Gewalt in Videospielen: Erziehung statt Verbot

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18. Juli 2011 - 20:40 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Das Teaserbild stammt aus dem Jahr 1935: Kindererziehung wurde oft mit Gewalt verbunden

Nachdem in Amerika gerichtlich entschieden wurde, dass gewalthaltige Spiele unter die Meinungsfreiheit fallen, melden sich nun auch einige Experten zum Thema zu Wort. Charles Smith, Familienforscher und Mitbegründer der Parent Education Association of Kansas, sprach aus, was vermutlich viele Spieler zum Thema Gewalt in Videospielen denken: Es gehe nicht so sehr darum, welches Spiel gespielt werde, sondern wer es spiele:
Ein Kind ohne richtige Bindung zu seinen Eltern, eines, das keinen Respekt vor seinen eigenen Eltern zeigt und ein gewalthaltiges Videospiel über eine bestimmte Zeit spielt, würde mich beunruhigen. Aber deswegen Videospiele vollständig zu verbieten ist nicht die richtige Lösung.
Vor allem die Erziehung und die Bindung zu den Eltern sei laut Smith wichtig. So müssten Eltern kontrollieren, was ihre Kinder spielen. Sie sollten sich mit diesen Spielen auseinandersetzen und dann entscheiden, welche Spiele für ihr Kind geeignet sind. Auch sprach er an, dass das Medium Videospiel nicht das einzige gewalthaltige Medium ist:
Gewalt ist ein Teil vieler guter Geschichten, Literatur und Märchen. Wir sollten gute Literatur nicht verbieten, nur weil sie Gewalt enthält.
Dennoch beunruhigt es ihn, dass mit dem technischen Fortschritt auch die Gewalt in Videospielen immer realistischer wird.
 

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 64880 - 18. Juli 2011 - 21:14 #

Hab mir letztens den Reverse-Trailer von Dead Island angeschaut! Da war ich auch beunruhigt!

Anonymous (unregistriert) 18. Juli 2011 - 21:21 #

Und das sagen unsere deutschen Wissenschaftler:

"Soll man Killerspiele verbieten?

Spitzer: Die schlimmsten Sachen soll man verbieten. Wir verbieten ja auch Kinderpornografie. Aber mit Verboten bewirkt man nicht viel. Man muss über kreative Wege nachdenken. Amerikanische Wissenschaftler haben zum Beispiel eine Steuer für die Verbreitung und den Konsum von „Sex and Crime“ gefordert. Wenn man diese Sachen teurer machen würde, würde automatisch weniger konsumiert"

mediaculture-online.de/blog/wp-content/uploads/2009/05/badische-neueste-nachrichten-020509.pdf

Athavariel 21 Motivator - P - 27873 - 18. Juli 2011 - 23:13 #

Den Vergleich kennen wir in der Schweiz auch. Bei uns heisst der "Experte" jedoch statt Spitzer - Näf.

gar_DE 16 Übertalent - P - 5790 - 18. Juli 2011 - 23:17 #

Äh, nein.

Das wird an der Sache nichts ändern, da die Jugendlichen weiterhin an ihre Killerspiele kommen werden, während sich die Erwachsenen mit den gestiegenen Preisen rum ärgern oder gleich im Ausland bestellen (wie die Jugendlichen auch).

Korbus 15 Kenner - 3189 - 18. Juli 2011 - 21:44 #

Ein Verbot gewalthaltiger Spiele hätte vor 30 Jahren kommen müssen. Heute ist es dafür schlicht zu spät. Dafür haben sich Videospiele und Gewalt in Spielen weltweit zu stark verbreitet. Das ist wie mit der Büchse Pandorras. Ob das nun gut oder schlecht ist sei mal dahin gestellt. Wenn aber ein Verbot sinnlos ist bleibt nur noch Erziehung übrig, wenn man noch einen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder haben will.

Balberoy 11 Forenversteher - 764 - 18. Juli 2011 - 22:33 #

Wie wäre es, seine Kinder zu "Erziehen"?

Speziell hier in Deutschland, aber auch dem Rest der Welt,
wird der Normalbürger entmündigt.

Das fängt bei GmbH's an,
über AG's,
wo niemand die Verantwortung trägt aber die Manager die Millionen einsachen, wenn aber was passiert nur die normalen Arbeiter blechen.

Geht weiter über die Rechtsprechung, wo Verbrechen absolut unverhältnismäßig schwach bestraft werden und Straftäter sich vorkommen wie bei ner Kur.

Und irgendwann später hat man Eltern, die nicht auf die Kinder aufpassen und schlicht und ergreifend schlecht erziehen.

Dann wenns zu spät ist kommt dann das Jugendamt, falls die Kinder nicht verhungern. Mit Pech kommen die Eltern in sonem Fall 5 Jahre innen Knast...

*wahre Geschichte*
Wenn das Jugendamt die Kinder vorher einzieht, steckt sie die zu nem Pädophilen in betreutes wohnen. Der Psychater rät den Erzieher abzuziehen, aber das Jugendamt lässt die Kinder weiter misshandeln.
GZ, aber es ist wieder keiner verantwortlich!
*ende wahre Geschichte*

Wie soll denn jemand Vorbild sein, wenn für Straftaten oder falschen Verhalten keine Strafen vorhanden sind, oder bei Kindern, wo man das Erziehung nennt.

Aber die "pösen Videospiele* sind schuld...

Das wir ein gesellschaftliches Problem haben fällt keinem auf...

*Tatsache*
Weiter deutlich wird dies dadurch, dass Schüler die mit ihren Noten nicht zufrieden sind in ihren Schulen randalieren, anstatt vorher zu lernen um besser Noten zu bekommen.

Was tun die Schulen? Alles reparieren und ihre Schulen einzäunen, damit wenigstens nichtmehr nach der Schule der Pausenhof demoliert wird, sondern nurnoch in den Pausen 1x pro Woche im WC die Türen eingetreten werden.

Diese Form der Expression, findet anscheinend in allen drei Schultypen statt und beginnt schon in der Grundschule, wo die Toiletten unter Wasser gesetzt werden.
*ende Tatsache*

Mir war so ein Verhalten bis Dato nur aus schlechten Teen-Ami-Filmen bekannt.

Aber die Videospiele sind schuld...

gar_DE 16 Übertalent - P - 5790 - 18. Juli 2011 - 23:19 #

So, genug BILD gelesen...

Balberoy 11 Forenversteher - 764 - 19. Juli 2011 - 8:10 #

Wäre es doch nur so,
leider muss ich gestehen nie eine Bild gekauft zu haben
und meine Infos meist aus Reportagen der öffentlich rechtlichen zu beziehen.

Welche ihr wirklichen Infos meist erst Abends ab 23.00Uhr ausstrahlt, damit auch ja kein interessierter / arbeitstätiger Bürger in Versuchung kommt wirkliche Reportagen zu sehen.

Da er früh raus muss um zu arbeiten.

Anonymous (unregistriert) 19. Juli 2011 - 0:21 #

Korrekt. Spiele zu verbieten weil dann ja alles besser wird ist einfach nur ein Zeichen der Hilflosigkeit. Vom Wegsehen wird nichts besser. mit möglichen Verboten werden nicht die Ursachen behandelt, sondern die Symptome unterdrückt.

Anfangen sollte man, echte Gewalt in den Griff zu bekommen. Und die fängt beim Wirtschaftsterrorismus an, der ungestraft die Taschen reicher Bänker füllt, und dafür normale Menschen in den Ruin und aus den eigenen Häusern vertreibt.

Die Welt ist voller echter Gewalt, aber statt sich gegen Kriege auszusprechen die einzig dem militärisch-industriellen Komplex zugute kommen, verkaufen wir selbst unsere Waffen und Panzer an unterdrückende Regime. Aber haben wir die Freiheit das aus Idealismus zu unterlassen? Tun wir das nicht haben wir wirtschaftlich das Nachsehen. Und mit diesem wirtschaftlichen Nachteil wären wir dann verstärkt Opfer der Gewalt. Der Schulhofschläger sucht sich das schwächste Opfer raus, das wird auch heute nicht durch Verbote aufhören. Wer das verinnerlicht hat wird über Killerspielverbote nur verächtlich lachen können, wenn gleichzeitig Dronenangriffe hunderte Zivilisten töten, um ein paar Waffenverkäufer noch etwas reicher zu machen. Zur Zeit fallen die Bomben in Somalia und Yemen, komisch das man darüber sowenig in den Nachrichten hört, oder?

Henke 15 Kenner - 3636 - 18. Juli 2011 - 23:18 #

Ich finde es immer toll, wenn sich sogenannte "Experten" zu Wort melden:

Gewalt in Literatur und Geschichten ja, in Videospielen zu beunruhigend, da zu realistisch.
Es hat schon seinen Sinn, das bestimmte Spiele eben nur ab einem bestimmten Alter gespielt werden sollten. Es macht ebenfalls Sinn, sich als Elternteil aktiv mit der Freizeitgestaltung des Nachwuchses auseinanderzusetzen.
Als Erziehungsberechtigter obliegt einem die Aufsichtspflicht, und wenn man dem (oder der) Junior(in) ein "Killerspiel" in die Hand drückt, ihm (oder ihr) "Viel Spaß" wünscht um dann in Ruhe weiter bierschlürfenderweise Hartz IV-TV zu gucken, dann hat man bei der Erziehung einfach versagt...

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 86525 - 19. Juli 2011 - 4:25 #

Jugendschutz ist sehr sehr wichtig! Zensur ist aber Mist!

KingPott 17 Shapeshifter - 7272 - 19. Juli 2011 - 11:58 #

Sehr kurz. Sehr treffend.

Vaedian (unregistriert) 19. Juli 2011 - 11:26 #

Man man ... ich hoffe es kommt bald was neues. Holodecks oder VR-Geräte alá "Caprica", damit die leidige Diskussion auf ein neues Medium übergeht und wir endlich in Ruhe zocken können.

Ihr könnt diskutieren soviel ihr wollt, solange kein neuer Rock'n'Roll erfunden wird, wird weiter gegen Computerspiele gewettert werden.

Sleeper1982 14 Komm-Experte - 2485 - 19. Juli 2011 - 20:01 #

Klar ist Jugendschutz wichtig aber man vor den Kids eh nicht alles wegschließen bzw verbieten. Was die haebn wollen kriegen die auch, auf die eine oder andere Art.
Klar sollten die nicht unbedingt Fear spielen oder SAW schauen aber es kommt auch immer auf das Kind an. Ich habe damals acuh mit 10 oder 12 meine ersten Ballerspiele gespielt (Doom/Wolfenstein/Duke Nukem 3D) und bin trotzdem nicht Aggro geworden.

Larnak 21 Motivator - P - 25589 - 19. Juli 2011 - 23:42 #

Und genau deswegen ist es auch Aufgabe der Eltern zu entscheiden, was die Kinder spielen und was nicht. Der Jugendschutz soll die Kinder nur daran hindern, sich die betreffenden Dinge einfach selbst zu kaufen.

Allerdings muss man wohl erst mal das Schwarzkopie-Problem lösen, bevor das wie gewünscht funktioniert..

Lt.L.T. Smash 10 Kommunikator - 397 - 20. Juli 2011 - 9:32 #

"Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe."

Das ist ein Zitat aus einer 4000 Jahre alten Keilschrift.

Am Problem hat sich nix geändert: Die Jugend verroht...und niemand trägt Schuld.

Ob Comics, Fernsehen, Computerspiele oder Schiffe versenken: Wenn ich nicht fähig bin, meinem Kind ein grundlegendes Werteverständnis zu vermitteln, kann jedes spielerische Probehandeln in der Welt der "Großen" nach hinten losgehen...

KritikloserAlleskonsument 13 Koop-Gamer - 1448 - 21. Juli 2011 - 20:08 #

Es wird immer wieder die selbe Sau durchs Dorf getrieben. Langsam wird's langweilig.

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