Lenhardts Nachtwache: Diablos vermögenswirksame Klickleistung
Teil der Exklusiv-Serie Lenhardts Nachtwache

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Heinrich Lenhardt 5882 EXP - Freier Redakteur,R8,S3,A1
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7. August 2011 - 23:16 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert
Die Weltwirtschaft macht schon komische Sachen. Apple hatte zeitweise größere Bargeld-Reserven als die US-Regierung; in der Eurozone wird es unterm Rettungsschirm klaustrophobisch eng. Da passte es ins Schlagzeilen-Bild der vergangenen Woche, dass Blizzard eine überraschende Initiative zur Belebung der Finanzmärkte enthüllte: Action-Rollenspiel Diablo 3 wird Echtgeld-Item-Handel zwischen Spielern erlauben. Blizzard selber werde keine virtuellen Güter verhökern, aber von jeder Transaktion ein paar Prozent-Krumen abzwacken. Von irgendetwas muss man ja die Server-Stromrechnung bezahlen. Zur Diablo-typischen Klick-klick-klick-Soundkulisse mischt sich verstärkt das „Ka-ching!“ digitaler Kassen.
 
Natürlich nennt Blizzard nicht die Erschließung einer weiteren Einkommensquelle als Hauptmotivation, sondern verkauft diese Maßnahme als Dienst am Kunden. Gegen den Benutzerbestimmungen verstoßenden „wilden“ Handel mit Accounts und virtuellen Reichtümern sei kein Kraut gewachsen, also legalisiere man die Hack-and-Slay-Börse lieber und biete damit den Spielern eine offizielle, sichere Handelsumgebung.
 
Die Entrüstung über diese Käuflichkeitserklärung kam mir erstaunlich gering vor. Auf dem hohen moralischen Ross, von dem aus einst die „Käuflichkeit“ von free2play-MMOs wie Runes of Magic verdammt wurde, scheinen nicht mehr viele Leute zu sitzen. Blizzard selbst hat mit den Bezahl-Reittieren von World of Warcraft seinen Beitrag zur Akzeptanz von Zukauf-Transaktionen geleistet. Und ist clever genug, den Item-Einkaufsbummel gegen Echtgeld nur auf bestimmten Servern anzubieten, damit Puristen sicher sein können, dass Mitspieler sich ihre epische Rüstung auch ehrbar verdient haben.
 
GamersGlobal richtet jedenfalls schon Ausbildungslager für seine Mitarbeiter ein, in deren Mittelpunkt die Zeigefinger-Muskelstärkung steht. In langwierigen Meetings, ohnehin von geistiger Abwesenheit geprägt, könnte man die Teilnehmer nebenbei etwas Diablo 3 spielen lassen. Vielleicht dropt dabei ja ein rares Item, dessen Veräußerung auf dem Echtgeld-Markt genug Devisen einbringt, um die leere Kaffeekasse zu subventionieren.
 
Bethesda-Anwälte beanspruchen Scrolls-Hoheitsrechte
 
Wie – nennen wir es mal höflich „weltfremd“ - muss man eigentlich sein, um dem verehrten Minecraft-Entwickler und Indie-Spiele-Guru Mojang mit juristischen Schritten wegen einer läppischen Namensähnlichkeit zu drohen? Entfesselte Rechtsabteilungs-Genies von Bethesda sorgten dafür, dass die Sympathie-Werte der Publisher-Heimat von Elder Scrolls, Fallout und Rage einen ähnlich starken Knick erlebten wie die Börsenkurse der letzten Tage.
 
Mojang berichtet auf seinem Blog im Detail darüber, wie spitzfindige Juristen ihn wegen des Namens seines neuen Projekts „Scrolls“ drohen, weil Bethesda durch „The Elder Scrolls“ quasi das englische Wort für „Schriftrolle“ für sich gepachtet habe. Tolle Idee, denn wir haben ja gesehen, wie weit „Trademark Troll“ Tim Langdell gekommen ist, der so ziemlich alles verbieten wollte, was das Wort „Edge“ im Namen hat. Bis er damit an den Falschen in Form von Electronic Arts geriet und vergeblich versuchte, gegen den Spielnamen Mirror’s Edge vorzugehen.

Darth Spengler 17 Shapeshifter - 7906 EXP - 7. August 2011 - 23:24 #

Ist ja an sich eine gute Idee die Flucht nach vorn, aber ich glaube eher das dadurch die Items inflation erhalten werden, ich will nicht wissen wieviele Items man unterwegs findet, die werden wohl im Schnitt 20 cent wert sein wenn überhaupt. Und die richtig guten Items werden nach Monaten auch verramscht.

Aber mal wieder ist es Blizzard die innovativ vorne weg schreiten ^^

Ka-Ching

ThomasThePommes 13 Koop-Gamer - 1228 EXP - 7. August 2011 - 23:27 #

Von Blizzard dem Vorzeigeunternehmen welches in früheren Spielen wirklich noch für die Spieler entwickelt hat ist irgendwie nicht mehr viel übrig. Früher waren das wirklich meine Helden aber seit WoW immer erfolgreicher wurde und man angefangen hat die Kunden auf immer neue Arten auszuquetschen meide ich die Blizzardspiele.

Wobei die Battlenet EULA hatten glaube früher schon hin und wieder Schlagzeilen gemacht weil dort der eigene Rechner ausspioniert wurde.

Naja ich werds halt einfach nicht kaufen und fertig. Warum sich da groß drüber aufregen, Blizzard wird trotzdem genug Spiele verkaufen und es wird trotzdem genug Leute geben die sich Items im Shop holen. Der Erfolg wird ihnen Recht geben...

Leser (unregistriert) 7. August 2011 - 23:30 #

Kann ich als Hartzi eigentlich dann gezwungen werden meine virtuellen Güter zu verkaufen, bevor ich weiter Stütze krieg?

NedTed 17 Shapeshifter - Abo - 6599 EXP - 8. August 2011 - 0:53 #

Die Versteuerung von Gewinnen aus dem Verkauf von digitalen Spielelementen ist generell ein Thema das mich interessiert. Weiß jemand dazu genaueres?

Anonymous (unregistriert) 8. August 2011 - 1:12 #

Ohne Steuerberater zu sein, würde ich mal annehmen, das wird ähnlich gehandhabt werden wie E-bay verkäufe. Oberhalb einer (eher geringen) Schwelle ist das selbstredend steuerpflichtig.

Von irgend etwas anderem auszugehen, wäre reichlich weltfremd.

Hyperbolic 13 Koop-Gamer - Abo - 1761 EXP - 8. August 2011 - 9:23 #

Ich denke es wird wie bei Amazon Marketplace laufen und Blizzard führt die Steuern Direkt ab.

Labrador Nelson 21 Motivator - Abo - 30703 EXP - 8. August 2011 - 2:43 #

als hartzi haste nich mal kohle für materielle güter, geschweige denn für virtuelle...

Fuutze 11 Forenversteher - 707 EXP - 8. August 2011 - 20:59 #

Wenn Du Deine Lebensversicherung und Altersvorsorge schon verhökert hast würde es nicht wundern wenn die Arge auch dies im Vertrag wissen möchte und als Vermögen ansieht. Schon besser das Du anonym schreibst die Spione des Harzes sind überall. :)

Z 12 Trollwächter - 1009 EXP - 10. August 2011 - 0:21 #

Ich hab gelacht. Danke Leser :)

Severian 17 Shapeshifter - Abo - 6710 EXP - 7. August 2011 - 23:36 #

Das mit dem Ingamehandel mit Echtgeld ist auch nur die logische Konsequenz der ganzen Ingameshops.

Ist es denn noch möglich Items auch mit Ingame-Währung zu kaufen, oder geht das nur mit Echtgeld?

Janpire 14 Komm-Experte - Abo - 2439 EXP - 8. August 2011 - 0:05 #

Es wird auch mit Ingame-Währung möglich sein. Und alle Items im Shop sind nur von Spielern reingestellt - also Blizzard selber bietet nicht die Todesschnetzleraxt des Todes +5 für 500 Euro an, sondern das macht Hans Meier der vorher jene selber erbeuten musste.

Red Dox 14 Komm-Experte - 2383 EXP - 8. August 2011 - 0:16 #

Vorerst. Ein halbes Jahr danach gibts dann das r0xx0r Arena PvP Set das man sich von Blizzard selbst über erspielte Arenapunkte oder mit paypal leisten darf. kategorisch ausschließen würd ich das bei dem Firmenkurs zumindest nicht.

McFareless 16 Übertalent - 5444 EXP - 7. August 2011 - 23:48 #

Also ich finde das jetzt nicht schlimm, liegt sicher daran, dass ich auch früher nie die Itemshops bemängelt habe, sondern froh war, dass die Spiele so für mich als Schüler kostenlos waren ;)

Zu Bethesda: Ich kann die Rechtsabteilung ignorieren, solange die Spiele die Sympathiewerte für mich ganz oben stehen lassen :)

Anonymous (unregistriert) 8. August 2011 - 1:15 #

Na ja, oberhalb einer Rechtsabteilung gibt es ja auch noch eine Geschätsführung, die die Damen und Herren Juristen zurückpfeifen könnte. Und es hier nicht getan hat.

Das scheint da (Fallout MMO!) schon abgesegnete Geschäftspolitik zu sein, vorhandene oder angebliche Ansprüche einigermaßen hart geltend zu machen.

Azzi 15 Kenner - 3489 EXP - 8. August 2011 - 0:00 #

Man kann auch einfach nicht zu dem Blizzard Produkt greifen, so werde ich es auch machen. Kommt ja auch noch Torchlight 2 raus und dieses mal auch mit MP Modus.

Da hat man wenigstens ein Entwickler der sein Kunden nicht bis zum äußersten melken will und auf die typische Blizzard Community kann ich auch gerne verzichten ;)

Mich nervt viel mehr als die geldgeilen Entwickler die Menschen die das erst ermöglichen und sich bereitwillig jeden Mist unterjubeln lassen vom Verzicht auf ihre Rechte und Datenschutz, über doppelte Zahlungsmodelle, DLCs die aus der Kampange rausgeschnitten sind um doppelt abkassieren zu können bis hin zu Ingameshops mit Echtgeld...

Sher Community-Event-Team - 3417 EXP - 8. August 2011 - 0:03 #

Mich würde mal interessieren wer aktuell eigentlich noch US-Anleihen besitzt ^.^

NedTed 17 Shapeshifter - Abo - 6599 EXP - 8. August 2011 - 0:07 #

Naja, US-Anleihen würde ich momentan nicht abstossen. Der Nominal-Wert bleibt immer erhalten sofern der Staat nicht bankrott geht, und das ist - zumindest hoffe ich das innigst - bei Amerika sicher nicht der Fall.

Sher Community-Event-Team - 3417 EXP - 8. August 2011 - 0:14 #

Naja, wenn die USA so abgewatscht wird wie manche EU-Staaten - man wird sehen.

NedTed 17 Shapeshifter - Abo - 6599 EXP - 8. August 2011 - 0:55 #

Morgen wissen wir mehr ;)

Ukewa 15 Kenner - Abo - 3323 EXP - 8. August 2011 - 13:43 #

Amerika IST bankrott. Daß es das scheinbar nicht ist, liegt daran, daß nur der Staat selbst sich für bankrott erklären kann..

Larnak 19 Megatalent - Abo - 14862 EXP - 8. August 2011 - 13:53 #

Solange die USA sich Geld leihen können, sind sie nicht bankrott..

Ukewa 15 Kenner - Abo - 3323 EXP - 8. August 2011 - 14:14 #

Ein Staat ist, wie gesagt- niemals bankrott, bis er es selbst so bestimmt. Meine Aussage bitte nicht absolut auffassen.
De facto können die USA (und viele andere Länder) ihre Schulden niemals(!) zurückzahlen, somit sind sie bankrott, oder sagen wir scheintot. Aber noch nicht völlig handlungsunfähig, da noch Kreditwürdig. Egal wie man es wendet, sie sind "so gut wie" bankrott.

Larnak 19 Megatalent - Abo - 14862 EXP - 8. August 2011 - 16:12 #

Mh, für mich ist jemand dann bankrott, wenn er keine Möglichkeit mehr hat, seine fälligen Zahlungen zu tätigen. Solange also jemand Geld nachschiebt, ist derjenige doch nicht bankrott?

Wenngleich es natürlich kein schöner Zustand ist, mit so viel Schulden herum zu laufen :P

Ukewa 15 Kenner - Abo - 3323 EXP - 8. August 2011 - 18:39 #

Das gilt für Betriebe, ja. Aber die USA können ihr Geld ja selber drucken :-)
..und ihre eigene Schuldengrenze nach oben regulieren.

Larnak 19 Megatalent - Abo - 14862 EXP - 9. August 2011 - 0:59 #

Mh, ok, das mit dem Drucken hatte ich gerade tatsächlich nicht bedacht :D

Ukewa 15 Kenner - Abo - 3323 EXP - 9. August 2011 - 13:44 #

War nicht ganz ernst gemeint, das können sie nämlich auch nicht nach belieben. Außerdem drucken sie es gar nicht selber, sondern die FED..und die ist Privat!
Aber egal, keinem Betrieb ist es möglich, seine eigene Schuldenobergrenze einfach zu steigern. Aus Firmensicht sind die USA (und andere) bankrott, sie zucken eben noch ;-)

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 EXP - 8. August 2011 - 0:48 #

Interessanterweise sind US-Anleihen momentan gefragt wie schon lange nicht mehr: In den letzten Tagen hat eine große Anzahl von Aktionären Aktien verkauft. Das durch den Verkauf gemachte Geld wird sinnigerweise angelegt und US-Staatsanleihen bieten sich als sichere Geldanlage an. Trotz Bonitätsabstufung durch S&P sind amerikanische Staatsanleihen nach wie vor sicher - und dem subjektiven Empfinden vieler nach auch sicherer als die AAA-Staatsanleihen von Deutschland und Frankreich, deren Bonität durch die sinkende Bonität mancher Euro-Mitgliedsstaaten in Mitleidenschaft gezogen wird. Zumindest im Falle Frankreichs wird aber auch schon seit geraumer Zeit wie bei den USA eine drohende Abstufung der Bonität kolportiert.

NedTed 17 Shapeshifter - Abo - 6599 EXP - 8. August 2011 - 0:05 #

Okay, sofern es Server mit und ohne Echtgeldhandel gibt, ist es mir egal. Ich wusste bisher gar nichts von dieser Trennung. Danke für den Hinweis :)
@Text selbst: Ich muss mal ein ganz GROSSES LOB für diese Kolumne aussprechen!

Sisko 19 Megatalent - 15652 EXP - 8. August 2011 - 0:39 #

Die Unterscheidung hatte ich bis jetzt auch noch nicht mitbekommen. Mal schauen, wie sie es umsetzen bzw. wie es angenommen wird.

Larnak 19 Megatalent - Abo - 14862 EXP - 8. August 2011 - 2:39 #

Mh, ich hatte es bisher so verstanden, dass das nur den Profi-Modus betrifft? (Also den mit Tod = Charakter weg)

l étranger 09 Triple-Talent - 269 EXP - 8. August 2011 - 0:18 #

Korrektur-Anmerkung:
DER Minecraft Erfinder heißt Markus 'Notch' Persson nicht Mojang.
Mojang ist das Minecraft-Entwicklerstudio dem Notch angehört.

Im Bethesda-Abschnitt müsste also Mojang 2mal durch Notch ersetzt werden!

Mithos (unregistriert) 8. August 2011 - 11:10 #

Ist mir auch aufgefallen. Aber das wird der Herr GamersGlobal bestimmt bald korrigieren.

Claus 21 Motivator - Abo - 29660 EXP - 8. August 2011 - 0:27 #

Mir graust bereits vor Nachrichten, in denen davon berichtet wird, das 1 Million+ chinesischer Sträflinge mit einer Maus, einem Flimmerbildschirm und Strafandrohung bis zum Umkippen zum Diablo 3 gezwungen wurden.

Alleine solche wahrgewordenen WOW-Szenarien sollte Blizzard dazu bringen, jeglichen Online-Handel etwas genauer zu überdenken als bislang.

Crizzo Community-Moderator - Abo - 9779 EXP - 8. August 2011 - 1:06 #

Weil man das System ausnutzen könnte, soll man es gleich komplett abschaffen? Nicht gerade die beste Taktik, was wir da alles einstampfen könnten...

Claus 21 Motivator - Abo - 29660 EXP - 8. August 2011 - 2:10 #

Wo schreibe ich denn bitte etwas von abschaffen?
Gute Güte ...

Anonymous (unregistriert) 8. August 2011 - 1:25 #

Der letzte Idealist. Du glücklicher.

Das ist ja gerade der Grund, weswegen sie das machen. Eben weil da so unglaubliche viel über den Tisch geht.

Unter welchen Bedingungen dann 'produziert' wird, ist Unternehmen ja traditionell eher wurscht, so lange jemand den Krempel kauft. Warum sollte das ausgerechnet bei ActivisionBlizzard (Kotick!) anders sein?

Es gibt übrigens nur ein einziges, aber sehr simples, Mittel dagegen: NICHT KAUFEN! Und damit meine ich das ganze Spiel.

Anonymous (unregistriert) 8. August 2011 - 8:56 #

Da könntest du im gleichen Tenor auch die Missstände sämtlicher Billig-Lohn-Länder anprangern, aber keiner würde auf die Idee kommen, Adidas das produzieren von Schuhen zu verbieten, weil irgendwo jemand zu Menschenunwürdigen Bedingungen Plagiate produziert.

Das Problem ist keines, für das Blizzard verantwortlich ist, sondern der entsprechende Staat samt seiner Rechtsordnung.

Hyperbolic 13 Koop-Gamer - Abo - 1761 EXP - 8. August 2011 - 9:28 #

Dann gehen wenigstens die Preise wegen Überangebot runter. :-)

BFBeast666 14 Komm-Experte - 1864 EXP - 8. August 2011 - 2:26 #

Seitdem ich über den Account-weiten Item-Parkplatz Bescheid weiß, hat sich das Thema mit der Item-Farmerei für mich gottlob erledigt. Wofür ich in D2 noch lästige Mules und vertrauenswürdige Handelspartner brauchte, hat sich jetzt erledigt. Blizzard können meinetwegen soviel E-Commerce-Gedöns anbieten wie sie wollen. Wenn es den Goldfarmern den Wind aus den Segeln nimmt, gut. Ich muß mir keine Items kaufen, um "konkurrenzfähig" sein zu müssen, immerhin spiele ich zur Entspannung und nicht des Leistungsdrucks wegen - da kann ich ja genausogut arbeiten.

armorium 09 Triple-Talent - 264 EXP - 8. August 2011 - 9:38 #

Sehe ich auch so. Ich spiele in meiner Freizeit und will Spaß und Entspannung. Wenn ich Geld verdienen will, dann gehe ich arbeiten.

Und wenn jemand im Spiel besser ist als ich (egal ob er sich Items gekauft hat oder nicht), kann ich auch damit gut leben.

Vaedian 14 Komm-Experte - 2055 EXP - 8. August 2011 - 12:34 #

Irgendwer von den F2P-Anbietern hat mal gesagt, dass 95% der Kunden nix im Itemshop kaufen. Nie und nimmer. Aber die restlichen 5% finanzieren trotzdem das gesamte Spiel. Das RL-AH kann man da sicher irgendwie mit vergleichen. Von daher steht ihr beide sicher nicht allein da, aber verurteilen kann man Blizzard auch nicht. Deren Argumentation mit den illegalen Verkäufen ist keineswegs haltlos.

Außerdem wird das ein lustiges Experiment für China und Korea.

prima (unregistriert) 8. August 2011 - 15:29 #

Also frei nach dem Motto:" Bevor uns anderen das Spiel ruinieren, da ruinieren wir es lieber selbst, und verdienen noch gut dabei!"

Tom_82 12 Trollwächter - 958 EXP - 8. August 2011 - 5:22 #

Wie meist, eine tolle Nachtwache. Und es regt sich vermutlich kaum noch jemand auf, weil man der Aufregung einfach irgendwann überdrüssig wird. Die die sich wirklich ärgern, weichen wohl tatsächlich auf alternativen wie Torchlight aus, alle anderen kaufen dann halt doch wieder Diablo 3 und AB sieht, es geht. Was war damals das Geschrei groß bei Steam und Half Life 2, nun ist es soweit, dass man sich rechtfertigen muss, wenn man gegen Steam ist.

Frohgemuet 11 Forenversteher - 765 EXP - 8. August 2011 - 8:34 #

Hehe, ich war auch immer gegen Steam, F2P Games mit dem "Zahl-10€,gewinn-PVP"-Modus, aber so lang es so läuft, wie ich das verstanden habe, gehts.

Ingamehandel: Solang es nur von Spieler zu Spieler geht, wird es hoffentlich balanced bleiben (wenn nicht jeder Lvl 10 Typ dann die Mega-Rüstung benutzen kann). Ich hoffe man muss nix mit Echtgeld kaufen.
Der Onlinezwang ist etwas anderes: Das stört mich, aber in nem MMORPG bist du ja auch ständig on, also wer D3 dann so nutzt... Okay. Wenn ichs im SP spielen will hingegen ein NoGo.

Mal die Tests abwarten. Einerseits finde ich das Verhalten von Blizzard hier nicht gerade unterstützenswert, andererseits wäre das Spiel sicherlich spielenswert.

Nokrahs 15 Kenner - Abo - 3524 EXP - 8. August 2011 - 6:25 #

Wir jammern aber die logische Konsequenz (nicht kaufen) bei Missfallen der Geschäftspraktikten von Blizzard ist für Diablo Freunde keine Lösung.

Gekauft wird das Spiel dennoch und der Betreiber sieht damit eine Erfolgsmeldung und arbeitet schon am nächsten großartigen Einfall.

Frohgemuet 11 Forenversteher - 765 EXP - 8. August 2011 - 8:36 #

Ja, -> CoD. Hab bis heute nur CoD 2... aber bestimmt 80% meiner Kumpels haben sich doch wieder jeden Teil gekauft.
Und 100% aller Kiddies bei uns sowieso, denn sonst könnten sie in der Schule nicht mitreden.

Mal schaun, wie sich das mit Diablo entwickelt.

Koffeinpumpe 14 Komm-Experte - 2420 EXP - 8. August 2011 - 8:16 #

>>"Die Entrüstung über diese Käuflichkeitserklärung kam mir erstaunlich gering vor."<<

Mir nicht, kommt sie doch von Blizzard...

Ansonsten: Schöne Nachtwache. :)

AticAtac 13 Koop-Gamer - 1711 EXP - 8. August 2011 - 8:42 #

Blizzard wird etwas legalisieren was schon bei D2 der Alltag ist, leider. Wer Items kaufen möchte, soll es (und wird es) tun, aber ich hoffe, dass die lästigen "Ingame Werbung" (Überflutung der Games und Channels), die es in D2 gibt, in D3 unterbinden können.

syL 13 Koop-Gamer - 1410 EXP - 8. August 2011 - 9:47 #

"[...]aber von jeder Transaktion ein paar Prozent-Krumen abzwacken."

Stimmt so nicht, es ist immer der gleiche Fixbetrag. Zwar nur ein kleiner, aber doch entscheidender Unterschied.

Wuslon 17 Shapeshifter - Abo - 8942 EXP - 8. August 2011 - 17:19 #

Das Echtgeld-Auktionshaus sehe ich auch sehr gelassen. Wer's benutzen will, benutzt's, wer nicht, der nicht. Außerdem denke ich, dass so tatsächlich illegalen Item-Transaktionen das Wasser abgegraben wird. Was mich an Diablo wesentlich mehr aufregt, ist der Online-Zwang. So ein Witz!

Z 12 Trollwächter - 1009 EXP - 10. August 2011 - 0:33 #

Na, und wie bitte willst du das eine ohne das andere haben? Was glaubst du was los ist, wenn man für Items echte Kohle im Auktionshaus bekommt, aber keine Verbindung zu einem Blizzard-Server besteht? Das Eldorado für Cheater und Duper. Ohne Onlinezwang kein Echtgeld-Auktionshaus.

Larnak 19 Megatalent - Abo - 14862 EXP - 13. August 2011 - 23:10 #

Wo steht, dass er das eine haben will? Er sagt, es interessiert ihn nicht sehr. Da sollte es ihm nicht schwer fallen, das Auktionshaus im Sinne des Offline-Modus abzuschalten...
Da hast du für deinen letzten Satz definitiv nicht weit genug gedacht. Aber das ist natürlich genau das, was die Publisher mit ihren permanenten Behauptungen "Wir tun den Spielern nur Gutes damit!" erreichen wollen ;)
Ein optionaler Offline-Modus würde natürlich auch entsprechend ein Auktionshaus nach sich ziehen, dass nur bei optional aktiviertem Online-Zwang aktiv ist.

uLu_MuLu 13 Koop-Gamer - 1658 EXP - 8. August 2011 - 20:36 #

Hervorragend geschriebener Text. Ich bin mal gespannt wie negativ das neue Aktionshaus die Spielbalance beeinflussen wird...

syL 13 Koop-Gamer - 1410 EXP - 10. August 2011 - 16:48 #

Warum sollte es die Spielbalance negativ beeinflussen?

Larnak 19 Megatalent - Abo - 14862 EXP - 13. August 2011 - 23:11 #

Weil dann Geld bestimmt, wer der beste ist :)

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