutzt wurde. Klar, das liegt an der häufig praktizierten Mehrplattformentwicklung. Aber das wird ja ebenso auf CPU-Optimierungen zutreffen.

Deshalb sehe ich auch wenige Parallelen zur ersten Phenom-Generation. Hier lagen die Probleme bei der ineffizienten Fertigungstechnologie mit 65 nm Strukturbreite, dem vorhandenen TLB-Bug und schlecht arbeitenden Stromsparmechanismen. Diese Probleme ließen sich mit dem Phenom 2 recht "leicht" beseitigen. Beim Bulldozer liegt offensichtlich ein viel grundlegenderes Problem vor auf das AMD auch keinen Einfluss hat. Und als AMD-Fan blutet mir das Herz, wenn ich das schreibe.

Ah, und wo du den 720BE ansprichst - der war doch seinerzeit das Paradebeispiel für das Freischalten eines weiteren Kerns. Das muss natürlich beachtet weren ;)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29502 - 12. Oktober 2011 - 14:47 #

Wenn man nicht die Ressourcen hat, Techniken wie Intels "3D-Transistoren" aus dem Ärmel zu schütteln hat man schon ein Problem. AMD muss halt versuchen auf "einfachem Wege" die Leistung zu erhöhen - und da sind neue Instruktionen halt eine vergleichsweise einfache Lösung. Nur die Software, tja..

Und die Idee eine GPU mit der CPU zu vereinen um die Vorteile der beiden Architekturen zu vereinen ist ja auch keine schlechte. Nur fehlt es auch hier an Software und eigentlich auch gleich der Support auf Betriebssystemebene. Wenn das OS die Last dynamisch zwischen GPU und CPU verteilen würde wäre ja einiges gewonnen. Ist aber eben auch nicht so einfach und wird erst mit zunehmender Verbreitung passieren. Wegbereiter für neue Technologien sein ist selbst für Intel schwer (wie viele Entwicklungen von denen sind schon gefloppt, ich erinnere nur an die gescheitere Grafikkarten), die haben aber wenigstens genug Geld in der Hinterhand.

Beim Phenom I ließ sich das Problem der fehlenden Leistung und der hohen Energieaufnahme durch den Shrink auf 45nm beheben. Der Phenom II konnte deutlich höher takten und brauchte trotzdem weniger Energie. So ein Schritt ist bei Bulldozer nicht möglich, da hier bereits eine für AMD neue Fertigungstechnik genutzt wird. Noch kleiner ist für AMD vorerst unmöglich. Klar, Globalfoundries wird 32nm besser in den Griff bekommen, die Ausbeute verbessern und neue Steppings der CPU werden den Energieverbrauch senken können. Aber das ist Zukunftsmusik und wird auch grundlegende Probleme nicht beheben: Bulldozer ohne GPU-Support ist eine Totgeburt.

valorum 11 Forenversteher - 565 - 12. Oktober 2011 - 15:20 #

Im Prinzip bestätigst du meine Aussagen und Befürchtungen also. Wir können damit nur abwarten und auf Besserung hoffen, sei es durch Innovationen seitens AMD oder die Bereitstellung optimierter Software.
Das Beste, das AMD tun kann, ist dann wohl auf eine massive Zusammenarbeit mit MS zu setzen, damit Win 8 den "schlafenden Riesen" wecken kann. Dann könnte Trinity als Llano-Nachfolger tatsächlich ein erfolgreiches Stück Hardware werden.

Dass mit dem Bulldozer-Nachfolger Piledriver ein Schritt nach vorne gemacht werden kann ist ja wohl eher unwahrscheinlich, da er die gleichen grundlegenden Probleme haben wird wie sein Vorgänger.

Jadiger 16 Übertalent - 4879 - 12. Oktober 2011 - 18:09 #

bei dem Stromverbrauch ist für Büro PCs eben ein absouluts nogo.

Casa 12 Trollwächter - P - 1037 - 12. Oktober 2011 - 13:54 #

Tja schade, nach dem herausragenden Phenom II doch ein herber Rückschlag - so kratzt man nichtmal an Intels Monopol ...

Aktuell bin ich mit meinem Phenom II noch sehr zufrieden, drum kann man wohl auch locker den Bulldozer überspringen.

Raven 13 Koop-Gamer - 1526 - 12. Oktober 2011 - 13:57 #

Da gefällt mir gar nicht. Erst werden die Phenoms versägt und nun auch noch der Bulldozer. Totgeburt?

spinatkuchen 14 Komm-Experte - P - 2096 - 12. Oktober 2011 - 19:47 #

Wohl eher psychische Schäden wegen Sauerstoffmangels bei der Geburt :P
Auf jeden Fall auch von mir: Schöne News! :)

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7072 - 12. Oktober 2011 - 13:58 #

Vielen Dank für diese wunderbar geschriebene Hardware Spezial News. = )

Herr Schmidt (unregistriert) 12. Oktober 2011 - 14:15 #

Im Großen und Ganzen relativ gut geschriebener Artikel. Jedoch ist da für meinen Geschmach zu viel Fach-Chinesisch drin. Woher soll ein Otto-Normal-User wissen, was er bspw. von so einem Absatz halten soll:

"Natürlich unterstützt AMD mit dem Bulldozer alle wichtigen Instruktionen, um entsprechend angepasste Software beschleunigen zu können. SSE 3, SSE 4.1, SSE 4.2 sowie AES, AVX, FMA4 und XOP sollen Multimedia- und Verschlüsselungsalgorithmen zu neuer Leistungsfähigkeit verhelfen. FMA4 und XOP sind dabei AMD-Exklusive Funktionen und werden bei Desktopanwendungen eher selten zum Einsatz kommen."

Mfg, dpa, und hubert k. Oder was?

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7072 - 12. Oktober 2011 - 19:54 #

Eigentlich fühle ich mich gerade bei diesen Hardware News auch als "Nicht-Fachmensch" relativ sinnvoll angesprochen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29502 - 12. Oktober 2011 - 19:57 #

Vor allem würden von anderer Seite ohne solche für Einsteiger sicher quälenden Aufzählungen böse Kommentare kommen, warum SSE und co nicht erwähnt wurden..

Beim nächsten Mal gehe ich in die Metaebene ;) .

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 12. Oktober 2011 - 14:38 #

Danke für die Infos Dod :)

Ich bleib dann wohl auch erst mal bei meinem Phenom 2. Von der Leistung her hat man sowieso keinen Grund zum Aufrüsten ...

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 12. Oktober 2011 - 14:46 #

Hmm, blöd. Ich würde AMD echt gern unterstützen und ich werde mir wohl Anfang 2012 nen neuen GamingPC beschaffen... Bin gespannt wie bis dahin der Hardwaremarkt aussieht.

MaverickM 17 Shapeshifter - 7451 - 12. Oktober 2011 - 16:05 #

Benchmarks Hin oder Her... Die Realwelt-Leistung liegt bei AMD auch mit Bulldozer gleichauf (Mal der eine Schneller, mal der andere) mit Intel. Die Launch-Preise werden zudem relativ bald fallen, sobald die erste große Nachfrage-Welle gestillt ist, und wird sich auf einem üblichen günstigen Niveau einpendeln.

Bei der Milchmädchen Rechnung in der News darf/sollte man übrigens auch nicht die "Folgekosten" berechnen... Traditionell sind Intel Boards teurer als bei AMD. Und die bei Übertaktern beliebten Modelle mit frei wählbarem Multi gibt es auch bei Intel nur spärlich.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29502 - 12. Oktober 2011 - 16:21 #

970/990-Boards sind nicht preiswerter als vergleichbare für Intel. Von zukünftigen Preisentwicklungen kann ich jetzt schlecht schreiben, daher gilt der aktuelle Stand. Und da bekomme ich bei Intel für weniger Geld mehr Leistung. Die K-Modelle bei Intel sind nicht mehr selten und kosten zudem nur knapp 10-15 Euro mehr als die Standardmodelle. Seit Sandy Bridge zählen deine Argumente nicht mehr, vorher hätte ich sie gelten gelassen. Und wenn beide Plattformen im Endeffekt gleich teuer sind zählen sekundäre Dinge wie eben der Stromverbrauch. Und den kannst du nicht wegdiskutieren.

MaverickM 17 Shapeshifter - 7451 - 12. Oktober 2011 - 16:57 #

Es geht nicht um zukünftige Preisentwicklungen sondern darum, dass Du Launchpreise (Bulldozer) mit Straßenpreisen eines etablierten Produktes vergleichst. Reden wir in 2-3 Wochen, sagen wir mal maximal einem Monat noch einmal über die Preise.

Gerade bei den voll ausgestateten Boards mit 990FX Chipsatz - und um nichts anderes geht es hier ja, wenn wir von den Top-Modellen sprechen - ist der Preisunterschied teils eklatant.

Ob K-Modelle nun 15€ teurer sind oder nicht... Es sind nur wenige Modelle die Intel mit offenem Multi ausstattet. Beim Bulldozer ist das zwar jetzt noch nicht genau ab zu sehen, aber bisher gab es bei AMD viele Modelle als "Black Edition" mit offenem Multi. Mehr Auswahl als bei Intel.

Den Stromverbrauch will ich nicht weg diskutieren. Ich halte ihn für Nichtig. Entweder ich will etwas wirklich Strom sparendes und greife bei AMD zu den "E" Modellen mit einer TDP unter 45Watt oder ich will Leistung. Da ist (mir persönlich) die Leistung unter Vollast herzlich egal. Lediglich über die geringfügig höhere Idle-Last (Man will ja auch mal nur Surfen) kann man sich streiten. Letztlich reißen die paar Watt Unterschied nichts raus. Wer sich darüber Gedanken macht, sollte den eigenen Rechner vielleicht lieber nicht 24/7 betreiben und/oder eher bei anderen Verbrauchern im Haushalt anfangen zu sparen. Aber das ist sowieso ein leidiges Thema, welches ich hier jetzt auch nicht weiter vertiefen will.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29502 - 12. Oktober 2011 - 17:20 #

Den potentiellen Käufer, der JETZT seinen Rechner aufrüsten will, interessiert die Preisentwicklung in den kommenden Monaten aber nicht. Man vergleicht zwei Produkte wie sie *jetzt* gelistet sind. Dass AMD einfach mal ein halbes Jahr zu spät dran ist - nicht mein Problem oder? Und auch nicht das von potentiellen Käufern.

Außerdem hat sich der Preis bei Sandy Bridge auch nur geringfügig verändert in den letzten Monaten. i7-2600K im Februar 2011: 259 Euro - i7-2600K im September 2011: 263 Euro.

Intel hat die wichtigsten Modelle mit offenem Multi versehen, sollte reichen oder? Muss ja nicht jeder Wald-und-Wiesen-Prozessor einen offenen Multi besitzen. Den Stromverbrauch ignorierst du jetzt aber nicht nur weils dir die Argumentation verhaut oder? Ich finde nämlich 60 Watt Unterschied unter Last schon recht beachtlich. Und auch im Idle liegen Bulldozer und Sandy Bridge auseinander. Und Energiebedarf hat ja nicht nur etwas mit Stromrechnungen zu tun sondern auch mit der Kühlung. Einen i5-2500 bekomme ich mit ein wenig Aufwand auch passiv gekühlt. Einem langsameren (!) FX-8150 würde ich das jetzt nicht zumuten wollen.

Zu den Boards: Gut ausgestattete Z68-Boards kosten um die 120 Euro. Ein 990FX-Board mit vergleichbarer Ausstattung (wobei, Grafikausgänge und SSD-Cache gibts bei AMD ja nicht dazu) kostet auch nicht weniger als 110 Euro. Für unter 100 Euro gibts bei AMD auch nur 970-Boards.

MaverickM 17 Shapeshifter - 7451 - 12. Oktober 2011 - 17:57 #

Ich schrieb eindeutig nicht von den "kommenden Monaten" sondern von 2-3 Wochen bis maximal einem Monat. Bis sich der Preis eben eingependelt hat. Und solange kann man auch als normaler Käufer der JETZT einen PC kaufen will, warten. Denn JETZT muss sicherlich nicht jetzt auf die Minute heissen.

Zur Preisdiskussion ist aber an sich auch jegliches weitere Wort sinnlos, denn - wie gesagt - das kann sich schnell ändern. Ich würde darauf wetten, dass der Preis nochmal ein gutes Stück sinken wird, so war es bisher noch bei jedem Launch einer AMD CPU. Man wird sehen wie das in 2-3 Wochen aussieht.

Zum Thema Kühlen: Hier sagt weder der Stromverbrauch noch die TDP etwas über die tatsächliche Wärmeabgabe aus. Ausserdem halte ich solche Rechnungen (i5-2500 passiv betreiben) für in der Praxis nicht existent. Wer ein Voll- oder Semi-Passiv System zusammen stellt, wird auch eher auf die Stromsparmodelle setzen (Zumindest würde ich das) und der Rest, der es leise haben, aber nicht auf Leistung verzichten will, wird so oder so eine Wasserkühlung einsetzen.

Und nein, ich halte die Stromdiskussion wie gesagt generell für größtenteils nichtig. Es macht durchaus Sinn sich den Stromverbrauch eines Gerätes welches im 24/7 Betrieb läuft, anzuschauen (NAS, Windows Home Server, Eigenbau-Server, Router, Switch etc.). Aber bei Geräten die 2-3h täglich unter Vollast laufen (Geschätzt, je nach Anwendungsprofil natürlich. Angenommen hier der durchschnittliche Gamer, der nach Arbeit/Schule zockt) macht es das Kraut nicht fett, wie man so schön sagt. Da macht es eher Sinn sich über den Verbrauch von Großverbrauchern wie Kühl/Gefrierschränke etc. anzuschauen.

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 12. Oktober 2011 - 19:47 #

Sollte man dann auf preisliche Gegenüberstellungen verzichten, weil sich das ja eh immer schnell ändern kann? :O

Jeden Tag 2-3 Stunden 60 Watt mehr oder nicht mehr ist ein ziemlich großer Unterschied und alles andere als 'nichtig', wenn du mich fragst. Nichtig würde ich sagen, wenn es bei gleicher Leistung ein Unterschied von 10, maximal 20 Watt ist. Immerhin bezieht sich die Angabe ja auf das Komplettsystem, bei dem dann allein eine unterschiedliche CPU einen Anstieg von 35% (!!) bedingt, ist das ein großer Wert. Wenn man das auf die CPU runterbricht und die anderen Komponenten außen vor lässt, dürfte der Unterschied prozentual noch steigen. Wenn dann auch entsprechend 40% mehr Rechenleistung drin stecken, dann wäre das natürlich ein Gegenwert, aber der fehlt hier.
Natürlich wird man bei Kühlschränken im Falle eines Neukaufs eine ähnliche Rechnung aufmachen, steht ja nirgendwo, dass man im Jahr nur bei einem neu gekauften Technik-Produkt auf den Stromverbrauch achten darf.

anonymer Onkel (unregistriert) 12. Oktober 2011 - 18:55 #

AMD ist nicht ein halbes Jahr zu spät dran, sondern zwei(!) Jahre. Und die habe ich gewartet. Irgendwie verschenkte Zeit.
Intel, ich komme!

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 86469 - 12. Oktober 2011 - 16:50 #

Quod erat expectandum.

Jadiger 16 Übertalent - 4879 - 12. Oktober 2011 - 18:40 #

War zwar klar das AMD nich an Sandy rankommt aber das doch so übel ausieht aussieht hätte wohl keiner gedacht.
Also wenn sie daran nicht schnell was ändern könnte das echt die Firma AMD in grosse schwierigkeiten bringen und das will keiner von uns das Intel ohne konkurenz dasteht.
Normal ist es ja so das viel Saft ist ja viel Leistung heist aber die kommen ja nicht mal über ihre alten Modele. Und der Preis ist auch zu hoch den werden sie aber ändern sonst kauft sich ja keiner die Platform warum auch. Es kommen aber bestimmt noch einige Software updates die das ganze vieleich dann doch noch retten. Aber sowas sollte man vorher machen wenn man schon ein halbes Jahr hinterher hinkt.
PS: Und als Gamer reichen 4 Kerne egal von wemm die sind noch lange schnell genung für Spiele XY und Z. Aber zurzeit bekommt man eine Sandy Platform schon für 300 Euro und der Ram kostet ja mal garnichts mehr.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20733 - 12. Oktober 2011 - 20:30 #

Stimmt. Ich hab auch 300 Euro ausgegeben.

2500K für 170
Mainboard für 90
40 für 4GB RAM

Günstiger bekommst keinen schnelleren Gamer Rechner :D

Der leichte Unterschied von paar FPS ist mir der Aufpreis von ca 80 Euro auf nen i7 2600k net wert ;)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29502 - 12. Oktober 2011 - 21:45 #

Mittlerweile ist es noch preiswerter - der Speicher ist nämlich günstiger geworden :D . Mein letztes Modul hat 9,99 Euro gekostet. 4 GB waren es.. Nicht mal 10 Euro. Hallo? Ramschpreis?

hoschi 13 Koop-Gamer - 1464 - 12. Oktober 2011 - 18:40 #

Was noch viel schlimmer ist als die nicht so tolle Leistung des Bulldozers ist die Tatsache, dass selbst im Jahr 2011 es noch kaum Programme gibt, die Multithreading voll ausnutzen, mal abhgesehen natürlich von den Betriebssystemen. Ein Fortrschrift in dem Bereich durch zB intelligente compiler, wäre viel wichtiger als alles andere.

Makariel 19 Megatalent - P - 13438 - 12. Oktober 2011 - 18:46 #

Autsch :-(

Naja, zumindest kann man mit Bulldozer heizen.

Ibex1981 09 Triple-Talent - 302 - 13. Oktober 2011 - 7:57 #

Ich finde das eine sehr interssante Technik die AMD da auf den Markt bringt. Sie scheint ja jetzt momentan zwar noch nicht der Bringer zu sein aber hey vielleicht in ein paar Jahren. Also ich fände es toll nicht zwei Geräte im Rechner mit Strom versorgen zu müssen sondern meine benötigte Leistung nur aus einem Gerät zu beziehen. Außerdem stelle ich mir es aber auch eher vor das die CPU's mehr Anklang im Laptop bereich finden werden.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29502 - 13. Oktober 2011 - 8:19 #

Im Laptop? Nicht mit dem Stromverbrauch. Da kann Falcon noch so sehr beschwichtigen, dass Stromverbrauch fürn Arsch ist und niemanden interessiert ;) . (Sorry, die Spitze musste sein)

Die Architektur könnte tatsächlich etwas für die Zukunft sein. Aber was bringt das AMD? DIE brauchen Geld. Jetzt. Nicht erst in 5 Jahren wenn die Herrn Softwareentwickler ihre Tools optimiert haben. Technologisches Neuland kann man als finanziell gebeuteltes Unternehmen leider nur schwer überleben.

Nokrahs 16 Übertalent - 5684 - 14. Oktober 2011 - 6:09 #

Wollte eigentlich irgendwann mal von meinem Q9650 auf etwas neueres aufrüsten. Hauptsächlich wegen SATA3 und dem Genuß einer SSD, denn meine CPU ist vollkommen in Ordnung für alle Anforderungen, aber jetzt wird es wohl doch irgendwann eine Sandy Bridge werden.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29502 - 14. Oktober 2011 - 9:56 #

So gigantisch sind die Leistungsunterschiede zwischen SATA II und SATA III bei SSDs nicht. Klar, 500 MB/sek. zu 280 MB/sek. klingt erst einmal überzeugend. Aber es kommt doch mehr auf die IOPS an und nicht auf die theoretische Maximalgeschwindigkeit. Die wird eh nur selten erreicht, da meist nur kleine Dateien gelesen werden und die SSD bei vielen kleinen Dateien nicht mit Maximalperformance arbeitet. SATA II tuts da auch, könntest also auch problemlos eine SSD dazurüsten und trotzdem glücklich werden.

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