GC11: Uncharted 3 - Second Look

PS3
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André Mackowiak 1363 EXP - 13 Koop-Gamer,R8,S3,A2
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22. August 2011 - 19:51 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert
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Ein Hauch von Orient wehte durch das Radisson Blu Hotel Köln, in dem uns Sony zu der gamescom-Präsentation von Uncharted 3 mit Perserteppichen, Palmen und Wasserpfeifen begrüßte. Naughty Dogs Community Strategist Arne Meyer führte uns durch die Demo, welche nach der E3 leider schon etwas angestaubt wirkte. Wir ließen uns dennoch berauschen.

Was es zu sehen gab

Den Anfang machte die E3-Demo, in welcher sich Nathan durch ein ausgedientes, schwerbewachtes Kreuzfahrtschiff kämpft. Statt entspannt und sonnig, geht es sehr rau und hektisch zu, da das Schiff mitten durch einen Sturm schippert. Naughty Dog spielt hier sehr schön mit der Physik, welche das Schiff stets hin und her schwanken lässt, Kronleuchter schaukeln und Müll über das Deck rollen lässt. 

Nathan kämpft sich weiter in den Frachtraum vor, bevor er von Soldaten umzingelt wird. Er rettet sich mit einem gezielten Griff an den Gurt eines Soldaten, klaut ihm eine Granate, entsichert sie und wirft sie weg, um für Ablenkung zu sorgen. Doch was an Land eine gute Idee sein mag, entpuppt sich innerhalb eines Schiffes als allzu waghalsig. So reißt die Explosion den Rumpf des Schiffes ein, Wasser bahnt sich seinen Weg ins Innere und die Fracht beginnt sich zu lösen.

Schnell gerät das Schiff in Seitenlage, wodurch sich Drake nicht nur mit den Wassermassen, sondern auch mit Orientierungsproblemen rumschlagen muss. Er klettert, krabbelt und taucht durch Gänge im Schiff, welche komplett geflutet werden. Doch plötzlich steigt das Wasser zu stark an und Nathan ist gefangen. Sein endgültiges Ende? Nein, nur das vorzeitige Aus dieser Demo.

Im zweiten Level, welcher leider ebenfalls auf der E3 gezeigt wurde, schleichen sich Elena und Nathan nachts an ein Frachtflugzeug heran. Das Paar trennt sich an einem Zaun, an dem Nathan seiner Freundin klarmachen will, dass sie lieber das Weite suchen soll. Es sei zu gefährlich und er hätte sie zuvor bereits einmal beinahe verloren. Der Leitwolf zieht also alleine weiter und lässt das schwache Weibchen lieber in Sicherheit zurück.

Doch unzuverlässig wie Männer nun mal sind, lässt sich Nathan Drake einfach zu viel Zeit: Er gerät in einen Hinterhalt und muss sich über die Dächer des Flughafens hinweg kämpfen, anstatt direkt das Rollfeld zu erreichen. So verpasst er das geplante Rendezvous mit dem startenden Flugzeug und rennt diesem verzweifelt hinterher. Doch plötzlich taucht Elena mit einem Jeep auf und Drake bemerkt wieder einmal mehr wie unersetzlich Frauen mit guten Fahrkünsten sind, selbst wenn sie hier auch vom Spieler gesteuert werden. In letzter Sekunden springt er mit Elenas Hilfe auf das Fahrwerk des Flugzeugs und lässt sich von diesem in das Flugzeug befördern.

Die neu gewonnene Sicherheit ist trügerisch, denn ein Turban-tragender Bösewicht bemerkt Nathan in einem Lüftungsschacht und zerrt diesen heraus. Der Goliath will unseren Helden als ungebetenen Gast entsorgen und öffnet deshalb während des Fluges die Laderampe des Frachtflugzeuges. Mit einem Blick auf die unendlichen Weiten der Sanddünen am Boden beginnt ein Showdown auf der Rampe, den Nathan vorzeitig gewinnt: Er löst im rechten Moment einen Fallschirm, welcher sich am schweren Frachtgut befindet. Der Fallschirm entfaltet sich und reißt die festgezurrte Fracht mit sich hinaus - samt dem bösen Widersachers. Unser Protagonist erfährt auch jetzt erst die ganze Tragweite seiner Tat, denn weitere Frachtteile werden in die Wüste herausgerissen und es gelingt ihm nicht, sich am Boden festzuhalten. Nathan Drake verliert den Halt und fliegt aus dem Flugzeug heraus. Im letzten Moment hält er sich an einem langen Schwanz der Ladung fest, welcher vom Fallschirm herausgezogen wurde und noch immer am Flugzeug hängt. Mit diesem Cliffhanger endet auch dieser Teil der Demo.

Was gefallen hat

Naughty Dog schafft es mit dem dritten Teil der Serie auf dem Sahnehäubchen noch eine Kirsche und noch mal eine Extraportion Sahne draufzuschlagen. Erneut gerät man bei dem weiter hochgeschraubten Detailreichtum der Grafik ins Staunen. Die Gesichter sind noch feiner gestaltet, die Animationen und Takedowns noch lebensechter und besonders die Lichteffekte im Kreuzfahrtlevel zeigen, dass sich das Team grafisch noch höhere Ziele für Uncharted 3 gesetzt hat. So verriet Arne Meyer, dass man für den höheren Grad an Realismus beispielsweise das Flugzeug aus der Demo anhand der Konstruktionspläne eines echten Fliegers originalgetreu nachgebaut habe oder in die nordamerikanische Wüste reiste, um die Bewegungen von Sanddünen vor Ort unter die Lupe zu nehmen.

Die Dramatik der Story scheint sich auch etwas zu wandeln. Cineastische Zwischensequenzen wie der Showdown auf der Laderampe sind nun scheinbar häufiger interaktiv und die Kamera ist dabei näher am Geschehen. Die Beziehungen der Charaktere aus den vorherigen Teilen wird in Uncharted 3 zunehmend intensiver. Doch auf bestehende Gerüchte wie Elenas Schwangerschaft oder den möglichen Tod eines wichtigen Hauptcharakters wollte Arne Meyer nicht eingehen.

Die Szenen mit dem Frachtflugzeug erinnern uns nicht nur an den Ankündigungstrailer, sondern natürlich auch an die Multiplayer-Beta, in der eine Map mit einer ähnlichen Verfolgungsjagd beginnt. Naughty Dog plant hiermit, die Singeplayer- und Multiplayer-Erfahrung miteinander zu verweben. Die Inspiration für viele Multiplayer-Maps sei laut Arne Meyer dem Einzelspielermodus entnommen worden, wenn auch nicht restlos. Außerdem wurde verkündet, dass auch Locations aus den vorherigen Teilen genutzt werden sollen. Während es bei der Mehrspieler-Beta wiederholt Kritik an einer möglicherweise trägen Steuerung gegeben hat, kam auf der gamescom ein erneute Entwarnung: Die Steuerung von Einzelspieler und Mehrspieler sind komplett getrennt gehalten worden, um für jede Erfahrung das optimale Handling zu ermöglichen.

Kritik und Fazit

Viel zu meckern gab es nicht. Die Idee, Zwischensequenzen noch stärker mit dem aktuellen Gameplay zu verschmelzen, ist wirklich gut. Dabei sah alles nach großem Kino aus. So wurde immer wieder von den anwesenden Journalisten aus der Präsentation gefragt, ob alle Abschnitte der Demo auch wirklich spielbar waren. Ja, sie waren es. Ein leichter Wehmutstropfen ist allerdings, dass diese Sequenzen trotz aller Interaktionen immer den gleichen Verlauf nehmen. Nathan konnte sich also entweder erfolgreich aus dem Klammergriff des Schurken im Flugzeug befreien oder es folgte das sofortige Game Over. Multiple Ausgänge oder Fortsetzungen solcher Handgreiflichkeiten, welche man es z.B. aus Spielen wie Heavy Rain kennt, gibt es hier leider nicht. Zwar hätten diese nicht so eine große Tragweite haben müssen wie in Heavy Rain, aber sie hätten den Wiederspielwert erhöht und das Gameplay auch nach Neustarts frisch gehalten.

Ansonsten erwartet uns dieses Jahr auch ohne Hut und Peitsche mit diesem Indiana Jones der Neuzeit ein fesselndes Abenteuer, welches nicht früh genug beginnen kann.

Killman 14 Komm-Experte - 2335 - 23. August 2011 - 11:22 #

Top Serie, aber die Konsole ist der Totalausfall. Gestern ist meine dritte PS3 zum Briefbeschwerer geworden. Echt eine Frechheit diese Konsolen Generation 2 Mal Xbox360, 3 mal Ps3 und einmal Wii schrott.

André Mackowiak 13 Koop-Gamer - 1363 - 23. August 2011 - 11:38 #

Ja, stimmt schon. Mein SNES läuft dagegen immer noch prima :)

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