USK möchte eine Alterskennzeichnung auch für Online-Spiele erreichen

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15. Mai 2009 - 14:01 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) plant, laut Angaben ihres Geschäftsführers Olaf Wolters, eine Zuständigkeit auch für den Bereich der browserbasierten Online-Spiele zu erreichen.

Zurzeit endet die Zuständigkeit der USK bei klientenbasierten Trägermedien, die in der Regel über DVDs oder CD-Roms vertrieben werden. Die Aufsicht von Online-Medien unterliegt noch der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) von Bund und Ländern.

Eine Reform dieser Regelung zugunsten der USK erhofft sich Olaf Wolters durch die derzeitige Überarbeitung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV). Jedoch dürfte es bis zu einer praktikablen Umsetzung der Klassifizierung von Online-Spielen noch bis zu zwei Jahren andauern, da die Zuständigkeiten noch geklärt werden müssten, so Wolters. Zudem müsste noch ein Konzept entwickelt werden, welche der zahlreichen und vielfältigen Online-Spiele, der Sichtung und Kontrolle der USK bedürfen.

Nach Wolters sollen Online-Spiele einer weniger gesteuerten und aufwendigen Klassifizierung unterliegen, wie es bei den jetzigen Spieleprüfungen bei Spielen auf Trägermedien der Fall ist. Er favorisiert ein System, welches ähnlich wie das europäische PEGI (Pan-European Game Information), von den Herstellern selbst vorgenommen wird.

Die Frage ist nur, ob sich diese Vorstellungen für Online-Spiele von Olaf Wolters in Deutschland auch umsetzen lassen. Die bekannte Medienpolitikerin der SPD, Monika Griefahn, kritisierte schon jetzt die Selbstklassifizierung der Hersteller nach Vorbild der PEGI. Sie bevorzuge das "gruppendynamische Prinzip" der derzeitigen Klassifizierung und Einstufung bei Computer- und Videospielen auf Trägermedien durch die USK.

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 33916 - 15. Mai 2009 - 14:26 #

Naja, ich habe Herr Wolters auf einer Veranstaltung schon reden gehört und hatte schon damals den Eindruck, dass er das PEGI-System dem derzeitigen Prüfungsverfahren der USK bevorzugt.

Nur merkwürdig, dass sich niemand damals seinen Vorstellungen anschließen konnte ;). Mir war Herr Hilse als Oberster Vertreter der Landesjugendbehördern bei der USK wesentlich sympathischer. Er scheint mir auch nicht so "industrienah" wie Herr Wolters zu sein.

Das Herr Wolters jetzt Chef von der USK ist, daran trägt die Bundesregierung Schuld, denn sie traut der Industrie (jetziger Dachträgerverband der USK) mehr zu als sozialen Institutionen (damalige Dachträgerverbände der USK). Damals wurde die Struktur der USK geändert und warum? Wegen den "Amokläufen"...

Eldest 13 Koop-Gamer - 1718 - 15. Mai 2009 - 14:39 #

Ich frage mich nur, ob das Vorhaben überhaupt realisierbar ist. Es gibt schließlich eine Unmenge an solchen Spielen.

Die weitere Frage ist natürlich auch, ob nur deutsche Spiele getestet werden, oder alle Spiele die man in Deutschland spielen kann.

Naja, wenn die das schaffen, hat das ja eigentlich keine Nachteile.
Und es schafft Arbeitsplätze ;)

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 33916 - 15. Mai 2009 - 14:52 #

Mit der Realisierbarkeit hast du vollkommen recht. Ich bin schon mal gespannt, welche Vorschläge da noch kommen werden...

Stefan Schmitt 12 Trollwächter - 984 - 15. Mai 2009 - 15:07 #

Ich glaube, es ist nicht realisierbar. Da kommen täglich sicherlich 50 bis 100 neue Spiele weltweit auf den "Markt", also meist kostenlos, die der User dann spielen kann. Wer soll die bitte ordentlich überprüfen :D

Friedenspanzer 06 Bewerter - 93 - 15. Mai 2009 - 15:04 #

Gibt dann bestimmt Stoppseiten statt USK 18-Spielen.

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