Anonymous-Mitglied: "Attacken auf Sony eingestellt"

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17. Juni 2011 - 12:48 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert

Im Gespräch mit dem britischen Online-Magazin VG 24/7 sagte ein Mitglied der lose organisierten Hacker-Bewegung Anonymous, dass die Internet-Aktivisten ihre Angriffe auf den Multimedia-Riesen Sony einstellen werden. Offenbar haben die Hacker erkannt, dass sie mit weiteren Cyberangriffen nichts mehr erreichen können. Für den Unmut vieler Kunden hat Anonymous dennoch kein Verständnis, sondern ist eher enttäuscht:

Sony hat dem Konsumenten sein Eigentum an der Konsole weggenommen und Hacker verfolgt - und wir haben versucht, diese Information unter den Konsumenten zu verbreiten.

Statt sich anzuhören oder zu lesen, was unsere Beweggründe [für den Angriff auf Sony] waren, haben sie sich in ihrem Stolz angegriffen gefühlt. Ihre Verärgerung ist verständlich, aber ihr Verhalten war selbstsüchtig, da ihnen kurzfristige Unterhaltung wichtiger war als ihre Rechte als Verbraucher.

Außerdem distanzierte sich das Anonymous-Mitglied eindeutig von den Aktionen der, dieser Tage von den Medien mit viel Aufmerksamkeit bedachten, LulzSec-Bewegung, die mit Hackerangriffen unter anderem auf EveOnline (GamersGlobal berichtete) auf sich aufmerksam machte. Das vollständige Interview könnt ihr unter der unten angegebenen Quelle lesen.

syL 13 Koop-Gamer - 1629 - 17. Juni 2011 - 8:53 #

Das Zitat ist aber sehr frei übersetzt.

floxyz 16 Übertalent - P - 4853 - 17. Juni 2011 - 9:09 #

Dem muss ich zustimmen...ist wirklich sehr frei übersetzt. Man muss ja nicht alles wortwörtlich übersetzen (butthurt is so ein wort) aber den satzbau komplett zu verwerfen und nur den inhalt halb wiedergeben is auch net ganz richtig.

Punisher 19 Megatalent - P - 13368 - 17. Juni 2011 - 9:15 #

Zustimmung. Verbesserungsvorschlag:

Sony hat dem Konsumenten sein Eigentum an der Konsole weggenommen und Hacker verfolgt - und wir haben versucht, diese Information unter den Konsumenten zu verbreiten.

Statt sich anzuhören oder zu lesen, was unsere Gründe [für den Angriff auf Sony] waren, haben sie sich in ihrem Stolz angegriffen gefühlt. Ihre Verärgerung ist verständlich, aber Ihr Verhalten war selbstsüchtig, da ihnen kurzfristige Unterhaltung wichtiger war als ihre Rechte als Verbraucher (und die Rechte des Hackers).

Johannes 22 AAA-Gamer - P - 32524 - 17. Juni 2011 - 11:22 #

Danke für deinen Vorschlag ;)

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 17. Juni 2011 - 20:31 #

Wo wir gerade bei Verbesserungen sind:
"der, dieser Tage von den Medien mit viel Aufmerksamkeit bedachten, LulzSec-Bewegung" die Kommata sind zu viel :)

Anonymous (unregistriert) 17. Juni 2011 - 9:30 #

aha.. ich dachte, sie hatten bestritten, dass sie das waren hinter den angriffen?
jetzt also doch?
naja, freu mich, wenn teile dieser ganzen hackerpacks hinter gitter sind.

Anonymous (unregistriert) 17. Juni 2011 - 9:31 #

achja, vergessen. es ist ja eigentlich einfach nur geil, wie illegale verbrecher (vergleichbar mit "normalen" einbrechern o.ä.) von recht und ordnung stehen. hilfe, in welcher welt leb ich eigentlich grad.

Anonymous (unregistriert) 17. Juni 2011 - 9:35 #

"stehen" = reden/schreiben

Anonymous (unregistriert) 17. Juni 2011 - 9:59 #

du hast also kein problem damit, wenn sony sich aus gier bis 2011 um elementare sicherheit gedrückt hat? ob vorher deine daten geklaut sind, das aber nicht publik gemacht wurde interessiert dich nicht?

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11022 - 17. Juni 2011 - 13:01 #

Ich z.B. sehe da einen Unterschied, ob ich nur so dämlich bin und den 100€-Schein in der Küche liegen zu lassen oder ob ihn dann auch noch irgendwer klaut.
Das Argument: der lag da doch eh nur rumm, ist für mich keine Entschuldigung oder Rechtfertigung. Diebstahl bleibt es trotzdem. ;)

Anonymous (unregistriert) 17. Juni 2011 - 13:13 #

Argument ist aber, das vorher schon durch Geldgier, Inkompetenz und Berechnung Diebstahl ermutigt wurde. Und das es diesen Diebstahl auch vorher gab, aber niemand darauf aufmerksam gemacht hat, nicht das Diebstahl böse ist.

Klar ist es das.

Kunden in ein falsches Gefühl der Sicherheit zu wiegen, von ihnen Daten einzufordern, selbst Kohle damit zu scheffeln, der Sicherheitspflicht aber nicht nachzukommen und alle Daten in einer riesigen, ungeschützten Tabelle abzuspeichern ist für sich genommen schon ein illegales Verbrechen, um mich meinem Vorredner anzuschliessen ;)

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11022 - 17. Juni 2011 - 16:05 #

Klar, ist es dämlich und gehört auch verurteilt, dass Sony mit den Daten so fahrlässig umgegangen ist.
Aber ich bekomme bei manchen immer das Gefühl, als meinen manche, dass der Hacker, der die Daten dann wirklich kopiert hat, damit raus reden könnte. Fast schon als Held der Verbraucher da steht, weil er die üble Lücke aufgedeckt hat und scheinbar auch selbst genutzt hat.
Sonys Verhalten ist inakzeptabel, aber das macht die Datendiebe nicht besser.

arg0 06 Bewerter - 73 - 17. Juni 2011 - 16:22 #

Sicherlich sind die Daten in ihren Händen auch nicht sicher, ganz im Gegenteil aber wenn sie sich nun bei Sony rein hacken und dann nur Hallo sagen interessiert das leider keinen. Dann sagt man toll, Sony ist nicht sicher und einen Tag später ist es vergessen. Wenn aber die Daten von 1000den Kunden nun frei in irgendwelchen Tauschbörsen rum geistern dann regen sich die Kunden auf und Sony steckt richtig in der Klemme.

Es ist halt leider so, wenn es nicht weh tut dann lernen die Leute auch nichts draus.

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11022 - 17. Juni 2011 - 16:32 #

Aber wo ist der Dienst am Kunden, wenn ich seine Daten öffentlich ins Netzstelle? Wenn ich doch die Unsicherheit der Daten bei Sony anprangern will, dass eben DIES nicht passieren soll? ;)

Anonymous (unregistriert) 17. Juni 2011 - 16:49 #

Dienst am Kunden ist, das auch die Manager von Sony ein Druckmittel gegen ihre gierigen Chefs oder Anteilseigner haben. Ansonsten heisst es nur "mehr Sicherheit kostet, gibts nicht. Schönreden, dann totschweigen, und gut ist".

Was du sagst ist natürlich ganz richtig, aber wahrscheinlich schon lange kompromitierte Daten dann nur der einen, aber nicht der anderen Seite anzukreiden ist heuchlerisch. Anon hat unsere Daten verpetzt zieht irgendwie nicht so, wenn die Daten schon lange gehandelt und verkauft werden.

Worth2die4 13 Koop-Gamer - 1432 - 17. Juni 2011 - 23:11 #

das ist der Kern, den so viele hacker-fanboys irgendwie noch nicht gerafft haben... Oo

Klar ist es schlecht, wenn Sony so fahrlässig mit den Daten umgeht.

Aber diejenigen, die diese Daten dann klauen und mir als Kunden (der ja garnichts dafür kann) dann einen realen Schaden verursachen der noch garnicht absehbar ist, sind doch für den Konsumenten weitaus schlimmer !?!

DerMitDemBlunt 14 Komm-Experte - 2483 - 17. Juni 2011 - 15:12 #

In einer Welt in der grosse Konzerne fast Narrenfreiheit haben weil sie die Politiker kaufen und die öffentliche Meinung über private Medien kontrollieren .

syL 13 Koop-Gamer - 1629 - 17. Juni 2011 - 9:52 #

Lies halt den zweiten Absatz der News, da steht von welchen Angriffen sich Anonymous distanziert hat. Ausserdem gibts eine Edit-Funktion und was ein "illegaler Verbrecher" sein soll, frage ich mich auch.

Anonymous2 (unregistriert) 17. Juni 2011 - 10:00 #

die edit funtkion gibts nicht für unregistrierte

syL 13 Koop-Gamer - 1629 - 17. Juni 2011 - 10:04 #

Stimmt.

Keksus 21 Motivator - 25001 - 17. Juni 2011 - 10:05 #

Wenn Anonymous damit auf den Diebstahl der Benutzerdaten bei Sony anspielt, dann ist das überzogen und diese Aussage halte ich für ... naja. Sagen wir sie geht am Thema vorbei. Wenn die Sony hacken ist es eine Sache, aber sie haben direkt den Kunden geschadet. Ich war jedenfalls nicht so froh zu hören, dass da eventuell jemand meine Kreditkartendaten hat.

Obwohl ich dachte, dass Anonymous eigentlich maximal DDoS kann und die nicht für den Datendiebstahl verantwortlich waren.

Anonymous (unregistriert) 17. Juni 2011 - 10:20 #

die distanzieren sich immer noch von dem datendiebstahl, wo steht denn was anderes?

thurius (unregistriert) 17. Juni 2011 - 12:04 #

Es ist ein schmaler Grat, für Rechte der Allgemeinheit einzutreten ohne dabei das Recht zu brechen. Anonymous hat das nicht geschafft.
Niemand hat sie beauftragt und ihre Beweggründe waren bzw. sind doch eher unklar. Auch wenn sie nun versuchen, ihre Taten zu rechtfertigen, bleibt ein ungutes Gefühl und für mich ist ihr Verhalten nicht akzeptabel.
Die Hackerangriffe der letzten Wochen dokumentieren leider nur eines: die "Wutbürger" schießen in ihrer naiven Selbstdarstellung und in der Annahme, dass sie allein zwischen Gut und Böse, Richtig und Falsch oder auch Recht und Unrecht unterscheiden können, über das Ziel hinaus. Sie werden das, was sie am meisten kritisieren: ein Albtraum für einen Großteil der normalen User.

Sgt. Nukem 15 Kenner - 3470 - 17. Juni 2011 - 13:24 #

"Es ist ein schmaler Grat, für Rechte der Allgemeinheit einzutreten ohne dabei das Recht zu brechen." -- Das stimmt. Und manchmal ist es schlicht unmöglich.

Aber grundsätzlich ist es das gleiche wie bei Nichtspielern: Für Institutionen, die sich dem Datenschutz annehmen und die Rechte der Bürger stärken wollen, interessiert sich keine Sau. Stattdessen wird fleissig bei FaceBook JEDER ROTZ publik gemacht.
Aber da kommt einmal Google und knipst Fotos, und plötzlich haben 30% der Bevölkerung Angst, man könnte sie nackt im Vorgarten sonnenbaden sehen... ^^

Anonymous (unregistriert) 17. Juni 2011 - 14:24 #

ist doch schön wenn private Firmen immer mehr von uns wissen, nicht? Wieso sollte man denen auch misstrauen, besser die einfach alles sammeln, vernetzen, auswerten und filtern lassen.

Und wenn sie mit Regierungsbehörden zusammen arbeiten ist das sicher auch nicht so wild. Ab heute hat die NSA übrigens eine Allianz mit ISPs
washingtonpost.com/national/major-internet-service-providers-cooperating-with-nsa-on-monitoring-traffic/2011/06/07/AG2dukXH_story.html

arg0 06 Bewerter - 73 - 17. Juni 2011 - 16:30 #

Du hast die Ironie nicht rausgelesen oder? Das Problem ist, dass die Menschen auf der einen Seite ihre Daten allen zugänglich machen aber auf der anderen Seite sich darüber aufregen wenn Leute Informationen über sie sammeln. Da wird einfach mit zweierlei Maß gemessen. Entweder sind sowohl Google als auch Facebook böse oder mir ist es egal ob beide mein Leben kennen. Aber doch nicht bei dem einen alles rein scheiben und sich bei anderen aufregen.

Sicher könnte man jetzt sagen ich mag Google und vertraue denen und Facebook ist ne böse Firma den ich nicht vertraue und umgedreht aber darum geht es doch den Bürger gar nicht. Da geht es nur darum "Die Firma will meine Daten? Ah ah Datenschutz, Datenschutz! Am besten ich mach ne Facebookgruppe um mich dagegen zu wehren!" Und genau das ist der Widerspruch...

Anonymous (unregistriert) 17. Juni 2011 - 17:04 #

Sorry, aber das ist Blödsinn. Menschen die immer ihre Daten rausposaunen (darunter viele Facebooker) rufen sicher als letzte nach Datenschutz, schliesslich nehmen die seit Jahren ungezählte Vertrauensmissbräuche, Datenpannen und Lecks hin, und sind immer noch dabei.

Die anderen hinegegen, die immer aufpassen und sich sehr gut überlegen, wem sie ihre Daten anvertrauen, beschweren sich mit gutem Recht. Denn sie verzichten dort wo Firmen grundlos jede Kleinigkeit aushorchen wollen, und verzichten somit auf Bequemlichkeit und Luxus.

Die Firma will meine Daten? Wenn sie die will, dann soll sie die auch schützen können, und nicht in einer lächerlichen Liste mit allen privaten Merkmalen zusammen fassen. Solche Listen kann man auch unter Pseudonymen führen, dazu müssen personenbezogene Daten nicht direkt dabei stehen. Firmen die CC-Daten wollen dürfen nicht so schlampig arbeiten, wenn sie es trotzdem tun sollte man sehr wohl nach Datenschutz, und eigentlich nach einer Strafrechtlichen Untersuchung rufen. Denn irgendwo muss man Grundvertrauen investieren, bei Sony war es wohl aufgrund deren Erfolgs anzunehmen, das sie nicht so fahrlässig sein sollten und somit dieses Grundvertrauen verdienen. Tun sie aber nicht, und damit schaden sie der ganzen Wirtschaft. Da hätte man wirklich besseres erwartet.

Viel schlimmer wird es aber noch, wenn die Regierung Daten sammelt, und dann zentral im Internet verfügbar macht. Die Engländer machen das jetzt für die Polizei. Daten über 15.000 Personen werden da zentral zusammen verfügbar, darunter auch knapp 6000 Opfer eines Verbrechens.

Zusammengefasst: Dein Doppelmoral-Argument ist nicht stichhaltig. Wer auf seine Daten acht gibt sollte nicht immer mehr Rechte verlieren, sicher nicht durch schlampige Firmen die wirklich Null Ahnung von Sicherheit haben, aber ganz besonders nicht von Regierungen die das Buch 1984 allzu toll fanden. Der Widerspruch liegt in deiner Grundannahme.

Anonymous (unregistriert) 17. Juni 2011 - 16:26 #

Und es ist und bleibt ein Unterschied, ob ich FREIWILLIG bei FB meinen nackten A.... online stelle, oder ob G-Erde es OHNE MEINE ZUSTIMMUNG tut. FB ist ein freiwillig nutzbarer Service, niemand zwingt mich, ihn zu nutzen, niemand macht ungefragt Photos von mir oder meinem Eigentum und stellt sie online. G-Erde tut aber genau das. Darum ist mein Haus auch auf diesem Dreck zensiert.

Sgt. Nukem 15 Kenner - 3470 - 18. Juni 2011 - 1:07 #

Auf dieses "Argument" habe ich gewartet. Meiner Meinung nach wird genau andersrum ein Schuh draus:
Google Streetview fährt durch die Gegend und knipst Fotos, so wie JEDER ANDERE MENSCH AUF DER ERDE ein Foto knipsen könnte, oder persönlich durch Deine Straße latschen und Dein Haus betrachten kann.
Bei Facebook setze ich aber Sachen rein, die nur mein "ausgewählter Freundeskreis" sehen soll: Meinen Echtnamen z.B., Fotos von meiner Wohnung (innen), und klicke dann an "nur für Freunde sichtbar". Bei Sony PSN _MUSS_ ich meine Kreditkartennummer angeben und meinen Echtnamen (Perso), sonst kann ich nix online kaufen. Natürlich gehe ich bei beiden davon aus, daß sie DIESE Informationen NICHT aller Welt zur Verfügung stellen. Diese Unternehmen scheissen aber drauf, benutzen das billigste vom billigsten - für mich als Kunden unkontrollierbar, wie sicher meine Kreditkartennummer bei denen wirklich ist (jetzt weiß man's ja ;) - und wenn dann diese Daten zu Millionen als Torrent rumkursieren, gibt's ein breites Grinsen vom Sony-Boss als Entschuldigung. (Diese Mühe macht sich Facebook ja noch nichtmal, den Zuckerberg hab' ich noch nirgends sich entschuldigen sehen.)
Meine Häuserfront - also das, was Google knipst - kann sich jeder der durch meine Straße läuft, ansehen. An meine Kreditkartennummer käme man aber _normalerweise_ nur deutlich schwieriger. (Aber Sony macht's möglich.)

"niemand macht ungefragt Photos von mir oder meinem Eigentum und stellt sie online" -- Achso, Du hast also 24/7 eine Security vor dem Haus postiert, die jeden Typ vor Deinem Haus der die Handykamera rausholt (um das Foto nachher auf Picasa zu laden) festnimmt...

Meiner Meinung nach sollte es durchaus ein paar Gesetzesänderungen geben. Aber nicht - wie hier oft zu lesen ist - um den Hackern das Handwerk zu legen (und Bürgerrechte zu schwächen), sondern um habgierige Konzerne auf die Finger zu schauen: Datenschutz muß ernsthaft forciert werden und bei Zuwiderhandlungen mit hohen Strafen versehen. Es muß regelmäßige Überprüfungen der Server geben, und wer ungesalzene Hashes nutzt, zahlt 500.000 € ab einer gewissen Konzerngröße mit einer PSN-Zwangssperre für 14 Tage. Das sollte mindestens so geprüft werden, wie das Gesundheitsamt schmierige Dönerbuden kontrolliert und bei Bedarf sogar dicht macht. Da ist aber das Problem mit dem "Internet": Wenn Sony die Daten in den USA speichert, kann ein deutsches Gesetz nichts erreichen. Also braucht's eine übergreifende "Welt-Polizei". Da bin ich aber auch nicht so scharf drauf... also vergessen wir das ganze wieder... ;)

Anonymous (unregistriert) 18. Juni 2011 - 10:04 #

Firmen wie Sony und Facebeook (und Tepco auch btw) werden aber nicht stärker reguliert. Tatsächlich schaffen sie es immer besser, ihre Forderung nach Deregulierung durchzusetzen. Das solche Firmen sich schon aus Eigeninteresse nicht selbst regulieren können/wollen dringt aber anscheinend nicht durch die Lobbyinvestitionsswolke zu den Richtern durch.

Deine Vorschläge wären imo wirklich effektiv und hätten schon vor Jahren durchgesetzt werden sollen. Ist nicht passiert. Resultat: FB und Sony machen dicke Gewinne, wir gucken in die Röhre weil die Sicherheit schlecht ist.

Erinnert an die Nukularstromindustrie. In guten Zeiten werden extreme Gewinne eingefahren, in schlechten Zeiten sind die Rücklagen, die für den Fall einer Katastrophe oder des Atomausstiegs nicht mehr da. -> Staat zahlt, Konzern behält sein Geld und bekommt sogar noch mehr. bsp Tepco. Ähnlich bei den Bankenspekulanten. Betrachten wir die Finanzlage normaler Menschen in den USA und Europa sehen wir, das wir immer ärmer werden, so lustige Konzerne aber immer reicher. In Spanien, Griechenland, Italien, Portugal, Island, Usa protestieren die Leute weil es keine Jobs gibt, bedanken darf man sich an der deregulierten Wirtschaft. Danke Lobbyisten.

Regulierung durch die Politik zu unseren Gunsten halte ich wegen diesen Beispielen für unwahrscheinlich. Was kommen wird ist das Gegenteil. Was seltsam ist, denn gerade im Beispiel Google-Earth und Facebook sollte man annehmen, es wäre im Interesse unseres Staates, sensible Landes/Bürgerdaten einem anderen Land nicht in diesem Ausmaß auszuhändigen. Die USA haben das noch nicht vergessen und schränken jedwede 'Aufklärung' extrem ein, und bereiten Fotografen enorme Schwierigkeiten.

erasure1971 14 Komm-Experte - 2078 - 17. Juni 2011 - 12:55 #

Nachdem ja anscheinend bald niemand mehr über ist, der noch gehackt werden könnte, freue ich mich schon auf die Meldung: LulzSec hackt Anonymus. Oder umgekehrt.

thurius (unregistriert) 17. Juni 2011 - 13:08 #

"LulzSec hackt Anonymus"

Angriff auf 4Chan
http://www.golem.de/1106/84264.html

Keksus 21 Motivator - 25001 - 17. Juni 2011 - 13:13 #

Man muss diesen Kindergarten einfach lieben. Naja. Die werden sich auch wieder beruhigen.

erasure1971 14 Komm-Experte - 2078 - 17. Juni 2011 - 13:25 #

Danke für den Link, da war die Realität schneller als mein Sarkasmus...

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7072 - 17. Juni 2011 - 14:12 #

wow, interessanter Artikel. Auch wenn sich die letzten Mitglieder, die Kontakt mit der Presse hatten, davon sprachen, dass ein Großteil der aktiven Community keinen Zusammenhang mit 4chan hat oder gehabt haben soll.

Earl iGrey 16 Übertalent - 5042 - 17. Juni 2011 - 17:22 #

Auch eben gesehen. Tut mir leid, jemand muss diese Irren stoppen bevor sie noch mehr Schaden anrichten...

Anonymous (unregistriert) 17. Juni 2011 - 17:22 #

4chan ist nicht anonymous
b ist nicht ganz 4chan
und lulz und anon sind nicht im krieg
da habt ihr schon alle internet und könnt es nicht benutzen ...

Anonymous→ (unregistriert) 17. Juni 2011 - 17:28 #

wieso denken wenn man parolen gröhlen kann?

Anonymous (unregistriert) 17. Juni 2011 - 17:48 #

parolen.. fakten..
wieso noch recherchieren? c&p

KaraKaplan_TR 10 Kommunikator - 488 - 17. Juni 2011 - 14:44 #

was ist eingentlich nach dieser aktion passiert, hat sony das jetzt im gruff? oder gibts da immer noch probleme?

L1Slayer 08 Versteher - 206 - 17. Juni 2011 - 15:55 #

Solange die Erfassung solcher Daten kostenlos ist, werden die Daten niemals wirklich sicher sein. Das gilt Überall und nicht nur für Sony.

Anonymous (unregistriert) 17. Juni 2011 - 16:32 #

...und da wundert sich dieser Verbrecher noch?! Er hat Leuten über Monate ihr Hobby genommen. Er hat den Spielern erheblichen Ärger verursacht.

Sony hat absolut NICHTS getan, was gesetzlich grenzwertig, geschweige denn verboten gewesen wäre. Sie haben lediglich die letzte Möglichkeit für "Sicherheits"kopien genommen.

Dieses Hacker-Unkraut dagegen hat wirtschaftlichen Schaden angerichtet und sollte dafür ohne jegliche Gnade zur Rechenschaft gezogen werden.

Jeder, der diese Verbrecher verteidigt, hat meiner Ansicht nach ein ernsthaftes Problem mit geltendem Recht.

Anonymous→ (unregistriert) 17. Juni 2011 - 17:20 #

haben sie nicht? Dann hast du wohl die ganzen letzten Monate geschlafen.. Denn ohne Sonys fragwürdige Aktionen wären die Kommentare zu diesem Thema auf GG sicher nicht so ..ausgiebig gewesen. Viel schlimmer als die gesetzlich fragwürdigen Aktionen waren aber eher die moralisch fragwürdigen.

Ist halt die Frage ob du einmal kurz verzichten kannst um dich für Konsumentenrechte einzusetzen, oder ob du bei Videospielverzicht ploetzlich hoch gehst wie ‘n Feuerwerk.
Dabei muesst ihr nicht verkrampft sein... Schmiert einfach ‘n ganz klein bisschen Franzbranntwein auf dein Tanzbein...

Larnak 21 Motivator - P - 25537 - 17. Juni 2011 - 20:41 #

"Ist halt die Frage ob du einmal kurz verzichten kannst um dich für Konsumentenrechte einzusetzen"
Diese Frage hat sich aber in diesem Fall nie gestellt, da die Ausführenden den Betroffenen nie die Möglichkeit gegeben haben, sich mit dieser Frage auseinander zu setzen. Und dass die Mehrheit der Internet-Nutzer Datenschutz, Verbraucherschutz und ähnliche Dinge für unwichtig hält, ist ja nun nichts neues mehr. Und auch wenn ich das nicht gut finde, haben so ein paar Idealisten sicher nicht das Recht, die oben gestellte Frage stellvertretend für die Betroffenen zu beantworten.

Anonymous (unregistriert) 17. Juni 2011 - 21:36 #

"Diese Frage hat sich aber in diesem Fall nie gestellt"
doch hat sie. seit dem Rootkitskandal 2005, der Einführung der Übertragung allumfassender Persönlichkeitsrechte per AGB, den ausufernden DRMs, und spätestens seit Otheros, der Enteignung des Käufers und der Einschüchterung von Verbrauchern und Hackern per Gerichts-Kräftedemonstration hat sich die Vertrauensfrage an Sony gestellt. Aber gut, die Frage wurde nicht extra von Lulz-Hampeln an uns heran getragen, irgendwie hast du damit also auch recht.

Wobei ich dir allerdings ganz bestimmt nicht wiedersprechen werde ist, dass niemand diese Frage für jemand anderen beantworten kann und darf. Ist eben so. Wenn wir frei bleiben wollen, dürfen wir uns nicht entmündigen lassen, nicht von Lulz, nicht von Konzernen, nicht von Regierungen.

Den meisten war und ist aber egal. Sony ignoriert best-practice Standards und niemand erfährt davon, Facebook ignoriert und setzt sich kontinuierlich über Privätssphärebestimmungen hinweg, und beide verscherbeln unsere Daten an Marketingfirmen. Politik hatte kein Interesse uns vor Schäden daraus zu bewahren, im Gegenteil sogar, Lobbyisten zahlen schliesslich dafür "effizient" und "nicht moralisch" arbeiten zu können. Konsequenz aus dieser Mentalität wäre gewesen, das ganze endlos und unbemekrt weiter laufen zu lassen, bis es irgendwann einmal ein großes Erwachen gegeben hätte. Damit wäre ich einverstanden gewesen.

Wer nicht hören will hätte dann eben später gelernt. Schade das es so einer Sauerei wie der Lulz-Veröffentlichung bedarf, bis irgendwer mal aufhört mit den immer gleichen reflexhaften Antworten "Verschwörungstheorie", "Tinfoilhat" und "ist doch nicht so schlimm wenn jeder weiss das ich xx", aber gerade wegen solchen Antworten wundere ich mich, das es dann plötzlich "doch so schlimm" ist. Ist es nicht, war es nicht. Vorher wurde über die Konsequenzen schön aus Bequemlichkeit hinweg gesehen, nun wo sie da sind -> große Empörung.

Anonymous (unregistriert) 17. Juni 2011 - 16:43 #

Ach so, das Verhalten "der Verbraucher", die einfach nur in Ruhe gelassen werden wollen, ist also auch selbstsüchtig, ja?? Dann sind diese selbstsüchtigen Verbraucher wohl auch gleich die nächsten denen Anonymous dringend eine Lektion erteilen muss, ja?? Diese bigotte und selbstverliebte Schulmeisterei geht mir so dermaßen auf die Eier!!!

Anonymous (unregistriert) 17. Juni 2011 - 17:24 #

wenn ich ehrlich bin klingst du tatsächlich selbstsüchtig ;) thurius, komm mal wieder runter du choleriker ;)

Anonymous (unregistriert) 18. Juni 2011 - 11:34 #

Weißt Du was? Ich Rede hier davon, dass ic selbstbestimmt und in Freiheit über mich und mein Leben entscheiden möchte. Du verteidigst diese Anonymous-Sekte, indem Du sagst meine Haltung sei selbstsüchtig? Schön, sollte diese Einstellung bei diesen Typen anerkannt und verbreitet sein, haben wir es offenbar mit einer Struktur zu tun, die zwar informell und mit flachen Hirarchien organisiert sein mag, aber nichtsdestoweniger von totalitärem Gedankengut geprägt scheint.

Der volkserzieherische Duktus dieser Typen ist auch sowohl von Nazis als auch von radikalen Neomarxisten schon bestens bekannt. Unangenehme Charakterzüge wie maßlose Selbstgerechtigkeit und äußerster Zerstörungswille gegenüber anderen, rivalisierenden Autoritäten/Systemen inbegriffen.

Anonymous (unregistriert) 18. Juni 2011 - 11:59 #

ok, du bist offensichtlich kein thurius, da du deine Ansichten begründen kannst und willst. der letzte absatz ist aber zu pauschal

Anonymous (unregistriert) 18. Juni 2011 - 13:45 #

Hmm, hast schon Recht. Ist schon recht pauschal, da müsste noch ein etwas relativierender Nebensatz eingeschoben werden. Editieren geht aber leider nicht. ;)

Anonymous (unregistriert) 17. Juni 2011 - 17:18 #

"Anonymous-Mitglied" :D

knurd 14 Komm-Experte - 2089 - 17. Juni 2011 - 18:10 #

http://risky.biz/lulzsec

Anonymous (unregistriert) 17. Juni 2011 - 18:22 #

hat sonst noch jemand bemerkt, das dieser eine Satz in sehr vielen solchen Berichten praktisch wortwörlich übernommen wird?

"but security professionals are also secretly getting a kick out of" it/lulz/bla.. ?

entweder die schreiben alle von der selben Quelle ab, oder ein Autor kopiert und klebt diesen Text immer und immer und immer wieder unter einem anderem Pseudonym ins Netz..

Tagave (unregistriert) 17. Juni 2011 - 23:13 #

"But, for every Anon they arrest, ten more will step in to their place. They are fighting a war against an idealogy, and just by mentioning our name their increase our numbers. We garner support from those who become disgruntled by the actions of someone we oppose. Anonymous is the manifestation of an idea, and ideas are bulletproof."

Da hat aber jemand zuviele Filme geschaut.

Anonymous (unregistriert) 18. Juni 2011 - 23:06 #

da hat jemand ideale und ist bereit dafür seine freiheit zu riskieren. und im gegensatz zu den gamersglobal-kommentaren gibt es im restlichen internet unzählige symapthisanten und unterstützer. seid doch einfach mal froh, dass es menschen gibt, die ne menge riskieren um auf solche dinge wie so unglaublich fahrlässige it-security bei sony aufmerksam zu machen oder sich dafür einsetzen, dass wikileaks und bradley manning nicht einfach von regierungen plattgemacht und totgeschwiegen werden können . das sind verdammt nochmal eure daten, die da bei sony völlig unbewacht rumlagen und es ist verdammt nochmal euer gutes recht, darüber bescheid zu wissen, was eure regierung so alles im geheimen treibt. werden immerhin alle von uns bezahlt und haben uns gegenüber rechenschaft abzulegen (sony genauso wie die bundesregierung)...tun sie aber inzwischen nichtmehr. inzwischen fühlen sie sich eher der industrie bzw den großkonzernen (aka dem geld) verpflichtet. das geht halt alles einfach mal nichtmehr klar. da muss denn auch manchmal zu extremen, teilweise illegalen mitteln gegriffen werden, damit da überhaupt mal einer die bedürfnisse (und rechte!) der kunden und bürger ernst nimmt. und wenn man dafür mal nen paar wochen aufs onlinezocken verzichten muss, ist das nen preis, den ich persönlich gerne bereit bin zu zahlen.
versucht mal bitte nen bißchn übern tellerrand zu blicken. vor allem anonymous hat ganz klar gezeigt, dass sie das alles weder für kohle noch für fame tun. die tun das für UNS! für alle bürger und kunden auf diesem planeten. überlegt euch mal bitte wie krass das ist, dass sie so viel riskieren, für freiheit, demokratie und gerechtigkeit. und nur weil man mal nen paar wochen kein psn benutzten konnte, stempelt ihr diese leute direkt als die allerschlimmsten verbrecher überhaupt ab udn wollt sie an die wand stellen. ma bitte weniger egozentrisch denken und mal nen blick auf das große ganze werfen...ohne leute wie anonymous sieht unsre zukunft ganz ganz bitter aus. wenns so weiter geht, wie es in den letzten jahrzehnten gelaufen ist, werden uns als kunden und bürger immer mehr rechte entzogen und in 25 jahren sind wir denn alle nurnoch konsumenten udn steuerzahler, die gefälligst die schnauze zu halten haben und sich alles gefallen lassen müssen, was regierungen und konzerne uns auferlegen.

Anonymous123 (unregistriert) 18. Juni 2011 - 23:22 #

schon recht, aber man muss auch differenzieren. lulz ist nicht anon. und anon ist auch nicht immer anon. man muss die handlungen einzeln bewerten, nicht den namen derjenigen, die vorgeben etwas getan zu haben.

lulz hat zur zeit aufgrund der eigenen äußerungen nicht den besten ruf. am ehesten kann man denen noch black knight status zusprechen. anon hingegen steht noch für ideale, aber auch da braucht es nur ein paar false flag aktionen, und glühende verfechter verwandeln sich augenblicklich in absolute gegner.

wie gesagt - bewerte die aktionen, nicht die namen. es ist einfach sich für jemanden auszugeben, der keinen namen hat.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 20. Juni 2011 - 8:07 #

"Ihre Verärgerung ist verständlich, aber ihr Verhalten war selbstsüchtig, da ihnen kurzfristige Unterhaltung wichtiger war als ihre Rechte als Verbraucher."

Man kann von den Aktionen halten was man will, aber damit haben die den Nagel auf den Kopf getroffen. Gamer sind extrem unkritisch, lassen so ziemlich alles mit sich machen und erlauben der Industrie somit die unmöglichsten Vorgehensweisen, nur um den neusten Suzpertitel zocken zu können.

Wie wahnsinnig fixiert manche auf ihr Spielzeug sind, merkte man an den Reaktionen hier. Beängstigend, was den Leuten hier teilweise gewünscht wurde.

Anonymous (unregistriert) 20. Juni 2011 - 10:56 #

ja. beängstigend auch, das niemand von denen bessere Sicherheitsmaßnahmen oder Rechenschaft für mangelhafte Aufbewahrung fordert

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