Team Fortress 2: Source-Engine-Level im Browser ermöglicht

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8. Oktober 2011 - 14:03 — vor 32 Wochen zuletzt aktualisiert

Auf der Source Engine des Spieleentwicklers Valve basieren zahlreiche Titel, wie zum Beispiel Half-Life 2, die Portal- und Left 4 Dead-Reihe, Vampire the Masquerade - Bloodlines oder auch Dark Messiah of Might and Magic. Darüber hinaus werden auch noch in der Entwicklung befindliche Spiele wie Dota 2 und Counter-Strike Global Offensive diese Game-Engine verwenden. Zu den bereits erhältlichen Spielen gehört nicht zuletzt der Valve-Titel Team Fortress 2, der seit Juni das Free-to-Play-Modell unterstützt.

Der bei Motorola Mobility angestellte Software-Entwickler Brandon Jones hat nun ein Level des auf der Source Engine basierenden Actionspiels für Browser zugänglich gemacht. Genutzt hat er dafür die plattformübergreifende Grafikbibliothek WebGL (Web Graphics Library), die Bestandteil von Internetbrowsern ist und als lizenzfreier Standard entwickelt wird. Durch das Verwenden dieser Bibliothek können hardwarebeschleunigte 3D-Grafiken ohne zusätzliche Erweiterungen in Browsern dargestellt werden. Aktuell wird WebGL von Google Chrome und Mozilla Firefox unterstützt und ist des Weiteren in Vorabversionen von Opera und Safari aktiviert.

Im unter der News eingefügten Video präsentiert euch Jones das Level 2Fort aus Team Fortress 2. Zwar erläutert er, dass einige Dinge noch fehlen (wie Lichteffekte oder Wasser) oder noch nicht ideal funktionieren, die Darstellung bewege sich dafür bei „absolut stabilen“ 60 Bildern pro Sekunde. Teilweise sind auch über 100 FPS möglich, so dass noch genug Kapazitäten für Physik oder Künstliche Intelligenz bestehen, bevor das Ganze unspielbar werden würde. Der Code für dieses Projekt wurde vom Entwickler zur Verfügung gestellt, eine Live-Demo bietet er wegen seiner begrenzten Server-Kapazitäten jedoch nicht an.

Passend zum WebGL-Projekt, kündigte das Unternehmen Epic Games (zum Beispiel Gears of War-Reihe) Anfang der Woche die Unreal-Engine-3-Unterstützung für den Adobe Flash Player an. Während der diesjährigen Adobe MAX 2011 wurde in diesem Zusammenhang das Spiel Unreal Tournament 3 vollständig mittels des Adobe Flash Player 11 präsentiert, der unter anderem im Vergleich zur Vorgängerversion eine 1000-fache Leistungssteigerung im Rendering-Bereich bieten soll (wir berichteten).

Video:

Tom Teufel 532 EXP - 10 Kommunikator - 8. Oktober 2011 - 17:22 #

Ist schon erstaunlich, was sich im Bereich der Browsergames, bzw. der Technologie, die unter anderem dafür verwendet wird, getan hat. Balltestar Galactica Online fiele mir da als prominenter Vertreter ein. Das Spiel selbst fand ich zwar strunzlangweilig, aber von der Optik her für ein Browserspiel schon beachtlich.

JakillSlavik 4707 EXP - 16 Übertalent - 8. Oktober 2011 - 17:30 #

In gewisser Hinsicht finde ich auch heute noch die Source Engine ganz hübsch und bei vielen Spielen (v.a. jetzt hier TF2) fallen gewisse Detailschwächen gar nicht so negativ auf. Das Ganze für den Browser wäre dann eine feine Sache. Nur leider hängt für eine absolute Portierung wohl valv€ dazwischen. :(

Anonymous (unregistriert) 9. Oktober 2011 - 13:21 #

"... die Darstellung bewege sich dafür bei „absolut stabilen“ 60 Bildern pro Sekunde. Teilweise sind auch über 100 FPS möglich, so dass noch genug Kapazitäten für Physik oder Künstliche Intelligenz bestehen ..."

Ich weiß ja nicht, aber bei mir ruckelt zumindest das Video sehr, sehr stark.

Mich würde mal objektiv interessieren, welche Technologie stärker ist: Flash 11 oder WebGL. Oder komplett andere Plugins wie Unity. Ich denke, ein Großteil macht das SDK aus. Und da hat sicher die Unreal Engine mit Flash 11-Support oder Unity einen deutlichen Vorteil. Man kann in seiner gewohnten Entwicklerumgebung bleiben und mit minimalen Anpassungen für unterschiedliche Plattformen releasen. Ich weiß aber nicht, ob WebGL viel mit OpenGL gemeinsam hat Und selbst dann ist OpenGL nicht so gerne genutzt, wie DirectX.

Naja. Zumindest ein spannendes Feld. Ich hoffe nur, dass die Entwickler nicht einen Schritt zurück gehen, sondern auch dran denken, dass andere Spiele Highend PCs und Konsolen zu Hause haben. Beim Casual-Hype vor ein paar Jahren dachte ich auch, jetzt kommt nur noch Casual, weil's hip ist und schnell verdientes Geld.

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