Deus Ex - HR: Externes Studio zur Bosskampf-Entwicklung

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20. September 2011 - 9:45 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
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Zu den guten Wertungen und den Erfolg in Bezug auf die verkauften Einheiten des Actionspiels Deus Ex - Human Revolution haben viele unterschiedliche Faktoren beigetragen, wie beispielsweise die gelungene Hintergrundgeschichte mit ihren zahlreichen Wendungen, die vielschichtigen Missionen oder auch die aufmerksame Künstliche Intelligenz. Als herausfordernd können zudem die Bosskämpfe bezeichnet werden, die wir in unserem Test für Nichtkämpfer als sehr hart einstufen und die auch von zahlreichen Spielern als Kritikpunkt angesehen werden.

Bereits seit einiger Zeit ist ein Hinter-den-Kulissen-Video auf YouTube verfügbar, durch das interessierte Spieler nun zahlreiche Informationen zu der Entwicklung der Bosskämpfe erhalten. Durchaus interessant dabei ist, dass diese Kampfsituationen nicht vom eigentlichen Entwicklerstudio, Eidos Montreal, entworfen und ausgearbeitet wurden, sondern das Unternehmen Grip Entertainment dafür den Auftrag erhielt, das bereits Erfahrung beim Entwickeln von Künstlichen Intelligenzen in Videospielen sammeln konnte.

Dr. Paul A. Kruszewski, President und Gründer von Grip Entertainment, äußert sich im unter der News eingefügten Video zu der Auftragsarbeit. Unter anderem erläutert er, dass man ohne Vorkenntnisse über die Deus Ex-Serie an das Projekt herangegangen sei:

Volles Geständnis: Ich bin ein Shooter-Typ. Ich bin dazu gekommen, ohne viel über die Welt von Deus Ex zu wissen. [...] Die Jungs bei Eidos gaben uns das Design und die Engine [...] und sie erhielten von uns diese [Bosskampf-]Erfahrung.

Im weiteren Verlauf des fünf Minuten langen Videos geht Kruszewski detailliert auf die Bosskämpfe und deren Entstehung ein und äußert sich unter anderem auch zu den Herausforderungen, denen die Mitarbeiter seines Unternehmens gegenüberstanden. Neben den verschiedenen Persönlichkeiten der entsprechenden Gegner und der technischen Umsetzung sei demnach das Balancing „brutal schwer“ gewesen, auch deshalb, da dem Spieler jede Menge freischaltbarer Augmentierungen zur Verfügung stehen. Letztendlich ist der Entwickler jedoch damit zufrieden, was sein Unternehmen erschaffen konnte:

Seit 20 Jahren entwickle ich Technologien – und diese Arbeit ist eine der saubersten und eine der besten, die ich jemals hervorbringen konnte.

Video:

Makariel 19 Megatalent - P - 13452 - 20. September 2011 - 9:48 #

Nun, das erklärt so einiges.

erasure1971 14 Komm-Experte - 2080 - 20. September 2011 - 9:55 #

Als reiner Schleicher habe ich bis zu dem Kampf ausschließlich mit Betäubungsgewehr und der Stunpistol gekämpft und hatte außer der 10mm Pistole auch nichts weiter dabei. Hab ich geflucht ...

Mr. Tchijf 14 Komm-Experte - P - 2031 - 20. September 2011 - 12:09 #

So ging es mir auch :-) Muss sagen, dass der erste Boss (der Hüne) für mich am schwersten war.

Am leichtesten waren die beiden letzten Bosse für mich. Hatte mir ne Shotgun komplett ausgebaut und zumeist Headshots abgegeben. Halbes Magazin und der Boss (der vorletzte) war wech.

Trotzdem: Super gelungene und fordernde Bosse! Super Spiel! Habe knapp 45 Stunden gespielt und bin Sonntag fertig geworden :-)

KillyTheBit(off) (unregistriert) 20. September 2011 - 12:44 #

Ich fand den ersten Boss trotz guter Bewaffnung auch sehr schwer. Er ist aber selbst mit der Stun-Gun sehr leicht zu besiegen weil er sehr empfindlich auf den elektrischen Schock reagiert.
Eigentlich muss man ihn nur matt setzen und mit explosiven Fässern und Gasflaschen bewerfen - So wird's einfach.

Gorny1 16 Übertalent - 4719 - 20. September 2011 - 10:00 #

Naja ich hab das Spiel jetzt drei mal durch, einmal davon als "Pazifist" und "Leisetreter". Die Bosskämpfe waren trotzdem kein Problem(Splitterminen sind unglaublich nützlich!) und von der Bosskampferfahrung her sehr gelungen.
Ein sehr interessantes Video, gute News!

Weepel 16 Übertalent - 4175 - 20. September 2011 - 10:02 #

Erschreckend ehrlich wie traurig. Da bekommt man so eine IP als Auftragsdienstleister und hat keinen blassen Dunst davon? Wie konnte er die überhaupt kriegen? Und ein großes LOL zu der Shooter-Aussage, die passt hervorragend zur gegenwärtigen Spielesituation (siehe Syndicate).

Christoph Vent Redakteur - P - 123825 - 20. September 2011 - 10:18 #

Warum müssen es eigentlich überhaupt immer Bosskämpfe sein? Die nerven mich in so manchem Spiel, bei Deus Ex hier aber ganz besonders. Ohne die Bosse und das maue Schlusslevel wäre Human Revolution ein nahezu perfektes Spiel gewesen...

HolliWood 13 Koop-Gamer - 1450 - 20. September 2011 - 10:44 #

Storytechnisch haben die Bosskämpfe hier schon gepasst, allerdings gehörten sie für mich auch mit zum schwächsten Aspekt dieses starken Spiels. Der erste war für mich als Schleicher unglaublich fordernd, die anderen beiden dann sehr stupide, obwohl man aus der Idee dahinter mehr hätte machen können. Beim letzten Level inkl. Finalkampf geb ich Dir vollends recht. Das Szenario stark, kam es mir dann aber irgendwie so vor, als wäre ihnen die Zeit bis zum Abgabetermin ausgegangen.

Anonymous (unregistriert) 20. September 2011 - 11:51 #

"Volles Geständnis: Ich bin ein Shooter-Typ. Ich bin dazu gekommen, ohne viel über die Welt von Deus Ex zu wissen. [...] Die Jungs bei Eidos gaben uns das Design und die Engine [...] und sie erhielten von uns diese [Bosskampf-]Erfahrung."

Erklärt alles und so fühlen sich die Kämpfe auch an. Und da stimme ich dir voll zu: Müssen Bosskämpfe überhaupt sein? Ich finde das echt 90iger. Wobei den ersten "Bosskampf", wo man den Terroristen "tot-quatschen" musst, war super. Ich fänd's auch gut, wenn man die umgehen könnte. So muss ich meistens zum Trainer greifen :-(

Ganz besonders schlimm fand ich die Bosskämpfe in Alpha Protocoll. In einem sonst sehr realistischem Spiel wirkten die komplett aufgesetzt. Gerade da hätte man gut "Endgegner" verbal überzeugen können oder dass sich der Boss hinter seinen Schergen verschanzt, der eigentliche Boss aber unspektakulär ist. Oder meinetwegen ist er ein super Kampfsportler oder schießt besser ... Aber doch nicht unsterblich, teleportiert sich oder was auch immer man aus den 80-90igern immer wieder aufwärmt. Man schaue sich mal Spielfilme an, wie die mit dem Thema umgehen.

KillyTheBit(off) (unregistriert) 20. September 2011 - 12:46 #

Ich denke sie wollten einfach so nah wie möglich am Orginal bleiben und da gab's auch die Bosskämpfe

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 20. September 2011 - 18:51 #

Aber nicht in dieser arcadigen Form. Die paar Bosskämpfe im ersten Teil fügten sich nahtlos ins allgemeine Spielgeschehen ein. Die von DX3 fühlen sich genau so an, wie sie sind: aufgepfropft von Leuten, die offensichtlich keinen Schimmer vom Spiel haben.

Kanonengießer 14 Komm-Experte - 2391 - 20. September 2011 - 10:44 #

Och ja, die Bosskämpfe waren schon in Ordnung. Da sind die wirre Story im letzten Drittel und das japanische Charakterdesign viel schlimmer....

Christoph Vent Redakteur - P - 123825 - 20. September 2011 - 10:56 #

"Och ja, die Bosskämpfe waren schon in Ordnung."
Dann spiel nochmal auf schwer und als Schleicher. Viel Spaß!
Es ist einfach großer Mumpitz, dass ich eigentlich nie im Spiel tödliche Waffen benötige, aber trotzdem 3/4 meines Inventars mit ihnen vollstopfen und Waffen upgraden muss, um die Bosskämpfe bestehen zu können. Das hat mit Balance nichts mehr zu tun. Zudem wäre es doch nicht unmöglich gewesen, die Bosse nach Wahl des Spielers am Ende leben lassen zu können.

Ben_Delat 09 Triple-Talent - 266 - 20. September 2011 - 11:17 #

Fand die Bosskämpfe als Schleicher auf schwer auch schlecht gebalanced.

Den ersten Boss haben schliesslich ein paar Explosiv-packs erledigt.

Den zweiten Fight konnte ich nur rasch abschließen, weil die gute Dame durch einen KI-Fehler nur still stand und dadurch meinem Scharfschützengewehr nicht viel entgegen zu setzen hatte.

Den dritten Boss hab ich nur durch ein mitgebrachtes gehacktes Geschütz geschafft.

Schlussletztlich war der letzte Kampf geradezu lachhaft leicht!

KillyTheBit(off) (unregistriert) 20. September 2011 - 12:53 #

Mit der richtigen Taktik sind alle Bosse leicht. Auch die Cyberdame lässt sich gut mit der Stun-Gun aussetzen und dann mit Gasgranaten weiter betäuben - wenn man dann noch etwas explosives hat, oder vielleicht das Maschienengewehr aus dem Lager vor dem Bosskampf mitgenommen hat ist das ganze keinen Schweißtropfen mehr wert.

Bei dem Obermotz in der Omega Ranch reicht ein einziger Punch, wenn der grad' über die Barrikaden springt. Ohne diesen Trick ist der am Schwersten - Da hat man glück wenn man den Laser dabei hat, das gilt aber auch für den letzten Kampf, dann dauert das nicht so lange

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8309 - 20. September 2011 - 21:11 #

Ich hab auf schwer und als Schleicher gespielt, es war herausfordernd aber mit der richtigen Taktik easy, Schrotflinte und Explosivfernzünder haben genügt noch dazu ein paar Minen, also übertrieb mal net man brauchte nur 1/4 seinens Inventars für die Bosskämpfe. Die Art fand ich auch net gut aber ich fand sie dann doch net so schwer.

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 86503 - 20. September 2011 - 11:00 #

aha!

nova 19 Megatalent - P - 14037 - 20. September 2011 - 11:03 #

Mit jew. 3-4 der Explosivkits (aus dem Augmented- oder Vorbesteller-Pack?) und ein paar EMP-Granaten waren die Kämpfe kein Problem. XD

Sciron 19 Megatalent - P - 15780 - 20. September 2011 - 11:55 #

Ich kann die Kritik der "Schleicher" teilweise nicht ganz nachvollziehen. In den Bosskampf-Arenen liegen doch mehr als genug Waffen herum, um die Kämpfe zu überstehen (Auch wenn es von der Spiellogik her relativ wenig Sinn ergibt). Da ich in meinem ersten Durchgang mehr den Ballermann hab raushängen lassen, hatte ich auf dem Gebiet eh weniger Probleme. Aber selbst wenn man komplett unbewaffnet in die Gefechte geht, kommt man durch cleveren Einsatz der "bereitgestellten" Mittel also gut über die Runden.

Christoph Vent Redakteur - P - 123825 - 20. September 2011 - 13:01 #

Genau da liegt ja der Punkt. Überstehen kann man die Bosskämpfe auf jeden Fall. Aber du sprichst es ja selber mit der Spiellogik an. Die Bosskämpfe fügen sich nicht schön ein in ein Spiel, das ansonsten komplett auf das Schleichen angepasst ist. Wenn ich mich als Spieler auf das Schleichen spezialisiere, möchte ich einfach nicht an gewissen Punkten ballern müssen.

Ich empfehle übrigens wirklich mal, dem ersten Boss auf schwer entgegen zu treten, wenn man keinerlei Waffen bis auf die Tranquilizer Gun dabei hat. Bis man die Waffenräume in der Bossarena erstmal gefunden und dann lebendig erreicht hat, vergehen einige Versuche. Ohne "Unsichtbar"-Augmentierung wird es nochmal schwerer.

Wie gesagt, die Bosse sind alle mit Geduld auch dann irgendwie machbar, doch der geniale Gesamteindruck des Spiels wurde dadurch für mich (und wie man liest auch für andere) arg gedämpft. Und mal ehrlich: Dass kurz vor den Bosskämpfen die Waffenkammern und "zufällig" verteilten Heavy Rifles den anstehenden Bosskampf ankündigen, ist mal richtig billiges Spieldesign, das zwar leider noch immer gängig ist, aber in dieses ansonsten so gut designte Deus Ex HR einfach nicht hereinpasst.

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 20. September 2011 - 18:55 #

Da ist aber nun einmal nicht nur der Schwierigkeitsaspekt. Die ganze Präsentation der Bosskämpfe erinnert mehr an Arcade-Shooter als an ein intelligentes Spiel. Nicht das Vorhandensein oder die Schwierigkeit der Bosskämpfe ist das Problem, sondern die Art, wie sie ins Spiel eingefügt wurden. Sie fühlen sich an, als hätte ich am Fernseher gerade von einer Phoenix-Doku zu Galileo umgeschaltet.

Momsenek 13 Koop-Gamer - P - 1558 - 20. September 2011 - 13:10 #

Ich liebe das Spiel ,ehrlich aber die Bosskämpfe waren ziemlich unspektakulär und nach dem 0815 Shooter-Prinzip

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 20. September 2011 - 13:23 #

Bin immer noch nicht durch (Genuss-Spieler), muss aber zugeben, mich bei den bisherigen Bosskämpfen doch kurz im Netz informiert zu haben. ;) Wenn man als Eher-Schleicher (und natürlich auf Give Me DX) nur 10 Sekunden Zeit, die Optionen im Raum zu überblicken, bevor man sowieso schon tot ist, dann ist das einfach zu wenig. Es gibt liegen immer mehrere Möglichkeiten rum, sogar ohne Knarren. Nur finden muss man sie, und dafür hätte man mehr Zeit einräumen müssen. Inzwischen schleppe ich allerdings ein Laserrifle mit und werde wohl keine Probleme mehr haben. Insgesamt ist das Spiel leider auch auf Give Me DX viel zu leicht, Inventar quillt inzwischen über von unbenutzten Items.

maximiZe 12 Trollwächter - 1142 - 20. September 2011 - 17:57 #

Alle Bosskämpfe waren als purer Schleicher und auf "Give Me Deus Ex" mit einer angenehmen Anzahl Bildschirmtode schaffbar. Gemecker über den Schwierigkeitsgrad ist lächerlich, im Gegenteil sollte man sich darüber freuen, in einem modernen Spiel mal wieder ein paar klassische Bossgegner zu sehen.
Das einzige Problem ist, dass man nicht zwischen mehreren Ausgängen der Kämpfe wählen kann - ein tödlicher und ein nichttödlicher hätten ja schon gereicht, um die drei Szenen nicht so stark vom Rest des Spiels abzukapseln.

BIOCRY 15 Kenner - P - 3143 - 20. September 2011 - 19:10 #

Das sehe ich auch so. Dem ersten "BOSS" braucht man übrigens nur im wechsel eine Giftgas-Fass und anschließend ein Explosiv-Fass vor die Rübe werfen, stehen da zufällig so rum ;-)

Bruno Lawrie 16 Übertalent - P - 4489 - 21. September 2011 - 7:03 #

Den ersten Boss kann man übrigens am leichtesten erledigen, wenn man in eine der Garagen läuft und sich in von innen gesehen linke vordere Ecke stellt. Dort ist man für ihn unerreichbar.

Nachdem ich ca. 40x gestorben war, hab ich den dort schon beim zweiten Versuch erledigt.

Hätte es diesen Flaw nicht gegeben, hätte ich das Spiel ab dem ersten Bosskampf wohl liegengelassen...

Henke 15 Kenner - 3636 - 22. September 2011 - 10:29 #

Auch ich hab mich mit den Bossen im Spiel schwergetan, da Run&Gun in einem Deus Ex meines erachtens nichts verloren hat... auf der anderen Seite kann ich aber das Entwicklungsstudio verstehen, den einen (oder mehrere) Endboss(e) für ein Spiel zu skripten, welches die unterschiedlichsten Herangehensweisen unterstützt, ist eine schwierige Aufgabe.

Dabei allerdings von "einer der saubersten und einer der besten Arbeiten, die ich jemals hervorbringen konnte" zu sprechen, ist allerdings stark übertrieben...

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