Enslaved: Nachfolger unwahrscheinlich

360 PS3
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Jonas Schramm 11329 EXP - Redakteur,R9,S9,C9,A9
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23. September 2011 - 9:17 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
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Laut dem Mitbegründer des Entwicklers Ninja Theory, Tameem Antoniades, liegt der Nachfolger zu Enslaved - Odyssey to the West momentan "auf Eis". Dies gab er in einem Interview mit der Zeitschrift Edge bekannt. Demnach sind die schlechten Verkaufszahlen der Grund dafür, dass ein neuer Teil in diesem Universum unwahrscheinlich ist:

Eigentlich sollten wir jetzt an einem Nachfolger arbeiten und diesen weiter verbessern. Aber weil sich Enslaved nicht so verkauft hat, wie es sollte, konnten wir auch kein zweites Studio eröffnen, was eigentlich der Plan war. Somit sind wir ein kleineres Unternehmen geblieben. Nun haben wir eine neue Chance mit DmC - Devil May Cry bekommen.

Enslaved - Odyssey to the West ist Ende vergangenen Jahres für Playstation 3 und Xbox 360 erschienen und verkaufte sich in den ersten Monaten trotz guter Tests (GG-Note: 8.5) weltweit und für beide Plattformen weniger als 500.000 mal (wir berichteten). Zahlen aus dem Mai zufolge hat sich das Spiel bislang 730.000 mal verkauft. Entwickler Ninja Theory zeichnete zuvor für das PS3-exklusive Heavenly Sword verantwortlich und arbeitet momentan an einer Neuauflage der Devil-May-Cry-Serie.

Gecko 13 Koop-Gamer - 1518 - 23. September 2011 - 9:23 #

Somit wären die Verkäufe gar nicht so schlecht ausgefallen am Ende.

Allerdings dürfte der Titel auch recht hohe Entwicklungskosten gehabt haben.

Mit DMC könnten Sie mehr Erfolg haben, das sollte auch Ihre Baustelle sein.

Ghostwriter (unregistriert) 23. September 2011 - 9:30 #

Schade, fand das Spiel echt gut. Vor allem die Optik war mal was anderes!

FLOGGER 17 Shapeshifter - 8926 - 23. September 2011 - 9:37 #

Schade. Ist ein tolles Spiel mit klasse Charakteren.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4297 - 23. September 2011 - 9:40 #

Ich fand das Setting und die Story sehr reizvoll, leider gab es Enslaved (OttW) nicht auf dem PC. Devil May Cry finde ich weniger interessant und pielerisch erst recht sehr langweilig.

Aber so ist das Business eben. Wenn ein Mainstream-Produkt mehr Geld abwirft, werden talentierte Leute darauf angesetzt. Ich habe Verständnis dafür und wünsche dem Studio Erfolg.

Sniizy 14 Komm-Experte - 2513 - 23. September 2011 - 10:22 #

Würdest du Devil May Cry als Mainstream-Produkt bezeichnen?

GrotesqueTactics 07 Dual-Talent - 123 - 23. September 2011 - 10:51 #

Da das Wort Devil vorkommt, auf jeden Fall! ;)

Anonymous (unregistriert) 23. September 2011 - 11:08 #

Denke er meinte statt "Mainstream" eher "bekannte Marke"...

GrotesqueTactics 07 Dual-Talent - 123 - 23. September 2011 - 9:49 #

Ungewönlichere Szenarien verkaufen sich leider schlechter. Schade drum, aber wenigstens ist Enslaved überhaupt erschienen! :)

Anonymous (unregistriert) 23. September 2011 - 9:56 #

Schade drum, für mich war das Spiel mit der DLC Ankündigung gestorben (bzw. bis zum erscheinen der GotY verschoben).
Das es am Ende "nur" einer wird und damit keine GotY erscheint, kann man ja nicht ahnen...

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58772 - 23. September 2011 - 10:04 #

Unendlich schade! Enslaved war ein absolut tolles Spiel mit klasse Story und zwei großartigen Hauptcharakteren. Schade, dass ungewöhnliche Spiele von den meisten Spielern so missachtet werden.

Starslammer 15 Kenner - P - 2745 - 23. September 2011 - 10:39 #

Hätte es man Call of Duty: Enslaved genannt, wäre es bestimmt sehr gut gelaufen ! :)

So aber reiht es sich zu den Klassikern Dreamfall,Psychonauts, Brütal Legend, Beyond Good & Evil usw. usf. ein !

GrotesqueTactics 07 Dual-Talent - 123 - 23. September 2011 - 10:53 #

mehr zombies oder Soldaten = hit! :)

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4489 - 24. September 2011 - 10:23 #

Ach, nicht unbedingt, es gibt und gab ja auch durchaus neue Marken, die sich etablieren können.

Enslaved war aber vom Gameplay her jetzt nicht sooo der Hit. Auch die Grafik ist etwas gewöhnungsbedürftig mit ihren teils groben Texturen, der übertriebenen Sättigung und dem zu hohen Kontrast. Und dann gab's halt auch einige erheblich schwerere Sequenzen, die man mit Auswendiglernen lösen muss.

Herausragend waren nur die Charaktere und wie sie miteinander umgingen, die Subtilität in ihrer Mimik etc., einfach nur herrlich. Aber das reicht halt nicht. Ich hab's bis heute nicht durchgespielt, weil ich an einer bockschweren Stelle festhänge und das Spiel neben den Figuren nicht viel bietet, was mich motiviert, mich da durchzubeißen.

Das Marketing war auch ausgesprochen schlecht. Ich hab erst kurz vor dem Launch von dem Spiel überhaupt erfahren, Werbung gab es wenig.

Es war bestimmt kein perfektes Spiel, hat entsprechende Wertungen bekommen und hat sich zusätzlich durch die schlechte Vermarktung nicht gut verkauft.

Lars (unregistriert) 23. September 2011 - 11:33 #

so ein schwachsinn... was genau war daran ungewöhnlich??
es war ein standard 3rd person action adventure, das versucht hatte, uncharted 2 konkurrenz zu machen, nichts weiter.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58772 - 23. September 2011 - 11:43 #

Konkurrenz zu Uncharted 2? Genau, ein Jahr später ist das auch noch absolut sinnig *rolleyes*

Spielerisch ist es vielleicht nicht ungewöhnlich (genauso wenig wie U2, btw.), aber allein der Look dürfte manchen abgeschreckt haben. Was das angeht ist es nämlich absolut kein Einheitsbrei, auch wenn du Fanboy das kaum zugeben dürftest...

Anonymous (unregistriert) 23. September 2011 - 11:49 #

Nicht der Look hat mich abgeschreckt.
Es war etwas, dass zu einem Jump and Run mit Kämpfen dazugehört, was aber fehlte.

In dem Spiel ist es in den Sprungpassagen nahezu unmöglich zu scheitern. Fast so schlimm wie der eine Ableger des Prinzen.
Eine komplizierte und schwierige Sprungpassage in dem wissen anzugehen, dass man es nicht so genau nehmen muss, da sich die Figur eh irgendwie rettet ist einfach sterbenslangweilig.

Anonymous (unregistriert) 23. September 2011 - 12:29 #

Ich finds ehrlich gesagt viel langweiliger, eine längere passage wieder und wieder spielen zu müssen, weil ich zwischendrin immer wieder abnippel, bis ich quasi den ganzen weg auswendig kenne...

Anonymous (unregistriert) 23. September 2011 - 14:10 #

Du sollst die Stelle ja nicht auswendig können, aber mit etwas Konzentration und Können, sollte man jedliche Sprungpassagen auch so meistern können.

Farang 14 Komm-Experte - 2356 - 23. September 2011 - 10:18 #

neeeeiiiiiinnn...das spiek war so klasse .....hat mir verdammt viel spaß gemacht und die atmo war genial

q 17 Shapeshifter - 6711 - 23. September 2011 - 10:41 #

"was wir eigentlich der Plan war." bitte fixen :>

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11218 - 23. September 2011 - 11:08 #

Die beiden Protagonisten schienen, wenn ich mich da recht entsinne, ganz sympathisch zu sein. Leider hat mir das Szenario so gar nicht zugesagt.

KingPott 17 Shapeshifter - 7272 - 23. September 2011 - 11:09 #

Schade. Sehr schade. habe sowohl heavenly sword als auch enslaved gespielt und muss sagen, dass enslaved echt hammer war. nicht perfekt aber keine langeweile.

Lars (unregistriert) 23. September 2011 - 11:31 #

jo, hätte auch niemand gebraucht.
hatte vielleicht 30% der qualität eines uncharted 2. zwar immer noch mehr als viele spiele, aber jo.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4297 - 23. September 2011 - 12:14 #

Ich weiß nicht, welche Qualität Du meinst, evtl. ist U2 grafisch besser aufgestellt. Aber das Setting von U2 ist langweilig, der Held farblos und die Action total unglaubwürdig. Wie dem ständig die Locke korrekt auf der Stirn hochgegeelt liegt, wie der kleine junge Bursche große gepanzerte Soldaten mit einem Tritt ausschaltet oder 2 m weit wirft, wie es übertrieben ständig brennt und explodiert... U2 wirkt auf mich persönlich total gestellt und unglaubwürdig, farblos und einfach nur auf jugendliche Mainstream-Kunden ausgerichtet.

Kein Vergleich zu einem fantasievollen Setting wie in Enslaved und den viel tiefer und glaubwürdiger gestalteten Hauptdarstellern. Zumindest kann ich das subjektiv und künstlerisch sagen (da ich beruflich selbst in der Artworks-Branche tätig bin).

John McClane (unregistriert) 23. September 2011 - 12:43 #

Du bist vielleicht ein Witzbold. Was du schreibst, klingt nicht so als hättest du dich je mit Uncharted beschäftigt. Nathan Drake und farblos? Sicher nicht.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4297 - 23. September 2011 - 14:42 #

Das mag für Dich witzig erscheinen, aber es gibt Leute, die nicht jeden Geschmack teilen und diesen austauschbaren jugendlichen Spund zu steuern, bereitet mir eben keine Freude. Die Austauschbarkeit wirkt auf mich farblos und charakterlos. Ich mag auch die Darstellung von Adam Jensen in Deus Ex 2 nicht, wohingegen andere Helden wie bei Enslaved mehr Charakter haben, einzigartig sind und damit wirkungsvoller erscheinen.

John McClane (unregistriert) 23. September 2011 - 15:15 #

Nicht witzig, sondern albern. ;) Die Figur des Nathan Drake ist recht gut ausgearbeitet und daher eher weniger farblos. Vielleicht kannst du dich nicht mit ihm identifizieren und er trifft, wie du ja auch einräumst, nicht deinen Geschmack. Das jedoch ist was völlig anderes. Ich war anfangs übrigens auch nicht sonderlich angetan von ihm. Das hat sich allerdings geändert, während ich beide Teile spielte. Etwas, was ich dir auch empfehlen möchte. :>

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4297 - 23. September 2011 - 17:22 #

Einen eigenen Geschmack zu haben, ist nicht unbedingt albern. Mir ist schon klar, dass diese gegenwärtigen Settings und alltägliche Helden den Mainstream-Geschmack treffen. Aber ich mag persönlich die abgefahrenen, fantasievollen Szenarien mehr. Ich genieße es, wenn mein Vorstellungsvermögen angesprochen wird, die Realität habe ich jeden Tag.

John McClane (unregistriert) 23. September 2011 - 22:04 #

Ich "rede" nicht von deinem Geschmack, den darfst du natürlich gerne haben. Geschmack und die Darstellung falscher Tatsachen sind allerdings zwei Paar Schuhe, denn wie bereits geschrieben, ist Nathan Drake für einen Spielecharakter ziemlich gut ausgearbeitet, trifft jedoch nicht deinen Geschmack.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4297 - 23. September 2011 - 22:37 #

Ich habe Beispiele genannt, warum er unglaubwürdig ausgearbeitet ist. Diese Beispiele haben weniger mit meinem Geschmack zu tun, als mit objektiver Beobachtung. Dass er mir als Mensch farblos erscheint, mag meinem Geschmack zuzuordnen sein.

John McClane (unregistriert) 23. September 2011 - 23:30 #

Nein, hast du nicht. Was du gebracht hast, ist eine viel zu kurz gegriffene, oberflächliche Betrachtung. Halt typisch für jemanden, der die Spiele ganz offensichtlich nie wirklich gespielt hat. ;)
Mal ganz davon ab, dass es hier um Action-Spiele geht und die nie durch und durch logisch oder vollends glaubwürdig sind. Spiele eben, die nur der Unterhaltung dienen.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4297 - 24. September 2011 - 10:12 #

Vermutlich muss ich doch weiter ausholen, auch wenn es schwer ist, die gefestigte Fassade eines Fans überhaupt ansatzweise mit Argumenten zu durchdringen.

Als Künstler kann ich z.B. selbst bei den verrücktesten Fantasiewesen keine glaubwürdige Erscheinung erzeugen, wenn ich nicht trotzdem korrekte anatomische Verhältnisse, Physik oder Gravitation der bekannten Welt berücksichtige. Auch in Action-Spielen wird gewöhnlich ein Held, der einen Gegner 2 Meter weit schleudern kann, von seiner Statur glaubwürdig erzeugt. Das sieht man in vielen Spielen, ob das nun Doom, Unreal Tournament 3, Gears of War oder Enslaved ist. Wenn aber ein kleiner Jugendlicher mit gegeelter Locke und kariertem Halstuch einen gepanzerten trainierten Wachmann mit einem Schlag ausschalten kann, dann vermag ich Dir, als erfahrener Kampfsportler mitteilen, dass sowas sehr weit entfernt von jeder Realität ist.

Nun kommt natürlich das Argument, dass es nur ein Spiel ist, aber andere Spiele stellen es glaubwürdiger dar oder überziehen das Szenario bewusst ins Unglaubwürdige oder in den Fantasiebereich. U2 aber versucht realistisch zu erscheinen mit einer realen gegenwärtigen Welt und muss dann auch ihren Held realistischer zeichnen, um insgesamt stimmig zu sein.

Und mit Austauschbarkeit meine ich: Ich könnte auf die Straße gehen, einen beliebigen Jugendlichen greifen, denn die tragen fast alle diese gegeelte Locke heute, ich lege ihm das karierte Halstuch um und habe einen austauschbaren U2-Helden kreiert. Das ist mir persönlich für eine interessante IP zu einfach.

John McClane (unregistriert) 24. September 2011 - 13:04 #

Ich glaube nicht, dass man jemanden direkt als uneinsichtigen Fan abstempeln muss, nur weil er ein Spiel gerne gespielt hat und mit deiner Argumentation wenig anfangen kann. Aber keine Sorge, wenn die Argumente stimmen, bin ich gar nicht so uneinsichtig. ;) Wollen wir doch mal sehen... Doom? UT3? Gears? (Bei Enslaved muss ich passen, kenne ich nicht gut genug.) Das ist jetzt nicht dein Ernst? Das sind doch völlig andere Archetypen von Helden und zeigen wieder einmal, dass du Uncharted nicht kennst. Weiter unten dazu mehr, zuerst deine Beispiele: In UT3 sind die Charaktere recht unterschiedlich und selbst die schmächtigsten wuchten enorme Wummen über die Map und auch die dicksten haben keine Probleme mit dem Doppelsprung. Kann man als Bsp. also vergessen. Doom? Okay den sieht man nur auf dem Cover oder im MP. Passt ganz gut zur Aktion, könnte man ihm abkaufen. Viel mehr als rumballern und Schalter drücken muss er aber nicht können, ergo austauschbar, sowohl was die Erscheinung als auch den Charakter anbelangt. Hier wäre dein "farblos" also richtig platziert. Gears? Okay, Gears.^^ Die Typen sind extrem(!) überzeichnet, sowohl was die Statur angeht als auch darin, was sie von sich geben. Passt zum Spiel, irgendwo glaubwürdig ist das aber nicht mal ansatzweise. In Gears 3 gibt es übrigens auch Frauen, die eine eher normale Figur haben und die leisten exakt das Gleiche wie ihre männlichen Squadmates: Ist das für dich nicht schon wieder unglaubwürdig?^^ Die schleppen doch die gleichen Waffen durch die Akte und gewinnen sogar im Lancer-Kettensägen-Duell gegen muskelbepackte Locust...

Aber zurück zu Uncharted. Ein paar Worte zum Genre-Mix und warum der Held so gebaut ist wie er im Spiel vorkommt: Uncharted lässt sich grob als ein Genre-Mix aus Tomb Raider und Gears of War bezeichnen, da es sowohl halsbrecherische Klettereinlagen à la Lara Croft bietet, als auch Schusswechsel unter Ausnutzung von Deckungsmöglichkeiten wie es Marcus Fenix einst im ersten Gears vormachte. Aus diesen beiden Komponenten ergibt sich die Statur des Helden quasi schon von allein: Es muss ein sportlicher, durchtrainierter, im Ansatz muskulöser Typ sein, der jedoch nicht nur aus Muskelbergen bestehen darf, damit man ihm die Klettereinlagen und sonstige Action abkauft. Die Beschreibung eines "kleinen Jugendlichen" passt hier also nicht und das wäre dir auch bekannt, wenn du die Spiele gespielt hättest (oder wenigstens mal eben nach Screenshots googlest).
Ansonsten versucht Uncharted auch nicht zwanghaft in allen Facetten realistisch zu sein, doch es bedient sich anders als beispielsweise Enslaved verstärkt bei realen Elementen, die hier und dort auch überzeichnet werden. Dazu passt die Figur des Nathan Drake sowohl von der Statur als auch vom Charakter recht gut. Noch kurz zu deinem letzten Punkt, der Austauschbarkeit durch einen anderen Jugendlichen: Drake dürfte jenseits der 30 Jahre sein und vom Styling her soll er in die heutige Zeit passen. Damit scheint man eben nicht deinen Geschmack zu treffen. Vielleicht wäre dir ein Held im Jogginganzug und Vokuhila (die niederländischen New Kids lassen grüßen^^) ja lieber, wer weiß. ;)

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4297 - 24. September 2011 - 13:34 #

Dein Post wirkt recht albern insbesondere durch Jogginganzug und Vokuhila. Solche Anspielungen erwarte ich entweder von Trolls oder wenn die Argumente augehen. Aber zum Thema:

Grundsätzlich liefert Unreal Tournament in der Story (nicht im MP) ähnlich gebaute und leicht überzeichnete Figuren wie in GOW. In beiden Titeln wirken sogar die Frauen gewaltiger als der Drake.

Ich verstehe schon, dass der Drake ein agiler Kletterer sein sollte, aber dann sollte man es unterlassen, ihn ständig Wachmänner umzuschlagen, oder gegen 10 Gegner gleichzeitig anzutreten. Wer sowas sehen will, muss nichtmal Bilder dazu googeln, die offiziellen Videos von U2 reichen vollkommen aus. Das ist unglaubwürdig und lässt sich nicht schönreden. Im Multiplayer mag ich das jemandem abkaufen, da geht es um Wettkampf und nicht um eine glaubwürdige Darstellung. In eine SP Kampagne schaue ich genauer hin und da ich beruflich auf solche Details achten muss, nehme ich das auch in einer Geschichte etwas wichtiger, als andere. Da kann auch kein gehässiger Kommentar über Vokuhila etwas daran ändern, denn diese Eigenschaft ist für mich wichtig und gut.

John McClane (unregistriert) 24. September 2011 - 14:02 #

Och, bitte häng dich jetzt nicht an dieser kleinen Anspielung, die am Ende eines recht ausführlichen Kommentars steht, auf. Zu GOW: Nichts an und in diesem Spiel ist auch nur leicht überzeichnet! Das Spiel ist eine einzige Superlative der Überzeichnung. Da kommt Nathan Drake doch um einiges realistischer daher und 10 Gegner gleichzeitig erledigt er höchstens in längeren Feuergefechten und nicht im Nahkampf, schließlich reden wir hier ja nicht von 'Batman Arkham Asylum'. Oder sollte es da tatsächlich ein Video geben, das ich nicht kenne? Würde mich doch sehr wundern, da von dir Beschriebenes nicht zu Uncharted passt. Da du laut eigener Angabe damit beruflich zu tun hast, wundert es mich umso mehr, dass dir die Stringenz eines Uncharted hinsichtlich Szenario und dazugehörigem Charakterdesign nicht positiv auffällt. Bleibt nur die eine Erklärung: Du hast es nicht gespielt und da wir uns anfangen im Kreise zu drehen, belasse ich es dabei und wünsche die einen schönes Wochenende und empfehle dir erneut, beide Teile zu spielen. Wirst sicherlich gut unterhalten. ;)

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4297 - 24. September 2011 - 14:34 #

Ich habe nirgends erwähnt, dass er gegen 10 Leute im Nahkampf antritt. Was ich gesehen habe, handelte es sich um Schusswechsel mit so vielen Leuten. Aber auch wenn er nur einen einzigen Mann herumwuchtet und sofort bewusstlos schlägt, ist es in dem Zusammenhang unglaubwürdig, da ich persönlich aus Kampferfahrung weiß, dass es einfach nicht geht.

Ob wir nun GOW oder UT3 dabei auf Genauigkeit oder den Grad der Überzeichnung prüfen, ändert am Ende nichts daran, dass es beim Drake unglaubwürdig aussieht. Das haben mir sogar Hardcore-Fans der Serie bestätigt, dass es ihnen selbst aufgefallen wäre und die Austauschbarkeit des recht flach dargestellten Helden wurde bereits beim ersten Uncharted in einigen Testberichten bemängelt.

John McClane (unregistriert) 24. September 2011 - 15:14 #

Du schreibst im selben Satz "umschlagen", da liegt der Gedanke nahe, dass sich das Antreten auch auf den Nahkampf bezieht. ;) Deine persönliche Kampferfahrung interessiert hier übrigens nicht und sonderlich tiefgreifend kann sie nicht sein, sonst wüsstest du, dass ein gezielter Schlag oder Tritt an der richtigen Stelle genau dazu führen kann. Außerdem handelt es sich noch immer um ein Spiel. ;)

Die Mutter des Schwagers meines Neffen meint übrigens auch, dass du Unsinn schreibst. So viel zu den Berichten deiner Hardcore-Fans. ;) Und die Testberichte, in denen der Held als "flach" dargestellt wird, darfst du hier auch gerne verlinken.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4297 - 24. September 2011 - 16:48 #

Interessant, dass mich jemand über Kampfsport belehren will. Aber diese Theorie ist nunmal praktisch Unsinn. Ich habe Kickboxen, Jujutsu und Karate betrieben, habe den braunen Gürtel und auch mit Kyokushinkai Karatekas gekämpft, die nun wirklich 100 Prozent zum Körper schlagen dürfen. Aber nach einem Schlag umfallen, tut da gewöhnlich niemand, ganz selten kommt es mal zu solchen Unfällen. Und wenn, dann passiert es eher bei den größeren Gewichtsklassen, ein kleiner Drake kann gewöhnlich einfach umgerannt werden.
Ich habe Leute mit einem gezielten Seitwärtsfußtritt komplett aus den Latschen gehoben, sie sind kurz abgehoben und zu Boden gefallen, aber konnten unverzüglich weiter kämpfen.
So leicht geht das in der Praxis also nicht.

Ich finde es ja heroisch, wenn Du Deinen Geschmack so intensiv verteidigst, den ich übrigens respektiere. Aber Spitzen auf Vokuhila, Jogginghosen, MÜtter von Schwagern, von Neffen oder Unkenntnis meiner Kampfsportfähigkeiten zeugen nicht unbedingt von einer vernünftigen Gesprächskultur, sondern vom Versuch, Deine Gesprächspartner lächerlich zu machen. Aber die Gefahr dabei besteht immer, dass man sich damit selbst ins Abseits begibt.

Ich will Dir das Spiel ja nicht madig reden. Ich mag das Setting und den Held nicht, finde ihn nicht überzeugend und bin von fantasievollen Szenarien wie Enslaved eher begeistert. Das kannst Du respektieren oder sein lassen.

John McClane (unregistriert) 24. September 2011 - 17:37 #

Ich will dich nicht über Kampfsport belehren und solche Sportarten spielen hier im doppelten Sinne keine Rolle, da es, wie bereits geschrieben, a) ein Spiel ist und b) das Setting gar nichts mir solchen Sportarten zu tun hat. Kopftreffer können dich jedoch leicht mal auf die Matte schicken, das weiß ich aus erster Hand. Und dafür muss man kein Muskelpaket sein. Natürlich ist man wie im Spiel dann nicht gleich für eine Ewigkeit weg. ;) Das ist spielerische Freiheit.

Ich verteidige nicht meinen Geschmack, sondern stelle deine Falschaussagen richtig, die zumindest teilweise einfach nicht mehr mit persönlichem Geschmack, sondern nur noch mit Unwissen zu erklären sind. Ein himmelweiter Unterschied. Ansonsten halte ich Analogien für ein passables Mittel um gewisse Sachverhalte zu verdeutlichen, auch in einer "vernünftigen Gesprächskultur". ;) Denn darauf zielte die Mutter vom Schwager meines Neffen ab! Was die zu sagen hätte, spielt in etwa so eine große Rolle wie deine angeblichen Hardcore-Fans, die dir was-weiß-ich noch alles erzählt haben. Irrelevant. Nicht nachvollziehbar. Da kann man sonstwas behaupten. Lächerlich macht man sich eher mit solchen Aussagen. Im Übrigen warte ich noch immer auf die Links zu den angeblichen Tests. ;)

Aha, du magst das Setting und den Helden nicht. Das hatte ich doch gleich angemerkt. Mit Uncharted bzw. Drake als Negativbeispiel für unglaubwürdige Spielcharaktere hast du dich aufgrund von Unwissen jedenfalls ganz schön überhoben. Der passt nicht nur sehr gut zum Setting (siehe meinen Kommentar weiter oben), sondern kommt deutlich authentischer bzw. realer daher (die Entwickler sind extrem detailversessen) als viele andere Protagonisten dort draußen in der Videospielelandschaft. Das muss nicht jedem gefallen, Kritik sollte dann aber auch Hand und Fuß haben. Damit konntest du nicht dienen und eine weitere Diskussion macht in meinen Augen erst dann wieder Sinn, wenn du die Spiele wirklich mal gespielt hast.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4297 - 24. September 2011 - 17:49 #

Deine emotionale Textwand in Ehren und die weiteren Spitzen auf Relevanz und Irrelevanz mal dahingestellt: Du verstehst es immer noch nicht. Ich habe nie in Frage gestellt, dass dieser Junge von der Straße glaubwürdig inszeniert und spielerisch detailverliebt umgesetzt wurde. Darüber habe ich nie ein Wort verloren. Er gefällt mir nicht und da kannst Du wüten und toben. Die Links zu Testberichten kann ich Dir gerne raussuchen, aber ich muss jetzt meine Töchter ins Bett bringen und traue Dir eigentlich zu, selbst eine Suchmaschine zu bedienen, wenn nicht, mache ich das morgen für Dich.

Die detaillierten Beispiele in Sachen Kampfsport zeigen nur auf, dass die Darstellung des Helden in dieser Hinsicht viel mehr übertrieben ist, als das sonst so realistisch anmutende Setting. Es wirkt auf mich unglaubhaft. Und nein, bei einem Kopftreffer geht man nicht gleich zu Boden, beim Kickboxen und Jujutsu haben wir vorwiegend auf den Kopf gezielt und regelmäßig getroffen. Da platzt im schlimmsten Fall eine Augenbraue auf oder es bricht mal ein Zahn ab, wenn man keine Schützer trägt. Aber zu Boden geht man doch eher selten, auch wenn das im Bereich des Möglichen ist. Und Drake ist dafür einfach nicht der Typ, der das bei jedem Treffer bewerkstelligen könnte, das ist der springende Punkt, den ich angesprochen habe.

John McClane (unregistriert) 24. September 2011 - 18:47 #

"Ich habe Beispiele genannt, warum er unglaubwürdig ausgearbeitet ist" hast du mir weiter oben geschrieben und mir ist klar, dass sich das in erster Linie auf einige wenige Handlungen bezieht, ja nur beziehen kann, da du das Spiel offenkundig nicht kennst und die ich wiederum mit spielerischer Freiheit erkläre. Handlungen, die sich gut ins Gesamtbild dieses -Achtung- Action-Spiels einfügen und insgesamt einen weitaus glaubwürdigeren Spiele(!)-Charakter zeichnen, als es viele Konkurrenten vermögen.
Was du hier von deinen Kampfsportkünsten verbal zum Besten gibst, ändert nichts an den Erfahrungen, die ich gemacht habe und ein gewisser Nathan Drake hätte allemal das Zeug dazu. Die Tests zu dem angeblich "flachen" Helden kannst du mir gerne bei Gelegenheit raussuchen. Schließlich hast du die Behauptung aufgestellt und nicht ich.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4297 - 25. September 2011 - 12:36 #

Du kannst das Spiel loben so oft Du willst, es ändert nichts an dem Fakt, dass ich (subjektiv) den Helden Drake in Actionsequenzen weniger glaubwürdig empfinde, als den Monkey aus Enslaved (darum geht es in dieser News).

Ich habe jetzt nur sehr kurz nach Tests zu Uncharted geschaut und den nächstbesten gewählt:
http://www.areagames.de/artikel/detail/Uncharted-Drakes-Fortune/41300

Das Spiel wurde dort sehr gut bewertet und wegen der Detailliebe gelobt. Aber dort steht u.a.:

"Drake selber ist kein Held. Das merkt man im Spiel wie auch in den Videos. Er hat Angst, wenn er von Feinden umzingelt ist und zieht auch mal eine Flucht in Betracht...
Leider bleibt der Antagonist über weite Strecken des Spiels viel zu blass, ..."

Das folgende Kapitel wurde "Tomb of War" genannt, da wie in anderen Tests festgestellt wurde, dass Uncharted im Vergleich mit Tombraider weniger auf Puzzles sondern mehr auf Shootouts und Action wert legt.

All das bestätigt aber meine Aussage oben, dass ich einem anderen Archetypen von Helden diese im Vordergrund stehende Action auch besser abkaufen würde. Das ist meine persönliche Meinung, für die ich genügend Gründe erwähnt habe. Und selbst ohne irgend einen Grund müsste mir eigentlich eine Meinung erlaubt sein.

John McClane (unregistriert) 25. September 2011 - 13:26 #

Gerade wenige Zeit, daher die Kurzfassung:

1. Es geht hier nicht um das Verteilen von Lob. (siehe meine Kommentare)
2. Das erste Zitat zeigt eigentlich nur, dass Drake geradezu menschlich ausgearbeitet wurde und nachvollziehbar handelt.
3. Das zweite Zitat bezieht sich auf den Antagonisten, sprich den Gegenspieler und nicht auf Drake. ;)

Und über allem steht:

4. Meinungen sind toll, wenn sie auf eigenen Erfahrungen basieren.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4297 - 25. September 2011 - 14:13 #

Das ist Unsinn, denn ein Käufer muss sich auch vor dem Kauf anhand von Tests und anhand des eigenen Geschmacks eine Meinung bilden können und dürfen. Und wenn der Held wenig überzeugt, macht es wenig Sinn, das Spiel oder gar die Konsole noch dazu zu kaufen. Meinungen müssen also gerade bei Konsumgütern vor dem Kauf nicht nur dazugehören sondern werden auch von der Presse, von den Trailern und Bildern gemacht. Die überzeugen mich nicht, wenn ich den schmächtigen Jungen in Action sehe. Aber die überzeugen mich bei Monkey, wenn er in Action ist.

Also nochmal ganz langsam: Monkey in Enslaved wirkt (auf mich) kämpferisch und künstlerisch überzeugender als Drake in Uncharted. Punkt.

John McClane (unregistriert) 25. September 2011 - 14:56 #

Und was ist mit deinem vorangegangenen "flach", "farblos", "charakterlos"? Mit dem Antagonisten-Zitat hast du dir ja schön selbst ins Bein geschossen.

Klar kann man sich eine Meinung darüber bilden, ob man etwas mag oder kaufen möchte. Wenn es jedoch um tiefere Einblicke geht, sind eigene Erfahrungen vorzuziehen. Vielleicht sollte man in diesem Zusammenhang dann einfach mal auf andere User/Spieler, die einen viel besseren Einblick haben, hören bzw. deren Aussagen in den Bereich des Möglichen rücken oder die Erfahrung selber machen (muss ja nicht mit einem Kauf einhergehen). Das gilt für die Darstellung des Drake allgemein, der wie von mir und jem. anderen angemerkt weder schmächtig noch ein Junge ist, als auch für die Kampfszenen, die für so ein Actionspiel(!) stimmig sind! Du kannst den "Affen" ja gerne kämpferisch überzeugender finden, solltest dabei aber berücksichtigen, dass du in diesem Bereich nur über sehr limitiertes Wissen verfügst und dir ein abschließendes, diskussionsfähiges Urteil, sowohl was den angeblich flachen Charakter des Drake, als auch das Kampfgeschehen allgemein anbelangt, eigentlich nicht erlauben kannst.

Aber bitte, bleib halt uneinsichtig und versuche weitere Diskussionen mit Halbwissen zu führen -aber nicht mit mir, nicht über dieses Thema und nicht an dieser Stelle. Schönen Sonntag noch.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4297 - 25. September 2011 - 16:18 #

Nochmal ganz, ganz langsam und klar:
Drake, schmal, schmächtig aber sein Gameplay actionorientiert, ergo: unglaubwürdiger als Monkey von Enslaved.
Drake ein normaler Junge von der Straße, ergo gewöhnlich. Monkey künstlerisch interessanter gestaltet, körperlich kräfiger, ergo glaubwürdiger im Kampf und weniger farblos (hat nichts mit ins Bein schießen zu tun, ist eine logische Konsequenz).
Setting von Uncharted: Gegenwärtige Welt, langweiliger als Endzeitszenario von Enslaved.

All diese Punkte haben nichts mit Halbwissen zu tun und können anhand von Bildern und Videos erkannt werden. Wer also wie ich fantasievolle Settings und überzeugende Helden mag, bevorzugt das. Das ist simpel und hat mit persönlichem Geschmack und Vorlieben zu tun. Und Geschmäcker ändern sich normalerweise nicht mal schnell durch die Meinung anderer.

Und nein, ich muss nicht alle Splatterfilme gesehen haben, um zu wissen, dass ich Splatterfilme nicht mag. Und ich muss da auch nicht "einsichtig" werden, weil andere mir das einreden. Das hat ebenfalls nichts mit Halbwissen sondern eher etwas mit Geschmack zu tun.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4489 - 24. September 2011 - 14:08 #

So wie du ihn beschrieben hast, merkt man aber leider sehr deutlich, dass du die Uncharted-Spiele offensichtlich nie gespielt hast.

Gerade Nathan Drake ist einer der glaubwürdigeren Spielecharaktere. Perfekt glaubwürdig und realistisch kann er natürlich nicht sein, sonst wäre er nach spätestens einer Stunde tot und das Spiel zuende. Aber in den Dialog-Cutscenes kommt er sehr natürlich rüber und wenn man eine lange und anstrengende Kletterpassage hinter sich hat, rennt er nicht einfach weiter, sondern ist erstmal kaputt und am schnaufen. Auf solche Details achten wenige Spiele.

Aber das weißt du halt nicht, wenn du nur ein paar Videos zum Spiel gesehen hast. Hättest du bspw. Lara Croft als Beispiel genommen, würde niemand was sagen. Aber ausgerechnet Nathan Drake? Daran merkt man halt, dass du die Uncharted-Spiele nur vom Hören-Sagen kennen kannst.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4297 - 24. September 2011 - 14:37 #

Über die Spielmechanik rede ich überhaupt nicht, ich rede von der äußeren Gestaltung des Helden, die einige seiner spielerischen Aktionen unglaubwürdig erscheinen lässt. Der flache Gestaltung der Person wurde auch beim Erscheinen des ersten Teils von Testern kritisiert, unabhängig davon, ob ihnen das Spiel dann trotzdem gefallen hat.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4489 - 24. September 2011 - 14:45 #

Auch da ist er doch kein Paradebeispiel für Unrealismus. Er wirkt doch relativ normal. Ich würde ihn am ehesten mit Bruce Willis in den Die Hard Filmen vergleichen und auch der wirkt da einigermaßen authentisch.

Natürlich macht Drake Sachen, die in der Realität schwierig bis unmöglich sind, aber ein Uncharted mit perfektem Realismus wäre einfach ein grottenschlechtes Spiel. Das ist für Action- und nicht Simulation-Fans.

Was mich halt stört, ist, dass du ausgerechnet Uncharted und Nathan Drake hier (und auch bei anderen News) immer als das Paradebeispiel für Unrealismus nimmst. Da passen andere Titel wie bspw. Tomb Raider erheblich besser. Gerade Uncharted versucht mit vielen subtilen Elementen alles menschlicher und realer wirken zu lassen, was sich die meisten anderen Titel schenken. Nun ausgerechnet diesen Titel als Beispiel zu nehmen, ist schon echt seltsam!

Spiel's doch einfach mal.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4297 - 24. September 2011 - 15:02 #

Es ist kein Paradebeispiel, es ist einfach nur ein Beispiel.

Und ganz unabhängig vom Gameplay finde ich ihn künstlerisch nicht gut ausgearbeitet. Der Monkey in Enslaved ist erstaunlich gut dagegen. Er wirkt stark, aber gleichzeitig verletzlich. Seine leicht gebogene Gestalt und die etwas überzogenen Arme geben ihm ein wenig Ähnlichkeit mit einem Gorilla, was die Kletteraktionen überzeugender inszeniert. Es ist überzogen, aber künstlerisch eben genau auf den Punkt gebracht.

N. Drake überzeugt mich nicht, mag subjektiv sein, ist aber so. Und künstlerisch steckt da kaum etwas drin, es ist einfach ein Junge von der Straße. Das mag viele Leute bewegen, ich finde es langweilig.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4489 - 24. September 2011 - 15:20 #

Interessant, ich empfinde es umgekehrt. Monkey war mir viel zu überzogen und die Gorilla-Ähnlichkeit hat mich eher gestört. Aber ist halt eine sehr subjektive Sache.

Was Drake angeht, würde ich den eher als Anfang 30 einstufen. Und die heutigen Jungs haben eher lange Haare und völlig andere Klamotten, Drake ist dafür ziemlich atypisch, da sehe ich überhaupt keine Parallelen. Drake ist eher der mittelalte klassische Indiana-Jones-Typ.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4297 - 24. September 2011 - 16:07 #

Ja, und ich respektiere Deinen Geschmack. Mir ging es hier in dieser News zu Enslaved eben nur darum, meine Begeisterung für das fantasievolle Setting, die interessanten Personen und den Mut dieses Studios auszudrücken. Für mich steht das im Gegensatz zu dem gegenwärtigen Szenario in Uncharted mit dem Held von der Straße. Natürlich könnte ich auch CoD oder BF3 nennen, aber vom Gameplay schien mir Uncharted doch vergleichbarer mit Enslaved. Aber beide kenne ich nur von Testvideos und Trailern. Daher vergleiche ich wirklich nur die künstlerische Ausarbeitung.

raumich 16 Übertalent - 4673 - 23. September 2011 - 11:49 #

Ich dachte in dem Wort News würde New stecken, also "Neu". Und Neu ist die Info, das es kein Nachfolger aufgrund der schlechten Verkaufszahlen geben wird, denn nun wirklich nicht.

PatrickF27 10 Kommunikator - 432 - 23. September 2011 - 12:01 #

Ist o.k. so, ich fand Enslaved eher zwiespältig, auf der einen Seite ein ganz tolles Setting, intensive Atmosphäre und interessante Charaktere, andererseits aber maues, stark wiederholendes Gameplay welches (mich) ziemlich schnell gelangweilt hat. Leider ein großes Problem von Ninja Theory, das war bei Heavenly Sword auch so. Von DmC erwarte ich erst mal nix.

Athavariel 21 Motivator - P - 27872 - 23. September 2011 - 12:14 #

Eines der besten Spiele des Vorjahres, Schade. Hoffentlich erleiden Assuras Wrath und Dragons Dogma nicht das selbe Schicksal und verkaufen sich besser.

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4489 - 24. September 2011 - 14:58 #

Eines der besten Spiele?

Ich weiß nicht, ich fand's streckenweise langweilig, es hatte wenig Abwechslung, viele Wiederholungen und der Schwierigkeitsgrad war unausgewogen.

In Sachen Charakterzeichnung war es eines der besten Spiele. Die beiden Hauptcharaktere und ihr Umgang miteinander waren nahezu perfekt und herausragend für ein Videospiel.

Aber das alleine reicht halt nicht für ein sehr gutes Spiel. In meinen Augen ist das ein Liebhabertitel für Leute, die auf gut ausgearbeitete Charaktere besonders Wert legen. Spielerisch war's bestenfalls Mittelmaß.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23260 - 23. September 2011 - 13:17 #

Ich fand Enslaved ganz nett, spielerisch wars aber nichts besonderes.

Bejita 12 Trollwächter - 976 - 23. September 2011 - 16:12 #

Schade, Enslaved war was Besonderes, wahrscheinlich ebenfalls der Grund, weswegen es keine Fortsetzung geben wird: Besonderes wird wohl einfach nicht gewollt...

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 86471 - 23. September 2011 - 16:35 #

Tja, schade. Hätten sies fürn PC auch entwickelt, hätten sie zumindest einen Käufer mehr gehabt... ;)

Trax 14 Komm-Experte - 2503 - 23. September 2011 - 16:50 #

Das ist wirklich sehr bedauerlich, da das Ende von Enslaved ja geradezu nach einer Fortsetzung schreit.
Ich mochte das Spiel und hätte sehr gerne auch einen 2. Teil gespielt.

Anonymous (unregistriert) 24. September 2011 - 0:43 #

Schönes Spiel in schöner Grafik, aber ich hätte gerne
mehr überlebende NPCs im Spiel getroffen.

Einen 2. Teil hätte ich von der Story her nicht erwartet,
aber es ist kaum zu glauben, dass sowas wie Homefront
einen Nachfolger bekommt, aber Enslaved nicht.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6665 - 24. September 2011 - 10:02 #

Wirklich schade, ich mochte das Spiel sehr gerne.

goodoldbismarck 12 Trollwächter - 1028 - 24. September 2011 - 13:38 #

Da kann ich nur eins zu sagen:

http://www.youtube.com/watch?v=-JkTF0QPmZI

Also echt, ich hätte mich so auf einen Nachfolger gefreut :(

bam 15 Kenner - 2757 - 24. September 2011 - 20:58 #

Enslaved ist einfach ein gutes Beispiel dafür, dass ein Spiel sich nicht allzu gut verkauft, wenn es spielerisch nicht überzeugt, bzw. "nur gut" ist. Man kann über all die Franchises sagen was man will, aber für viele ist das Gameplay der Grund, warum sie regelmäßig zur entsprechenden Serie greifen.

Enslaved hat tolles Storytelling, eine interessante Welt, aber leider kein auch nur ansatzweise herausragendes Gameplay. Warum soll man also zu so einem Spiel greifen, wenn andere Titel ähnliches Gameplay bieten, das besser ausgereift ist und zudem auch noch teilweise Multiplayer bieten.

Hätte man Enslaved auch spielerisch etwas von der Masse abgehoben, dann wäre das ein Punkt gewesen, der auch von Spielemagazinen und Spielern kommuniziert worden wäre. Sowas weckt Interesse.

Ein spielerisch konventionelles Singleplayer-Spiel, in welches die Spieler vor dem Kauf zu keinem Stück involviert sind (kein Franchise in irgend einer Form) lockt eben nicht zum Neukauf, egal wie gut Story und Charaktere sind.

Anonymous (unregistriert) 26. September 2011 - 9:42 #

Warum sind Uncharted-Fanatiker eigentlich immer so militant?

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