Studie: MMO-Markt schwächelt

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Leimrey 665 EXP - 11 Forenversteher,R3,S1,J7
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18. September 2011 - 22:45 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert

Spielt ihr noch ein MMO-Spiel über ein typisches Abonnement? Vielleicht ist dies bald nicht mehr ganz so typisch. Nach neuesten Statistiken von Screen Digest sind die Einkünfte durch MMOs mit Abonnement seit 2010 zum ersten Mal merklich geschrumpft. Der Rückgang der erwirtschafteten Gesamteinkünfte 2010 -- der erste seit Beginn der Auswertung im Jahr 2002 -- repräsentiere einen Wendepunkt für die Industrie, glaubt Senior Analyst Piers Harding-Rolls vom Marktforschungsunternehmen Screen Digest. 2010 erwirtschafteten Online-Spiele mit Abonnement 1,53 Milliarden Dollar in Nordamerika und Europa, was im Vergleich zum Vorjahr mit 1,66 Milliarden Dollar einen Rückgang von 5% bedeutet.

Screen Digest prognostizierte einen nachhaltigen Rückgang an Abonnements und prophezeit für 2015 nur noch Umsätze in den erwähnten Territorien in Höhe von 1,33 Milliarden Dollar. Der Fokus würde sich zunehmend auf mikrotransaktionsbasierte Bezahlmodelle legen -- teils durch die sehr starke Konkurrenz im MMO-Markt, aber auch, weil sie den Betreibern eine hohe Flexibilität ermöglichen, den Kunden optionale Leistungen zu verkaufen.

Die Zahlen scheinen den Analysten Recht zu geben: Mikrotransaktionen in den oben genannten Regionen haben 2010 mit 24,2% einen Anstieg von 909 Millionen Dollar auf 1,13 Milliarden Dollar verzeichnet. Bis zum Jahr 2015 sollen die Einkünfte sogar auf 1,8 Milliarden Dollar steigen. In der Studie wurde zwischen "MMOGs" (wie World of Warcraft) und MOGs (Multiplayer Online Games) unterschieden, mit letzteren meint Screen Digest Onlinespiele ohne persistente Spielwelt, wie zum Beispiel Browsergames.

MOGs würden, laut Harding-Rolls, zunehmend populärer bei Spiele-Betreibern werden, weil sie durch einen größeren Umfang an Genres einen viel größeren Kundenmarkt erreichen können, viel kostengünstiger als große MMOs seien und ihnen Flexibilität bei der Monetarisierung erlaubten.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8040 - 18. September 2011 - 21:53 #

Wundert mich jetzt nicht so. WoW ist einer der wenigen die das Abo rechtfertigen, alle anderen halten es nie lange aus und wandern ins F2P (aka Pay2Win). Und wenn dann WoW auch noch hier und da immer mal wieder Leute abgibt, weil auch irgendwann der Platzhirsch alt wird, haben wir das Ergebnis.

Welches neue MMO traut sich den noch Monats-Abos? Und falls, wie lange hält das an? Bei den meisten sagt man sich doch schon: "Wart ich mal 2 Monate ab, dann erschlag ich zwei Fliegen: Die Bugs sind nicht mehr so hoch und das Game F2P."

Vielleicht sollten auch mal die Betreiber überlegen sich mal einen Preiskampf zu geben. Bisher ist fast jedes MMO bei ihren 15€ - plus minus 2€. Und wenn ich den Klassenprimus haben kann, warum sollte ich bei einem Experiment mitmachen (APB, Tabula Rasa, HdR (Lifetime? *hust*)) das eh abgesagt wird?

Anonymous (unregistriert) 19. September 2011 - 15:33 #

Wo bitte ist den das Abo für WoW gerechtfertigt!?!?

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8040 - 19. September 2011 - 16:11 #

Hmm lass mich überlegen... Ich hatte viel Spass, wurde Unterhalten und hab nen haufen netter Leute kennengelernt?

Bist doch wohl kein "Hater", oder?

Am liebsten sind mir ja noch die, die es 3 Jahre am Stück spielen und dann sagen: "Das ist der größte Dreck ... EVAR!1!".

Da kann man nur fragen: Tut Blödheit eigentlich weh? Und kann man das Therapieren? Ist das eine Art von Selbstkasteiung, wenn man freiwillig Jahrelang zahlt?

Nicht jedem schmeckt WoW und einige sind schneller damit durch als andere. Wer schnell durch ist, zahlt fast nix und wer länger dabei bleibt, hat seine Gründe. Die Verpflichtung jedoch, über mehrere Monate zu zahlen, gibt es nicht.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 19. September 2011 - 16:18 #

>>Da kann man nur fragen: Tut Blödheit eigentlich weh?<<

Das frage ich mich auch, wenn Leute in einem P2P auch noch Geld im Itemshop lassen und Kohle zahlen, um von toten Servern runterzukommen... ;)

Jaja, ich weiß... man wird zu nichts gezwungen usw. ;)

roshi 13 Koop-Gamer - 1610 - 19. September 2011 - 16:29 #

Jeder hat eben so sein Ding wofür er Geld rauschmeisst. Andere gehen saufen, was auch Bock macht :-D oder Rauchen was dümmer is als der Versuch seinen eigenen Schwanz zu fressen.

Das Abomodell finde ich bei WoW auch sehr angebracht, hier wird wirklich sehr regelmäßig neuer Inhalt geliefert. Daran arbeiten unentwegt Menschen,die wollen bezahlt werden. Und das Blizzard dabei eben gewaltig verdient ist ja wohl klar. Mal ehrlich. Blizzard hat das Spiel entwickelt um damit Geld zu verdienen. Und es klappt. Ich gönne es denen, auch wenn ichs nich oft spiele.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8040 - 19. September 2011 - 18:51 #

Ach, sollen sie einkaufen wie sie wollen - ist ja ihr Geld. Was ich halt nicht verstehe, ist dieser pure Hass danach. "Schlimm, Schlimmer, WoW!"

Entweder etwas macht mir Spass und ich bezahl dafür, oder nicht. Wenn ich für etwas bezahle, das mir keinen Spass macht, nenn ich das Steuern oder Versicherung.

Selbst heute, mal wieder 1 1/2 Jahre nach dem letzten login, juckt es mich ein wenig in den Fingern noch ne runde WoW zu drehen. Meistens lass ich es dann, weil ich jedesmal von vorne anfange und auf meinen Account nun schon 3 Rogues schlummern um die Level 60-80 ... :)

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 19. September 2011 - 23:52 #

Naja, dieser Hass lässt sich ja sehr gut mit sozialen und gesellschaftlichen Ursachen begründen, auch wenn die von Person zu Person stark variieren. So unverständlich ist er daher nicht, sehr wohl aber oft irrational und unlogisch :)

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8040 - 20. September 2011 - 0:17 #

"Die Art wie du Deine Zahntube zudrehst ist widerlich! Ich hasse dich!" - So in etwa? :)

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 20. September 2011 - 0:23 #

Ehm.
Lol :D

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 20. September 2011 - 7:24 #

Äääh, du hast den „Hass“ reingebracht, als nach der Rechtfertigung des Abos gefragt wurde. Das du bei der Frage gleich Hass unterstellst, ist auch eine interessante Reaktion. ;)
Angesichts des recycelten Contents, der Patchabstände und des Shops, ist die Frage gar nicht mal so unberechtigt.

Btw:
Ich kann verstehen, wenn Spieler auf WoW, bzw. dessen Spieler nicht gut zu sprechen sind. Immerhin hat WoWs Erfolg das ganze Genre auf Links gedreht. Weg von der sozialen Komponente mit Charakterentwicklung und langfristigen Zielen, hin zum austauschbaren Fastfood.
An sich wäre das ja kein Problem, jeder wie er mag. Leider hat der finanzielle Erfolg dazu geführt, dass mehr oder weniger nur noch WoW-Kopien entwickelt werden und das ist das Problem an der Sache: Für MMORPGler wurde die Luft Dank WoW sehr dünn.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8040 - 20. September 2011 - 11:11 #

Also ich fand WoW schon am ersten Tag nicht schwer. Ich bin Downzeiten gewöhnt gewesen. Ich war 0815-Gegner gewöhnt, die man nur unter aufbringer aller Finesse, alleine legen konnte. Ich war Raids gewöhnt wo man sich eine Woche vorher absprach und dann ein Wochenende komplett durchzog.

WoW? War da schon Luftig leicht. Das war vom Start weg schon im Solo-Modus möglich.

Mein Nebenschlachtfeld "Hass" wurde nur aufgebracht, weil es halt einen haufen Jahrelanger-Abo Spieler gibt, die später halt nur noch am Schimpfen sind, wie schlimm das alles ist. Mag ja sein, das es ab einem Punkt nicht mehr so ist wie am Anfang war (als SWG Spieler erster Stunde, kann ich ein Lied von sowas singen). Das heisst aber nicht, das die ersten Stunden/Tage/Monate schlecht waren. Ich steig halt aus, wenns mir nicht mehr passt. Aber nachträglich alles madig machen? Das ist Plötzinn.

NedTed 18 Doppel-Voter - P - 11730 - 18. September 2011 - 21:55 #

Mich würde interessieren wieviel Prozent davon allein WoW ausmacht. Ich gehe mal von einer sehr hohen Zahl aus. Das bedeutet wiederum: schwächelt WoW, schwächelt auch der MMO-Markt.

sesharim (unregistriert) 18. September 2011 - 22:02 #

ich behaupte mal das wow locker 50% martanteil bei den mmos hat zumindest in der westlichen welt.

bam 15 Kenner - 2757 - 18. September 2011 - 22:09 #

"The combined market is dominated by Activision Blizzard with 31 per cent share, with Gameforge and Bigpoint taking position two and three in the market."

31% also vom Gesamtmarkt.

Anonymous (unregistriert) 18. September 2011 - 23:03 #

ich denke das hat er selber gefunden und die frage bezog sich auf den anteil des p2p marktes.

Maryn 12 Trollwächter - 1110 - 18. September 2011 - 22:00 #

Wundert mich ebenfalls nicht besonders, wenn ich an meine persönliche Einstellung denke: Ich für meinen Teil habe nicht die Zeit für MMOs, sich ständig erweiternde, süchtig machende Spiele, bei denen man nie zu einem Ende kommen kann und soll.
Es ist ja schon schwer genug, die ständig wachsende Liste an Offline-Spielen abzuarbeiten, die dank schlechter Publisher wie EA und Ubidoof zum Glück nicht ganz so stark wächst wie sonst möglich.
F2P-Titel mit bezahlpflichtigen, freischaltbaren Boni finde ich aber sogar noch unattraktiver als ein normales MMO.
Meiner Meinung nach sollten wieder mehr gute Offline-Titel entwickelt werden.
Fazit ist für mich: Jegliche Formen von MMOs sind die Gipfel der Zeitverschwendung.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 18. September 2011 - 22:05 #

Ich frage mich da eigentlich viel eher, wie lange der F2P-Markt noch durchhält. Ich habe das Gefühl, dass sich gerade dort momentan eine große Blase entwickelt, die auch irgendwann platzen muss. Sicher gibt es viele F2P-Spieler, aber auch deren Zahl ist begrenzt, vor allem was die zahlungswilligen angeht. Und: Kaum jemand spielt hier mehr als ein Spiel ernsthaft.

Dass Abo-Modelle hingegen nur bei wirklich erfolgreichen Spielen gut funktionieren ist uns ja nicht neu.

Leimrey 11 Forenversteher - 665 - 18. September 2011 - 22:08 #

Ein wichtiger Punkt der hier angesprochen wird. Selbst Runes of Magic, das - mitunter - erfolgreichste F2P MMO kann da ein Lied von singen. Sie schneiden mit knapp 12% an zahlenden Spielern schon "sehr gut" ab. Der Durchschnitt hierbei beträgt um die 8-9% an zahlenden Kunden. Generell ist die Entwicklung an F2P so energisch angetrieben, allein aus der möglichen Gewinnspanne heraus. Dies könnte eine Chance für Innovation sein, wenn Firmen sich langsam wieder trauen Dinge "anders" zu machen.

bam 15 Kenner - 2757 - 18. September 2011 - 22:13 #

Als Blase würde ich das ganze nicht bezeichnen. Die Marktentwicklung ist relativ "normal". Das F2P-Modell ist populär geworden, der Markt ist erst rasant gewachsen und wächst nun stetiger. Noch versuchen eben viele Publisher/Entwickler auf diesen Markt aufzuspringen, in Zukunft wird das aber immer schwerer.

Das ganze ist eher positiv zu sehen, da bei langsameren Marktwachstum eher über die Qualität der Spiele konkurriert wird. D.H. der F2P-Markt sollte vor Allem auch für Spieler von "Big-Budget-Produktionen" wesentlich attraktiver werden.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 18. September 2011 - 22:32 #

Die "Blase" halte ich deshalb für gerechtfertigt, weil man bei den enorm hohen Spielerzahlen nur wenige zahlende Kunden hat -- Und dadurch ein recht hohes Risiko entsteht, dass ein geringer Verlust an zahlender Kundschaft ein großes Problem bedeutet. Ich bin mir da tatsächlich nämlich nicht sicher, dass sich hier der zahlende Nachschub halten wird und so durch die auf den Markt drängende MMO-Masse der Kuchen immer weiter -- zu weit -- aufgeteilt wird.
Das Problem ist, dass der Einstieg in diese Spiele ja nun mal recht einfach ist. Wer dann Spiel x spielt, schaut auch mal in Spiel y rein und findet dann das vielleicht besser. Schwupps ist er bei Spiel x weg. Das ist bei regulären Produkten nicht so schnell zu, dort ist es also schwerer für neue Produkte, sich im Markt zu etablieren (siehe Abo-MMOs). Ist es nun aber so leicht, auf den Markt vorzustoßen und sich gegenseitig Kunden abzujagen, ist es unter Umständen auch *zu* leicht, sodass am Ende jeder ein paar aber niemand genug Kunden hat.

Dazu kommt: Habe ich nach meinem ersten F2P-MMO noch Lust, auch in ein nächstes zu investieren? Sinkt dadurch am Ende vielleicht sogar die Zahl der zahlungswilligen Kunden? Gerade vor allem auch deshalb, weil der F2P-Markt vor allem von seelenloser Massenware dominiert wird. Kenne ich eins, kenne ich eine.

Aber wie gesagt, das ist nur ein Gefühl und nichts, was ich konkret belegen kann.

Positiv sehe ich die Entwicklung schon deshalb nicht, weil F2P eine enorme Kommerzialisierung der Spiele in Bezug auf deren inhaltlicher Ausrichtung bedeutet. Spiele müssen darauf ausgelegt sein, den Spielern Geld aus den Taschen zu ziehen, sonst funktionieren sie nicht. Da gibt es dann ja auch extra Abteilungen für, deren Aufgabe es ist, den Spielfluss zwischen Belohnung und Kaufanreiz auszubalancieren. Das führt in der Folge sowohl zu einer Abwertung der Kunden als auch zu einer Abwertung des eigentlichen Spielerlebnisses, dessen einzige und ständige Aufgabe das Generieren von Zahl-Anreizen ist.

Keen 06 Bewerter - 62 - 18. September 2011 - 22:14 #

WoW ist einfach nahe am Ende und außer WoW gibt es nichts. Mit SWTOR wirds aber wieder bergauf gehen.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8040 - 18. September 2011 - 22:24 #

Für wie lange, ist die Frage. Ich bin mir ersthaft nicht sicher, ob SWTOR das ruder auf dauer rumreisst. Irgendwie überleben sich MMO's langsam selber und der große Nachschub an neuen Spielern fehlt.

Tot ist das noch lange nicht, nur halt die Goldgräberzeit ist ziemlich rum - naja, gut, gab ja auch nicht so viele, die von dem Goldrush profitiert haben. ;)

Smutje 14 Komm-Experte - P - 2274 - 19. September 2011 - 7:04 #

Der grundsätzliche MMO-Gedanke, viele Spieler gemeinsam in Kontakt zu bringen, wird so schnell meiner Meinung nach nicht verschwinden ... allerdings ist es sicherlich an der Zeit, dass frischer Wind in das Genre kommt (hinsichtlich der durch die Bank sehr einheitlichen Spielmechanik u.a.) und in dem Punkt wird SWTOR so wie es z.Z. aussieht wohl leider doch nicht der erhoffte Heilsbringer werden (da muss ich Dir zustimmen).
Dennoch glaub ich daran, dass es einen neuen Meilenstein geben wird, der dann auch wieder viele Spieler (weg von der F2P-Fraktion) anziehen wird und bei entsprechendem Innovationsfaktor auch wieder Abo-Gebühren wird verlangen können - ob das nun Blizzards "Titan" wird oder etwas gänzlich anderes, das bleibt spannend.

Bejita 12 Trollwächter - 976 - 19. September 2011 - 10:09 #

Die Leute schreien schon seit 2005 oder 06 rum, dass WoW am Ende sei ;p

Keen 06 Bewerter - 62 - 19. September 2011 - 11:39 #

Kind, WOW wurde erst 2005 Released.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6329 - 19. September 2011 - 11:53 #

Ende 2004 in USA, Anfang 2005 in Europa. Und ja, seid dem zweiten Content Patch (1.3), der 2005 raus gekommen ist schreiben Leute in den Foren, dass aufgrund der Änderungen, die mit dem Patch kommen, WoW sterben wird.

Anonymous (unregistriert) 19. September 2011 - 15:36 #

Ist es ja auch. WoW hat sich extremst in eine Casual-MMO gewandelt. Vom RPG gab es bei Wow sowieso nie etwas zu sehen.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6329 - 19. September 2011 - 20:08 #

Ja, WoW hat sich stark verändert.

Vor fast jedem der ca. 20 größeren Patches wurde von irgendwelchen Leuten in den Foren prophezeit, dass kurz nach dessen release WoW sterben würde, weil die darin eingeführten Veränderungen totaler Mist seien und dann alle ihre Accounts kündigen.
Viele Leute haben im Laufe der Zeit aufgehört WoW zu spielen, aber noch mehr neue sind hinzugekommen.
In den 6 Jahren nach den ersten Patches hat sich die Zahl der aktiven Accounts um den Faktor 20 (zwanzig) erhöht. Das scheint den damaligen Prophezeiungen "WoW stirbt jetzt" leicht zu widersprechen ;-)

Anonymous (unregistriert) 19. September 2011 - 23:52 #

Ist doch kein Widerspruch. Von den ursprünglichen Classic-Spielern ist kaum noch einer übrig, die Rollenspieler sind bis auf einen winzigen Rest weg. Einzig die Casual- & Kiddiespieler sind noch da und mehr geworden. Das sind deine aktiven Accounts.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 19. September 2011 - 23:53 #

Trotzdem ist WoW aber nicht tot. Fast muss ich hinzufügen "leider", da mir das neue WoW nicht mehr besonders gut gefällt. Scheinbar aber anderen.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6329 - 20. September 2011 - 9:51 #

Ich glaube wir haben eine unterschiedliche Auffassung von "kurz vorm Ende".

"Kurz vorm Ende" bedeutet für mich so etwas wie:
- 95% der aktiven Spieler (völlig egal ob es Hardcore RPG- oder Casual-Spieler sind) sind weg.
- Blizzard gibt eine Presse Meldung raus "Die Server werden in 2 Monaten runtergefahren"

Andere verstehen anscheinend darunter:
- es sind 7% der aktiven Spieler weg
- vielleicht werden in 8 Jahren nach den nächsten 4 Addons die Server heruntergefahren

Es geht mir nicht darum, ob WoW jetzt besser oder schlechter ist und wer es damals oder heute spielt, sondern darum, dass ich in Foren und Kommentaren seid 6 Jahren lese "WoW ist kurz vorm Ende, weil [Patch/Addon] ganz furchtbar ist". Und 6 Jahre später mit 11-12 Millionen "active subscribers" (Definition siehe Geschäftsbericht) ist für mich sehr wohl ein Widerspruch dazu.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6329 - 19. September 2011 - 11:46 #

WoW ist NICHT nahe am Ende. Sie haben zum ersten mal nach über 6 Jahren einen leichten Rückgang. 900.000 Leute weniger klingt zwar viel, ist im WoW Maßstab von 12 Millionen aber nur ca. 7% !

Also wenn der Tank nur noch 93% Leben, hat ist das ein "wipe"?
Nahe am Ende wäre WoW, wenn 11,7 Millionen Spieler aufgehört hätten.

Der Rückgang liegt auch hauptsächlich daran, dass Cataclysm für die meisten Spieler zu wenig neues geboten hat und nicht die Erwartungen erfüllt hat. Es würde mich nicht wundern, wenn mit dem nächsten Addon die Spielerzahlen wieder um ein paar Hunderttausend nach oben gehen. Außerdem soll ja dieses Jahr WoW in Brasilien starten, dass gibt sicher auch noch ein paar Spieler mehr.

Azzi (unregistriert) 19. September 2011 - 13:05 #

Klar ist WoW nicht am Ende aber wie jedes Produkt hat auch WoW eine Nutzungskurve und der Höhepunkt wurde halt schon länger überschritten und die Nutzerzahl wird langsam fallen. Es wäre naiv anzunehmen das ein fast 7 Jahre altes Spiel immer weiter wachsen könne.

Außerdem darfst du nicht mit 12 Mio vollwertigen Nutzern rechnen, in Asien vertreibt Blizzard nur Nutzerlizenzen an Drittfirmen sodass sie pro Account sehr viel weniger bekommen als bei dem westlichen Abonenten. Im westlichen Raum besaß Blizzard zu Hochzeiten knapp 5 Millionen Abonnenten, der Rest kommt aus dem asiatischen Raum. Wenn nun gerade diese zahlungskräftigen Kunden gehn macht sich das schon bemerkbar.

Aber da Activision-Blizzard schlau ist haben sie zusätzlich zu dem P2P Modell noch Teile von nem F2P Shop übernommen mit dem sie hohe Gewinne erwirtschaften und trotz Abonnenten Rückgang ihren Gewinn sogar leicht steigern konnten. Alles nachzulesen im letzten Geschäftsbericht...

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6329 - 19. September 2011 - 13:53 #

Soweit ich das in Erinnerung habe, waren die 600.000 + 300.000 User, die laut den letzten 2 Geschäftsberichten keine aktiven Accounts mehr haben, nicht explizit aus dem westlichen Raum. Tut aber auch nichts zur Sache. Ich bin übrigens einer der 600.000.
Blizzard wird die WoW Server sicherlich irgendwann herunterfahren. Aber da noch mindesten 2 Addons "in Arbeit" sind und sie gerade mal 7% Nutzer weniger haben, kann man davon ausgehen, dass das noch mindestens 5 Jahre dauert, wahrscheinlich sogar noch einige Jahre länger. Auf jeden Fall ist es nicht "kurz vor Ende", wie viele in den letzten Monaten immer wieder prophezeien und schreiben.

In meinem Fall ist es auch so, dass ich im Moment generell von MMOs genug habe. Ich werde auch kein SWTOR spielen oder ein anderes MMO.

Azzi (unregistriert) 19. September 2011 - 15:31 #

Jo klar wird WoW noch länger bestand haben, das Teil ist selbst mit der Hälfte der jetzigen Nutzer ne Gelddruckmaschine. Und bevor ein MMO komplett runtergefahren wird, wird es heutzutage normalerweise in F2P umgewandelt um nochmal abzuschöpfen.

Dennoch denke ich das mit SWTOR und Guild Wars 2 zwei sehr grosse Einschnitte kommen werden,vor allem im Westen. Ein noch weit grösserer durch Diablo3, denn dadurch das WoW den MMO-Aspekt fast komplett heruntergefahren hat kann man Diablo3 gut als Ersatz spielen denn das Spielprinzip ist sehr ähnlich.

Keen 06 Bewerter - 62 - 20. September 2011 - 13:48 #

Diese 11-Mio Spieler ist auch so eine lächerliche Fantasy-Zahl. Die meisten Spieler kommen aus Asien und dort gibts sowiso kein Abo-Modell, sondern die Spieler können nur direkt Spielzeit kaufen. Wer also einmal in 3 Monaten irgendwie 3 Stunden Spielzeit gekauft hat wird da wohl als aktiver Abbonent gezählt. Desweiteren muss Blizzard in China die Kohle mit The9 teilen.
Die richtige Kohle wird in den USA und EU gemacht, wo es maximal noch 1.5 Mio Spieler gibt. Und hier ist die Abo-Zahl sicher MASSIV gefallen.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6329 - 20. September 2011 - 15:24 #

Es hat doch niemand behauptet, dass alle 11 Millionen Spieler jeden Monat 12 € bezahlen.

Offizielle Definition der Abonnenten von World of Warcraft:
Abonnenten von World of Warcraft sind alle Individuen, die eine Abonnementgebühr bezahlen oder über eine aktivierte Prepaid-Karte verfügen, um World of Warcraft zu spielen, einschließlich all derjenigen, die eine Installationsversion erworben haben und von ihrem Freimonat Gebrauch machen. Spieler, die innerhalb der letzten dreißig Tage über Internet Game Rooms auf den Spielservice zugegriffen haben, gelten ebenfalls als Abonnenten. Die vorangegangene Definition schließt all jene Spieler aus, die über kostenfreie Promotion-Abonnements spielen sowie alle abgelaufenen oder gekündigten Abonnements und abgelaufene Prepaid-Karten. Abonnenten, die in Gebieten leben, welche von Lizenznehmern betreut werden, entsprechen ebenfalls diesen Definitionsregeln.

http://eu.blizzard.com/de-de/company/press/pressreleases.html?id=2450443

Trotz allem glaube ich immer noch nicht, dass Blizzard WoW in 2 Monaten runterfährt, weil es keine Gewinn mehr abwirft.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8040 - 20. September 2011 - 16:10 #

Andere MMO's würden keine Sekunde zögern solche Zahlen auch bei sich ranzupappen, wenn sie es doch nur könnten. Können sie aber nicht, und alleine das Spricht doch Bände, oder?

WoW ist immernoch Leader. Platz 2 bis 10 kommen nicht mal zusammen ran. Mir ist es ziemlich egal, ich spiel halt zZt kein WoW.

Politician 12 Trollwächter - 1107 - 18. September 2011 - 22:15 #

Wenn ich dieses Wirtschaftsdeutsch höre, wird mir als Spieler schlecht. Nur leider befürchte ich, dass diese Zukunftsvision durchaus realistisch ist. Da ich aber kein Kunde sein will, dem eine optimale Leistung verkauft wird, sondern ein Spieler, der in eine fremde Welt abtauchen möchte, inder er nicht ständig mit Realgeld konfrontiert werden möchte, werde ich wohl in Zukunft auf MMOs gänzlich verzichten. Vom spielerischen Standpunkt her, waren diese eh meist langweilig und hielten selten was sie versprachen. F2P Modelle nehmen nun den letzten Hauch einer gelungenen Illussion.

Es bleibt nur zu hoffen, dass mit einer weiteren Verbilligung von Serverkosten auch kleine Indieentwickler in der Lage sein werden größere MMo Projekte zu stemmen und diese auf eine faire Finanzielle Grundlage zu stellen. Das ist für mich eher ein Abomodell als F2P. Dann klappt es vielleicht auch mal wieder mit Innovationen, die mich neugierig auf ein neues MMO machen. Das ist nämlich meiner Meinung nach in den letzten Jahren ausgebleiben. Es war immer derselbe Wein in anderen Schläuchen. Aber viele wollen es wohl nicht anders und pumpen ihr Geld in F2P ganz wie die Marketingsfritzen es wollen und vorhersagen.

Lacerator 16 Übertalent - 4004 - 18. September 2011 - 23:29 #

Ich habe ohnehin nie verstanden, wie man derart viel Zeit und Geld in ein einziges Spiel investieren kann. So gut kann ein MMO gar nicht sein, dass es mir das wert wäre. Allerdings geht es mir beim Spielen in erster Linie darum, gute Storys erzählt zu bekommen. Und das können nur Solo-Titel. Ein F2P-Spiel kommt also auch nicht infrage. Wer's mag...

Wohlwollen 14 Komm-Experte - 2092 - 18. September 2011 - 23:57 #

Ja, die Qualität der Geschichten ist in Solo-Titeln eher höher. Das Kosten-Spielzeit-Verhältnis ist bei MMOs aber höher - ein gutes MMO spielt man dutzende Stunden über Monate. Einen durchschnittlichen Solo-Titel 20 bis 30 Stunden.
Ich bin in der Zeit der Offline-Spiele sozialisiert worden und spielte meistens offline. Zusammen mit Freunden oder allgemein anderen zu spielen macht mir allerdings schon mehr Spaß als alleine gegen die KI.

Lacerator 16 Übertalent - 4004 - 19. September 2011 - 7:20 #

Ich kaufe fast nur noch Budget-Spiele, insofern bin ich preislich ganz gut dabei, denke ich.

Aber ums Geld geht es mir am wenigsten. Ich würde einfach niemals derart viel Zeit für 1 Spiel opfern. Es gibt, auch da ich mich auf eine einzige Plattform beschränkt habe, nur relativ wenige Spiele die mich wirklich so sehr interessieren, dass ein Kauf infrage käme. Aber bei der Zeit die ich für das Zocken aufbringen kann, ist selbst das viel zu viel.

Der Hauptgrund ist für mich aber der, dass mir das Spielen zusammen mit völlig fremden Leuten einfach keinen Spaß macht. Selbst eine Runde Coop mit meinen Freunden verliert für mich schnell ihren Reiz, auch wenn die das so gar nicht verstehen können.

Ich gehe mit denen dann doch lieber ein Bier trinken. Beim Spielen bleibe ich wohl eher Solist.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8040 - 19. September 2011 - 0:17 #

Das muss man schon erlebt haben. Es kommt halt nicht nur die Itemsammelwut in den Topf, sondern auch die "Soziale" Bindung. Man wirft uns Gamern ja gerne mal vor, mit dem Pad oder Maus verlobt und mit dem PC oder der Konsole verheiratet zu sein und nie auch nur Kontakt mit anderen Menschen zu haben. In MMO's stellt sich das alles auf den Kopf, es sei den man spielt zB WoW wie ein Singleplayer Game, was auch geht - dann aber schneller seinen Reiz verliert.

Was den Punkt: "Geld investieren" angeht - bist du als "Hardcore"-MMO'ler immer billiger dabei als andere Gamer. Du schaffst dir einmal ein Spiel an und zahlst allerhöchstens 15€ im Monat, dazu alle 3/4 Jahre nen Addon für 30€. Dann spielt man das Ding 1-2 Jahre, oder länger und ... die Ersparnis ist HEFTIG.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 19. September 2011 - 0:39 #

Naja, WoW verwässert sich in der Hinsicht in letzter Zeit schon sehr, leider. Und da ist es dann eben doch so, dass der Mensch die Mühe zur Teambildung nur dann auf sich nimmt, wenn sie notwendig ist, um voran zu kommen oder Vorteile bietet. Freiwillig tut er das nicht.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8040 - 19. September 2011 - 1:14 #

Also ich hab ja MMOs seit UO gespielt, danach gings nach Camelot und in viele, viele andere Welten.

Sozialisation war einfach Pflicht. Keiner konnte da alleine was reissen - nicht auf Dauer und nicht ohne Frust. Die Downzeiten in DAoC waren schon legendär. 1 Minute kämpfen, 3 Minuten downtime. GRAUSIG.

Daher "verwässert" sich WoW nicht, es war schon immer sehr ... *hust* "flüssig". Wenn man dann aus anderen MMO's kam, hat man schon aus gewohnheit ne Gilde gesucht und Teams gebildet, bis man gemerkt hat: Hey, alleine gehts ja auch!

Ich muss dazu sagen, nach all den Jahren in MMO's, wo man auf Teams angewiesen war, war ich froh, endlich auch mal dann was zu machen, wenn ich halt Zeit hatte und keine Termine ausmachen musste.

Hat mir aber auch die zukünftigen MMO's versaut, weil irgendwie wollte man diesen Luxus in jedem MMO haben - und dann werden MMO's langweilig. Weil wer sich die Sozialmarotte abgewöhnt, der entwöhnt sich auch aus MMO's.

Anonymous (unregistriert) 20. September 2011 - 0:00 #

Einen gutes MMO muss beides bieten können, obwohl ein Solo-Player in einem MMO, wohl doch etwas fehl am Platz ist. Das Ding heißt nicht umsonst Massive Multiplayer, wenn nicht nicht mit anderen zusammenspielen kann, dann sollte man halt wieder eine Offline-Games spielen gehen.

Der Community hat des Soloplay mehr geschadet als genutzt. Insbesondere die WoW'ler haben sich in einen asozialen Haufen entwickelt, den man nur noch schwer toppen.

ThomasThePommes 13 Koop-Gamer - 1350 - 20. September 2011 - 12:35 #

Ja und Nein. Du hast schon recht, dass ein MMO beides bieten muss um erfolgreich zu sein, ich denke aber nicht, dass WoW durch sein Soloplay am Anfang(!) soviel kaputt gemacht hat. Für mich hatte es Anfangs wirklich noch die perfekte Mischung aus Solocontent und Gruppencontent zu dem ich auch immer wieder dezent hin geführt wurde (Gruppenquests, Instanzen etc.).

Wenn man es aber auf das aktuelle WoW bezeiht hast du recht. Sachen wie der Dungeonfinder, keine wirkliche Integration von Gilden ins Spiel (schon immer ein WoW Problem), viel viel mehr Solocontent und immer einfacher werdende 5er Instanzen haben dazu geführt, dass Komunikation fast gar nicht mehr gebraucht wird. Ein Trend den ich in MMOs verabscheue. Vielleicht bin ich altmodisch aber wenn ich ein MMO spiele dann sehe ich meine Gilde nicht als Zweckgemeinschaft sondern als Freundeskreis an. Leute mit den ich über das Spiel aber auch über Privates rede. Wenn man dann aber online kommt und im Chat nicht mal eine Begrüßung kommt dann läuft was falsch.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 20. September 2011 - 0:16 #

Alleine ging es am Anfang eben nicht. Beziehungsweise: Nur bis zu einem bestimmten Punkt. Das war ja der Punkt, der WoW erfolgreich gemacht hat: Die Leute langsam an den MMO-Aspekt heranführen. Das hat funktioniert, ich bin dafür das beste Beispiel ( :D ), hatte ich doch vorher mit MP, noch dazu massive, nicht viel am Hut. Um nicht zu sagen: Gar nichts.
Bei den "üblichen klassischen Verdächtigen" wäre ich schon vorher durch die Maschen gefallen.

Aber: WoW hat diesen Aspekt mittlerweile fast vollständig aufgegeben. Wir erinnern uns: Zu Beginn waren die "kleinen" Instanzen zu 5. nicht einfach. Dafür brauchte man schon eine gute Gruppe, die miteinander klar kam. Mit unbekannten Spielern ist man in der Regel zu 10. losgezogen. Für die großen Raids mussten es dann 40 Leute sein, aufgrund der großen Zahl und des nicht geringen Schwierigkeitsgrades (bedingt vor allem durch die Items, von der Komplexität waren die Bosse damals tatsächlich noch eher mild) waren Random-Gruppen nahezu unmöglich, weil Fortschritt auch andauernde Organisation verlangte.
Um Gilde mit Raid kam also niemand herum, der WoW in Gänze erleben wollte. Trotzdem gab es aber auch für die anderen einiges zu tun.
Die Folge: Fast jeder hat es versucht und viele hatten dabei ihren Spaß.

Nun hat man sich aber, um die "anderen" zu bedienen, nicht damit zufrieden gegeben, denen einfach auch mehr Inhalte zu liefern (wir erinnern uns an das T0,5-Set), sondern hat sich zum Ziel gesteckt: "Jeder muss alles erleben können". Und damit war's dann vorbei. "Jeder kann alles erleben" klingt ja toll, bringt aber ein großes Problem mit: (Fast) Jeder, der alles ganz leicht erleben kann, wird auch den Weg des geringsten Widerstandes wählen, um dorthin zu kommen. Und 10er-Random-Gruppen, die man in 10 Minuten zusammenorganisiert, um eine Instanz zu "clearen", sind nun mal deutlich einfacher als eine Gilde mit Raid-Organistation, festen Raidterminen, langwierigen sozialen Diskussionen und Konflikten. Soziale Interaktion braucht aber, wie oben schon erwähnt, immer einen Anreiz, einen Grund.
Aber Blizzard hat sich ja tatsächlich nicht nur damit begnügt, den "ich hab alles erlebt"-Faktor für jeden einfach erreichbar zu machen, sondern hat bei den Items gleich weitergemacht. Die Item-Spirale dreht sich immer schneller, die Itemstufen-Zähler sprengen bald die Tooltipp-Maximalgröße und jeder bekommt alles nur so hinterhergeworfen. Warum denn noch die Mühe mit einem 25er-Raid machen, wenn ich in 10er-Raids
a) alles erlebe, was man dort erlebt und
b) die Items bekommt, die man dort bekommt?
Der einzige verbliebene spielerische Anreiz, dass dort alles irgendwie epischer ist, reicht da für die wenigsten aus.

Schlussendlich fehlt mir in WoW heute die Gilden-Kultur fast vollständig. Alles ist irgendwie austauschbar, beliebig, kurzfristig und klein (Was, nur mal nebenbei bemerkt, nicht einmal nur auf die sozialen Strukturen, sondern ebenso auf die Welt von WoW zutrifft). Natürlich kann ich prima allein umherziehen. Aber warum sollte ich das in WoW tun, wenn ich The Witcher, Deus Ex und Co haben kann?
Dazu kommt ja dann noch die inhaltlich-komödiantische Neuausrichtung, die viele der eigentlich vorbildlich abwechslungsreichen Quests schlicht albern wirken lässt und die es schafft, großartige Ereignisse wie die Befreiung Hyjals wie ein Possenspiel wirken zu lassen.

WoW hat seinen MMO-Charakter komplett vernachlässigt und schwimmt auf einer Bekanntheits-Welle, mit der erfolgreich Neukunden dazu animiert werden, sich im zugegeben bisweilen spaßigen SP-Content zu verlieren, während eine vorgegaukelte Community für ein MMO-Flair sorgt, dass einem das Gefühl gibt, die Monatsgebühren seien gerechtfertigt.

Da kann ich nur mit dem sarkastischst-möglichen Tonfall, den ich fertig bringe, loben: "Toll gemacht Blizzard!"

Liam 13 Koop-Gamer - 1222 - 20. September 2011 - 1:19 #

Hmm bin mir etwas unschlüssig, ob ich dir da zustimmen soll oder nicht.
Ich geb dir absolut recht, dass die Sozialkomponente extrem verwässert wurde durch das ewige credo jeder muss alles sehen können... aber sie haben nicht ganz unrecht. Es sollte jeder alles sehen können und für viele ist Raiden oder organisieren von Großgruppen zumindest kein Teil davon. Persönlich fand ich da auch den Teil gravierender, wo gesagt wurde Inis sollten leicht und kurz sein und jede Klasse sollte am besten alles für alles taugen. Spezialisierungen haben imo dazu geführt, dass Leute ihre Aufgaben ernster nehmen mussten und man sich auch gezielter Spieler gemerkt hat die gut waren.

Grundsätzlich aber würde ich mich noch fragen, ist das wirklich der richtige Weg sozialen Zusammenhalt zu erschafen. Ist wirklich die Spieler durch Spielmechaniken zu zwingen, die einzige funktionierende Methode oder ist es nicht doch schlichtweg nur die einfachste?
Vor allem allen ist bekannt, dass einer der wichtigesten Teile eines MMORPGs und der, der mit am längsten Kunden hält das Gildenleben ist. Warum wird dann seit Jahren so wenig dafür getan den Teil auszubauen?
Klar WoW hat jetzt Gildenlevel, Lotro hat rel. sinnfreie Gildenhäuser und Trophäen, Rift hat vereinzeilte Grind Gildenquests für Gildenboni aber ist das nach 20 Jahren MMORPGs wirklich alles? :)

Azzi (unregistriert) 20. September 2011 - 9:13 #

Warum muss jeder alles sehn können? Ich habe früher in Wow (Classic&BC) nicht ansatzweise alles gesehn, war aber zufrieden damit das wir kleine Raids inner lustigen Gemeinschaft bestritten haben und so auch unsre Erfolge hatten.Trotzdem würde ich das als meine erfolgreichste Raidzeit beschreiben, weil in BC war es noch etwas wert beispielsweise Gruul prenerf gekillt zu haben etc. In Wolk habe ich alle Raids gesehn und alles gemacht trotzdem hatten wir nicht das Gefühl etwas "besonderes" geschafft zu haben.

Ich meine der Mensch brauch auch immer ein Ziel zu dem er aufschaut und auf das er hinarbeitet. Wenn alles irgendwie recht leicht möglich ist verschwindet ein großer Teil der Motivation.

Das gleiche mit der Ausrüstung: Früher hat man in Ironforge irgendwelche sehr gut ausgestatteten Helden gesehn und hat sich dann gedacht "Mensch das will ich auch erreichen". Und hat sich dann gefreut wenn man sein verbessertes blaues Set hatte, weil man damit auch schon etwas starkes hatte. Heute kuckt man niemanden an oder arbeitet auf irgendwas hin, weil eh jeder alles haben kann (mal von ein paar dummen Itemlevelzahlen abgesehn).

Was ich damit sagen will ist das Kommunismus weder in Spielen noch außerhalb von Spielen funktioniert. Wir Menschen wollen uns immer von andern abheben und besser sein, das fängt schon im kleinen an. Wir wollen in der Regel etwas "leisten" und dann dafür belohnt werden.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 20. September 2011 - 15:17 #

Noch ergänzend zu Azzi:
Jeder sollte eben nicht alles erleben können. Ein MMO sollte (und muss) sich trauen, Grenzen zu setzen, wenn es ein MMO sein will. Blizzard will das aber in der Tat nicht mehr.

Spieler -- oder allgemein: Menschen -- müssen immer in gewisser Weise zu enger Zusammenarbeit gezwungen werden. Denn die Nachteile, die damit einhergehen (s.o.) lohnen sich nur, wenn damit auch Vorteile erreicht werden. Wenn es keine messbaren Vorteile gibt, gibt es auch keinen Grund für engagierte soziale Organisation. Wenn du schon mal Raidleiter warst, weißt du, dass das für freizeitliche Verhältnisse eine harte Aufgabe ist.

Das mit der Spezialisierung spielt natürlich auch in die ganze Entwicklung mit hinein, auch natürlich die Sache mit den Instanzen. Aber du würdest dir gute Spieler auch dann merken, wenn sie nicht spezialisiert sind, wenn du auf sie angewiesen bist. Momentan ist das aber vollkommen unwichtig im alltäglichen Spiel. Die Gruppen-Such-Tools tun dann ihr übriges, um die Server-Community zu entfremden, sodass am Ende Niemand nicht mehr keinen kennt.

Und genau das mit den Gilden ist doch das, was ich anspreche. WoW unterstützt gut organisierte und fest verwurzelte Gilden nicht, es boykottiert sie nach Kräften.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8040 - 20. September 2011 - 16:17 #

"Jeder sollte eben nicht alles erleben können"

Ach, und wer bestimmt das? Du? Die Anti-WoW Fraktion, die nicht spielt, oder doch eher die, die das bezahlen, um es spielen zu können?

Letztendlich ist es Blizzards Kind. Die können machen was sie wollen - und tun es sogar meistens. Bisher gab ihnen der Erfolg recht.

Deine Idealvorstellung ist schön, aber eben nur deine - oder die einer bestimmten Gruppe - einschliesslich meiner Person. Das ändert aber nix daran, dass das nix zu sagen hat.

Ich hätte auch gerne Housing und Sandbox. Mit Atmosphärischen & Weltraum-Flug. Dazu noch eine knackige Geschichte mit viel Abwechslung - die direkt auf mich zugeschnitten ist.

Auch deine Definition von einem MMO ... who cares? Ich finde nicht mal 3 Rollenspieler die sich darauf einigen können was ein -echtes- (TM)(R)(C) RPG ist.

Es heisst Massive Multiplayer Online. Steht da irgendwo ein "Social"? Steht da "Groups FTW"? Nein. Massiv, viele Spieler, Online. Thats it.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 20. September 2011 - 17:45 #

"Ach, und wer bestimmt das? Du?"
Auf so eine Frage kann ich doch nur mit "Ja!" antworten. Oder was hast du jetzt erwartet? ;)

Dass das "nichts zu sagen hat" ist mir wohl bewusst. Aber: Es ist nicht meine Vorstellung, sondern eine Bewertung von WoW als MMO. WoW mag noch erfolgreich sein, ist aber bald kein MMO im engeren Sinne mehr, wenn es so weiter macht.
Ich habe nur aufgezählt, was WoW im Sinne der Spielerinteraktion grundlegend falsch macht. Das ist auch nicht einfach nur meine Meinung, das Problem daran ist nur, dass WoW die Spielerinteraktion gar nicht fördern möchte, also ganz bewusst darauf verzichtet.

MMO bedeutet im klassischen Sinn ja tatsächlich mehr als einfach nur viele Spieler auf einen Haufen zu werfen. Schon allein das "Multiplayer" (das du in deiner Erklärung komischerweise einfach übergangen hast ...) impliziert ja, dass hier auch Interaktionen zwischen vielen Spielern stattfinden, die man so in der Realität aber praktisch nicht mehr findet.
Auch die persistente Welt, die ein MMO in der Regel auszeichnet, ist bei WoW ja prinzipiell nur noch Zierde, werden die Instanzen doch längst nicht mehr über die Welt, sondern über die Menüs besucht. Man könnte WoW daher auch einfach als bunten Server-Browser bezeichnen, bei dem man optional dann eben doch lieber den klassischen Menü-Modus wählt.

Mit Anti-WoW-Fraktion hat all das gar nichts zu tun. Diejenigen, die dieser Fraktion zugeordnet werden müssen, sind gar nicht in der Position, intensiv über so ein Thema nachzudenken. Da stoppt der Denkprozess schließlich schon bei "WoW ist Scheiße und alle WoW-Spieler sind Opfer!".

Insgesamt: Ich verstehe nicht ganz, warum du mir jetzt erklärst, dass WoW von Blizzard stammt, ich nicht der CEO von ActivisionBlizzard bin, die WoW-Spieler nicht zum WoW-Spielen gezwungen werden und ich hier sogar am Ende tatsächlich nur meine eigene Meinung schreibe. Im Grunde meines Herzens habe ich das nämlich sowieso alles schon geahnt!

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8040 - 20. September 2011 - 17:52 #

Das "Ja" ist doch schon mal erfrischend. ;)

Wer bestimmt den, wie ein MMO zu sein hat? Ist doch nur eine Wortschöpfung, eine abkürzung dessen was es ist.

"Ich habe nur aufgezählt, was WoW im Sinne der Spielerinteraktion grundlegend falsch macht."

Das muss ich jetzt mal kurz verdauen. Der Klassenprimus, der keine Konkurrenz hat, mehr Kohle macht als manches Land - macht es Falsch.

Ok, ich glaube ich drehe meine Frage um: Wer macht es den Richtig? Gibt es ein MMO(RPG) auf dieser Welt, was deine Forderungen an ein "echtes, richtiges" MMO erfüllen kann?

Wer macht die Regeln, was "gut" und was "schlecht" ist? Ich weiss, nur weil eine Million Fliegen *hust* essen, ist das nicht gerade Doll zum Futtern. Ich glaube aber nicht das alle Spieler von WoW komplette Honks sind.

So nun zum Multiplayer... Wo bitte ist in diesem Wort der Part des "Sozialen" des "Miteinanders" des "Gruppen bauen und Gilden gründen"?

WoW ist ein MMO. Wird es immer sein. Egal wie "Casualisiert" es wird. Selbst wenn ein Level 1 Typ den Endboss alleine legen kann, ist und bleibt es ein MMO.

Ob es ein "RPG" ist, darüber kann man streiten. Ein MMO ist es. Das ist Fakt.

Liam 13 Koop-Gamer - 1222 - 20. September 2011 - 16:20 #

@Azzi

Die Sache dabei ist die... das ist deine Definition von Spielspaß und die ist dem Post nach davon geprägt zu sagen "ich brauche ein Ziel und wenn ich das schaffe fühl ich mich als was besonderes gegenüber den anderen die das nicht machen" was völlig legitim ist.
Raids beinhalten aber nicht nur dein Ziel, sondern auch das für anderer Spieler.
Was ist mit dem Handwerker der keinen Spaß an sowas hat, aber dessen besten Rezepte und Zutaten nur in Inis fallen?
Was ist mit dem Komplettierungsfan, der einfach alle Quests gemacht haben will?
Was ist mit dem Geschichtenfan der nachdem er zig Stunden investiert hat wissen will wie die Geschichte ausgeht?
Haben all die kein Anrecht auf ihr Spiel, nur weil du es gern nichtmal schwerer (das wollen auch viele der Fans von kleinen Raids) sondern organisatorisch umfangreich haben willst? :)

Denn seien wir mal ehrlich, 40 Leute macht einen Raid nicht per se schwer, es macht ihn nur schwerer zu organisieren (und ja ich habe auch die ganzen Raidereien vor, in und teils nach WoW mitgemacht). Denn es wird nicht so sehr können im Spiel verlangt, sondern organisatorisches ausserhalb (meist von 3-4 Leuten von den 40). Die meisten Raids werden ja im Spiel mit cirka 0 Funktionen unterstützt abgesehen von "ihr könnt einen bilden und die Heiler sehen dann vor lauter Spielern nichts mehr vom Spiel selber".

@Larnak

Die Grenzen gibt es ja, aber sie sollten im spielerischen nicht im externen organisatorischen liegen imo.

Die Einstellung mit dem "man muss Menschen zwingen" ist imo eine der problematischsten die MMOs als neuen Gott etabliert haben.
Im normalen Leben gibt es genug Leute die vieles machen, du vermutlich auch, auf tagtäglicher Basis ohne einen speziellen persönlichen Nutzen draus zu ziehen grad im sozialen Umfeld und du willst mir sagen, sowas ist in MMORPGs nicht realisierbar? :)
Raids sind so uninteressant und langweilig, keiner würde sie machen, wenns keine Belohnungen gibt?
Sobald wir spielen werden alle nur Egoisten die keine Interessanten Atkivitäten gemeinsam vollbringen, wenn sie nicht was dafür bekommen? :)

Klar das Beuteschema ist das am leichtesten einzubauende und hat ja wunderbar in einer Hinsicht funktioniert, alle Leute die früher sich über Grind beschwert haben, jubeln jetzt weil sie lvl 50 in 2 Wochen werden können und dann die nächsten 5 Jahre mit dem abwechslungsarmsten Grind in Raids vorlieb nehmen und glücklich sind.
Wenn es aber das einzige ist, wie Designer in einem sozialen Spiel Leute dazu bekomen können gerne zusammen was zu spielen, halte ich das für ein etwas trauriges Eingeständnis :).

Aber ich geb dir def. noch recht die Gruppen Such Tools und grad das serverübergreifende Spielersuchen hat viel dazu beigetragen, dass ganze noch weiter zu entfremden.

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 20. September 2011 - 18:06 #

Es gibt da aber einen Unterschied. In der Freizeit ist das meiste eher locker organisiert, man macht es eben freiwillig, aus Spaß an der Sache. Solche Dinge fallen sehr oft recht schnell wieder auseinander, man kommt dann nicht dazu, irgendwas kommt dazwischen usw.. Auch in WoW gibt es natürlich diese lockeren Organisations-Formen, sorgt aber nicht für eine feste Bindung der Spieler aneinander und sorgt auch nicht für das Gefühl, dass ein MMO letztlich darin besteht, dass viele viele Spieler gleichzeitig in einer Welt unterwegs sind.
Zu andauernden und organisierten Teams kommt es nur, wenn es um etwas geht: In erster Linie im Sport, aber auch in anderen Bereichen, in denen Belohnungen oder Ziele locken. Auch soziale Ziele können dafür natürlich geeignet sein, aber darauf springen nur wenige Menschen tatsächlich an.
Sieht man auch daran, dass viel mehr Menschen im Verein oder anderweitig Sport absolut freiwillig (also nicht aus "Ich darf nicht so dick werden!"-Gründen) treiben und wie wenig im Vergleich dazu ehrenamtlich im sozialen Bereich tätig sind.

"Raids sind so uninteressant und langweilig, keiner würde sie machen, wenns keine Belohnungen gibt?"
Ich weiß nicht, wie lange/ ob du WoW gespielt hast oder noch spielst. Ich habe selbst einige WoW-Jahre geglaubt (glauben wollen), dass diese Frage mit einem lauten "Nein!" beantwortet werden muss. Aber irgendwann habe ich aufgehört, mich zu belügen.
Sicher würde der eine oder andere trotzdem mal reinschauen. Aber die meisten würden die Instanzen dann weitgehend ignorieren. WoW ist in der Hinsicht wirklich in gewisser Weise ein Spiegel der Gesellschaft, der in besonderer Weise zeigt, wie Menschen ticken und wie leicht sie sich von Glücksgefühlen in eine Belohnungs-Schraube treiben lassen. Das ist ja auch der Grund, warum heute praktisch jedes Spiel "Erfolge" anbietet.

Und wie gesagt: Niemand sagt, dass WoW nicht auch mehr Einzelspieler-Inhalte liefern sollte. Nur muss man doch den Organisations- und Raidfans das Spiel nicht vergällen, nur damit auch die Einzelspieler endlich mal alles sehen können -- dafür aber die Raidspieler nicht mehr. Das ist ja mindestens genauso unfair ;)

Items und Erfolge sind sicher nicht die einzigen Motivationsfaktoren. Aber sie bieten eine ganze Reihe an Vorteilen:
- Einfach einzubauen und zu erweitern
- Variable Erreichbarkeit leicht zu justieren, gut kontrollierbar (konträr zu sozialen Aspekten)
- Für die Spieler leicht zu bekommen (auch wieder konträr zu sozialen Aspekten)
- Durch ständigen, anhaltenden Glücks-Schub durch die Spielmechanik hat keine andere Motivation eine Chance, hier als Konkurrenz aufzutreten. Also als Vorteil für die Spieler: Mehr und schnellere Glücksgefühle als irgendwo anders. Wenn es beides gleichzeitig gibt (Stichwort: Klassische Raids), sind die Spieler natürlich bemüht, beides mitzunehmen, vor allem, wenn sie anders nicht an die Erfolgserlebnisse kommen, die sie verlangen. Wenn aber die sozialen Aspekte rein optional übrig bleiben, also mit der Ansage "Ok, entweder, du nimmst hier alle Items und Erfolge direkt mit, oder du gehst den Umweg über soziale Interaktion und nimmst da noch ein bisschen soziale Freude mit", rechtfertigt der Aufwand nicht mehr den 'Ertrag' verglichen mit anderen Möglichkeiten, die im Spiel geboten werden.

Wenn du diese Vorteile negieren willst, müsstest du die kompletten Aspekte aus dem Spiel nehmen. Mit der Folge, dass die vorhandenen Spieler zwar wahrscheinlich auch soziale Interaktionen stärker in den Fokus legen würden, um den gesuchten Spielspaß zu finden, dafür aber auch nur noch wenige dieser Spieler übrig wären, weil den meisten langweilig würde, wenn nicht alle paar Minuten Glücksgefühle durch den Körper preschen.
Also: Du hast schon Recht, wenn du meinst, dass die Entwickler das in diese Richtung treiben. Aber das ist ein Teufelskreis: Die Spieler wollen, nein, *es verlangt sie nach* schnellen und andauernden Glücksgefühlen, die wie ein Hormon-Stakkato durch die Blutbahnen jagen. Und die Entwickler geben ihnen genau das. Deshalb ist natürlich auch meine Betrachtung nicht realistisch, da die Idee, Erfolge an soziale Bedingungen zu knüpfen, dem Bedienen dieses Verlangens in gewisser Weise entgegen steht. Was ja auch der Grund ist, warum WoW sich so entwickelt, wie es das tut.

ThomasThePommes 13 Koop-Gamer - 1350 - 20. September 2011 - 12:40 #

Toller Beitrag. Trifft zu 100% meine Meinung. Würde es hier irgendwelche Kudos für Beiträge geben hättest du ganz viele bekommen :D

Larnak 21 Motivator - P - 25595 - 20. September 2011 - 15:37 #

Immerhin stehe ich offenbar mit der Meinung nicht ganz alleine da :D

Despair 16 Übertalent - 4438 - 19. September 2011 - 9:39 #

Das kann man so pauschal nicht sagen. "Herr der Ringe Online" beispielsweise schafft es ganz gut, die epische (allseits bekannte) Haupthandlung mit vielen kleinen, interessanten Nebenplots zu verbinden. Natürlich gibt es viele MMO-typische Sammel- und Botengangquests, die von Zeit zu Zeit etwas monoton wirken, aber sowas kenne ich auch aus Singleplayer-RPGs. MMOs mit epischen Ausmaßen werden wohl nie ganz ohne diese Quests auskommen. Wenn man aber ein wenig die Phantasie spielen lässt (und darum geht's doch eigentlich in jedem Spiel, oder?), kann man bis zu einem gewissen Grad trotzdem viel Spaß haben.

Ich habe übrigens bei "HdRO" nur das Hauptspiel inklusive 30tägiger VIP-Zeit zum Schnäppchenpreis gekauft und mir nach und nach alle Gebiete mit erspielten Punkten zugelegt. Hat zwar über ein Jahr gedauert, aber warum sollte ich durch das Spiel hetzen? Eine monatliche Zahlung für ein MMO käme für mich nie in Frage, da ich ein solches nur neben diversen Singleplayertiteln spiele. Dementsprechend wäre ein Abo rausgeschmissenes Geld.

Vaedian (unregistriert) 19. September 2011 - 0:04 #

Tja, meine Großeltern haben mir früher vom Wirtschaftswunder vorgeschwärmt, ich werde meinen Enkeln irgendwann vom Goldenen Zeitalter der MMO's erzählen. Die Zeiten ändern sich. Ob man mit macht oder nicht muss jeder selbst wissen. Das nennt man Freiheit!

Bejita 12 Trollwächter - 976 - 19. September 2011 - 0:51 #

Das Konzept läuft mehr oder weniger seit 2004 extrem erfolgreich... Kein Wunder lässt die stärke nach sage und schreibe 7 Jahren langsam nach, nicht?

Anonymous (unregistriert) 20. September 2011 - 0:06 #

Ist doch kein Wunder. Irgendwann ist man halt auch mit dem Casual-Fastfood einfach durch. Da Blizzard keine Innovationen bringt, und nur nichtaufwendigen, billig herzustellenden Content nachschiebt, da ist es doch kein Wunder, das irgendwann mal die Luft raus ist.

DerMitDemBlunt 14 Komm-Experte - 2483 - 19. September 2011 - 5:01 #

Ich denke eher das Problem ist das es momentan so ist kennt man ein MMO kennt man alle. Klar bei manchen muss man mehr grinden und bei anderen ist das questdesign vielleicht besser aber das Grundprinzip hat sich seit den anfängen ja eigtl kaum verändert.
Und kann auch verstehen warum das so ist wenn man sich innovative Versuche das Genre n bisschen zu verändern wie zB das skillbasierte System von chronicles of spellborn oder das komplexe System von SWG (vor dem alles verändernden Patches) sind allesamt kläglich gescheitert während WoW Kopien weiter erfolge gefeiert haben.
Im Grunde genommen werden MMOs seit WoW ja eh nur noch daran gemessen wie nahe sie an dieses herankommen wirkliche Innovationen auf dem MMO Markt sind leider mangelware so das Spieler die einmal mit einem MMO aufgehört haben auch schwer zu motivieren sind mit einem anderen wieder anzufangen wenn es im Endeffekt eh nur mehr vom bereits bekannten in einem anderem Szenario ist.
Ob das Spiel jetzt Gebühren verlangt oder F2p ist ist glaub ich zweitrangig.
Bei P2P MMos kommt natürlich noch hinzu das die Clientel für solche Spiele ja noch einmal kleiner ist als die für F2P MMOs und diese sich schon meist auf ein Spiel festgelegt haben und solange dann nicht ein gigantisches Budget samt starker Lizenz wie bei SWToR lockt werden die wenigsten das Spiel wechseln (ausnahmen wie Rift (obwohl das Spiel ja schon mit einem riesenbudget entwickelt wurde) bestätigen meiner meinung nach die Regel)

Wohlwollen 14 Komm-Experte - 2092 - 19. September 2011 - 9:30 #

"Im Grunde genommen werden MMOs seit WoW ja eh nur noch daran gemessen wie nahe sie an dieses herankommen wirkliche Innovationen auf dem MMO Markt sind leider mangelware so das Spieler die einmal mit einem MMO aufgehört haben auch schwer zu motivieren sind mit einem anderen wieder anzufangen wenn es im Endeffekt eh nur mehr vom bereits bekannten in einem anderem Szenario ist." (DerMitDemBlunt)

Bei Strategiespielen oder Ego-Shootern gab es auch eher wenig Innovation. Die Technik (Grafik, Sound) wurde besser, aber die Spielmechanismen blieben sehr, sehr ähnlich. Vor allem wurden Strategiespiele schneller (Beispiel: Age of Empires 2 und 3). Und trotzdem zocken Strategie- und Actionfans die neuen Spiele.

Bei MMOs ist es ähnlich denke ich. Es könnte höchstens sein, dass man einen lange gespielten Charakter bei MMORPGs ungerne zugunsten eines anderen MMOs aufgibt.

DerMitDemBlunt 14 Komm-Experte - 2483 - 19. September 2011 - 15:00 #

Naja das stimmt so nicht alte shootergrößen wie Quake 3, Retun to Castle Wolfenstein, CS etc sind mit der heutigen Shooter generation kaum zu vergleichen alleine das Einführen von unlockabels und Deckungssysteme sowie der massive Einsatz von Skriptsequenzen in den meisten schootern ist ein riesenunterschied. Die Spielmechanik ist im Grunde immer noch genau die gleiche das stimmt aber es gab schon riesige Veränderungen bei den shootern.
Bei den RTS genauso klassische RTS die nicht gerade SC2 sind haben bei weitem nicht mehr den Erfolg den sie mal hatten AoE2 im Vergleich zu AoE3 ist da ein gutes Beispiel. Und die Serien die neben SC2 noch achtungserfolge feiern können sind schon lange keine klassischen RTS mehr (DoW2, LoL , Company of Heros)wo man Ressourcen sammelt und Basen baut. Gerade das RTS Genre hat sich massiv verändert weil es ansonsten dem Untergang geweiht gewesen wäre ;)
Ausserdem kannst du ein RTS oder Shooter einmal gekauft immer wieder zocken wenn du allerdings ein P2P MMO zockst musst erst dein Abo wieder anmelden und wieder 13 takken lassen wenn du pausiert hast. MMOs sind halt megazeitfresser kenn echt viele Leute die zu ihren aktivsten Zeiten neben einem MMO einfach keine Zeit für andere games hatten. Das Problem hast du bei shootern und RTS nicht zwingend da zockst du mal eben ne halbe stunde eine Partie und kannst dich dann etwas anderem zuwenden.

Anonymous (unregistriert) 19. September 2011 - 15:39 #

Shooter bleibt Shooter! Boring!

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8040 - 19. September 2011 - 16:14 #

Kein Argument ist auch ein Argument.

Wenn ich hier ne Liste mache an Spiele, die alle in die Kategorie Shooter fallen, oder das streifen, sind die Unterschiede so Himmelhoch - da muss man schon echt Ignorant sein so einen Satz wie Du rauszuhauen.

Shooter != Shooter.

Anonymous (unregistriert) 20. September 2011 - 0:10 #

Nein, da muss man kein Ignorant sein, um sich über das langweilige "flinker Finger"-Genres zu langweilen. Die interessante "Shooter" mit evtl. Story, muss man schon mühsam suchen. Die Masse ist immer wieder der gleiche Käse, nur mit neuem Titel, ein paar andere Texturepacks. That's it! Sorry, aber mir sind die Dinger einfach zu langweilig!

Lorion 17 Shapeshifter - 7537 - 19. September 2011 - 18:34 #

Sicherlich muss man bei nem P2P-MMO nach nem Jahr Pause wieder monatliche Gebühren zahlen, dafür bekommste aber auch einiges an neuen Spielinhalten geboten, was bei nem regulären Singleplayerspiel nicht der Fall ist. Da bleiben einem nur exakt die selben Spielinhalte.

Und auch das Zeitargument stimmt so nicht, denn auch MMOs kann man ganz problemlos bloss für ne Stunde am Tag zocken, genauso wie man Shooter/RTS etc., vor allem wenns um den Multiplayermodus geht, ebenfalls 24/7 zocken kann. Liegt einzig am jeweiligen Spieler wieviel Zeit er investieren will.

Nokrahs 16 Übertalent - 5686 - 19. September 2011 - 5:23 #

Mal schauen wie sich das entwickelt wenn "Star Wars - ToR" an den Start geht.

Darth Hauwech (unregistriert) 20. September 2011 - 0:14 #

Wird dem Genre sicher wieder kurzfristigen Schub geben, aber mir fällt der Unterschied zu WoW einfach zu gering aus. Es wäre deutlich mehr drin. Mal schauen, wie sich das Spiel nach einem Jahr spielt. Haben sich die WoW-Casual-Winer durchgesetzt und wieder ein Spiel ruiniert, oder versteht EA/Bioware das vorhande Potential zu nutzen? Mal abwarten, ich bin beim Start jedenfall nicht dabei!

Vidar 18 Doppel-Voter - 12279 - 19. September 2011 - 6:37 #

das wundert mich nicht es gibt wirklich massenhaft Leute die sagen monatlich würde ich niemals zum spielen zahlen und dann aber gut das doppelte an Geld für Free2Play Spiele rausfeuern, was ihnen nicht mal wirklich auffällt...

Problem bei herkömmlichen AboSpiele ist das man sie halt meist auch kaufen muss.
Die Spiele sollte man auch kostenlos anbieten und bis zu nem gewissen Fortschrittspunkt kostenlos verfügbar machen und ab dann AboGebühren verlangen. Da würden wohl auch mehr ein Abo abschließen, wie diverse F2P spiele ohne Shop aber mit Abo zeigen

Thomas Barth 21 Motivator - 27449 - 19. September 2011 - 7:38 #

Den Spielern fällt es schon auf, dass sie mehr Geld für das Spiel ausgeben, haben aber das Gefühl mehr dafür zu bekommen, als durch normale monatliche Gebühren. Während sie bei einem normalen MMO eben nur dafür bezahlen, um es spielen zu dürfen, können sie beim F2P bestimmen was für Vorteile sie für ihr Geld erhalten.

Lorion 17 Shapeshifter - 7537 - 19. September 2011 - 18:47 #

Ist aber ne Milchmädchenrechnung, denn die vermeintlichen Vorteile haste bei nem Abo-MMO in der deutlich günstigeren monatlichen Gebühr schon enthalten.

Habs damals bei Runes of Magic bei meiner Ex-Freundin gesehen. Wenn man das intensiver zocken will, dann kommt man schon alleine durch selbstverständliche Spielfunktionen wie bspw. nen größeres Inventar, Miete fürs Spielerhaus etc. auf Summen, die weit jenseits einer WoW-Abogebühr liegen... und muss dann trotzdem noch mehr Geld investieren um wirklich zu allen Spielinhalten Zugang zu bekommen.

Anonymous (unregistriert) 20. September 2011 - 0:16 #

Ein spielerfreundliches Free2PAY bietet dir alternativ auch ein Abo an. Gibt es das nicht, ist das Spiel einfach nur Abzocke. Free-2-PAY eben.

Liam 13 Koop-Gamer - 1222 - 19. September 2011 - 7:12 #

Hmm müsste man nicht ehrlicherweise sagen der Markt schwächelt nicht, sondern normalisiert sich wieder?
Klar WoW war ein Phänomen und plötzlich spielte jeder und alles MMORPGs, aber wie jedes Phänomen verschwindet es eben auch wieder und mit ihm der künstliche Höhenflug.

Abgesehen davon haben MMORPGs numal auch so einige Probleme, die die Entwickler kaum in den Griff bekommen bisher. Von oft banalen bis nichtexistenten Storys, Inflation im Spiel, Bots u Spammer, Inhalte die nicht schnell genug nachgeliefert werden können, Fokussierung weg von sozialen Komponenten hin zu Stat und Itemvergleich als wichtigster Teil der Erfahrung bis hin zu oft einfach thematisch mangelnder Vielfalt, stagniert das Genre leider einfach in vielerlei Hinsicht.

Azzi (unregistriert) 19. September 2011 - 9:23 #

Ich bin gerne bereit einen im Vergleich zur Spielzeit lächerlichen Betrag von ca. 13€ pro Monat zu zahlen, wenn ich dafür auch Qualität und Unterhaltung geboten bekomme.
Im Augenblick erfüllt kein MMO diesen Anspruch für mich: Bei WoW kommt man sich vor wie innem Singleplayer Spiel, die Welt ist komplett tot, man spielt mit wenigen Spielern in irgendwelchen abgeschotteten Instanzen, das ist kein MASSIVE-MULTIPLAYER Gefühl mehr. Andere Konkurrenten dich sich davon abheben gibts kaum noch. Age of Conan ist noch ganz nett,allerdings sollen die F2P Einschränkungen dort sehr krass sein.

Ich warte auf SWTOR, wenn das Spiel gut wird zahle ich gerne monatlich was. F2P ist keine Option für mich, ich bin nicht bereit immer mehr Geld auszugeben,wenn das die einzige Möglichkeit ist mit den andern mitzuhalten.Und das sind in der Regel deutlich mehr als 13€ im Monat. Okay wäre für mich noch sone Art Herr der Ringe System, also ne Kombination aus Monatsabo und F2P, sodass man mit Monatsabo trotzdem alles bekommt, aber Leute die das nicht wollen die Wahl haben sich ihr Zeug auch einzeln zu kaufen.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 19. September 2011 - 9:33 #

Man sollte endlich zwischen klassischen MMORPGs und neuen MMOs unterscheiden.

Ein echtes MMORPG spielt man Jahrelang und es kostet viel Zeit. In ihm spielen die Com und die Individualisierung des Spielcharakters eine große Rolle. Leistungen geben Zusatzkosten sind hier tabu.

Anderssieht das bei Themepark-MMOs aus, wo man schon seit Jahren für Dinge wie Serverwechsel oder Rassenwechsel zahlen kann. Hier muss alles schnell zu erreichen sein, sonst laufen die Spieler davon und deshalb müssen die Entwickler ständig Inhalte nachschieben. Hier macht F2P + Itemshop schon eher Sinn.

Noch kurzlebiger sind die Browser- oder FB-Spielchen. Ohne Investition schaut man mal rein und wenns gefällt, bleibt man für ein paar Wochen oder Monate hängen und zahlt vielleicht auch für das eine oder andere Item.
Ich denke, solche Spiele sind die Zukunft für Casuals, weshalb es für WoW & Co immer schwerer werden wird.

Weitere Modelle werden kommen, wie D3 zeigt.

Persönlich spiele ich kein Onlinespiel, in dem man für Geld Vorteile erkaufen kann.
Pay to Win kommt mir nicht in die Tüte. Ich will meine Sachen erspielen, nicht einfach erkaufen.

Tchibo 13 Koop-Gamer - 1448 - 19. September 2011 - 9:31 #

Ich bin der Meinung, das das Finazierungssystem von Eve-Online immer noch eines der besten ist.
Es ist nämlich sowohl ein klassisches P2P Spiel mit Abos oder GTCs es bietet aber auch die Möglichkeit ein F2P Spiel zu sein, denn GTCs können über INGAME Währung vom Ingamemarkt gekauft werden.

Da bei CCP weiterhin alle Addons zum Spiel kostenlos sind kann man das Spiel für tatsächliche 0,- Euro spielen, wenn man sich anstrengt um Geld zu verdienen.

Die GTCs, welche vom Ingame Markt gekauft werden, müssen ja irgendwo herkommen. Ein weiterer Finanzierungspunkt von Eve, GTC können in ein IngameItem umgewandelt werden. Diese GTCs (PilotLicenseEXtention=P.L.E.X.) können dann wie jedes andere Item im Markt gehandelt werden. So kann praktisch Spielzeit in Ingame Währung umgewandelt werden, und anders herum.
Dieser Vorteil Echtes Geld in Ingame Geld umwandeln zu können ist meiner Meinung nach aber nicht so tragisch, da jedes Item in Eve zerstörbar ist. Es bietet also keinen uneinholbaren Vorteil oder "Insert money -> receive WIN"

vielleicht sollte ich mal einen Userartikel schreiben ;)

Anonymous (unregistriert) 19. September 2011 - 16:07 #

das man sich bei ccp was abschauen kann hätte ich auch bis zur einführung des spielzimmers, für die barbie oder ken puppe sowie der einführung einer f2p ähnlichen währung samt klamottenladen, gesagt. es ist meiner meinung nach nur eine frage der zeit, bis alle vorteile gegen geld verkaufen. es muss nur langsam genug gehen und alle gewöhnen sich daran. es war auch nur eine frage der zeit, bis alle auf den digitalen vertrieb umgestiegen sind, sämtliche spiele dlc's erhalten haben, oder, um beim thema zu bleiben, in online spielen extra würste im itemshop vertickert werden. wenn sie merken, das sie mit goldmunition mehr verdienen, als mit roten unterhosen, hat sich die frage, was sie denn nun anbieten sollen, erledigt.

Anonymous (unregistriert) 19. September 2011 - 12:01 #

Kein Interesse und keine Zeit für MMOs; können von mir aus alle Pleite gehen.

SirDalamar 14 Komm-Experte - 2035 - 19. September 2011 - 13:33 #

Naja, MMOs saugen unendlich viel Zeit und bestehen meistens aus Grinden. Und wer will auf die Dauer schon für lästiges Grinden zahlen? Abgesehen davon, dass, zumindest soweit ich das mitbekommen habe, die Story auch immer schwächelt.

Tja, was soll's. Solange es Leute gibt die es mögen, haben MMOs auch sicherlich ihre Daseinsberechtigung.

Unomagan (unregistriert) 19. September 2011 - 17:23 #

Könnte auch daran liegen das 4 von 5 MMOs f2p sind. Wären diese p2p sehe die Sache auch anders aus...

Anonymous (unregistriert) 19. September 2011 - 19:34 #

Wundert mich nicht, den wer will den schon den x-ten WoW-Klon spielen? Die Free2PAY-Dinger begeistern auch nur mäßig, weil auch hier kommt die Masse nicht über WoW hinaus. Einzige Ausnahme machen vielleicht HdRO & AoC, die das F2P doch etwas besser umsetzen.

Aber so richtig interessant, wäre mal wieder eines der klassischen MMORPGs aus der Prä-WoW-Ära. Da gab es wenigstens noch RPG, da hatte man z.T. auch Einfluss auf die Welt und wie sich weiterentwicklt. Geht dank casual-Gameplay ja heute nicht mehr.

Anonymous (unregistriert) 20. September 2011 - 16:04 #

ich finde das hat wenig mit casual gameplay zu tun, sondern scheitert eher an den casual entwicklern, die entweder nicht mit ideen oder fähigen programmierern aufwarten können. dazu ist es leichter kunden in einer itemspirale- als in gutem, langlebigen, content zu fangen. wow ist doch das paradebeispiel. gibs keine items/belohnungen, ist der content tot. ein themepark halt, bei dem man alles mal abgrast und relativ schnell sättigung einsetzt und dann ist der part abgehakt.

Anonymous (unregistriert) 20. September 2011 - 9:05 #

Ich habe die Abo-Modelle nie gemocht. Ich bin berufstätig
und nur im Idealfall, wenn ich im Monat am WE mal
1-3 längere Sitzungen schaffe, weil ich alle anderen Spiele
links liegen lasse, würde sich das Abo lohnen.
Sonst eher nicht.

WoW wird bald 7 Jahre alt, d.h. ich hätte für das
Abo schon 1000 Euro rausgehauen und für die Software
selber noch einmal 150 Euro.
Noch mal Glück gehabt!

(Habe dieses Jahr im Urlaub das Starter-Set angefangen,
aber nicht mal bis Level 10 durchgehalten unf dann wieder
andere Spiele gezockt!)

ThomasThePommes 13 Koop-Gamer - 1350 - 21. September 2011 - 15:57 #

Naja heute verschwimmen die Grenzen aber auch schon. Die Monatsgebühr bezahlst du schon um den Server zu finanzieren und damit du überhaupt spielen kannst. Gleichzeitig wird aber auch immer wieder neuer Content nachgeschoben den du in einem offline Spiel nicht bekommen würdest oder alternativ als DLC zusätzlich bezahlen müsstest.

Dabei machen die größeren Contentpatches in einem MMO auch sehr viel Spielzeit aus. Wenn ich zB. in Rift den letzten Patch nehme. Dort ist eine neue Instanz für 10 Spieler gekommen. Wen es interessiert der wird darin sicher 40-50 Stunden verbringen können. Es sind PvP Risse gekommen. Wen es interessiert der wird damit auch seine 10-20 Stunden in den nächsten Monaten verbringen, auf lange Sicht sogar wesentlich mehr weil sie sich gut in das eigentliche Spiel einfügen und es bereichern. Es sind neue Artefakte die man sammeln kann ins Spiel gekommen. Wer sich dafür interessiert wird damit auch etliche Stunden verbringen. Im Vergleich zu einem DLC der sicher spektakülärer in Szene gesetzt ist (je nach Spiel) denke ich ist der monatliche Preis für die zusätzliche Spielzeit die ständig nachgeschoben wird schon gerechtfertigt.

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