Arcade-Check: Rotastic
Teil der Exklusiv-Serie Arcade-Check

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FLOGGER 8926 EXP - 17 Shapeshifter,R9,S3,A8,J10
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29. September 2011 - 12:01 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
In Videospielen erschaffen Entwickler oft eigene Welten mit ihren ganz eigenen Gesetzmäßigkeiten. Niemand würde in Frage stellen, warum sich Mario durch Röhren quetscht oder Sonic zum Überleben goldene Ringe benötigt. In der Welt von Rotastic ist es gang und gäbe, sich schwingend in kreisförmigen Bahnen durch die Lüfte zu bewegen. Was anfangs als aufgesetzte Spielmechanik anmutet, entpuppt sich nach einer Weile als actionreiches Geschicklichkeitspuzzle mit einer Prise Super Meat Boy.

Einfach gelernt, schwer gemeistert

Die Story von Rotastic ist schnell erzählt: Wikinger Fraghar, Elf Legalos, Wildschwein Gammar und der Tod höchstpersönlich streiten sich um natürliche Ressourcen – das war's auch schon. Ähnlich einfach stellen sich eure Aufgaben im Spiel dar. In den meisten Fällen müsst ihr eine bestimmte Anzahl Edelsteine sammeln, um damit den Levelausgang zu öffnen. Zur Auflockerung gilt es in einigen Stages Schalterrätsel zu lösen, vorgegebene Formen artistisch nachzufliegen oder in Breakout-Manier Kisten zu zerstören.

Je nach Schnelligkeit und Präzision werdet ihr mit einem Bronze-, Silber-, Gold- oder gar Diamanthelm belohnt. Genau dadurch kommt das Super-Meat-Boy-Suchtprinzip zum Tragen – was kann ich besser machen, um doch noch den ultimativen Helm zu bekommen? Auch die witzigen, wie ebenso grausamen Todesarten erinnern an den Titel mit dem roten Fleischjungen. Wer neben all der spielerischen Hektik noch Zeit findet, auf den Hintergrund zu achten, wird mit einer Menge skurriler Details belohnt – die Dancing Dots beweisen einen echt schrägen Humor!



Let's swing, baby!

Doch wie spielt sich Rotastic jetzt eigentlich? An Ankerpunkten haltet ihr euch mittels Greifhaken fest und schwingt euch automatisch im Kreis um den Punkt. Sobald ihr den Knopf loslasst, fliegt ihr je nach Timing mehr oder weniger schwungvoll in die gewünschte Richtung. Stets solltet ihr darauf achten, beim Verankern den richtigen Winkel zu treffen, um die Bewegungsenergie effizient auszunutzen. Etwas physikalisches Gespür eurerseits ist dabei essenziell. Der zweite Knopf, den ihr benötigt, lässt euch die Rotationsrichtung ändern. Mehr Kontrolle ist nicht nötig. Nach einer halben Stunde Rotastic geht die Steuerung in Fleisch und Blut über. Wie ein junger Johnny Weissmüller fliegt ihr durch die Stages.

Schnödes Einsammeln der bunten Steine bringt euch aber nicht in die Scoreboards. Erst gezieltes Anfliegen von gleichfarbigen Klunkern treibt den Multiplikator in die Höhe. Ein einziger andersfarbiger Stein unterbricht die Combo. Die Entwickler haben es prima geschafft, das einfache Spielprinzip von Level zu Level mit immer neuen Spielelementen zu erweitern. Doch spätestens ab der vierten von sieben Welten wird eure Frusttoleranz durch immer fiesere Todesfallen auf die Probe gestellt. Hartnäckige Naturen werden sich über die stets faire Herausforderung freuen. Ein Ableben ist meistens auf euer eigenes Verschulden zurückzuführen.

Fazit: Liebe auf den zweiten Blick

Den Entwicklern von Dancing Dots ist ein motivierendes Actionspiel mit Köpfchen gelungen. Auf den ersten Blick wirkt Rotastic zunächst etwas fad, aber je mehr ihr die Spielmechanik verinnerlicht, desto weniger lässt euch der Titel wieder los. Die Levels spielen sich durch immer neue Elemente auch in späteren Welten noch erstaunlich frisch. Der Multiplayer-Modus funktioniert leider nur lokal, ist aber mit bis zu drei Freunden eine kurzweilige Gaudi. Geschicklichkeitstüftler sollten sich die Demo unbedingt anschauen. Die Vollversion kostet 800 Microsoft-Punkte. PC- und PlayStation-3-Besitzer werden erst im ersten Quartal 2012 bedient.
  • Preis am 26.9.2011: 800 Microsoft-Punkte (entspricht circa 10 Euro)
  • 1-4 Spieler lokal, online nur Ranglisten
  • Actionreicher Geschicklichkeits-Knobel-Mix
  • Anfangs leicht, aber mit steil ansteigendem Schwierigkeitsgrad

Video:

Ghostwriter (unregistriert) 29. September 2011 - 12:24 #

Ich hab die Demo mal angezockt und hadere noch. Wird wohl eher mal irgendwann als Deal of the Week gekauft...

Amco 18 Doppel-Voter - P - 10785 - 29. September 2011 - 12:30 #

Woran liegt es? Zu schwer? Zu einfach? Oder einfach keine 10 Euro wert?

Ghostwriter (unregistriert) 29. September 2011 - 15:31 #

Naja, auch wenns Spaß macht kommts mir beim Spielen einfach eher so vor, als ob ich einen 0,79€ iPhone-Titel Spiel und nicht ein XBLA-Spiel für nen 10er. Auch wenns ein kurzweiliges Konzept ist wirkts auf mich bisher einfach nicht wie ein vollwertiger Arcade Titel.

Philipp Spilker 20 Gold-Gamer - P - 22470 - 29. September 2011 - 12:57 #

Erinnert mich vom Spielprinzip her spontan an das tolle Stardrone, das es via PSN gerade im Sale für nur 3,99 € gibt. Wenn ich nicht völlig irre, gibt es dazu neuerdings auch eine Demo. Ich kanns nur empfehlen. Wer Rotastic mag, dürfte daran auch einigen Gefallen finden.

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