E3: Aliens Colonial Marines angeschaut

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Jörg Langer 337799 EXP - Chefredakteur,R10,S10,C10,A10,J9
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13. Juni 2011 - 0:39 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
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Wer sich in den vergangenen Monaten gefragt hatte, ob es Aliens Colonial Marines denn noch gibt -- nach anfänglicher Euphorie und mehreren Präsentationen war es in den letzten beiden Jahren sehr still um den Titel geworden --, konnte auf der E3 frohlocken: Ein Truppentransporter der Colonial Marines war in der Messehalle Süd gelandet, innendrin befand sich ein Präsentationsraum für Journalisten-Kanonenfutter.

Stolz verkündete der Gearbox Designer, dass das Spiel in enger Zusammenarbeit mit dem greisen Sid Mead entstanden sei, dem Production Designer hinter Alien, Tron, Blade Runner und einigen anderen Sciencefiction-Filmen. Selbst mit Ridley Scott hätten sich die Entwickler getroffen, der ihnen sogleich mit seinen berühmten Ridleygrammen (schnell hingezeichneten Skizzen) illustriert habe, wie er sich das Alien-Univserum vorstelle. Ebenfalls interessant fanden wir die Info, dass Gearbox bereits eine spielbare Fassung von Colonial Marines auf dem WiiU-Prototypen laufen hat, das sei eine ganz faszinierende Plattform.



Die Marines kommen

Die Story spielt zeitlich nach Aliens (und vermutlich auch nach Alien 3): Ein Marines-Trupp soll die Sulaco untersuchen,  mit der Ripley und der sie begleitende Trupp zur Koloniewelt LV-426 geflogen sind. Mehrere Monate sind vergangen, seit auf der Koloniewelt der Atmosphere Processor, der über Jahrzehnte hinweg die Atmosphäre für Menschen atembar machen soll, explodierte (wieso, weiß jeder Kenner des zweiten Alien-Teils). Doch kaum haben wir die verlassene, über dem Planeten kreisende Sulaco betreten, kommt es zur Katastrophe: Explosionen erschüttern das Schiff, Schotts platzen, wir schaffen per Dropship die Flucht auf die Planetenoberfläche. Kurz darauf gräbt sich ein Raumschiff (die Sulaco? Unser eigenes?) in die Erde wie ein angespitzter Pfahl -- wir sind offensichtlich erst einmal auf uns allein gestellt, müssen, so ein Kamerad, "aushalten, bis die Kavallerie kommt".

Sofort nach Beginn der Demo kommen wir in einen Raum mit einer Reihe von Facehuggern in durchsichtigen Behältern -- und wie sich das halt so gehört, schnappt einer zu und bleibt am Glas hängen. Erschrecken kann man darüber nach unzähligen Zitaten in Filmen und Spielen nicht mehr. Einige Momente später stehen wir auch schon auf einer Terrasse, und haben den zerstörten Atmosphere Processor im Blick, der wie von einem Wall aus Trümmerteilen umgeben scheint. Dann fängt der Tracker eines Kameraden an zu fiepen. Bewegungssignale. Viele Bewegungssignale...



Prätorianer schon kurz nach Beginn

Angeblich ist das, was da als gepanzerte, zähnefletschende Alien-Meute auf uns zuschwappt, KI-gesteuert statt geskriptet. Diese Behauptung lässt sich natürlich nicht nachprüfen, aber glauben wir sie fürs erste erst mal. Wir machen Bekanntschaft mit einem Prätorianer-Alien, der größer ist als die normalen und in etwa die Kopfform einer Königin hat (breite Hornplatte).

Zusammen mit unseren skript-gesteuerten Kameraden ziehen wir uns in eine Halle zurück, die wir gut verteidigen zu können glauben. Der Gearbox-Präsentator spielt nun zusammen mit einer Kollegin live koop, um das mittlerweile in Koop-Spielen eigentlich  schon übliche "Drop in"-Feature vorzustellen: Wenn ihr die Solokampagne spielt, kann jederzeit ein Kumpel oder eine Kumpeline ins Spiel springen, es erscheint dann ein zusätzlicher Soldat, der die gleichen Fähigkeiten hat wie ihr auch. Ob sich die Gefährlichkeit oder Zahl der Gegner daran anpasst, konnten wir nicht in Erfahrung bringen. Vermutlich wird an einer Konsole der Koop via Splitscreen möglich sein, bei der Demonstration sahen beide Akteure auf einen eigenen Bildschirm.

Auch konnten wir keine Anzeichen dafür entdecken, dass wir unsere KI-Kameraden steuern, vielmehr schienen diese festen Skripts zu folgen. Das mag aber an der Demo gelegen haben.


Voller Zitate

Wer den Director's Cut von Aliens kennt, kennt auch die später rausgeschnittene (und nicht dermaßen spannende) Szene. Nur, dass dieses Mal drei Colonial Marines hinter der sentry Gun stehen, von denen zwei spielergesteuert sind. So ballern wir mit ziemlich viel Projektilen in den langen Gang hinein, aus dem eine ganze Alienhorde auf uns zugerannt und geschlittert kommt. Doch als ein Alien die Wand entlang und an uns vorbei rennt, sehen wir, dass die Stellung nicht zu halten ist.

Wir  weichen in die Halle zurück, als die Aliens -- ein weiteres Obligatorium -- das Licht ausschalten. Das gibt den eh schon tödlichen Aliens einen gewichtigen Vorteil. Zusammen mit einigen Marines gelingt es uns, die Halle zu verlassen, per Tastendruck schweißen wir das Schott zu. Ob die nächste Halle besser zu verteidigen ist? Dort fährt die Demo ein weiteres Aliens-Zitat auf: Den gelben Frachtlade-Roboter, der von einem darin recht ungeschützt  stehenden Menschen gesteuert wird. Dass dieser Roboter mit einem Flammenwerfer ausgestattet ist, gibt uns kurzzeitig  Hoffnung. Die endet abrupt, als der schon vom Anfang bekannte Riesen-Alien-Typ schnell bis auf Tuchfühlung zu uns herankommt, erst sein äußeres und dann sein ausfahrbares inneres Gebiss herzeigt, und dann den Bildschirm dunkel werden lässt.

Grafisch und atmosphärisch macht Aliens Colonial Marines einen großartigen Eindruck, der Drop-in-Koop-Modus könnte spaßig sein, und die gezeigten Szenen waren hochspannend. Nachdem Riesen-Alien, Sentry Gun und Lade-Roboter aber schon in der etwa 20 Minuten langen Demo abgefeuert sind, haben wir ein klein wenig die Sorge, was denn da noch kommen soll -- außer dem bereits angekündigten Besuch des riesigen Alien-Raumschiffs, das Ripley schon in Alien entdeckte. Kommt die Nacht, kommen die Aliens, äh, kommt Zeit, kommt Rat. Wir hoffen auf jeden Fall das Beste.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12937 - 13. Juni 2011 - 0:56 #

Hm... das ganze im Koop könnte sehr interessant sein. Ich selbst habe neulich erst ein Coop Mod für alle drei beziwe vier (wenn man das Stand-Alone AddOn zu AvP2 dazu rechnet) AvP Spiele gefunden und fand auch die schon sehr spaßig. Das mit dem Drop-In Feature ist allerdings so eine Sache, wenn sich da nicht der Schwierigkeitsgrad automatisch erhöht finde ich den irgendwie eher sinnlos. Denn dann wird das Spiel womöglich viel zu leicht. Auch mit den KI-Kameraden wird das so eine Sache. Wobei ich ja die Hoffnung habe, dass man im Laufe der Kampagne zunehmend alleine unterwegs ist beziwe die Leute voneinander isoliert werden. Denn dieses Alleine sein machten ja vor allem die Spiele zu diesem Franchise aus und auch der erste Film :D. Wenn nicht, dann hoffe ich entweder das wir eben nur Befehlsempfänger sind oder wir entsprechend irgendwas zu sagen haben... beispielsweise wenn am Anfang der kommandierende Offizier von einem Facehugger erwischt wird, wir eben die Leitung unternehmen. Da wäre ja zumindest auch ein Coop-Modus mit mehreren Leuten möglich. Sofern dieses "Allein sein" eben doch keine Rolle spielen sollte.

Sciron 19 Megatalent - P - 16497 - 13. Juni 2011 - 2:42 #

Is halt die Frage, wie lange die Aliens als Gegner spannend bleiben. Mein letzter Titel des "Franchise" war AvP 2. Dort konnte man wenigstens selbst noch in die Rolle des Aliens bzw. Predators schlüpfen. Das hat immerhin ne ordentliche Portion Abwechslung in die Sache gebracht. Mal sehen ob ein Marine-Only-Titel da irgendwie mithalten kann.

Lord Lava 18 Doppel-Voter - 9843 - 13. Juni 2011 - 7:29 #

Ich habe gelesen, dass es im Multiplayer evt. auch die Aliens als spielbare Charaktere geben soll. Mal sehen ob was dran ist.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21025 - 13. Juni 2011 - 8:52 #

Würde nun zugern wissen, wie sich die WiiU Version spielt. Remote Steuerung für laufen und schiessen und WiiU Controller Motion Tracker? :D

Für mich ist Aliens - Die Rückkehr eh der beste Teil. Die restlichen Teile und die Aliens vs. Predator Crossover können da net mithalten.

http://www.youtube.com/watch?v=nZ5J8ZiS2f8

und btw. Need this!:
http://www.youtube.com/watch?v=am76xV8Aubk&feature=related

Red Dox 16 Übertalent - 4202 - 13. Juni 2011 - 10:17 #

Naja ich glaub hierzulande mußte mit der Paintball Variante des M41a vorlieb nehmen. Außerdem, wer brauch schon den Replika Umbau wenn der typische Gamer Raum so aussieht :P
http://ominouscow.com/stuffs/setup.jpg

Freeks 16 Übertalent - 5530 - 13. Juni 2011 - 10:18 #

Da scheint die Euphorie nicht gerade übergeschwappt zu sein...
Mal sehen was se draus machen. Wenns ein Titel wird, mit dem man 6-10Std Spaß haben kann und nicht vorher aufhört, haben se schon mehr geschafft als die Macher vom letzten AvP. Und wenn nicht, schau ich mir nochmal die Filme an :)

Martin Lisicki Redakteur - P - 35886 - 13. Juni 2011 - 10:28 #

nur zu schade, dass es nur aus Sicht der Marines ist - aber vielleicht kann man ja im MP auch Alien spielen. Von der Atmosphäre hört sich's aber lohnenswert an!

Nokrahs 16 Übertalent - 5748 - 13. Juni 2011 - 11:13 #

Hoffe es bleibt ein klassischer Aliens Titel.

Diese Franchise Vergewaltigung Aliens vs. Predator gehört sowohl als Film wie auch als Spiel eingepackt und ins All geschossen.

Bisher liest sich das sehr spannend und lässt das Gefühlt aufkommen, dass die Entwickler wirklich Fokus auf die Atmosphäre der Original Filme (insbesondere Teil 2) legen.

Wenn jetzt noch etwas düstere Stimmung und subtiler Horror (Amnesia/Dead Space 1) dazu kommen, dann kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Die Lizenz bietet genug Story für ein ordentliches Spiel.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12937 - 13. Juni 2011 - 12:28 #

Naja ich finde AvP ist keine Vergewaltigung da ja ein Alienskelett bereits in Predator 2 ein Gastauftritt hatte wie auch Predatorwaffen und ein Predatorhelm bei, ich glaube es war Alien 4, aufgetaucht sind :). Daher gehört das schon auch von den Filmen her zusammen :) Die einzige Vergewaltigung waren aber wirklich die AvP-Filme, das stimmt wohl. Die hatten mit dem AvP aus den Comics, Romanen und Spielen aber auch rein gar nichts zu tun. Die zusammengefügte Timeline macht zumindest von vorne bis hinten Sinn und für mich gehören beide Rassen einfach ins selbe Universum wie es halt in den Filmen angedeutet wurde. Daher werden mir die Predators in diesem Spiel auf jedenfall fehlen auf der einen oder eben anderen Weise. Aber vielleicht gibt es ja auch bei A:CM ein Cameo-Auftritt eines Predators oder eben Ausrüstung von diesem :D. Ein Rollentausch wie in den anderen Spielen halte ich aber ehrlich gesagt trotzdem nicht für nötig. Auch die Marines alleine können eine lange und spannende Geschichte erzählen.

Frische Alpenmilch mit 1,5% Fett (unregistriert) 13. Juni 2011 - 12:26 #

Mich interessiert, ob das Spiel auch für notorische Solospieler reizvoll ist bzw. ganz konkret, ob das bisher Gezeigte Aufschluss darüber gibt, ob die Soloerfahrung an die Marine-Kampagne von "Aliens vs. Predator 2" heranreichen könnte, oder ob es nicht viel mehr so ist, dass das Spiel voll und ganz auf den Kooperationsmodus ausgelegt sein wird und es sich demnach etwa unausgereift bzw. "unecht" anfühlt, wenn man bewusst allein unterwegs ist.

Danke

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 35844 - 13. Juni 2011 - 12:28 #

"Wir machen Bekanntschaft mit Alien-Typ, der größer ist als die normalen und in etwa die Kopfform einer Königin hat (breite Hornplatte)."
Abgesehen davon, dass in dem Satz ein Wort fehlt, handelt es sich dabei vermutlich um einen Prätorianer, wie sie auch in den AvP-Spielen immer vorkamen.

Der Text liest sich ja teils etwas ernüchtert, so nach dem Motto "alles schon gesehen". Am Ende wird die Präsentation aber als "hochspannend" beschrieben. Hmmm...

Jörg Langer Chefredakteur - P - 337799 - 13. Juni 2011 - 12:48 #

Danke für den Hinweis mit dem Prätorianer, das ändere ich noch.

Ansonsten passt das schon zusammen: Die Ereignisse in der Demo waren hochspannend (bis auf den Facehugger), doch wenn dann beim Schreiben mehr der Verstand als das Gefühl agiert, muss ich einfach sagen, dass in den 20 Minuten schon recht viel abgefeuert wurde, und mich darum sorgen, wie sie den Spannungsbogen aufrechterhalten wollen.

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