GC11: The Last Story angespielt

Wii
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Maximilian John 9978 EXP - Community-Event-Team,R10,S7,C1,J7
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29. August 2011 - 23:18 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
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Gegen Ende des Lebenszyklus einer Spielekonsole werden oft noch einmal große Geschütze aufgefahren, um den Spielern ein letztes Mal alles zu bieten, was Hardware und Kreativität der Entwickler hergeben. Auch Nintendo geht diesen Weg und versucht mit Spielen wie The Legend of Zelda – Skyword Sword oder Kirby´s Adventure Wii der Wii einen würdigen Abschluss zu verschaffen, bevor im nächsten Jahr Nintendos neue Heimkonsole, die WiiU, erscheint. Vor allem Fans von Japano-Rollenspielen können sich freuen, denn neben dem kürzlich erschienenen Xenoblade Chronicles kommen im nächsten Jahr noch zwei weitere RPGs nach Europa, die in diese Kerbe schlagen. Dabei handelt es sich um Pandora´s Tower und das neue Spiel von Entwickler Mistwalker, The Last Story, das wir uns auf der gamescom näher angeschaut haben.
 
Es beginnt mitten drin ...
 
The Last Story gehört nicht zu den Spielen, die langsam beginnen und dann Spannung aufbauen. Das JRPG wirft euch direkt ins Geschehen. Als eine Gruppe von Söldnern erkundet ihr einen Höhlenkomplex nach einem Artefakt. So leicht, wie es sich anhört, ist es aber natürlich nicht, denn es gibt Kreaturen, die das verhindern wollen. In diesem Fall sind es kleine Kobolde, die uns die Suche erschweren. Die kleinen Widerlinge springen euch entgegen und versuchen euch daran zu hindern, weiter in die Höhlen vorzudringen. Hierbei offenbart sich gleich eine Besonderheit des Kampfsystems von The Last Story: Wenn ihr in die Nähe eines Gegners kommt, greift ihr automatisch mit normalen Schlägen an. Die Kämpfe sind deshalb aber noch lange nicht einfach. Es entfällt lediglich das häufige Drücken der Schlagtaste. Um die Gegner effektiv niederzumachen, müsst ihr weiterhin manuell Zauber wirken oder feindlichen Attacken ausweichen. Das Kampfsystem hält auf diese Weise die Waage zwischen taktischem Anspruch und Action.
 
Vor jedem größeren Scharmützel wird eine Übersicht der Gegner angezeigt, die euch über deren Level und ihre Fähigkeiten in Kenntnis setzt. So seht ihr direkt, wer der Heiler der Gruppe ist, der unbedingt zuerst besiegt werden sollte. Auch sonst habt ihr viele Möglichkeiten, die Taktik für die anstehende Schlacht vorzubereiten und auch bei der Durchführung habt ihr mehrere Alternativen. In einer Szene stehen beispielsweise drei Gegner auf einer Brücke über uns, die wir auf verschiedene Arten besiegen können. Eine Variante besteht darin, das feindliche Trio in Gears of War-Manier aus der Deckung heraus mit Pfeilen zu beschießen. Dies dauert allerdings recht lange, weshalb ihr in dieser Zeit somit nicht aktiv am Kampfgeschehen teilnehmen könnt. Eine andere Option besteht darin, die Zauberfähigkeiten unserer Magier zu nutzen. Dabei konzentrieren wir ihre Geschosse auf eine markierte Stelle der Brücke, wodurch diese auf imposante Weise einstürzt und die Kobolde zu Tode stürzen. Da unsere magisch begabten Mitstreiter währenddessen quasi ohne Schutz sind, sollten wir uns jedoch gut überlegen, ob wir sie dafür einsetzen wollen.
 
Storytechnische Charakterwechsel
 
Die ganze Höhle ist sehr linear aufgebaut und treibt in schön in Szene gesetzten Zwischensequenzen die Geschichte voran. An manchen Stellen der Story wechselt ihr den Charakter, und damit auch die Fähigkeiten -- manchmal müsst ihr daher sogar euren kompletten Spielstil ändern. Dies ist aber auch für die Geschichte wichtig. So wird etwa zwischenzeitlich ein Gruppenmitglied von einem Zombie fast getötet. In einer Zwischensequenz seht ihr nun, wie euer in der Zeit gespielter Charakter sich daran erinnert, wie seine Mutter starb, und er dort nicht helfen konnte. Und wie in jedem guten japanischen Rollenspiel erlangt dieser Charakter genau in diesem Moment eine neue Macht, die ihm hilft, das Gruppenmitglied zu retten. Der Charakter kann ab diesem Moment alle Gegner im Umkreis auf sich ziehen, so dass diese ihn und nicht seine Gruppe angreifen. Diese Fähigkeit könnte vor allem in der Koop-Kampange interessant werden, da sie dort ganz neue taktische Möglichkeiten eröffnet.
 
Der storytechnische Charakterwechsel und die fest definierten Fähigkeiten haben aber auch eine negative Seite: Die lineare Charakterentwicklung. Bei jedem Levelaufstieg werden die Attribute automatisch erhöht, und auch Fähigkeiten und Ausrüstung können nicht ausgewählt werden, sondern werden automatisch verbessert. Spieler, die viele Nebenquests erledigen, werden zwar dennoch deutlich stärker sein als Spieler, die nur der Hauptgeschichte folgen, dennoch dürfte es viele Spieler ärgern, dass sich die Charaktere nicht individualisieren lassen.

Imposanter Bosskampf

 
Am Ende der Höhle wartet natürlich ein Endgegner auf euch, im Fall der ersten Höhle von The Last Story ein großes Monster mit nur einem Auge. Auch hier eröffnet sich eine weitere Besonderheit des Spiels. Sowohl der vom Spieler gesteuerter Held als auch die Gruppenmitglieder haben für jeden Endkampf drei Leben, wodurch ein Fehler, der das Ableben eines Charakters verursacht, nicht ganz so schlimm ist. Doch auch der Endboss selbst ist sehr „nett“ geworden, so müsst ihr erst mit einem Pfeil sein Auge treffen, ihm dann ein wenig Schaden zufügen, um ihn letztenendlich auf eine Brücke zu locken, die dann unter seinem Gewicht einstürzt. Das ist nicht nur imposant in Szene gesetzt, sondern auch überraschend und hebt sich von den Bosskämpfen vieler anderer Rollenspiele ab. Zum Abschluss gibt es noch eine Zwischensequenz, in der die Helden in einer Stadt ankommen. Leider war es uns nicht möglich, die Stadt zu erkunden. Mitarbeiter von Nintendo versprachen uns allerdings, dass das Spiel ab diesem Punkt nicht mehr so linear sei.

Vorläufiges Fazit:

Wenn der Rest des Spiels hält, was die erste halbe Stunde verspricht, wird das Spiel auf jeden Fall zu den letzten Knaller-Titeln der Wii gehören. Das Kampfsystem ist zwar vereinfacht, aber dennoch taktisch, die Grafik ist auf oberem Wii-Niveau, die Atmosphäre spürt man selbst ohne Japanisch-Kenntnisse und die Koop-Kampange rundet das Ganze ab. Alle Fans von JRPGs sollten dieses Spiel auf jeden Fall im Auge behalten.

Athavariel 21 Motivator - P - 27873 - 29. August 2011 - 22:57 #

Ach bin ich froh Wii-Besitzer zu sein

Niko 16 Übertalent - 5024 - 29. August 2011 - 23:39 #

Ich habe es ja bereits im Juli anspielen dürfen und ich teile die Meinung des Artikels zu 100%. Wird ein sehr nettes JRPG. Mein Problem ist einfach - ich kann die Wii Spiele einfach nicht mehr ertragen. Ja, ich weiß - böse subjektiv bla bli blub - aber wirklich:

Immer wenn ich ein Wii-Spiel spiele, das wirklich gut ist, dann denke ich: Wir schön könnte dieses Spiel auf der Xbox 360 oder PS3 sein.... und dann erinnere ich mich an Spiele wie Valkyria Chronicles, Eternal Sonata oder Lost Odyssey... dabei bin ich sonst immer einer der Ersten die sagen: Grafik ist nicht so wichtig! :/

Anonymous (unregistriert) 30. August 2011 - 2:01 #

Lost Odyssey war ein recht gutes Spiel, aber wenn dir das lieber ist, als ein "Last Story" oder "Xenoblade" dann ist dein "Grafik ist nicht so wichtig" wirklich nur eine dahergesagt Phrase!

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 30. August 2011 - 7:16 #

Gott bewahre, wie gut könnten die Spiele dann erst auf dem PC aussehen? ;)

Im Ernst, ich spiele auch gerade Xenoblade und klar ist es anfangs gewöhnungsbedürftig. Nach einiger Zeit setzt aber die Immersion ein und die technische Seite der Graik rückt in den Hintergund.
Zuvor hatte ich nochmal Chrono Trigger via VC gespielt - das Spiel ist zwar bedeutend älter, der Effekt ist aber sehr schnell der Gleiche.

Niko 16 Übertalent - 5024 - 30. August 2011 - 13:03 #

Ich habe erst wieder Terranigma durchgespielt vor einigen Wochen. Das Problem an den SNES RPGS ist aber, dass der Look nicht so stark gealtert ist, weil halt 2D

mihawk 18 Doppel-Voter - P - 12982 - 30. August 2011 - 6:37 #

Gut, auch dieses Spiel ist mal notiert, wird wohl ein Pflichtkauf werden neben Xenoblade und Pandoras Tower.

TheEdge 14 Komm-Experte - 2383 - 30. August 2011 - 8:31 #

Die Wii hat zum Schluss echt nochmal ein super Lineup bekommen. Werde immer zufriedener mit der Konsole :)

RomWein 14 Komm-Experte - 2102 - 30. August 2011 - 12:40 #

Auf das Spiel warte ich eigentlich schon, seit es damals für den japanischen Markt angekündigt wurde. Von daher bin ich froh, dass es den Sprung nach Europa geschafft hat und freue mich auch schon sehr darauf. Wird wirklich ein schöner Ausklang für die Wii... Xenoblade Chronicles, The Legend of Zelda: Skyward Sword, The Last Story, Pandora's Tower und dazwischen noch Kirby's Adventure Wii. :) Bleibt nur zu hoffen, dass man auf der WiiU nicht auch erst bis zum Ende hin warten muss, bis mal ein paar jRPG-Kracher erscheinen.

volcatius (unregistriert) 30. August 2011 - 12:53 #

Too little, too late.

Renraven 14 Komm-Experte - P - 2203 - 30. August 2011 - 13:08 #

Wär ja mal super wieder Futter für die einstaubende Wii zu bekommen .. das letzte Game dass ich mir gekauft hab war Monster Hunter Tri :/

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8309 - 30. August 2011 - 13:09 #

Neben Pandora's Tower mein Most Wanted für Wii.

Severian 17 Shapeshifter - P - 7090 - 30. August 2011 - 17:29 #

kleine Korrektur:
so müsst ihr ihm erst mit einem Pfeil sein Auge treffen -> das "ihm" löschen

Maximilian John Community-Event-Team - 9978 - 30. August 2011 - 18:22 #

Danke für die Anmerkung, wurde korrigiert.

Anonymous (unregistriert) 31. August 2011 - 20:06 #

Wie Koop Kampagne?
Man kann die Story zu zweit durchspielen?
Wie sieht das aus?
Einer übernimmt nur in Kämpfen eine Figur, so wie in Tales of Symphonia?

Maximilian John Community-Event-Team - 9978 - 31. August 2011 - 20:36 #

Leider wurde die Koop-Kampagne nicht gezeigt, allerdings wird sie, so wie ich es verstanden habe, für 4 Spieler ausgelegt sein.

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Mistwalker
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24.02.2012
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