Bigpoint: „Spielvorteile schaffen, statt Hüte zu verkaufen“

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8. September 2011 - 6:33

Das Bild zeigt einen Screenshot aus Drakensang Online.

Philip Reisberger, beim Unternehmen Bigpoint als Chief Games Officer mit Fokus auf die Core-Titel angestellt, kritisiert die traditionellen Publisher, die ihre ersten Schritte in Richtung Free-to-Play machen und alternative Möglichkeiten untersuchen, um an die Kaufkraft ihrer User zu gelangen.

Im Interview mit dem Edge Magazine äußerte sich Reisberger unter anderem dazu, dass Unternehmen wie Ubisoft, Electronic Arts und Valve falsch darin liegen, sich darauf zu konzentrieren, virtuelle Güter zu verkaufen, die nur Anpassungen [zum Beispiel der Spielercharaktere] ermöglichen, anstatt dem Käufer Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Der Bigpoint-Manager argumentiert, dass sein Arbeitgeber die sogenannte Monetarisierung aufgrund dessen besser versteht, weil Bigpoint nie im Konsolengeschäft tätig war:

Ich habe in meinem gesamten Leben nie ein Retail-Produkt verschickt. Wir wissen nicht, wie man das macht, also denken wir anders. Das ist ein großer Vorteil in dieser neuen Welt. Es existieren Millionen, hunderte Millionen Menschen, die bereit sind zu investieren, obwohl sie nicht dazu verpflichtet sind. Die entscheidende Rolle [beim Design der Spiele] ist nicht investiert zu haben, aber es zu wollen. Die meisten User im Bigpoint-Universum zahlen nie. Aber wenn sie zahlen wollen, dann biete ihnen nicht nur Hüte an – biete etwas, das ihnen helfen wird.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs nimmt Reisberger Bezug auf den Vorbestellerbonus von Battlefield 3, bei dem Publisher Electronic Arts darauf besteht, dass dessen enthaltenen, besonderen Waffen den Spielern keine Vorteile verschaffen:

Auf den Punkt gebracht: EA versteht es nicht. Es würde das Spiel nicht ruinieren. Wenn das Verkaufen eines Vorteils das Spiel zugrunde richten würde, dann wurde nicht richtig an der Balance gearbeitet ... Es ist eine empfindliche Balance und deshalb liebe ich meine Spiel-Designer – alle von ihnen haben verstanden, wie diese zu erreichen ist. Wenn du einen anspruchsvollen Ansatz an Free-to-Play-Titel besitzt, kannst du letztendlich alles zu Geld machen.

Für die bislang über 65 Bigpoint-Spiele – darunter zum Beispiel den erwähnten Battlestar-Galactica-Titel, Drakensang Online oder Dark Orbit – registrieren sich derzeit eine viertel Million User pro Tag. Aktuell existieren bei dem nach eigenen Angaben „weltweit führenden Anbieter und Pionier im Segment der browserbasierten Online-Spiele“ um die 220 Millionen Accounts. Wie viele davon tatsächlich zur Zeit aktiv genutzt werden, gab Reisberger nicht preis, allerdings äußerte er sich dahingehend, dass es sich um eine zweistellige Millionenzahl handelt.

ButterBrot 10 Kommunikator - 374 - 8. September 2011 - 0:46 #

Da bin ich ja froh, dass EA es nicht versteht. Für mich sind Spiele bei denen ich mir Vorteile erkaufen kann nämlich ganz weit unten auf meiner "Will-Ich-Spielen-Liste".
Vor allem wenn man sich Dinge kaufen kann, die einen stärker, besser oder schneller machen. Über sowas wie Doppelte-Exp kann ich noch hin weg sehen aber da muss das Spiel schon gut sein. Da zahl ich lieber 13€ im Monat habe allen Content und alle Spieler sind gleich (zumindest bei MMORPG's andere Spiele würde ich wohl ignorieren..).

q 17 Shapeshifter - 6711 - 8. September 2011 - 0:50 #

Free 2 Play und Pay 2 Win? Vollidiot. Damit vergrault man Spieler. Punkt. Ende. Aus.

Nekekami212 13 Koop-Gamer - 1508 - 8. September 2011 - 7:15 #

Ein paar werden vergrault, viele andere werden zahlen...

Michl Popichl 24 Trolljäger - 50858 - 8. September 2011 - 8:23 #

ist das nicht immer so ?

canaphia 10 Kommunikator - 426 - 8. September 2011 - 20:19 #

Es ist halt schwierig abzuwägen zwischen vergraulen von Leuten durch Zwang kauf und nicht verdienen durch nicht nötigen Kauf von Items im Shop...

Razyl 18 Doppel-Voter - 9226 - 8. September 2011 - 1:01 #

Hm, dann macht Riot das ja auch falsch. League of Legends ist wohl ohne Zweifel derzeit eines der beliebtesten Free-2-Play-Titel und setzt auf einen Item-Shop ohne Vorteile für Käufer. Lediglich optische Äußerungen sind zu kaufen, aber ansonsten? Man konnt auch so im Spiel voran, nur wenn man die IP/XP-Boosts kauft ist man schneller, hat aber ingame selbst keinen Vorteil.

Talaron 16 Übertalent - P - 4020 - 8. September 2011 - 13:20 #

Muss man sich bei LoL nicht Helden kaufen, wenn man sie außerhalb der Rotation spielen will? Das wäre durchaus ein Spielvorteil, denn mit einem bekannten, lange erlernten Helden spielt es sich freilich besser als mit einem unbekannten.

(Und ja, man kann sich, wie in nahezu jedem F2P-Spiel auch gegen Spielwährung alles kaufen aber da das in der Regel geradezu lächerlich viel Spielzeit beansprucht dürfte das keine Alternative für viele sein)

Exodus 11 Forenversteher - 684 - 8. September 2011 - 13:45 #

Ganz genau. Das ist meiner Meinung nach auch das clevere am System von LoL. Jede Woche gibts neue Champions, man spielt eine Weile mit ihnen und will sie dann dauerhaft haben. Also muss man sich entweder die InGame-Währung erspielen oder eben richtig zahlen. Das finde ich fair. So kauft man sich das Spiel mehr oder weniger in kleinen Häppchen zusammen - wenn man denn will.

Izibaar 16 Übertalent - 5857 - 8. September 2011 - 14:11 #

Man bekommt für eine Stunde spielen am Tag und dem Bonus für den ersten Sieg am Tag 300 Punkte auf die ingame Währung. Die billigsten Helden kosten 450, also kann man sich nach drei Tagen schon 2 holen. Und darunter sind teilweise sehr beliebte/starke Helden.
Ich würde LoL nur zum Vorwurf machen, dass man ~365 Spiele benötigt um seinen Account-Level auf 30 zu spielen. Denn vorher ist man durch die Summe der minimalen Boni durchaus in Nachteil. Normalerweise verhindert das das Matchmaking, aber wenn man mit Freunden spielt die schon Stufe 30 sind... Aber das Problem lässt sich auch nicht durch echtes Geld wegkaufen, denn der Erfahrungsboost hilft auch nur minimal. Wie bei MMOs muss man also erst einmal hochleveln bevor man kompetiv spielen kann.

Ich finde LoL ist DER Grund, dass die Aussage in der News totaler Unfug ist.

Gerjet Betker 19 Megatalent - 13638 - 8. September 2011 - 1:02 #

Ich kaufe lieber Hüte als von Anfang an zu wissen - ohne Gold Content wirst du verlieren.

Pay2Win ist ein spielschädigendes Konzept - Hüte sind zum Spaß da und um die Entwickler zu unterstützen.

Kurz:

Buy more hats.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 8. September 2011 - 9:19 #

Mal nur ein kleiner Punkt sein, aber bei TF2 helfen mir die Hüte, Leute im Kampf auseinanderzuhalten. Wenn ich als Medic rumrenne und vor mir sind 3 Soldier und ich möchte gerade mit einem Freund losrennen, dann können das entscheidende Momente sein :>

Paxy 13 Koop-Gamer - P - 1277 - 8. September 2011 - 1:53 #

Sein Konzept geht aber leider auf also irgendwo muß er schon richtig liegen für seine verhältnisse.

Ich kann es zwar nicht verstehen aber Big Point scheint eine Klientel anzusprechen mit der man so viel Geld machen kann, ob das nun in unseren Augen falsch läuft spielt da keine Rolle.

Ist Jedes Sammelkarten (Magic) und Tabletop (ala Warhammer) game da nicht doch vergleichbar mit?
Wenn sich da nicht auf bestimmte editionen geeinigt wird gewinnt doch auch hauptsächlich der, der am meisten investiert hat, WENN beide das game verstanden haben und auf dem selben Level spielen natürlich.

Mir gefällts jedenfalls nicht und ich habe nichts dagegen wenn sich das auf Browsergames beschränkt, die zock ich eh nicht ^^

Loki 11 Forenversteher - 597 - 8. September 2011 - 10:41 #

Der Bigpoint Fritze macht einfach den Fehler, die Hauptzielgruppe mal garnicht nicht zu berücksichtigen. bei Bigpoint werden das wohl größtenteils wenig über Spiele reflektierende Gelegenheits- und Bürozocker sein, die sich nicht viel denken, wenn sie mal nen 10er berappen.
Jemandem, der das Hobby etwas ernsthafter betreibt, fällt der Haken sofort auf...

Talaron 16 Übertalent - P - 4020 - 8. September 2011 - 13:24 #

Kann ich nur zustimmen. Einem Gelegenheitsspieler, der nichts anderes kennt fallen Vorteile durch Bezahlinhalte sicher nicht so negativ auf wie jemandem, der regelmäßig spielt (und wie beim BF3-Beispiel sogar schon mehr Geld für das Hauptspiel ausgegeben hat als Bigpoint jemals an einem normalen Spieler verdienen dürfte).

ThomasThePommes 13 Koop-Gamer - 1350 - 9. September 2011 - 0:58 #

Zum Thema Sammelkarten und Warhammer: Jein...

In Warhammer sind deine Truppen durch Punkte begrenzt. Sprich wenn du riesige und starke Einheiten nutzen willst dann kosten die auch viele Punkte. Ein Spiel ist aber immer begrenzt. Wenn zB. zwei Spieler gegeneinander spielen dann einigen sie sich auf 1000 oder 2000 Punkte und füllen diese Punkte dann mit Einheiten. Nutzt du also den großen Drachen mit Magierhelden dann musst du schon mal viele Abstriche machen.

Außerdem gibt es auch sehr viele magische Gegenstände mit denen ein Anfänger seine kleine Armee aufbessern kann ohne Geld für neue Modelle auszugeben. Die Spiele sind von daher schon recht fair auch wenn du wenig Geld ausgibst. Natürlich willst du aber auch selber irgendwann neue taktische Möglichkeiten oder einfach den reisen Drachen weil er cool aussieht. Gewinnen tut man damit aber nicht automatisch.

Bei Sammelkartenspielen läuft es ähnlich. Auch hier ist jedes "Deck" (die Karten die man einsetzt) auf eine bestimmte Anzahl von Karten beschränkt und hat auch sonst noch einige Beschränkungen. Ich habe Magic nie gespielt aber recht lange Pokemon, früher. Dort bringt es zumindest nichts sein Deck mit den stärksten Karten vollzustopfen wenn du nicht dazu kommst diese auch auszuspielen. Die meisten starken Karten bauen auf schwächeren auf und diese muss man halt auch erstmal ziehen. So hat jeder gute Spieler wesentlich mehr schwache Karten als starke da er sich auf diese nicht verlassen kann. Auch bei Yu Gi Oh verhält sich das ähnlich.

Bei Sammelkarten und auch bei Table Top kommt meiner Meinung nach aber auch ein anderer Aspekt mit dazu, der Sammeltrieb. Ich kaufe zB. bei Warhammer nicht zwangsläufig Modelle weil sie stark sind sondern weil sie gut aussehen und weil ich sie einfach haben will. Bei Sammelkarten freut man sich auch über seltene Karten auch wenn man vielleicht nie mit ihnen spielen wird weil sie nicht ins Deck passen. Bei den Spielen von Big Point spielt das aber keine Rolle. Ich gebe einzig und allein dafür Geld aus um besser zu werden, besser als Leute kein Geld ausgeben. Zeitgleich habe ich als jemand der kein Geld ausgibt keine Chance gegen jemanden der wöchentlich neues kauft. Bei Sammelkarten und Table Top hingegen kann ich heute noch meine 6 Jahre alten Sachen raus suchen und gegen Leute gewinnen die in der Zeit 1000de von Euro ins Hobby investiert haben. Ja eventuell haben meine Sachen von damals sogar an Wert gewonnen....

Daddelkopp 10 Kommunikator - 417 - 8. September 2011 - 2:27 #

Die Leute die nicht investieren,Spielen die Spiele aber nicht bis zum High Content,deswegen negiert sich der Gekaufte vorteil wieder,da im High Content eh nur Spieler sind,die ihr Gear e.t.c. durch item Shop Käufe verstärkt haben.

100% FreePlayer die nie einen Cent in das Spiel reinstecken,nicht mal ihre so Schmerzhafte Grenze von 15 Euro,brauchts also gar nicht aufzuregen,weil sie eh nach einem Monat oder früher wieder was anderes Spielen.Aber seien wir ehrlich,es gibt immer noch beide sorten,F2P und P2P,von daher braucht mann sich gar nicht aufzuregen,meine erfahrung ist allerdings,das mann in F2P seinen Character wesentlich Stärker individualisieren kann,und genau dies hatt natürlich ihren Preis,und das ist auch gut so!

Groth 10 Kommunikator - 395 - 8. September 2011 - 5:54 #

Viele spielen die Spiele aber genau aus diesem Grund nicht bis zum Highend Content. Ich investiere lieber in XP-Boni, optische Änderungen und Charslots als in Ingamegegenstände oder Zugänge zu Premiumcontent, die man sich aus Gründen der Langzeitmotivation lieber erspielen sollte.

Die Äußerung des BigPoint Chefs zur Balance finde ich lächerlich. Wenn die höchststufigen Gegenstände nur zahlender Kundschaft vorbehalten sind, wird sich der PVP-Part für nicht- bzw. wenigzahlende Spieler nur als Probe ihrer Frustresistenz darstellen.

Daddelkopp 10 Kommunikator - 417 - 8. September 2011 - 13:33 #

Bigpoint ist nur eine Vertriebsplatform,die Entwickler der Spiele die ihre Games auf Bigpoint vertreiben,sind verantwortlich für die Balance,die Items die es in den Cash Shops zu kaufen gibt e.t.c.,Bigpoint streicht 30% der Reinsumme aller Verkäufe ein,der Rest geht zu den EntwicklerStudios.Also frag ich mich warum alle auf Bigpoint rumhacken.Wenn du ein Spiel Programmierst,kannst du es genauso auf Bigpoint vertreiben,und deine items zu den Preisen anbieten wie du möchtest,und wenn die HighLevel items nur Zahlenden Kunden zugänglich sein soll,entscheidest du das,und nicht Bigpoint ! Ich persönlich finde Bigpoint zimlich gut,denn ich brauch nicht ständig neue Logins anlegen um mal ein Paar Spiele auszuprobieren.Drackensang online z.b. kann mann über Bigpoint Spielen,aber auch direkt über den Hersteller,ohne Umwege von Bigpoint aus !

ThomasThePommes 13 Koop-Gamer - 1350 - 9. September 2011 - 1:03 #

Das ist falsch. Die Spiele kommen sehr wohl von BigPoint da BigPoint ein Großteil der Entwickler gekauft hat. So auch Radonlabs, die Entwickler von Drakensang und Drankensang Online. Ich bezweifel doch sehr stark, dass die Drakensangentwickler ihre Spiele gern so gestalten, das wird auch in sehr vielen Interviews unterschwellig deutlich. Heute machen sie halt nur noch Spiele um die Familie zu ernähren (was nicht falsch ist) aber nicht weil ihr Herz an diesen Spielen hängt.

Daddelkopp 10 Kommunikator - 417 - 9. September 2011 - 1:39 #

Bigpoint gibt den Entwicklern tipps für ihre Spiele,wie sie die CashShop Artikel einbinden können e.t.c.,aber anders wie bei einem Publisher,sind die Entwickler nicht an Bigpoint als einzigen Vertriebsweg gebunden,sie dürfen ihr Spiel auch ausserhalb von Bigpoint auf eigene Faust verzreiben,geh auf die Seite von BigPoint,und lies dir die Art und Weise wie BigPoint funktioniert durch,dann wirst du verstehen.RadonLabs vertreibt ihr Spiel auch ohne Bigpoint,ich habe 2 Acc dort,einer ohne Bigpoint,und einen mit.

meskobin 11 Forenversteher - 760 - 8. September 2011 - 3:59 #

Ueberschrift "...statt Hüte zu ve(r)kaufen"

Vidar 18 Doppel-Voter - 12584 - 8. September 2011 - 7:10 #

Nun BigPoint halt, wer deren Spiele kennt weiß eh wie der Hase seit Jahren läuft.

Aber anscheinend gibt es wirklich genügend dumme die das mitmachen nur um ein drittklasiges Spiel zu spielen...

Elysion 14 Komm-Experte - 1957 - 8. September 2011 - 7:52 #

Ich denke nicht das es unbedingt "Dumme" sind die da mitmachen. Das Problem (wenn man es so nennen mag) ist einfach das mittlerweile jeder einen PC oder Mac oder sonst ein Internetfähiges Konstrukt hat, weil ist ja cool und braucht man halt heutzutage. Daraus resultiert aber auch das kaum einer eine Ahnung hat wie die Geräte wirklich gehen. Ein bisschen Programm installieren, surfen oder Internet einrichten lassen mag noch gehen aber viele wollen sich auch nicht mit teuren Spielen beschäftigen weil ihnen wohl 40-50 Euro auf einen Schlag zuviel ist oder auch der Ruf von Spielen nicht unbedingt gut ist. Da sind solche Casual Browser Games genau das richtige, man klickt mal schnell auf die Seite, probiert es und siehe da es gefällt plötzlich. Man gibt dem Spieler sofort das Spiel, da muss nicht groß installiert und konfiguriert werden und da ist der Kunde dann anscheinend auf Dauer motiviert genug ebenfalls 50 Euro auszugeben aber halt über einen längeren Zeitraum, schleichender und heimlicher weil man es nicht so merkt.
Und das natürlich die Bevölkerungsgruppe der Neulinge im IT oder Gaming Bereich größer ist als "wir" die wir das wohl schon seit Jahrzehnten (Jahrhunderten bei einigen? :P) machen, ist ja klar. Daher - denke ich - kommt der Erfolg.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12584 - 8. September 2011 - 8:10 #

meistens zahlt man dann eh mehr!
Ich kenne eigene Leute die sagen Monatliches Abo? ne viel zu teuer.
Geben dann aber das doppelte und dreifache für Ingameitems aus... ja kenn auch einige "dumme", klar auch die überlegen nicht bzw merken es erst wenn man es ihnen vorrechnet...

Grade bigpoint hat gesalzene Preise

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 8. September 2011 - 7:24 #

Ist eigentlich ein gutes Geschäftsmodell. Ich persönlich spiele zwar keine/kaum F2P-Spiele, aber wenn jeman eines findet das einem wirklich Spaß macht, dann kann ich verstehen dass diese Person dann Geld investiert. Wenn diese Person dann z.B. 50€ ausgibt, aber dafür seinen Spielspaß für 100 Stunden findet, dann ist es definitiv ein besseres Geschäftsmodell, als für ein 10 Stunden Spiel 60€ zu verlangen.

Nur mal angenommen EA würde mit einem F2P-Dungeon-Crawler namens The Bard's Tale Online kommen, dass dem Spiel auf dem C64 zum verwechseln ähnlich ist, dann wäre ich sehr gerne dazu bereit, mal eben 5€ in ein Fire Horn für meinen Barden zu investieren. Denn wenn ich dieses Spiel dann insgesamt 2-3 Monate wirklich jeden Tag spiele und angenommen 50€ ausgebe, dann hätte ich mehr davon, als von einem Deus Ex 3 oder Resistance 3.

Elysion 14 Komm-Experte - 1957 - 8. September 2011 - 7:59 #

Auch wenn man die Spieldauer versus Preis bei beiden Kategorien vergleichen kann ist doch aber klar das die Qualität eines richtigen Retail Titels (hoffentlich^^) besser ist und damit seinen höheren Preis rechtfertigt. Ob Umfang (mehrmaliges durchspielen?), Spieltiefe (nicht nur grinden), Grafik, Steuerung, Support, Modfähigkeit oder sonst irgendwas. Aber ja ich stimme dir zu, einige F2P sind wirklich gut und machen auch mal einen Monat Spaß (bei mir zumindest, mag bei anderen anders sein) und einige Bezahl Titel sind grottenschlecht. Aber auf Dauer ist mMn die Qualität eines F2P nicht mit einem bezahlten Game zu vergleichen, noch nicht (vielleicht). :)

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 8. September 2011 - 10:27 #

Die Qualität eines Spiels hat aber auch nichts mit dem daraus resultierenden Spielspaß zu tun. Deus Ex 3 z.B. ist von der Qualität und der Spielzeit her hervorragend, macht mir persönlich aber keinen Spaß.
Man sollte aufhören dazu zu neigen, Spiele mit einer hohen Qualität mit dem Spaß zu verbinden den man damit hat. Dann versteht man auch die F2P-/ und Retro-Spieler.

MicBass 19 Megatalent - 14432 - 8. September 2011 - 20:11 #

Spielspaß *ist* die Qualität eines Spiels. Qualität ist keine objektiv messbare Größe, für verschiedene Spieler kann dasselbe Spiel durchaus eine unterschiedliche Qualität besitzen.

Makariel 19 Megatalent - P - 13899 - 8. September 2011 - 11:18 #

Für 5€ krieg ich auf gog.com eine Menge Spiele die dem ganzen play2win zeugs haushoch überlegen sind. Beispiele:
Fallout, Fallout 2, Master of Orion 1+2, Dungeon Keeper sowie der Nachfolger, Freespace 2, Alone in the dark 1+2+3, Arcanum, so ziemlich alle Teile der Baphomets Fluch-Reihe, Ultima Underworld 1+2 und vieles mehr. Und dann gibts noch die ganzen Spiele für 10$, also weniger als 8€, wie z.B. Planescape oder Baldurs Gate 2 inkl. expansion.

Verglichen damit kommen mir 5 bzw. 8€ für ein play2win wie Geldverschwendung vor.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 8. September 2011 - 12:56 #

Und was ist wenn jemand an all den Spielen von GOG keinen Spaß findet, an seinem F2P-Spiel allerdings schon? Dann wäre GOG für ihn ganz schöne Geldverschwendung.

volcatius (unregistriert) 8. September 2011 - 13:06 #

Gesteh ihm doch einfach seine Meinung zu.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3279 - 8. September 2011 - 8:55 #

Herr Reisberger kommt ein wenig arg engstirnig daher.

Natürlich gibt es Spieler, die für Vorteile zahlen.
Aber er vergisst die Spieler, die Pay 2 Win kategorisch ablehnen. Diese dürften vermehrt bei Full Price-Käufern zu finden sein und darum wäre P2W z.B. bei BF3 kaum umsatzfördernd – im Gegenteil.

Lacerator 16 Übertalent - 4257 - 8. September 2011 - 9:09 #

Ich versuche ja schon, mich mit dem Kaufen von Spielen zurückzuhalten, was bei den ständigen Aktionen bei Steam & Co schon schwierig genug ist. Trotzdem komme ich nicht hinterher, die Spiele die ich bereits habe alle durchzuspielen. Bis zum erscheinen von Diablo 3 werde ich mir auch definitiv kein Spiel mehr kaufen, mögen die Rabatte auch noch so hoch sein. ;)

Durch Arbeit und sozialer Verpflichtungen im Freundeskreis sind 2-3 Stunden Zocken an jedem zweiten Tag für meine Verhältnisse schon ziemlich viel. Dabei habe ich nebenher gerade mal ein nennenswertes Hobby, das Lesen, und das erledige ich auf den Arbeitswegen und in der Mittagspause, also dann, wenn ich sowieso nicht spielen kann.

Es gibt derart viele, immernoch verhältnismäßig junge Blockbuster-Titel, die man im Elektronikmarkt für weniger als 5€ hinterhergeschmissen bekommt. Ich weiß genau, ich werde NIEMALS in die Verlegenheit kommen so ein Browsergame zu spielen. Und ich bin mehr als überzeugt, am Ende von den "richtigen" Spielen mehr zu haben. Ich verstehe wirklich nicht so ganz, wie man als arbeitender Core-Gamer noch Zeit und Lust für so etwas aufbringt.

Wie immer gilt aber: Jedem das seine! :)

Vaedian (unregistriert) 8. September 2011 - 10:00 #

Ich finds gut, dass der Dreck unter dem Namen Bigpoint versammelt ist. So weiß man wenigstens, was man meiden sollte, wenn man den echten Wettkampf mit anderen Spielern sucht. Hoffentlich bleibt das noch ne Weile so.

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8351 - 8. September 2011 - 11:39 #

Halt ich nichts von und ich spiele so spiele auch nicht, können mich vlt mal ne Stunde begesitern mehr nicht.

Gamma 10 Kommunikator - 384 - 8. September 2011 - 12:09 #

Dass sowas zwar gewinnbringend ist, ist klar. Spieler zahlen für alles. Jedoch leidet das Gameplay darunter. Aber was soll Bigpoint schon von Gameplay verstehen?

Politician 12 Trollwächter - 1110 - 8. September 2011 - 12:14 #

Selbst wenn ein F2P Titel wirklich gut ist, hält mich ein Pay2Win Itemshop vom spielen dieses Spiels ab.
Ich halte den Zwang immer weiter zu investieren nur um mithalten zu können einfach für schädlich.
Aber das ein solches Modell in unserer Erfolgs und Statusorientierten Welt gut funktioniert glaube ich gerne.
Es regt jedenfalls Suchtmechanismen deutlich stärker an als "nur" das verkaufen von spielerischen Inhalten oder gar kosmetischen Items.
Ich kann nur jedem empfehlen in solche Spiele nur mit äußerster Vorsicht zu investieren, denn ich habe selbst bei Fifa Ultimate gemerkt, dass so ein Modell gefährlich ist wenn man sich drauf einlässt. Nicht dass ich viel investiert hätte.....aber der Reiz nach einem verkorksten Tag in ein paar neue Spieler zu investieren war schon groß.
Insofern hat unser Bigpoint Manager unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten wohl recht und da die meisten Firmen von rein wirtschaftlich denkenden Managern geleitet werden, wird es wohl in Zukunft richtig schwer werden Spiele zu inden, die auf Multiplayer ausgelegt sind, lange supportet werden und nicht auf paytowin setzen. Ich jedenfalls würde mitlerweile eher 20 € pro Monat als Gebühr berappen als mich auf Itemshopspiele einzulassen. Jedenfalls dann wenn der Itemshop darauf angelegt ist, den Spieler zum konstanten zahlen anzuregen und nicht neue Inhalte verkauft werden. Ein solches Modell, wie von AoE online halte ich vom Prinzip her für tolerabel, wobei im Preis Leistungsvergleich doch meist Retail Titel besser abschneiden.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8190 - 8. September 2011 - 12:18 #

Bigpoint sollte halt die Browser-Zocker von dennen untscheiden die sich Rechner extra zum Zocken hinstellen, oder jene die gleich mehrere Konsolen ihr eigen nennen. Was bei Browser-Spielern gang und gebe ist - und anscheind funktioniert - lässt einen _echten_ Spielefan doch die Haare zu Berge stehen. Wer möchte schon in Konkurenz zu eines anderem Geldbeutel stehen?

Pay2Win geht mir ziemlich auf den Keks aber solange die Masse davon in irgendwelchen Browserteilen rumseuchen, ist es mir relativ "egal", der Markt ist theoretisch gross genug.

volcatius (unregistriert) 8. September 2011 - 12:37 #

Ich habe früher gerne Browsergames gespielt.
Die finanzierten sich zunächst durch Werbung.
Dann kamen Premiumaccounts, die in erster Linie Komfortfunktionen (wie etwa Bauschleifen) einführten.
Dann kamen immer mehr Bezahlfunktionen hinzu, die direkt in die Spielbalance eingriffen.
Dann wurden die Spiele penetrant darauf ausgerichtet, den Spieler zum Kauf zu verführen und Funktionen eingeführt, die ein Nichtzahler gar nicht erreichen konnte.

Als ich Stronghold Online testen wollte, war dieses Prinzip perfektioniert worden, denn man konnte absolut ALLES kaufen - Produktion, Rohstoffe, Bauzeiten, Waffen, Soldaten.
Ein Angreifer, der eine Burg ausspionierte und dann einen nicht abbrechbaren Angriff startete, konnte also auf einen Gegner treffen, der 5 Minuten vorher neue Mauern und Türme errichtet hatte, neue Katapulte und Fallen besaß, neue Soldaten ausgehoben und Söldner angeworben hatte.
Das ganze Spiel wurde also völlig unberechenbar und hatte letztendlich wenig mit Strategie zu tun. Und wer bei einem derartigen Spiel mal seine Hauptarmee verloren hat, weiß, dass er entweder enorm zurückgeworfen wird oder gleich mit einen neuem Account anfangen kann.
Es sei denn, er kauft sich wieder alles zurück...

Nokrahs 16 Übertalent - 5756 - 8. September 2011 - 13:21 #

Bei Bigpoint Produktionen wird die Rangliste der besten Spieler dann nicht sicher auch nicht nach Punkten/Können sondern nach bezahlten Beträgen für DLC erstellt. Platz 1 ist dann der Typ mit der 4000 Euro Überweisung für Stufenaufstiege und Epic Ausrüstung.

Also ich habe mich als old-school gamer gerade so mit DLC abgefunden und ergänze hier und da meine Spiele durch beispielsweise einen Missions Pack.

Grundsätzlich wünsche ich mir aber "echte" Retail Erweiterunen zurück. Beispiel "Dragon Age: Awakening". Viel neues zu sehen und zu spielen und nicht aufgeteilt in kleine Happen die schneller verdaut als gekaut sind.

Wenn das was Bigpoint erzählt die Zukunft ist, dann bin ich doch froh eine umfangreiche Spielesammlung für die "Insel" zu besitzen und kann mich gelassen aus dem Gamer Geschäft zurückziehen.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 7375 - 8. September 2011 - 14:07 #

Der Bigpoint-Typ versteht es nicht. Ich werde nie ein Spiel spielen und dafür bezahlen, bei dem jemand durch Zahlung besser als ich sein kann.

xaan (unregistriert) 8. September 2011 - 16:34 #

Zitat: "Wenn das Verkaufen eines Vorteils das Spiel zugrunde richten würde, dann wurde nicht richtig an der Balance gearbeitet ... "
Der Mann redet wirres Zeug. Ein Kaufbarer Spielvorteil sit eine absichtlich erzeugte Imbalance. Wenn man das durch ausgefeiltes Balancing ausmerzen würde, wäre es kein kaufbarer Vorteil mehr.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6637 - 8. September 2011 - 17:39 #

Spiele welche einem Spieler einen Gameplaytechnischen Vorteil gegenüber anderen geben, nur weil dieser mehr Geld investiert, machen mir auf Dauer keinen Spaß. Bigpoint wird das nie verstehen, weil sie eben nur casual games machen (auch wenn sie gerade versuchen, core games zu machen).

Core Gamer funktionieren anders. Core Gamer bezahlen auch gerne mal fixe Abogebühren um so einen Mist nicht in ihrem Spiel haben zu müssen. Hauptsache für alle die gleiche Chance.

Stellt euch vor beim Texas Hold'em würdet ihr 2 Karten mehr erhalten, wenn ihr mehr Geld bezahlen würdet...

Nokrahs 16 Übertalent - 5756 - 8. September 2011 - 17:59 #

genau "pay to cheat" bei Cheatpoint.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8190 - 8. September 2011 - 19:11 #

Doch die verstehen das schon und sie machen viel, viel Geld damit.

Das ist wie mit 15€ Map-Packs. Warum 5€ nehmen, wenn die Leute auch das 3fache dafür ausgeben?

MicBass 19 Megatalent - 14432 - 8. September 2011 - 20:14 #

Als Kinder haben wir mit denen, die sich im Spiel immer irgendwie einen Vorteil verschaffen wollten, nicht gespielt. Es hat keinen Spaß gemacht...

Klausmensch 14 Komm-Experte - 2206 - 8. September 2011 - 22:51 #

Es gibt Leute die spielen BigPoint Spiele. Und welche die spielen richtige Sachen ;)

Anonymous (unregistriert) 9. September 2011 - 0:01 #

Es gibt Leute die arbeiten für Gameforge und Bigpoint und es gibt Leute, die haben richtige Jobs.^^

Novachen 18 Doppel-Voter - 12975 - 9. September 2011 - 0:15 #

Gamigo fehlt da noch ;-)

ThomasThePommes 13 Koop-Gamer - 1350 - 9. September 2011 - 1:11 #

Leider schwappt dieses System aber immer weiter in die Corespiele über. Bestes Beispiel ist doch aktuell Diablo 3 mit seinen Itemverkäufen gegen Geld. Sicher vorerst ist es nur auf bestimmte Server begrenzt aber wenn Blizzard damit Erfolg hat wird es sich ausbreiten und bald zum Standard werden. Jeder will was vom Kuchen abhaben.

Soul (unregistriert) 9. September 2011 - 5:39 #

Sowas tötet jede Spielekultur. Man möge sich das nur mal in anderen Bereichen vorstellen: Man spielt mit jemandem Mensch ärger dich nicht und er kann dann für 10 Euro einen zusätzlichen Würfel kaufen.
Da würde man dann doch auch sagen: "Hey schummel nicht, das ist hochgradig unfair."
Und so gehts mir auch bei solchen Spielen, deswegen rühr ich die auch erst gar nicht an.

Anonymous (unregistriert) 9. September 2011 - 10:49 #

MeinTip: Spiele auf 20€ pro Titel reduzieren und nervige DRM weglassen. Bei solchen Preisen gibt man auch Titeln wieder eine Chance die nicht zu 100% überzeugen. Insgesamt gibt man so meist mehr Geld aus als bei wenigen hochpreisigen Titeln.

Ich habe in diesem Jahr einige Budget Titel ausprobiert, viel Spaß gehabt, einige Titel auch wieder weggelegt und mehr Geld als sonst für Spiele ausgegeben. Der Ansatz scheint zumindest bei mir zu funktionieren.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6637 - 9. September 2011 - 19:20 #

Ich bezahl auch gerne mehr für ein Spiel, wenn es dafür keine unfairen Spielvorteile für einzelne Personen gibt. Das zerstört einfach das komplette Balancing. Es ist ein Spielspaßkiller schlechthin, für diejenigen die wirklich tief in ein Spiel einsteigen möchten.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6522 - 10. September 2011 - 6:38 #

Ich als Spieler will kein pay2win - aber der Mann will und darf versuchen, den Gewinn seines Unternehmens zu optimieren. Und das wird er tun. Wie immer halt: "...dann kannst du alles zu Geld machen"...

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