Xbox 360: Spieler will Microsoft verklagen

360
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Maximilian John 9978 EXP - Community-Event-Team,R10,S7,C1,J7
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24. August 2011 - 21:27 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
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In den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es viele kuriose Gründe, für die schon eine Person verklagt wurde. Ob nun die Stricknadel, auf der nicht "Vorsicht spitz" stand, oder der Versuch, Blizzard zu verklagen, da das Spiel World of Warcraft aufgrund der großen Spielwelt dem Spieler zu viel Lebenszeit stehle. Eine ähnlich kuriose Situation betrifft nun Microsoft. Der Xbox-Live-Nutzer David Stebbins hatte es satt, dass Unternehmen ihre Nutzungsbedingungen ändern können und den Kunden auffordern, den Vertrag zu kündigen, sollte dieser mit den neuen Richtlinien nicht einverstanden sein. Deshalb informierte Stebbins Microsoft darüber, dass er die Servicebedingungen einseitig geändert habe. Nach zehn Tagen, in denen er keine Antwort von Microsoft bekam, hat der Konzern die Bedingungen seiner Meinung nach akzeptiert.
 
Nun forderte Stebbins Microsoft auf, sich mit ihm in Verbindung zu setzen, um über eine Schadensersatzforderung von rund 500 Milliarden US-Dollar zu diskutieren. Wie zu erwarten war, bekam er erneut keine Antwort. Jedoch hatte Stebbins in die Aufforderung eine Klausel eingebaut, wonach er bei ausbleibender Kontaktaufnahme automatisch gewinnt. Deshalb reichte er die Forderung bei einem Gericht ein. Ob die Forderung jedoch Gewicht hat, ist fraglich. Stebbins hatte schon mehrmals versucht, andere Unternehmen aufgrund ähnlicher Umstände zu verklagen, bisher allerdings erfolglos. Nach eigener Aussage geht es ihm auch nicht darum, die Unternehmen zu nerven oder sich selbst zu bereichern, sondern einzig und allein um Chancengleichheit in Verträgen.
Anonymous (unregistriert) 24. August 2011 - 21:46 #

Recht hat er ja.
Kaufe ein Spiel im Laden:
Unsere Nutzungsbedingungen können sie unter Steampower.com nachlesen. Nur schließe ich den Vertrag mit dem Kauf ab.
Dann werde ich noch mal während der Instalation also nach dem öffnen mit den Vertragsbedinungen vertraut gemacht. Nur ist der Vertrag da schon existent und eine Rücknahme schließt so gut wie jeder Händler aus.
Und wenn sie die Nutzungsbedingungen änder sollten (wir Unterstützen ab sofort kein Win98 mehr obwohl das Spiel es eigentlich tut), dann muss ich das akzeptieren oder ich kann den Vertrag einseitig nicht mehr nutzen. Bei Steam als Nutzer und Kunde erfasst bleibe ich trotzdem obwohl ich durch eine einseitige Vertragsänderung rausgeworfen wurde.

Und das ist nur der PC. Auf den Konsolen existieren komplett geschlossene Systeme. Was das bedeutet hat man ja bei der PS3 gesehen. Im übrigen kann man sich vor solchen Dingen nur dann schützen, indem man keine neuen Spiele mehr kauft, da neuere Spiele dann die Firmware schon mitbringen.

Und warum geht das so einfach? Egal wie sich die Firmen aufführen und auftischen, die Kunden fressens. Das haben die BWLer an der Spitze schon ganz richtig erkannt. Und sie nutzen es.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 24. August 2011 - 22:06 #

Du hast immer die Möglichkeit, die Spiele zurück zu geben, wenn dir die Nutzungsbestimmungen bei Kauf nicht vorgelegt worden sind. Das mag vielleicht der eine oder andere Mitarbeiter vorerst verweigern, ändert aber daran nichts.

Das mit dem Ändern stimmt aber, das ist eigentlich ein Unding. Aber mit diesen Lizenz-Geschichten lassen sich ja sowieso so manche Undinge durchziehen...

Anonymous (unregistriert) 24. August 2011 - 22:17 #

Probiers mal aus. Ich habe es bei Amazon probiert, weil ich ein Spiel gekauft hatte bei dem nicht vorher klar war, dass es Steam hat.
Bei dem es nicht mal in der Amazonbeschreibung sondern nur klein hinten auf der Hülle standt.
Ich habe so argumentiert wie du. Auch, dass ich Steam nicht nutze. Meine einzige Möglichkeit wäre gewesen einen Anwalt einzuschalten.
Gegen wen? Gegen Steam, gegen den Entwickler oder gegen Amazon? Na danke. Ich habe ordentlich Dampf bei den Entwicklern abgelassen.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 25. August 2011 - 0:09 #

Gegen Amazon, die müssen das Spiel dann zurücknehmen. Die Argumentation funktioniert immer, es sei denn, irgendwer druckt dir vorher die Nutzungsbestimmungen aus und legt sie dir an der Kasse vor. Dass dir das so ohne weiteres irgendwelche Support-Leute oder ein Verkäufer nicht glauben, kann aber natürlich schon sein. Da hast du schon Recht, gerade im Internet hat man es dann natürlich etwas schwerer mit dem "Druck machen" als wenn man irgendwo vor Ort mit dem Verkäufer spricht.

Alien42 (unregistriert) 25. August 2011 - 7:55 #

Das Problem ist, wenn er es ausgepackt hat. Auf der Rückseite wird, wenn auch sehr klein und manchmal durch die Farbwahl schwer lesbar, darauf hingewiesen, das du die Nutzungsbedingunen vor der Installation akzeptieren musst inkl. URL. Damit kannst du die Nutzungsbedingungen vor dem Auspacken bereits lesen und entscheiden, ob du die akzeptieren willst oder nicht. Ist es einmal ausgepackt, kommst du ohne Anwalt nur noch schwer weiter. So kulant ist noch nicht mal Amazon.

Anonymous (unregistriert) 25. August 2011 - 0:10 #

öhm nein? liegen dir als privatkunden die bedingungen bei kauf nicht vor, so gibt es sie nicht, völlig egal was nacher bei der installation auf dem bildschirm erscheint. da kann man auch getrost einen haken unter die agb setzen, denn der wird niemals irgendwo rechtlich bestand haben. deshalb gibs eigentlich auch keinen umtausch.

Alien42 (unregistriert) 25. August 2011 - 7:57 #

Das ist ja das Problem, sie liegen dir ja eigentlich bereits vor, wenn auch nicht in Papierform, sonder nur als URL in Mikroschrift.

Anonymous (unregistriert) 25. August 2011 - 17:36 #

dann zählts nicht. die eulas, die wir alle kennen, gelten hier nicht als beidseitiges einvernehmen, sondern lediglich als einseite erklärung des vertreibers. daher ist alles, was auf das einverständnis des kunden beruht nichtig. wenn dort zb. drin steht, das du das produkt nicht weitergeben darfst und mit einem haken akzeptierst, hat das überhaupt keine relevanz. du kannst ding ohne bedenken weitergeben.

Anonymous (unregistriert) 24. August 2011 - 21:55 #

Recht so. Das man bei solche Firmen entweder Nutzungsbedingungen akzeptieren muss oder ohne Entschädigung für bereits gezahlte Abozeit abgewimmelt werden kann ist Betrug.

Fuutze 11 Forenversteher - 820 - 24. August 2011 - 22:01 #

Irgendwie kann ich nicht glauben das er das aus höheren Motiven tut.
Falls doch, Respekt - Recht hat er.
Falls nicht, Respekt für den Mut bzw. die Unverschämtheit zu versuchen auf diese Weise zu Geld zu kommen.

Age 19 Megatalent - P - 13972 - 24. August 2011 - 22:06 #

Super Aktion um auf diesen Missstand (neue Rechtschreibung saugt...) hinzuweisen. Viele werden es aber mal wieder nicht verstehen, was das denn nun wieder soll...

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73397 - 24. August 2011 - 22:11 #

"Nach eigener Aussage geht es ihm auch nicht darum, die Unternehmen zu nerven oder sich selbst zu bereichern, sondern einzig und allein um Chancengleichheit in Verträgen."

Ist klar. Soviel Aufwand nur der "guten Tat wegen". Glaub ich ihm das mal :). Auch das Ding wird erfolglos enden und dann ist die nächste Firma dran.

Anonymous (unregistriert) 24. August 2011 - 23:17 #

Die Summe zeigt doch ganz klar, daß er sich keine Siegchancen ausrechnet.
Und trotzdem macht er weiter. Das zeigt doch den guten Willen.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 25. August 2011 - 0:10 #

Dass er es mehrfach erfolglos probiert hat, sollte ihn geheilt haben, wenn es ihm nur um das Geld ginge, oder nicht? Muss er da nicht auch jedes Mal die Prozesskosten bezahlen? Ein ziemlich teures Geschäft, wenn man sich vorstellt, dass er damit reich werden möchte, oder nicht?

Athavariel 21 Motivator - P - 27873 - 24. August 2011 - 22:39 #

Wo bitte hat den dieser Assi recht. Microsoft bietet eine Dienstleistung an und dafür stellen sie Nutzungsbedingungen auf, wie jeder andere Anbieter auch. Wer das Produkt oder Dienstleistung zu diesen Bedingungen nicht nutzen will, der kann es lassen. Zwang ist ja nicht.
Was jetzt diesen Deppen gerieten hat, solche Forderungen zu stellen, ist mir schleierhaft. Er bietet ja nicht mal etwas an. Seit wann kann den ein Nutzer Bedingungen des Anbieters ändern? Hallo gehts noch.
Und das er es Uneigennützig macht, den Spruch kann man beim erstenmal bringen. Mittlerweile gehts bei ihm wohl nur um die Kohle. Er scheint sonst nichts zu können. Ein Taugenichts.

Maximilian John Community-Event-Team - 9978 - 24. August 2011 - 22:47 #

Über SInn oder Unsinn dieser Aktion lässt sich Streiten, allerdings kann man das auch etwas freundlicher und weniger ausfallend ausdrücken. Selbst wenn er hier nicht mitliest, Beleidigungen sind für eine sachliche Diskussion nicht gerade förderlich...

Age 19 Megatalent - P - 13972 - 24. August 2011 - 23:49 #

Ich glaub du verstehst nicht ganz worum es geht. Du kaufst Produkt xy mit den Nutzungsbedingungen z. Nun ändert der Hersteller die Nutzungsbedingungen z immer einseitig wie er lustig ist und du musst fressen oder sterben, um dein Produkt xy weiterhin nutzen zu können. Mehr will der gute Mann mit seiner Aktion doch auch gar nicht aufzeigen... Was ist daran so schwer zu verstehen?

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 24. August 2011 - 23:50 #

Du kaufst ein Spiel/Konsole/Online-Dienst, zu Bedingung A. Es vergeht ein halbes Jahr und du musstest änderung der Bedinung B+C+D+E akzeptieren, oder der Mehrwert/Nutzen geht verloren.

Das ist allerdings nicht auf MS alleine bezogen, sondern alle die irgendwie mit Lizenzrechten daherkommen und ihre AGB/EULA's so oft Einseitig ändern, wie manch anderer seine Socken.

Ich freu mich jedes mal bei 360/PS3/iTunes/etc bei AGB änderungen, die schicken mir dann 14 Bildschirmseiten mit Text zu mit winziger Schriftgröße. Bei einigen bedingungen schlackern mir die Ohren. Ja, ich könnte "Nein" zu einem Punkt sagen und dann das Gerät/Spiel in die Tonne werfen oooder jemand macht sich den Spass und dreht den Spiess mal um.

Ich find die Aktion gut.

Anonymous (unregistriert) 25. August 2011 - 1:36 #

Schön ist, dass man sich oft genug die Änderungen auch noch selbst suchen muss. Dazu muss man dann schon eine alter Version der AGBs zu liegen haben um die Unterschiede zu finden.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 25. August 2011 - 2:01 #

Sollte man sich mal im Fussball wagen.

Deutschland VS England, WM-Endspiel. Verlängerung erste Halbzeit. Deutschland schiesst ein Tor und das Spiel wird abgepfiffen, die Regeln bei der Fifa wurde kurzzeitig aufs Golden Goal umgemünzt.

Danach könnte man nur noch anhand von Bildern rekonstruieren wie das Stadion mal aussah.

Larnak 21 Motivator - P - 25591 - 25. August 2011 - 0:14 #

Bevor man jemanden mit "Assi" beschimpft sollte man sich erst mal klar darüber werden, dass man verstanden hat, worum es eigentlich geht :)
Nach deinem Beitrag zu urteilen hast du das nicht, denn die Nutzungsbestimmungen an sich sind, wie schon erklärt, gar nicht der Grund für die Klage.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 25. August 2011 - 8:27 #

"Dieser Assi".

Wie alt bist Du nochmal? :>

Rainer Nawratil 11 Forenversteher - 752 - 25. August 2011 - 6:46 #

Da sollte man sich aber eine Lobby zulegen, bevor man Microsoft attackiert. Oder besser noch einen reichen Scheich als Freund haben *g*.

Wuslon 18 Doppel-Voter - - 9858 - 25. August 2011 - 9:42 #

Es wäre lustig, zu beobachten, was passiert, wenn er gewinnt. Dann können wir Spieler ja mal täglich die Bedingungen einseitig ändern und die Unternehmen damit komplett lahm legen. Ein witziger Gedankengang, der aber auch genau das bleiben wird: nicht mehr als ein Gedankengang.

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