GG-Angespielt: EDGE

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Philipp Spilker 22470 EXP - 20 Gold-Gamer,R10,S10,C10,A10,J5
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29. September 2011 - 11:14
Der Puzzle-Plattformer EDGE hat eine sehr abenteuerliche Reise hinter sich. Tim Langdell, der als äußerst klagefreundlich bekannte Gründer des amerikanischen Entwicklerstudios Edge Games, klagte derart häufig gegen das von Mobigame entwickelte iOS-Spiel, dass es mehrmals aus dem Apple Store entfernt und unter zeitweilig anderem Namen verkauft werden musste. Seit Mai 2010 aber darf das Spiel wieder ganz regulär im Apple Store verkauft werden. Und seit kurzem ist es auch via Steam erhältlich. Two Tribes, der Entwickler von Toki Tori und RUSH, ist für die PC/Mac-Portierung des Spiels verantwortlich. Nur kurze Zeit nach Release ist das Spiel nun mit einem umfangreichen und kostenlosen DLC erweitert worden. Grund genug für uns, einige Zeit mit dem gemeinen Zeitfresser zu verbringen – und euch davon zu berichten.

Am Spielprinzip von Edge (das wir der Einfachheit halber zukünftig nicht mehr in großen Lettern schreiben) hat sich auch in der PC-Version nichts geändert. Ihr übernehmt die Kontrolle über einen Kubus, der in recht abenteuerlich konstruierten Levels vom Start- zu einem festgelegten Zielpunkt gelangen muss. Zunächst ist das noch ein sehr einfaches Unterfangen: Ihr rollt über die schmalen Stege der Umgebung und bemüht euch darum, nicht in den überall lauernden Abgrund zu fallen. Außerdem sammelt ihr auf eurem Weg leuchtende Kristalle ein, die euch, falls ihr sie alle findet, am Ziel angekommen einen Wertungsbonus geben. Das tut ihr im Gegensatz zur iOS-Version natürlich nicht mit euren Händen, sondern mit den Pfeiltasten. Klingt einfach? Haben wir zunächst auch gedacht. Aber dann lernten wir plötzlich die ersten Hindernisse kennen.


Hinter euch zerbröselnde Plattformen werden in EDGE schon bald nur noch euer geringstes Problem sein.

Schon bald nämlich rollt ihr über Kacheln, die in den Abgrund fallen, sobald ihr sie berührt habt. Gerne sind diese dann auch noch im Zickzack angelegt, damit ihr mit eurem doch relativ trägen Kubus auch ja immer schön dran denken müsst, die Kurve zu kriegen. Und mit fortschreitender Spieldauer müsst ihr zusätzlich auch noch euren Weg weise planen, damit ihr euch nicht in eine Sackgasse manövriert. Falls ihr das doch einmal tut, ist es aber nicht sonderlich schlimm. Nach einem Fall in den bodenlosen Abgrund werdet ihr an einem nahe gelegenen Checkpoint wiederbelebt. Dafür werdet ihr schon bald sehr oft sehr dankbar sein. Nämlich dann, wenn ihr euch in einem Level auch mit sich bewegenden Plattformen auseinandersetzen müsst, zwischen denen ihr blitzschnell wechseln sollt, mit Schalterrätseln und anderen Gemeinheiten wie zum Beispiel wild über die Kacheln rasenden High-Speed-Klötzen, die euch, wenn ihr sie berührt, jegliche Kontrolle über euren Kubus nehmen und euch so oftmals direkt in den Abgrund hinein katapultieren. Ab und an ist selbst die Kameraperspektive ganz bewusst als Hindernis gewählt. Dann müsst ihr euch in stressigen Situationen an der stets eingeblendeten Minimap orientieren, um abschätzen zu können, ob ein "Sprung" von einer hohen Plattform euch ins Nichts oder auf eine sichere Kachel befördern wird.

Und dann gibt es da noch den Mechanismus, der Edge überhaupt erst seinen Namen gibt. Mit eurem Kubus nämlich könnt ihr auch Stufen erklimmen, so lange sie nicht zu hoch für euch gelegen sind. Hin und wieder aber könnt und müsst ihr auch von der Edge Time Gebrauch machen. Die löst ihr aus, wenn ihr beim Erklimmen eines Klotzes auf halber Strecke stoppt und dann euren Kubus so balanciert, dass er nicht den Halt verliert. Dazu braucht es etwas Übung, aber wenn ihr die Edge Time beherrscht, wird euch das gleich mehrfach helfen. Erstens deshalb, da jede Sekunde, die ihr in der Edge Time verbringt, euch am Ende des Levels potenziert von eurer Gesamtzeit abgezogen wird. Zweitens deshalb, da ihr die Edge Time in den späteren Levels schlicht brauchen werdet, um euch zum Beispiel so lange an einer Wand festzuklammern, bis euch eine bewegliche Plattform erreicht und festen Boden unter euren nicht vorhandenen Füßen schenkt.


Die Level in EDGE sind teils riesig. Durch fair gewählte Checkpoints bleiben sie aber immer motivierend.

Begleitet werdet ihr in Edge von einer sehr spartanischen, aber passenden Optik und von einem äußerst gelungenen Chiptune-Soundtrack. Und von noch etwas werdet ihr begleitet: nämlich von einer doch etwas gewöhnungsbedürftigen Steuerung. Den Kubus mit den Pfeiltasten zu dirigieren ist in den teils verworrenen Levels um einiges komplizierter als via Touch-Steuerung auf iOS-Geräten. Selbst mit etwas Übung sind wir daher öfters in eine Richtung gerollt, in die wir eigentlich gar nicht rollen wollten. Das ist ärgerlich, kann dem Spaß am Spiel aber letzten Endes nur recht wenig anhaben. Zu abwechslungsreich ist das Leveldesign und zu sympathisch sind die immer wieder eingestreuten Abwechslungen. Wenn sich euer Kubus in einem Level zum ersten Mal in einen Bestandteil eines riesigen Roboters verwandelt, werdet ihr verstehen, wie wir das meinen. In Edge steckt weit mehr Abwechslung als man es zunächst vermuten könnte.

Mit dem Extended-DLC werden die 64 Level des Originalspiels noch um 44 weitere Level erweitert -- unter anderem erwarten euch nun auch Wettrennen gegen den schwarzen Kubus, der euch, wo er nur kann, den Weg zum Ziel so schwer machen möchte wie nur irgend möglich. Zusätzlich dazu werden außerdem dem Soundtrack einige neue Stücke hinzugefügt. Für eine kleine Partie zwischendrin (die sich, öfter als es euch lieb sein wird, plötzlich in eine gar nicht mehr so kleine Partie entwickeln dürfte) ist Edge unserer Meinung nach ein sehr gelungener Zeitvertreib, der euch via Steam zur Feier des DLCs für einige Tage nur 5,59 € kostet (20% Ersparnis zum normalen Preis von 6,99 €). Als Gegenleistung erhaltet ihr dann über 100 knifflige Level – und einen, verzeiht uns diesen Wortwitz bitte – sympathischen "companion cube".

Video:

Amco 18 Doppel-Voter - P - 10784 - 29. September 2011 - 11:46 #

Das ist ja mal cool, die Optik, der Chiptunesound. Für nicht mal 6 Euro durchauch eine überlegung wert.

spinatkuchen 14 Komm-Experte - P - 2096 - 29. September 2011 - 14:01 #

Ich kann es dir nur empfehlen! Mir gefällt das ganze sehr gut, du musst nur darauf achten, eine halbwegs akzeptable Tastatur zu haben, sonst wird es mit dem Kantenhängen schwierig :P

Amco 18 Doppel-Voter - P - 10784 - 29. September 2011 - 15:23 #

Ich muss dann mit der vorlieb nehmen die in meinem Laptop verbaut ist :)

spinatkuchen 14 Komm-Experte - P - 2096 - 29. September 2011 - 15:40 #

Ja, so geht mir das auch. Dementsprechend falle ich oft auf halber Strecke von bewegten Kanten :<

Amco 18 Doppel-Voter - P - 10784 - 29. September 2011 - 16:36 #

Naja versuch macht klug und die 6 Euro sehen gut investiert aus.

Philipp Spilker 20 Gold-Gamer - P - 22470 - 29. September 2011 - 16:51 #

Wie im Text erwähnt: Die Steuerung braucht Eingewöhnung und so ganz(!) ohne Probleme funktioniert sie auch nach etwas längerer Zeit noch nicht, aber das kann dem Spielspaß alles in allem nicht viel antun. Wenn man was falsch macht, geschieht es schon meist aus eigener Fehlleistung heraus und nicht, weil die Steuerung versagt.

Klausmensch 14 Komm-Experte - 2206 - 29. September 2011 - 14:31 #

Das gibts schon ganz lange für iOs. Kann ich sehr empfehlen. Hat die Mathestunden in der Schule gut aufgepeppt ;)

guapo 18 Doppel-Voter - 10383 - 29. September 2011 - 17:41 #

Sieht aus wie ein aufgefrischtes Spindizzy von Electric Dreams :-)

GrotesqueTactics 07 Dual-Talent - 123 - 29. September 2011 - 22:57 #

Habs mir bei Steam gekauft, macht schon Laune!
Überhaupt hab ich mir jetzt schon alle Spiele von Two Tribes geholt, sind immer für ne kleine Entspannung gut! :)

Keksus 21 Motivator - 25101 - 29. September 2011 - 23:50 #

Wird wohl irgendwann mal durch ein Indiepack bei Steam in meiner Sammlung landen.

Drifter 16 Übertalent - P - 5989 - 14. Oktober 2011 - 8:37 #

Sieht nach dem richtigen Futter für den kleinen Spielehappen zwischendurch aus...

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