USK veröffentlicht Leitfaden zur Alterseinstufung

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5. August 2011 - 16:59

Die von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) vergebenen Altersfreigaben für Computer- und Videospiele sorgen bei manch einem Gamer hin und wieder für Verwirrung oder Ärger. Weshalb bekommt das eine Spiel eine Freigabe ab 18 Jahre, während ein scheinbar sehr ähnliches Spiel bereits ab 16 Jahren freigegeben wird? Diese und andere Fragen boten in der Vergangenheit viel Raum für Spekulationen. Denn bislang waren die Richtlinien, nach denen die USK die Alterseinstufungen vornimmt, für Außenstehende nicht transparent.

Mittlerweile hat sich das geändert, denn die deutsche Freigabeinstanz hat die „Leitkriterien der USK für die jugendschutzrechtliche Bewertung von Computer- und Videospielen“ als PDF-Dokument zum Download bereitgestellt. Darin wird auf 20 Seiten dargelegt, an welchen Maßstäben sich die Prüfer im Freigabeprozess orientieren und wie differenziert sie dabei vorgehen. So werden unter dem Punkt „Aspekte der Wirkungsmacht“ immerhin 15 verschiedene Kriterien betrachtet. Darunter fallen beispielsweise der Realitätsgrad, die Darstellung von Sexualität, der Konsum von Drogen oder das Identifikationspotenzial des Spielers.

Interessant ist beispielsweise, dass Szenarien, die sich größeren reellen Konflikten wie Kriegen bedienen, oft weniger problematisch einzuschätzen sind als solche, die dem Alltag Jugendlicher nahe kommen. Weniger überraschend sind hingegen die Ausführungen zur Gewalt und deren Darstellung: Besonderes Gefährdungspotential wird etwa der detailgetreuen Darstellung von Verletzungen oder gar dem Abtrennen von Körperteilen beigemessen. Das vollständige Dokument erreicht ihr über den unten stehenden Link.

Hinkelbob 13 Koop-Gamer - 1234 - 5. August 2011 - 17:49 #

interessant, und werde ich mir bei Gelegenheit ,mal anschauen. Aber ich muss sagen, dass ich noch nie sauer auf die USK war. Die Meisten Entscheidungen konnte ich bis jetzt immer gut nachvollziehen

Athavariel 21 Motivator - P - 27873 - 5. August 2011 - 18:34 #

Spannend und vielen Dank für die News.

michael2011 13 Koop-Gamer - 1579 - 5. August 2011 - 18:50 #

sauer war ich auch nie, nur Dead Space und LA Noir haben überrascht, aber ich halte mich eh lieber an die PEGI :-)

Anonymous (unregistriert) 5. August 2011 - 19:36 #

Danke fürs Löschen des Comments, ihr wollt hier auch lieber nur Ja-Sager von 14-18, wa?

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73398 - 5. August 2011 - 19:44 #

Nein, aber die Beleidungen kannst du dir sparen. Schreib einfach sachlich und konstruktiv deine Meinung.

Sher Community-Event-Team - 3634 - 5. August 2011 - 19:45 #

Der DL-Link ist iwie kaputt.

*edit* Die USK-Seite hat die PDF-Datei nicht freigegeben.

Sleeper1982 14 Komm-Experte - 2485 - 5. August 2011 - 20:57 #

hm bei mir funktioniert der DL-Link noch.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73398 - 5. August 2011 - 21:10 #

Bei mir tut's auch.

JC_Denton 13 Koop-Gamer - 1751 - 5. August 2011 - 21:15 #

Ich habe nie verstanden, warum z.B. Oblivion nur "ab 12" und ARMA2 nur "ab 16" bekommen hat. Vielleicht klärt das Dokument über die Gründe auf.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6560 - 5. August 2011 - 21:58 #

Ich hab normalerweise nix gegen die USK, ich finde es nur doof, wenn ab 18 Titel trotzdem geschnitten werden.

Sleeper1982 14 Komm-Experte - 2485 - 5. August 2011 - 22:21 #

ja das versteh ich teilweise auch nicht.
Da ist ein Spiel schon ab 18 und wird trotzdem noch geschnitten.
Wobei das ja nicht zwingend an der USK liegt sondern vielleicht auch daran das die Spielefirmen einfach angst haben indiziert zu werden und dann lieber ne Cut Version in deutschland raus bringen als garkeine.

Was mich dann eheraufregt ist das spiele dann teilweise auch noch indiziert werden. Indizierte Titel in deutschland zu bekommen ist echt schwer bzw man muss die dann aus dem ausland beziehen.

Aber naja andere länder sind da ja auch nicht besser, siehe USA wenn es um erotik/Sex geht bzw Australien wenn es um Drogen geht

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33857 - 6. August 2011 - 21:44 #

Bei manchen Spielen ist es eben so, dass sie gar keine Freigabe kriegen, wenn sie nicht geschnitten werden, und dann indiziert werden können. Das liegt an der merkwürdigen gesetzeslage in Deutschland.

FPS-Player (unregistriert) 7. August 2011 - 18:29 #

Super. Endlich kann ich schwarz auf weiß lesen, wie und warum sich die USK immer wieder selbst ad absurdum führt.

"Edna bricht aus" ist da das beste Beispiel.

Aber am meisten kotzt mich mittlerweile an, daß die USK-Logos auf den Verpackungen so dermaßen groß sind, das man die nicht mehr vernünftig rausretuschiert bekommt!

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73398 - 7. August 2011 - 21:29 #

"Aber am meisten kotzt mich mittlerweile an, daß die USK-Logos auf den Verpackungen so dermaßen groß sind, das man die nicht mehr vernünftig rausretuschiert bekommt!"

Was willst du denn da groß retuschieren? Scanst du die Dinger etwa ein? :)

Mich persönlich stören die weniger. Wenn sie im Regal stehen, sieht man die Vorderseite sowieso nicht. Hol ich es aus dem Regal, schau ich während dem Spielen auch nicht ständig auf die Hülle vom Spiel ;). Es gibt schlimmeres.

FPS-Player (unregistriert) 8. August 2011 - 5:07 #

Ja, ich scanne sie u.a. ein, um mir meine eigenen Cover zu machen - wenn ich bspw. Teil 1+2 von einem Spiel in eine einzelne Box packen will. Das man im Regal nur den Rücken sieht, hätte ich nicht gedacht......da hast du recht. (Ironie versteh' ich nie)

Nein, es geht mir darum, das es absolut unnötig ist, das Logo so groß draufzudrucken. Ein kleiner Hinweis, wie früher, reicht völlig aus. Ebenso wie es unnötig ist, einen 18er-Titel immer noch geschnitten in Deutschland rauszubringen... oder kommt bald noch eine neue "Ab 21"-Kategorie?

partykiller 17 Shapeshifter - 6003 - 8. August 2011 - 14:39 #

die jetzigen Logos sind nicht ganz so schlimm, die Vorgänger waren da am ärgerlichsten. Die waren ja bereits so groß wie Verkehrsschilder.
Manche Games kommen sogar mittlerweile mit Wende-Covers daher.

Den "Zensuraufschrei" kann ich dennoch verstehen. Die eine Sichtweise ist die:
die UKS schneidet nicht, der Publisher tut es.
Die andere Sichtweise ist folgende:
die Freigabepolitik und das Indizierungsgebahren der BPjM zusammen schaffen eine Atmosphäre starker Unsicherheit, die einen Hersteller soweit einschüchtert, dass er bereits vorher den vermuteten Einschnitten und Einschränkungen nachkommt, ohne je in der konkreten SItuation gewesen zu sein, vorauseilender Gehorsam quasi.

Jetzt kann man freilich diskutieren, was schlimmer ist: eine echte Zensur oder eine vermutete, eingebildete, wie ein Damokles-Schwert über einem hängende Zensur, die aufgrund undurchschaubarer Spruchpraxis seitens der Prüfgremien bei den Herstellern bereits zu eigenhändig vorgenommenen Schnitten geführt hat.

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