Hardware-News KW26: Solar-Notebook, Archos G9 Tablets
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

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Dennis Ziesecke 29503 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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27. Juni 2011 - 13:08 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Passend zu Hochdruckgebiet "Gertraud" stellen wir in den GamersGlobal-Hardwarenews ein solarbetriebenes Netbook vor. Ebenso praktisch beim Räkeln auf Terrasse oder Balkon sind die mittlerweile allgegenwärtigen Tablet-PCs, diese Woche werfen wir einen Blick auf kommende Modelle mit Android 3.1. Mit Intels neuer Haswell-CPU kommt allerdings auch die klassische PC-Umgebung nicht zu kurz.


Solarzellen als zusätzliche Energieversorgung: Samsung NC215S .


Samsungs Solar-Netbook NC215S

Elektrische Geräte mittels Solarenergie aufladen ist kein allzu ungewöhnlicher Wunsch. Sei es der Campingurlaub für ansonsten eher lichtscheue Nerds oder die Trekkingtour durch unwegsames Gelände - nicht überall finden sich Steckdosen für den Notebook. Und auch abseits unserer Luxusprobleme: Viele Länder verfügen über keine flächendeckend ausreichende Stromversorgung, so dass sich alternative Energieversorgungen auch bei Computern anbieten. So ließ sich bereits vor einiger Zeit das OLPC-Notebook (One Laptop per Child) mit stark abgespeckter Hardware per Handkurbel mit Energie versorgen um so auch in afrikanischen Dörfern einen Schulbetrieb mit Computerunterstützung zu ermöglichen.

Samsung produziert jetzt mit dem NC215S allerdings kein 100-Euro-Laptop für ländlich gelegene Schulen, sondern ein aus Standardkomponenten gefertigtes Netbook. Die technischen Daten entsprechen dabei aktuellem Netbook-Standard: Ein 1,66 GHz schneller Dualcore-Atom (N570) mitsamt Intels GMA 3150 Grafik, ein Gigabyte RAM sowie eine 320 GB große Festplatte überraschen im Netbooksegment niemanden. Das 10,1 Zoll große Display löst mit 1024x600 Bildpunkten auf, erfreulicherweise soll die Oberfläche nicht verspiegelt sein.

Die Besonderheit und ein Hingucker ist allerdings der Displaydeckel, dessen gesamte Breite ein Panel aus Solarzellen einnimmt. Laut Samsung sollen zwei Stunden Ladung in der prallen Sonne für eine Stunde Netbookbetrieb ausreichen. Und auch ohne Solarenergie soll der verbaute 6-Zellen-Akku das Gerät für bis zu 14 Stunden von Steckdosen unabhängig machen. Die Solarzellen scheinen offenbar eine sehr gute Effektivität aufzuweisen, preiswerte Solar-Ladegeräte brauchen zur Erzeugung einer vergleichbaren Energiemenge schon einmal bis zu 60 Stunden voller Sonneneinstrahlung.

Bislang wurde das NC215S allerdings nur für die USA, Afrika und Russland angekündigt, bereits Anfang Juli sollen in den USA die ersten Geräte über den Ladentisch gehen. Der Preis liegt, je nach Land, zwischen 280 und 399 Euro. Ob das NC215S auch den Weg nach Deutschland findet ist bislang unklar.


Tick-Tock bei Intel: Mit Haswell startet 2012 eine neue CPU-Architektur.

Intels Zukunftspläne: Projekt Haswell


Nachdem die aktuellen Prozessoren der Sandy-Bridge-Baureihe im kommenden Frühjahr eine Schrumpfkur auf 22 nm Fertigungsstrukturen antreten dürfen, plant Intel mit Haswell bereits die weitere Zukunft. Offenbar bereitet die hohe Rechenleistung moderner Grafikprozessoren den Ingenieuren von Intel eines Kopfzerbrechen. So lassen sich mit neuen Versionen der Programmiersprache C++ Berechnungen sowohl auf der CPU als auch auf der GPU ausführen. Die GPU mit ihren unzähligen parallel arbeitenden Rechenkernen erweist sich dabei immer öfter als rasante Alternative zu herkömmlichen Prozessoren. Nvidia propagiert bereits den Einsatz von vergleichsweise schwachen ARM-Prozessoren in Verbindung mit flotten Grafikprozessoren um die im PC-Bereich vorherrschende x86-Dominanz zu brechen.

Intel hingegen geht einen anderen Weg und optimiert kommende Prozessoren auf die von GPU bekannte massiv parallele Rechenweise. Zu diesem Zweck überarbeitet Intel die Befehlssatzerweiterung AVX, die bereits in Sandy Bridge entsprechend optimierte Programme stark beschleunigen soll. AVX ist als Nachfolge der Multimedia-Befehlssatzerweiterung SSD deutlich mehr auf parallele Verarbeitung der ankommenden Daten ausgelegt. So wurden die Befehlsregister von 128 Bit auf 256 Bit verbreitert. Für AVX2 in den kommenden Haswell-CPUs sollen die Register gar auf 512 Bit verbreitert werden. Ende 2012 soll mit Haswell daher eine CPU erscheinen, die Nvidias Vorrücken in den Supercomputer-Bereich zumindest verlangsamen könnte.

Ob PC-Spieler von diesen Optimierungen allerdings auch profitieren können ist zumindest fraglich. AVX wird zwar sowohl von Intel als auch von AMD eingesetzt (AMD nutzt die AVX-Erweiterung in den kommenden Bulldozer-Prozessoren), AVX2 allerdings ist bislang Intel-Exklusiv. Und auch für AVX gibt es bislang keine Ankündigungen prominenter Spieleentwickler. 


Preiswerte Tablets mit Android 3.1 verspricht Archos mit der G9-Serie

Archos präsentiert Tablets mit Android 3.1

Im Gegensatz zum Smartphone-Betriebssystem Android 2.x wurde Android 3.x alias Honeycomb auf die Bedürfnisse von Tablet-Nutzern angepasst. Eine bessere Ausnutzung des größeren Bildschirmes sowie ein überarbeiteter App-Store sorgen für einen höheren Bedienkomfort und machen Android-Tablets endlich konkurrenzfähig gegenüber Apples noch immer dominierendem iOS. Nun steigt mit Archos auch ein Hersteller vornehmlich preiswerter Tablets in den Markt der Honeycomb-Tablets ein. Die Franzosen weichen mit den beiden Neuzugängen Archos 80 G9 und Archos 101 G9 allerdings etwas von der bisherigen Honeycomb-Linie ab: Bisherige Geräte mit Android 3.x setzten voll auf Nvidias Tegra 2, einem 1 GHz Doppelkern mit Geforce-Grafik. Die G9-Tablets hingegen vertrauen auf einen ARM-Prozessor von Texas Instruments, dem mit 1,5 GHz getakteten Doppelkern OMAP4460. Mit dem OMAP4430 kommt ein etwas langsameres Exemplar dieser Baureihe beispielsweise im Blackberry Playbook zum Einsatz und sorgt dort für eine erfreulich hohe Arbeitsgeschwindigkeit. 

Ebenfalls ungewöhnlich für Android-Tablets ist das Bildschirmformat des acht Zoll großen 80 G9. Das Display ist hier im 4:3-Format bei 1024x768 Pixeln verbaut und erinnert an eine kleinere Version des iPad-Displays. Die im Vergleich zum Apple-Bestseller höhere Pixeldichte dürfte allerdings keine großen Vorteile bringen, zumal Archos bei preiswerten Tablets kein hochwertiges IPS-Panel verbauen wird. Das 101 G9 wirkt mit einem 10,1 Zoll großen Breitbilddisplay deutlich weniger ungewöhnlich, die Auflösung beträgt hier die üblichen 1280x800 Pixel. Im Gegensatz zu den hauseigenen Spar-Tablets der Home-Reihe setzt Archos glücklicherweise auf kapazitive Displays, zur Benutzung muss der Bildschirm also nur sanft gestreichelt werden und nicht wie bei resistiven Modellen kräftig gedrückt.

Zusätzlich zu Modellen mit dem im Tablet-Bereich üblichen Flashspeichern bietet Archos auch Geräte mit Festplattenspeicher an. Die 250 Gigabyte großen Seagate-HDDs aus der mit nur 7 mm Dicke extra flachen Baureihe Momentus Thin bieten dabei zwar sehr viel Speicherplatz, einen allzu ruppigen Umgang sollte der Anwender mit seinem Tablet dann allerdings nicht mehr pflegen. Im Gegensatz zu Flashsspeichern sind Festplatten sehr empfindlich gegenüber Stößen, weiterhin erhöht eine HDD das Gewicht des Tablets und sorgt für einen höheren Energieverbrauch.

Bei den Schnittstellen sorgt Archos für freudige Überraschungen: Ein USB-Anschluss ist als Typ A herausgeleitet, so dass sich USB-Speichermedien und mit kommenden Android-Updates auch weitere Peripheriegeräte problemlos einstecken lassen. Allerdings verfügen die beiden G9-Tablets weder über HDMI noch über UMTS. Archos plant allerdings, einen UMTS-Stick für den USB-Port als Zubehör anzubieten. Offenbar hat bei Archos sogar jemand mitgedacht - der UMTS-Stick verschwindet komplett in einer Aussparung, so dass die Zusatzhardware nicht unschön hervorstehen muss. WLAN ist allerdings in beiden Modellen verbaut.

Der Preis des 80 G9 soll mit 279 US-Dollar auf für Honeycomb-Geräte sehr niedrigem Niveau liegen. Das 101 G9 soll für 349 US-Dollar angeboten werden. Der UMTS-Stick wird als Zubehör für 49 US-Dollar verkauft. Wer sich von den beiden Neuzugängen ein eigenes Bild machen möchte: Archos stellt die Tablets sowie weitere neue Produkte im Herbst auf der IFA in Berlin aus. Für einen kurzen Eindruck dürfte aber auch das unter dieser News angehängte Produktvideo des Herstellers ausreichen.


Video:

arg0 06 Bewerter - 73 - 27. Juni 2011 - 13:25 #

Das Solarnotebook finde ich total interessant. Da ich gerade sowieso kein Geld habe ist es für mich auch egal ob sowas in Deutschland erscheinen wird. Aber Grundsätzlich eine tolle Idee und auch die Leistung der Solarzellen überrascht wenn sie denn wirklich so stark sind.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 27. Juni 2011 - 13:31 #

Wird wohl eine gute Mischung aus geringer Energieaufnahme und brauchbarer Solarzellen-Effizienz sein. Wobei ich mir so ein Netbook mit E-350 Fusion APU wünschen würde, die 3150 hat dann doch etwas wenig Power..

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73397 - 27. Juni 2011 - 13:36 #

Das Solarnotebook ist irgendwie cool. Wenn man gefragt wird, welche 3 Dinge man mit auf eine Insel nehmen könnte, kann man das Ding jetzt mit auf die Liste der Antworten setzen :).

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 27. Juni 2011 - 14:27 #

Mal eine Frage zu den Tablets, auch wenn ich hier keine Kaufberatung erwarte, aber ich lese ständig Ankündigungen zu tollen Android-Tablets die alle besser sein sollen als das iPad, bekomme aber anscheinend nicht mit das diese auch irgendwann erscheinen.

Gibt es aktuell schon ein vernünftiges Android-Tablet? Vernünftig definiere ich so das es schnell genug sein sollte um Honeycomb flüssig wirken zu lassen und in der nur Wlan-Version unter 500€ kosten sollte.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 27. Juni 2011 - 14:35 #

Das Asus Transformer ist nett und kostet unter 500 Euro. Generell würde ich nur Honeycomb-Tablets in Betracht ziehen, die 2.x-Versionen sind nicht so wirklich Tablet-tauglich. Für das Transformer gibts hat das praktische Keyboard-Dock. Damit wird das Tablet zum Android-Netbook mit mehr als 12 Stunden Laufzeit. So 100% an das iPad kommt aber trotzdem noch immer kein Androide heran. Ok, doch, wenn man Flash und "nicht von Apple, egal wie scheisse es auch sonst ist" als wichtigste Kriterien sieht.

Marco Büttinghausen 19 Megatalent - P - 19331 - 27. Juni 2011 - 15:07 #

Danke für den Tipp, werde ich mir mal angucken, auch wenn das Alleinstellungsmerkmal, das Dock, 150€ kostet und das Transformer damit wieder in Laptop Bereiche schiebt. Wenns aber auch ohne geht, scheint dies besser zu sein als das Iconia.

Flash ist natürlich ein wichtiges Kriterium und auch "nicht Apple" ist wichtig, da ich nicht mochte wie Apple sich damals in den Handymarkt gedrückt hat. Aber "egal wie scheiße" ist natürlich kein Kriterium :-D

Zusätzlich habe ich schon als Handy das Desire HD, von daher machts natürlich auch Sinn weiter auf Android zu setzen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 27. Juni 2011 - 15:10 #

Beim Transformer ist halt das Display etwas schwächer als beim Acer, ansonsten mag ich das Transformer durchaus lieber. Alternativ: Samsung Galaxy Tab, die neue Version natürlich. Oder eben schauen, wie gut sich die Geräte von Archos schlagen. Das alte 5-Zoll-Hometablet fand ich damals ganz in Ordnung, das neue 7-Zoll V2 nervt nur noch. Einige nette Produkte hat Archos aber durchaus im Angebot, bei den neuen Modellen muss man halt sehen wie sehr gespart wurde.

Madrakor 15 Kenner - P - 3219 - 27. Juni 2011 - 15:33 #

Das Solar-Netbook ist ja mal Klasse, wenn es denn wirklich so effizient arbeitet wie versprochen. Da muss ich mir wohl ein paar Tests des Geräts ansehen und dann schauen dass ich es für die Firma importiert bekomme. Da wir eh im Bereich regenerative Energie tätig sind würde es wunderbar zu uns passen. Ich mag es wenn ich neues Spielzeug so rechtfertigen kann. :D

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29503 - 27. Juni 2011 - 15:50 #

Ich finde die Solar-Möglichkeiten ja auch beeindruckend. Die Dinge mit denen ich bisher aber herumspielen konnte, waren absolut noch nicht ausgereift - hoffentlich macht Samsung da einen besseren Job. Schlimmstes Beispiel: Die Solar-Powerbank vom Versender Pearl. Erst als ich mich telefonisch wunderte, warum das Ding auch nach drei Tagen permanenter Sonneneinstrahlung ein iPhone 3GS nur zu maximal 15 Prozent laden konnte wurde mir gesagt, dass das Ding halt nun einmal gute 60 Stunden voller Sonneneinstrahlung benötigt, um ein Smartphone zumindest halbvoll zu laden. Öhm.. Wie viele Sonnenstunden hat so ein Tag?

Bin gespannt, wie effektiv Samsung das gelöst hat. Zumal das Gerät ja offenbar kaum mehr kosten soll als ein normales Netbook.

Madrakor 15 Kenner - P - 3219 - 27. Juni 2011 - 17:04 #

Ja, ich habe bisher auch ähnliche Erfahrungen machen müssen, daher bin ich auch nur verhalten optimistisch was das Netbook angeht. Wobei 60 Stunden SOnneneinstrahlung für eine halbe Ladung wirklich sehr dürftig ist. Andererseits wäre es schon heftig wenn Samsung erst ein Lade-/Nutzverhältnis von 2:1 verspricht und das Gerät tatsächlich nur z.b. 5:1 liefern sollte. Und falls dem so ist wird das sicherlich auch in diversen Hands-on und Testberichten Erwähnung finden.
Bis dahin: Abwarten und Kaffee trinken.

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