MMO Ryzom ist zurück!

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Tim Gross 23836 EXP - Freier Redakteur,R9,S8,C9,A8
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9. Mai 2009 - 9:49 — vor 8 Jahren zuletzt aktualisiert

Wenn man an Onlinerollenspiele denkt, dann denkt man an World of Warcraft. Kaum ein Mitbewerber kann langfristig mit dem Genrekönig mithalten; viele Titel haben mit Abonnentenrückgängen zu kämpfen. Spiele wie Warhammer Online oder Age of Conan illustrieren den üblichen Weg: Anfangs gibt es viele Kunden, nach einigen Monaten kehren sie den Titeln aber schon wieder den Rücken zu.

Dass es auch anders geht zeigt jetzt das fünf Jahre alte The Saga of Ryzom. Wie Golem.de berichtet, ist das Onlinespiel wieder aus der Versenkung aufgetaucht und wandelt sich jetzt sogar vom Free-to-Play Titel zurück zum Abonnenten-Spiel.

Ursprünglich kam The Saga of Ryzom vom französischen Entwickler Nevrax im Jahr 2004 auf den Markt - dem Startjahr von World of Warcraft. Aufgrund finanzieller Probleme wurden die Server trotz mehreren Besitzerwechseln im vergangenen Jahr abgestellt.

Das war aber noch nicht das Ende, und noch in 2008 kehrte Ryzom als freies Onlinespiel zurück. Die aktuellen Besitzer sind übrigens mehrere ehemalige Entwickler von Nevras, es handelt sich also zuszusagen um ein "Developers Buyout". Seit dem Neustart gab es auch schon einige größere Updates, doch damit Ryzom weiter aktuell bleibt, muss Geld her. Ergo wird gerade das Bezahlsystem implementiert.

Falls ihr Interesse an dem Spiel habt könnt ihr es drei Wochen lang gratis testen, danach werden monatlich zwischen 6,50 und 7,95 Euro pro fällig. Mehr Informationen findet ihr auf der offiziellen Website.

Philipp Spilker 20 Gold-Gamer - P - 22572 - 9. Mai 2009 - 14:57 #

Hi Tim. Warhammer Online hatte anfangs natürlich mehr neugierige Abonnenten als jetzt, aber es wurde erst kürzlich berichtet, dass sich die Abonnentenzahl nun seit Dezember '08 bei 300.000 hält. Was einerseits schlecht ist, da also kaum jemand neu dazu kommt, was aber andererseits auch zeigt, dass das Spiel seine Nische vorerst gefunden hat. Auch EVE Online hat vor kurzem die 300.000-Grenze geknackt und für ihre Maßstäbe ist das alles andere als ein Misserfolg. Sie haben ihre treue Spielerbasis und sind froh darüber.

Wenn man Vergleiche mit WoW anstellt, dann sieht das alles automatisch armselig aus. Aber schlecht ist eine Zahl von 300.000 Abonnenten auf dem MMO-Markt deswegen trotzdem nicht.

Tim Gross Freier Redakteur - 23836 - 9. Mai 2009 - 15:41 #

Ich hab ja nicht gesagt, dass die Spiele schlecht seien oder überhaupt keinen Erfolg haben. Trotzdem ist und bleibt der Trend, dass sehr viele Spieler ein neues MMO starten, aber nach 1-2 Monaten wieder weg sind. Wenn ich mich recht erinnere ist Warhammer mit 800.000 Leuten gestartet, kann das sein? Auch Age of Conan hatte glaube ich 700.000 (Zahlen sind aus meinem Gedächtnis, ergo evtl falsch). Und dass mehr als die Hälfte der User weggehen ist kein schöner Trend für die Spiele und mehr wollte ich gar nicht sagen. Ich sehe daran nichts zu beanstanden.

Philipp Spilker 20 Gold-Gamer - P - 22572 - 9. Mai 2009 - 15:48 #

Ich wollte auch nichts beanstanden. Es ist ja richtig, dass die Zahlen nach dem Launch zurückgehen (bei AoC weiß ich die Anfangszahlen nicht aus dem Kopf, bei WAR waren es wirklich 750.000 in etwa). Aber beim Lesen machte es auf mich den Eindruck, als ob du damit auch ausdrücken wolltest, dass sowohl AoC als auch WAR damit ernsthaft in Probleme kommen könnten. Und das sehe ich zumindest bei WAR nun wirklich nicht so.

Armin Luley 19 Megatalent - 13655 - 9. Mai 2009 - 15:56 #

Ich glaube es liegt am ersten Satz des zweiten Abschnitts. "Dass es auch anders geht... " ist nicht korrekt. Ryzom hat nicht mit null angefangen und dann eine riesige Anhängerschar aufgebaut. Es hatte mal viele Nutzer, ist beinahe wegen Unrentabilität in der Versenkung verschwunden, und hat dann doch wieder ein Geschäftsmodell gefunden. Ryzom ist ein recht drastisches Beispiel wie kleine MMOs vom Markt verdrängt werden. Das ist bei Warhammer und Conan nicht der Fall, die zwar drastische Verluste haben, aber wenn schon nicht der Hai, dann zumindest zwei Hechte im Karpfenbecken sind.

Ryzom ist ein Beispiel, wie man sich trotzdem seine Nische zurück erkämpfen kann und trotz großer Konkurrenz weiterexistieren kann. Bislang wirkt das ein bißchen so, als sei Ryzom viel erfolgreicher als Conan oder Warhammer.

Tim Gross Freier Redakteur - 23836 - 9. Mai 2009 - 16:34 #

Hmmhm, also ich finde gar nicht, dass es klingt als wäre Ryzom erfolgreicher. Ich habe die "bekannteren" Spiele nur als Vergleich genommen, um die Entwicklung von vielen MMOs zu illustrieren - und wie schön es ist, dass es da auch "unbekannte" Ausnahmen gibt.

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