Wie wird wohl der PC-Markt in einigen Jahren aussehen? Wird es auch 2020 noch klassische Desktop-Computer zur freien Konfiguration geben oder konzentriert sich der Markt auf All-In-One-Computer, Notebooks, Tablets und Smartphones? Als Internet-Zugangspunkt hat der sperrigen Staubfänger Desktop-PC mittlerweile schon fast ausgedient und auch traditionalle Büroaufgaben übernimmt in vielen Haushalten und Unternehmen das praktischere, aber nur schwer aufrüstbare Notebook. Doch warum auch aufrüsten, wenn die Rechenleistung für Otto-Normalanwender schon seit Jahren hoch genug ist? Nach regelmäßigen Geschwindigkeitsupgrades verlangen schließlich eher die Gamer, die unter den Notebook-Besitzern nur einen kleinen Teil ausmachen. Spielen wir in acht Jahren alle mit unseren
Tablets oder am Fernseher mit
Cloud-Zugriff? Mit
Hewlett Packard verabschiedet sich gerade der größte PC-Hersteller der Welt aus dem PC-Geschäft, die Verkaufszahlen von Acer sind stark rückläufig. Lenovo scheint, auch angesichts der
Übernahme von Medion, allerdings optimistisch. Gleiches gilt für Dell. Deren Umsätze stagnieren zwar, aber immerhin musste Dell keine katastrophalen Einbußen hinnehmen, wie Acer sie hinnehmen musste. Auch deshalb stellt sich die Frage, ob der Kunde einfach nur mangelhafte Qualität abstraft oder der PC tatsächlich ein aussterbendes Relikt der Vergangenheit ist.
Aller Unkenrufe zum Trotze: auf dem Markt für PC-Hardware bewegt sich immer noch einiges. Allerdings nicht immer in die erwünschte Richtung. Intel kämpft beispielsweise mit fehlerhaften SSD-Laufwerken. Ein Firmwareupdate sollte Abhilfe schaffen, es sorgt aber offenbar für weitere Probleme. Schlechte News gibt es auch für aufrüstwillige PC-Spieler: Die ursprünglich für Ende diesen Jahres angekündigte neue Grafikkartengeneration verschieben sich voraussichtlich auf 2012.
Intels SSD 320 bleibt scheinbar auch mit neuer Firmware fehlerhaft.
Intel behebt "8MB-Bug" - oder doch nicht?
Es gibt kaum etwas Ärgerlicheres als den spontanen Datenverlust auf einem wichtigen Datenträger. Entsprechend sauer dürften einige Nutzer von Intels SSD 320 gewesen sein, als ihre Festplatte sich plötzlich als 8 Megabyte großes Laufwerk im System meldete. Alle gespeicherten Daten waren nach diesem Bug komplett verloren. Auch wenn dieses Problem offenbar nur nach einem ungeplanten Stromverlust (durch Stromausfall oder ruppiges Ausschalten des Rechners ohne vorheriges Herunterfahren) auftrat, versprach Intel baldige Abhilfe in Form eines Firmwareupdates für die betroffenen Laufwerke. Am 17. August erschien das Update mit der Revisionsnummer
4PC10362 dann auch tatsächlich.
Mittlerweile berichten allerdings Nutzer der SSD 320 in diversen Foren, dass der Fehler auch trotz aufgespieltem Update weiterhin auftritt. Und schlimmer noch: Zuvor nicht vom 8MB-Bug betroffene Anwender melden nach der Verwendung des Updates Probleme mit genau diesem Bug. Eine Erklärung von Intel zu den Problemen steht noch aus. Bis dahin gilt weiterhin der Ratschlag: Regelmäßige Datensicherungen durchführen -- und eventuell vorerst auf das Updaten der Firmware verzichten.
AMDs HD7000 erscheint offenbar erst Anfang 2012.
Neue AMD-Grafikkartengeneration erst im kommenden Jahr
Es war bereits abzusehen: Vor kurzem verkündete TSMC, ein großer Zulieferer für Mikrobauteile, dass die Ausbeute beim neuartigen Fertigungsverfahren in 28 Nanometer Strukturbreite weit unter den Erwartungen läge. Sowohl Nvidia als auch AMD lassen in diesem Verfahren bei TSMC ihre kommenden GPUs fertigen, so dass eine Verschiebung des Releasezeitpunktes absehbar war. Zwar ist man sich bei Nvidia recht sicher, noch in diesem Jahr kleinere Stückzahlen der als Kepler bekannten GPU-Generation als Testmuster fertigen zu können, das Endkundengeschäft dürfte jedoch erst im ersten Quartal 2012 anlaufen. AMD verkündete, noch in diesem Jahr erste Chips für die HD7000-Serie liefern zu wollen, was allerdings auch auf Lieferungen an Grafikkartenhersteller bezogen werden kann. Mit Powercolor meldet sich jetzt ein großer Hersteller von AMD-Grafikkarten zu Wort: Neue Karten gibt es erst im ersten Quartal 2012. Das Weihnachtsgeschäft muss ohne überarbeitete Hardware auskommen. Wer verzweifelt sein Weihnachtsgeld ausgeben will, wird sich also wohl auf AMDs Bulldozer-Prozessoren stürzen müssen. Auch Intels Ivy Bridge erscheint erst im Frühjahr 2012.
Ich kann nur hoffen, dass sowas mit meiner Vertex2 nicht passiert. Und ja, ich glaube, dass es im Jahre 2020 nicht mehr wirklich große Tower unter Schreibtischen geben wird. Das Prinzip PC bleibt wohl erhalten.
Die Tower werden nur kleiner, wenn die Grafikkarten auch wieder kleiner werden. Auf oder unter Bürotischen allerdings hast du recht wird man keine mehr finden. Da kommen einfach ein paar kleine AllIn Ones drauf. Bzw hat eh jeder nen Laptop. Größere Firmen lassen gänzlich alles mit ThinClients und Serverlösungen laufen.
Aber bei Spielern auf dem Tisch bleibt der globige PC. Gibt atm keine andere Möglichkeit viel Leistung auch gut zu Kühlen und sie bezahlbar zu halten.
Umso mehr wundert mich, daß es keinen Markt für externe Grafikkarten zu geben scheint.
Somit könnte das alltägliche (und mittlerweile recht günstige) Notebook mit guter CPU und RAM für den Alltag und Abreit ausreichen und für das Zocken dann eine externe Grafikkarte angschlossen werden.
Die Lösungen von Asus etc. haben sich aber scheinbar nie durchgesetzt.
Schade...
greets
Könnte sich ändern, wenn der eine oder andere Hersteller irgendwann einmal auf Thunderbold als Schnittstelle setzen würde..
Wenn es das modular und aufrüstbar gäbe, ich wäre sofort dabei. Daten sind eh schon extern und/oder in der Cloud.
Thunderbold ist ja nur eine Schnittstelle wie USB. Nur eben deutlich schneller. Daher sind damit sowohl externe Datenträger genauso realisierbar wie externe Grafikkarten und Monitore, die ihre Grafikkarte bereits in sich tragen. Warum nicht das GPU-Board des Zocker-Bildschirms auswechseln während der Rechner unscheinbar unter dem Tisch montiert seine Arbeit vollrichtet?
Klingt auf den ersten Blick erst mal sehr verlockend ^_^
Ich bin mittlerweile auch mit aktueller Notebooktechnik sehr zufrieden.
Auch wenn Desktops immer mehr Leistung haben und billiger sind möchte ich keinen festen Rechner mehr haben.
Aktuell sind Spielenotebooks gut genug um alle interessanten PC Sachen flüssig zu spielen und per HDMI Schnittstelle kann man das Ganze bequem am Fernseher genießen.
Trotzdem verstehe ich natürlich, dass es viele Leute gibt, die nicht auf einen Festrechner verzichten möchten.
Ich bin auch mal gespannt ob es den klassischen Desktop noch in 10 Jahren geben wird.
Die aktuellen PC Absatzzahlen sprechen ja eher dagegen.
Wie gesagt, den Gedanken gibt es schon länger - allerdings mit PCIe-1x. Das verstehe ich nicht als High-End :-)
Thunderbolt überträgt in der aktuellen Fassung immerhin 10 Gigabyte pro Sekunde - das entspricht PCIe1.1 4x. In früheren Grafikkartentests wurden selbst flotte Modelle durch eine x4-Verbindung nicht so stark ausgebremst, als dass man komplett darauf verzichten wollen würde. Thunderbolt mit 20 GB/sek. und mehr ist bereits im Gespräch, durch optische Verbindungen wäre auch noch mehr drin.
"Lenovo scheint, auch angesichts der Übernahme durch Medion, allerdings optimistisch." - Ich war bislang davon ausgegangen, daß Lenovo Medion übernommen hat, und nicht umgekehrt... ;)
von, verdammt, wer hat das "von" geklaut? :D
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