Blizzard verklagt Botvermarkter Bossland

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Martin Lisicki 35886 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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20. Juli 2011 - 11:07
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Activision Blizzard verklagt einen Bot-Anbieter aus Zwickau, der die beiden World of Warcraft-Bots Honorbuddy und Gatherbuddy hierzulande vertreibt. Für ungefähr 80 Euro reales Geld farmen diese Bots automatisch Erze und Kräuter oder leveln eure Charaktere für euch. Nachdem die Firma einen Vergleich abgelehnt hat, soll nun ein Gericht entscheiden, ob die Bots erlaubt sind oder nicht.

"Unserer Auffassung nach sind unsere Bots nicht illegal, da diese nur Aktionen durchführen können, die auch ein Spieler durchzuführen vermag", sagte Zwetan Letschew, Geschäftsführer des verklagten Unternehmens Bossland GmbH. Er hofft, dass hier eine Grundsatzentscheidung für den europäischen Gamingmarkt erreicht und klar entschieden wird, wem die virtuellen Gegenstände, die man in MMO-Spielen erbeutet, gehören.

Flopper 15 Kenner - 3505 - 20. Juli 2011 - 11:50 #

AB Klagt vor dem Hamburger Landgericht, wird also wie die News vor ein paar Tage mit Frogster ausgehen. LG sagt böse böse, dann OLG und dann wohl noch paar Gerichte weiter. Letztendlich wird Bossland das Geld ausgehen und muss sich geschlagen geben.

Dabei wäre es so schön die Frage endlich mal fest klären zu können, auch was die 100 Seiten AGBs solcher Spiele immer angeht...

maddccat 18 Doppel-Voter - 11358 - 20. Juli 2011 - 11:57 #

Wenn solche Bots zulässig werden sollten, können sich MMO-Spieler auf etwas gefasst machen. Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit bis es überall davon wimmelt und dies ähnlich stark auf den Spielspaß drückt wie Cheater in Shootern.

Azzi (unregistriert) 20. Juli 2011 - 12:14 #

Naja das Gericht entscheidet ja nicht darüber ob Bots zulässig sind, sondern ob der Anbieter, der diese vertreibt, illegal handelt.

Den MMO Anbietern steht es ja weiterhin frei durch ihr Hausrecht Leute zu bannen die Drittanbieter-Software nutzen, dazu reicht ein Satz in den AGBs denen man ja zustimmen muss.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9526 - 20. Juli 2011 - 12:23 #

Und der Satz steht eigentlich auch drin. Ist wohl nur zuviel Aufwand für Blizz, die Bots zu suchen und dann zu bannen.

maddccat 18 Doppel-Voter - 11358 - 20. Juli 2011 - 12:48 #

AB unternimmt wohl relativ wenig und ich könnte mir gut vorstellen, dass je nach gerichtlicher Entscheidung die Hemmschwelle für den Einsatz dieser Bots eine ganz andere ist und weitere Firmen auf diesen Zug aufspringen.

thurius (unregistriert) 20. Juli 2011 - 12:45 #

volle zustimmig,es war auch einer der gründe warum ich vor 1 jahr mit wow aufgehört habe,weil gerade die farmbots zur plage wurde und blizzard sich monatelange zeit lies sie zu bannen

Lorion 17 Shapeshifter - 7618 - 20. Juli 2011 - 12:42 #

Letztendlich sind die Entwickler doch auch selbst Schuld, wenn sie elementare Spielbestandteile so kotzelangweilig gestalten das es Leuten offensichtlich 80 € und den Verlust ihres Accounts wert ist, um selbige auszuhebeln.

Da würde ich mir als Entwickler lieber mal Gedanken machen ob da nicht grundlegend irgendwas falsch läuft und wie ich das weniger langweilig bzw. im Optimalfall sogar motivierend/spannend neu gestalten kann.

thurius (unregistriert) 20. Juli 2011 - 12:48 #

wie so man zum beispiel erze farmen spannend machen?
und wenn blizzard jetzt das farmbare wie erze,kräuter,stoff usw. rausnimmt ,heulen eh wieder einige rum das ja alles "casuallike" wird und man man instanzportal ne kiste hinstellen soll wo alles drin ist

DomKing 18 Doppel-Voter - 9526 - 20. Juli 2011 - 12:50 #

Und vor allem ist ja eigentlich das spannende, was man dann daraus basteln kann. Manche Spieler haben wohl einfach zu wenig Geduld.

Im Notfall kann man ja sowas auch immer noch im Auktionshaus kaufen, vorausgesetzt, man hat genug Gold.

Lorion 17 Shapeshifter - 7618 - 20. Juli 2011 - 13:04 #

Genau, kann man natürlich auch zu Fantasiepreisen im Auktionshaus kaufen, bevorzugt mit Gold vom Chinafarmer, der auch gleichzeitig der Ressourcenverkäufer ist. Kreislauf geschlossen. Super! ;)

DomKing 18 Doppel-Voter - 9526 - 20. Juli 2011 - 13:10 #

Das hast du gesagt und natürlich auch als Scherz.

Trotzdem bleibt es so. Es gibt nunmal keine Wucherüberwachung, es herrscht dort freie Marktwirtschaft. Angebot und Nachfrage.

Und ich hab es in meinen 6-7 Jahren WoW geschafft, weder Bots einzusetzen, noch Gold oder sonstwas außerhalb der Spielwelt zu kaufen. Es liegt völlig am Spieler, ob er Geduld hat oder nicht.
Ich persönlich hab nämlich auch nur einmal die Erfahrung gehabt, dass Chinafarmer/Bots häufiger auftreten. Ansonsten war das alles kein Problem. Und die waren auch nicht der Grund, warum ich aufgehört habe mit dem Spiel.

Lorion 17 Shapeshifter - 7618 - 20. Juli 2011 - 13:42 #

Naja, das was da in WoW herrscht kann man denke ich nur im weitesten Sinne als Wirtschaft bezeichnen, würde jetzt allerdings komplett den Rahmen sprengen das zur Genüge zu erläutern.

Darum gehts mir aber auch nicht, denn die Kernaussage ist und bleibt, das elementare Spielbestandteile einfach kotzelangweilig sind und die Spieler dementsprechend nach Möglichkeiten suchen so wenig Zeit wie nötig mit zu verbringen. Für einige/viele (keine Ahnung, aber offensichtlich genug, um Blizzard aktiv werden zu lassen) bedeutet das dann den Einkauf beim Goldseller oder hier Botverkäufer.

Kann ich nachvollziehen, auch wenn meine Konsequenz immer die ist, mit dem Spiel aufzuhören, wenn ich merke das es nur noch aufs abarbeiten der immer gleichen Vorgänge hinausläuft. Wollte ich sowas in meiner Freizeit, würde ich mir nen Nebenjob irgendwo am Fließband suchen.

maddccat 18 Doppel-Voter - 11358 - 20. Juli 2011 - 14:16 #

Was dich langweilt, kannst du ja auch einfach ignorieren. ;) Berufe in MMORPGs sind ein netter Bonus, mehr nicht. Nicht jeder Spieler möchte die ganze Zeit unter Strom stehen, am Limit raiden oder PvP betreiben und sieht im Sammeln von Rohstoffen oder Angeln eine willkommene und entspannende Abwechslung, die man auch mal nebenher machen kann. Ein solches Spektrum an Tätigkeiten mit unterschiedlichen Aufmerksamkeitslevel würde ich jedenfalls positiv bewerten.

Lorion 17 Shapeshifter - 7618 - 20. Juli 2011 - 15:24 #

Schon klar, mache ich ja auch, wie sich meinem Text unschwer entnehmen lässt. Crafting ist für mich aber auch nur ein Teilaspekt, wie sich meinem Text ebenfalls entnehmen lässt.

Mir gehts einfach darum das es in MMOs zu viele Spielelemente gibt die das 1000fache wiederholen der immer gleichen Tätigkeiten als Kernelement haben, manche optional, manche zwingend. Und sobald sie langweilig werden suchen offensichtlich genug Leute zumindest bei letzterem nach dem Weg des geringsten Widerstandes. Wie der aussieht ist bekannt.

maddccat 18 Doppel-Voter - 11358 - 20. Juli 2011 - 16:33 #

Finde ich jetzt weniger tragisch, da es hier speziell um optionale Tätigkeiten mit Alternativen (s.u.) geht. Dass sich bei MMORPGs generell vieles wiederholt ist natürlich richtig.

Larnak 21 Motivator - P - 25873 - 20. Juli 2011 - 17:24 #

Viele Spieler WOLLEN aber auch diese ständigen Wiederholungen - lieber jedenfalls als ständig neue Herausforderungen, mit denen sie sich immer auf's Neue auseinandersetzen müssen.

Phin Fischer 16 Übertalent - 4262 - 20. Juli 2011 - 17:52 #

Wobei man auch hier unterscheiden muss zwischen Wiederholungen, die Spaß machen und Wiederholungen, die einen langweilen. Es sind nämlich genau letztere, die Lorion meint.

maddccat 18 Doppel-Voter - 11358 - 20. Juli 2011 - 18:04 #

Da das subjektiv und situativ ist, ist eine Unterscheidung nicht nötig.^^ Irgendwann kommt jeder Spieler bei jeder Tätigkeit an den Punkt, wo Wiederholungen langweilen. Bei MMORPGs macht man vieles eh nur weil man das Ziel als erstrebenswert erachtet und nicht nur weil der Weg dahin so viel Spaß macht. Sonst würde bei WoW beispielsweise niemand mit dem Winterspring-Frostsäbler rumreiten. ;)

Lorion 17 Shapeshifter - 7618 - 20. Juli 2011 - 13:02 #

In SWG fand ich das Ressourcen sammeln bspw. recht nett gelöst, da die Ressourcenvorkommen einerseits alle paar Tage komplett zufällig auf den Planeten gespawnt sind (also nix mit Bots) und man andererseits, sobald man nen gutes Vorkommen gefunden hatte, dort einfach nen paar Erntemaschinen platziert hat, die für einen dann die Ressourcen abgebaut haben, wodurch man sich danach dann mit spannenderen Dingen beschäftigen konnte.

Bei WoW gäbs da sicherlich auch Möglichkeiten, wobei es allerdings nicht meine Aufgabe ist die sich auszudenken, das sollen die machen, die dafür bezahlt werden. :)

Alien42 (unregistriert) 20. Juli 2011 - 18:00 #

Was heißt wird? WoW ist doch schon längst mittendrin im Casual-Sumpf, und Titan wird noch wahrscheinlich noch tiefer reingedrückt.

thurius (unregistriert) 20. Juli 2011 - 19:57 #

ach du arbeites bei blizzard und hast mehr infos über titan oder beziehst du dich etwa auf diesen Analyst von Sterne Agee?
was titan ist oder was draus wird weiß nur blizzard,über das projekt ist nur bekannt das es den projektnamen "titan" hat mehr aber auch nicht

edit: ach hatte vergessen das Analysten immer recht haben,siehe Analyst Pachter der zweifel hatte das red dead Redemption erfolgreich ist oder das GTA 5 noch 2010 kommt,nicht zu vergessen die abopreise des battlenet 2.0 oder das man spiele bei steam tauschen kann usw.

von Analysten die nix wirklich nix über ein projekt wissen kann man nicht viel halten ,da kann man gleich den kaffeesatz lesen

Alien42 (unregistriert) 21. Juli 2011 - 11:16 #

Es gab da noch eine News von Blizzard. Da ging es um MMOs und WoW und welche Fehler sie gemacht haben, und was sie aus heutiger Sicht nach 6 Jahren WoW anders machen würden. Da konnte man schon deutlich erkennen, das es noch mehr Richtung Casual und Action geht.

Dele 10 Kommunikator - 521 - 20. Juli 2011 - 14:03 #

Ich denke mal das die meisten Bots nicht wegen der langweiligen Inhalte genutzt werden, sondern wegen der finanziellen Vorteile.
Entweder wird Ingamewährung erbottet um sie zu verkaufen oder zig Accounts gelevelt um diese dann bei Ebay oder ähnlichem an den Mann oder die Frau zu bringen.

Groth 10 Kommunikator - 395 - 20. Juli 2011 - 14:16 #

Ja, bei Wow stehen wohl eher finanzielle Gründe an erster Stelle bei den Botusern. Den Spielern wird so die Ingamewirtschaft kaputtgemacht.
Aber es ist halt wie bei jedem anderen Spiel. Es gibt viel zu viele solcher Leute, um diesen Herr zu werden.

raveneiven 13 Koop-Gamer - 1705 - 20. Juli 2011 - 12:51 #

Meinen letzten Bot hatte ich mit 16 bei Diablo 2...*hust*
Damals war ich eben zu ungeduldig =)

Martin Lisicki Redakteur - P - 35886 - 20. Juli 2011 - 14:29 #

hab damals in Diablo 2 1-2 Items, die besonders toll waren und ich gefunden hatte, über eBay verkauft :D Gott war ich böse ;) Bots hab ich dafür nie genutzt

Sher Community-Event-Team - 3635 - 20. Juli 2011 - 15:13 #

Rohstoffe sammeln ist sicher nicht der spannendste Teil in MMOs, aber immerhin sind berufsspezifische Gegenstände oft mächtiger als ihre reguläre Gegenstücke. Um das zu erreichen sollte man schon was tun müssen.

Lorion 17 Shapeshifter - 7618 - 20. Juli 2011 - 15:28 #

Sicherlich, aber doch nicht stunden-/tagelang im Kreis rennen und irgendwelche Häufchen anklicken!

DomKing 18 Doppel-Voter - 9526 - 20. Juli 2011 - 15:49 #

Alles andere war dem "normalen" Spieler ja zuviel. Ich entsinne mich da an die Pferde von Warlock und Paladin. Damals musste man noch dafür Quests erledigen, die auch spannend waren. Auch wenn man dafür wieder einiges benötigte. Aber es brachte mehr Abwechslung, als heute, wo man sich die einfach beim Händler kaufen kann.
Das System in WoW ist nunmal so. Entweder lässt man den Crafting-Part weg oder man hört auf.

Vllt gibt es ja etwas neues bei WoW 2. Nur für WoW 1 jetzt noch quasi das halbe Crafting ändern, lohnt auch einfach nicht mehr.

maddccat 18 Doppel-Voter - 11358 - 20. Juli 2011 - 16:02 #

Warum nicht? Wenn die eigene Spielweise es zulässt ist es doch okay. Ansonsten bedient man sich der Alternativen und besorgt sich das Item oder die Mats dafür im AH oder weicht gleich auf bessern Instanzloot aus.

Sher Community-Event-Team - 3635 - 20. Juli 2011 - 16:41 #

Eben, es gibt in der Regel ausreichend alternative Dropquellen. Wer keine Lust hat eine Spieltag für epische Pixel zu opfern, muss es auch nicht. Erschummeln via Goldkauf macht das Spiel kaputt.
Berufe haben außerdem den Vorteil das man den gewünschten Gegenstand sicher in einer berechenbaren Zeit erreichen kann, während Instanzdrops dem Zufallsfaktor unterworfen sind.

Martin Lisicki Redakteur - P - 35886 - 20. Juli 2011 - 16:39 #

Quatsch - wenn man einen Gegenstand braucht, kann man sich die Mats dafür innerhalb von 2-3 Stunden zusammenfarmen - wer das nicht kann, hat da irgendwas nicht verstanden. Tagelanges Farmen von Berufsressourcen ist nur bei Leuten, die entweder damit inGame Gold machen wollen oder dies für mehrere Leute wie die Gilde machen oder aber sich viele, viele Sachen davon herstellen wollen. In beiden Fällen ist Aufwand zu Nutzen im richtigen Verhältnis. Beispiel dafür: um sich genug Materialien für den Alchemistenstein zusammenzufarmen, musste man ca. 1-2 Stunden Kräuter sammeln - fertig!
Dazu kommt noch, dass es gerade in WoW Mechanismen gibt, die genau das Massenherstellen verhindern, durch Gegenstände, die man nur 1x alle 24 Stunden herstellen kann u.a.

Larnak 21 Motivator - P - 25873 - 20. Juli 2011 - 17:28 #

Der Punkt ist: Du kommst auch in WoW ganz wunderbar an alles, was du so brauchst, komplett ohne derartig sinnlose/ stupide Dinge zu tun. Natürlich dauert es dann wohl etwas länger, als wenn du 2 Wochen lang nicht Schlafen gehst. Aber dafür machst du in der Zeit eben andere, spannendere Dinge - und kommst irgendwann an die gewünschten Gegenstände z.B. über das AH, ohne dich ernsthaft mit stupidem Gesammle beschäftigt zu haben.

Wenn viele Spieler zu ungeduldig sind, sich nicht entsprechend gedulden können und sich daher teilweise mit Freude auf solche Mechaniken einlassen, können sie das natürlich auch tun. Aber notwendig ist das nicht - genauso wenig wie Goldkauf/ Botusing.

WoW ist sowieso mittlerweile viel zu "casual", als dass es da großartig Items oder andere Dinge gäbe, für die man wochenlang farmen müsste. Das gab es mal, ja, aber das hat Blizz längst wegrationalisiert.

maddccat 18 Doppel-Voter - 11358 - 20. Juli 2011 - 17:33 #

Essenzen des Wassers und Arkankristalle 4tw.^^

Lorion 17 Shapeshifter - 7618 - 20. Juli 2011 - 18:29 #

Ich glaube ihr *wollt* gar nicht verstehen worauf ich eigentlich hinaus will... ;)

Natürlich kann man das auch alles so lassen und natürlich kann man auch alternativ 24/7 Mobs kloppen oder die immer gleichen Dailies abfarmen um sich das Gelumpe im AH zu kaufen... aber auch das läuft darauf hinaus das man immer den selben Schmogonz machen muss, der spätestens nach der 30sten Wiederholung einfach nur noch langweilig ist. Aber ist das wirklich so unglaublich erstrebens- und vor allem unterstützenswert das man exakt die gleichen, stupiden Spielmechaniken auch noch in weiteren 15 Jahren als primäre Spielinhalte in MMOs hat?

Ich sage ganz klar "Nein" und werde nen Teufel tun die Entwickler in ihrer Ideenlosigkeit auch noch zu verteidigen/bestätigen. Mir gehts einfach auf den Zeiger das sich in den 15 Jahren, in denen ich MMOs spiele (auch wenn sie damals noch nicht so hiessen) quasi kaum was getan hat bzw. das was sich so getan hat eher nen Rückschritt als nen Fortschritt darstellt, da die komplexen SPielwelten mit ihren unzähligen Beschäftigungsmöglichkeiten im Laufe der Zeit immer mehr in ihrer Freiheit (und daraus resultierend auch in ihrem Abwechslungsreichtum) reduziert wurden. Wenn ich mir das so überlege, als ich vor 14 Jahren das erste Mal in Ultima Online rumrannte, mich an den ganzen Möglichkeiten erfreute und mir ausmalte was man erst in 10 Jahren in nem MMORPG so alles für tolle Sachen machen können wird... tja und was kann man heute in MMOs machen? Mobs umkloppen und stundenlang im Kreis rumrennen um Häufchen anzuklicken, wat nen fantastischer Fortschritt! ;)

Martin Lisicki Redakteur - P - 35886 - 20. Juli 2011 - 19:01 #

Da muss ich dir recht geben, das beste, was ich in den letzten Jahren gesehen habe, war eindeutig in den ersten Jahren von Star Wars Galaxies, bevor es kaputtgepatched wurde.
Da gab es keine Level, da musste man keine Mobs umhauen, keine Dailys machen - man tat, was einem am meisten Spaß gemacht hat - und hat genau dafür XP bekommen. Wer tanzen oder Musik machen wollte, tat dies, wer sich eher politisch interessierte, hat Bürgermeister gespielt, andere waren Architekten - und wieder andere waren dann Kopfgeldjäger oder Schmuggler - aber das wichtigste: man hatte die Wahl!

Larnak 21 Motivator - P - 25873 - 20. Juli 2011 - 19:15 #

Wie schon gesagt, man muss zum Erreichen diese Dinge nicht 30 Mal irgendetwas wiederholen, wenn man darauf keine Lust hat. Dann dauert es natürlich etwas länger als anderswo, dafür hat man auch mehr Spaß.
Und wie gesagt: Wirklich lange dauert im heutigen WoW sowieso nichts mehr.

Dass sich auch WoW insgesamt nicht zum Besseren entwickelt (und die früheren MMOs noch deutlich mehr Visionen hatten) ist ja richtig, hat aber nicht unbedingt etwas damit zu tun, dass man zwingend immer wieder die gleichen Dinge tun müsste, um erfolgreich zu sein und dadurch dazu gezwungen wäre, sich Bots zu kaufen.

thurius (unregistriert) 20. Juli 2011 - 19:40 #

"Dailies abfarmen um sich das Gelumpe im AH zu kaufen"

"Dailies" kenn ich nur als kontaktlinsen,wenn schon englisch dann aber richtig,ist genau so schlimm wie man aus "achievement" "aRchievement" gemacht hat ;P

Anonymous (unregistriert) 20. Juli 2011 - 18:32 #

Wie sah denn eigentlich der Vergleich aus? Einen Vergleich schlägt ja man sicher nicht einfach mal so vor, sondern wohl eher, weil man davon ausgeht, dass die Chancen zu unterliegen wohk nicht ganz so gering sind.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12905 - 21. Juli 2011 - 2:10 #

Nun ob Bots erlaubt sind oder nicht ist ja ein ganz anderes Thema. Eigentlich sollte es Blizzard doch viel mehr zu denken geben, dass es überhaupt Bots für sowas gibt. Ich meine es wäre kein großer Aufwand wenn man bei WoW einfach NPCs beauftragen könnte für einen gegen ein gewisses Entgelt eben in einem bestimmten Zeitraum entsprechende Ressourcen zu sammeln, mit denen man am Ende nunmal Gewinn erzielen kann. Und selbst die könnten unterschiedliche Level haben. Ein höherleveliger NPC kostet mehr Gold, schafft aber auch in der selben Zeit deutlich mehr Ressourcen heran = mehr Gewinn. Problem stark eingedämmt. Und für die Levelbots... einfach mal wieder ein paar neue Quests ausdenken und entsprechend an den Belohnungen schrauben damit sich das auch nicht mehr lohnt.

Larnak 21 Motivator - P - 25873 - 21. Juli 2011 - 2:32 #

Ein Gold-Perpetuum mobile ohne Aufwand für den Spieler erscheint mir auf den ersten Blick jetzt keine besonders tolle Idee zu sein. Da kann man auch direkt einen Goldzähler einbauen, der ständig wächst.. exponentiell natürlich :o

Bei deinem Modell scheint mir eine massive Gold-Deflation vorprogrammiert.

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