Nintendo: Keine Free-2-Play-Spiele

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16. Juni 2011 - 14:35

Entgegen dem allgemeinen Trend äußerte sich Nintendos CEO Satoru Iwata in einem Gespräch mit dem The Wall Street Journal negativ über Free-to-play-Modelle. F2P führt Iwatas Ansicht nach dazu, dass der eigentliche Wertgegenstand, die Software, dadurch langfristig an Wert verliere. Nintendo sei daher nicht daran interessiert, den Weg der (vordergründig) kostenlosen Spiele zu beschreiten, da man den Wert der Spiele erhalten wolle. Für den Preis, den die Konsumenten zu zahlen bereit sind, biete man auch einen entsprechenden Mehrwert an.

Satoru Iwata sagte weiter: Auch wenn momentan einige Publisher mit dem Geschäftsmodell sehr zufrieden seien, bestehe die Gefahr, dass es sich auch hier lediglich um eine Blase handelt, die jederzeit platzen könne. Bislang gäbe es lediglich Kurzzeiterfahrungen mit F2P. Nichtsdestotrotz sei man bei Nintendo dabei, neuartige Geschäftsmodelle zu entwickeln, die jedoch eigene Strategien verfolgen würden und sich nicht an den bekannten Geschäftsmodellen anlehnten. 

Loki 11 Forenversteher - 597 - 16. Juni 2011 - 9:28 #

Uh cool, ein Unternehmen, das nicht nur Wert auf Gewinnmaximierung legt, sondern, für die Spielerinteressen eine Rolle spielen, was insg. auch wirtschaftlich nachhaltig ist...

stupormundi 13 Koop-Gamer - 1576 - 16. Juni 2011 - 13:48 #

Nintendo ist wohl von den drei Konsolenherstellern derjenige, der am meisten Gewinnmaximierung betreibt und dem es am wenigsten auf die Spielerinteressen ankommt. Während Microsoft und Sony bisher versucht haben, das wirtschaftlich tragbare Maximum an Hardwareleistung für Spieleentwicklung bereitzustellen, kramt Nintendo in der Hardware-Resteverwertung. Während Microsoft und Sony ihre Konsolen mit Features vollstopfen und darum zum Launch subventionieren, verkauft Nintendo seine Hardware mit riesigen Gewinnspannen.

Ich bin ein großer Fan der Nintendo-Spiele. Aber beim besten Willen: Bei Nintendo sitzen keine Heiligen, sondern wirtschaftlich orientierte Manager.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23275 - 16. Juni 2011 - 15:04 #

Das mit der Hardware-Resteverwertung gilt aber erst seit dieser Konsolengeneration, N64 und Gamecube waren leistungsstärker als PS1 und PS2.
Zudem muss man bedenken, dass Nintendo nur mit Videospielen Geld einnimmt, während Sony und Microsoft viele andere Einnahmefelder haben. Da fällt das Subventionieren einer Konsole dann auch leichter.

Schmuhf (unregistriert) 17. Juni 2011 - 0:24 #

Die Konsolen werden bei beiden Unternehmen die du nennst eigenständige Geschäftsbereiche sein, wirtschaftlich selbstständig. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass da auch nur mittelfristig Finanzmittel aus den anderen Geschäftsbereichen verwendet werden ;)

Loki 11 Forenversteher - 597 - 17. Juni 2011 - 11:01 #

Hm...hab seit dem alten grauen gameboy keine weitere Nintendo Konsole bessesen...was die resteverwertung angeht...ist mir ganz ehrlich gesagt ziemlich wumpe, solang die Spiele Spaß machen und ausgeklügelte Mechanismen besitzen. Wie bereits erwähnt, gibt es ja auch bereits 3 Hauptbereiche bei Videospielen, die auf Grafik und Features setzen, warum dann noch ein 4. der die gleiche Strategie fährt?

Klingt für mich ganz gut, dass zumindest ein Hersteller seine Kunden nicht nur mit Effekthascherei ködert.

Was die Uraltmarken angeht...Mario und Co. sind halt auch Institutionen, andere Hersteller würden sich nach solchen Marken die Finger lecken. Den Leuten gefällts, sie kaufens immer wieder gern, warum sollte mans einstampfen?

Dass da keine Heiligen sitzen ist schon klar, aber man kann eben eine Strategie fahren, die ausgeglichen wirtschaftlich und im Kundeninteresse ist, oder man kann Kunden verheizen und sie eben möglichst gut und schnell ausbeuten und hoffen, dass sie Fanboy genug sind, auch das nächste Produkt wieder zu kaufen...in der vergeblichen Hoffnung, dass die "guten alten Zeiten" wieder einkehren und eben das nächste Game der versprochene Oberhammer wird...

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23275 - 18. Juni 2011 - 0:06 #

Bei der Xbox 1 war das zumindest noch so, wie es bei Sony aussieht weiß ich nicht.

Miesmuschel (unregistriert) 17. Juni 2011 - 9:23 #

Absolute Zustimmung zum letzten Satz. Aber der erste Stimmt meiner Meinung nach überhaupt nicht. Nintendo ist der einzige Hersteller, der die Spieler noch ernst nimmt und viel Wert auf SPIEL legt.
Wie erklärt man sich sonst, dass Sorny und MS so viel bei Nintendo kopieren? (Analogstick, Rumblepack, Bewegungssteuerung)

michael2011 (unregistriert) 16. Juni 2011 - 10:02 #

Ich kann schon verstehen warum sie nicht auf den Free2Play markt aufspringen, finde ich auch gut aber bei Nintendo hat das nichts mit dem Kunden zu tun. Die verwursten jetzt seit 20 Jahren Mario, Zelda, Metroid usw. natürlich sind die meisten Spiele gut und haben tolle Ideen aber es sind alte domains, und Mario free2play gibts genug in diversen abkupferungen. Außerdem müsste Nintendo die ganze Online-Sparte neu außrichten damit so etwas läuft (oder man bezahlt mit freundschafts-codes ;-) )
Valve oder Blizzard verfolgen dieses Konzept auch nicht und sind sehr erfolgreich. Nun könnte man Blizzard vorwerfen auch nur sequels zu bringen, da stell ich aber die gegenfrage: wie viele Mario/Zelda/Metroid games gibt es und wie viele Games hat Blizzard im portfolio. Genau.

arg0 06 Bewerter - 73 - 16. Juni 2011 - 13:35 #

Naja Blizzard kann man glaube nicht mit Nintendo vergleichen. Nintendo hat ja im laufe der Jahre unheimlich viele Studions eröffnet um alle ihre Marken ausreichend und oft zu veröffentlichen. Sie sind im Grunde Publisher, Entwickler und Hardwarehersteller in einem. Blizzard ist da im Vergleich ein recht kleines Team.

Außerdem will ich Nintendo in keiner Weise etwas vorwerfen. Ein Unternehmen das oft Spiele auf so hohem Niveau und mit richtig viel Anspruch und Spielzeit auf den Markt wirft kann man nicht wirklich kritisieren, dass sie immer nur ihre alten Serien verwerten. Der Spielspaß hat in den letzen 20 Jahren zumindest für mich nicht darunter gelitten.

Außerdem kann ich Nintendo nur dafür gratulieren, dass sie sich schon seit Jahren so einigen Trends wie immer mehr Realismus, Gewalt oder Sex entzogenen haben und immer noch Spiele für die ganze Familie produzieren ohne die Core Gamer aus den Augen zu verlieren (man denke nur an DKC:Returns). Den Anti F2P Weg kann ich da auch nur gutheißen.

TheEdge 14 Komm-Experte - 2383 - 16. Juni 2011 - 10:35 #

Ich hab bisher noch keinen Titel der Free2Play war gespielt, welcher mich länger als 5min an den Bildschirm gehalten hat.

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11219 - 16. Juni 2011 - 13:12 #

Welche Titel hast du bislang ausprobiert?

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 16. Juni 2011 - 13:40 #

Versuchs mit League of Legends, wenn du auf kurze (30 min.) Arena 5vs5 Gefechte stehst. Da hast du Auswahl an über 70 Helden. Grafik ist hübsch, und es läuft flüssig.

Andere Option wäre z.b. World of Tanks, da fährste ebenfalls in einzel Matches mit Panzern rum.

Und ein letzter Tipp von mir wenn du auf Egoshooter stehst:

Battlefield Free to Play. Ein guter Teamshooter, der zwar nicht an die Verkaufsversionen ähnlichen Namens herankommt, aber wiegesagt komplett for free ist.

Es gibt noch eine niedlichere Variante wenn du eher den Comic Look bevorzugst: Battlefield Heroes. Gleiches Spiel mit leichten Änderungen aber eben alles etwas Comic mäßiger.

Polo 13 Koop-Gamer - 1734 - 17. Juni 2011 - 13:09 #

Runes of Magic? Mythos? Sind alles gute Spiele die einen auch länger fesseln können.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32775 - 15. Juli 2011 - 12:13 #

Doch, da gab es welche, aber nur im MMO Bereich. Und da hat es mich nicht länger als 2 Wochen fesseln können. Kommt also für ein normales Spiel im Vergleich mit 5min hin. :)

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 16. Juni 2011 - 13:34 #

Nintendo ist ein Bollwerk der Gerechtigkeit und der Ehre !

michael2011 (unregistriert) 16. Juni 2011 - 14:10 #

...genau und facebook eine Bastion des Datenschutzes

Michl Popichl 24 Trolljäger - 50611 - 18. Juni 2011 - 9:05 #

und die erde ist eine scheibe........

Gorny1 16 Übertalent - 4719 - 16. Juni 2011 - 14:45 #

Sehr gute News. Bei Nintendo weiß man einfach, dass die "wertvolle" Spiele herstellen und vertreiben.
Nur schade, das so viele Dritthersteller Schrott für Nintendo-Konsolen erstellen um schnelles Geld zu machen...

anonymer Onkel (unregistriert) 16. Juni 2011 - 14:50 #

Der F2P-Markt boomt ja sondergleichen. Woche für Woche kommen neue Titel heraus. Was wäre eigentlich, wenn es nur eine begrenzte Anzahl von Konsumenten gäbe, die dieses Geschäftsmodell tragen? Ich für meinen Teil schalte sofort ab, wenn ich F2P in Zusammenhang mit einem Spiel höre.
Mir kommt die Einstellung jedenfalls sehr vernünftig vor, erstmal abzuwarten, wie sich der Markt entwickeln wird, ob das ganze nur ein Hype ist oder Substanz dahinter steckt. Ein F2P-Mario lässt sich immer, auch bei starker Konkurrenz und etablierten Marken, erfolgreich starten.

Gorny1 16 Übertalent - 4719 - 16. Juni 2011 - 21:10 #

Ein F2P Mario würde aber das Image von Nintendo irreperablen Schaden zu fügen, denn wie trägt sich F2P? Genau über Mikro-Transaktionen. Wie sollten die bei einem Mariospiel umgesetzt werden? Keine Feuerblumen bis man zahlt oder nur 10 Level, die nächsten kosten dann extra... ich kanns mir nicht vorstellen.

Ist schon gut so, dass die nicht auf F2P setzen.

Schmuhf (unregistriert) 17. Juni 2011 - 0:26 #

Denen würde schon was einfallen. Es gibt schließlich sogar Leute, die auf Xbox Live Geld für Kleidungsstücke ihrer Avatare bezahlen ;)

Hexer92 13 Koop-Gamer - 1324 - 16. Juni 2011 - 15:02 #

oha das wird für sony und micrsoft ein gefundenes fressen sein :p

Mazzle (unregistriert) 16. Juni 2011 - 21:44 #

Da ich kein Befürworter von solchen Spielen bin und lieber einmal einen angemessenen Beitrag ausgebe um dann ein komplettes Spiel und die volle Erfahrung zu haben, finde ich diese Entscheidung gut.
Und ja, mit den bekannten Franchises ließe sich dies nicht wirklich realisieren, wie hier schon aufgeführt wurde.

Ernie76 12 Trollwächter - 963 - 17. Juni 2011 - 0:12 #

Ich glaube das Big-N so langsam gemerkt hat, das es so ganz ohne die Core Game eben doch nicht geht, aber scheinbar sind sie sich noch nicht ganz einig darüber, wie sie die Coregamer zurückgewinnen wollen.
Die Hardware der Wii-U ist ja scheinbar auf dem level der PS3 und somit momentan noch ganz gut dabei, aber in 1 bis 2 jahren schon wieder hoffnungsloß veraltet. Der neue Controller ist meiner meinung nach leider auch nur wieder ein anreitz dazu, das dritthersteller anfangen, bekannten spiele marken, zwanghaft die neue technick aufbrummen zu wollen.

Auf der Wii war da Tombraider Anniversary ein gutes beispiel. Die Grafik war für wii verhältnisse recht schick und kam der PC version in entsprechender auflösung sogar recht nahe und auch ansonsten war alles recht gut umgesetzt, bis auf die steuerung. Weil man unbedingt auch die neue technik nutzen wollte, hat man dem game eine steurung aufgedrückt, die es in spateren leveln, was unspielbar machte.

Hoffen wie mal, das der Wii-U nicht das gleiche passiert

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6558 - 18. Juni 2011 - 14:46 #

Ich besitze zwar selbst keine Nintendo-Produkte, finde den Kurs aber durchaus sinnvoll. Durch die ganzen F2P Angebote ist die Qualität der Spiele noch weiter abgesunken. Es gibt leider nur sehr wenige Hersteller die wirklich gute Spiele produzieren, sodass man als Spieler leider viel zu viel Zeit damit verschwendet, irgend einen Ramsch auszuprobieren.

Beispiele für Ramsch: Viele EA Titel, Fast alle F2P Titel.
Beispiele für gute Spiele: Alle Blizzard Titel, Rayman Raving Rabbits, Minecraft, Tetris, Jewels (begeistert jedenfalls sehr viele Leute).

Bei Spielen geht es doch in erster Linie um Spaß. Ob dieser in Full-HD oder 7.1 Surround geliefert wird ist nicht so wichtig, sondern nur ein netter Zusatz. Nintendo hat mit der Wii eine wirkliche Innovation in die Branche gebracht. Das ist meiner Meinung nach mehr wert, als eine weitere HD-Konsole. Aufgrund der grafischen Natur der Nintendo-Spiele, eher Comic als Realismus darzustellen, war die Entscheidung eine eher günstigere Konsole herzustellen doch genau richtig.

Klar ist das Management einer Firma immer darauf aus, möglichst viel Gewinn zu machen. Nur es gibt Manager, die kurzfristig denken, und welche die langfristig denken. Die langfristig denkenden sind mir bisher sympathischer.

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