Intel verspricht Update gegen SSD-Probleme

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Dennis Ziesecke 29909 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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26. Juli 2011 - 8:10 — vor 6 Jahren zuletzt aktualisiert

In der letzten Ausgabe der GamersGlobal-Hardwarenews wurde der 8-MB-Bug von Intels SSD-320 bereits erwähnt: Bei plötzlichem Stromverlust kann es bei einigen Modellen der Intel-SSD zu einem spontanen Datenverlust kommen. So werden nur noch 8 Megabyte nutzbarer Speicher angezeigt, die Daten auf den restlichen Speicherbereichen können nicht mehr wiederhergestellt werden. Zwar lässt sich der gesamte Speicher nach einer Partitionierung der SSD wieder nutzen, die zuvor gespeicherten Daten sind jedoch verloren.

Intel ist sich des Problems bewusst und verspricht nun in den eigenen Forenbereichen ein Firmware-Update für die betroffenen Laufwerke. Da aber dem Hersteller zufolge nur eine sehr geringe Menge der SSDs von diesem Fehler betroffen sein soll, wird es keinen generellen Rückruf der SSD 320 geben. Zudem tritt der 8-MB-Bug nur auf, wenn der Controller im BIOS auf "Hotplug" gestellt ist und dem Laufwerk spontan die Energie geraubt wird. Allerdings bedarf es dafür keines Stromausfalles, es reicht auch ein plötzliches Ausschalten des Computers ohne geordnetes Herunterfahren. Auch Hotplugging, das An- oder Abstecken des Laufwerkes während des Betriebes, kann zum 8-MB-Bug führen.

Solange das Firmware-Update für die SSD 320 nicht erschienen ist, rät Intel zu offensichtlichen Dingen: Den Rechner immer geordnet herunterfahren, das Laufwerk nicht per Hotplug entfernen, die Hotplug-Funktion am besten gleich per BIOS deaktivieren. Regelmäßige Backups sollten natürlich sowieso zum Alltag eines Computernutzers gehören -- wer den "Bad Context Error 13x", wie der 8-MB-Bug auch genannt wird, befürchtet, sollte aber vielleicht ein wenig regelmäßiger Kopien des SSD-Laufwerkes anlegen.

 

Asto 15 Kenner - 2904 - 25. Juli 2011 - 23:32 #

Ha und ich wurde vor kurzer Zeit noch "ausgelacht", warum ich net die Intel SSD 320 genommen habe weil die doch am stabilsten und sichersten seien... hihi :)

Ich mag meine OZC

gar_DE 16 Übertalent - P - 5985 - 25. Juli 2011 - 23:47 #

Beim nächsten Stromausfall gibt es dann wieder Dutzende, die ein Stoßgebet gen Himmel schicken. ^^
Aber mal ehrlich, dass Dateien, die gerade geöffnet sind verloren gehen, okay, shit happesn, aber das die ganze Partition flöten geht ist doch wohl die Höhe.

invincible warrior 13 Koop-Gamer - 1477 - 26. Juli 2011 - 7:19 #

Ich finds ja faszinierend, dass das bei der Platte grade im Hotplug Modus passiert. Dieser ist ja grade dafür konzipiert, die Platte einfach ein und wieder auszustöpseln, ohne das da was passiert. Sowas muss doch getestet worden sein!

Mithos (unregistriert) 26. Juli 2011 - 11:27 #

Du würdest eine SSD mit über 100GB an Daten einfach so vom Rechner abstöpseln und wieder dran stecken, ohne das sogenannte "Hardware sicher entfernen" zu benutzen? Sowas mache ich nicht einmal bei USB-Sticks.

Hotplug heißt eigentlich nur, dass du das Gerät entfernen kannst, ohne den kompletten Rechner herunter zu fahren. Dazu sollte man dem Rechner aber schon vorher mitteilen, dass das Gerät abgestöpselt werden soll, damit er eventuell noch ausstehenden Schreiboperationen abschließt.

Davon ab geht die Intel-SSD dabei wohl auch trotz "sicherem entfernen" hops, soweit ich das verstanden habe. Trotzdem würde ich generell alle SATA-fähigen Geräte im AHCI-Modus (das ist im Artikel wohl mit Hotplug-Modus gemeint) ins System hängen, weil das neben Hotplug auch noch weitere Vorteile bietet (insbesondere NCQ).

Decorus 16 Übertalent - 4278 - 26. Juli 2011 - 2:00 #

Auch wenns etwas OT ist, hast du schon etwas von den Plextor SSD-Laufwerken gehört? Ist das eher "zehren vom alten Ruhm" oder was solides?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29909 - 26. Juli 2011 - 7:02 #

Ist eher "Intel-520-SSD-kopiert" ;) . Die neue Plextor entspricht bis auf ein paar Prozent Leistungsunterschied der Intel 520 (Marvel-Controller, allerdings mit 35nm-Speichern), dafür ist die Plextor ein paar Euro preiswerter. Selbst entwickeln tut man bei Plextor in dem Bereich nichts.

TSH-Lightning 18 Doppel-Voter - P - 12988 - 26. Juli 2011 - 16:11 #

Sorry, aber das kann man nicht so stehen lassen^^ Intel 510 mit 34 nm NAND ;)

DerDani 16 Übertalent - P - 4034 - 26. Juli 2011 - 8:06 #

Die Tips sind ja gut, aber vor "nicht geordnetem Herunterfahren" kann man sich nicht immer schützen.

Der durchschnittliche User wird ja eh erst zu Maßnahmen greifen (Sicherungen z.B.) wenn er schon einmal betroffen war...

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29909 - 26. Juli 2011 - 8:08 #

Vielleicht will Intel auch nur mehr Notebook-Chips verkaufen? ;)

Spezieh 18 Doppel-Voter - 9413 - 26. Juli 2011 - 10:13 #

Deshalb das Hot Plug ja komplett deaktivieren. In der Regel ist es ohnehin überflüssig.

Mithos (unregistriert) 26. Juli 2011 - 11:43 #

Hot Plug ist (bei fest eingebauten SSDs) meist überflüssig. AHCI ist dagegen nicht überflüssig, schon wegen NCQ. Da man meist nur einen gesamten Controller auf dem Board umschalten kann, wäre dann auch ein eSATA-Anschluss im IDE-Mode. Genau das will man bei einer externen eSATA-Platte aber nicht haben, da man hier auf Hot Plug nicht verzichten will. (Die Platte wird dann gar nicht erst beim Hot Add erkannt.)

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 26. Juli 2011 - 13:17 #

Fehler gefunden: "Allerdings bedarf es dafür keinen Stromausfall" - Auch der Akkusativ ist anscheinend den Genitiv sein Tod... ;) Dafür fand ich den Satz davor sehr lustig: "Wenn dem Laufwerk spontan die Energie geraubt wird".

SSDs sind mir, davon abgesehen, immer noch nicht geheuer. Solange immer wieder solche Horrormeldungen kursieren und die Dinger nicht wenigstens bei 500GB/bezahlbar angekommen sind, rotieren bei mir weiter die Magnetscheiben.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29909 - 26. Juli 2011 - 13:30 #

Danke für den Hinweis.

Aber wenn du einmal eine SSD im Einsatz gehabt hast willst du nie wieder eine Festplatte benutzen müssen. Die Horrormeldungen sind ja noch halbwegs harmlos, auch Festplatten gehen spontan kaputt und auch dort gibt es große Rückrufaktionen wegen Defekten, Firmwareproblemen oder oder oder. Mir war mein PC nach dem Einbau meiner ersten SSD nicht ganz geheuer - man hörte die Kiste plötzlich einfach nicht mehr. Und ich habe oft gedacht, ich hätte den Rechner nicht richtig heruntergefahren sondern über Nacht im Standby gelassen, so schnell war der wieder hochgefahren.

Momentan ergänzen die SSDs herkömmliche HDDs noch, deine 500 GB bekommst du als ruhige Eco-HDD für 35 Euro, eine für das Betriebssystem und wichtige Anwendungen mehr als ausreichende 90er SSD gibts für 130 Euro. Ich würde dir tatsächlich raten, einfach mal eine kleine SSD als Systemplatte zu kaufen, die Investition lohnt sich und du wirst unter Garantie sehr schnell zum Verfechter der SSDs ;) . Und wenn ein wenig Eigenwerbung erlaubt ist: Wie es mit dem Umzug des Betriebssystems von HDD auf SSD problemlos klappt lässt sich im August auf gamestar.de lesen. Zufällig kenne ich den Autoren des Artikels recht gut ;) .

TSH-Lightning 18 Doppel-Voter - P - 12988 - 26. Juli 2011 - 16:22 #

Umzug Betriebssystem?! Mir schwahnt böses wenn ich das schon in Zusammenhang mit SSD lese, dass muss ich mir mal anschauen.

Mithos (unregistriert) 26. Juli 2011 - 17:03 #

Ein Umzug des OS auf eine SSD ist schon nicht ganz einfach, da man ein paar zusätzliche Dinge beachten muss. Zum Beispiel darf man die Platte nicht einfach Bit für Bit kopieren, da auf einer SSD - anders als auf einer HDD - leere Sektoren auch wirklich mit Nullen gefüllt sind. (Auf einer Festplatte reicht das Streichen aus der Dateiliste, die Datei in den Sektoren selbst bleibt aber erst einmal erhalten. SSDs können soweit ich weiß nicht direkt überschreiben, müssen erst löschen. Zudem sollen SSDs sehr langsam sein, wenn sie randvoll werden, also nur wenige leere Sektoren haben.)

Mit der richtigen Vorbereitung und den richtigen Tools ist das aber recht problemlos. Ich habe neulich meinem alten Thinkpad X41 Tablet eine kleine 60GB-SSD (statt der 60GB-HDD) gegönnt und wollte aber das OS nicht neu installieren. Da ich die beiden Platten nicht gleichzeitig anschließen konnte, musste ich ein Platten-Abbild auf einer externen Platte machen.
Erstmal habe ich mir partedmagic geholt und damit eine bootfähige Live-CD gebrannt. Davon hab ich dann gebootet und mit clonezilla das Image meines Ubuntu-Betriebssystems gemacht (ohne leere Sektoren). Dann habe ich die HDD gegen die neue SSD getauscht, wieder von der Live-CD gebootet und das Image zurückgespielt. Läuft wunderbar.

Generell stimme ich aber einer Empfehlung aus einem c't-Artikel zu: Es empfiehlt sich eine frische Neuinstallation, da man so eventuelle Altlasten abstreift und Problemen aus dem Weg geht.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29909 - 26. Juli 2011 - 18:02 #

Was schwant dir denn so?

TSH-Lightning 18 Doppel-Voter - P - 12988 - 26. Juli 2011 - 19:51 #

Wurde zum Teil schon gesagt gibt aber noch viel mehr: Probleme mit dem Alignment und Sektorgrößen, kein TRIM unter WinXP usw.. Mit einer einfachen Datensicherung der alten HDD und einer kompletten Neuinstallation von Win7 auf der SSD, mit anschließendem zurück spielen der wichtigen Daten kann man sich sehr viele Einstellungen und Probleme ersparen. Was anderes würde ich nicht empfehlen. Es sei denn man ist Experte und weiß ganz genau was man tut.

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 26. Juli 2011 - 18:37 #

Ja, Festplatten gehen auch kaputt, aber es ist wenigstens eine lange erprobte Technologie, wo nicht immer mal wieder neue obskure Fehler (z.B. wird immer langsamer mit der Zeit) in den News auftauchen. Ich hatte schon lange keinen HD-Crash mehr, und als ich mal einen hatte, lag es auch nur daran, dass die Dinger immer 50 Grad heiß wurden (4 Stück dicht beieinander). ;)

90 GB reichen mir außerdem nicht aus, da ich immer viele Sachen temporär auf dem Desktop ablege. Vermeidbare Risiken auf einem Produktivsystem müssen nicht sein. Kurz gesagt, für mich ist es immer noch zu früh.

Mithos (unregistriert) 26. Juli 2011 - 19:02 #

Öhm, gerade eine HDD wird mit der Zeit langsamer, weil sich die Fragmentation der Daten auf die Zugriffszeit auswirkt. Genau das kann dir mit einer SSD ja gerade nicht passieren, denn da wirkt sich Fragmentation weit weniger aus.
Außerdem wird eine HDD auch deutlich langsamer, wenn sie zu mehr als 4/5 gefüllt ist.

Ich hatte vorher mal ein Raid 0+1 aus 4 Platten im PC (auch Produktivsystem), allerdings mit genügend Abstand. Meine Erfahrung damit: Spar dir 3 der Platten und kauf stattdessen eine große SSD. Für die Vermeidung von Risiken musst du eh regelmäßiges Backup auf externen Medien machen, da führt in keinem Fall ein Weg dran vorbei.

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 26. Juli 2011 - 22:56 #

"Öhm, gerade eine HDD wird mit der Zeit langsamer, weil sich die Fragmentation der Daten auf die Zugriffszeit auswirkt."

Früher ja, heute nicht mehr. Win7 defragmentiert im Hintergrund automatisch, also ist das kein Thema mehr. Zum Glück! Das stundenlange Starren auf farbige Vierecke vermisse ich nicht. ;)

Cohen 16 Übertalent - 4580 - 26. Juli 2011 - 17:46 #

Ich falle immer wieder darauf herein!

Bei jeder abgebildeten SSD-Platte denke ich: "Oh, schon wieder ein neues Tablet?" Muss an den schwarzen Rahmen und den abgerundeten Ecken liegen. ;)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29909 - 26. Juli 2011 - 18:03 #

Von der Größe her wäre es eher ein Smartphone ;) . Aber eines mit VIEL Speicher :D .

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