GC11: Dragon Commander angeschaut [Update]

PC 360 PS3
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Christoph Hofmann 55125 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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24. August 2011 - 9:30 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
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Update vom 24.8.:

Larian Studios haben soeben acht Screenshots aus der gamescom-Demo veröffentlicht. Der Hauptteil der Bilder zeigt den Jetpack-Drachen in Aktion, ihr seht aber auch die Brücke eures Mutterschiffs sowie eure Gemächer, in der die untote Prinzessin auf euch wartet. Ihr findet die Screenshots in unserer Galerie.

Ursprüngliche News vom 20.8.:

Obwohl es bereits Freitagnachmittag ist, hat Farhang Namdar immer noch ein breites Grinsen im Gesicht, als er den Xbox-360-Controller (angeschlossen an einen PC) in die Hand nimmt. Kein Wunder, denn in wenigen Momenten zeigt uns der Lead Designer von Divinity 2 - Ego Draconis erstmals Dragon Commander. Bislang nur bekannt als Project D, ist es nach Aussagen von Namdar das Traumspiel der Larian Studios. Aus der eigenen Tasche finanziert und ohne einen Publisher im Genick, wollen die Entwickler dieses Mal alles richtig machen, was in der Vergangenheit dank Releasedruck schief gelaufen ist. Es ist wohl kein Zufall, dass Namdar als Negativbeispiel gerade die Drachenabschnitte von Divinity 2 anführt.

Dragon Commander spielt mehrere Jahrhunderte vor den Ereignissen in Divinity 2. Während ihr in letzterem als der letzte Drachenritter unterwegs seid, übernehmt ihr nun die Rolle des ersten Drachenritters und erlebt seine Geschichte. Wie diese genau aussieht, das wird derzeit noch nicht erzählt. Der Titel hat gerade erst die Vorproduktionsphase verlassen. Trotzdem gab es auf der gamescom bereits sehr viel zu sehen. 
 
Das Mutterschiff
 
Dragon Commander besteht aus drei Teilen. Eure Reise beginnt auf eurem Mutterschiff. Das besteht, ähnlich wie in Starcraft 2, aus mehreren Räumen. Hier unterhaltet ihr euch mit eurer Crew, rekrutiert und verbessert eure Armee und erforscht neue Fähigkeiten für euren eigenen Drachen. Nach jeder Runde erwartet euch hier außerdem ein Konflikt beziehungsweise Entscheidungen, die ihr über Dialoge mit eurer Crew treffen müsst. Ein Beispiel? Wir haben eine Runde zuvor eine untote Prinzessin befreit und gleich darauf geheiratet. Nun wünscht sie sich, dass wir ihr die vollständige Kontrolle über eine Provinz des Landes geben. Blöd nur, dass dort bereits die Zwergen wohnen. Nun haben wir die Wahl: Erfüllen wir den Wunsch der Prinzessin, erhalten wir eine zusätzliche Armee der Untoten. Doch die Zwerge werden dann schwer verärgert sein, was nicht nur die Forschung auf unserem Schiff verlangsamt, sondern auch unsere Wahlmöglichkeiten verringert. Wir entscheiden uns dennoch für die Prinzessin und erhalten dafür eine Spielkarte, welche für die Untotenarmee steht. Diese Kampfkarten sind wichtig und je besser eure Beziehung zum jeweiligen Charakter, desto stärkere Karten erhaltet ihr auch, wenn ihr euch für seine Sicht der Dinge entscheidet.
 
Der Strategiepart
 
Die Kampfkarten kommen im zweiten Spielabschnitt von Dragon Commander zum Einsatz, der Strategiekarte. Ähnlich wie in den Total War-Spielen, ist die Welt in mehrere Provinzen eingeteilt. Jede Provinz bringt ihre ganz eigenen Vorteile mit sich, wenn wir sie erobern. Beispielsweise können wir nur bestimmte Einheiten kaufen, wenn wir eine Fabrik besitzen, die wiederrum in einem der Gebiete steht. Und um die Fabrik für unsere Zwecke zu missbrauchen, müssen wir das jeweilige Territorium erst erobern. Es erwarten euch auch weitere Prinzessinen, die aus Türmen gerettet werden wollen. Am Ende müsst ihr euch aber für eine entscheiden. Mehrere Beziehungen gleichzeitig sollen nicht möglich sein.
 
Um die Gebiete zu erobern, verschieben wir fleißig unsere Armeen auf der Karte und treffen selbstverständlich auch auf feindliche Streitkräfte. Es kommt zur Schlacht -- aber erst am Ende der Runde. Zuerst haben wir die Möglichkeit die Ausgangssituation etwas zu verändern und hier kommen die Karten ins Spiel. Im Beispiel spielen wir nun die Karte "Militär - Untote Armee" sowie den "Imp Buster" aus. Letzterer gibt unseren Drachen eine spezielle und zerstörerische Spezialfähigkeit, die auf einen Schlag mehrere Gegner gleichzeitig ausschaltet. Haben wir alle möglichen Aktionen ausgeführt, beenden wir die Runde und wählen die Schlacht aus, an der wir uns persönlich beteiligen wollen. Der Ausgang der anderen wird ausgerechnet. Theoretisch könntet ihr auch alle auswürfeln lassen, doch ihr als Spieler seid eine entscheidende Kraft im Kampf. Deshalb ist es nicht ratsam den dritten Abschnitt des Spiels einfach zu überspringen. Nettes Detail: Der Strategiepart des Spiels wurde im Vorfeld einem Paper Testing (mehr Infos) unterzogen, er existiert also auch als reales Brettspiel.


Im fertigen Spiel werdet ihr verschiedene Arten von Drachen fliegen können. 
 
Der Actionpart
 
In die Schlacht gegen die anderen Drachenkommandeure zieht ihr nicht alleine. An eurer Seite habt ihr mehrere Geschwader, jeweils angeführt von einem General. Seine Fähigkeiten werden bestimmt durch die Einheiten, die er befehligt. Welche das sind, dürft ihr vor der Schlacht per Drag-and-Drop selbst festlegen. In der Schlacht selbst erteilt ihr den Schwadronen dann einzeln oder gemeinsam mit eurem Fadenkreuz Befehle wie „Greift diesen Gegner an“ oder „Zieht euch zurück“. Den Rest machen sie von alleine. Ziel ist es die Basis des Gegners zu zerstören und die eigene zu verteidigen. Wichtig sind aber auch die mobilen Spawnpunkte beider Seiten, aus denen in regelmäßigen Abständen neue Einheiten erscheinen. Alle fliegenden Gebäude haben gemeinsam, dass sie mit Verteidigungstürmen ausgestattet sind, die ihr gezielt zerstören könnt. Es steht aber auch noch die Idee im Raum euch darauf landen zu lassen und sie dann von innen heraus zu zerstören.
 
Wem es zu langweilig ist nur aus der Entfernung oder über die taktische Ansicht -- ähnlich wie in Homeworld -- die Befehle zu erteilen, der darf sich natürlich auch selbst in die Schlacht begeben. Dazu steuert ihr einen mächtigen Drachen. Davon gibt es mehrere verschiedene Arten im Spiel, die ihr zusätzlich mit diversen Anbauten ausstatten könnt. Unser Drache besitzt beispielsweise einen Jetpack mit dem wir uns nicht nur zügig durch die 20x20 Kilometer große Areale bewegen können, sondern auch temporär die Zeit verlangsamen. Außerdem haben wir neben unserem Standardangriff, einem Feuerball, Zugriff auf mehrere Spezialfähigkeiten wie den erwähnten Imp Buster. Ausgestattet mit diesem Waffenarsenal stürzen wir uns in die Schlacht und holen in typischer Third-Person-Shooter-Manier die Gegner und Gebäude vom Himmel. Die Entwickler versprechen aber auch Kämpfe gegen Bodeneinheiten. In diesem Abschnitt des Spiels ist Dragon Commander sehr actionreich und auch grafisch sehr ansehnlich.
 
Vorläufiges Fazit 
 
Es war eine sehr, sehr frühe Version von Dragon Commander, die wir zu sehen bekamen. Vieles von dem, was der Entwickler uns erzählte, ist höchstens im Ansatz enthalten. Und es ist auch nicht sicher, dass die einzelnen Features es tatsächlich ins Spiel schaffen oder rausfallen und Platz für andere Ideen machen. Doch was es zu sehen gab, machte nicht nur grafisch bereits einen sehr schönen Eindruck, auch spielerisch hat es uns gefallen. Das Konzept der drei Abschnitte, die sich fast vollständig voneinander unterscheiden ist sehr interessant, könnte aber auch zu einem Problem werden. Wenn sich der Actionspieler nicht mit dem Strategiepart beschäftigen möchte oder der Rollenspieler nichts mit den Actionparts anfangen kann, dann spielt am Ende vielleicht gar keiner. Uns gefällt jedoch die Vorstellung, dass wir nicht nur durch unsere Reaktionsfähigkeit, sondern auch taktisches Denken und unsere Entscheidungen in Dialogen die Schlachten gewinnen. Wir sind entsprechend sehr gespannt, wie sich der Titel in den nächsten Monaten noch entwickeln wird. Erscheinen soll er noch 2012. Nachfolgend könnt ihr euch den kurzen Debüt-Trailer anschauen, der echte Gameplay-Szenen zeigt.
 

Video:

Spike_BxG 10 Kommunikator - 549 - 20. August 2011 - 10:24 #

Klingt ganz cool, obwohl ich lieber ein Divinity 3 hätte :).

Hexer92 13 Koop-Gamer - 1426 - 20. August 2011 - 18:26 #

ein volles und ganzes dito!

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 37552 - 21. August 2011 - 17:15 #

Also ich find's cool, dass sie mal was anderes probieren. Klingt sehr schick, was die da vorhaben. Bin gespannt.

Christoph Hofmann Redakteur - 55125 - 22. August 2011 - 14:35 #

Divinity 3 wird kommen, keine Angst. Dass es sich als "Project E" getarnt in der Entwicklung befindet, wurde bereits mehr oder weniger offiziell bestätigt und auch, dass es die Geschichte von Divinity 2 fortsetzen wird. Aber der Release ist vermutlich frühestens 2013.

Lorion 17 Shapeshifter - 7639 - 22. August 2011 - 16:22 #

Was wollen sie denn von der Geschichte her fortsetzen? Nach Flames of Vengeance war die Story doch eigentlich abgeschlossen (Übelwichte platt, Dingenskirchen befreit).

Christoph Hofmann Redakteur - 55125 - 22. August 2011 - 16:56 #

Ich weiss es nicht. Vielleicht einen zeitlichen Sprung nach vorne?

Lorion 17 Shapeshifter - 7639 - 22. August 2011 - 18:04 #

Achso, las sich so als wüsstest du da genaueres. :)

Christoph Hofmann Redakteur - 55125 - 22. August 2011 - 18:18 #

Ne, es ist bislang nur bekannt, dass sich hinter Project E Divinity 3 versteckt und es zeitlich nach Divinity 2 ansetzen soll.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12750 - 20. August 2011 - 10:54 #

Hört sich echt klasse an wenn sie das Konzept wirklich umsetzen können.
Hoffentlich geht ihnen nicht das Geld aus während der entwicklung^^

Balberoy 11 Forenversteher - 764 - 20. August 2011 - 11:34 #

Find das hört sich sehr nach nach den Total War spielen an.
Der Mix ist nicht neu, jedoch das Setting.

Hört sich doch für mich verdammt gut an.

Starcraft mögen die Leute auch und das Total War Fans hat ist auch bekannt. Denke es gibt viele Leute die sich dafür erwärmen wenn es denn "relativ" bugfrei wird und wirklich was bietet.

thumbs up

avalonash (unregistriert) 20. August 2011 - 12:42 #

klingt spannend. Ein bisschen wie Total War meets Battlezone mit Drachen. Am Ende wird es doch sehr davon abhängen wie sich die Schlachten kontrollieren lassen. Wie verhält sich der Rest meiner Truppe wenn ich im Actionpart selbst den Drachen fliege statt in der taktischen Ansicht zu kommandieren? Das kann gleich in zwei Richtungen schief gehen. Ist die Mitstreiter-KI zu schwach, gerät vielleicht alles außer Kontrolle, während ich in einen Action-Kampf verwickelt bin. Ist sie zu gut, wird die Taktik-Ansicht eher überflüssig. Klingt nach einem schwierigen Balanceakt, denn die meisten Spieler werden sich immer für die Rolle entscheiden, wo sie am meisten ausrichten können.

Arno Nühm 15 Kenner - - 2819 - 20. August 2011 - 13:21 #

Da klingt auf jeden Fall nach einem interessanten Spielkonzept.
Ich hoffe, die Jungs legen sich ordentlich ins Zeug und liefern ein astreines Spiel ab :-)

Anonymous (unregistriert) 20. August 2011 - 14:48 #

Bei dem Namen Dragon Commander dachte ich sofort
an Supreme Commander.
Da Supreme Commander der Nachfolger von
Total Annihilation ist, habe ich echt einen Moment
gehofft, dass Dragon Commander der Nachfolger
des Fantasy-Ablegers TA: Kingdoms der TA-Reihe ist.

Gisli 14 Komm-Experte - 2183 - 20. August 2011 - 20:36 #

Also ich muss sagen, dass mir bei Spellforce 2 die Rollenspielelemente auch lieber waren als die Echtzeitstrategie. Aber die Story hat mich trotzdem zum weiterspielen animiert.
Insofern kann so ein Mix aus verschiedenen Genres schon funktionieren. Ist ja dann abwechslungsreich und wenn man alle im Spiel präsenten Genres mag, umso besser.

Sciron 19 Megatalent - P - 17279 - 21. August 2011 - 1:06 #

Der Ansatz klingt schonmal genauso interessant wie erfrischend. Da bin ich auf eine fortgeschrittenere Version gespannt. Das Spiel könnte wohl ein großer Hit werden oder mächtig in die Hose gehen.

Maverick 30 Pro-Gamer - - 231646 - 21. August 2011 - 11:38 #

Mutiger Schritt, das muss man dem Studio lassen. Ich hoffe mal, dass die sich nicht bei Ihrem "Traumprojekt" übernehmen und ein kruder Spiele-Mix dabei herauskommt, dem die meisten Gamer nichts abgewinnen können.

Severian 17 Shapeshifter - P - 7408 - 21. August 2011 - 12:17 #

Das hört sich sehr interessant an.
Falls das No-Publisher dann auch bedeutet, dass es keine sinnlosen DRM-Massnahmen gibt, ist das auf jeden Fall auf meiner Liste.

Anonymous (unregistriert) 22. August 2011 - 12:15 #

In der News steht ja, dass man die Rolle des ersten Drachenritters übernehmen wird. Ist das nicht Maxos? Die Stroy würde mich wirklich interessieren!

Christoph Hofmann Redakteur - 55125 - 22. August 2011 - 12:21 #

Ja, Maxos ist eigentlich der erste Drachenritter. Aber wie geschrieben, äußern sich die Entwickler noch nicht genauer zur Story. Deswegen habe ich darauf verzichtet seinen Namen zu nennen. Am Ende ist es vielleicht dann doch jemand anderes.

Anonymous (unregistriert) 22. August 2011 - 19:15 #

Danke!

Wurstdakopp 14 Komm-Experte - 1873 - 24. August 2011 - 11:17 #

Wirkt wie eine Fantasy-Variante von Homeworld. Sollte ich auf dem Schirm behalten.

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7100 - 24. August 2011 - 22:45 #

Ich freu mich drauf. Wäre aber cool gewesen wenn sie im Consumer bereich der gamescom auch eine Präsentation gemacht hätten.:o

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