
Viel mehr Rallye. Check. Gymkhana. Check. Mehr Strecken. Check. Dirt 3 hat ein paar Neuerungen, über die man nicht mehr viel zu sagen braucht. Für Fans der ersten Stunde ist wohl vor allem die wiederkehrende Fokussierung auf den Rallye-Sport an sich, die schönste und wichtigste Neuerung. Doch hat Dirt 3 auch viele Spieler, die erst mit Dirt 2 zur Serie stießen, peppiger Präsentation und vielen Spielmodi sei dank. Doch werden auch diese Fans zufrieden sein? Und werden die, die sich in die vielen kleinen Details des Vorgängers verliebt haben, diese auch in Dirt 3 wieder finden? Um die Antwort vorweg zu nehmen: Teils-Teils.
Sieht anders aus
Schon nach Start des Spiels fällt mir auf: In ein Wohnmobil sind die Menüs wohl nicht mehr eingebettet. Ich fand die Menüs damals, vor zwei Jahren, sensationell und konnte mir gut vorstellen, dass das die Zukunft der Spiele-Präsentation ist. Ich war von vorne rein im Spielgeschehen integriert, konnte die Rennatmosphäre schon im Hauptmenü spüren. Nun, wie die meisten wohl wissen, diese Art von Menü hat sich bisher nicht durchgesetzt, sogar F1 2011, das auf der gleichen Engine basiert, hat sich von dieser Menüführung wieder verabschiedet. So auch Dirt 3. Mit realen Umgebungen haben die Menüs nichts mehr zu tun, trotzdem sind sie noch 3-dimensional. Bunte Pyramiden schweben über glänzenden, an Pop-Art erinnernden Boden, im Hintergrund driftet das aktuelle Auto, gefolgt von vielen kleine Pyramiden. Türkis dominiert den Farbraum. Das sieht äußerst schick aus, verbindet aber Rennen und Drumherum nicht mehr so elegant, wie es noch der Vorgänger vermochte. In dem konnte ich die Rennen auf einer Weltkarte nach Ländern sortiert anwählen, jetzt sind sie in den Goldenen Pyramiden in Meisterschaften sortiert. Das verhindert, dass ich, wie im Vorgänger immer 2-3 Stunden das gleiche Land befahre, bis ich dann das Nächste freischalte. In Dirt 3 lerne ich die nun viel abwechslungsreicheren Länder schneller kennen, fahre aber auch später immer mal wieder auf neuen Strecken. Die recyceln übrigens ähnlich oft einen Streckenabschnitt wie der Vorgänger, es gibt insgesamt aber sehr viel mehr. Auch gibt es pro Land jetzt nur noch eine Streckenart, Rundstrecken und von A-nach-B-Rasereien in einem Land werdet ihr also nicht mehr finden.
Auf den Pisten an sich hat sich eigentlich am wenigsten getan, wenn man mal von den Witterungen absieht. Der einzige Unterschied der mir auffiel, ist die größere Weitläufigkeit der Umgebungen, teilweise sind die Bergpanoramen im Hintergrund schon beeindruckend weit weg. Die gerade angesprochenen Witterungen sind mit den Tageszeiten übrigens nicht frei Kombinierbar: Regenrennen finden stehts am frühen Abend statt, Nacht-Regenrennen sind also nicht möglich. Dafür gibt es praktisch jede Strecke auch in der Nacht, im Vorgänger waren nur einige, wenige Strecken in Nacht getaucht, dafür aber permanent.
Verbesserung, Veränderung
Jetzt will ich aber mal zu den eigentlichen Rennen kommen, die sind schließlich immer noch das Herzstück des Spiels, diesmal nur noch in 6 Rennmodi, Rallye Raid, Gate Crasher, Domination und Last Man Standing fallen weg, dafür kehrt Head2Head aus Dirt 1 zurück, und Gymkhana, das für viele Colin McRae Fans wohl eher nervig sein dürfte, kommt natürlich auch noch dazu. Zusätzlich gibt es ein paar neue Fun-Modi, in denen man ausschließlich alleine Unterwegs ist. Die KI ist auf der Strecke, vor allem bei Rundkursrennen nun deutlich zurückhaltender, mir gelang es mehrmals, ein Rallye Cross-Rennen ohne Schäden zu bestehen, das war in Dirt 2 noch praktisch unmöglich. Apropos Schäden: Als ich das erste mal mit nur noch drei Reifen durch Finnland pflügte, habe ich wahrscheinlich ziemlich dumm dreingeschaut. Der Reifenverlust, der nur nach Unfällen eintreten kann, nicht wie bei F1 2010 einfach so, ist genauso neu wie die Präsentation der Totalschäden: Sobald das Auto einen „tödlichen“ Crash hatte, wird die Szene in Zeitlupe fortgesetzt. Das löst ein ärgerliches Problem des Vorgängers, da laberte der Beifahrer (den es jetzt nur noch in Männlich gibt) nach einem Crash gerne mal so lange geschockt vor sich hin, bis die Wiederholung nicht mehr die Zeit vor dem Unfall mit einbezog, das praktische Rückspulfeature war dann nicht mehr zu gebrauchen. Das passiert jetzt nicht mehr, auch weil der Beifahrer das Renngeschehen nun viel seltener kommentiert. Allgemein wird während der Rennen weniger gesprochen, auch Funksprüche von Kontrahenten gibt es nicht mehr. Dafür kann das neue Team zwischen den Rennen gar nicht genug schwätzen, die teilweise eher pubertären Sprüche sind noch dazu Geschmackssache, und wirken in einem realistischeren Rennspiel eher fehl am Platz.
Um nochmal kurz zu den Rückblenden zurück zu spulen, die gibt es jetzt, egal welchen Schwierigkeitsgrad, und welche der neuen Fahrhilfen man eingeschaltet hat, immer sechs mal pro Rennen. Das dürfte Profis vielleicht ein wenig ärgern, sie müssen sie ja aber nicht einsetzen, und bekommen dafür dann mehr Ruhm. Den kriegt man, genau wie in Dirt 2 für gute Platzierungen und die nun pro Rennen vorgegebenen Aufträge wie „drifte insgesamt 300 m weit“. Mit dem Ruhm schaltet man nun nicht mehr neue Länder frei, sondern Autos, das Geld, von dem ich im Vorgänger mittlerweile einen drei stelligen Millionen-Betrage besitze, gibt es nicht mehr. Steigt man durch Ruhm im Rang auf, gibt es auch fast immer eine Belohnung, das hält bei der Stange. In Dirt 2 steht mein Rang mittlerweile bei Level 109, ich war geneigt, das im neuen Teil auch zu schaffen. Pustekuchen, bei Level 30 hört das Rangsystem kommentarlos auf, danach verdienter Ruhm verpufft im Nichts. So ist die einzige Motivation im späteren Spielverlauf die Vergoldung der „Rennauswahl-Pyramiden“, die färben sich nämlich, hat man alle Rennen auf ihnen gewonnen, in der edlen Farbe. So bleibt nach ca. 16 Stunden nur noch eins: Der Spaß am Spiel. Und der ist nach wie vor immens.

Rally Raid gibts nach wie vor in Dirt 3, ausserdem gibts nur 30 Fahrerlevel...
Stimmt nicht, Rally Raid Modus gibt es (zumindest im Moment) nicht mehr. Man kann Rallys mit den Raid Karossen fahren, aber die Raid (bis zu 8 Spieler gleichzeitig am Start von A nach B mit Vollkontakt) gibt es im Moment nicht. Kommt evtl. als DLC?
Ansonsten: leider wurde im Vergleich überhaupt nicht/fast gar nicht auf den Online-Modus eingegangen. Hier gibt es (neben der "Fanbase", dem Online-Pendant zu Reputation/Ruhm in der Kampagne, die auch über 30 hinaus geht) im Moment leider keine Möglichkeit, in den Jam Sessions jede beliebige Wagen-Strecken-Kombo einzustellen, was bei Dirt 2 möglich war ("These cars on this track? Thios could be carnage!"), extrem lustig war un die Replayability extrem erhöht hat. Auch die sehr sehr spassigen Online-Party-Modes Outbreak, Invasion, Transporter, Cat&Mouse hätten eine Erwähnung verdient gehabt.
Sorry, aber den Online-Modus spiele ich nicht. Habe am Spiele Rechner kein internet. Sonst währe ich natürlich auch darauf eingegangen. Wollte aber nichts schreiben, das ich selbst nicht ausprobiert habe.
Dann passt es ja :)
Würde aber mal dringend empfehlen, den Online-Modus zu spielen.
Da fängt der Spass doch eigentlich erst richtig an! (-:
Jonas, sehr schöner Vergleich! Vielleicht die beiden großen Absätze noch durch je einen Absatz unterteilen?
Im zweiten Absatz:
'von vorne rein' soll wohl 'von vornherein' sein, besssr ist aber, denke ich, 'von Anfang an' oder 'von Beginn an'
Wall of Text
Im zweiten Absatz wird behauptet das Gymkhana nervig sein soll für alte Fans. Dieser Modus sollte erklärt werden. Vielleicht einfach eine Informationsbox einfügen. Das lockert auch die Textwand auf.
Teil 3 ha nen Split-Screen-Modus. Damit kann man mit nem Kumpel an einer Glotze gegeneinander fahren. Für mich eigentlich ein Must-Have. Teil 2 hatte das nicht.
Ein ärgerlicher Fehler, den ich erst gerade eben bemerkt habe: Das Rangsystem hört natürlich bei Level 30 auf, nicht bei Level 300!
DiRT 3 stinkt. !!
DiRT 3 ist mal um einiges Besser!
Stinkt dirt 3 oder ist es besser???????????????????????
Dirt 3 wird nach einiger Zeit ziemlich langweilig und das ständige gelabere von mechaniker und co nerft.
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