GC11: Port Royale 3 angespielt // Entwicklerinfos

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19. August 2011 - 7:15 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
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Port Royale 3 soll das Erbe der bekannten Wirtschaftssimulation Port Royale 2 antreten und führt damit auch die Tradition der Serie fort, dass die Port Royale-Titel stets die Grundgerüste der Patrizier-Spiele übernahmen. Das tut auch Port Royale 3: In der sehr frühen Version, die wir auf der GamesCom anspielen konnten, fällt die Ähnlichkeit zu Patrizier 4, das ebenfalls von den Gaming Minds Studios entwickelt wurde, schnell auf. Viele Menüs sind ähnlich strukturiert, viele funktionelle Elemente erkennen wir sofort wieder. Allerdings ist Patrizier 4 bei vielen Spielern und Fans oft kritisch betrachtet worden, fehlte dort doch vor allem das atmosphärische Drumherum, das die Serie groß gemacht hatte. So war die Seekarte bis zum Addon sehr steril und viele atmosphärische Features des Vorgängers wie beispielsweise das Badehaus waren gestrichen worden. Übernimmt Port Royale 3 also auch diese Schwachpunkte des jüngsten Patrizier-Teils?

Das perfekte Urlaubsziel

Der erste Blick auf das Spiel lässt uns erleichtert aufatmen. Die Seekarte zeigt eine atmosphärische Karibik in trügerischem Frieden vor uns, freundliche und kräftige Farben unterstützen das Urlaubs-Flair, die Wellen branden verspielt an die Strände und per Zoom-Funktion erkennen wir auf den Inseln sowie auf dem Festland viele malerische Details. Kurz: Diese Seekarte ist das komplette Gegenteil dessen, was wir anfangs bei Patrizier 4 geboten bekamen. Auch in den Menüs setzt sich das fort. Wir finden deutlich mehr detailreiche Verzierungen als im letzten Patrizier. Insgesamt sind wir so schon beim ersten Blick auf die Seekarte gewillt, in die Karibik der Piraten, Freibeuter und Vizekönige einzutauchen, werden jedoch zunächst schnell gebremst, als wir versuchen, uns eine Stadt näher anzusehen. Die Stadtbildschirme sind nämlich noch nicht zugänglich, die Version ist zu früh. Immerhin: Wir können über den Info-Knopf Detail-Informationen der Städte erfahren (Bevölkerung, wirtschaftlicher Status, Gebäude und so weiter) und auch der Handel zwischen den Konvois, die uns die Messe-Version zur Verfügung stellt, und den Städten funktioniert schon wie für die Serie gewohnt. Je nach Versorgungssituation der Städte entwickeln sich die Preise der Waren nach Angebot und Nachfrage, wir kaufen günstig reichlich vorhandene Waren und verkaufen umgekehrt knappe Waren teuer.

Da außer dem puren Handel im wirtschaftlichen Bereich noch nicht viel zu sehen ist, widmen wir uns unserem Auftrag. Wir sollen vier Piratenkonvois vernichten. Zunächst sind wir ratlos: Wie sollen wir denn ohne Ortsangabe in diesen weitläufigen Gewässern vier Piratenkonvois finden? Doch dann fällt uns ein neues Feature auf. Überall auf der Karte zeigen transparente Flaggen im Wasser die Militärpräsenz im betreffenden Gebiet an. Die Anzeige ist natürlich hauptsächlich geprägt von spanischen Flaggen, trotzdem entdecken wir die Gebiete mit Piratenpräsenz nun doch schnell und schicken unsere Schiffe in verschiedene Himmelsrichtungen los, um die Piraten nach kurzer Zeit zu finden.

Auf in die Schlacht!

Wie die Seekarte erinnert auch der Schlachtbildschirm sehr an Patrizier 4. Unsere drei Schiffe stehen denen des Gegners gegenüber, das Kräfteverhältnis ist eindeutig: Wir sind viel stärker. Dann startet die Schlacht, wir kontrollieren eines unserer Schiffe, die beiden anderen kontrolliert die KI, wir können das Schiff aber auch jederzeit wechseln. Am Bildschirmrand erhalten wir Informationen über die Schiffe, auf der anderen Seite wählen wir die Munitionsart. Wie schon aus dem Vorgänger bekannt entscheiden wir zwischen Massiv-, Ketten- und Streukugeln, die jeweils andere Auswirkungen haben. Aber noch ein vierter Knopf weckt unsere Aufmerksamkeit: Ein Enterhaken. Wie wir richtig vermuten, ist der noch in Patrizier 4 gestrichene 'Entern'-Modus wieder da, wir dürfen Schiffe also entern und kapern, um so unsere Flotte zu vergrößern.

Die Schlachten selbst laufen nach unserem Eindruck etwas schneller ab als im Vorgänger. Wir kurven nur so durch die Karibik, während uns die Kanonenkugeln um die Ohren gehauen werden. Befehle für die KI-gesteuerten Schiffe geben wir über eine Menüleiste, in der wir das allgemeine KI-Verhalten der anderen Schiffe aus einigen wenigen vorgegebenen Modi auswählen oder weitgehend abschalten, so dass wir alle drei Schiffe befehligen müssen. Für einzelne Schiffe können wir das Verhalten allerdings nicht mehr festlegen. Das sei zu fummelig gewesen, sagt man uns später. Aufgrund unserer großen Überlegenheit sind die Schlachten schnell gewonnen und mit dem erfolgreichen Abschluss der Schlachten endet auch die Messe-Demo. Wir hätten die Welt von Port Royale 3 gern noch weiter erkundet und freuen uns schon auf die nächsten Versionen, in denen wir dann auch auf die anderen Spielelemente einen Blick werfen möchten.

Von Bergen und Multiplayer

Später auf der Messe bietet sich uns Gelegenheit, mit dem Creative Director des Spiels, Daniel Dumont, zu sprechen, der uns einige weitere Details verrät. So berichtet er von dem neuen Stärke-Indikator von Schiffen und Konvois, der auf den ersten Blick einen Vergleich bei anstehenden Schlachten bieten soll. Auf diese Weise sollt ihr leichter entscheiden können, ob ihr in eine Schlacht selbst eingreifen oder sie der KI überlassen möchtet. Gerade in Zusammenhang mit anderen Features, von denen uns Daniel erzählt, scheint das sinnvoll: So werdet ihr Konvois die Anweisung geben können, alle feindlichen Schiffe im Umkreis des Konvois selbstständig anzugreifen, wodurch es möglich wird, bestimmte Seegebiete zu blockieren. Außerdem soll es möglich sein, bereits begonnene Schlachten der KI zu überlassen, während ihr euch um andere gleichzeitig auftretenden Gefechte kümmert. Mancher von euch wird sich nun fragen "Moment, wie kann das sein? Während der Schlachten wird das Spiel doch pausiert!" – ja, richtig. Allerdings nur im Singleplayer. Denn Port Royale 3 wird von Anfang an einen kompetitiven Multiplayermodus besitzen, in dem mehrere Spieler gegeneinander oder als Verbündete die Karibik unsicher machen können. Der kooperative Multiplayer, der aus dem Addon Patrizier 4: Aufstieg einer Dynastie bekannt ist, entfällt dafür.

Auch über die Städte des Spiels weiß Daniel Neues zu berichten. So sollen sie nicht wie bisher platte Hüttenansammlungen werden, sondern sich über mehrere Ebenen auch auf Berge und Hügel hinauferstrecken, um so das Karibik-Flair noch zu verstärken. Auch die Städte-Belagerungen – noch bei Patrizier 4 aus Gründen des Spieldesigns gestrichen – kehren zurück. Sowohl der Landkampf gegen die Soldaten der Stadt als auch der Angriff von Seeseite auf die Befestigungen, die nun allerdings nicht mehr im Wasser stehen, sollen möglich werden.

Fazit

Offen bleibt bisher, wie sich die Konsolen-Versionen des Spiels von der PC-Version unterscheiden und ob Steuerung und Spielspaß dort funktionieren werden. Vor allem für die Konsolen-Fans bleibt es daher spannend. Gern hätten wir Daniel noch mehr Löcher in den Bauch gefragt, leider blieb uns Messe-bedingt aber nicht mehr Zeit. Trotzdem machen uns die bisher bekannten Informationen neugierig: Neben einigen neuen Ideen kehren auch bei Patrizier 4 vermisste Features zurück, die Grafik macht einen viel schöneren Eindruck und die Idee, den Multiplayermodus direkt ins Spiel zu integrieren, ist sicher keine falsche.

Baran 12 Trollwächter - 826 - 19. August 2011 - 1:04 #

Lasset uns hoffen und bangen und warten und hoffen.

raumich 16 Übertalent - 4673 - 19. August 2011 - 7:57 #

Sieht schonmal sehr gut aus. Schon ewig kein richtiges Handelsspiel gespielt.

Nordwin 14 Komm-Experte - 2200 - 19. August 2011 - 8:58 #

Mit dem Addon war Patrizier IV wirklich nicht schlecht, aber ich hoffe wirklich das Port Royale 3 die Quasi- Neuerungen von vorne herein bietet. Ausserdem hoffe ich dass die das mit den Seeschlachten ordentlich hinkriegen.

Baran spricht mir aus der Seele : "Lasset uns hoffen und bangen und warten und hoffen."

Torian Raven 11 Forenversteher - 799 - 19. August 2011 - 9:31 #

Hört sich ja schon mal nicht schlecht an. Freu mich schon auf weitere Infos.

Frohgemuet 13 Koop-Gamer - P - 1332 - 19. August 2011 - 9:46 #

Jippie! Patrizier 4 hab ich nach der closed beta dann nicht gekauft. Kam die Atmosphäre nicht so rüber. Leider. Patrizier 2 läuft aber immer noch und macht Laune.
Hoffentlich bringt Port Royal die Stimmung rüber!

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